»Mama, bitte lern Deutsch«: Unser Eingliederungsversuch in eine geschlossene Gesellschaft | Publikumspreisträger des Grimme-Online-Awards 2024 und des Blauen Panthers 2024
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Book Information
Characteristics
3 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Wenn jede Autorin/jeder Autor komplexe Themen mit so viel Hingabe, Liebe & Humor behandeln würde, gäbe es mehr Zusammenhalt und weniger Spaltung in diesem (deutschen) Land!
Dieses Buch hat bei mir zu einigen Aha-Momenten geführt und mir eine andere Perspektive auf die (post-)migrantische Generation ermöglicht. Es ließ mich lachen, weinen und mitfühlen. "Mama, bitte lern Deutsch" ist ein Augenöffner, der ernste Themen wie Alltagsrassismus, Benachteiligung und das Gefühl der Ausgrenzung mit Leichtigkeit vermittelt. Für mich ein wahres Meisterwerk! Niemand geht in den Schuhen von (post-)migrantischen Menschen in Deutschland. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass Tahsim seine eigene Perspektive und die seiner Eltern, primär die seiner Mutter, so eindrücklich vermittelt. Mir war nicht klar, welche Last vor allem die Kinder tragen müssen, welche Verantwortung ihnen als Übersetzer zuteil wird und wie schwierig es ist, sich nirgendwo zugehörig zu fühlen. Das Kapitel "ihr" und "wir" hat mich besonders berührt. Für viele deutsche Familien gehören regelmäßige Urlaube und das Verlassen des Landes, um beispielsweise Bekannte im angrenzenden Ausland zu besuchen oder Einkäufe in den Niederlanden sowie in Frankreich zu tätigen, zum Alltag. Für Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft sowie Asylsuchende ist nicht mal die Ausreise für eine Bestattung möglich! Mir war das Ausmaß dieser Einschränkung bis heute nicht bewusst. Jede Person, die des Lesens mächtig ist, sollte dieses Buch lesen. Vermutlich werden gerade die Menschen, die es dringend tun sollten, nie dazu greifen...
Das Buch war viel zu schnell vorbei 🥰
Das Buch ist wirklich richtig toll geschrieben, man kann total mitfühlen und sich extrem gut hineinversetzen. Es ist augenöffnend, emotional und bleibt hängen. Ich kenne Tahsim von TikTok und mag dort seinen super sympathischen und witzigen Umgang mit seiner Mama sehr. Genau diese Sympathie spürt man auch im Buch. Es war stellenweise krass zu lesen und hat auch weh getan, aber gleichzeitig hat es Spaß gemacht und sich einfach sehr nah und ehrlich angefühlt.

Sollte jeder lesen. In der Realität sieht es leider so aus, dass die Menschen, die es dringend lesen müssten, es wahrscheinlich nie tun werden. Mich hat das Buch berührt und ich mochte jede Zeile davon. Es war authentisch und mit soviel Liebe geschrieben. Ich hoffe so sehr, dass sich einige Menschen in diesem Land besinnen werden. Denn was gerade hier und eigentlich überall auf der Welt passiert, macht mich sprachlos und ist mehr als beschämend.
Aus der Sicht eines "Migranten"
In seinem Buch erzählt Tahsim von seiner Erfahrung als Kind mit Migrationshintergrund in Deutschland und was es bedeutet, Eltern zu haben, die kein/wenig Deutsch sprechen. Ich fand es sehr schön Tahsims Sichtweise zu lesen, zum einen um bestimmte Dinge zu verstehen und zum anderen, weil ich mich mit einigen Punkten identifizieren konnte, da ich sie genauso bzw. ähnlich erlebt habe, da ich ebenfalls einen Migrationshintergrund habe. Auch wenn dann doch einiges anders (aber auch ähnlich) war. Dieses Buch müssten sooo viele Menschen lesen doch leider befürchte ich, dass es die "Richtigen" nicht erreichen wird. Ich kann dieses Buch nur JEDEM weiterempfehlen!
Berührend und augenöffnend
Das Buch hatte ich öfter auf Social Media gesehen und da das Thema mich sehr interessiert, wollte ich es unbedingt lesen. Ich mochte es sehr sehr gerne, es hat mich nochmal neue Perspektiven einnehmen lassen und teilweise war es echt schockierend, wie ignorant und rücksichtslos die Menschen in Tahsims Umfeld als Kind waren. Trotz des schweren Themas war der Schreibstil sehr humorvoll und konnte das Ganze gut auflockern, ich musste einige Male wirklich lachen. Auch das Hörbuch fand ich sehr toll eingesprochen vom Autor und hat Spaß gemacht, zuzuhören. Also eine große Empfehlung, da das Thema sehr wichtig ist und die persönlichen Geschichten aus Tahsims Leben mich sehr berühren konnten.
Ein emotionales, wichtiges und stellenweise sehr lustiges Buch über Familie, Sprache und Zugehörigkeit – mit ganz viel Herz 💞 und Verstand 🧠!
„Mama, bitte lern Deutsch“ von Tahsim Durgun ist ein authentisches, humorvolles und zugleich tief berührendes Memoir über das Aufwachsen zwischen zwei Welten – der kurdisch-jesidischen Herkunftsfamilie und dem oft unbarmherzigen deutschen Alltag. Durgun beschreibt, wie er schon als Kind für seine Mutter bei Behördengängen oder Arztbesuchen dolmetschen musste, weil sie nach Jahrzehnten in Deutschland kaum Deutsch spricht. Die Sprache wird dabei zum Symbol für Macht und Teilhabe: Wer sie nicht beherrscht, bleibt außen vor – und das betrifft nicht nur die Mutter, sondern die ganze Familie. Das Buch ist voller Witz und Selbstironie 😂, verliert aber nie den Respekt vor der Lebensleistung der Mutter und der vielen Hürden, die sie überwinden musste. Durgun schildert mit viel Liebe 💖 und manchmal auch Wut 😡, wie Alltagsrassismus, Bürokratie und gesellschaftliche Kälte das Leben der Familie prägen. Besonders bewegend ist der Kontrast zwischen der starken, wortgewandten Mutter in ihrer Muttersprache und der schüchternen, oft gedemütigten Frau im deutschen Alltag. Die Erzählweise ist lebendig, zugänglich und sehr persönlich, gespickt mit Anekdoten, die zum Lachen 🤭 und zum Nachdenken 🤔 bringen. Durgun gelingt es, die Erfahrungen vieler Migrantenkinder sichtbar zu machen und dabei auch gesellschaftliche Missstände klar zu benennen. Das Buch ist eine klare Leseempfehlung für alle, die sich für Themen wie Integration, Sprache und Familie interessieren – und für alle, die sich von einer bewegenden, aber auch witzigen Geschichte berühren lassen wollen.

Ich war die ganze Zeit gut unterhalten. Musste oft über seine Witze und Filmvergleiche schmunzeln und doch kommt es ernsthaft genug rüber, wie er sich und seine Familie in Deutschland behandeln lassen musste. Er hat einen guten Einblick gegeben , wie seine Kindheit verlaufen ist. Absolute Buchempfehlung…
Mein größten Respekt an alle Menschen, die sich in einem fremden Land, einer fremden Kultur ein neues Leben „zutrauen“
Mich hat das Buch aus mehreren Gründen interessiert. Zum einen war da die Grundaussage des Buches. Eines Language Brokers, der seine Sicht, seine Wahrnehmung darstellen wollte. Zum anderen beschäftige ich mich gerade mit interkultureller Psychologie und somit kam das Buch sehr gelegen, um das gelernt zu vertiefen. Ich finde das Buch einfach nur schonungslos Ehrlich. Beeindruckend, wie die Familie und so viele andere Familien mit Migrationshintergrund ihr Leben in Deutschland gestalten. Es hat mir aber auch eindrücklich gezeigt, wie wenig ich mich bisher mit der Kultur und dem Leben von Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte auseinandergesetzt habe. Also falls jemand weiter Buchempfehlungen, egal ob autobiografisch oder fiktiv, hat, gerne her damit.
Tashim Durgun schreibt über seine Familie. Mit viel Liebe, Respekt und Humor . Gnadenlos ehrlich beschreibt er das alltägliche Leben als Postmigrantenkind, in Deutschland geboren. Er beschreibt Misstände, aber beschreibt vor allem auch das Leben der Eltern und zeigt, dass man den Menschen nur vor den Kopf schauen kann.
Solltest du kennen
Die Danksagung killt mich 😭 Immer, wenn ich davon lese, dass es staatenlose Menschen in Deutschland gibt, bin ich schockiert. Ich verstehe nicht warum. Und es macht mich wütend, weil wir so arrogant sind, uns herausnehmen diverse Dinge zu sagen. Die bösen unter uns, schicken sie zurück (aber wohin? ) und die guten fragen sich, warum sie sich nicht einbringen... und dann frag ich mich, wann und wie? Dieses Buch ist so wichtig. Denn es klärt auf, wie es ist staatenlos in deutschland zu leben. Wie schwer und wie liebevoll zugleich. Mag es so gerne das Buch. Schon krass. Props gehen raus an Mama, die versucht Deutsch zu sprechen, wann und wo es geht. Ist nicht einfach, diese Sprache und dieser be💩ene Alltagsrassismus macht es schlicht nicht einfacher.
Ein tolles, humorvolles & berührendes Buch!
Ich wusste nicht wirklich, was ich mir erwarten soll, aber "Mama, bitte lern Deutsch" hat mich sofort gefesselt. Tahsim Durgun schreibt authentisch, humorvoll und einfühlsam & schafft es ganz nebenbei Klischees zubrechen und zum Nachdenken anzuregen! Eine Leseempfehlung für jeden!
Ein grandioses Buch über die Schwierigkeiten sich als Migrant - auch in zweiter Generation - in die deutsche Gesellschaft einzugliedern. Mit allen Hürden von bürokratischen Problemen wie dem Kampf um die deutsche Staatsbürgerschaft, obwohl man hierzulange geboren wurde, über Sprachbarrieren der Eltern bis hin zur Ausgrenzung aus der Gesellschaft und zu Alltagsrassismus. Das Buch regt nicht nur zum Nachdenken an, sondern es zeigt einmal mehr auf, wie kaputt und gespalten unsere Gesellschaft ist. 💔 #fckafd 🤝
Ein Buch, zum Lachen, Weinen und Augen öffnen
Ich bin durch die Youtuberin Marie Joan auf dieses Buchaufmerksam geworden, und bin so dankbar dafür. Tashim Durgun kannte ich vorher nur als witzigen Influencer auf Instagram, der mit viel Charme seine Mutter und Schwestern neckt. Aber hinter dem Humor steckt ein großes Herz und eine beeindruckend kluge Art, gegen Rechts, Ausgrenzung und Alltagsrassismus zu argumentieren. Als deutsche Kartoffel mit Kindern, die zu 1/4 marokkanisch sind und (zum Glück) nie direkt mit der Ausländerbehörde oder rassistischen Strukturen konfrontiert waren, hat mich dieses Buch tief berührt. Es hat mir Einblicke in Realitäten gegeben, denen viele Familien mit Migrationsgeschichte tagtäglich ausgeliefert sind, und die wir als Mehrheitsgesellschaft oft gar nicht sehen (wollen). Ich habe mit Tashim, seiner Mama und den Geschwistern gelacht, geweint, mitgelitten. Es ist eine sehr persönliche, liebevolle und gleichzeitig schmerzhafte Erzählung, die einem lange nachgeht, besonders in einer Zeit, in der ein bedrohlicher Rechtsruck unsere Gesellschaft spaltet und die Werte von Vielfalt, Toleranz und Freiheit ins Wanken geraten. Dieses Buch ist keine Pflichtlektüre: es ist ein Geschenk. Danke, Tashim.

richtig tolles buch! sollte jede:r mal lesen!!! ⭐️
wirklich super schön geschrieben, total unterhaltsam aber vorallem fühlt man sehr mit und bekommt ein so authentisches bild von seiner geschichte und der seiner familie! ich bin sehr begeistert - das buch regt sehr zum nachdenken an was ich unglaublich gut finde!✨
Schon wieder ein Buch, das was anderes für mich ist! "Mama, bitte lern Deutsch" hat mir nochmal aufgezeigt, was wir für Probleme in Deutschland haben und das alles aus einer anderen Perspektive zu sehen. Da ich nicht von Rassismus betroffen bin habe ich diese Erfahrungen eben auch nicht gemacht, aber ich finde es sehr wichtig darüber aufzuklären und würde sagen, dass das auch ein sehr gutes Buch für die Schule sein könnte bzw sein sollte. Es sind einfach aktuelle Themen mit denen sich jeder mal auseinandersetzen sollte. Trotz der Tragik ist viel Humor dabei und die Kürze macht es zu einer angenehmen Lektüre :)
Re-Read als Lehrerin 😂
Dieses Mal habe ich das Buch aus der Perspektive einer Lehrerin gelesen, weil ich es gerne mit meinen 9ern in Deutsch lesen möchte. Noch immer begeistert mich der Schreibstil des Autors und noch immer finde ich seine Geschichte sehr bewegend. 🥰 Ein Re-Read lohnt sich hier als definitiv 🎉

Ein sehr bewegendes Buch, das zeigt, was hier auch teils unbewusst durch Rassismus schief läuft. Oft ist es dem Gegenüber vielleicht gar nicht bewusst, aber dieses Buch zeigt, was manches in den Menschen auslösen kann und auch welche Last auf Kindern liegt, deren Eltern kein Deutsch sprechen. Sehr gut geschrieben und klar zu empfehlen. Inhaltsangabe (Quelle :Amazon) »Dieses Buch hilft mir, meine Mutter besser zu verstehen, und dir, Deutschland besser zu verstehen.« Noch bevor Tahsim Durgun die Grundschule abschließt, muss er für seine Mutter die Abschiebebescheide entziffern, begleitet sie als Dolmetscher zu intimen Arztbesuchen und verliest Aldi-Kataloge am Fliesentisch. So wie Tahsim geht es vielen jungen Menschen mit Migrationsgeschichte, die früh Verantwortung für ihre Eltern übernehmen und gleichzeitig einen Platz finden müssen in einem oft feindseligen Land. Schreiben sie die besten Noten, bekommen sie trotzdem nur eine Hauptschulempfehlung. Fahren ihre Mitschüler*innen in den Urlaub nach Thailand, dürfen sie Deutschland nicht verlassen, weil sie kein gültiges Reisedokument besitzen. Hilflosigkeit, Angst und Überforderung sind ihre stetigen Begleiter, Einfallsreichtum und Empathie ihr Handwerkszeug. Mit messerscharfer Intelligenz, poetischer Sprachgewalt und zynischem Humor: Internet-Star Tahsim Durgun reflektiert die Lebenswirklichkeit der postmigrantischen Gesellschaft. Vor dem Hintergrund seiner eigenen Lebensgeschichte in einer kurdisch-deutschen Familie rechnet Tahsim ab mit der deutschen Bürokratie und zeigt gleichzeitig tiefen Respekt für seine Mutter und ihre Errungenschaften, die für die deutsche Gesellschaft immer unsichtbar bleiben werden.
In „Mama, bitte lern Deutsch“ berichtet Tahsim Durgun mit Authentizität und Humor über das Leben migrantischer Familien in Deutschland. Dabei geht er auf alle damit verbundenen Hürden und Schwierigkeiten ein. Bürokratie, Alltagsrassismus, gesellschaftliche Kälte und Herablassung prägen das Leben seiner Familie. Schnell wird deutlich, welche Macht Sprache hat und dass „Sprachlosigkeit“ nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun hat. Das Buch ist voller Witz und Selbstironie, verliert dabei jedoch nie die Ernsthaftigkeit der Themen aus dem Auge. Der Erzählstil ist lebendig, persönlich und zugänglich, sodass man der Geschichte von Tahsim gut folgen kann. Dem Autor gelingt es die Erfahrungen vieler Migrantenkinder unthaltsam und doch mit Nachdruck sichtbar zu machen. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der sich mit Integration, Sprache und Alltagsrassismus auseinandersetzen möchte. Ein humoristischer Aufruf zur Empathie, der zur Pflichtlektüre an Schulen werden sollte.
Herzzerreißend ehrlich
Ich habe an vielen Stellen die ein oder andere Träne vergossen wegen der Ungerechtigkeiten, die für so viele Menschen in unserem Land Alltag sind. Es hat mir nochmal mehr dabei geholfen, die Perspektive von Migrant*innen besser zu verstehen und ich bin sehr dankbar für diesen Einblick. Wir müssen uns unsere Privilegien bewusstmachen und laut sein für die, die nicht gehört werden. Ein sehr bewegendes Buch, das ich allen ans Herz lege.
Ein Highlight!
"Ist das nicht der, der sich im Internet immer über seine Mutter lustig macht?", hat mich letztens jemand gefragt, als ich über das Buch erzählt habe. In den sozialen Medien wirkt es so. Tahsim Durgun beschreibt aber selbst im Buch wieso, weshalb, warum es so wirkt. Das hat u.A. mit kulturellen Hintergründen zu tun. Und ganz im Gegenteil: in diesem Buch singt er eine echte Lobeshymne auf seine Mutter. Ein tolles Beispiel fand ich: "Sie konnte - auf kurdisch - sehr bildhaft sprechen. [...] Ich war jedes Mal fasziniert, wie sie für jede Situation die passenden Worte fand. Diese Frau war ein Sprachgenie, das hier in der Gerüstlandschaft verkümmerte." Ich kenne viele Menschen wie Tahsims Mutter, die teilweise seit Jahrzehnten in Deutschland leben und trotzdem kaum Deutsch sprechen können. Für Außenstehende wirkt das immer befremdlich, aber Migrant:innen wird einfach nicht derselbe Zugang zur Teilhabe ermöglicht, auch wenn man es denkt. Ich selber komme aus einer bunt gemischten Familie und ich liebe alles daran! Wenn man aber selbst oder im Umfeld die gleiche Art von Diskriminierung erfahren hat, hat das Buch nochmal eine ganz andere Wirkung auf einen. Ich hab mehrfach Tränen vergossen, vor allem bei dem Thema mit der Ausländerbehörde & eben auch am Ende. Wie Tahsim über seine Mutter spricht hat mich zutiefst berührt. Gerade in Hochzeiten der AfD sollte jeder zu diesem Buch greifen und versuchen, Empathie gegenüber anderen aufzubauen. Ganz klare Empfehlung, hab es sehr gemocht!

Sehr bewegend und trotzdem auch witzig
Der Autor berichtet in "Mama, bitte lern Deutsch" sehr anschaulich, was er in seiner Kindheit und Jugend erlebt hat. Einige Passagen sind dabei sehr witzig geschrieben, andere eher ernst. Nichtsdestotrotz finde ich die Erfahrungen, die er beschreibt sehr spannend und berührend. 🙈 Ich kann das Buch sehr empfehlen 😊

Ehrlich, bewegend und witzig!
Berührend und aufrüttelt. Das Buch ist eine liebevolle Ode an alle Mütter, die alles dafür geben, dass ihre Kinder ein besseres Leben haben, selbst wenn sie dabei selbst übersehen oder missverstanden werden. Das Buch zeigt so gut wie Alltagsrassismus und Vorurteile das Leben von MigrantInnen prägen. Es zerreißt das Herz, mitzuerleben, wie eine warmherzige, kluge Mutter, die nur das Beste für ihre Familie will, abgestempelt und stigmatisiert wird. Gerade als jemand, der selbst mit Migrationshintergrund aufgewachsen ist, spürt man den Schmerz der Respektlosigkeit, die manche Menschen erfahren müssen und die alltäglichen Hürden, die sie dennoch mit Würde und Stärke meistern. Ein Muss für alle, die verstehen wollen, wie viel Kraft hinter dem Wort „Integration“ tatsächlich steckt.

Ehrlich, berührend und mit Humor – ein Blick auf Alltag und Rassismus zwischen zwei Kulturen.
Tahsim erzählt in „Mama, bitte lern Deutsch!“ mit viel Offenheit und Gefühl von seiner Kindheit als Sohn einer türkischen Mutter, die in Deutschland nie richtig ankommt, auch, weil sie die Sprache nicht spricht. Das Buch ist gleichzeitig berührend, witzig und ehrlich. Es zeigt, wie viel Verantwortung Kinder in solchen Situationen tragen und wie tief Rassismus in Deutschland oft im Alltag steckt, auch wenn er nicht immer laut ausgesprochen wird. Trotz aller Ernsthaftigkeit gibt es viele Momente zum Schmunzeln, was das Lesen leicht macht, ohne die Tiefe zu verlieren. Ein wichtiges und starkes Buch über Familie, Herkunft und das Gefühl, dazwischen zu stehen.
Gestern gerade von einer Studie der Uni Siegen gelesen, dass bei Bewerbungen Herkunft Leistung schlägt und dass Menschen mit nicht deutsch klingenden Namen deutlich weniger Antworten auf Bewerbungsschreiben bekommen, auch bei besseren Zeugnissen oder ehrenamtlicher Arbeit. Rassismus und Diskriminierung sind scheiße. Umso wichtiger, dass Menschen, die damit konfrontiert sind, ihre Stimmen nutzen - was ja gar nicht so einfach ist, angesichts der strukturellen Einschränkungen und auch psychologischen Folgen dabei. Es ist ein Buch für alle Menschen - für die mit ähnlichen Erfahrungen, denn Rassismus und Diskriminierung sind keine individuellen Probleme, und für die, die solche Erfahrungen nicht kennen und so die Gelegenheit bekommen, etwas dazu zu lernen. Ein unterhaltsames und witziges Buch, das dabei noch lehrreich ist. Besser geht's eigentlich nicht.
Characteristics
3 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Book Information
Posts
Wenn jede Autorin/jeder Autor komplexe Themen mit so viel Hingabe, Liebe & Humor behandeln würde, gäbe es mehr Zusammenhalt und weniger Spaltung in diesem (deutschen) Land!
Dieses Buch hat bei mir zu einigen Aha-Momenten geführt und mir eine andere Perspektive auf die (post-)migrantische Generation ermöglicht. Es ließ mich lachen, weinen und mitfühlen. "Mama, bitte lern Deutsch" ist ein Augenöffner, der ernste Themen wie Alltagsrassismus, Benachteiligung und das Gefühl der Ausgrenzung mit Leichtigkeit vermittelt. Für mich ein wahres Meisterwerk! Niemand geht in den Schuhen von (post-)migrantischen Menschen in Deutschland. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass Tahsim seine eigene Perspektive und die seiner Eltern, primär die seiner Mutter, so eindrücklich vermittelt. Mir war nicht klar, welche Last vor allem die Kinder tragen müssen, welche Verantwortung ihnen als Übersetzer zuteil wird und wie schwierig es ist, sich nirgendwo zugehörig zu fühlen. Das Kapitel "ihr" und "wir" hat mich besonders berührt. Für viele deutsche Familien gehören regelmäßige Urlaube und das Verlassen des Landes, um beispielsweise Bekannte im angrenzenden Ausland zu besuchen oder Einkäufe in den Niederlanden sowie in Frankreich zu tätigen, zum Alltag. Für Menschen ohne deutsche Staatsbürgerschaft sowie Asylsuchende ist nicht mal die Ausreise für eine Bestattung möglich! Mir war das Ausmaß dieser Einschränkung bis heute nicht bewusst. Jede Person, die des Lesens mächtig ist, sollte dieses Buch lesen. Vermutlich werden gerade die Menschen, die es dringend tun sollten, nie dazu greifen...
Das Buch war viel zu schnell vorbei 🥰
Das Buch ist wirklich richtig toll geschrieben, man kann total mitfühlen und sich extrem gut hineinversetzen. Es ist augenöffnend, emotional und bleibt hängen. Ich kenne Tahsim von TikTok und mag dort seinen super sympathischen und witzigen Umgang mit seiner Mama sehr. Genau diese Sympathie spürt man auch im Buch. Es war stellenweise krass zu lesen und hat auch weh getan, aber gleichzeitig hat es Spaß gemacht und sich einfach sehr nah und ehrlich angefühlt.

Sollte jeder lesen. In der Realität sieht es leider so aus, dass die Menschen, die es dringend lesen müssten, es wahrscheinlich nie tun werden. Mich hat das Buch berührt und ich mochte jede Zeile davon. Es war authentisch und mit soviel Liebe geschrieben. Ich hoffe so sehr, dass sich einige Menschen in diesem Land besinnen werden. Denn was gerade hier und eigentlich überall auf der Welt passiert, macht mich sprachlos und ist mehr als beschämend.
Aus der Sicht eines "Migranten"
In seinem Buch erzählt Tahsim von seiner Erfahrung als Kind mit Migrationshintergrund in Deutschland und was es bedeutet, Eltern zu haben, die kein/wenig Deutsch sprechen. Ich fand es sehr schön Tahsims Sichtweise zu lesen, zum einen um bestimmte Dinge zu verstehen und zum anderen, weil ich mich mit einigen Punkten identifizieren konnte, da ich sie genauso bzw. ähnlich erlebt habe, da ich ebenfalls einen Migrationshintergrund habe. Auch wenn dann doch einiges anders (aber auch ähnlich) war. Dieses Buch müssten sooo viele Menschen lesen doch leider befürchte ich, dass es die "Richtigen" nicht erreichen wird. Ich kann dieses Buch nur JEDEM weiterempfehlen!
Berührend und augenöffnend
Das Buch hatte ich öfter auf Social Media gesehen und da das Thema mich sehr interessiert, wollte ich es unbedingt lesen. Ich mochte es sehr sehr gerne, es hat mich nochmal neue Perspektiven einnehmen lassen und teilweise war es echt schockierend, wie ignorant und rücksichtslos die Menschen in Tahsims Umfeld als Kind waren. Trotz des schweren Themas war der Schreibstil sehr humorvoll und konnte das Ganze gut auflockern, ich musste einige Male wirklich lachen. Auch das Hörbuch fand ich sehr toll eingesprochen vom Autor und hat Spaß gemacht, zuzuhören. Also eine große Empfehlung, da das Thema sehr wichtig ist und die persönlichen Geschichten aus Tahsims Leben mich sehr berühren konnten.
Ein emotionales, wichtiges und stellenweise sehr lustiges Buch über Familie, Sprache und Zugehörigkeit – mit ganz viel Herz 💞 und Verstand 🧠!
„Mama, bitte lern Deutsch“ von Tahsim Durgun ist ein authentisches, humorvolles und zugleich tief berührendes Memoir über das Aufwachsen zwischen zwei Welten – der kurdisch-jesidischen Herkunftsfamilie und dem oft unbarmherzigen deutschen Alltag. Durgun beschreibt, wie er schon als Kind für seine Mutter bei Behördengängen oder Arztbesuchen dolmetschen musste, weil sie nach Jahrzehnten in Deutschland kaum Deutsch spricht. Die Sprache wird dabei zum Symbol für Macht und Teilhabe: Wer sie nicht beherrscht, bleibt außen vor – und das betrifft nicht nur die Mutter, sondern die ganze Familie. Das Buch ist voller Witz und Selbstironie 😂, verliert aber nie den Respekt vor der Lebensleistung der Mutter und der vielen Hürden, die sie überwinden musste. Durgun schildert mit viel Liebe 💖 und manchmal auch Wut 😡, wie Alltagsrassismus, Bürokratie und gesellschaftliche Kälte das Leben der Familie prägen. Besonders bewegend ist der Kontrast zwischen der starken, wortgewandten Mutter in ihrer Muttersprache und der schüchternen, oft gedemütigten Frau im deutschen Alltag. Die Erzählweise ist lebendig, zugänglich und sehr persönlich, gespickt mit Anekdoten, die zum Lachen 🤭 und zum Nachdenken 🤔 bringen. Durgun gelingt es, die Erfahrungen vieler Migrantenkinder sichtbar zu machen und dabei auch gesellschaftliche Missstände klar zu benennen. Das Buch ist eine klare Leseempfehlung für alle, die sich für Themen wie Integration, Sprache und Familie interessieren – und für alle, die sich von einer bewegenden, aber auch witzigen Geschichte berühren lassen wollen.

Ich war die ganze Zeit gut unterhalten. Musste oft über seine Witze und Filmvergleiche schmunzeln und doch kommt es ernsthaft genug rüber, wie er sich und seine Familie in Deutschland behandeln lassen musste. Er hat einen guten Einblick gegeben , wie seine Kindheit verlaufen ist. Absolute Buchempfehlung…
Mein größten Respekt an alle Menschen, die sich in einem fremden Land, einer fremden Kultur ein neues Leben „zutrauen“
Mich hat das Buch aus mehreren Gründen interessiert. Zum einen war da die Grundaussage des Buches. Eines Language Brokers, der seine Sicht, seine Wahrnehmung darstellen wollte. Zum anderen beschäftige ich mich gerade mit interkultureller Psychologie und somit kam das Buch sehr gelegen, um das gelernt zu vertiefen. Ich finde das Buch einfach nur schonungslos Ehrlich. Beeindruckend, wie die Familie und so viele andere Familien mit Migrationshintergrund ihr Leben in Deutschland gestalten. Es hat mir aber auch eindrücklich gezeigt, wie wenig ich mich bisher mit der Kultur und dem Leben von Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte auseinandergesetzt habe. Also falls jemand weiter Buchempfehlungen, egal ob autobiografisch oder fiktiv, hat, gerne her damit.
Tashim Durgun schreibt über seine Familie. Mit viel Liebe, Respekt und Humor . Gnadenlos ehrlich beschreibt er das alltägliche Leben als Postmigrantenkind, in Deutschland geboren. Er beschreibt Misstände, aber beschreibt vor allem auch das Leben der Eltern und zeigt, dass man den Menschen nur vor den Kopf schauen kann.
Solltest du kennen
Die Danksagung killt mich 😭 Immer, wenn ich davon lese, dass es staatenlose Menschen in Deutschland gibt, bin ich schockiert. Ich verstehe nicht warum. Und es macht mich wütend, weil wir so arrogant sind, uns herausnehmen diverse Dinge zu sagen. Die bösen unter uns, schicken sie zurück (aber wohin? ) und die guten fragen sich, warum sie sich nicht einbringen... und dann frag ich mich, wann und wie? Dieses Buch ist so wichtig. Denn es klärt auf, wie es ist staatenlos in deutschland zu leben. Wie schwer und wie liebevoll zugleich. Mag es so gerne das Buch. Schon krass. Props gehen raus an Mama, die versucht Deutsch zu sprechen, wann und wo es geht. Ist nicht einfach, diese Sprache und dieser be💩ene Alltagsrassismus macht es schlicht nicht einfacher.
Ein tolles, humorvolles & berührendes Buch!
Ich wusste nicht wirklich, was ich mir erwarten soll, aber "Mama, bitte lern Deutsch" hat mich sofort gefesselt. Tahsim Durgun schreibt authentisch, humorvoll und einfühlsam & schafft es ganz nebenbei Klischees zubrechen und zum Nachdenken anzuregen! Eine Leseempfehlung für jeden!
Ein grandioses Buch über die Schwierigkeiten sich als Migrant - auch in zweiter Generation - in die deutsche Gesellschaft einzugliedern. Mit allen Hürden von bürokratischen Problemen wie dem Kampf um die deutsche Staatsbürgerschaft, obwohl man hierzulange geboren wurde, über Sprachbarrieren der Eltern bis hin zur Ausgrenzung aus der Gesellschaft und zu Alltagsrassismus. Das Buch regt nicht nur zum Nachdenken an, sondern es zeigt einmal mehr auf, wie kaputt und gespalten unsere Gesellschaft ist. 💔 #fckafd 🤝
Ein Buch, zum Lachen, Weinen und Augen öffnen
Ich bin durch die Youtuberin Marie Joan auf dieses Buchaufmerksam geworden, und bin so dankbar dafür. Tashim Durgun kannte ich vorher nur als witzigen Influencer auf Instagram, der mit viel Charme seine Mutter und Schwestern neckt. Aber hinter dem Humor steckt ein großes Herz und eine beeindruckend kluge Art, gegen Rechts, Ausgrenzung und Alltagsrassismus zu argumentieren. Als deutsche Kartoffel mit Kindern, die zu 1/4 marokkanisch sind und (zum Glück) nie direkt mit der Ausländerbehörde oder rassistischen Strukturen konfrontiert waren, hat mich dieses Buch tief berührt. Es hat mir Einblicke in Realitäten gegeben, denen viele Familien mit Migrationsgeschichte tagtäglich ausgeliefert sind, und die wir als Mehrheitsgesellschaft oft gar nicht sehen (wollen). Ich habe mit Tashim, seiner Mama und den Geschwistern gelacht, geweint, mitgelitten. Es ist eine sehr persönliche, liebevolle und gleichzeitig schmerzhafte Erzählung, die einem lange nachgeht, besonders in einer Zeit, in der ein bedrohlicher Rechtsruck unsere Gesellschaft spaltet und die Werte von Vielfalt, Toleranz und Freiheit ins Wanken geraten. Dieses Buch ist keine Pflichtlektüre: es ist ein Geschenk. Danke, Tashim.

richtig tolles buch! sollte jede:r mal lesen!!! ⭐️
wirklich super schön geschrieben, total unterhaltsam aber vorallem fühlt man sehr mit und bekommt ein so authentisches bild von seiner geschichte und der seiner familie! ich bin sehr begeistert - das buch regt sehr zum nachdenken an was ich unglaublich gut finde!✨
Schon wieder ein Buch, das was anderes für mich ist! "Mama, bitte lern Deutsch" hat mir nochmal aufgezeigt, was wir für Probleme in Deutschland haben und das alles aus einer anderen Perspektive zu sehen. Da ich nicht von Rassismus betroffen bin habe ich diese Erfahrungen eben auch nicht gemacht, aber ich finde es sehr wichtig darüber aufzuklären und würde sagen, dass das auch ein sehr gutes Buch für die Schule sein könnte bzw sein sollte. Es sind einfach aktuelle Themen mit denen sich jeder mal auseinandersetzen sollte. Trotz der Tragik ist viel Humor dabei und die Kürze macht es zu einer angenehmen Lektüre :)
Re-Read als Lehrerin 😂
Dieses Mal habe ich das Buch aus der Perspektive einer Lehrerin gelesen, weil ich es gerne mit meinen 9ern in Deutsch lesen möchte. Noch immer begeistert mich der Schreibstil des Autors und noch immer finde ich seine Geschichte sehr bewegend. 🥰 Ein Re-Read lohnt sich hier als definitiv 🎉

Ein sehr bewegendes Buch, das zeigt, was hier auch teils unbewusst durch Rassismus schief läuft. Oft ist es dem Gegenüber vielleicht gar nicht bewusst, aber dieses Buch zeigt, was manches in den Menschen auslösen kann und auch welche Last auf Kindern liegt, deren Eltern kein Deutsch sprechen. Sehr gut geschrieben und klar zu empfehlen. Inhaltsangabe (Quelle :Amazon) »Dieses Buch hilft mir, meine Mutter besser zu verstehen, und dir, Deutschland besser zu verstehen.« Noch bevor Tahsim Durgun die Grundschule abschließt, muss er für seine Mutter die Abschiebebescheide entziffern, begleitet sie als Dolmetscher zu intimen Arztbesuchen und verliest Aldi-Kataloge am Fliesentisch. So wie Tahsim geht es vielen jungen Menschen mit Migrationsgeschichte, die früh Verantwortung für ihre Eltern übernehmen und gleichzeitig einen Platz finden müssen in einem oft feindseligen Land. Schreiben sie die besten Noten, bekommen sie trotzdem nur eine Hauptschulempfehlung. Fahren ihre Mitschüler*innen in den Urlaub nach Thailand, dürfen sie Deutschland nicht verlassen, weil sie kein gültiges Reisedokument besitzen. Hilflosigkeit, Angst und Überforderung sind ihre stetigen Begleiter, Einfallsreichtum und Empathie ihr Handwerkszeug. Mit messerscharfer Intelligenz, poetischer Sprachgewalt und zynischem Humor: Internet-Star Tahsim Durgun reflektiert die Lebenswirklichkeit der postmigrantischen Gesellschaft. Vor dem Hintergrund seiner eigenen Lebensgeschichte in einer kurdisch-deutschen Familie rechnet Tahsim ab mit der deutschen Bürokratie und zeigt gleichzeitig tiefen Respekt für seine Mutter und ihre Errungenschaften, die für die deutsche Gesellschaft immer unsichtbar bleiben werden.
In „Mama, bitte lern Deutsch“ berichtet Tahsim Durgun mit Authentizität und Humor über das Leben migrantischer Familien in Deutschland. Dabei geht er auf alle damit verbundenen Hürden und Schwierigkeiten ein. Bürokratie, Alltagsrassismus, gesellschaftliche Kälte und Herablassung prägen das Leben seiner Familie. Schnell wird deutlich, welche Macht Sprache hat und dass „Sprachlosigkeit“ nichts mit mangelnder Intelligenz zu tun hat. Das Buch ist voller Witz und Selbstironie, verliert dabei jedoch nie die Ernsthaftigkeit der Themen aus dem Auge. Der Erzählstil ist lebendig, persönlich und zugänglich, sodass man der Geschichte von Tahsim gut folgen kann. Dem Autor gelingt es die Erfahrungen vieler Migrantenkinder unthaltsam und doch mit Nachdruck sichtbar zu machen. Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der sich mit Integration, Sprache und Alltagsrassismus auseinandersetzen möchte. Ein humoristischer Aufruf zur Empathie, der zur Pflichtlektüre an Schulen werden sollte.
Herzzerreißend ehrlich
Ich habe an vielen Stellen die ein oder andere Träne vergossen wegen der Ungerechtigkeiten, die für so viele Menschen in unserem Land Alltag sind. Es hat mir nochmal mehr dabei geholfen, die Perspektive von Migrant*innen besser zu verstehen und ich bin sehr dankbar für diesen Einblick. Wir müssen uns unsere Privilegien bewusstmachen und laut sein für die, die nicht gehört werden. Ein sehr bewegendes Buch, das ich allen ans Herz lege.
Ein Highlight!
"Ist das nicht der, der sich im Internet immer über seine Mutter lustig macht?", hat mich letztens jemand gefragt, als ich über das Buch erzählt habe. In den sozialen Medien wirkt es so. Tahsim Durgun beschreibt aber selbst im Buch wieso, weshalb, warum es so wirkt. Das hat u.A. mit kulturellen Hintergründen zu tun. Und ganz im Gegenteil: in diesem Buch singt er eine echte Lobeshymne auf seine Mutter. Ein tolles Beispiel fand ich: "Sie konnte - auf kurdisch - sehr bildhaft sprechen. [...] Ich war jedes Mal fasziniert, wie sie für jede Situation die passenden Worte fand. Diese Frau war ein Sprachgenie, das hier in der Gerüstlandschaft verkümmerte." Ich kenne viele Menschen wie Tahsims Mutter, die teilweise seit Jahrzehnten in Deutschland leben und trotzdem kaum Deutsch sprechen können. Für Außenstehende wirkt das immer befremdlich, aber Migrant:innen wird einfach nicht derselbe Zugang zur Teilhabe ermöglicht, auch wenn man es denkt. Ich selber komme aus einer bunt gemischten Familie und ich liebe alles daran! Wenn man aber selbst oder im Umfeld die gleiche Art von Diskriminierung erfahren hat, hat das Buch nochmal eine ganz andere Wirkung auf einen. Ich hab mehrfach Tränen vergossen, vor allem bei dem Thema mit der Ausländerbehörde & eben auch am Ende. Wie Tahsim über seine Mutter spricht hat mich zutiefst berührt. Gerade in Hochzeiten der AfD sollte jeder zu diesem Buch greifen und versuchen, Empathie gegenüber anderen aufzubauen. Ganz klare Empfehlung, hab es sehr gemocht!

Sehr bewegend und trotzdem auch witzig
Der Autor berichtet in "Mama, bitte lern Deutsch" sehr anschaulich, was er in seiner Kindheit und Jugend erlebt hat. Einige Passagen sind dabei sehr witzig geschrieben, andere eher ernst. Nichtsdestotrotz finde ich die Erfahrungen, die er beschreibt sehr spannend und berührend. 🙈 Ich kann das Buch sehr empfehlen 😊

Ehrlich, bewegend und witzig!
Berührend und aufrüttelt. Das Buch ist eine liebevolle Ode an alle Mütter, die alles dafür geben, dass ihre Kinder ein besseres Leben haben, selbst wenn sie dabei selbst übersehen oder missverstanden werden. Das Buch zeigt so gut wie Alltagsrassismus und Vorurteile das Leben von MigrantInnen prägen. Es zerreißt das Herz, mitzuerleben, wie eine warmherzige, kluge Mutter, die nur das Beste für ihre Familie will, abgestempelt und stigmatisiert wird. Gerade als jemand, der selbst mit Migrationshintergrund aufgewachsen ist, spürt man den Schmerz der Respektlosigkeit, die manche Menschen erfahren müssen und die alltäglichen Hürden, die sie dennoch mit Würde und Stärke meistern. Ein Muss für alle, die verstehen wollen, wie viel Kraft hinter dem Wort „Integration“ tatsächlich steckt.

Ehrlich, berührend und mit Humor – ein Blick auf Alltag und Rassismus zwischen zwei Kulturen.
Tahsim erzählt in „Mama, bitte lern Deutsch!“ mit viel Offenheit und Gefühl von seiner Kindheit als Sohn einer türkischen Mutter, die in Deutschland nie richtig ankommt, auch, weil sie die Sprache nicht spricht. Das Buch ist gleichzeitig berührend, witzig und ehrlich. Es zeigt, wie viel Verantwortung Kinder in solchen Situationen tragen und wie tief Rassismus in Deutschland oft im Alltag steckt, auch wenn er nicht immer laut ausgesprochen wird. Trotz aller Ernsthaftigkeit gibt es viele Momente zum Schmunzeln, was das Lesen leicht macht, ohne die Tiefe zu verlieren. Ein wichtiges und starkes Buch über Familie, Herkunft und das Gefühl, dazwischen zu stehen.
Gestern gerade von einer Studie der Uni Siegen gelesen, dass bei Bewerbungen Herkunft Leistung schlägt und dass Menschen mit nicht deutsch klingenden Namen deutlich weniger Antworten auf Bewerbungsschreiben bekommen, auch bei besseren Zeugnissen oder ehrenamtlicher Arbeit. Rassismus und Diskriminierung sind scheiße. Umso wichtiger, dass Menschen, die damit konfrontiert sind, ihre Stimmen nutzen - was ja gar nicht so einfach ist, angesichts der strukturellen Einschränkungen und auch psychologischen Folgen dabei. Es ist ein Buch für alle Menschen - für die mit ähnlichen Erfahrungen, denn Rassismus und Diskriminierung sind keine individuellen Probleme, und für die, die solche Erfahrungen nicht kennen und so die Gelegenheit bekommen, etwas dazu zu lernen. Ein unterhaltsames und witziges Buch, das dabei noch lehrreich ist. Besser geht's eigentlich nicht.










































