Meeresfieber
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Description
Meuterei vor Java - Spannung und Abenteuer pur Geertje hat einen Traum: Sie möchte zur See fahren, wie ihr Vater, der als Walfischfänger oft monatelang unterwegs ist. Als er von einer Fahrt nach Ostindien nicht zurückkehrt, beschließt sie, ihm hinterher zu reisen. Als Kochsjunge verkleidet heuert Geertje auf der "Eenhoorn" an - und gerät in ein Abenteuer, das viel gefährlicher ist, als sie sich hat träumen lassen. Die Lebensmittel werden knapp, Krankheiten breiten sich aus und der tyrannische Kapitän macht der Besatzung das Leben schwer. Als die Matrosen eine Meuterei planen, macht Geertje mit … Ein Mädchen verkleidet sich als Schiffsjunge. Knarrende Bohlen, wilde Stürme, Hunger und Durst beschreiben das Leben auf einem Ostindienfahrer im 17. Jahrhundert - hervorragend recherchiert.
Book Information
Author Description
Rebecca Noldus wurde 1964 geboren. Nach der Schule lebte sie für ein Jahr in Florenz, bevor sie in Amsterdam Sprach- und Literaturwissenschaften studierte und als Lehrerin arbeitete. Neben ihrer Arbeit fing sie schon bald an zu schreiben. 1994 erschien ein Buch für Erwachsene, seit 2002 sind mehrere Titel für Kinder entstanden. Meeresfieber ist das erste Buch der Autorin in deutscher Sprache und ihr erster historischer Jugendroman.
Posts
Das Buch ließ sich insgesamt sehr flott lesen. Der Stil ist historisch angehaucht, stellenweise fast märchenhaft, was mir gut gefallen hat. Für ein Kinder- oder Jugendbuch war die Sprache angenehm anspruchsvoll. Nur die vielen Begriffe aus dem Schiffsjargon habe ich nicht nachgeschlagen – das Glossar war mir zu umständlich –, aber das war auch nicht nötig. Allerdings gab es viele Wiederholungen: Begriffe, Erinnerungen an Ereignisse, die gerade erst passiert waren. Ich verstehe, dass das für jüngere Leser hilfreich ist, aber für mich wirkte es manchmal ermüdend und hat die Handlung gestreckt. Besonders in den Passagen, in denen tagelang Flaute herrschte, zog es sich etwas. Positiv daran war jedoch, dass Frust, Durst, Hunger, Krankheiten und Gestank dadurch sehr lebendig beschrieben wurden. Überrascht war ich, wie blutig manche Szenen für ein Jugendbuch waren. Gewalt, Strafen und Folter gehörten zur Epoche – umso authentischer wirkte das Ganze. Bei den Figuren war ich zwiegespalten. Der Vater blieb eine Labertasche, die Mutter spielte erst am Ende wieder eine Rolle. Geertje selbst mochte ich nicht besonders: einerseits naiv, tollpatschig und ständig im Selbstmitleid, andererseits voller Missverständnisse, die sie selbst verschärft hat. Oft hatte ich den Eindruck, dass ihr Glück und Zufälle halfen, weniger eigener Wille oder Geschick. Sie rettet jemanden, den sie selbst ins Unglück gebracht hat, sie verhindert eine Meuterei, an der sie sich eigentlich beteiligen wollte – irgendwie immer mehr rausgeredet als gehandelt. Cornelis fand ich sympathisch: das „gute Gewissen“ der Geschichte. Erst dachte ich, er könnte ein Love Interest sein, am Ende war er aber eher Bruder- oder Vaterfigur – wahrscheinlich besser so. Trotz allem habe ich mich gut unterhalten. Ich wollte sowieso mal einen Roman auf hoher See lesen – Piraten, Matrosen, historische Abenteuer – und dafür war das ein gelungener Einstieg. Dass das Buch auch noch aus den Niederlanden stammt, passte gut zu meinem aktuellen Interesse an niederländischen Autor*innen und Settings. Insgesamt würde ich solide 3 von 5 Sternen geben.
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Meuterei vor Java - Spannung und Abenteuer pur Geertje hat einen Traum: Sie möchte zur See fahren, wie ihr Vater, der als Walfischfänger oft monatelang unterwegs ist. Als er von einer Fahrt nach Ostindien nicht zurückkehrt, beschließt sie, ihm hinterher zu reisen. Als Kochsjunge verkleidet heuert Geertje auf der "Eenhoorn" an - und gerät in ein Abenteuer, das viel gefährlicher ist, als sie sich hat träumen lassen. Die Lebensmittel werden knapp, Krankheiten breiten sich aus und der tyrannische Kapitän macht der Besatzung das Leben schwer. Als die Matrosen eine Meuterei planen, macht Geertje mit … Ein Mädchen verkleidet sich als Schiffsjunge. Knarrende Bohlen, wilde Stürme, Hunger und Durst beschreiben das Leben auf einem Ostindienfahrer im 17. Jahrhundert - hervorragend recherchiert.
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Rebecca Noldus wurde 1964 geboren. Nach der Schule lebte sie für ein Jahr in Florenz, bevor sie in Amsterdam Sprach- und Literaturwissenschaften studierte und als Lehrerin arbeitete. Neben ihrer Arbeit fing sie schon bald an zu schreiben. 1994 erschien ein Buch für Erwachsene, seit 2002 sind mehrere Titel für Kinder entstanden. Meeresfieber ist das erste Buch der Autorin in deutscher Sprache und ihr erster historischer Jugendroman.
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Das Buch ließ sich insgesamt sehr flott lesen. Der Stil ist historisch angehaucht, stellenweise fast märchenhaft, was mir gut gefallen hat. Für ein Kinder- oder Jugendbuch war die Sprache angenehm anspruchsvoll. Nur die vielen Begriffe aus dem Schiffsjargon habe ich nicht nachgeschlagen – das Glossar war mir zu umständlich –, aber das war auch nicht nötig. Allerdings gab es viele Wiederholungen: Begriffe, Erinnerungen an Ereignisse, die gerade erst passiert waren. Ich verstehe, dass das für jüngere Leser hilfreich ist, aber für mich wirkte es manchmal ermüdend und hat die Handlung gestreckt. Besonders in den Passagen, in denen tagelang Flaute herrschte, zog es sich etwas. Positiv daran war jedoch, dass Frust, Durst, Hunger, Krankheiten und Gestank dadurch sehr lebendig beschrieben wurden. Überrascht war ich, wie blutig manche Szenen für ein Jugendbuch waren. Gewalt, Strafen und Folter gehörten zur Epoche – umso authentischer wirkte das Ganze. Bei den Figuren war ich zwiegespalten. Der Vater blieb eine Labertasche, die Mutter spielte erst am Ende wieder eine Rolle. Geertje selbst mochte ich nicht besonders: einerseits naiv, tollpatschig und ständig im Selbstmitleid, andererseits voller Missverständnisse, die sie selbst verschärft hat. Oft hatte ich den Eindruck, dass ihr Glück und Zufälle halfen, weniger eigener Wille oder Geschick. Sie rettet jemanden, den sie selbst ins Unglück gebracht hat, sie verhindert eine Meuterei, an der sie sich eigentlich beteiligen wollte – irgendwie immer mehr rausgeredet als gehandelt. Cornelis fand ich sympathisch: das „gute Gewissen“ der Geschichte. Erst dachte ich, er könnte ein Love Interest sein, am Ende war er aber eher Bruder- oder Vaterfigur – wahrscheinlich besser so. Trotz allem habe ich mich gut unterhalten. Ich wollte sowieso mal einen Roman auf hoher See lesen – Piraten, Matrosen, historische Abenteuer – und dafür war das ein gelungener Einstieg. Dass das Buch auch noch aus den Niederlanden stammt, passte gut zu meinem aktuellen Interesse an niederländischen Autor*innen und Settings. Insgesamt würde ich solide 3 von 5 Sternen geben.






