Die Spiele
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Description
Book Information
Author Description
STEPHAN SCHMIDT wurde 1972 im hessischen Biedenkopf geboren. Bereits als Student zog es ihn für je ein Jahr nach China, Taiwan und Japan. Nach der Promotion im Fach Philosophie folgte ein längerer Aufenthalt als Mitarbeiter an verschiedenen Forschungseinrichtungen in Taipeh. Unter anderem Namen hat er bereits fünf Romane veröffentlicht, von denen drei auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis sowie der SPIEGEL-Bestsellerliste standen. Stephan Schmidt lebt mit seiner Frau in Taipeh.
Posts
Interessanter Polit-Krimi. Hier geht es zum einen um die Situation der sogenannten "Madgermanes" - das waren Mosambikaner, die zum Arbeiten in die DDR kamen und als sie nach dem Mauerfall zurückgekehrt sind in ihre Heimat, hat sich niemand für die Auszahlung der Löhne zuständig gefühlt. Das war mir bisher unbekannt. Zum anderen bekommt man Einblicke in das Leben im chinesischen Überwachungsstaat.
Ganz interessante Idee, aber Recht langatmig
Interessant, aber etwas langatmig Im Buch "die Spiele" dreht sich alles um die olympischen Spiele in China. Als dort ein Mord an einem IOC-Funktionär passiert, durchgeführt von einem Journalisten, der sich angeblich an nichts erinnern kann, hat die Protagonistin Lena, eine Diplomantin, alle Hände voll zu tun, denn nicht nur die chinesischen Behörden sondern auch die Presse und die Bundeskanzlerin sind sehr an der Aufklärung interessiert. Zu Beginn ist das Buch sehr mysteriös und verworren, aber durch eine sehr frische Idee doch sehr interessant. Schließlich taucht man immer tiefer in die Geschichte der DDR und auch in die Verhältnisse von China und dem afrikanischem Kontinent ein und relativ schnell wird es doch etwas verworren, gerade wenn man in diesem Themen nicht drin ist. Dazu konnte man teilweise durch die Kapitelüberschriften nicht genau erahnen, wo bzw. wann man sich gerade befindet und wer gerade der Erzähler ist, das man beim Lesen gut konzentriert bleiben musste. Das sorgt natürlich dafür, dass man das Buch nicht einfach so nebenbei lesen kann und wenn einem diese Themen nicht ganz so interessieren, ist es schwer komplett am Ball zu bleiben. Ich bin Polit-Thrillern nicht abgeneigt, aber diesem hier fehlten ein paar überraschende Wenden oder auch einfach nur spannende Ereignisse. Es gab viele Gespräche und einige Rückblenden und natürlich ist die chinesische Regierung und der Polizeiapparat in der Geschichte nicht zu unterschätzen, aber das überrascht wohl die wenigsten Leser. Die Geschichte ist sehr dicht geschrieben und vollgepackt mit Informationen, aber dafür fehlen leider ein paar spannende Szenen, die das ganze vielleicht etwas auflockern könnten. Die Figuren, außer vielleicht die Protagonistin Lena, bleiben leider auch recht blass und so ist es einem auch ein wenig egal, welches Schicksal diese Figuren am Ende ereilen wird. Fazit: Ganz spannende Idee und bestimmt steckt in dieser Geschichte auch eine große Portion Wahrheit, aber leider für einen Krimi doch ein bisschen langatmig und wenig ereignisreich, was das Thema Mord und Ermittlungen angeht.
Brisant und spannend
Das Buchcover hat mich mit seinen krellbunten Farben und chinesischen Schriftzeichen sofort angesprochen. Der Buchtitel ist zweideutig und macht neugierig auf den Inhalt. Der Klappentext klingt vielversprechend. Ein außergewöhnlicher Politthriller um die Vergabe der Olympischen Spiele. Den Leser erwartet ein spannendes Szenario aus Verstrickungen, Korruption, Vergangenheit und Gegenwart. Der Journalist Thomas Gärtner spielt eine Schlüsselrolle in dem spannend aufgebauten Roman. Besonders gespannt war ich, inwieweit dieses interessante Thema im Roman aufgearbeitet wird, wieviel Autoren-Recherche zwischen der Vergangenheit der Mosambikanischen Arbeiter in den Leuna-Werken zu DDR-Zeiten, deren weiteres Leben in ihrer Heimat und dem Tatort Shanghai möglich und realistisch war und wie der Autor darauf seinen Roman aufgebaut hat. Am Ende des Romans erhält darauf der Leser die Antwort von Stephan Schmidt, was ich persönlich sehr gut finde. Ich bin immer begeistert, wenn Schriftsteller meine aufkommenden Fragen beantworten und Erklärungen finden, obwohl sie diese gar nicht kennen. In dem Moment bin ich mir sicher, dass auch Stephan Schmidt sein Buch aus der Sicht des Lesers betrachtet und liest. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Allerdings muss ich feststellen, dass der Politthriller dem Leser einiges abverlangt. Zum einen sind es die geschichtlichen Hintergründe, zum anderen ein notwendiges Wissen und Interesse an den politischen Inhalten. Das Buch beinhaltet zwei Handlungsebenen, die zeitlich unterschiedlich verlaufen, aber in engem Zusammenhang stehen. Es beginnt in Mosambik 1994, als sich der deutsche Journalist Thomas Gärtner mehr zufällig mit dem „Madgermanes“ Charles Murandi anfreundet. Er erfährt von Murandi, dass dieser und viele andere Mosambikaner zu DDR-Zeiten als Hilfsarbeiter in einem Chemiewerk gearbeitet hatten und nach ihrer Rückkehr nach Afrika vor dem Nichts standen. Weiterer Handlungsort ist Shanghai 2021, wo der IOC zur Vergabe der olympischen Spiele 2032 tagt. Charles Murandi ist IOC-Vertreter seines Landes. Sein Tod, ein eigenartiger Mordfall, hat sowohl politisch als auch persönlich motivierte Gründe. Stepahn Schmidt gelingt es einen interessanten Spannungsbogen zwischen dem Mord, den zum Teil recht zwielichtigen Umständen bei der Vergabe der olympischen Spiele und den speziellen Ermittlungen der chinesischen Polizei in dem Mordfall zu ziehen. Als Asienkenner legt er einen besonderen Fokus auf die Verbindungen von Politik und Wirtschaft, Sport und Geschichte. Leider gerät da der Krimianteil um den Mord an Murandi etwas in den Hintergrund. Thomas Gärtner, der deutsche Journalist ohne Akkreditierung für Shanghai, gerät schnell in den Fokus der Ermittlungen der chinesischen Polizei. Hilfe bekommt Gärtner von der jungen Konsulatsbeamtin Lena Hechfellner , die diesen brisanten Fall lösen will. Stephan Schmidt schreibt verständlich, gibt ungewohnt viele Einblicke in die chinesische Lebensrealität, zeigt viele politische Aspekte auch mit der Vergabe der olympischen Spiele auf und die wirtschaftlichen Interessen Chinas an Afrika. Das Buch ist spannend, weil die Anzahl der potentiellen Täter nicht gering und bis zum Ende offen ist. Die Thematik der Handlungsebenen sind tief miteinander verwoben, so dass ich beim Lesen Pausen eingelegen musste, um die teilweisen Sprünge zwischen Handlungsort und -zeit besser vorstellen und einordnen zu können. Der Hauptprotagonist Thomas Gärtner ist allerdings auch ein teilweise eigenartiger Zeitgenosse. Sicherlich dient seine etwas schnodderige Art auch zur Belebung des Krimis bei. Auch die anderen Protagonisten und Protagonistinnen sind mir allesamt unsympathisch. Jeder von ihnen ist egoistisch und sieht nur seine Vorteile.
Spannend und Verwirrend zugleich. Das Buch versucht eine Brücke zwischen Europa, Afrika und Asien zu schlagen. Und das als Krimi getarnt um die Vergabe der Olympischen Spiele. Journalisten treffen auf Funktionäre, Konsulatsmitarbeiter und chinesische Staatsbedienstete. Der Wechsel der verschiedenen Zeiten und Erzählperspektiven macht es herausfordernd alles zu verstehen.
Politisches, nicht sofort offensichtliches Katz- und Maus- sowie Machtspielchen der Nationen. Spice subtil, in Wort und Tat vorhanden. Interessante Einblicke in das offizielle und inoffizielle chinesische "Regelwerk", zB zur Ein- bzw Zwei-Kind-Politik. Verschiedene Zeitebenen, überschaubare Menge an Charakteren, gern gehört.
02. Buch im Jahr 2024 Das Buch war für mich ziemlich solide. Es hat mich weder enttäuscht noch total begeistert. Ich mochte an dem Buch die politische Situation bzw. wie diese beschrieben wurde. Auch die damit einhergehende Gesellschaftskritik. Allerdings wurde wirklich oft zwischen Zeitpunkten und Personen hinundhergesprungen was für mich persönlich manchmal zu verwirrend war, sodass ich weniger Spaß daran hatte die Handlung zu verfolgen. Auch die Charaktere waren mir manchmal zu unnahbar und ich hätte mir eine größere emotionale Bindung zu ihnen gewünscht. Also wie bereits gesagt: Für mich vollkommen solide, mehr aber auch nicht. Daher bekommt das Buch von mir 3⭐
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STEPHAN SCHMIDT wurde 1972 im hessischen Biedenkopf geboren. Bereits als Student zog es ihn für je ein Jahr nach China, Taiwan und Japan. Nach der Promotion im Fach Philosophie folgte ein längerer Aufenthalt als Mitarbeiter an verschiedenen Forschungseinrichtungen in Taipeh. Unter anderem Namen hat er bereits fünf Romane veröffentlicht, von denen drei auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis sowie der SPIEGEL-Bestsellerliste standen. Stephan Schmidt lebt mit seiner Frau in Taipeh.
Posts
Interessanter Polit-Krimi. Hier geht es zum einen um die Situation der sogenannten "Madgermanes" - das waren Mosambikaner, die zum Arbeiten in die DDR kamen und als sie nach dem Mauerfall zurückgekehrt sind in ihre Heimat, hat sich niemand für die Auszahlung der Löhne zuständig gefühlt. Das war mir bisher unbekannt. Zum anderen bekommt man Einblicke in das Leben im chinesischen Überwachungsstaat.
Ganz interessante Idee, aber Recht langatmig
Interessant, aber etwas langatmig Im Buch "die Spiele" dreht sich alles um die olympischen Spiele in China. Als dort ein Mord an einem IOC-Funktionär passiert, durchgeführt von einem Journalisten, der sich angeblich an nichts erinnern kann, hat die Protagonistin Lena, eine Diplomantin, alle Hände voll zu tun, denn nicht nur die chinesischen Behörden sondern auch die Presse und die Bundeskanzlerin sind sehr an der Aufklärung interessiert. Zu Beginn ist das Buch sehr mysteriös und verworren, aber durch eine sehr frische Idee doch sehr interessant. Schließlich taucht man immer tiefer in die Geschichte der DDR und auch in die Verhältnisse von China und dem afrikanischem Kontinent ein und relativ schnell wird es doch etwas verworren, gerade wenn man in diesem Themen nicht drin ist. Dazu konnte man teilweise durch die Kapitelüberschriften nicht genau erahnen, wo bzw. wann man sich gerade befindet und wer gerade der Erzähler ist, das man beim Lesen gut konzentriert bleiben musste. Das sorgt natürlich dafür, dass man das Buch nicht einfach so nebenbei lesen kann und wenn einem diese Themen nicht ganz so interessieren, ist es schwer komplett am Ball zu bleiben. Ich bin Polit-Thrillern nicht abgeneigt, aber diesem hier fehlten ein paar überraschende Wenden oder auch einfach nur spannende Ereignisse. Es gab viele Gespräche und einige Rückblenden und natürlich ist die chinesische Regierung und der Polizeiapparat in der Geschichte nicht zu unterschätzen, aber das überrascht wohl die wenigsten Leser. Die Geschichte ist sehr dicht geschrieben und vollgepackt mit Informationen, aber dafür fehlen leider ein paar spannende Szenen, die das ganze vielleicht etwas auflockern könnten. Die Figuren, außer vielleicht die Protagonistin Lena, bleiben leider auch recht blass und so ist es einem auch ein wenig egal, welches Schicksal diese Figuren am Ende ereilen wird. Fazit: Ganz spannende Idee und bestimmt steckt in dieser Geschichte auch eine große Portion Wahrheit, aber leider für einen Krimi doch ein bisschen langatmig und wenig ereignisreich, was das Thema Mord und Ermittlungen angeht.
Brisant und spannend
Das Buchcover hat mich mit seinen krellbunten Farben und chinesischen Schriftzeichen sofort angesprochen. Der Buchtitel ist zweideutig und macht neugierig auf den Inhalt. Der Klappentext klingt vielversprechend. Ein außergewöhnlicher Politthriller um die Vergabe der Olympischen Spiele. Den Leser erwartet ein spannendes Szenario aus Verstrickungen, Korruption, Vergangenheit und Gegenwart. Der Journalist Thomas Gärtner spielt eine Schlüsselrolle in dem spannend aufgebauten Roman. Besonders gespannt war ich, inwieweit dieses interessante Thema im Roman aufgearbeitet wird, wieviel Autoren-Recherche zwischen der Vergangenheit der Mosambikanischen Arbeiter in den Leuna-Werken zu DDR-Zeiten, deren weiteres Leben in ihrer Heimat und dem Tatort Shanghai möglich und realistisch war und wie der Autor darauf seinen Roman aufgebaut hat. Am Ende des Romans erhält darauf der Leser die Antwort von Stephan Schmidt, was ich persönlich sehr gut finde. Ich bin immer begeistert, wenn Schriftsteller meine aufkommenden Fragen beantworten und Erklärungen finden, obwohl sie diese gar nicht kennen. In dem Moment bin ich mir sicher, dass auch Stephan Schmidt sein Buch aus der Sicht des Lesers betrachtet und liest. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Allerdings muss ich feststellen, dass der Politthriller dem Leser einiges abverlangt. Zum einen sind es die geschichtlichen Hintergründe, zum anderen ein notwendiges Wissen und Interesse an den politischen Inhalten. Das Buch beinhaltet zwei Handlungsebenen, die zeitlich unterschiedlich verlaufen, aber in engem Zusammenhang stehen. Es beginnt in Mosambik 1994, als sich der deutsche Journalist Thomas Gärtner mehr zufällig mit dem „Madgermanes“ Charles Murandi anfreundet. Er erfährt von Murandi, dass dieser und viele andere Mosambikaner zu DDR-Zeiten als Hilfsarbeiter in einem Chemiewerk gearbeitet hatten und nach ihrer Rückkehr nach Afrika vor dem Nichts standen. Weiterer Handlungsort ist Shanghai 2021, wo der IOC zur Vergabe der olympischen Spiele 2032 tagt. Charles Murandi ist IOC-Vertreter seines Landes. Sein Tod, ein eigenartiger Mordfall, hat sowohl politisch als auch persönlich motivierte Gründe. Stepahn Schmidt gelingt es einen interessanten Spannungsbogen zwischen dem Mord, den zum Teil recht zwielichtigen Umständen bei der Vergabe der olympischen Spiele und den speziellen Ermittlungen der chinesischen Polizei in dem Mordfall zu ziehen. Als Asienkenner legt er einen besonderen Fokus auf die Verbindungen von Politik und Wirtschaft, Sport und Geschichte. Leider gerät da der Krimianteil um den Mord an Murandi etwas in den Hintergrund. Thomas Gärtner, der deutsche Journalist ohne Akkreditierung für Shanghai, gerät schnell in den Fokus der Ermittlungen der chinesischen Polizei. Hilfe bekommt Gärtner von der jungen Konsulatsbeamtin Lena Hechfellner , die diesen brisanten Fall lösen will. Stephan Schmidt schreibt verständlich, gibt ungewohnt viele Einblicke in die chinesische Lebensrealität, zeigt viele politische Aspekte auch mit der Vergabe der olympischen Spiele auf und die wirtschaftlichen Interessen Chinas an Afrika. Das Buch ist spannend, weil die Anzahl der potentiellen Täter nicht gering und bis zum Ende offen ist. Die Thematik der Handlungsebenen sind tief miteinander verwoben, so dass ich beim Lesen Pausen eingelegen musste, um die teilweisen Sprünge zwischen Handlungsort und -zeit besser vorstellen und einordnen zu können. Der Hauptprotagonist Thomas Gärtner ist allerdings auch ein teilweise eigenartiger Zeitgenosse. Sicherlich dient seine etwas schnodderige Art auch zur Belebung des Krimis bei. Auch die anderen Protagonisten und Protagonistinnen sind mir allesamt unsympathisch. Jeder von ihnen ist egoistisch und sieht nur seine Vorteile.
Spannend und Verwirrend zugleich. Das Buch versucht eine Brücke zwischen Europa, Afrika und Asien zu schlagen. Und das als Krimi getarnt um die Vergabe der Olympischen Spiele. Journalisten treffen auf Funktionäre, Konsulatsmitarbeiter und chinesische Staatsbedienstete. Der Wechsel der verschiedenen Zeiten und Erzählperspektiven macht es herausfordernd alles zu verstehen.
Politisches, nicht sofort offensichtliches Katz- und Maus- sowie Machtspielchen der Nationen. Spice subtil, in Wort und Tat vorhanden. Interessante Einblicke in das offizielle und inoffizielle chinesische "Regelwerk", zB zur Ein- bzw Zwei-Kind-Politik. Verschiedene Zeitebenen, überschaubare Menge an Charakteren, gern gehört.
02. Buch im Jahr 2024 Das Buch war für mich ziemlich solide. Es hat mich weder enttäuscht noch total begeistert. Ich mochte an dem Buch die politische Situation bzw. wie diese beschrieben wurde. Auch die damit einhergehende Gesellschaftskritik. Allerdings wurde wirklich oft zwischen Zeitpunkten und Personen hinundhergesprungen was für mich persönlich manchmal zu verwirrend war, sodass ich weniger Spaß daran hatte die Handlung zu verfolgen. Auch die Charaktere waren mir manchmal zu unnahbar und ich hätte mir eine größere emotionale Bindung zu ihnen gewünscht. Also wie bereits gesagt: Für mich vollkommen solide, mehr aber auch nicht. Daher bekommt das Buch von mir 3⭐











