Amberlough – Stadt der Sünde

Amberlough – Stadt der Sünde

Softcover
3.525

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Description

In Lara Elena Donnellys glamourösem Spionagethriller opfert ein Doppelagent all seine Ideale, um seinen Schmuggler-Geliebten zu retten, bevor ein Regierungsputsch ihre dekadente Stadt übernehmen kann. Inmitten wachsender politischer Spannungen verflechten sich in Amberlough drei Leben mit dem Schicksal der Stadt selbst. Der Schmuggler: Tagsüber ist Aristide Makricosta Conférencier des exklusivsten Nachtclub in Amberlough. Nachts hingegen schmuggelt er Drogen und Flüchtlinge direkt unter der Nase korrupter Polizisten. Der Spion: Geheimagent Cyril DePaul denkt, er könne Geheimnisse gut bewahren, doch nach einem katastrophalen Einsatz im Ausland trifft er eine gefährliche Entscheidung, um sich zu schützen … und Aristide hoffentlich ebenfalls. Die Tänzerin: Cordelia Lehane, eine gewiefte Burlesque-Tänzerin im Bumble Bee Cabaret und Aristides’ Mädchen für alles, könnte der Schlüssel zu Cyrils Plan sein … wenn ihr zu trauen ist. Während die strahlenden Neonlichter von den wachsenden Flammen einer faschistischen Revolution abgelöst werden, müssen diese drei alles und jeden benutzen, um zu überleben, einschließlich einander. Eine großartige Mischung aus Kabarett und John Le Carré.

Book Information

Main Genre
Crime
Sub Genre
Historical
Format
Softcover
Pages
464
Price
18.50 €

Posts

7
All
3

Ob ich dieses Buch jetzt mag oder nicht: Ich bin unentschlossen.

Gerade die letzten 20 % waren super spannend, ereignisreich und überraschend. Die ganze politische Situation ist lebendiger geworden, hat fast echt gewirkt. Davor habe ich mich allerdings durchgehend schwer damit getan, die Namen der vielen Protas zu behalten. Irgendwie waren mir alle zu unscharf gezeichnet und es ist kein Bild von ihnen in meiner Vorstellung entstanden. Auch das Verfolgen der Intrigen und Vorhaben ist mir bisschen schwer gefallen, da ich die Situation nicht recht durchblicken konnte. Auch im Nachhinein betrachtet, fehlen mir genauere Informationen zu den beiden vorkommenden Parteien und der korrupten Polizei. Wer hier welche Strategie verfolgt - ich bin nicht ganz durchgestiegen, bis sich das Netz zum Ende hin verdichtet hatte. Möglicherweise muss ich das Buch ein zweites Mal lesen und mir Notizen machen. Die Thematik des Spionagethrillers und die Machtübernahme rechter Politiker war wiederum sehr cool gewählt und gerade 2024, wo sich Geschichte zu wiederholen droht, eine starke Lektüre.

5

Es fängt alles so schön an zwischen Cabaré und Spionage und entwickelt sich zu einem dramatischen Actioner voller Politik. Am Ende konnte ich das Buch kaum noch zur Seite legen und auch ein paar Emotionen ohne kitschig zu sein, bekommen wir geliefert. Wow!

Es fängt alles so schön an zwischen Cabaré und Spionage und entwickelt sich zu einem dramatischen Actioner voller Politik. Am Ende konnte ich das Buch kaum noch zur Seite legen und auch ein paar Emotionen ohne kitschig zu sein, bekommen wir geliefert. Wow!
2

Der Schreibstil ist schwierig gestaltet und ich hatte oft Probleme dran zu bleiben. Schon der Beginn war holprig, da man mitten in die Geschichte geworfen wird. Ich hatte anfangs keine Ahnung über was überhaupt gesprochen wird. Es dauerte eine zeitlang bis ich überhaupt verstanden habe, um was es geht. Die Charaktere sind zwar tiefschichtig gearbeitet, blieben mir jedoch zu unnahbar. So richtig warm geworden bin ich weder mit der Story noch mit den Charakteren. Aristide und Cyril versuchen ihre Liebelei geheim zu halten, da die angehende Regierung dies nicht duldet. Genau in diese politische Misere wird der Leser geworfen und es zeichnen sich durchaus Parallelen zur Realität ab. Trotzdem ist es mir nicht wirklich gelungen in das Buch zu kommen. Die beiden weiteren Teile werde ich wohl nicht mehr lesen.

4

Anfang ist es langsam und baut sich erst auf bei ca. den letzten 30 % des Buches wird es sehr interessant und fesselnd .

4

Politisch, erotisch, queer, gefährlich. Eine Stadt im Umbruch, prickelnde Shows und zwischendrin der Kampf ums Überleben.

5

Politisch, spannend, komplex, wunderschön und auf unheimliche Art und Weise wieder aktuell. Diese Rezi ist entstanden, nachdem ich alle drei Teile gelesen habe. 🚨 Kleine Spoiler voraus! 🚨

Erstmal ganz voran: es hat keinen Sinn, dass diese Bücher bei Fantasy stehen. Denn fantastische Elemente sucht man hier vergebens. Es geht um Politik. Das einzige, was nicht aus dieser Welt kommt, ist die Geografie - ich kann gut nachvollziehen, dass die Autorin lieber ihre eigene Welt bauen wollte statt sich an bekannte Grenzen zu halten. Leider hatte ich das anfangs nicht ganz gecheckt und habe den Politik-Infodump am Anfang erst mal nur überflogen, was ich, sobald der Plot einmal in Schwung gekommen war, grässlich bereut habe, denn es war doch wild komplex. Ich habe ja wirklich schon einige Bücher gelesen, bei denen ich die Sehnsucht nach einer unwiederbringlich vergangenen Zeit fühlen konnte, aber hier hat sich mich echt erschlagen (im positivsten Sinne!), über drei Bücher hinweg. Zuerst die strahlend-schmutzige Welt des Cabaret von Amberlough, mit Glitzer und Glamour und kleinen Lügen, plötzlich zieht sich die Schlinge immer weiter zu, bis nichts mehr davon übrig ist, und selbst als der Sturm vorbei ist, ist nichts mehr wie zuvor. Auch die drei Mains fand ich super - Aristide, glamourös und mit weit mehr Grips, als man seinem Gehabe zutraut. Cyril, ein bedauernswert schlechter Spion, dessen verzweifeltes Handeln alle in den Untergang treibt. Und Cordelia, resolut, entschlossen, schamlos, sofort meine Favoritin. Gewöhnlich habe ich einen tiefen Hass auf Romantik, aber die Beziehung zwischen Cyril und Aristide fand ich wunderbar spannend - zu wenig Vertrauen, viele Gefühle, einfach ein Plot für sich. Das einzige, was ich echt schade fand, war, dass man die Randplots - korrupte Polizei, Aristides Einfluss auf die Halbwelt, Cyrils Vergangenheit, Cordelias krumme Geschäfte - kaum mitbekommen hat. Das hätte mich wirklich nochmal interessiert. Der erste Teil bleibt der beste, der zweite, Armistice, hat mich leider nicht komplett gecatcht, weil ich den Hauptplot für einen Nebenplot gehalten habe und daher das halbe Buch gewartet habe, bis mal was passiert, und das Ende des letzten Teils, Amnesty, war zwar schön, aber so plötzlich, dass der Rest des Buches irgendwie irrelevant dafür wirkte. Alles in allem aber eine großartige, gruselig aktuelle Story mit Charas, die man so selten gesehen hat.

4

In Amberlough spitzen sich die politischen Unruhen zu. Der Agent Cyril wird auf einen gefährlichen Außeneinsatz geschickt, der jedoch katastrophal endet. Um sich und seinen Geliebten, den Schmuggler und Burlesque-Tänzer Aristide zu schützen, lässt sich Cyril auf einen gefährlichen Deal ein. Doch Aristide hat seine eigenen Geheimnisse und auch seine Kollegin Cordelia verfolgt eigene Ziele, als sie zustimmt Cyril zu helfen. Wenn es etwas gibt, das dieses Buch besser macht als so viele andere Bücher, dann sind es die Charaktere. Die drei Hauptcharaktere haben mich innerhalb von kürzester Zeit für sich eingenommen. Dabei sind sie nicht zwingend durchgehend sympathisch, dafür aber immer echt. Alle drei verfolgen ihre eigenen Ziele, haben ihre eigene Hintergrundgeschichte und ihre eigenen negativen Seiten. Jede Handlung ist davon geprägt. Besonders begeistert hat mich, dass die Charaktere zwar nicht immer komplett rational gehandelt haben, insbesondere wenn Gefühle im Spiel waren, aber eben immer passend zu ihrer eigenen Entwicklung. Die Konversationen zwischen den dreien waren auch richtige Highlights in diesem Buch. Das immer neue Aushandeln, wie viel man dem anderen verraten möchte und wie weit man seinen Gefühlen nachgeben will. Dieses hin und herziehen habe ich schon beim Lesen gespürt. Woran es mir im Buch dagegen etwas gefehlt hat, war das Worldbuilding, insbesondere in politischer Hinsicht. Das fand ich erst einmal schade, weil sich die bunte Stadt Amberlough für mich nie so richtig lebendig anfühlte und auch die Ospies, die an die Nationalsozialisten erinnern sollten, blieben für mich eher blass. Aber auch in der gesamten Entwicklung in politischer Hinsicht fehlte mir einfach etwas. Das Buch begann mit einem kleinen Infodump, was die politische Situation anging, aber danach wurde daraus einfach kaum etwas gemacht. Dennoch hat mich das Buch in so ziemlich jeder anderen Hinsicht mehr als entschädigen können. Die Geschichte entwickelte sich auf eine Weise, die ich nicht vorhersehen konnte und die ich sehr spannend fand. Insbesondere gegen Ende wurde das Buch dann auch richtig düster, was mir sehr gefallen hat und was mich noch einmal doppelt mit den Charakteren hat mitfühlen lassen. Zwischenzeitlich habe ich sogar die schlimmsten Befürchtungen gehabt, denn die Autorin macht sehr deutlich, dass niemand in diesem Buch wirklich sicher ist. Ob ich mit diesen Befürchtungen richtig lag? Das müsst ihr schon selbst rausfinden. Fazit: Ich kann „Amberlough – Stadt der Sünde“ definitiv weiterempfehlen. Insbesondere Lesenden, denen Charakterentwicklung wichtig ist, werden hier voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Jetzt bleibt mir nur zu hoffen, dass Band 2 ganz schnell erscheint.

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