Unter Nazis. Jung, ostdeutsch, gegen Rechts
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Description
Zwischen Angst, Mut und Widerstand: Wie eine Jugend im Osten Deutschlands gegen Neonazis, rechte Gewalt und das große Schweigen kämpft. Was heißt es, jung zu sein in einer Stadt wie Zwickau – geprägt von rechter Gewalt, Alltagsrassismus und dem ständigen Gefühl, nie ganz sicher zu sein? Jakob Springfeld erzählt schonungslos, was es bedeutet, unter Nazis aufzuwachsen, politisch aktiv zu werden und trotzdem nicht aufzugeben. Inmitten von Pegida-Protesten, NSU-Komplex und der Flüchtlingskrise ringt eine Generation um ihre Stimme – und um ihre Sicherheit. Der Autor nimmt uns mit in seine Welt: Nächte voller Angst vor rechten Schlägertrupps, Solidarität in alternativen Rückzugsorten wie der Barrikade, und das ständige Abwägen zwischen Wegsehen und Widerstand. Es geht um echte Menschen, um Freundschaften, die an Hass wachsen, um Eltern, die zwischen Hoffnung und Sorge schwanken, um das Gefühl, nie ganz dazuzugehören – und trotzdem für eine offene Gesellschaft einzustehen. Mit direktem Blick auf die Realität in Sachsen, aber ohne Pathos, zeigt das Buch, wie politisches Engagement gegen Rechts im Alltag aussieht – inklusive Rückschlägen, Selbstzweifeln und kleinen Siegen. Wer sich fragt, wie sich Antifaschismus, Fridays for Future und politisches Erwachen anfühlen, findet hier Antworten, die unter die Haut gehen. Ein Buch, das nicht belehrt, sondern berührt – und Mut macht, nicht zu schweigen.
Book Information
Author Description
Jakob Springfeld ist Student und 2002 in Zwickau geboren und aufgewachsen. In Stuttgart erhielt er die Theodor-Heuss-Medaille für besonderes Engagement für Demokratie und Bürgerrechte. ZEIT-Campus hat ihn zu den 100 wichtigsten Ostdeutschen ernannt. In seinem Buch beschreibt er, warum im Osten der Boden für die Instrumentalisierung von Existenzängsten besonders fruchtbar ist. Aber struktureller Rassismus und Rechtsextremismus sind Probleme, aus denen eine gesamtdeutsche Bedrohung hervorgeht, in Halle wie in Hanau.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Sehr harter Tobak, aber eindringlich, anschaulich und aufrüttelnd.
Wenn man einer von Tausenden ist und die Demo friedlich verläuft ist Widerstand gegen Rechts eine Sache, in Ostdeutschland jedoch eine andere. In Zwickau bist du in der Minderheit. Jakob Springfeld wächst in einer weltoffenen Familie in einer rechts-konservativ geprägten Kleinstadt in Sachsen auf. Er berichtet davon wie er anfing die politischen Umstände wahrzunehmen, sich zu engagieren und lässt auch nicht seinen Sicht auf den NSU aus, deren zentralen Mitglieder ausgerechnet in seiner Heimatstadt wohnten. Ein aufrüttelndes Buch über Aufklärungsarbeit, vielen Infos zur NSU und deren Opfer, die Skandale um den NSU, die Reaktionen der Polizei, rechten Strukturen und was es bedeutet sich öffentlichkeitswirksam gegen Rechtsextreme zu stellen.

Lauter!!
Ja, ja und nochmal ja!! Da das Buch leider nur aus der Bücherei ausgeliehen ist, konnte ich nicht markieren, so wie ich wollte. Aber viele Fotos von Ausschnitten habe ich dennoch gemacht. Jakob ist jünger als ich und hat mit diesem Buch so abgeliefert, dass es für mich wirklich ein absolutes Highlight ist. Das habe ich absolut nicht erwartet, auch wenn ich dachte, dass ich das Buch mit Sicherheit mögen würde. Während ich mich aber mit 20 erst langsam in die linke Richtung orientiert und da erst langsam begriffen habe, was z. B. Feminismus wirklich bedeutet, hat der Autor sich schon lange politisiert und war aktiv. Er klärt in dem Buch nicht nur über seine eigene Geschichte in Zwickau auf, sondern behandelt auch den NSU, gibt den Opfern Sichtbarkeit und bringt schließlich auch seine eigene Meinung auf den Punkt. Ich liebe den Schreibstil, die Quellenverweise und die politische Sichtweise, die mir Hoffnung und Kraft gibt, nachdem ich jetzt lange im Dunklen gedümpelt bin, weil ich viel zu schwarz gesehen habe. Ich könnte noch mehr schreiben, aber ich glaube, um dem Buch gerecht zu werden, werde ich wohl nochmal einen Insta-Beitrag dazu raushauen. HIGHLIGHT!!! 💛

Können wir das zur Schullektüre machen???
Jakob erzählt von seinem Alltag als linker Aktivist in der sächsischen Kleinstadt Zwickau. Wie es ist in einer von Nazis geprägten Heimat aufzuwachsen und nach einer unbeschwerten Kindheit plötzlich der Wahrheit ins Auge zu sehen: der Nationalsozialismus, Rassismus, Hass, Anfeindungen... Das Alles war nie weg und ist präsenter denn je. Ich ziehe meinen Hut und fühle so sehr mit. Wie schwer es ist und was es psychisch mit einem macht, sich andauernd mit diesen Themen zu beschäftigen, etwas bewirken zu wollen und sich doch manchmal so kleine zu fühlen. Ein ganz große Empfehlung, Augenöffner und meiner Meinung nach Pflichtlektüre an jeder Schule.
Das sollte in Schulen als Lektüre verwendet werden!
Ja, ja und nochmal ja! Das Buch ist so real und zeigt die unverzierte Wahrheit. Es ist so wichtig das wir gegen den Rechtsextremismus kämpfen und ich finde Jakob Springfeld rüttelt einen mit diesem Buch richtig wach! Sollte meiner Meinung nach jeder mal lesen und auch in Schule als Lektüre genutzt werden, da diese Themen unglaublich wichtig sind.
Ein mutiger, junger, linker Aktivist, im Kampf um den Rechtsextremismus in Ostdeutschland. Erschreckend aber auch interessant.
Ein junger, linker Aktivist, erzählt über sein Aufwachsen in der Stadt Zwickau. Wir erleben hier eine Stadt, geprägt von Rechtsextremismus, wie es sonst nicht so extrem in Deutschland vorkommt. Es sind richtig erschreckende Szenen dabei, er nimmt kein Blatt vor dem Mund und zeigt auf, dass es immer noch genug Missstände diesbezüglich gibt vor allem beim Staat aber auch der Polizei. Er vertieft sich zusätzlich auch noch in die Geschichte rund um die 1990er Jahre, wo es noch ganz viel extremere Gewalt und auch Tote gegenüber Punks und Linken gab. Er gedenkt vielen Opfern und kann auch alles belegen. Interessant fand ich auch, dass er den wohl größten Fall in der Geschichte der Terrorgruppe NSU aufgezeigt hat, er hat jedem Opfer der drei Rechtsextremen, Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Bönhardt gedenkt und die komplette Geschichte erzählt. Hier sieht man erst richtig die Missstände und den Rassismus, den die Opfer bzw. die Angehörigen der Opfer durch Ermittler erlebt haben. Es ist absolut traurig und richtig erschreckend was auch heute noch im Osten abgeht und das sollte auch jeder lesen und nicht die Augen verschließen. Das Thema geht uns alle an, man sieht es Heute wieder deutlich.
Ich saß so oft kopfschüttelnd vor diesem Buch; aus verschiedenen Gründen wahrscheinlich. Ich weiß wie verbreitet rechte Gewalt immer noch oder eher gerade heute ist. Aber diese Schilderungen immer wieder vors Gesicht gehalten zu bekommen ist noch mal etwas komplett anderes. Es tut so weh und macht mich einfach immer wieder aufs Neue sprachlos, das Menschen so handeln können. Das sie denken würden Gewalt und Mord seien eine legitime Lösung (?) in ihrer Weltansicht. Mir macht das einfach nur Angst. Deswegen Danke, an jede:n Aktivist:in. Danke für diesen unerbittlichen Kampf gegen Rechts. Danke das ihr nicht schweigt. Danke das ihr laut seid für die, die es nicht immer sein können. Passt auf euch auf.

Hochachtung vor so viel Zivilcourage
Dieses Buch lag schon seit längerem bei mir auf dem SuB, auf Grund der jüngsten Ereignisse, war die Zeit es zu lesen gekommen… Ich bin mir ehrlicherweise nicht sicher, wie man eine treffende Rezension zu diesem Buch, zu Jakob’s Geschichte, schreiben kann, deshalb lass ich die 5 Sterne für sich sprechen. Respekt für Mut und Engagement, den kann ich zollen… Ein aufwühlendes Buch, dass Angst macht, aber auch Zuversicht gibt, denn solange es Menschen gibt, die für Toleranz, Antifaschismus und Demokratie kämpfen, besteht noch Hoffnung.
Unbedingte Empfehlung! So unheimlich gut und lebensnah, dabei auch erschreckend und doch aufbauend. Beim Lesen habe ich gedanklich mehr als einmal mit bei demonstriert und lautstark „Alerta“ gerufen, war wütend, konnte nicht fassen was dem Autor passiert ist und habe seine Resilienz und Zivilcourage bewundert. #fightracism 💪🏻❤️
Eindrucksvolles Buch über das Leben als linker Aktivist mit immer stärker werdendem Rechtsdruck. Unfassbar zu lesen, wie oft die Polizei bei Nazischikane wegschaut, ganz zu schweigen von den rassistischen und ignoranten Verfehlungen während der NSU in Deutschland wütete. Super gut recherchiert und mit Fakten gespickt spannend erzählt, was in der Zeit passiert ist, wo in Zwickau der NSU sein Hauptquartier hatte und wie die Stadt die Geschehnisse danach (erstmal nicht) aufgearbeitet hat. Eine Hommage an alle Antifaschist*innen und Aktivist*innen, aber auch ein klares Aufzeigen problematischer Strukturen und gefährlichen rechten Gedankenguts. Wir dürfen Rassismus und Nationalsozialismus nicht normalisieren und bagatellisieren, stattdessen weiter aufklären und dagegenhalten!! #niewiederistjetzt Hier ein paar meiner Lieblingsstellen, die leider immer noch viel zu aktuell in unserer Gesellschaft und System sind: „Für mich ist der NSU-Komplex deshalb auch eine Mahnung. Welcher Gefahr setzen sich diejenigen aus, die Hass und Rassismus anprangern, während andere schweigen und verharm-losen? Welcher Gefahr setzen sie sich aus, wenn im Zweifelsfall selbst auf die deutschen Sicherheitsbehörden kein Verlass ist, sie zu beschützen? Der NSU-Komplex ist für mich aber noch mehr. Er ist auch ein Zeugnis dafür, wie schnell die Menschen in diesem Land wieder vergessen, wie schnell sie zur Tagesordnung zurückkeh. ren. Was wie aus dem Nichts kam, rüttelte sie für kurze Zeit auf. dann verschwand es für die meisten wieder dort, wo es hergekommen ist ... im Nichts.“ (S.120) „Neonazis oder ihre Sympathisant*innen im Staatsdienst sind kein Phantom. Es gibt sie. Zuhauf. Es gibt so unendlich viele Beispiele dafür - und das in der gesamten Bundesrepublik.“ (S. 134) „Doch an Naivität und Unfähigkeit glaube ich trotzdem nicht. Das Verhalten der Beamt*innen folgt den Mustern des permanenten Verharmlosens, das auch in der Zwickauer Politik und Gesellschaft immer wieder zu beobachten ist.“ (ebd.) „In dieser Welt wurde die rechte Gefahr klar erkannt und benannt. Und ich fühlte mich ermutigt. Zugleich lebte ich in einer Welt, in der auch nach all den Enthüllungen um den NSU die Bedrohung durch Rechtsextreme einfach ignoriert wurde. Selbst von Polizei und Justiz.“ (S.137) „Ich lehne aus all diesen Gründen Gewalt in der politischen Auseinandersetzung ab. Dazu gehört auch Gewalt gegen Polizist*innen - sei es am 1. Mai oder zu G20-Protesten. Natürlich ist es frustrierend, wenn wir bei Protesten gegen Neonazis von Beamt*innen mit Pfefferspray malträtiert oder unnötig herumgeschubst werden. Natürlich ist es niederschmetternd, dass Antifaschist*innen immer wieder kriminalisiert werden, oft in einem Maße, dass man denken könnte, dass wir im Vergleich zu Corona-Leugner*innen und Neonazis die größere Gefahr für den Rechtsstaat und die freiheitlich-demokratische Grundordnung darstellten. Wenn es pro Jahr mindestens 12.000103 Verdachtsfälle ungerechtfertigter Polizeigewalt gibt, wenn wie neulich in Mannheim 104 Menschen nach oder durch Polizeige-walt ums Leben kommen und es nach wie vor keine unabhängigen Polizei-Beschwerdestellen gibt, dann sorgt das für Wut, berechtigte Wut.“ (S.153) „Warum interessiert es die Stadt einen Dreck, ob die Namen der Opfer auf den Gedenktafeln richtig oder falsch geschrieben wurden? Und warum darf die scheiß AfD, die mindestens als geistiger Brandstifter für Rechtsextremist*innen fungiert, bei jedem Gedenken hier an diesem Ort einen Gedenkkranz hin-legen? Das ist ekelhaft, ein Schlag ins Gesicht der Opfer, der Angehörigen und aller, die für ein echtes Gedenken kämpfen.“ (S.155) Und zum Schluss noch etwas aufbauendes und den Beweis, dass es sich lohnt in der Gemeinschaft miteinander zu kämpfen und sich dagegen zu stellen: „Ich möchte für die Zukunft meiner Generation kämpfen und klarmachen, dass es überall Verbündete dafür gibt, selbst an Orten wie Zwickau. Das Handeln für eine friedvolle, tolerante, antifaschistische Gesellschaft ist für mich eine logische Konsequenz aus den Krisen unserer Generation. Krisen, die wir nur gemeinsam bekämpfen können. Wir? Wir sind aktiv, wir sind solidarisch mit denjenigen, die wegen mieser Löhne, sozialer Ungleichheit oder dem Druck deutscher Asylbehörden nicht das Privileg haben, ihre Freizeit für politisches Engagement aufzuopfern.“ (S.172)
Danke
Was für ein krasses Buch. Keine leichte Kost, aber als mehr oder weniger "Local" habe ich nichts anderes erwartet. Viele der Stories und Erfahrungen haben mich so abgefucked, weil man die Frustration vor Ort und auch bei Jakob so spüren kann und sich da so reinversetzen kann. Aber danke, danke für's Fahne hochhalten und für deinen Einsatz & dass du deine Gedanken geteilt hast. Wow
Angst und Hoffnung
Dieses Buch hat mir Angst gemacht, hat mir vor Augen geführt wie zerrüttet Deutschland ist, vor allem das Sachsen aus dem ich komme. Es hat mir einmal mehr gezeigt wieso ich die Augen nicht verschließen darf. Wieso ich meinen Mund aufmachen MUSS. Wieso ich Menschen wiedersprechen MUSS wenn sie sich diskriminierend äußern. Das Buch hat mir scheiße dolle Angst gemacht, aber auch mindestens genau so viel Hoffnung gebracht. Es hat mir gezeigt obwohl man in Sachsen lebt, muss man kein Nazi sein. Es hat mir soo viel Hoffnung und Mut gegeben mich auch weiter einzusetzen für die Rechte benachteiligter Menschen.
Characteristics
1 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
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Zwischen Angst, Mut und Widerstand: Wie eine Jugend im Osten Deutschlands gegen Neonazis, rechte Gewalt und das große Schweigen kämpft. Was heißt es, jung zu sein in einer Stadt wie Zwickau – geprägt von rechter Gewalt, Alltagsrassismus und dem ständigen Gefühl, nie ganz sicher zu sein? Jakob Springfeld erzählt schonungslos, was es bedeutet, unter Nazis aufzuwachsen, politisch aktiv zu werden und trotzdem nicht aufzugeben. Inmitten von Pegida-Protesten, NSU-Komplex und der Flüchtlingskrise ringt eine Generation um ihre Stimme – und um ihre Sicherheit. Der Autor nimmt uns mit in seine Welt: Nächte voller Angst vor rechten Schlägertrupps, Solidarität in alternativen Rückzugsorten wie der Barrikade, und das ständige Abwägen zwischen Wegsehen und Widerstand. Es geht um echte Menschen, um Freundschaften, die an Hass wachsen, um Eltern, die zwischen Hoffnung und Sorge schwanken, um das Gefühl, nie ganz dazuzugehören – und trotzdem für eine offene Gesellschaft einzustehen. Mit direktem Blick auf die Realität in Sachsen, aber ohne Pathos, zeigt das Buch, wie politisches Engagement gegen Rechts im Alltag aussieht – inklusive Rückschlägen, Selbstzweifeln und kleinen Siegen. Wer sich fragt, wie sich Antifaschismus, Fridays for Future und politisches Erwachen anfühlen, findet hier Antworten, die unter die Haut gehen. Ein Buch, das nicht belehrt, sondern berührt – und Mut macht, nicht zu schweigen.
Book Information
Author Description
Jakob Springfeld ist Student und 2002 in Zwickau geboren und aufgewachsen. In Stuttgart erhielt er die Theodor-Heuss-Medaille für besonderes Engagement für Demokratie und Bürgerrechte. ZEIT-Campus hat ihn zu den 100 wichtigsten Ostdeutschen ernannt. In seinem Buch beschreibt er, warum im Osten der Boden für die Instrumentalisierung von Existenzängsten besonders fruchtbar ist. Aber struktureller Rassismus und Rechtsextremismus sind Probleme, aus denen eine gesamtdeutsche Bedrohung hervorgeht, in Halle wie in Hanau.
Posts
Sehr harter Tobak, aber eindringlich, anschaulich und aufrüttelnd.
Wenn man einer von Tausenden ist und die Demo friedlich verläuft ist Widerstand gegen Rechts eine Sache, in Ostdeutschland jedoch eine andere. In Zwickau bist du in der Minderheit. Jakob Springfeld wächst in einer weltoffenen Familie in einer rechts-konservativ geprägten Kleinstadt in Sachsen auf. Er berichtet davon wie er anfing die politischen Umstände wahrzunehmen, sich zu engagieren und lässt auch nicht seinen Sicht auf den NSU aus, deren zentralen Mitglieder ausgerechnet in seiner Heimatstadt wohnten. Ein aufrüttelndes Buch über Aufklärungsarbeit, vielen Infos zur NSU und deren Opfer, die Skandale um den NSU, die Reaktionen der Polizei, rechten Strukturen und was es bedeutet sich öffentlichkeitswirksam gegen Rechtsextreme zu stellen.

Lauter!!
Ja, ja und nochmal ja!! Da das Buch leider nur aus der Bücherei ausgeliehen ist, konnte ich nicht markieren, so wie ich wollte. Aber viele Fotos von Ausschnitten habe ich dennoch gemacht. Jakob ist jünger als ich und hat mit diesem Buch so abgeliefert, dass es für mich wirklich ein absolutes Highlight ist. Das habe ich absolut nicht erwartet, auch wenn ich dachte, dass ich das Buch mit Sicherheit mögen würde. Während ich mich aber mit 20 erst langsam in die linke Richtung orientiert und da erst langsam begriffen habe, was z. B. Feminismus wirklich bedeutet, hat der Autor sich schon lange politisiert und war aktiv. Er klärt in dem Buch nicht nur über seine eigene Geschichte in Zwickau auf, sondern behandelt auch den NSU, gibt den Opfern Sichtbarkeit und bringt schließlich auch seine eigene Meinung auf den Punkt. Ich liebe den Schreibstil, die Quellenverweise und die politische Sichtweise, die mir Hoffnung und Kraft gibt, nachdem ich jetzt lange im Dunklen gedümpelt bin, weil ich viel zu schwarz gesehen habe. Ich könnte noch mehr schreiben, aber ich glaube, um dem Buch gerecht zu werden, werde ich wohl nochmal einen Insta-Beitrag dazu raushauen. HIGHLIGHT!!! 💛

Können wir das zur Schullektüre machen???
Jakob erzählt von seinem Alltag als linker Aktivist in der sächsischen Kleinstadt Zwickau. Wie es ist in einer von Nazis geprägten Heimat aufzuwachsen und nach einer unbeschwerten Kindheit plötzlich der Wahrheit ins Auge zu sehen: der Nationalsozialismus, Rassismus, Hass, Anfeindungen... Das Alles war nie weg und ist präsenter denn je. Ich ziehe meinen Hut und fühle so sehr mit. Wie schwer es ist und was es psychisch mit einem macht, sich andauernd mit diesen Themen zu beschäftigen, etwas bewirken zu wollen und sich doch manchmal so kleine zu fühlen. Ein ganz große Empfehlung, Augenöffner und meiner Meinung nach Pflichtlektüre an jeder Schule.
Das sollte in Schulen als Lektüre verwendet werden!
Ja, ja und nochmal ja! Das Buch ist so real und zeigt die unverzierte Wahrheit. Es ist so wichtig das wir gegen den Rechtsextremismus kämpfen und ich finde Jakob Springfeld rüttelt einen mit diesem Buch richtig wach! Sollte meiner Meinung nach jeder mal lesen und auch in Schule als Lektüre genutzt werden, da diese Themen unglaublich wichtig sind.
Ein mutiger, junger, linker Aktivist, im Kampf um den Rechtsextremismus in Ostdeutschland. Erschreckend aber auch interessant.
Ein junger, linker Aktivist, erzählt über sein Aufwachsen in der Stadt Zwickau. Wir erleben hier eine Stadt, geprägt von Rechtsextremismus, wie es sonst nicht so extrem in Deutschland vorkommt. Es sind richtig erschreckende Szenen dabei, er nimmt kein Blatt vor dem Mund und zeigt auf, dass es immer noch genug Missstände diesbezüglich gibt vor allem beim Staat aber auch der Polizei. Er vertieft sich zusätzlich auch noch in die Geschichte rund um die 1990er Jahre, wo es noch ganz viel extremere Gewalt und auch Tote gegenüber Punks und Linken gab. Er gedenkt vielen Opfern und kann auch alles belegen. Interessant fand ich auch, dass er den wohl größten Fall in der Geschichte der Terrorgruppe NSU aufgezeigt hat, er hat jedem Opfer der drei Rechtsextremen, Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Bönhardt gedenkt und die komplette Geschichte erzählt. Hier sieht man erst richtig die Missstände und den Rassismus, den die Opfer bzw. die Angehörigen der Opfer durch Ermittler erlebt haben. Es ist absolut traurig und richtig erschreckend was auch heute noch im Osten abgeht und das sollte auch jeder lesen und nicht die Augen verschließen. Das Thema geht uns alle an, man sieht es Heute wieder deutlich.
Ich saß so oft kopfschüttelnd vor diesem Buch; aus verschiedenen Gründen wahrscheinlich. Ich weiß wie verbreitet rechte Gewalt immer noch oder eher gerade heute ist. Aber diese Schilderungen immer wieder vors Gesicht gehalten zu bekommen ist noch mal etwas komplett anderes. Es tut so weh und macht mich einfach immer wieder aufs Neue sprachlos, das Menschen so handeln können. Das sie denken würden Gewalt und Mord seien eine legitime Lösung (?) in ihrer Weltansicht. Mir macht das einfach nur Angst. Deswegen Danke, an jede:n Aktivist:in. Danke für diesen unerbittlichen Kampf gegen Rechts. Danke das ihr nicht schweigt. Danke das ihr laut seid für die, die es nicht immer sein können. Passt auf euch auf.

Hochachtung vor so viel Zivilcourage
Dieses Buch lag schon seit längerem bei mir auf dem SuB, auf Grund der jüngsten Ereignisse, war die Zeit es zu lesen gekommen… Ich bin mir ehrlicherweise nicht sicher, wie man eine treffende Rezension zu diesem Buch, zu Jakob’s Geschichte, schreiben kann, deshalb lass ich die 5 Sterne für sich sprechen. Respekt für Mut und Engagement, den kann ich zollen… Ein aufwühlendes Buch, dass Angst macht, aber auch Zuversicht gibt, denn solange es Menschen gibt, die für Toleranz, Antifaschismus und Demokratie kämpfen, besteht noch Hoffnung.
Unbedingte Empfehlung! So unheimlich gut und lebensnah, dabei auch erschreckend und doch aufbauend. Beim Lesen habe ich gedanklich mehr als einmal mit bei demonstriert und lautstark „Alerta“ gerufen, war wütend, konnte nicht fassen was dem Autor passiert ist und habe seine Resilienz und Zivilcourage bewundert. #fightracism 💪🏻❤️
Eindrucksvolles Buch über das Leben als linker Aktivist mit immer stärker werdendem Rechtsdruck. Unfassbar zu lesen, wie oft die Polizei bei Nazischikane wegschaut, ganz zu schweigen von den rassistischen und ignoranten Verfehlungen während der NSU in Deutschland wütete. Super gut recherchiert und mit Fakten gespickt spannend erzählt, was in der Zeit passiert ist, wo in Zwickau der NSU sein Hauptquartier hatte und wie die Stadt die Geschehnisse danach (erstmal nicht) aufgearbeitet hat. Eine Hommage an alle Antifaschist*innen und Aktivist*innen, aber auch ein klares Aufzeigen problematischer Strukturen und gefährlichen rechten Gedankenguts. Wir dürfen Rassismus und Nationalsozialismus nicht normalisieren und bagatellisieren, stattdessen weiter aufklären und dagegenhalten!! #niewiederistjetzt Hier ein paar meiner Lieblingsstellen, die leider immer noch viel zu aktuell in unserer Gesellschaft und System sind: „Für mich ist der NSU-Komplex deshalb auch eine Mahnung. Welcher Gefahr setzen sich diejenigen aus, die Hass und Rassismus anprangern, während andere schweigen und verharm-losen? Welcher Gefahr setzen sie sich aus, wenn im Zweifelsfall selbst auf die deutschen Sicherheitsbehörden kein Verlass ist, sie zu beschützen? Der NSU-Komplex ist für mich aber noch mehr. Er ist auch ein Zeugnis dafür, wie schnell die Menschen in diesem Land wieder vergessen, wie schnell sie zur Tagesordnung zurückkeh. ren. Was wie aus dem Nichts kam, rüttelte sie für kurze Zeit auf. dann verschwand es für die meisten wieder dort, wo es hergekommen ist ... im Nichts.“ (S.120) „Neonazis oder ihre Sympathisant*innen im Staatsdienst sind kein Phantom. Es gibt sie. Zuhauf. Es gibt so unendlich viele Beispiele dafür - und das in der gesamten Bundesrepublik.“ (S. 134) „Doch an Naivität und Unfähigkeit glaube ich trotzdem nicht. Das Verhalten der Beamt*innen folgt den Mustern des permanenten Verharmlosens, das auch in der Zwickauer Politik und Gesellschaft immer wieder zu beobachten ist.“ (ebd.) „In dieser Welt wurde die rechte Gefahr klar erkannt und benannt. Und ich fühlte mich ermutigt. Zugleich lebte ich in einer Welt, in der auch nach all den Enthüllungen um den NSU die Bedrohung durch Rechtsextreme einfach ignoriert wurde. Selbst von Polizei und Justiz.“ (S.137) „Ich lehne aus all diesen Gründen Gewalt in der politischen Auseinandersetzung ab. Dazu gehört auch Gewalt gegen Polizist*innen - sei es am 1. Mai oder zu G20-Protesten. Natürlich ist es frustrierend, wenn wir bei Protesten gegen Neonazis von Beamt*innen mit Pfefferspray malträtiert oder unnötig herumgeschubst werden. Natürlich ist es niederschmetternd, dass Antifaschist*innen immer wieder kriminalisiert werden, oft in einem Maße, dass man denken könnte, dass wir im Vergleich zu Corona-Leugner*innen und Neonazis die größere Gefahr für den Rechtsstaat und die freiheitlich-demokratische Grundordnung darstellten. Wenn es pro Jahr mindestens 12.000103 Verdachtsfälle ungerechtfertigter Polizeigewalt gibt, wenn wie neulich in Mannheim 104 Menschen nach oder durch Polizeige-walt ums Leben kommen und es nach wie vor keine unabhängigen Polizei-Beschwerdestellen gibt, dann sorgt das für Wut, berechtigte Wut.“ (S.153) „Warum interessiert es die Stadt einen Dreck, ob die Namen der Opfer auf den Gedenktafeln richtig oder falsch geschrieben wurden? Und warum darf die scheiß AfD, die mindestens als geistiger Brandstifter für Rechtsextremist*innen fungiert, bei jedem Gedenken hier an diesem Ort einen Gedenkkranz hin-legen? Das ist ekelhaft, ein Schlag ins Gesicht der Opfer, der Angehörigen und aller, die für ein echtes Gedenken kämpfen.“ (S.155) Und zum Schluss noch etwas aufbauendes und den Beweis, dass es sich lohnt in der Gemeinschaft miteinander zu kämpfen und sich dagegen zu stellen: „Ich möchte für die Zukunft meiner Generation kämpfen und klarmachen, dass es überall Verbündete dafür gibt, selbst an Orten wie Zwickau. Das Handeln für eine friedvolle, tolerante, antifaschistische Gesellschaft ist für mich eine logische Konsequenz aus den Krisen unserer Generation. Krisen, die wir nur gemeinsam bekämpfen können. Wir? Wir sind aktiv, wir sind solidarisch mit denjenigen, die wegen mieser Löhne, sozialer Ungleichheit oder dem Druck deutscher Asylbehörden nicht das Privileg haben, ihre Freizeit für politisches Engagement aufzuopfern.“ (S.172)
Danke
Was für ein krasses Buch. Keine leichte Kost, aber als mehr oder weniger "Local" habe ich nichts anderes erwartet. Viele der Stories und Erfahrungen haben mich so abgefucked, weil man die Frustration vor Ort und auch bei Jakob so spüren kann und sich da so reinversetzen kann. Aber danke, danke für's Fahne hochhalten und für deinen Einsatz & dass du deine Gedanken geteilt hast. Wow
Angst und Hoffnung
Dieses Buch hat mir Angst gemacht, hat mir vor Augen geführt wie zerrüttet Deutschland ist, vor allem das Sachsen aus dem ich komme. Es hat mir einmal mehr gezeigt wieso ich die Augen nicht verschließen darf. Wieso ich meinen Mund aufmachen MUSS. Wieso ich Menschen wiedersprechen MUSS wenn sie sich diskriminierend äußern. Das Buch hat mir scheiße dolle Angst gemacht, aber auch mindestens genau so viel Hoffnung gebracht. Es hat mir gezeigt obwohl man in Sachsen lebt, muss man kein Nazi sein. Es hat mir soo viel Hoffnung und Mut gegeben mich auch weiter einzusetzen für die Rechte benachteiligter Menschen.




















