Nil
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Description
Book Information
Author Description
Anna Baar wurde in Zagreb (ehem. Jugoslawien) geboren und lebt in Klagenfurt und Wien. Ihre Romane, Kurzgeschichten, Erzählungen und Essays wurden vielfach ausgezeichnet. Ihr Debütroman »Die Farbe des Granatapfels« stand drei Monate auf der ORF-Bestenliste, ihr Roman »Nil« auf der Shortlist des Österreichischen Buchpreises 2021. 2022 erhielt sie den Großen Österreichischen Staatspreis und 2023 den Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau.
Posts
Sprachlich grandios, inhaltlich verwirrend und abwegig. Ich mochte besonders den Beginn des Buches, mit der Zeit wurde es immer verworrener, sodass ich am Ende nicht ganz weiß, was ich von dem Buch halten soll. Der Schreibstil und die Kunst, mit Worten umzugehen und Sätze zu konstruieren hat mich beeindruckt, es sind viele wunderschöne Zitate dabei - und viele Sätze die eine ganze gesellschaftliche Diskussion enthalten können. Die Story ist mir aber leider zu abgedreht und ich kam irgendwann nicht mehr mit. Ist also nicht für jede*n was, würde ich sagen.
Virtuose, teils witzige Sprache, Realität oder (und?) Fiction. Gegenwart kollidiert mit Kindheitserinnerungen der Erzählerin und mixt sich in einer unfertigen Fortsetzungsgeschichte die die Erzählerin / Autorin fertigstellen muss, doch alles könnte wahr werden, die Notizen werden desshalb wieder vernichtet. Oder ist schon alles wahr, wer ist wer etc.. etc. ?? Trotz einigen gelungenen Textpassagen (siehe unten) habe ich das Buch abgebrochen. [..Natürlich zeigte Mama wieder den Videofilm: Das Kind an seinem Geburtstag, kurz nach dem langen Fieber. Sie nippte nervös am Schnaps, wiegte bedrückt den Kopf. Schau wie blass du noch warst! und kommentierte noch alles - wohl weil es ein Stummfilm ist. In einer längeren Szene sieht man das Kind mit verbundenen Augen, einen Kochlöffel in der Hand, über den Teppich krabbeln, unentwegt klopft es dabei auf den Wohnzimmerboden. Zweimal, dreimal stösst es wo an, am Tischbein, am Divan, zuletzt am Klavier. Dann grinst es und schlägt in die Luft. Schau wie lustig du warst! Aber das Kind ist nicht ich. Zwar besitzt es ähnliche Züge, doch ist es mir völlig fremd, wie es sich durch den Raum bewegt als gehöre mein Leben ihm, ohne mich darum zu bitten. Sicher, es sieht die Zeit nicht voraus in der sich sein eigenes Schicksal vollzieht, sieht noch nicht das es gebrochen wird, damit ein anderer aus ihm entsteht und wieder ein neuer und wieder ein Häuten, Knacken und Schälen bei lebendigem Leib bis sich der letzte in Falten legt und das Zeitliche segnet. Geht da einer verloren, kommt da einer hinzu? Hat das Kind eine Ahnung? Vielleicht weiss das Kind mehr als ich..]
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Anna Baar wurde in Zagreb (ehem. Jugoslawien) geboren und lebt in Klagenfurt und Wien. Ihre Romane, Kurzgeschichten, Erzählungen und Essays wurden vielfach ausgezeichnet. Ihr Debütroman »Die Farbe des Granatapfels« stand drei Monate auf der ORF-Bestenliste, ihr Roman »Nil« auf der Shortlist des Österreichischen Buchpreises 2021. 2022 erhielt sie den Großen Österreichischen Staatspreis und 2023 den Brüder-Grimm-Preis der Stadt Hanau.
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Sprachlich grandios, inhaltlich verwirrend und abwegig. Ich mochte besonders den Beginn des Buches, mit der Zeit wurde es immer verworrener, sodass ich am Ende nicht ganz weiß, was ich von dem Buch halten soll. Der Schreibstil und die Kunst, mit Worten umzugehen und Sätze zu konstruieren hat mich beeindruckt, es sind viele wunderschöne Zitate dabei - und viele Sätze die eine ganze gesellschaftliche Diskussion enthalten können. Die Story ist mir aber leider zu abgedreht und ich kam irgendwann nicht mehr mit. Ist also nicht für jede*n was, würde ich sagen.
Virtuose, teils witzige Sprache, Realität oder (und?) Fiction. Gegenwart kollidiert mit Kindheitserinnerungen der Erzählerin und mixt sich in einer unfertigen Fortsetzungsgeschichte die die Erzählerin / Autorin fertigstellen muss, doch alles könnte wahr werden, die Notizen werden desshalb wieder vernichtet. Oder ist schon alles wahr, wer ist wer etc.. etc. ?? Trotz einigen gelungenen Textpassagen (siehe unten) habe ich das Buch abgebrochen. [..Natürlich zeigte Mama wieder den Videofilm: Das Kind an seinem Geburtstag, kurz nach dem langen Fieber. Sie nippte nervös am Schnaps, wiegte bedrückt den Kopf. Schau wie blass du noch warst! und kommentierte noch alles - wohl weil es ein Stummfilm ist. In einer längeren Szene sieht man das Kind mit verbundenen Augen, einen Kochlöffel in der Hand, über den Teppich krabbeln, unentwegt klopft es dabei auf den Wohnzimmerboden. Zweimal, dreimal stösst es wo an, am Tischbein, am Divan, zuletzt am Klavier. Dann grinst es und schlägt in die Luft. Schau wie lustig du warst! Aber das Kind ist nicht ich. Zwar besitzt es ähnliche Züge, doch ist es mir völlig fremd, wie es sich durch den Raum bewegt als gehöre mein Leben ihm, ohne mich darum zu bitten. Sicher, es sieht die Zeit nicht voraus in der sich sein eigenes Schicksal vollzieht, sieht noch nicht das es gebrochen wird, damit ein anderer aus ihm entsteht und wieder ein neuer und wieder ein Häuten, Knacken und Schälen bei lebendigem Leib bis sich der letzte in Falten legt und das Zeitliche segnet. Geht da einer verloren, kommt da einer hinzu? Hat das Kind eine Ahnung? Vielleicht weiss das Kind mehr als ich..]





