Midori – Das Kamelienmädchen

Midori – Das Kamelienmädchen

Softcover
2.917
Ab 18HorrorMangaEro-Guro

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Description

In eindrucksvollen Bildern erzählt Suehiro Maruo die Geschichte von Midori, die mit einer Freak Show durch die Lande zieht. Im Kreise seltsam deformierter Gestalten fühlt sie sich fremd und bedroht – unbedingt will sie dieser Hölle entkommen. Als sich der kleinwüchsige Schlangenmensch Masamitsu der Truppe anschließt, projiziert sie ihre Hoffnungen auf ihn, bis eine tragische Schicksalswendung all ihre Träume zerstört. Suehiro Maruos surrealistische Wiedergabe einer klassischen japanischen Erzählung erscheint in japanischer Leserichtung.

Book Information

Main Genre
Manga
Sub Genre
18.0+
Format
Softcover
Pages
152
Price
20.60 €

Author Description

SUEHIRO MARUO, geboren 1956 in Nagasaki, brach frühzeitig die Schule ab und brachte sich das Zeichnen selbst bei. Seine frühesten Arbeiten wurden prompt abgelehnt, denn seine düsteren, fantastischen Geschichten wollten nicht in die Welt des kommerziellen Mainstream passen. Heute gilt er als einer der bekanntesten Manga Zeichner, der sich in seinen Arbeiten auch immer wieder mit dem frühen Nachkriegsjapan beschäftigt.

Posts

9
All
2

Grotesk und bizarr oder doch eine tragische Romanze?

Die Bilder sind faszinierend abstoßend und grausam - und gleichzeitig wahrscheinlich die größte Stärke des Mangas. Die Story...ist es nämlich nicht. Ich meine, ich fand es schon irgendwie interessant, vor allem die ersten Seiten, die - wenn ich nicht einfach zu viel hineininterpretiere - das Machtgefälle zwischen den "Freaks" dieser Show und den Schaulustigen durch einen seltsamen Einleitungstext darstellt. Alles weitere ist für mich eher schwer zu beschreiben, denn ehrlich gesagt bin ich selbst nicht ganz sicher was passiert ist, wo die Story hin wollte und was der Manga eigentlich erzählen sollte. Zuerst Guro wie man es sich vorstellt - obwohl mir eine Szene¹ ⬇️ doch zu viel war - und dann steht plötzlich eine Romanze im Mittelpunkt, die auch die Atmosphäre völlig verändert. Das hat mich doch sehr verwirrt und mir das Gefühl gegeben, der Mangaka hatte einfach ein paar Ideen, die er zusammengewürfelt hat. Aber keine Ahnung. ┐⁠(⁠ ⁠∵⁠ ⁠)⁠┌ Was das Ende angeht... Ich denke ich habe eine Vermutung was das bedeuten sollte? (Wegen sehr großer Spoiler schreibe ich sie einfach mal nach ganz unten.² ⬇️) . . Ab hier also SPOILER (zuerst Content Warnungen, dann meine Theorie) . . . . . . . . . . . . . . . ¹ sehr explizite Tierquälerei gefolgt vom Mord von Welpen ACHTUNG neben Tierquälerei gibt es natürlich sehr viel Gore und Body Horror, sowie körperliche, emotionale und sexuelle Misshandlung. . . . . . . . . ² Masamitsu ist, wie im Klappentext beschrieben, Midori's Hoffnung. Und meine Vermutung ist, dass, als er nicht wiederkommt und Midori das verbrannte Gebäude sieht, sie wahrscheinlich unterbewusst weiß, dass sie nun niemanden mehr hat. Ich denke, die kurze Zeitschleife war eine Art Visualisierung dieser Verzweiflung, die sich in Midori breit macht. Quasi als würden wir etwas unbegreifliches im Kopf wiederholen, in dem Versuch es zu verstehen. Als sie es dann endlich verarbeitet, sieht sie all jene, die sie verloren hat. Da wir den Tod einiger gesehen haben oder von diesem erzählt wurde, halte ich es für naheliegend, dass die anderen wohl in dem Gebäude verbrannt sind (oder Midori davon ausgeht). Ein letzter Blick auf ihre Truppe und Eltern, gepaart mit Wut darüber, dass sie verlassen wurde. Da Masamitsu bisher für sie Hoffnung verkörperte, denke ich, dass sein Sturm ihre Beziehung und Midoris Gefühle ihm gegenüber zeigt bzw. die Schuld, die sie ihm zuweist. Er kommt ihrem Wunsch, die Trugbilder verschwinden zu lassen nach, sorgt aber gleichzeitig dafür, dass sie im Nichts zurückbleibt und nimmt ihr damit alles, was ihr etwas hätte bedeuten können, was auch ihr Verhältnis zueinander widerspiegelt. Die Hoffnung, die sich am Ende als Lüge herausstellt. Naja, das ist jedenfalls meine Interpretation. xD

4

Mein erster Ero-guro, ein in Japan recht weit verbreitetes Genre, dass das „erotisch Groteske“ abbildet. „Midori“ spielt zu Beginn des 20. Jahrhunderts und zeigt neben dem an sich normalen jungen Mädchen Midori die groteske Welt der damals erfolgreichen 'Freak Shows', ein mit Menschen gefüllter Zirkus, die damals als abscheulich galten. Midori wurde während des Blumenverkaufs auf der Straße verschleppt und muss seitdem in der Freak Show arbeiten. Sexuelle Übergriffe sind alltäglich. Sie träumt von einem ruhigen Schulleben, was ihr jedoch nicht vergönnt ist. Der Kontrast zwischen der unschuldigen Midori und den ewig vögelnden Freaks ist auch im Zeichenstil wiederegegeben, der eine naive Ästhetik vermittelt mit seinen klaren Linien und zugleich doch ein völlig absurde, surreale Geschichte erzählt. Für mich persönlich mehr Horror als Erotik, aber zu Recht ab 18. Die immer wieder dargestellten abstrusen Grenzüberschreitungen hinter den Kulissen der Freak Show als auch insbesondere auf der Bühne führen dem Publikum bzw. der Gesellschaft die eigene Abscheulichkeit vor Augen.

2

Uff, schwere Kost, aber auf eine andere Art und Weise. Sehr grotesk mit erotischen Elementen, die aber auf bizarre Art eingebaut wurden. An sich gibt es eine Storyline, aber ich kann ihr leider nicht so ganz folgen. Auch am Schluss steh ich ziemlich ratlos da und frag mich, was ich da gerade gelesen hab... 😅 Die creepy Zeichnungen sind zwar faszinierend, aber leider eben auch etwas nichtssagend. Midori ist in dem Alltag mit den Freaks gefangen, will da raus und klammert sich an jeden möglichen Strohhalm.. aber das Ende versteh ich leider dennoch nicht. Kann mich da jemand aufklären? 😬 In der Hinsicht gibt's von mir keine wirkliche Empfehlung 🫣

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4

Absolut crazy story über ein Mädchen, welches in einer Freak Show zu Hause ist. Sehr vulgär, pervers und ziemlich eindrucksvolle Zeichnungen.

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3.5

Suehiro Maruos ist einer der das Surrealismus in Perfektion beherrscht

Stell dir vor, es gibt so eine Freakshow aus alten Zeiten, die so verdorben, grotesk und verworren ist, wie man sich die alten klassischen japanischen Erzählungen aus der Hölle vorstellt. Und mittendrin ist Midori, ein ganz normales Mädchen, das für die Freaks arbeiten muss, weil sie niemanden mehr hat. Bis ein Neuer auftaucht und ihr Hoffnungen auf ein neues Leben macht.

1

Macht halt 0 Sinn...

Als Film funktioniert sowas vielleicht, aber als Manga!? Verwirrend, Krank und Sinnlos... Kann nicht nicht empfehlen, absolut nicht und die Charaktere machen mich auch aggro und nerven total :D Ich gebe einen ganzen Stern für die Idee, naja es scheitert an der Umsetzung.

4

Maruo gilt nicht grundlos als Master grotesk - erotischer Geschichten.. auch in »Midori • Das Kamillenmädchen« macht der Mangaka nicht davor halt sein Publikum auf bizarre Weise zu verstören. Maruo nimmt seine Leserschaft mit in die Welt von Midori - ein junges Mädchen, welches mit einer sogenannten Freak Show durch das Land zieht. Deformierte Gestalten, Gewalt und sexuelle Übergriffe stehen dabei an der Tagesordnung. Der Mangaka arbeitet unterdessen sowohl mit einer sehr vulgären Ausdrucksweise als auch mit absurden sowie gleichermaßen eindrucksvollen Zeichnungen. Die Story ist also definitiv nichts für jedermann und richtet sich ganz klar an erwachsenes Publikum. Ich persönlich kann dieses Werk dennoch empfehlen, da es sich deutlich vom klassisch - kommerziellen Mainstream abhebt und die Leserschaft in eine faszinierende, surreale Welt einlädt.

1.5

Der wohl komischste Manga, den ich bisher gelesen hab.

Der wohl komischste Manga, den ich bisher gelesen hab.
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