Adieu, Osteuropa

Adieu, Osteuropa

Hardback
3.55

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Description

Von der Oder bis Sibirien, von der Krim bis zum Baltikum – zum ersten Mal wird der osteuropäische Kulturraum insgesamt ins Auge gefasst, ja nachgerade neu entdeckt: Jacob Mikanowski entwirft das Panorama einer ungemein reichen Welt, die dem Westen stets fremd war und zugleich starke Impulse gab – sei es in Kunst und Literatur in der Erfindung des Nationalismus oder im jüdischen Leben. In weiten Bögen schildert er die Fährnisse von großen wie unbekannten Volksgruppen, Reichen, Religionen. Imperien wie Österreich-Ungarn oder Russland, auch der Islam werden im Gesamtbild neu begreiflich. Entlegenes beschreibt Mikanowski romanhaft spannend: die jüdische Kriegersekte der Karäer, nomadische Räuberdynastien oder Werwolf-Familien; er porträtiert illustre Figuren wie den «Guru» Jakob Frank, der Goethe erstaunte, den türkischen Dandy und Reiseautor Evliyâ Çelebi, der ab 1630 halb Europa und Afrika erkundete, oder die kaiserliche Augenärztin Salomea Pilsztyn.
Jacob Mikanowski lässt eine ganze Welt lebendig werden, die in ihrer Vielfalt an Sprachen, Ethnien, Künstlern, Spielern und Herrschern verblüffend modern war, lange bestand und die erst im Kapitalismus des späten 20. Jahrhunderts untergeht. Eine glänzend erzählte, große Kulturgeschichte.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
History & Archaeology
Format
Hardback
Pages
512
Price
35.00 €

Author Description

Jacob Mikanowski, Historiker, Kritiker und Publizist, schreibt u.a. für den «New Yorker», den «Guardian» und die «New York Times». Er wurde 1982 in den USA geboren, als sein polnisch-jüdischer Vater und seine Mutter aus adliger ungarischer Familie aufgrund des in Polen verhängten Kriegsrechts nicht in ihre Heimat zurückkehren konnten.

Posts

4
All
3.5

Spannende Perspektive, die stellenweise sehr flapsig erzählt ist.

Jacob Mikanowski rückt erfreulicherweise das hier bei uns im Westen tatsächlich vergessene Osteuropa in den Hintergrund. Eine Region, so reich an Wissen, Kultur und Religion wie sonst nur wenige. Da meine Familie selbst aus dem multiethnischen Siebenbürgen (Transsilvanien) stammt, war das Werk für mich ein Muss. Vielleicht ist es diese persönliche Motivation, die mich etwas enttäuscht zurücklässt. Das Buch empfinde ich stellenweise als flapsig geschrieben. Verweise auf die lokale Mythologie wirken manchmal derart unkritisch, dass man meint, der Autor glaube selbst an Werwölfe. Wer sich mit osteuropäischer Geschichte etwas auskennt, wird hier vermutlich nicht viel Neues erfahren. Gleichwohl ist es eine gelungene Zusammenfassung, die autobiografische Elemente enthält. Mit dem Buch kann man nichts falsch machen.

3.5

Unterhaltsam, anekdotisch, harmlos

Ich kann die teilweise vernichtenden Kritiken diesem Buch gegenüber nicht nachvollziehen. Ja, es ist teilweise etwas schnulzig, ja, auch recht anekdotisch gestrickt und mit reichlich eigener Familie ausgeschmückt. Aber es braucht auch solche Bücher. Und auch wenn ich anfangs etwas fremdelte - die schnurrenhafte Ansammlung von Schwänken mit der der Autor durch Kultur, Sprache und Geschichte eiert, kann unterhaltsam sein, auch weil er es schafft dabei keinen größeren Unsinn zu verzapfen. Dabei bleibt es natürlich ein wenig beliebig und verharrt im süßlich Melancholischen. Wer wirklich Erkenntnisgewinn über Osteuropa sucht, der ist hiermit deutlich besser beraten. Europas geteilter Himmel: Warum der Westen den Osten nicht versteht https://read-o.app/detail/9783962891121

5

Wunderbare, oft persönliche Darstellung des vielfältigen Kosmos von einem uns zu zu oft unbekannten faszinierenden Teil Europas & seiner Geschichte

2

Tut nicht weh, aber auch nichts Überraschendes/Spannendes

Create Post