Achtung, Zensur!

Achtung, Zensur!

Hardback
3.01

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Description

Zensur ist der Schlachtruf der Stunde: Ein Gedicht wird von einer Fassade entfernt? Zensur! Ein Bild aus einem Museum entfernt? Zensur! Ein Redner von einer Universität ausgeladen? Zensur! Doch ist es das wirklich? Viele haben heute das Gefühl, ihre Meinung nicht mehr offen sagen zu können. Sie fragen sich, ob Facebook und Google ihre Kontrollaufgaben nicht rigider wahrnehmen als mancher Staat, ob Kunst politisch korrekt sein muss, wieviel Freiheit man den Feinden der Freiheit geben kann.

Eine heiße Debatte ist entbrannt, bei der vieles durcheinander geht. Klassische Zensur vermischt sich mit neuen Formen, polemisches Geschrei von rechts mit Sprechverboten von links. Die Literaturwissenschaftlerin Nikola Roßbach analysiert die kontroverse Diskussion um das Sagbare und legt die unterschwelligen Mechanismen unserer Gesellschaft offen. Zugleich fordert sie eine Zensurdebatte, die über Polemiken und effektheischende Extrempositionen hinausgeht. Eine Auseinandersetzung, die zeigt, was Meinungsfreiheit bedeutet und wie viel sie uns tatsächlich wert ist.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Politics
Format
Hardback
Pages
272
Price
20.60 €

Author Description

Nikola Roßbach ist Professorin für Neuere deutsche Literatur in Kassel und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Kontrolle und Normierung literarischen Wissens. Seit 2016 konzentriert sie sich in Forschung und Lehre verstärkt auf das Thema Zensur: Als wissenschaftliche Partnerin des monumentalen Kunstprojekts Parthenon of Books von Marta Minujín (documenta 14) nahm sie an zahlreichen öffentlichen Debatten teil.

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Interessante Perspektive auf Zensur, die versucht zu differenzieren

In einer Gesellschaft, in der ungemein schnell "Zensur!" gebrüllt wird, ohne das viele so Recht zu wissen scheinen, was das überhaupt ist, fand ich dieses Buch sehr erhellend. Gerade die historische Perspektive auf Zensur und für welche Ziele die eingesetzt wurde, war interessant. Die Autorin schaut meist differenziert auf ihre Beispiele und hält sich zurück, pauschal Dinge zu labeln. Ihre Perspektive auf viele Beispiele waren eine angenehme Ergänzung zu anderen Büchern. Bei populärwissenschaftlichen Büchern kann ich ja über vieles hinweg sehen. Aber das nicht Mal bei wörtlichen (!!) Zitaten eine Fußnote oder Quellenverweis aufgeführt wurde, hat mich wirklich massiv gestört.

Interessante Perspektive auf Zensur, die versucht zu differenzieren
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