Abenteuer Urwald
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Description
Ausgesetzt im Urwald, allein und ohne Hilfsmittel: Fast vier Wochen ist Rüdiger Nehberg im Sommer 2003 allein unterwegs und gilt am Ende sogar als verschollen. Ehrlich und mitreißend dokumentiert Survivalexperte Nehberg sein einsamstes und letztes großes Amazonasabenteuer und erzählt, wie er angriffslustigen Kaimanen begegnete, wie er Schmerzen und Hunger überwand und wie er sich schließlich retten konnte. Außerdem enthüllt er das blutige Drama um den deutschen »Häuptling« Tatunca Nara, Hüter einer angeblichen indianischen Hochkultur, der bis heute für seine grausamen Machenschaften nicht zur Rechenschaft gezogen wurde.
Book Information
Author Description
Rüdiger Nehberg (1935 - 2020), Deutschlands bekanntester Abenteurer, Survival-Experte und Menschenrechtsaktivist, machte seit Anfang der 1970er-Jahre immer wieder mit spektakulären Expeditionen und Survival-Aktionen Schlagzeilen. Ab den 1980ern rückte sein Engagement für die Rettung der Yanomami in den Fokus. Mit seiner Frau Annette gründete er die Menschenrechtsorganisation TARGET e. V. und kämpfte zwei Jahrzehnte lang für die Indigenen und den Regenwald in Brasilien und für ein Ende der Weiblichen Genitalverstümmelung. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Von seinen Überlebensstrategien, Abenteuern und humanitärem Engagement berichtete Rüdiger Nehberg in erfolgreichen Vorträgen und Büchern, die bei Malik und Piper vorliegen. Zuletzt erschien »Dem Mut ist keine Gefahr gewachsen - Ein abenteuerliches Leben«.
Posts
Vor 20 Jahren hatte mich dieses Buch total begeistert, jetzt beim nochmaligen Lesen bin ich gespalten.
Rüdiger Nehberg beschreibt im ersten Teil seine Expedition in den Urwald Brasiliens. Ohne Ausrüstung, ohne Kartenmaterial, ganz allein lässt er sich im Amazonasgebiet aussetzen und will zurück in die Zivilisation finden. Er schildert die Vorbereitungen, das Aussetzen mit dem Hubschrauber, seine Wochen im Urwald und die zahlreichen Herausforderungen, welchen er sich stellen muss. Leider war dieser Teil super schnell auserzählt und ausgelesen. Hier hätte ich gern noch mehr erfahren, sicher doppeln und wiederholen sich die Ereignisse - einen Fluss suchen, danach jeden Tag mit dem Floß fahren, Nahrung suchen und Schlafplatz einrichten - dennoch war es mir dieses Mal zu dürftig. Trotzdem beeindruckt mich nach wie vor die Persönlichkeit Rüdiger Nehbergs und ich möchte seine Leistung nicht schmälern. Im zweiten Teil des Buches geht es um den Deutschen Günther Hauck, dem selbsternannten Indianerfürsten Tatunca Nara, Anführer einer Indianerzivilisation im Regenwald. Unter seiner Führung sind drei Menschen im Amazonasgebiet verschwunden und verstorben. Rüdiger Nehberg recherchierte hierzu und deckte die Machenschaften Tatuncas auf, will ihm das Handwerk legen und ihn zur Rechenschaft ziehen. Die Geschichte entwickelt sich spannend, hat Höhen und Tiefen und wird durch Briefe der Vermissten und der Angehörigen vorangetrieben. Dieser Teil zieht sich dennoch etwas, manche Stellen empfand ich nach 20 Jahren auch schlecht gealtert und leider erschien mir Nehberg sehr unsymphatisch und besserwisserisch. Dennoch empfehle ich dieses Buch, da es einen Einblick in das Leben Rüdiger Nehbergs gibt, seiner verrückten Ideen und seiner tollen sozialen Projekte (Kampf für die Yanomami-Indianer und das Projekt TARGET gegen die weibliche Genitalversrümmelung). Ich durfte ihn 2005 bei einem Vortrag erleben und ließ mir dieses Buch signieren, so dass es trotz der heutigen Kritik im Bücherregal stehen bleiben darf. Und vielleicht versuche ich es noch einmal mit einem anderem Buch von ihm.
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Ausgesetzt im Urwald, allein und ohne Hilfsmittel: Fast vier Wochen ist Rüdiger Nehberg im Sommer 2003 allein unterwegs und gilt am Ende sogar als verschollen. Ehrlich und mitreißend dokumentiert Survivalexperte Nehberg sein einsamstes und letztes großes Amazonasabenteuer und erzählt, wie er angriffslustigen Kaimanen begegnete, wie er Schmerzen und Hunger überwand und wie er sich schließlich retten konnte. Außerdem enthüllt er das blutige Drama um den deutschen »Häuptling« Tatunca Nara, Hüter einer angeblichen indianischen Hochkultur, der bis heute für seine grausamen Machenschaften nicht zur Rechenschaft gezogen wurde.
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Rüdiger Nehberg (1935 - 2020), Deutschlands bekanntester Abenteurer, Survival-Experte und Menschenrechtsaktivist, machte seit Anfang der 1970er-Jahre immer wieder mit spektakulären Expeditionen und Survival-Aktionen Schlagzeilen. Ab den 1980ern rückte sein Engagement für die Rettung der Yanomami in den Fokus. Mit seiner Frau Annette gründete er die Menschenrechtsorganisation TARGET e. V. und kämpfte zwei Jahrzehnte lang für die Indigenen und den Regenwald in Brasilien und für ein Ende der Weiblichen Genitalverstümmelung. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse. Von seinen Überlebensstrategien, Abenteuern und humanitärem Engagement berichtete Rüdiger Nehberg in erfolgreichen Vorträgen und Büchern, die bei Malik und Piper vorliegen. Zuletzt erschien »Dem Mut ist keine Gefahr gewachsen - Ein abenteuerliches Leben«.
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Vor 20 Jahren hatte mich dieses Buch total begeistert, jetzt beim nochmaligen Lesen bin ich gespalten.
Rüdiger Nehberg beschreibt im ersten Teil seine Expedition in den Urwald Brasiliens. Ohne Ausrüstung, ohne Kartenmaterial, ganz allein lässt er sich im Amazonasgebiet aussetzen und will zurück in die Zivilisation finden. Er schildert die Vorbereitungen, das Aussetzen mit dem Hubschrauber, seine Wochen im Urwald und die zahlreichen Herausforderungen, welchen er sich stellen muss. Leider war dieser Teil super schnell auserzählt und ausgelesen. Hier hätte ich gern noch mehr erfahren, sicher doppeln und wiederholen sich die Ereignisse - einen Fluss suchen, danach jeden Tag mit dem Floß fahren, Nahrung suchen und Schlafplatz einrichten - dennoch war es mir dieses Mal zu dürftig. Trotzdem beeindruckt mich nach wie vor die Persönlichkeit Rüdiger Nehbergs und ich möchte seine Leistung nicht schmälern. Im zweiten Teil des Buches geht es um den Deutschen Günther Hauck, dem selbsternannten Indianerfürsten Tatunca Nara, Anführer einer Indianerzivilisation im Regenwald. Unter seiner Führung sind drei Menschen im Amazonasgebiet verschwunden und verstorben. Rüdiger Nehberg recherchierte hierzu und deckte die Machenschaften Tatuncas auf, will ihm das Handwerk legen und ihn zur Rechenschaft ziehen. Die Geschichte entwickelt sich spannend, hat Höhen und Tiefen und wird durch Briefe der Vermissten und der Angehörigen vorangetrieben. Dieser Teil zieht sich dennoch etwas, manche Stellen empfand ich nach 20 Jahren auch schlecht gealtert und leider erschien mir Nehberg sehr unsymphatisch und besserwisserisch. Dennoch empfehle ich dieses Buch, da es einen Einblick in das Leben Rüdiger Nehbergs gibt, seiner verrückten Ideen und seiner tollen sozialen Projekte (Kampf für die Yanomami-Indianer und das Projekt TARGET gegen die weibliche Genitalversrümmelung). Ich durfte ihn 2005 bei einem Vortrag erleben und ließ mir dieses Buch signieren, so dass es trotz der heutigen Kritik im Bücherregal stehen bleiben darf. Und vielleicht versuche ich es noch einmal mit einem anderem Buch von ihm.




