Über den Dächern von Jerusalem: Berührendes Jugendbuch ab 14 Jahren über Freundschaften und familiäre Herausforderungen im Kontext des Israel-Palästina-Konflikts

Über den Dächern von Jerusalem: Berührendes Jugendbuch ab 14 Jahren über Freundschaften und familiäre Herausforderungen im Kontext des Israel-Palästina-Konflikts

Ebook
4.385

By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.

Book Information

Main Genre
N/A
Sub Genre
N/A
Format
Ebook
Pages
337
Price
5.99 €

Posts

21
All
5

Ein wichtiges Buch, gerade jetzt! Nicht nur für Jugendliche

Ein wichtiges Buch, gerade jetzt! Nicht nur für Jugendliche
4.5

Der Nahostkonflikt- super erklärt Der Konflikt zwischen Israelis und den Palästinensern wird in diesem Buch auf zwei Zeitebenen und mit vier jungen Charakteren sehr anschaulich und differenziert für Jugendliche aber auch für Erwachsene aufbereitet. Die 15Jährige Tessa ist Jüdin und im Konzentrationslager Bergen-Belsen so gerade mit dem Leben davongekommen. Als Halbwaise schafft sie es auf ein Schiff nach Jerusalem, wo ihr Vater im Untergrund arbeitet und die Juden an der Errichtung eines eigenen Staates arbeiten. Mo , ein arabischer Junge, verliert zu dieser Zeit 1947 seinen Vater durch einen Bombenanschlag, durchgeführt von Juden, die immer zahlreicher ins Land kommen und die arabische Bevölkerung aus ihren Häusern vertreiben. Die beiden Jugendlichen begegnen sich zufällig und plötzlich hat der Feind ein Gesicht. Sie streiten sich heftig, denn jeder hat seine eigene Perspektive auf den Konflikt. Und doch mögen sie sich auch irgendwie und stellen fest das es auch Verbindendes gibt. In der Gegenwart 2023 treffen ebenfalls zwei junge Menschen aufeinander, die israelische Soldatin Anat und der palästinensische Junge Karim. Sie begegnen sich mit Angst und Mißtrauen und nutzen dann aber die Chance dem anderen zuzuhören. Der jahrzehntelange Konflikt zwischen den beiden Völkern ist ja bis heute ungelöst und seit Erscheinen des Buchs sogar noch weiter eskaliert. Im Buch gibt es einen Hoffnungsschimmer, aber die Realität sieht leider anders aus. Anja Reumschüssel , die sich als Journalistin und Sachbuchautorin einen Namen gemacht hat, bringt nicht nur ganz viele historische Fakten in die Geschichte mit ein, sie erzählt auch eine mitreißende Geschichte über jugendliche Protagonisten, mit denen man sich identifizieren kann. Das Buch, dass im Übrigen auch Schullektüre ist, erklärt die Komplexität des Nahostkonflikts und zeichnet ein differenziertes Bild von beiden Seiten. Ein kleiner Kritikpunkt ist, das hier des Öfteren der Zufall für die eine oder andere Begegnung bemüht wird. Das störte mich aber nicht wirklich in meinem Lesefluss. Mir hat das Buch richtig gut gefallen und ich kann es gerade in der jetzigen Zeit jedem nur empfehlen.

4

Zwei Zeitebenen (1947/48 & 2023) und vier Menschen (Tessa & Mo / Anat & Karim) in Jerusalem/Yerushalayim/Al-Quds) im ewigen Konflikt. Es geht um Menschlichkeit, darum wie wichtig es ist miteinander zu reden und dass erlebtes Leid nicht gegeneinander aufrechenbar ist. Klar wird, dass es letztendlich immer zwei Seiten der Geschichte gibt und die gegenseitigen (berechtigten) Vorwürfe trotzdem nirgendwo hin führen, oder zumindest nicht zu einer Lösung. Ein tolles Buch, nominiert für den Jugendliteraturpreis 2024.

5

Toller Jugendroman- aktueller denn je

Auf zwei Ebenen erzählt der Roman vom Leben in Israel und den palästinensischen Gebieten aus der Sicht von jeweils zwei Jugendlichen. Die Personen sind fiktiv, zahlreiche historische Ereignisse, Lebensumstände jedoch real. Das erläutert die Autorin auch in ihrem Nachwort. Aufgrund der jugendlichen Protagonisten und der nicht zu wissenschaftlichen Sprache kann man sich sofort in das Geschehen hineinversetzen und lernt so viele Dinge über den Nahostkonflikt.

4.5

„Vier unterschiedliche Perspektiven auf Israel, vier verschiedene und doch untrennbar miteinander verwobene Schicksale“ heißt es im Klappentext. Das Buch liest sich trotz des schweren Themas gut und zeigt die Hintergründe des Konfliktes um und in Israel verständlich auf. Meiner Meinung nach verständlicher als es ein Sachbuch oder eine Dokumentation könnte. Klar, es ist ein Jugendbuch und das merkt man - das heißt aber nicht, dass Erwachsene daraus nicht ebenso viel mitnehmen können. Die wechselnden Perspektiven und auch der Wechsel zwischen den Jahren 1947/48 und 2023 sind strukturiert, sodass ich als Leser gut folgen konnte. Ich konnte mit allen 4 Hauptpersonen sehr mitfühlen und hätte keine „Seite wählen“ können. Ich denke, das ist es eben gerade, was mich an diesem Buch so fasziniert hat und was gleichzeitig in der Realität zum Verzweifeln bringt. Hier nur eine von vielen Aussagen, die mir im Kopf geblieben sind: „Nee, (ich bin) einfach ein Mensch. Wegen der Frage, wer zu welchem Volk gehört, schlagen wir uns auf der ganzen Welt die Köpfe ein. Das ist doch dumm!“

4

War gut, war aber wenig informativ

Rezension zu »Über den Dächern von Jerusalem« von Anja Reumschüssel Mir hat das Buch ganz gut gefallen, es lag viel zu lange auf meinem SuB und es war total spannend, aber auch wichtig, wie das Leben aussieht, in einem Kriegsgebiet, von verschiedenen Seiten ✨ Klar, das Buch ist ein Jugendbuch, aber mir persönlich lag der Fokus zu wenig auf dem Krieg, es wurden verschiedene „Lösungen“ gefunden und der Ursprung wurde erläutert, aber an sich hat man das ganze nur durch die Widerworte, die sie sich geben, beziehungsweise ihre Gedanken stark mitbekommen. Trotzdem fand ich den Aspekt der Freundschaft total wichtig und schön, und fand es auch schön, dass Themen wie Homosexualität und Religion angeschnitten wurden, im Nachwort hat man von der Autorin erfahren, dass ihr tatsächlich jemand das so erzählt haben soll und das hat dem gab zur n noch mal Authentizität verliehen.

4

Tolle Erzählung, sehr gut recherchiert. Teils hätten ein bisschen mehr Hintergrundinfos geholfen. Gelegentlich wird kritisiert, dass es etwas konstruiert und zufällig alles wirkt, aber das stört mir nicht - ist eben eine fiktive Geschichte, selbst wenn sie auf realistischen Tatsachen beruht

5

Sehr gutes Jugendbuch….Nahostkonflikt soooo aktuell

4.5

Ein differenzierter Blick auf den Nahost-Konflikt

Dieser Jugendroman wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und konnte mich sehr begeistern! Denn er macht Geschichte durch handelnde Figuren greifbar. Er spielt auf zwei Zeitebene, nämlich 1947/48 und in der Gegenwart in Jerusalem. Zwei Geschichten, die zusammenhängen - zwei Freundschaften entstehen, zwischen zwei verfeindeten Parteien. Der Nahost-Konflikt ist gut recherchiert und berührt, weil die Autorin die beiden Seiten lebendig und einfühlsam schildert. Schreibstil ⭐️⭐️⭐️ Inhalt ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Spannung ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Charaktere ⭐️⭐️⭐️⭐️

Ein differenzierter Blick auf den Nahost-Konflikt
3

Das Buch wurde für eine Leserunde ausgewählt und deshalb "musste" ich es lesen. Ich hatte nicht so richtig Lust auf die Thematik des Buches und habe es deshalb auch recht unkonzentriert gelesen. Ich denke dass es mir zum richtigen Zeitpunkt richtig gut gefallen könnte. Zumal mich ein Besuch in Jerusalem, wo drei Religionen aufeinander stoßen, vor ein paar Jahren doch sehr fasziniert hat.

4

Zwei Zeiten, zwei Begegnungen – ein geteiltes Land voller Sehnsucht nach Frieden

Mit „Über den Dächern von Jerusalem“gelingt der Autorin ein feinfühliges literarisches Geflecht, das auf zwei Zeitebenen spielt und die Leser*innen mitnimmt in die historischen und aktuellen Spannungen Israels – und zugleich eine zutiefst menschliche Geschichte erzählt. Die Handlung setzt 1947 ein, kurz vor der Staatsgründung Israels. Wir begleiten die 15-jährige Tessa, eine jüdische Halbwaise, die in Jerusalem Zuflucht sucht und dort Mo begegnet, einem arabischen Jungen, der durch einen Terroranschlag ebenfalls zum Halbwaisen wurde. Die aufkeimende Freundschaft zwischen den beiden Kindern wird von der Realität des heraufziehenden Krieges überschattet – und reißt auseinander, bevor sie eine Chance hat, zu wachsen. 2023 spiegelt sich diese Geschichte auf bewegende Weise: Die 18-jährige Anat, frisch im Wehrdienst, trifft im Westjordanland auf Karim, einen jungen Palästinenser. Was zunächst von Angst und gegenseitigem Misstrauen geprägt ist, entwickelt sich – ähnlich wie bei Tessa und Mo – zu einem vorsichtigen Austausch, der Hoffnung auf Verständnis und Versöhnung weckt. Die Stärke dieses Romans liegt in seiner dichten Atmosphäre und der sorgfältigen Figurenzeichnung. Tessa, Mo, Anat und Karim sind keine politischen Symbole, sondern glaubhaft gezeichnete Individuen mit Wünschen, Ängsten und Hoffnungen. Ihre Geschichten verweben sich über die Jahrzehnte hinweg subtil miteinander – und zeigen, wie tiefgreifend die Vergangenheit in die Gegenwart hineinwirkt. „Über den Dächern von Jerusalem“ ist kein einfacher Roman. Er stellt Fragen, ohne einfache Antworten zu geben. Er verweigert sich klaren Schuldzuweisungen und lenkt den Blick stattdessen auf die Zwischentöne, auf das Menschliche im Politischen. Gerade dadurch berührt er nachhaltig. Ein beeindruckendes Buch über Verlust und Verbindung, über Wunden der Geschichte und die Kraft des Gesprächs – still, klug und voller Empathie. Sehr lesenswert.

4

Ein sehr schönes Buch!

Ich finde das die Geschichte sehr gut erklärt ist obwohl es so ein kompliziertes Thema ist. Ich mochte den Schreibstil total gerne und ich fand es interessant mal ein Buch zu dem Thema zu lesen weil ich sonst immer nur Bücher gelesen habe die während dem zweiten Weltkrieg spielen und nicht danach.

Ein sehr schönes Buch!
5

Vier Schicksale, ein Konflikt, der sie alle beeinflusst. Ein wundervolles Buch über Freundschaft und den Mut, alte Konflikte zu überwinden und von vorne anzufangen.

1947/48: Nachdem das jüdische Mädchen Tessa zwar selbst den Holocaust überlebt hat, doch ihre Mutter im KZ verloren hat, steht sie nach der Befreiung völlig alleine da. Ihr Vater lebt in Jerusalem, doch wie soll sie ganz alleine dorthin kommen, um ihre schreckliche Vergangenheit zu verarbeiten? Mo, ein arabischer Junge, verliert seinen Vater bei einem Terroranschlag und plötzlich ist er, als ältester Sohn, das Familienoberhaupt seiner Familie, die in Jerusalem wohnt. Zwischen den beiden entsteht eine zaghafte und völlig einzigartige Freundschaft, doch im Chaos von Bürgerkrieg und Staatsgründung trennen sich ihre Wege. 2023: Die Jüdin Anat wird für einen Militäreinsatz im Rahmen ihres Wehrdienstes ins Westjordanland geschickt und lernt dort zufällig den Palästinenser Karim kennen. Beide sind zunächst vor Angst und Misstrauen gelähmt, doch schnell merken sie, dass sie mehr verbindet, als sie auf den ersten Blick vermuten….

Vier Schicksale, ein Konflikt, der sie alle beeinflusst.
Ein wundervolles Buch über Freundschaft und den Mut, alte Konflikte zu überwinden und von vorne anzufangen.
4.5

Super toll geschrieben mit viiiielen Eindrücken die zum Nachdenken anregen Danke für dieses tolle Buch

5

Ein grandioses Buch und eine absolute Empfehlung! Würde dem Buch am liebsten 6/5 Sternen geben. Eine wundervolle Geschichte, eingebaut in einem scheinbar niemals endenden Konflikt, die hier eine hinreißenden Menschlichkeit aufweist, die man sich von allen Menschen nur so wünschen möchte. Es ist politisch, brisant und spannend erzählt.

5

Vielleicht jetzt schon das erste Jahreshiglight?

Ich habe sehr genossen, dass Buch zu lesen. Besonders Mos und Tessas Geschichte. Aber auch die von Anat und Karim hat mich beeindruckt. Generell das ganze Buch. Ich kann meine Gedanken und Gefühle dazu noch gar nicht so richtig in Worte fassen. Ich habe unfassbar viel gelernt, will noch mehr über das Thema wissen und mich weiterbilden, weil das Buch Lust darauf macht. Das Nachwort ist auch echt stark und klärt nochmal einiges auf. Ich mag die Charaktere, ihre Gedanken und Hinterfragungen, Beweggründe und die Geschichte an sich. Vor allem auch, wie am Ende alles miteinander verflochten wird. Als ich es das erste Mal verstanden hab, dachte ich, das hätte ich mir noch mehr gewünscht und in den letzten Kapiteln, die mich dann auch sehr glücklich gemacht haben, ist mein Wunsch in Erfüllung gegangen. Mo und Tessa sind definitiv meine Favoriten aus dem Buch und ich kann es wirklich jedem empfehlen, zu lesen. Es ist wohl gerade auch wieder aktueller denn je.

4

Gutes Jugendbuch

Ein gut zu lesendes Buch zu einem schwierigen Thema. Anja Reumschüssel schafft es, zwei Seiten des Nahostkonflikts auf einer sehr menschlichen Ebene zu zeigen. Das Buch wartet nicht mit großen Überraschungen oder Plottwists auf, berührt aber auf einer emotionalen Ebene. Wie kann es jemals Frieden geben, wenn so viel Hass und Gewalt existiert? Und doch gibt es die. Die Hoffnung.

4

Hat mir gut gefallen. Als angehende Lehrerin kann ich mir gut vorstellen, dass Buch im Unterricht einzusetzen. Es bietet viele Anknüpfungspunkte für einen sensiblen Umgang mit einem Nahost-Konflikt, der seit vielen Jahren schwelt.

4.5

Ein toller Jugendroman, der den Konflikt zwischen Israel und Palästina verständlich macht, ohne sich auf die eine oder andere Seite zu stellen. Sehr lesenswert - nicht nur für Jugendliche!

3

so ein wichtiges thema und deswegen auch so wichtig bücher wie dieses zu lesen!

5

Lehrreich und emotional

Das Buch hat mich sehr berührt. Ich fand die Geschichte intensiv und fesselnd, weil sie zwischen Vergangenheit und Gegenwart wechselt und dadurch ein spannendes Bild vom Nahostkonflikt zeigt. Besonders beeindruckt haben mich die emotionalen und menschlichen Schicksale der Jugendlichen, die trotz unterschiedlicher Herkunft miteinander verbunden sind. Gleichzeitig ist das Buch lehrreich, da man viel über die Geschichte Jerusalems, den Konflikt zwischen Israel und Palästina und die Hintergründe erfährt. Für mich ist es ein wichtiges Jugendbuch, das zum Nachdenken anregt und zeigt, wie komplex, aber auch wie menschlich politische Konflikte sein können. Ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen – auch für Erwachsene.

Create Post