Das Zimmer
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Description
Book Information
Posts
Anders als erwartet…
Obwohl Nicola diejenige ist, die an Krebs erkrankt ist und ich von mir selbst erwartet hätte, dass ich jegliche ihrer Entscheidungen respektieren und akzeptieren könnte und ich Mitgefühl für sie empfinden würde, war sie mir einfach nur extrem unsympathisch! Sie ging mir sogar total auf die Nerven und ich konnte mich zu 100% mit Helen identifizieren. Leider hat mich dann auch noch das Ende des Buches enttäuscht, ich hatte das Gefühl, dass auf den letzten Seiten dann noch eben schnell ein Ende reingequetscht werden muss und man urplötzlich die „Siebenmeilenstiefel“ anzieht. Der Tempowechsel im Schreibstil hat mich mega enttäuscht zurückgelassen. Alles in allem somit keine Leseempfehlung meinerseits…
Die krebskranke Nicola will sich 3 Wochen bei ihrer alten Freundin Helen einquartieren um sich einer alternativen Behandlung zu unterziehen. Doch diese tut ihr nicht gut und Helen kämpft dagegen, dass Nicola ihren Wahn weiterverfolgt und endlich akzeptiert, dass sie sterben wird. Das Buch hat mir leider überhaupt nicht gefallen. Es war alles einfach too much. Vor allem die Stellen in denen die Leute plötzlich über völlig unlustige Dinge hysterisch anfangen zu lachen bis sie weinen oder auf dem Boden liegen. Ernsthaft? So verhält man sich also wenn die Freundin/Tante im Sterben liegt? Klar kann lachen eine Erleichterung sein, aber das war doch alles viel zu übertrieben und vor allem zu oft. Auch die Charaktere gefielen mir nicht, sowohl die von Helen, als die der kranken Nicola.
📚 Inhalt Als Helen von ihrer Freundin Nicola gefragt wird, ob sie bei ihr wohnen kann, ist Helen nicht klar, was während der dreiwöchigen Krebstherapie auf sie zukommen wird. Helen ist nicht bewusst, was es bedeutet, einen sterbenden Menschen zu begleiten. Dabei hat sich Helen vermeintlich gut vorbereitet. Sie hat das Zimmer nach Energiekonzepten eingerichtet, die Bettwäsche sorgsam ausgesucht, Stolperfallen entfernt und Essen zubereitet. Doch die sorgsame Vorbereitung bringt wenig, denn Helen konnte sich nicht ausmalen, was es bedeutet, einen anderen Menschen zu pflegen, welche Gefühle involviert sein werden und wie wundergläubig todkranke Menschen sein können. 📖 Meinung Wow, ich habe eine Gänsehaut wenn ich an das Buch zurück denke. Für mich war es etwas ganz besonderes, dieses Buch zu lesen, denn der Tod begleitet mich bei meiner Arbeit immer wieder und daher kann ich mir ungefähr vorstellen, was in Helen vorgegangen sein muss. Doch obwohl ich Erfahrungen im Umgang mit dem Tod und Sterbenden habe, kann ich keine Aussagen zu sterbenden Angehörigen treffen. Ich habe bisher glücklicherweise noch niemanden von meiner Familie oder engen Freunden in dieser herausfordernder Zeit begleiten müssen und bin dankbar, dass ich diesen Verlust noch nicht erleben musste. Ich erinnere mich gut, wie ich das Buch als Hörbuch vor allem während dem Fahrrad fahren gehört habe. Es liess mich vergessen, wo ich bin und ich habe mich nur auf die Geschichte konzentriert. Die Autorin schafft es, hochempathisch und doch klar zu schreiben. Sie beschönigt oder romantisiert nichts, sondern beschreibt ganz ehrlich die Herausforderungen und Hürden, auf die man im Sterbeprozess stossen kann. Dabei darf man nicht vergessen, dass es um eine Freundschaft geht. Zwei Freundinnen erleben dieses Wechselbad der Gefühle und dies ist eine echte Bewährungsprobe. Doch mit ihrem gekonnten Schreibstil und der perfekt getroffenen Wortwahl bringt die Autorin die Geschichte gekonnt rüber. Gemeinsam mit Helen erleben wir die Wut und die Hilflosigkeit, die sie während der drei Wochen fühlt. Zusätzlich plagen sie Schuldgefühle, denn wer darf schon wütend auf seine sterbende Freundin sein? Auch Nicolas Gefühle bekommen viel Platz. Sie wirkt selbstsüchtig und unsympathisch und man fragt sich, ob man diese Gefühle einer sterbenden Person gegenüber haben darf. Der Prozess die Gefühle von Helen und Nicola mitzuerleben, ist wirklich eindrücklich beschrieben und regt sehr zum Nachdenken an. Ich kann das Buch nur weiter empfehlen, es ist sehr lesenswert. Man wird aber mit sehr schwierigen Themen konfrontiert, darüber muss man sich bewusst sein.
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Anders als erwartet…
Obwohl Nicola diejenige ist, die an Krebs erkrankt ist und ich von mir selbst erwartet hätte, dass ich jegliche ihrer Entscheidungen respektieren und akzeptieren könnte und ich Mitgefühl für sie empfinden würde, war sie mir einfach nur extrem unsympathisch! Sie ging mir sogar total auf die Nerven und ich konnte mich zu 100% mit Helen identifizieren. Leider hat mich dann auch noch das Ende des Buches enttäuscht, ich hatte das Gefühl, dass auf den letzten Seiten dann noch eben schnell ein Ende reingequetscht werden muss und man urplötzlich die „Siebenmeilenstiefel“ anzieht. Der Tempowechsel im Schreibstil hat mich mega enttäuscht zurückgelassen. Alles in allem somit keine Leseempfehlung meinerseits…
Die krebskranke Nicola will sich 3 Wochen bei ihrer alten Freundin Helen einquartieren um sich einer alternativen Behandlung zu unterziehen. Doch diese tut ihr nicht gut und Helen kämpft dagegen, dass Nicola ihren Wahn weiterverfolgt und endlich akzeptiert, dass sie sterben wird. Das Buch hat mir leider überhaupt nicht gefallen. Es war alles einfach too much. Vor allem die Stellen in denen die Leute plötzlich über völlig unlustige Dinge hysterisch anfangen zu lachen bis sie weinen oder auf dem Boden liegen. Ernsthaft? So verhält man sich also wenn die Freundin/Tante im Sterben liegt? Klar kann lachen eine Erleichterung sein, aber das war doch alles viel zu übertrieben und vor allem zu oft. Auch die Charaktere gefielen mir nicht, sowohl die von Helen, als die der kranken Nicola.
📚 Inhalt Als Helen von ihrer Freundin Nicola gefragt wird, ob sie bei ihr wohnen kann, ist Helen nicht klar, was während der dreiwöchigen Krebstherapie auf sie zukommen wird. Helen ist nicht bewusst, was es bedeutet, einen sterbenden Menschen zu begleiten. Dabei hat sich Helen vermeintlich gut vorbereitet. Sie hat das Zimmer nach Energiekonzepten eingerichtet, die Bettwäsche sorgsam ausgesucht, Stolperfallen entfernt und Essen zubereitet. Doch die sorgsame Vorbereitung bringt wenig, denn Helen konnte sich nicht ausmalen, was es bedeutet, einen anderen Menschen zu pflegen, welche Gefühle involviert sein werden und wie wundergläubig todkranke Menschen sein können. 📖 Meinung Wow, ich habe eine Gänsehaut wenn ich an das Buch zurück denke. Für mich war es etwas ganz besonderes, dieses Buch zu lesen, denn der Tod begleitet mich bei meiner Arbeit immer wieder und daher kann ich mir ungefähr vorstellen, was in Helen vorgegangen sein muss. Doch obwohl ich Erfahrungen im Umgang mit dem Tod und Sterbenden habe, kann ich keine Aussagen zu sterbenden Angehörigen treffen. Ich habe bisher glücklicherweise noch niemanden von meiner Familie oder engen Freunden in dieser herausfordernder Zeit begleiten müssen und bin dankbar, dass ich diesen Verlust noch nicht erleben musste. Ich erinnere mich gut, wie ich das Buch als Hörbuch vor allem während dem Fahrrad fahren gehört habe. Es liess mich vergessen, wo ich bin und ich habe mich nur auf die Geschichte konzentriert. Die Autorin schafft es, hochempathisch und doch klar zu schreiben. Sie beschönigt oder romantisiert nichts, sondern beschreibt ganz ehrlich die Herausforderungen und Hürden, auf die man im Sterbeprozess stossen kann. Dabei darf man nicht vergessen, dass es um eine Freundschaft geht. Zwei Freundinnen erleben dieses Wechselbad der Gefühle und dies ist eine echte Bewährungsprobe. Doch mit ihrem gekonnten Schreibstil und der perfekt getroffenen Wortwahl bringt die Autorin die Geschichte gekonnt rüber. Gemeinsam mit Helen erleben wir die Wut und die Hilflosigkeit, die sie während der drei Wochen fühlt. Zusätzlich plagen sie Schuldgefühle, denn wer darf schon wütend auf seine sterbende Freundin sein? Auch Nicolas Gefühle bekommen viel Platz. Sie wirkt selbstsüchtig und unsympathisch und man fragt sich, ob man diese Gefühle einer sterbenden Person gegenüber haben darf. Der Prozess die Gefühle von Helen und Nicola mitzuerleben, ist wirklich eindrücklich beschrieben und regt sehr zum Nachdenken an. Ich kann das Buch nur weiter empfehlen, es ist sehr lesenswert. Man wird aber mit sehr schwierigen Themen konfrontiert, darüber muss man sich bewusst sein.









