Hell Followed with us – Das Monster in uns: Eine düstere postapokalyptische Fantasy – Auf Goodreads gefeiert! Erstauflage mit gestaltetem Farbschnitt

Hell Followed with us – Das Monster in uns: Eine düstere postapokalyptische Fantasy – Auf Goodreads gefeiert! Erstauflage mit gestaltetem Farbschnitt

Softcover
3.877

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Description

Mach dich bereit zu sterben. Sein Reich ist nah. Der sechzehnjährige Transjunge Benji ist auf der Flucht vor den Menschen, die ihn großgezogen haben – einer fundamentalistischen Sekte, die ein Armageddon verursacht und fast die ganze Weltbevölkerung ausgelöscht hat. Verzweifelt sucht er nach einem Ort, an dem die Sekte ihn, oder noch viel wichtiger die Biowaffe, mit der sie ihn infiziert hat, nicht in die Finger bekommen kann. Als ihn Monster in die Enge treiben, wird Benji von einer Gruppe Jugendlicher aus dem örtlichen Acheson LGBTQ+ Center, ALZ genannt, gerettet. Ihr Anführer Nick, ist wunderschön, autistisch und ein tödlicher Scharfschütze. Er kennt Benjis dunkles Geheimnis: Die Biowaffe der Sekte lässt ihn zu einem Monster mutieren, das tödlich genug ist, um die Menschheit endgültig zu vernichten. Dennoch bietet Nick Benji Unterschlupf in seiner Gruppe queerer Teenager, solange er das Monster kontrollieren und seine Kraft zur Verteidigung des ALZ einsetzen kann. Benji will unbedingt dazugehören und akzeptiert Nicks Bedingungen … bis er herausfindet, dass der mysteriöse Anführer des ALZ einen ganz eigenen Plan verfolgt und mehr als nur ein paar Geheimnisse hat. Ein queerer Roman voller Wut, in dem es darum geht, das Monster in einem selbst anzunehmen und mit seiner Hilfe gegen Unterdrückung anzugehen. Perfekt für Fans von „Ich bin Gideon“ und „Auslöschung“.

Book Information

Main Genre
Fantasy
Sub Genre
Dark
Format
Softcover
Pages
448
Price
20.60 €

Author Description

Andrew Joseph White ist ein queerer, transsexueller Autor aus Virginia, wo er sich schon als Kind in Monster verliebte und sich wünschte, auch eins zu sein. Er machte 2022 seinen Abschluss in Kreativem Schreiben an der George Mason University und hat die Angewohnheit, Straßenkatzen zu knuddeln. Andrew schreibt über Trans-Kids mit Krallen und Reißzähnen und was passiert, wenn sie zurückbeißen.

Characteristics

5 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
45%
17%
67%
8%
87%
21%
62%
43%
38%
33%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
87%
87%
75%
78%

Pace

Fast80%
Slow0%
Moderate20%
Variable0%

Writing Style

Simple40%
Complex20%
Moderate40%
Bildhaft (80%)Minimalistisch (20%)Poetisch (20%)Außergewöhnlich (40%)

Posts

21
All
3

Faszinierende Grundidee, aber leider nicht mehr

Zwar habe ich in letzter Zeit einige neue Bücher gekauft, doch dachte ich, dass es mal wieder Zeit wird etwas von meinem Stapel ungelesener Bücher zu lesen. „Hell Followed with us“ habe ich gekauft, weil mich sowohl das Cover als auch der Inhalt schrecklich neugierig gemacht haben und ich sehen wollte, ob es meine Erwartungen erfüllt. In gewisser Weise ist dem auch so und irgendwie auch nicht. Aufgrund der Vorstellung des Autoren und des Klapptextes wusste ich bereits, dass wir uns viel mit unterschiedlichen Pronomen und unterschiedlichen Bereichen der LGBTQ+-Community auseinandersetzten würden. Damit kann ich auch wunderbar leben, selbst wenn ich zugeben muss, dass ich mir bei einigen Sätzen beinahe einen Knoten ins Gehirn gedacht habe, weil das ein oder andere Pronomen dann doch noch gewöhnungsbedürftig ist. In vielerlei Hinsicht ist diese Geschichte reine Übertreibung. Dies betrifft sowohl unsere LGBTQ+-Gruppe, weil viele unterschiedliche Lebensweisen auf kleinen Raum zusammenkommen, dies betrifft allerdings ebenso die etlichen religiösen Zitate, die pure Gewalt, den Ekelfaktor bei all der Fäulnis, den abgeschnittenen Ohren, den Toten und zersetzenden Körperteilen. Bitte beachtet die Triggerwarnung, wenn ihr dieses Buch dennoch lesen wollt. In der Danksagung schreibt der Autor, dass dieses Buch in einem Wutanfall geschrieben wurde – und so liest es sich in meinen Augen auch. Es ist sowohl ein Vorwurf an veraltete Werte als auch an eine Gesellschaft, die sich neuen Denkweisen verschließt, gepaart mit Gewaltausschweifungen, einem gigantischem Genozid und durchgeknallten Fanatikern, die sich bis zum Schluss im Recht sehen. Was ich absolut akzeptieren kann, doch gleichzeitig wurde für mich sehr deutlich, dass neben der Wut und der Loyalität der Charaktere untereinander sämtliche andere Emotionen weggeschwemmt werden. Es gibt wenig Nuancen/ wenig Raum, welche andere Emotionen zulassen, und das merken wir leider sehr. Benji, der unter den Engeln aufwächst, aber deren Werte bereits zu Beginn dieser Reise in Zweifel zieht, bringt absolut die richtigen Elemente mit, um zu überzeugen. Für mich persönlich bleibt sein Charakter bis zum Schluss dennoch sehr blass, viele seiner Gedankengänge wirkten auf mich wenig facettenreich und eher plump. Auch Tiefgang und Emotionalität habe ich vergeblich gesucht. Mit etwas mehr Fingerspitzengefühl, was die Protagonisten und Nebencharaktere angeht, aber ebenso die Gefühle und Gedankengänge, mit deutlich weniger Schnelllebigkeit und mehr Fokus auf den weltbewegenden Momenten könnte mich dieses Buch vielleicht überzeugen. So war es mir leider zu viel von allem und das nicht immer auf die gute Art. Fazit So faszinierend und interessant dieses Buch auch klingen mochte, so wenig konnte es mich letztlich begeistern. Ich glaube aber, mit etwas mehr Finesse ließe sich daraus eine richtig gute Geschichte machen. Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

5

Jahreshighlight 🖤

"Hell followed with us" ist eines dieser Bücher die ich unbedingt lieben wollte. Und was soll ich sagen, es hat mich absolut umgehauen. Zu Beginn hatte ich minimale Schwierigkeiten mich in den biblischen Begrifflichkeiten zurechtzufinden, dies hat sich jedoch schnell gelegt. Die Story war wirklich spannend, die Charaktere wunderbar divers und (vor allem die beiden Protagonisten) absolut gelungen. Ich habe schon einige postapokalyptische Dystopien gelesen, aber keine war wie Andrew Joseph Whites "Hell followed with us". Ich freue mich jetzt schon sehr auf "The Spirit Bares Its Teeth", das im November bei Cross Cult erscheint und hoffe, dass der Verlag auch die weiteren Bücher des Autoren übersetzen wird.

Jahreshighlight 🖤
3.5

Hm 🫠

Also erstmal das Gute: Ich möchte die Charaktere sehr, besonders Benji. Es hat sich gut lesen lassen und ich möchte den Schreibstil sehr, auch wenn es am Anfang schwer reinzukommen war. Ich hab mir aber mehr gewünscht. Besonders über Religion und was gut ist und was ein schlecht ist, aber man hat nur Kritik bekommen. Allgemein würde fast nichts erklärt und ich brauchte gefühlt Ewigkeiten bis ich realisiert habe, dass die Flut keine echte Flut ist sondern eine Krankheit… joah. Die Story im Ganzen war interessant, aber es gibt Luft nach oben

4

Postapokalyptische LGBTQIA+ Story mit sehr viel Emotionen

Benji lebt mit seinen Eltern in Neu-Nazareth, er beherbergt den Sereph in sich und soll die restlichen ungläubigen töten. Doch er und sein Vater wollen dabei nicht mehr mitspielen und versuchen zu fliehen. Also Benji von Monstern in die Enge getrieben wird trifft er auf Nick. Nick nimmt ihn mit ins ALZ, das LGBTQIA+ Zentrum und endlich fühlt Benji sich dazugehörig und das obwohl Nick weiß was er wirklich ist, warum toleriert er das einfach so ? Was weiß er ? Und woher weiß er das ? Ein Buch was Sichtbarkeit für Neurodivergenz und die LGBTQIA+ Community schafft. Was einem zeigt das man überleben kann, das Monster in einem akzeptieren kann und trotzdem glücklich sein kann. Ein wirklich toller Schreibstil, ich hatte sehr viel Spaß das Buch zu lesen. Das Ende kam für mich etwas plötzlich,dennoch ist es ein empfehlenswertes Buch.

4.5

Das Buch in wenigen Worten zusammengefasst? Die Suche nach Zusammenhalt und Familie in einer apokalyptischen Welt. Nach Freundschaft, nach freundlichen Worten und nach einem Zuhause, in dem man frei und wirklich sein kann. Andrew Joseph White hat mit diesem Buch einen zutiefst wütende, queere Geschichte geschrieben. Auf der Suche nach dem Monster in uns allen. Und die Geschichte hat mich gepackt! In einer apokalyptischen Welt ist Benji auf der Flucht vor einer fanatischen Sekte, die ihn mit einem Virus infiziert hat, und nun in ihm die ultimative Waffe sieht. Zuflucht findet er bei einer queeren Gruppe Jugendlicher. Doch er wird unerbittlich gejagt - und das Virus verändert ihn immer mehr. Nick, der ihn aufgenommen hat, nimmt ihn auch unter seine Fittiche … Hört sich eigentlich nach einer Kuschelapokalypse mit viel Foundfamily Vibes an, oder? Wer das denkt, liegt ein bisschen daneben. Benjis Geschichte ist allem voran brutal und böse und wird begleitet von viel Blut, Gedärmen und Bodyhorror zur Genüge. Wer einen schwachen Magen hat, dem empfehle ich die Geschichte nur bedingt. Allen anderen? Macht euch auf eine wilde Fahrt gefasst! Benji ist trans und flieht vor der fanatischen Sekte, zu der auch seine Familie gehört (hat). Er ist ein zerrissener, verletzter Charakter, der sich schon zu Beginn der Geschichte damit abfindet, dass der Virus mehr und mehr Besitz von ihm ergreift und er eher früher als später sterben wird. Das feuert natürlich seine widerstreitenden Gefühle mit Brennspiritus an. Er sehnt sich nach Halt und Akzeptanz, gleichzeitig will er Rache für all das, was mit ihm geschehen ist. An ihm geschehen viele Boddyhorror Aspekte - und da die Geschichte zum größten Teil aus seiner Perspektive erzählt wird, bekommt der Lesende auch viel davon mit. Schonungslos, aber für mich auch sehr nah am Geschehen. Die Sekte, die ihn verfolgt, ist sehr fanatisch in ihrem Glauben. Immer wieder setzt sich der Autor mit dem Glauben auseinander, mit dem daraus resultierenden Regeln und Gesetzen und man spürt, dass die Feder mit berechtigter Wut geführt wurde. Wenn man die Geschichte losgelöst vom apokalyptischen Gedanken und dem Virus betrachtet, liest man eine Geschichte über die Suche nach Akzeptanz und Zugehörigkeit. Der FoundFamily Gedanke kommt hier auch nicht zu kurz. Die Gruppe, in die Benji aufgenommen wird, ist kunterbunt und hält zusammen wie Pech und Schwefel. Für mich hat diese zusammengewürfelte Familie das Buch abseits von Bodyhorror, Blut und Engeln so lesenswert gemacht. Ich empfehle es allen, die keinen allzu schwachen Magen haben. Mich hat „Hell Followed with us“ ziemlich gut unterhalten!

5

Hart. Aber gut. 🪶

„Mach dich bereit zu sterben. Sein Reich ist nah.“ Der sechzehnjährige trans Junge Benji flieht vor seiner Familie, einer Sekte, die mit einem scheußlichen Virus fast die gesamte Menschheit vernichtet hat. Und auch an Benji wurde experimentiert, denn er sollte für die Sekte zum ‚Erlöser‘ werden. Auf seiner Flucht stößt Benji auf eine Gruppe LGBTQ+ Jugendlicher, die ihn bei sich aufnehmen und akzeptieren, wie er ist. Doch ist die Gemeinschaft wirklich das, was sie vorgibt zu sein? Oder begibt sich Benji unbewusst in eine noch viel größere Gefahr? Puh, was für eine Geschichte. Ich bin ja nicht der größte Dystopie-Fan, aber das Buch hat mich direkt angesprochen. Und ich bin froh, es gelesen zu haben. Dabei war für mich die dystopische Welt gar nicht mal das Hauptthema. Im Mittelpunkt standen Glaube, Manipulation, Kontrolle, Gewalt sowie Identitätsfindung. All das ist auf Benji eingeprasselt. Immer und immer wieder. Das war sogar für mich fast ein bisschen viel. Man braucht beim Lesen auf jeden Fall starke Nerven. Ob Benji die bewahrt hat und wie es für alle ausgegangen ist? Das müsst ihr selbst lesen. Das Worldbuilding ist richtig stark, lässt aber gleichzeitig viel Platz für die eigene Fantasie und eigene Interpretationen. Nicht alles wird bis ins kleinste Detail beschrieben. Sprachlich würde ich es einem Jugendbuch zuordnen. Ich kam schnell rein und auch gut durch das Buch. Wobei ich bei der ein oder anderen brutalen Szene doch mal durchschnaufen musste. Nicht mal unbedingt wegen der durchaus blutigen Szenen, sondern aufgrund der vielen ergreifenden Themen, die beim Lesen öfters richtig Wut bei mir ausgelöst haben. Das war anstrengend. Aber es hat sich gelohnt. Die Geschichte selbst ist richtig gut durchdacht. Es bleibt durchgehend spannend und man rätselt, wie es im nächsten Moment weitergeht und wer vielleicht Böses im Schilde führt. Von mir gibt es ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ und eine Leseempfehlung. - Ich habe das Buch als Rezensionsexemplar erhalten. Meine Meinung ist davon unabhängig. -

Hart. Aber gut. 🪶
3.5

Das Monster in uns welches nach außen dringt um die zu verschlingen welche es verdienen.

Wir begleiten Benji von Seite eins an in einem Kampf ums Überleben. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um den Kampf handelt den die Sekte mit sich bringt in die er geboren wurde oder ob es der Kampf darum ist er selbst sein zu können. Das Buch hat ein äußerst interessantes Konzept und lässt sich auch sehr schnell und flüssig lesen. Nur griff in meinen Augen das flüssige, schnelle lesen auch auf einige Aspekte und Handlungen über. Die Charaktere sind in der Art wie sie zu einander sind nett gestaltet worden. Manche hatten mehr Bedeutung als andere aber es gab dennoch ein miteinander. Auf diesem miteinander wurden dann auch twists und Verbindungen aufgebaut. Der Plot setzt an einer Stelle an welche ich als finale einer Trilogie beschreiben würde. Dementsprechend brauchte ich auch etwas Orientierungszeit. Zu dem Body-Horror Aspekt gibt es für mich persönlich weniger zu sagen, da es für mich eher interessant als schockend geschrieben wurde. Es war ein schönes Buch für einen Tag Ruhe. (Possible Spoiler) Ich hätte mir gerne mehr Inhalt gewünscht dazu was mit dem Vater genau zuvor war. Wie die Sekte aufgebaut ist mit aktuellen Dynamiken und wie es war als alles anfing.

Das Monster in uns welches nach außen dringt um die zu verschlingen welche es verdienen.
3

Postapokalypse mit LGBTQ+ - Repräsentation

Diese Rezension fällt mir nicht ganz leicht. Denn es ist ein Buch, das ich unbedingt mögen wollte, aber wir beide haben irgendwie nicht zueinander finden können… Ich lese generell gerne Geschichten mit postapokalyptischem Setting, aber hier war mir alles etwas verworren und bin ich nicht ganz durchgestiegen. Dazu kommt, dass die Apokalypse durch eine fanatische religiöse Sekte ausgelöst wurde und es thematisch einfach durchweg um Gott, Sünde, biblische Verse usw. ging und mir das einfach zu viel und zu überladen war. Andrew Joseph White ist ein queerer trans Autor und das LGBTQ+ -Thema macht den anderen Großteil der Geschichte aus. Dieser Punkt war für mich der Spannendste und Wichtigste, da es hier einfach um die Sichtbarkeit geht, um die Toleranz, das Finden und das Stehen zur eigenen Identität - super wichtig und bedeutsam! Und es kann nicht genug Geschichten geben, bei denen dies zum Thema gemacht wird! Da ich aber in den Plot überhaupt nicht reinfinden konnte, hat mir das Lesen leider keine Freude bereitet und habe ich das Buch nach der Hälfte zur Seite legen müssen.. Ich habe bisher ausschließlich positive Stimmen zu dem Buch gelesen und empfehle euch unbedingt, noch andere Rezensionen zu lesen! Nicht Jeder kann mit jedem Buch kompatibel sein, und das ist okay. Wenn euch die Thematiken ansprechen, schaut euch das Buch unbedingt genauer an!

Postapokalypse mit LGBTQ+ - Repräsentation
4

Spannung • Kreativität • Empathie • Horizont erweitern • Denkanstöße »The Tribe« queer gedacht: In einer dystopischen, von evangelikalen Christen terrorisierten Zukunftswelt, erleidet der Transjunge Benji eine qualvolle Verwandlung, durch deren blutigen Schleier er seinen eigenen Wertekosmos erkundet. Die christliche Motivik im Verbund mit den (teils drastischen) Body-Horror-Elementen hat mich gefesselt. Es werden viele wichtige Themen aufgemacht – LGBTIQ+, Neurodivergenz, soziale Gerechtigkeit, Fanatismus –, die nicht alle gleichermaßen bedient werden. Dadurch habe ich gelegentlich den roten Faden verloren. Die Übersetzung ins Deutsche ist für meinen Geschmack zu ungelenk geraten. Alles in allem ein gutes und mutiges Debüt.

3

Schwacher Anfang aber starke Entwicklung

Langer, anstrengender Start, Handlung fühlt sich teils sehr durcheinander an, aber ein episches Ende. Lovable Charaktere (Vorallem Protagonist Benji) und ekelhafte, gory Beschreibungen. Das ganze Setting ist eine wunderbare und spannende Idee. Postapokalypse mit/durch einen durchgedrehten Kult aus Christen. Die erste Hälfte des Buches bekommt von mir 3 Sterne, die zweite 4,5!

3

Bin im Zwiespalt..

Positiv für mich: das postapokalyptische Setting und den body horror fand ich sehr cool! Unsicher bin ich bezüglich des harte Tons, u.a. mit dem trans-Thema (viel Deadnaming, etc.). Stelle ich mir für die ein oder andere Person nicht sehr schön vor so zu lesen. Die Nebenfiguren bleiben leider auch recht eindimensional. Insgesamt für mich eine gemischte Partie..

4

Es hat mich angeschrien

Dieses Buch zu lesen war wie in einen Fluss zu fallen und ständig gegen die Strömung zu kämpfen – denn egal, in welche Richtung du dich wendest, er fließt immer gegen dich. Der Kampf war am Anfang wirklich anstrengend: Ich bin ertrunken in Schnelllebigkeit, Pronomen und viel zu vielen Figuren auf einmal. Ich musste mein Gehirn verdammt nochmal dazu bringen, sich damit abzufinden. Es musste zehn Jahre unnachgiebiger Sprachkenntnisse loslassen, die deutsche Sprache zerfetzen – und nebenbei noch die Handlung des Buches verstehen. Ich bin eigentlich laufend nicht ganz mitgekommen und musste ganze Passagen mehrmals lesen, um ansatzweise dahinterzukommen. Es war ein einziger faszinierender, wunderbarer Kampf. Dieses Buch hat mir unglaublich viel abverlangt – und endlich hatte ich mal wieder das Gefühl, etwas zu lesen. Auf exakt Seite 360 wurde es mit den Neopronomen endlich leichter. Also ja: Es ist möglich. Ich bin bis dahin regelmäßig beinahe ersoffen – und dann lernte ich schwimmen. Zum Inhalt: Ich habe das Buch innerhalb von 24 Stunden verschlungen – teils liegt das aber auch daran, dass ich zwei Stunden beim Arzt saß. Ich musste wirklich auf Zack sein, um irgendwie mitzukommen. Ich habe ständig Figuren verwechselt, die Handlung ließ nicht auf sich warten und zerrte mich hinter sich her, egal, ob ich mitkam oder nicht. Es war dystopisch, blutig und queer – auf eine erfrischende und aggressive Weise. Am Anfang fand ich das tatsächlich irgendwie nervig, aber mit der Zeit wurde mir klar, dass es in erster Linie berechtigt ist. Dieses Buch hat mich angebrüllt, mich geschüttelt, durch Transflaggen und Eingeweide geschleift – und jetzt weiß ich nicht richtig, was ich mit mir anfangen soll. Also würde ich sagen: alles richtig gemacht. Und besser als viele andere Bücher, die ich gelesen habe.

5

Aufgrund einer Empfehlung gelesen

Endlich guter queerer Horror. Der Bodyhorror ist extrem in dem Buch, normalerweise mag ich das nicht. Hier gehört es aber so sehr zum Buch und der Perspektivfigur, dass es nicht ohne geht. Die Handlung ist extrem schnell aber dennoch gut nachvollziehbar ich bin sehr froh das Buch gelesen zu haben.

3.5

Ich fand sowohl die Diversität, als auch die Horror und Sekten Aspekte gut. Aber ich hätte mir irgendwie ein bisschen mehr Worldbuilding gewünscht, da es so alles sehr unvollständig wirkt🙈.

4

Hat sehr lange gebraucht bis ich in der Story war, dann aber ein tolles Horrorbuch

4

Armageddon steht kurz bevor

Mit der Herbeiführung der Flut schaffte es eine kirchliche Sekte einen Großteil der Welt zu vernichten & fast alle Sünder*innen auszulöschen. Nur ein kleiner Teil der unabhängigen Menschen lebt noch & hat sich in kleinen Gruppen zusammengefunden. Allerdings wird auf sie immer noch Jagd gemacht. Voller Verzweiflung versucht der Transjunge Benji aus der Sekte seiner Mutter auszubrechen & trifft bei seiner Flucht auf andere Jugendliche, die ebenso wie er der LGBTQ+ Community angehören. Trotz der Grausamkeiten der apokalyptischen Welt findet Benji bei ihnen ein neues Zuhause. Doch in ihm lauert die Waffe, die zum Untergang der gesamten restlichen Bevölkerung führen kann & ihm bleibt nicht mehr viel Zeit, um dies zu verhindern. Das Buch hat eine sehr finstere & hoffnungslose Atmosphäre, die jedoch durch kleine Lichtblicke immer wieder aufgelockert wird. Es gibt einige TWs wie z.B. Body-Horror oder auch Misgendering, die beachtet werden sollten. Denn hier spart der Autor nicht mit Beschreibungen & ich habe mit Benji in vielen Szenen mitgelitten, egal ob körperliches oder seelisches Leid. Insbesondere die Szenen des Misgenderings haben mich teils hart getroffen, denn es wird perfekt auf den Punkt gebracht, wie verletzend ein Wort, ein Satz oder auch die Nutzung des Deadnames sein können. Dennoch gab es auch schöne Momente, die sich vor allem um Benjis Leben in der LGBTQ+ Community drehen. Denn endlich hat er einen Ort gefunden, der sich wie ein Zuhause anfühlt & mit Leuten gefüllt ist, die ihm schnell ans Herz wachsen. Besonders Nick scheint für Benji ein sicherer Hafen zu sein. Denn der autistische, gutaussehende Typ akzeptiert ihn, selbst als er sein größtes Geheimnis erfährt. Doch natürlich lauert dort draußen immer noch die Sekte mit ihren grauenhaften Monstern & immer wieder wird man in spannungsgeladenen Szenen daran erinnert, dass sie die Gefahr sind. Zu Anfang wird man direkt ins Geschehen geworfen & alles passiert Schlag auf Schlag, was durchaus verwirrend sein kann, da Benji ein Protagonist ist, für den diese Welt bereits selbstverständlich ist. Er erklärt nicht viel & als Leser*in fühlt man sich manchmal etwas ahnungslos, ich z.B. habe länger nicht verstanden, dass mit dem Begriff “Flut” eine Seuche gemeint war & nicht die Flut wie bei Noah. Man fängt im Verlauf langsam an, immer weiter durchzusteigen & die Welt sowie Charaktere zu verstehen, doch dafür braucht es einen Moment. Viele Monster, eine wahnhafte Sekte, die apokalyptische Welt, sowie die perfekte Eingliederung der Themen Trans-Sein & LGBTQ+ machten “Hell Followed with Us” für mich zu einem spannenden Read mit einigen überraschenden Wendungen, trotz anfänglicher Schwierigkeiten. Mit dem abrupten Ende habe ich zwar ein kleines persönliches Problem & hätte mir definitiv mehr gewünscht - vor allem bzgl. Benji und Nick. Dennoch stellt das Buch eindrucksvoll die Gefühlswelt einer Transperson dar, wodurch Benji ein sehr nachvollziehbarer Protagonist ist & bis zum Ende habe ich mit ihm gelitten & gelacht.

3.5

Kurzweilige Unterhaltung

Benji ist ein Transjunge in einer apokalyptischen amerikanischen Stadt. Seine Mutter gehört zu den Hauptverusachern der Menscheitsauslöschung. Und sie hat Benji in ein Monster verwandeln lassen, um die letzten ungläubigen zu beseitigen. Ich fand das Buch ganz unterhaltsam. Gerade in der ersten Hälfte war es mir zu Teenager-Probleme-lastig, aber das liegt vermutlich einfach daran, dass ich schon lange kein Teenager mehr bin. Die Geschichte ist etwas splatterig, was für mich total ok war. Die Charaktere sind ganz gut gestaltet, die Welt schlüssig. Insgesamt ein gut zu lesendes Buch.

4

Manchmal muss man sich der Wut hingeben. Sie ist oftmals berechtigt. Vor allem, in einer Welt, welche gegen einen zu sein scheint.

Der Start hat mir unglaublich gut gefallen, und das Setting hat es mir doch sehr angetan. Das Konzept von verdienter Rache und Vergeltung wirkte sehr authentisch. Wut hat einen Platz in dieser Welt und ist manchmal auch bitter notwendig. Ich hätte mir tatsächlich ein bisschen mehr World Building gewünscht. Aber da wir uns hauptsächlich in Benji's Perspektive befinden, kann ich verstehen, weshalb dem nicht so war. Auch konnte ich dem Romance Plot nicht viel abgewinnen, aber das ist eine persönliche Präferenz.

4

"Die Botschaft unseres HERRN ist klar: Die Menschheit hat Ihn einmal mehr enttäuscht. Wir wurden unrettbar verführt und zu einer Plage auf Seiner Erde geworden. Unsere einzige Erlösung, unsere einzige Hoffnung auf ein ewiges Leben besteht in: Auge um Auge, Plage um Plage" - Die Wahrheit des Höchstehrwürdigen Vaters Ian Clevenger Der sechzehnjährige Transjunge Benji ist auf der Flucht vor den Menschen, die ihn großgezogen haben – einer fundamentalistischen Sekte, die ein Armageddon verursacht und fast die ganze Weltbevölkerung ausgelöscht hat. Verzweifelt sucht er nach einem Ort, an dem die Sekte ihn, oder noch viel wichtiger die Biowaffe, mit der sie ihn infiziert hat, nicht in die Finger bekommen kann. Als ihn Monster in die Enge treiben, wird Benji von einer Gruppe Jugendlicher aus dem örtlichen Acheson LGBTQ+ Center, ALZ genannt, gerettet. Ihr Anführer Nick, ist wunderschön, autistisch und ein tödlicher Scharfschütze. Er kennt Benjis dunkles Geheimnis: Die Biowaffe der Sekte lässt ihn zu einem Monster mutieren, das tödlich genug ist, um die Menschheit endgültig zu vernichten. Dennoch bietet Nick Benji Unterschlupf in seiner Gruppe queerer Teenager, solange er das Monster kontrollieren und seine Kraft zur Verteidigung des ALZ einsetzen kann. Benji will unbedingt dazugehören und akzeptiert Nicks Bedingungen…bis er herausfindet, dass der mysteriöse Anführer des ALZ einen ganz eigenen Plan verfolgt und mehr als nur ein paar Geheimnisse hat. Das Buch habe ich zufällig bei Thalia in der Hand gehalten und gekauft, weil das Cover und die farbigen Seiten interessant aussahen, genauso wie der Inhalt. Es ist mein erster Roman, der das LGBTQ+ Thema behandelt und es vor allem in den Vordergrund stellt, ebenso wie transphobe, religiös-fundamentalistische Figuren! Benji, der vor seiner Mutter und der Gemeinde mit ihrem grotesken Plan flieht, die Erde durch die Tötung von "Sündigeren" und "Ungläubigen" zu retten, flieht zugleich vor einer Mutter, die ihn weder als Mann akzeptiert noch überhaupt als Mensch sieht. Er findet Schutz unter Gleichgesinnten, die für ihre Identitäten einstehen und versucht, seine zerstörerische Kraft für etwas Gutes einzusetzen, statt für die Auslöschung der gesamten Menschheit, während er gleichzeitig nach Anerkennung als Mann strebt. Zudem erleben wir, wie tief er in der Kirche verstrickt war und welche Spuren die Erziehung seiner Mutter bei ihm hinterlassen hat, wie etwa den Glaubenssatz, dass man nicht um jemanden trauern dürfe, weil man damit Gottes Plan infrage stellen würde. Ich finde die Geschichte wirklich interessant und tiefgründig erzählt, es ist zudem brutal, düster und blutig. Der Autor hat sich nicht zurückgehalten! Ich selbst bin ebenfalls Teil der LGBTQ+ Community und habe mich darin wiedergefunden, auch wenn ich anfangs (leider) Schwierigkeiten mit den Pronomen hatte, weil ich mich zuvor nie intensiver damit beschäftigt hatte. Allerdings bin ich schnell hineingekommen, da alles wirklich gut erklärt und beschrieben wurde. Lediglich fiel es mir schwer, mir die einzelnen Charaktere bildlich vorzustellen. Sodass ich mir einen Zettel machen musste, auf dem ich mir deren Aussehen notiert habe, um es klarer vor Augen zu haben. Weshalb 4 Sterne? Ich hatte generell eine Leseflaute und musste das Buch noch einmal von vorn beginnen, nachdem ich es zwischenzeitlich aus der Hand gelegt hatte. Obwohl es zwischen all den anderen Büchern etwas Besonderes ist, hat es mich nicht so sehr gepackt, dass ich förmlich an den Seiten klebte. Ehrlich gesagt musste ich mich stellenweise motivieren, weiterzulesen. Letztendlich bin ich jedoch wirklich froh, es gelesen zu haben und diesen Roman zu besitzen. Ich bin mir sogar sehr sicher, dass ich ihn bald wieder zur Hand nehmen werde, weil er erfrischend ist und sich deutlich von meinem gewohnten Genre abhebt!

4

Benji ist sechszehn, trans und auf der Flucht vor einer fundamentalen Sekte, die ihn durch Biotechnologie in eine Waffe verwandelt hat. Die religiösen Fundamentalen haben durch einen Virus einen Großteil der Bevölkerung ausgelöscht und die Verbliebenen müssen sich verstecken oder wehren, um zu überleben. Benji kommt in einem Zentrum für LGBTQ+ Jugendliche unter, in welchem er von den meisten positiv aufgenommen wird. Insbesondere den Anführer der Gruppe, Nick, beginnt Benji schnell zu mögen. Doch dieser verfolgt auch seine eigenen Pläne und hält einiges vor Benji und den anderen geheim. Das Buch beginnt mit einer kleinen Inhaltswarnung und diese sollte definitiv ernst genommen werden. Diese Geschichte fällt in den Bereich des Body Horrors und es gibt sehr viele sehr blutige und eklige Szenen, die auch gerne grafisch beschrieben werden. Mich hat in dem Zusammenhang erstaunt, dass das Buch abgesehen davon sehr klar für eine YA-Zielgruppe geschrieben wurde, denn entsprechende Szenen hätte ich eher in einem Buch für Erwachsene erwartet. Da ich allerdings Body Horror gerne lese, war das für mich natürlich genau das Richtige. Man wird hier direkt in die Geschichte hineingeworfen. Vieles erklärt sich nebenbei von selbst, einiges muss man erst einmal so hinnehmen und manches wird auch nie wirklich vollständig erläutert. Ich war so jedenfalls schnell in der Geschichte drin und wollte das Buch am liebsten gar nicht mehr weglegen. Die Spannung ist direkt von Beginn an hoch. Ja, es gibt hier auch viele ruhige Szenen, aber selbst in diesen hatte ich das Gefühl, dass es immer diese unterschwellige Spannung gab, die mich dazu gebracht hat, weiterlesen zu wollen. Ein klein wenig hätte ich mir dennoch gewünscht, dass die Welt besser ausgebaut worden wäre. Manche Fragen wurden mir bis zum Ende nicht beantwortet und irgendwie fühlte sich die Welt insgesamt etwas leer an – es gab ein paar Gruppen, die darin existierten, aber so richtig organisch wirkte das manchmal nicht auf mich. Auch die Nebencharaktere hätten dringend mehr Aufbau benötigt. Einige wirkten leider doch sehr eindimensional. Dies waren für mich aber in diesem Buch tatsächlich alles Probleme, die keinen zu großen Einfluss auf die Gesamtgeschichte hatten, wodurch sie hier weniger gestört haben, als dies in anderen Büchern für mich der Fall gewesen wäre. Besonders gefallen hat mir hier auf jeden Fall die religiöse Thematik und das religiöse Trauma, mit welchem sich Benji auseinandersetzen musste. Dies hätte für meinen Geschmack sogar noch stärker hervorkommen können, aber insbesondere für den YA-Bereich fand ich dies sehr gelungen und schön eingebunden. Insbesondere die Verbindung von religiösen Bildern und den Body Horror Elementen haben mir sehr gefallen. Auch sehr mochte ich die Akzeptanz der Protagonisten füreinander. Diese hat mich in einigen Momenten auch erstaunt. Es war einfach schön, einige der ruhigeren Momente hier zu erleben. Fazit: „Hell followed with us“ überzeugt mit einer Geschichte rund um religiöse Traumata, Body Horror und queere Jugendliche, die sich gegenseitig unterstützen. Auch wenn ich mir von ein paar Aspekten mehr gewünscht hätte, war die Story doch so spannend, dass es schwer war, das Buch wirklich wegzulegen.

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