Zeremonie des Lebens: Storys
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Book Information
Posts
Skurille Geschichten die zum Nachdenken anregen
Bis jetzt haben mir alle Bücher von Murata gefallen und auch dieses hat mich nicht enttäuscht. Die Geschichten waren teilweise schon sehr verrückt aber einige waren wirklich interessant. Mir hat nicht jede gefallen, ein paar waren auch langweilig und verwirrend. Der Schreibstil war wie gewohnt angenehm flüssig zu lesen.
Normalerweise mag ich Erzählungen nicht, aber Murata konnte mich hier wirklich überzeugen. Mutig und mit skurrilen Einfällen stellen die Erzählungen unsere Welt auf den Kopf. Murata hinterfragt unsere Vorstellung von Kultur, Zusammenleben und davon, was richtig und was falsch ist. Warum halten wir gewisse Dinge für normal und andere für abartig? Und wie lange dauert es, bis sich individuelle Einstellungen oder die einer ganzen Gesellschaft ändern und wir plötzlich das Gegenteil als ganz normal ansehen?
Dieses Buch war ein echter Kampf ...
Ich weiß nicht so ganz was ich von dem Buch halten soll. Viele Geschichten habe ich wohl einfach nicht verstanden. Es ist gar nicht mal die Absurdität, die es mir schon schwer gemacht hat das Buch zu beenden. Es war eher, dass ich nach den meisten Geschichten einfach nicht wusste was ich damit anfangen soll. Wenn mir eine Geschichte gefallen hat, war es eine zehn von zehn. Alle anderen waren ein Fragezeichen von 10. Darum kann ich auch nicht sagen, wem ich dieses Buch empfehlen würde.
Gesellschaftlicher Horror in Kurzform
„Zeremonie des Lebens“ von Sayaka Murata ist eine Kurzgeschichtensammlung, die thematisch wirklich stark ist – aber für meinen Geschmack waren viele Geschichten einfach zu kurz. Die Ideen und gesellschaftlichen Fragen, die Murata aufwirft, fand ich, wie immer sehr spannend. Oft geht es darum, gesellschaftliche Moralvorstellungen komplett umzudrehen und uns als Leser zum Nachdenken zu bringen. In einer Geschichte zum Beispiel wird der Mensch nach dem Tod vollständig verwertet: Aus Haar, Haut oder Knochen werden Alltagsgegenstände hergestellt – so, wie wir es mit Tieren tun. Wie würden wir uns fühlen, wenn wir die tote Haut unseres Vaters als Schleier bei der Hochzeit tragen müssten? Oder wenn wir uns mit Menschenhaar und Knochen schmücken? Eine andere Story hinterfragt unsere Fähigkeit zur gesellschaftlichen Anpassung: Eine Frau, die in der Schule als einfältig gilt, übernimmt je nach Umfeld verschiedene Rollen. Sie passt sich dem ersten Eindruck, den andere von ihr haben, und den Erwartungen an, die an Frauen gestellt werden. Mit der Zeit entwickelt sie verschiedene Persönlichkeiten – bis sie sich fragt, ob sie überhaupt eine eigene Identität hat oder einfach nur eine leere Hülle ist, die sich ständig anpasst. Und wenn ja – wie soll sie sich verhalten, wenn all ihre Bekannten, die jeweils eine andere Version von ihr kennen, aufeinandertreffen? Das fand ich sehr nachvollziehbar und ehrlich gesagt auch ziemlich beunruhigend. Einige Geschichten enthalten ziemlich viel Body Horror – was mir persönlich nichts ausgemacht hat. Ich hatte eher den Eindruck, dass diese drastischen Bilder gezielt eingesetzt wurden, um unsere Vorstellungen von Normalität und Moral zu hinterfragen. Das hat mich teilweise an Curse Bunny von Bora Chung erinnert – ebenfalls eine Sammlung, die verstört und gleichzeitig zum Denken anregt. Insgesamt 3,5 Sterne – aber nicht, weil das Buch schlecht ist, sondern weil mir viele Geschichten einfach zu kurz waren. Viele Ideen hätten für meinen Geschmack mehr Raum gebraucht. Nur die titelgebende Geschichte „Zeremonie des Lebens“ war ausführlicher. Wie auch in Muratas anderen Werken geht es in diesem Buch um gesellschaftliche Konventionen, die in extremer und provokanter Weise hinterfragt werden. Genau das macht sie für mich so besonders. Ich habe mittlerweile drei Bücher von ihr gelesen – Vanishing World ist bisher mein Favorit und ich kann mit Sicherheit sagen: Sayaka Murata gehört inzwischen zu meinen Lieblingsautorinnen. Ihre kompromisslose Art, gesellschaftliche Normen infrage zu stellen, trifft bei mir einfach genau ins Schwarze. Vermutlich ist dieses Buch nicht für jeden etwas – aber wenn ihr feministischen Horror, gesellschaftskritische Literatur oder einfach das Andersartige sucht, kann ich es nur empfehlen.
Komisch.
Das Buch besteht aus mehreren Kurzgeschichten, die sich alle mit den verschiedenen „außergewöhnlichen“ Lebensentwürfen von Menschen in Japan auseinandersetzen. Viel mehr haben sie allerdings nicht gemeinsam. Die Länge der Geschichten variiert stark; manchmal geht es um Freundschaft, manchmal um Sexualität, und manchmal – ich formuliere es mal vorsichtig – um eher „seltsame“ Themen: etwa die Verliebtheit in einen Vorhang, ein Familienmitglied, das überzeugt ist, aus einer Fantasywelt zu stammen, oder eine Frau, die Pullover und Möbel aus toten Menschen besitzen möchte. Insgesamt war es für mich ein etwas merkwürdiges und komisches Leseerlebnis, wenn ich ehrlich bin😄
Absolute Ausnahmeautorin
Es war wie vor einer unendlich langen Zeit, als ich „Die Zeremonie des Lebens“ als mein aktuelles Lieblingsbuch Gästen einer Abendveranstaltung in unserer Buchhandlung vorstellte, die sich auf skandinavische Krimis und Generationsromane freuten. Je weiter ich erzählte, desto mehr verzerrten sich die Gesichter der Zuhörenden; besonders gut kann ich mich an jene erinnern, die ihren Ekel, so angestrengt sie es auch versuchten, nicht mehr verbergen konnten. Ich war in meinem Element. Und obwohl ich meinen viel zu kurzen Vortrag mit der Gewissheit beendete, wieder eine allzu nischige Empfehlung ausgesprochen und alle Anwesenden verschreckt zu haben, durfte ich im Anschluss besonders lustige und offene Gespräche führen. Sayaka Murata schafft mit ihren wiederholt an die Grenzen des sozial Erlaubten kratzenden Ideen, aus der Reserve zu locken und Freunde der kuriosesten Literatur zu vereinen. Die vorliegenden Kurzgeschichten erzählen von einer Gesellschaft, in welcher der menschliche Körper eine Ressource ist, und von Konventionen, die aus dieser Prämisse hervorgehen (es werden zum Beispiel Möbel und Textilien aus Knochen oder Haut gefertigt). Die Alltagsprobleme und das Gefühlsleben der Protagonisten gleichen auf unangenehme Weise dem uns Bekannten, man gerät leicht ins Philosophieren und hat zu allem Überfluss Spaß dabei.

Grausig schön
Nicht jeder mag Kurzgeschichten, aber diese finde ich wirklich sehr besonders. Murata erschafft hier eine ganz besondere Mischung: weird, surreal, dystopisch, gesellschaftskritisch und mit einer guten Prise Horror und Ekel. Auch, wenn die Geschichten erstmal skurril und absurd wirken, sind sie sehr gut durchdacht (sogar versteckte Bezüge zum Holocaust findet man) und beschäftigen sich mit wichtigen Themen unserer Gesellschaft. Da Muratas Geschichten ganz nach meinem Geschmack sind und ich auch den Schreibstil liebe, gibt's von mir 4,5 von 5 Sternen.
Japanische Wierd Girl Fiction Sammlung
„Zeremonie des Lebens“ von Sayaka Murata ist eine sehr ungewöhnliche Kurzgeschichtensammlung, die stark mit gesellschaftlichen Normen spielt. Viele der Geschichten zeigen alternative Vorstellungen davon, was in einer Gesellschaft als „normal“ gilt, und wirken dadurch manchmal befremdlich oder sogar verstörend. Der nüchterne Schreibstil von Murata verstärkt diese Wirkung noch. Einige Geschichten haben mich wirklich zum Nachdenken gebracht und sind mir besonders im Gedächtnis geblieben. Gleichzeitig gab es aber auch ein paar Geschichten, die mich weniger berührt haben oder bei denen der Funke nicht ganz übergesprungen ist. Insgesamt fand ich das Buch trotzdem sehr interessant und originell. Auch wenn mich nicht jede Geschichte überzeugt hat, bleibt die Sammlung durch ihre ungewöhnlichen Ideen im Kopf. ⭐⭐⭐☆☆ (3/5)
Schräg und makaber
Der Anfang des Buches fängt schon schön schräg an. Einen Schleier aus Menschenhaut muss man sich schon gefallen lassen. Wer allerdings keine Psychothriller liest ,wird vielleicht auch verstört sein , wenn es um die Geschichte der Lebenszeremonie geht😂. Es war sehr makaber , skurril aber auch irgendwie ironisch witzig vom "Leichenschmaus" zu lesen. Die letzten Geschichten waren nicht besonders gut, eine habe ich sinnmässig nicht verstanden. Fand es ansich sehr unterhaltsam.
Gemischte Gefühle
Ich muss zugeben, allgemein bin ich kein Fan von Kurzgeschichten, daher auch die Bewertung. Die meisten Kurzgeschichten fand ich sehr unterhaltsam und spannend. Aber mir fällt es schwer so oft neue Geschichten zu lesen. Das ist aber natürlich ein persönliches Problem. Was mir an den Geschichten sehr gut gefallen hat, alle haben einem einen Denkanstoß gegeben. Viele Geschichten handeln von Dingen aus dem Leben aber so absurd dargestellt, dass es sich unheimlich schnell und unterhaltsam liest.
Erzählungen in der typischen Sayaka Murata Art. Die Storys handeln von menschlichen Abgründen und Andersartigkeit. Oder vielleicht doch nur von der Normalität? Wer will das schon beurteilen? Die Geschichten sind immer zum darüber Nachdenken, zum sich darüber Wundern und sich fragen, ob das sein kann. Vielleicht nicht als Einstieg in das Werk von Murata geeignet, aber wer die Ladenhüterin mag, wird auch diese Erzählungen mögen.
Geselschaftskritisch auf eine ganz eigene makabere Art und Weise!
Sayaka Murata erschafft in jeder ihrer Kurzgeschichten eine andere bizarre Welt!😍 Das Buch ist nichts für empfindliche Personen und es ist leider keine Triggerwahrnung vorhanden (daher einen halben Stern Abzug). Die Geschichten sind unfassbar gesellschaftskritisch und regen zum Nachdenken über die eigene Existenz an. Ich habe es wirklich geliebt! Aber es ist wirklich kein Buch das man vor dem schlafengehen lesen sollte 😅😊
Zwischen Kunst und Papiermüll.
Während die erste und die letzte Geschichte durchaus überzeugen konnten – beide boten interessante Charaktere, eine erkennbare Tiefe und sogar inspirierende Momente –, haben mich die übrigen Erzählungen leider nicht erreicht. Viele der dazwischenliegenden Texte wirkten auf mich wirr, sprunghaft oder bemüht tiefgründig, ohne wirklich etwas zu sagen. Die Handlung war oft schwer nachvollziehbar, und statt zum Nachdenken anzuregen, hinterließen sie eher Ratlosigkeit oder Desinteresse. Unterm Strich: Zwei starke Geschichten in einem ansonsten enttäuschenden Sammelband. Schade um das Potenzial, das in der Grundidee steckt.
Kurzgeschichten mag ich, wenn sie kurios sind umso besser. Der Anfang des Buches klang vielversprechend, denn die erste Geschichte war mehr als kurios, aber dennoch ganz gut und interessant geschrieben. Es gibt um Klamotten aus Menschenhaar, Schmuck und Möbel aus Menschenknochen. Eine richtig gute Resteverwertung unseres Körpers, aber ein durchweg interessanter Aspekt 🤣 Die anderen Geschichten sollten scheinbar auch alle ein wenig die menschlichen Abgründe führen, was auch bei der ein oder anderen Geschichte gut gelungen ist. Bei 12 Kurzgeschichten, haben mir aber tatsächlich nur 4 zugesagt, das ist dann doch mehr als mau und für mein Lesevergnügen eher schlecht als recht. Ich hab oftmals versucht den tieferen Sinn dieser Geschichte zu verstehen, eine Moral draus zu ziehen, aber irgendwie ist mir das in den wenigstens Fällen gelungen. Ein etwas anderes Buch, was meinen Geschmack letztendlich nicht ganz getroffen hat, aber wer mal Lust auf ein etwas anderes Buch und andere Geschichten hat, der wird sich damit sicherlich gut unterhalten fühlen 🥰

Vorhang auf für die Zeremonie des Lebens
Eine Ansammlung von Kurzgeschichten mit deutlich geselschaftskritischen Inhalten. Der Stil von Murata ist sehr morbide, aber das hat mir gerade gut gefallen - nicht alles kann man verschönigen. Es waren auch Schilderungen dabei, die so absurd waren, dass sie mir verstärkt in Erinnerung geblieben sind - ich sag nur "Vorhang". Manche Geschichten haben mich mehr angesprochen als andere aber es ist durchaus faszinierend zu lesen wie unterschiedlich und doch auch irgendwie parrallel die verschiedenen Kurzgeschichten aufgebaut waren - jedes Mal ein Schwung Kritik zu einem anderen Thema aber in allem irgendwie eine Gemeinsamkeit. Gute Schreibstil und auf keinem Fall auf keinem Fall 0815!

3,5* Da es 12 verschiedene Geschichten gab, haben mir natürlich nicht alle Geschichten gleich gut gefallen. Für mich sind die ersten Geschichten die stärksten Gewesen und die letzten drei die schwächsten. Insgesamt haben mich aber alle Geschichten unterhalten können und ich hatte viel Spaß beim lesen. Viele der Kurzgeschichten waren sehr interessant und zwischen den Zeilen konnte man unglaublich viel herauslesen. Das Buch kann ich jedem ans Herz legen der einzigartige, teilweise abgefahrene Kurzgeschichten mag.
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Skurille Geschichten die zum Nachdenken anregen
Bis jetzt haben mir alle Bücher von Murata gefallen und auch dieses hat mich nicht enttäuscht. Die Geschichten waren teilweise schon sehr verrückt aber einige waren wirklich interessant. Mir hat nicht jede gefallen, ein paar waren auch langweilig und verwirrend. Der Schreibstil war wie gewohnt angenehm flüssig zu lesen.
Normalerweise mag ich Erzählungen nicht, aber Murata konnte mich hier wirklich überzeugen. Mutig und mit skurrilen Einfällen stellen die Erzählungen unsere Welt auf den Kopf. Murata hinterfragt unsere Vorstellung von Kultur, Zusammenleben und davon, was richtig und was falsch ist. Warum halten wir gewisse Dinge für normal und andere für abartig? Und wie lange dauert es, bis sich individuelle Einstellungen oder die einer ganzen Gesellschaft ändern und wir plötzlich das Gegenteil als ganz normal ansehen?
Dieses Buch war ein echter Kampf ...
Ich weiß nicht so ganz was ich von dem Buch halten soll. Viele Geschichten habe ich wohl einfach nicht verstanden. Es ist gar nicht mal die Absurdität, die es mir schon schwer gemacht hat das Buch zu beenden. Es war eher, dass ich nach den meisten Geschichten einfach nicht wusste was ich damit anfangen soll. Wenn mir eine Geschichte gefallen hat, war es eine zehn von zehn. Alle anderen waren ein Fragezeichen von 10. Darum kann ich auch nicht sagen, wem ich dieses Buch empfehlen würde.
Gesellschaftlicher Horror in Kurzform
„Zeremonie des Lebens“ von Sayaka Murata ist eine Kurzgeschichtensammlung, die thematisch wirklich stark ist – aber für meinen Geschmack waren viele Geschichten einfach zu kurz. Die Ideen und gesellschaftlichen Fragen, die Murata aufwirft, fand ich, wie immer sehr spannend. Oft geht es darum, gesellschaftliche Moralvorstellungen komplett umzudrehen und uns als Leser zum Nachdenken zu bringen. In einer Geschichte zum Beispiel wird der Mensch nach dem Tod vollständig verwertet: Aus Haar, Haut oder Knochen werden Alltagsgegenstände hergestellt – so, wie wir es mit Tieren tun. Wie würden wir uns fühlen, wenn wir die tote Haut unseres Vaters als Schleier bei der Hochzeit tragen müssten? Oder wenn wir uns mit Menschenhaar und Knochen schmücken? Eine andere Story hinterfragt unsere Fähigkeit zur gesellschaftlichen Anpassung: Eine Frau, die in der Schule als einfältig gilt, übernimmt je nach Umfeld verschiedene Rollen. Sie passt sich dem ersten Eindruck, den andere von ihr haben, und den Erwartungen an, die an Frauen gestellt werden. Mit der Zeit entwickelt sie verschiedene Persönlichkeiten – bis sie sich fragt, ob sie überhaupt eine eigene Identität hat oder einfach nur eine leere Hülle ist, die sich ständig anpasst. Und wenn ja – wie soll sie sich verhalten, wenn all ihre Bekannten, die jeweils eine andere Version von ihr kennen, aufeinandertreffen? Das fand ich sehr nachvollziehbar und ehrlich gesagt auch ziemlich beunruhigend. Einige Geschichten enthalten ziemlich viel Body Horror – was mir persönlich nichts ausgemacht hat. Ich hatte eher den Eindruck, dass diese drastischen Bilder gezielt eingesetzt wurden, um unsere Vorstellungen von Normalität und Moral zu hinterfragen. Das hat mich teilweise an Curse Bunny von Bora Chung erinnert – ebenfalls eine Sammlung, die verstört und gleichzeitig zum Denken anregt. Insgesamt 3,5 Sterne – aber nicht, weil das Buch schlecht ist, sondern weil mir viele Geschichten einfach zu kurz waren. Viele Ideen hätten für meinen Geschmack mehr Raum gebraucht. Nur die titelgebende Geschichte „Zeremonie des Lebens“ war ausführlicher. Wie auch in Muratas anderen Werken geht es in diesem Buch um gesellschaftliche Konventionen, die in extremer und provokanter Weise hinterfragt werden. Genau das macht sie für mich so besonders. Ich habe mittlerweile drei Bücher von ihr gelesen – Vanishing World ist bisher mein Favorit und ich kann mit Sicherheit sagen: Sayaka Murata gehört inzwischen zu meinen Lieblingsautorinnen. Ihre kompromisslose Art, gesellschaftliche Normen infrage zu stellen, trifft bei mir einfach genau ins Schwarze. Vermutlich ist dieses Buch nicht für jeden etwas – aber wenn ihr feministischen Horror, gesellschaftskritische Literatur oder einfach das Andersartige sucht, kann ich es nur empfehlen.
Komisch.
Das Buch besteht aus mehreren Kurzgeschichten, die sich alle mit den verschiedenen „außergewöhnlichen“ Lebensentwürfen von Menschen in Japan auseinandersetzen. Viel mehr haben sie allerdings nicht gemeinsam. Die Länge der Geschichten variiert stark; manchmal geht es um Freundschaft, manchmal um Sexualität, und manchmal – ich formuliere es mal vorsichtig – um eher „seltsame“ Themen: etwa die Verliebtheit in einen Vorhang, ein Familienmitglied, das überzeugt ist, aus einer Fantasywelt zu stammen, oder eine Frau, die Pullover und Möbel aus toten Menschen besitzen möchte. Insgesamt war es für mich ein etwas merkwürdiges und komisches Leseerlebnis, wenn ich ehrlich bin😄
Absolute Ausnahmeautorin
Es war wie vor einer unendlich langen Zeit, als ich „Die Zeremonie des Lebens“ als mein aktuelles Lieblingsbuch Gästen einer Abendveranstaltung in unserer Buchhandlung vorstellte, die sich auf skandinavische Krimis und Generationsromane freuten. Je weiter ich erzählte, desto mehr verzerrten sich die Gesichter der Zuhörenden; besonders gut kann ich mich an jene erinnern, die ihren Ekel, so angestrengt sie es auch versuchten, nicht mehr verbergen konnten. Ich war in meinem Element. Und obwohl ich meinen viel zu kurzen Vortrag mit der Gewissheit beendete, wieder eine allzu nischige Empfehlung ausgesprochen und alle Anwesenden verschreckt zu haben, durfte ich im Anschluss besonders lustige und offene Gespräche führen. Sayaka Murata schafft mit ihren wiederholt an die Grenzen des sozial Erlaubten kratzenden Ideen, aus der Reserve zu locken und Freunde der kuriosesten Literatur zu vereinen. Die vorliegenden Kurzgeschichten erzählen von einer Gesellschaft, in welcher der menschliche Körper eine Ressource ist, und von Konventionen, die aus dieser Prämisse hervorgehen (es werden zum Beispiel Möbel und Textilien aus Knochen oder Haut gefertigt). Die Alltagsprobleme und das Gefühlsleben der Protagonisten gleichen auf unangenehme Weise dem uns Bekannten, man gerät leicht ins Philosophieren und hat zu allem Überfluss Spaß dabei.

Grausig schön
Nicht jeder mag Kurzgeschichten, aber diese finde ich wirklich sehr besonders. Murata erschafft hier eine ganz besondere Mischung: weird, surreal, dystopisch, gesellschaftskritisch und mit einer guten Prise Horror und Ekel. Auch, wenn die Geschichten erstmal skurril und absurd wirken, sind sie sehr gut durchdacht (sogar versteckte Bezüge zum Holocaust findet man) und beschäftigen sich mit wichtigen Themen unserer Gesellschaft. Da Muratas Geschichten ganz nach meinem Geschmack sind und ich auch den Schreibstil liebe, gibt's von mir 4,5 von 5 Sternen.
Japanische Wierd Girl Fiction Sammlung
„Zeremonie des Lebens“ von Sayaka Murata ist eine sehr ungewöhnliche Kurzgeschichtensammlung, die stark mit gesellschaftlichen Normen spielt. Viele der Geschichten zeigen alternative Vorstellungen davon, was in einer Gesellschaft als „normal“ gilt, und wirken dadurch manchmal befremdlich oder sogar verstörend. Der nüchterne Schreibstil von Murata verstärkt diese Wirkung noch. Einige Geschichten haben mich wirklich zum Nachdenken gebracht und sind mir besonders im Gedächtnis geblieben. Gleichzeitig gab es aber auch ein paar Geschichten, die mich weniger berührt haben oder bei denen der Funke nicht ganz übergesprungen ist. Insgesamt fand ich das Buch trotzdem sehr interessant und originell. Auch wenn mich nicht jede Geschichte überzeugt hat, bleibt die Sammlung durch ihre ungewöhnlichen Ideen im Kopf. ⭐⭐⭐☆☆ (3/5)
Schräg und makaber
Der Anfang des Buches fängt schon schön schräg an. Einen Schleier aus Menschenhaut muss man sich schon gefallen lassen. Wer allerdings keine Psychothriller liest ,wird vielleicht auch verstört sein , wenn es um die Geschichte der Lebenszeremonie geht😂. Es war sehr makaber , skurril aber auch irgendwie ironisch witzig vom "Leichenschmaus" zu lesen. Die letzten Geschichten waren nicht besonders gut, eine habe ich sinnmässig nicht verstanden. Fand es ansich sehr unterhaltsam.
Gemischte Gefühle
Ich muss zugeben, allgemein bin ich kein Fan von Kurzgeschichten, daher auch die Bewertung. Die meisten Kurzgeschichten fand ich sehr unterhaltsam und spannend. Aber mir fällt es schwer so oft neue Geschichten zu lesen. Das ist aber natürlich ein persönliches Problem. Was mir an den Geschichten sehr gut gefallen hat, alle haben einem einen Denkanstoß gegeben. Viele Geschichten handeln von Dingen aus dem Leben aber so absurd dargestellt, dass es sich unheimlich schnell und unterhaltsam liest.
Erzählungen in der typischen Sayaka Murata Art. Die Storys handeln von menschlichen Abgründen und Andersartigkeit. Oder vielleicht doch nur von der Normalität? Wer will das schon beurteilen? Die Geschichten sind immer zum darüber Nachdenken, zum sich darüber Wundern und sich fragen, ob das sein kann. Vielleicht nicht als Einstieg in das Werk von Murata geeignet, aber wer die Ladenhüterin mag, wird auch diese Erzählungen mögen.
Geselschaftskritisch auf eine ganz eigene makabere Art und Weise!
Sayaka Murata erschafft in jeder ihrer Kurzgeschichten eine andere bizarre Welt!😍 Das Buch ist nichts für empfindliche Personen und es ist leider keine Triggerwahrnung vorhanden (daher einen halben Stern Abzug). Die Geschichten sind unfassbar gesellschaftskritisch und regen zum Nachdenken über die eigene Existenz an. Ich habe es wirklich geliebt! Aber es ist wirklich kein Buch das man vor dem schlafengehen lesen sollte 😅😊
Zwischen Kunst und Papiermüll.
Während die erste und die letzte Geschichte durchaus überzeugen konnten – beide boten interessante Charaktere, eine erkennbare Tiefe und sogar inspirierende Momente –, haben mich die übrigen Erzählungen leider nicht erreicht. Viele der dazwischenliegenden Texte wirkten auf mich wirr, sprunghaft oder bemüht tiefgründig, ohne wirklich etwas zu sagen. Die Handlung war oft schwer nachvollziehbar, und statt zum Nachdenken anzuregen, hinterließen sie eher Ratlosigkeit oder Desinteresse. Unterm Strich: Zwei starke Geschichten in einem ansonsten enttäuschenden Sammelband. Schade um das Potenzial, das in der Grundidee steckt.
Kurzgeschichten mag ich, wenn sie kurios sind umso besser. Der Anfang des Buches klang vielversprechend, denn die erste Geschichte war mehr als kurios, aber dennoch ganz gut und interessant geschrieben. Es gibt um Klamotten aus Menschenhaar, Schmuck und Möbel aus Menschenknochen. Eine richtig gute Resteverwertung unseres Körpers, aber ein durchweg interessanter Aspekt 🤣 Die anderen Geschichten sollten scheinbar auch alle ein wenig die menschlichen Abgründe führen, was auch bei der ein oder anderen Geschichte gut gelungen ist. Bei 12 Kurzgeschichten, haben mir aber tatsächlich nur 4 zugesagt, das ist dann doch mehr als mau und für mein Lesevergnügen eher schlecht als recht. Ich hab oftmals versucht den tieferen Sinn dieser Geschichte zu verstehen, eine Moral draus zu ziehen, aber irgendwie ist mir das in den wenigstens Fällen gelungen. Ein etwas anderes Buch, was meinen Geschmack letztendlich nicht ganz getroffen hat, aber wer mal Lust auf ein etwas anderes Buch und andere Geschichten hat, der wird sich damit sicherlich gut unterhalten fühlen 🥰

Vorhang auf für die Zeremonie des Lebens
Eine Ansammlung von Kurzgeschichten mit deutlich geselschaftskritischen Inhalten. Der Stil von Murata ist sehr morbide, aber das hat mir gerade gut gefallen - nicht alles kann man verschönigen. Es waren auch Schilderungen dabei, die so absurd waren, dass sie mir verstärkt in Erinnerung geblieben sind - ich sag nur "Vorhang". Manche Geschichten haben mich mehr angesprochen als andere aber es ist durchaus faszinierend zu lesen wie unterschiedlich und doch auch irgendwie parrallel die verschiedenen Kurzgeschichten aufgebaut waren - jedes Mal ein Schwung Kritik zu einem anderen Thema aber in allem irgendwie eine Gemeinsamkeit. Gute Schreibstil und auf keinem Fall auf keinem Fall 0815!

3,5* Da es 12 verschiedene Geschichten gab, haben mir natürlich nicht alle Geschichten gleich gut gefallen. Für mich sind die ersten Geschichten die stärksten Gewesen und die letzten drei die schwächsten. Insgesamt haben mich aber alle Geschichten unterhalten können und ich hatte viel Spaß beim lesen. Viele der Kurzgeschichten waren sehr interessant und zwischen den Zeilen konnte man unglaublich viel herauslesen. Das Buch kann ich jedem ans Herz legen der einzigartige, teilweise abgefahrene Kurzgeschichten mag.






























