Die lebende Tote

Die lebende Tote

Hardback
4.012
Mary ShelleyWissenschaftXxlUnfall

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Description

Nach dem tödlichen Unfall ihrer Tochter bei Ausgrabungen auf dem verheerten Planeten Erde zerbricht Marthas Leben in tausend Scherben. Sie will nichts unversucht lassen, um ihren Verlust rückgängig zu machen - und ihre Mittel sind beträchtlich. Sie lässt den brillanten Wissenschaftler Joachim vom Mars einfliegen, der dort wegen verbotener Studien verurteilt wurde. Mit Feuereifer begibt sich Joachim an seine Arbeit, frei von moralischen Schranken und mit unbegrenzten finanziellen Mitteln. Doch wer den Toten Leben einhauchen will, muss die Konsequenzen tragen… Autorenlegende Olivier Vatine (»Aquablue«) wandelt mit dieser düsteren Graphic Novel auf den Spuren von Mary Shelleys »Frankenstein«. Alberto Varanda (»Die Legende der Drachenritter«) verleiht der dicht gewebten, bedrückenden Story ein angemessenes Gewand, das durch viktorianischen Horror und präzise Strichführung besticht.

Book Information

Main Genre
Comics
Sub Genre
Graphic Novels
Format
Hardback
Pages
72
Price
18.50 €

Posts

5
All
5

"Die Hybris [ˈhyːbʀɪs] (altgriechisch ὕβρις hýbris ‚Übermut', ‚Anmaßung') bezeichnet eine extreme Form der Selbstüberschätzung oder auch des Hochmuts." Wikipedia

Diese Graphic Novel hat mich kalt erwischt, denn ich habe was ganz anderes erwartet. Ich dachte, ich bekomme eine Schauer- Geschichte, doch überrascht wurde ich mit einer Science-Fiktion-Horror-Dystopie. Bei Ausgrabungen auf der Erde, stirbt Lise, die Tochter der Schmugglerin Martha, bei einem Absturz. Sie entführt den Wissenschaftler Joachim Bostrom vom Mars, der wegen illegaler wissenschaftlicher Studien, in Ungnade gefallen ist. Dieser soll nun mit Hilfe seiner wissenschaftlichen Erkenntnisse, Lise klonen. Gefangen in einem Schloss, dass in den Bergen der Pyrenäen liegt und nicht nur von Menschen, sondern auch von mutierten Riesenspinnen bewohnt wird, versucht Joachim mit der Unterstützung eines Cyborgs mir Namen Hugo, Lise wieder auferstehen zu lassen. Doch was tot ist, sollte besser auch tot bleiben. Die Graphic Novel hat ein fantastisches Setting. Zum einen ist es futuristisch mit Raumgleitern, Cyborgs und einer dystopischen Erde angehaucht. Zum anderen ist das Schloss voll von viktorianischer Ästhetik und die Erde wird von Wesen bevölkert, die einem Roman von Lovecraft entstiegen sein könnten. Die düstere Atmosphäre ist bedrückend und unterstreicht die postapokalyptische Darstellung der Erde. Die Geschichte nimmt sich der Frage an, wo die ethischen Grenzen der Wissenschaft liegen, wenn der Mensch mal wieder meint, Gott spielen zu können und er zeigt die Konsequenzen menschlicher Hybris. Dieses bildgewaltige Werk, hat mir mal wieder mit seiner Thematik und dem denkwürdigem Ende vor Augen geführt, dass viele kluge Köpfe der Meinung sind, dass die Menschheit diese Erde zu Grunde richten wird und nicht aus ihren Fehlern lernt.

3

Die Bilder sind grandios aber die Geschichte ist leider etwas platt. Wirkt wie typische Motive der Horror und Scifi Literatur zusammengewürfelt, in der Hoffnung dass schon irgendwie was gutes rauskommen wird. Aber einfach Shelley, Poe, Lovecraft, ein paar Spinnen und Raumschiffe zusammenzuwerfen, macht noch keine gute Story. Wie Lise zum Monster wird ist so random und das Ende wirkt auch ziemlich lustlos wie "hm was könnte denn die Motivation des Monsters sein - joa wie immer halt die ganze Menschheit auslöschen" wohingegen der eher langweilige Schwangerschafspart sehr viel Anteile der Geschichte einnimmt. Aber trotzdem 3 Sterne weil die Zeichnungen + Atmosphäre wirklich sehr gelungen sind.

5

Meine Meinung Bereits das düstere Erscheinungsbild von Olivier Vatine und Alberto Varandas Graphic Novel »Die lebende Tote« lässt in mir die Verheißung auf einen klassischen Gothic Novel wach werden. Geboten bekommt man eine ansprechende Mischung aus Science-Fiction Endzeitgeschichte und klassischer Schauerliteratur. Die Geschichte beginnt auf dem verwüsteten Planeten Erde, der bereits von den meisten Menschen verlassen wurde. Nur noch wenige, wie Martha und ihr Team, halten sich noch auf der Erde auf um Güter wie z. B. Bücher zu bergen. Martha verliert bei solch einer Unternehmung ihre kleine Tochter Lise, als diese in einen tiefen Abgrund stürzt, wo übersinnliche Oktopoden-Wesen zu Hause sind. Danach schwenkt das Setting für einen kurzen Abstecher auf den Planeten Mars, wo der verurteilte Wissenschaftler Joachim rekrutiert wird, zur Erde zu reisen, Lise zu klonen und somit wieder zu neuem Leben zu erwecken. Als Joachim auf der Erde landet und zum Wohnsitz von Martha geleitet wird, taucht man vollkommen in die viktorianische Atmosphäre ein, die nicht nur durch das Schloss Neuschwanstein nachempfundenen Anwesen verströmt wird, sondern auch durch die Mode und die antiquierte Einrichtung verstärkt wird. Olivier Vatine hat hier eine fesselnde Geschichte zu Papier gebracht, die mich tatsächlich, wie vom Splitter Verlag angepriesen, an die klassische Schauergeschichte »Frankenstein« von Mary Shelley erinnert und dennoch mit einem etwas modernerem Storytelling und speziellen Horrorelementen überzeugt. Der Schauer wird, wie bei Frankenstein, vor allen Dingen durch die Frage aufgeworfen in wieweit der Mensch die Möglichkeiten der Wissenschaft nutzen darf, in die Natur eingreifen darf, oder dies aus moralischen oder ethnischen Gründen verwerfen sollte. In »Die lebende Tote« zeigt der Autor ein gruseliges Szenario auf, wie sich Organismen aus der vom Menschen betriebenen Forschung entwickeln und sich ihre Natur zu nutze machen. Außerdem lässt der Autor in seiner Geschichte genügend Lücken, die dem Leser Platz für die eigene Fantasie lassen. So werden z. B. nähere Informationen über die Oktopoden und deren Möglichkeit der Vernetzung und Heilung von Menschen nicht näher ausgeführt und auch das Ende ist offen gehalten. Mir persönlich hat dieses mysteriöse Unwissen in mehreren Bereichen nicht sonderlich gestört, da dies die mystische Spannungskurve und den Charme des Comics erst recht ausmacht und die Geschichte noch länger im Kopf nachhallen lässt. Die detailreichen Zeichnungen von Alberto Varanda sind eine wahre Augenweide und stechen besonders durch die starken Schraffierungen hervor. Mit dieser Technik erzeugt der Künstler die passende Stimmung zur düsteren Schauergeschichte. Passend zum viktorianisch-spacigen Horrorszenario halten sich Olivier Vatine und seine Assistentin Isabelle Rabarot bei der Farbpalette an gedeckte Töne von hellen Erdfarben bis hin zu mystisch-wissenschafltichen Blau- und Grüntönen und düsteren Farbmischungen mit hohem Antrahzitanteil. Fazit Ein herrlich düsterer Comic mit offenem Ende, das genügend Spielraum für die eigene Fantasie offen lässt.

5

Meine Meinung Bereits das düstere Erscheinungsbild von Olivier Vatine und Alberto Varandas Graphic Novel »Die lebende Tote« lässt in mir die Verheißung auf einen klassischen Gothic Novel wach werden. Geboten bekommt man eine ansprechende Mischung aus Science-Fiction Endzeitgeschichte und klassischer Schauerliteratur. Die Geschichte beginnt auf dem verwüsteten Planeten Erde, der bereits von den meisten Menschen verlassen wurde. Nur noch wenige, wie Martha und ihr Team, halten sich noch auf der Erde auf um Güter wie z. B. Bücher zu bergen. Martha verliert bei solch einer Unternehmung ihre kleine Tochter Lise, als diese in einen tiefen Abgrund stürzt, wo übersinnliche Oktopoden-Wesen zu Hause sind. Danach schwenkt das Setting für einen kurzen Abstecher auf den Planeten Mars, wo der verurteilte Wissenschaftler Joachim rekrutiert wird, zur Erde zu reisen, Lise zu klonen und somit wieder zu neuem Leben zu erwecken. Als Joachim auf der Erde landet und zum Wohnsitz von Martha geleitet wird, taucht man vollkommen in die viktorianische Atmosphäre ein, die nicht nur durch das Schloss Neuschwanstein nachempfundenen Anwesen verströmt wird, sondern auch durch die Mode und die antiquierte Einrichtung verstärkt wird. Olivier Vatine hat hier eine fesselnde Geschichte zu Papier gebracht, die mich tatsächlich, wie vom Splitter Verlag angepriesen, an die klassische Schauergeschichte »Frankenstein« von Mary Shelley erinnert und dennoch mit einem etwas modernerem Storytelling und speziellen Horrorelementen überzeugt. Der Schauer wird, wie bei Frankenstein, vor allen Dingen durch die Frage aufgeworfen in wieweit der Mensch die Möglichkeiten der Wissenschaft nutzen darf, in die Natur eingreifen darf, oder dies aus moralischen oder ethnischen Gründen verwerfen sollte. In »Die lebende Tote« zeigt der Autor ein gruseliges Szenario auf, wie sich Organismen aus der vom Menschen betriebenen Forschung entwickeln und sich ihre Natur zu nutze machen. Außerdem lässt der Autor in seiner Geschichte genügend Lücken, die dem Leser Platz für die eigene Fantasie lassen. So werden z. B. nähere Informationen über die Oktopoden und deren Möglichkeit der Vernetzung und Heilung von Menschen nicht näher ausgeführt und auch das Ende ist offen gehalten. Mir persönlich hat dieses mysteriöse Unwissen in mehreren Bereichen nicht sonderlich gestört, da dies die mystische Spannungskurve und den Charme des Comics erst recht ausmacht und die Geschichte noch länger im Kopf nachhallen lässt. Die detailreichen Zeichnungen von Alberto Varanda sind eine wahre Augenweide und stechen besonders durch die starken Schraffierungen hervor. Mit dieser Technik erzeugt der Künstler die passende Stimmung zur düsteren Schauergeschichte. Passend zum viktorianisch-spacigen Horrorszenario halten sich Olivier Vatine und seine Assistentin Isabelle Rabarot bei der Farbpalette an gedeckte Töne von hellen Erdfarben bis hin zu mystisch-wissenschafltichen Blau- und Grüntönen und düsteren Farbmischungen mit hohem Antrahzitanteil. Fazit Ein herrlich düsterer Comic mit offenem Ende, das genügend Spielraum für die eigene Fantasie offen lässt.

3

The artwork is gorgeous but the story is a mediocre mix of well-known scifi/cosmic horror tropes.

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