Affenliebe

Affenliebe

Hardback
2.33

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Description

"Affig gut!" René Freund, Autor von "Liebe unter Fischen" "Eine tragisch-komische Geschichte, die zu Herzen geht.“ Peter Prange, Autor von "Unsere wunderbaren Jahre" "Ein spitzbübisches und tief menschliches Buch." Christiane Neudecker, Autorin von "Der Gott der Stadt" Liebe ist ein Rätsel. Manchmal lösen wir es. Manchmal verlieren wir uns darin. Doch was haben Affen mit der Liebe zu tun? Keine Ahnung, würden Sie sagen. Maximilian Kaiser, ein vierundsechzigjähriger Berliner Literaturprofessor mit einem erklärlichen Faible für Primaten und Stendhal, findet es aber heraus – auf die nicht so sanfte Tour. Alles fängt mit einem mysteriösen Brief einer mysteriösen Frau – und einem mysteriösen Affenfoto an, die mit vereinten Kräften Maximilians Leben im Nu auf den Kopf stellen. Als er eines Tages Post von einer Monika Wimmer erhält, beginnt eine obsessive, phantasiegeladene E-Mail-Korrespondenz. Ihr erstes Treffen ist störmisch, verstörend und voller unausgesprochener Sehnsüchte und verwirrende Gespräche. Doch so leidenschaftlich alles beginnt, so abrupt und unerklärlich endet es. Auf der Suche nach Antworten, die er bei seinem Meister Stendhal überraschenderweise nicht findet, reist Maximilian, samt seiner katzentötenden Neugierde, in die eigene Vergangenheit und begibt sich auf Spurensuche: zu seinem Vater, zu seiner Kindheit, zu den Geheimnissen seiner Mutter – und zu Monika nach Bremen, wo alles begonnen hat. Um eine Wahrheit zu entdecken, die er nie erwartet hätte. Ein scharfsinniger, humorvoller und zugleich tiefgründiger Roman über Liebe, Lust und Leidenschaft und die kühne Frage, was, wenn wir alle nur Affen sind, die sich verzweifelt nach Herzenswärme, Innigkeit und Hingabe verzehren.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Miscellaneous
Format
Hardback
Pages
208
Price
26.99 €

Author Description

"Von meinem Kinderzimmerfenster aus konnte ich das Meer sehen. Die Bucht zwischen Split und sieben Kaštela. Am Meer habe ich aus dem Lesen eine Leidenschaft fürs Leben geschaffen. Ich habe entdeckt, dass im Meer alles größer und leichter ist; dass Steine Klarheit verleihen; dass die Farbe nicht nur mit dem Licht wechselt; und dass das Meer immer das eine bleibt, auch wenn seine Wellen mal größer mal kleiner, mal höher mal niedriger, mal gefährlicher mal ruhiger sind..." Nataša Dragnić wurde in Split, Kroatien, geboren. Nach dem Studium der Germanistik und Romanistik in Zagreb schloss sie dort eine Ausbildung als Diplomatin ab. Seit 1994 lebt sie in Erlangen und ist als freiberufliche Fremdsprachen- und Literaturdozentin tätig. Für ihre Werke erhielt sie Preise und Stipendien im In- und Ausland. Ihr Debütroman Jeden Tag, jede Stunde (DVA, 2011) wurde in 28 Sprachen übersetzt. Nach Immer wieder das Meer (DVA, 2013) und Der Wind war es (ars vivendi, 2016) erschien im August 2017 ihr vierter Roman Einatmen, Ausatmen (ars vivendi). Mehrere ihrer Kurzgeschichten erschienen in der Sechs-Sterne-Reihe (ars vivendi), herausgegeben von Rafik Schami.

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2.5

Wenn sich ein Mann zum Affen macht

Von skurrilen Büchern wollte ich dieses Jahr eigentlich die Finger lassen, aber hier ist wieder eins, dass sehr besonders und im Ganzen für mich nicht erfassbar ist Matthias Kaiser, 64 Jahre jung, hat ein Selbstbild, das zwischen Jammerlappen und Resignation changiert. Er hat mehrere Ehen hinter sich und eine ganz besondere Beziehung zu Affen. Er schreibt drüber, er redet von Ihnen, und er fantasiert sie sich zusammen. Er hatte selbst mal einen, als Spielkameraden. Als er mit Monika in Kontakt gerät und sie ihm ein Bild von einem Affen schickt, ist es um ihn geschehen. Er verliebt sich Hals über Kopf, will sich mit ihr treffen und das nicht aus einem romantischen Gefühl heraus. Nein, seine leidenschaftlichen Ambitionen inklusive unerwarteter Erektion, sind ab da das Thema. Dabei stellt er sich ständig infrage, ob er es denn wert ist und ob sie ihn wohl wirklich will. Aus ihm spricht gleichzeitig Eitelkeit und ein merkwürdiges Gefühl, dass ich als „von sich selbst abgestoßen sein“ beschreiben würde. Es kommt zu einem Treffen, und jetzt wird’s richtig affig. Zuckerbrot und Peitsche ist die Methode mit der Monika ihn bei Stange hält. Zum Zuge kommt unser armer Professor nicht. Das bereitet ihm Schmerzen im wahrsten Sinne des Wortes. Um endlich Erlösung zu finden, macht er sich in meinen Augen ziemlich zum Affen. Rührt daher der Titel des Buches? Ich weiß es nicht. Generell kann ich euch nicht genau sagen, was dieses Buch wirklich will. Dragnic schreib virtuos und füllt den Text mit Wortspielereien, die sich nicht nur einmal auf das Wort „Affe“ beziehen. Stilistisch wirkt der Text im besten Sinne älter als er ist. Wüsste ich es nicht besser so würde ich meinen, dass die Lektüre von einem Mann über 60 verfasst wurde und zwar um 1930. Das macht auf jeden Fall die Vielseitigkeit der Autorin deutlich, deren Art Sprache und Inhalt zusammenzuführen ich schon im Roman „Zwischenschritte“ sehr zu schätzen wusste. Aber manchmal schlägt sie hier über die Stränge: Warum der Protagonist beim Anblick seiner Erektion meint, das einzige, was jetzt richtig scheint, ist seine Tochter anzurufen, kann ich zwar irgendwie noch zusammenbringen, wenn es um das Thema Fruchtbarkeit geht, aber sowas möchte ich nicht lesen. Was diesen Roman betrifft, bleibe ich inhaltlich ein bisschen ratlos zurück. Wollte Dragnic sich austoben? Das ist geglückt! Wollte sie eine bestimmte Spezies (und damit meine ich nicht die Affen) in den Mittelpunkt stellen? Auch das scheint gelungen. Aber der tiefere Sinn oder die Pointe geht an meiner Auffassungsgabe leider total vorbei. Wenn ihr also auf Geschichten abfahrt, die sich jenseits des Mainstreams bewegen, eine gehörige Portion Erotik, in der ein über 60-jähriger im Mittelpunkt steht, nicht verschmäht und Textspielereien liebt, dann empfehle ich euch dieses Buch sehr. Für mich war es leider nichts und ich war sehr froh, dass es sich ganz schnell und unkompliziert liest.

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