"Die Hybris [ˈhyːbʀɪs] (altgriechisch ὕβρις hýbris ‚Übermut', ‚Anmaßung') bezeichnet eine extreme Form der Selbstüberschätzung oder auch des Hochmuts." Wikipedia
Diese Graphic Novel hat mich kalt erwischt, denn ich habe was ganz anderes erwartet. Ich dachte, ich bekomme eine Schauer- Geschichte, doch überrascht wurde ich mit einer Science-Fiktion-Horror-Dystopie. Bei Ausgrabungen auf der Erde, stirbt Lise, die Tochter der Schmugglerin Martha, bei einem Absturz. Sie entführt den Wissenschaftler Joachim Bostrom vom Mars, der wegen illegaler wissenschaftlicher Studien, in Ungnade gefallen ist. Dieser soll nun mit Hilfe seiner wissenschaftlichen Erkenntnisse, Lise klonen. Gefangen in einem Schloss, dass in den Bergen der Pyrenäen liegt und nicht nur von Menschen, sondern auch von mutierten Riesenspinnen bewohnt wird, versucht Joachim mit der Unterstützung eines Cyborgs mir Namen Hugo, Lise wieder auferstehen zu lassen. Doch was tot ist, sollte besser auch tot bleiben. Die Graphic Novel hat ein fantastisches Setting. Zum einen ist es futuristisch mit Raumgleitern, Cyborgs und einer dystopischen Erde angehaucht. Zum anderen ist das Schloss voll von viktorianischer Ästhetik und die Erde wird von Wesen bevölkert, die einem Roman von Lovecraft entstiegen sein könnten. Die düstere Atmosphäre ist bedrückend und unterstreicht die postapokalyptische Darstellung der Erde. Die Geschichte nimmt sich der Frage an, wo die ethischen Grenzen der Wissenschaft liegen, wenn der Mensch mal wieder meint, Gott spielen zu können und er zeigt die Konsequenzen menschlicher Hybris. Dieses bildgewaltige Werk, hat mir mal wieder mit seiner Thematik und dem denkwürdigem Ende vor Augen geführt, dass viele kluge Köpfe der Meinung sind, dass die Menschheit diese Erde zu Grunde richten wird und nicht aus ihren Fehlern lernt.




