Was uns zusammenhält
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Description
In ihrem New Yorker Appartement lauscht die 35-jährige Billie auf Schreie der Panik. Es ist Cassie, ihre beste Freundin seit Kindertagen, die nur eine Etage über ihr wohnt, und sie hat gerade entdeckt, dass ihre kleine Tochter verschwunden ist. Als Billie den Blick senkt, liegt dort das Baby in ihren Armen. Ist sie für die Entführung verantwortlich? Wie konnte es dazu kommen? Psychologisch geschickt und mit viel Empathie entwirrt Carola Lovering in diesem spannungsgeladenen Roman das komplexe, hochemotionale Geflecht einer jahrzehntelangen Frauenfreundschaft.
Book Information
Author Description
Carola Lovering ist Autorin und Journalistin. Ihre Arbeiten erscheinen unter anderem in Vogue, The Cut, Marie Claire, W Magazine und National Geographic. Ihr Debütroman Tell me lies wurde 2022 als Serie verfilmt und ist aktuell auf Disney+ zu sehen.
Characteristics
3 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Ein wirklich guter Schreibstil. Wir begleiten Billie und Cassie, die eine lange Freundschaft verbindet und in der nichts so ist wie es scheint. Zwei Frauen, die irgendwie nicht voneinander loskommen, egal was in ihrem Leben passiert, bis Billie einen fatalen Fehler macht. Spannend, toxisch aber gleichzeitig voller Emotionen, die man nachvollziehen kann. Zwei Lebenswege, die sich immer wieder kreuzen. Das Buch war gut aber eindeutig viel zu lang.
kurzweilig
Billie ist wie weggetreten und als sie zu sich kommt, hat sie das Baby ihrer Freundin auf dem Arm. Im Apartment über ihr hört sie ihre Freundin panisch nach ihrem Kind schreien. Wie ist es dazugekommen? Das Buch ist ein Spannungsroman mit Blick auf die Gesellschaft, dem Wunsch, gesehen zu werden und sich auf den sozialen Medien darzustellen. Vorallem aber ist es eine Geschichte über eine Frauenfreundschaft, die auseinander driftet und eine ganz besondere Vergangenheit hat. Ein halbes Sternchen ziehe ich ab, weil hier dringend eine Triggerwarnung hingehört hätte, die es aber nicht gab. Ansonsten war das ein Buch, das wirklich gut zu lesen war und keine Längen aufweist.
Eine Mutter schreit vor Panik, weil ihr Baby verschwunden ist, während Billie sich fragt, wie sie in die Situation geraten konnte, die kleine Tochter ihrer Freundin Cassie aus Kindheitstagen im Arm zu halten und vor aller Augen zu verstecken. Was nach den Beginn eines Thrillers klingt, rollt eine Geschichte über eine langjährige Freundschaft zwischen zwei Frauen auf, die sich nicht aufgrund ihrer Verschiedenenheit entfremdet haben, sondern viel mehr, weil beide unterschiedliche Bewältigungsstrategien für ein gemeinsames Trauma gefunden haben. "Was uns zusammenhält" ist eine der Geschichten, die in Schichten abgezogen werden muss. Nach und nach zeichnet die Autorin ein Bild von zwei Frauen, die sich ihr halbes Leben lang kennen, aber unterschiedlicher nicht sein können. Dabei sind beide Charaktere keine Symphatieträger. Wir lernen jedoch auf ganz raffinierte Weise, diese beiden Protagonistinnen und ihre Beweggründe kennen und finden uns vielleicht sogar in der ein oder anderen Form wieder. Die Geschichte über eine toxische Frauenfreundschaft kommt mit schweren Themen daher, die so spannend erzählt werden, dass man nur durch das Buch fliegt. Ich selber habe das Hörbuch gehört und kann es nur allen Fans von Hörbüchern ans Herz legen. Hear me out: "Was uns zusammenhält" ist underrated und hätte viel länger im Gespräch bleiben müssen. Eine ganz große Empfehlung meinerseits!!

Von Anfang an war ich überzeugt, dass dieses Buch ein 5-von-5-Sterne-Erlebnis wird. Es ist unglaublich gut geschrieben, spannend, und ich konnte mich in die Protagonistin Billie hineinversetzen. Cassie, als Gold Digger, war so treffend geschrieben, dass man sp wütend auf sie war, und doch hatte der Mutter-Teil eine sympathische Note. Doch dann kam das Ende und es war eine herbe Enttäuschung. Spoiler: Cassie lernt nichts!!!! Trotz der kurzen Nähe zu Billie, trotz der offensichtlichen Oberflächlichkeit ihrer Umgebung, kehrt sie ins Fake-Leben zurück. Ihr Ehemann respektiert sie nicht, sagt ihr immer wieder sein Geld wäre nur sein Geld, flirtet mit fremden Frauen und hält sie für hysterisch nach Ellas Raub! Ire Freundin Mackay ist oberflächlich, interessiert sich nur für gossip und Status ….all das erkannte Cassie doch!!!!… nur um am Ende doch wieder mitzumachen. Dass Billie kein klassisches Happy End bekam, war zwar bitter, aber nachvollziehbar, doch ich hätte mir gewünscht, Cassie hätte wenigstens begriffen, dass sie die oberflächliche Cassie und das alte Leben nicht braucht. Das wird zwar angedeutet aber mit nicht genug ausgeweitet. Trotz des enttäuschenden Endes bleibt das Buch unglaublich spannend. Wenn ich die letzten zwei Kapitel wegdenken würde, bin ich wunschlos glücklich über eine So gut geschriebene Geschichte. Also bleibe ich (zähneknirschend über das Ende) bei 5/5 Sternen.
Ich bin einfach ein riesen Fan des Verlages. Jedes Buch dass ich bisher gelesen habe, hat so viel vermittelt und wichtige Dinge angesprochen. Und die Geschichten sind so real! Egal ob gefühlsmäßig oder auf Freundschaften und Beziehungen bezogen. Jedesmal bin ich völlig überwältigt was diese Bücher aussagen. Auch hier ein großes Thema, die toxische Freundschaft zwischen Frauen. Wie ich auch schon Hot Mess gerne gelesen habe, ist auch hier dies das Kernthema. Aber auch gewollte Kinderlosigkeit (hätte ausgeprägter besprochen werden können), Freundschaft, Mutterschaft und coming of Age. Und das war großartig! Man erlebt verschiedene Zeitebenen und wie sich die Freundschaft zwischen Billie und Cassie entwickelt. Sie kennen sich schon Jahre lang, seit ihrer Kindheit. Billie, mit einer liebenden Mutter aufgewachsen, der Vater leider verstorben. Cassie hatte auch eine schöne Kindheit, aber sie hatte schon immer gewisse „Golddigger“ Charakterzüge, was sie mir super unsympathisch machte. Das hat sich auch später nicht geändert. Ich empfand sie als egoistisch und die Freundschaft mit Billie war für sie austauschbar. Obwohl sie viel zusammen erlebt haben. Und das schmerzt Billie sehr. Cassie und sie waren früher wie eins. Cassie war für sie da, als ihre Mutter an Demenz erkrankte. Das war so hart zu lesen. Doch ihre Wege trennen sich, nicht weil Billie es so gewollt hat. Nein, Cassie hat keinen Platz mehr für Billie. Verheiratet mit eine reichen Mann, tolle Wohnung, tolle reiche Verwandtschaft, kleine Boutique (finanziert von ihrem Mann und mehr Hobby als Arbeit) ein süßes Baby und einen Instagram Account auf dem sie sich in Szene setzt. Billie rennt Cassie hinterher und gibt sich viel Mühe. Möchte sie doch nur ein paar mal im Moment ihre beste Freundin sehen. Cassie sieht das als Ballast. Sie will nichts mit Billie unternehmen, sie schreibt ihr nicht zurück. Auf der anderen Seite macht sie Instagram Storys und Billie ist immer verletzter und wütender. Bis es an einem Abend dazu kommt, Cassie hat Geburtstag - Billie ist nicht eingeladen und wurde belogen was die Party betrifft - ist Billie zufällig im gleichen Wohnkomplex in dem Cassies Wohnung liegt. Billie soll die Katze ihrer Chefin füttern. Ein Stockwerk unter der Party verfolgt sie die Instagram Story ihrer vermeidlichen besten Freundin und hört ihr Baby schreiben. Doch es folgen immer mehr beschwippste Storys und Ella schreit und schreit. In einer Kurzschluss Reaktion klettert Billie die Feuerleiter hoch und schnappt sich Ella aus dem Bettchen. Ein paar Minuten später wird das fehlen des Babys entdeckt und die Panik ist groß. Das Drama kommt zu seinem Höhepunkt. Aber das Buch ist noch viel mehr als das. Man bekommt die Charaktere so facettenreich präsentiert als wäre man selbst dabei und wird durch Äußerungen verletzt. Ich konnte mit beiden Seiten mitfühlen und sie verstehen. Unfassbar gut geschrieben und sehr spannend wie sich das Leben der beiden nach und nach für den Leser zusammen setzt! Vielen Dank an Netgalley für das Leseexemplar!

Liest sich wie ein Thriller.
"Manchmal wächst man aus Leuten hinaus. Wie aus Jeans." [S. 58] Die Geschichte zweier einstmals bester Freundinnen, deren Freundschaft sich durch die Kluft unterschiedlich eingeschlagener Lebensweisen und Lebenswege entzweit - die jedoch aufgrund ihrer gemeinsamen Vergangenheit unwiderruflich miteinander verbunden sind. Mein erstes Buch aus dem Pola-Verlag hat mich super unterhalten. Ich fand sowohl die Vergangenheitsrückblenden als auch die gegenwärtige Handlung spannend und interessant, jedoch ergaben sich für meinen persönlichen Geschmack im Mittelteil einige Längen. Fazit: aktuelle Themen großartig verschriftlicht in einer packenden Story.
Hassliebe in einer Freundschaft
Bin um ehrlich zu sein mit sehr niedrigen Erwartungen an dieses Buch gegangen, weil mich die bisherigen Bücher des Verlages immer bisschen enttäuscht hatten und sehr kindisch und teils übel schlimm klischeehaft waren. Aber dieses Buch war einfach so gut! Es zeichnet hier ein sehr tiefgründiges Bild einer innigen Freundschaft aus Kindheitstagen, die im Erwachsenenalter mehr als auseinander driftet und in einem Ereignis ihren traurigen Tiefpunkt erreicht: die eine entführt das Baby der anderen. In soghaften Rückblicken aus Sicht der beiden Frauen erfahren wir nicht nur, was in den Tagen vor der Entführung passierte, sondern auch wie die Freundschaft in den 90ern entstand und was die beiden alles in ihrer Kindheit durchmachten. Triggerwarnung: es geht hier auch um Missbrauch. So zeichnet sich ein immer deutlicheres und psychologisch sehr komplexes Bild der beiden, das einen immer mehr in seinen Bann zieht. Obwohl man als Leser genau weiß, worauf das Ganze hinausläuft, ist der Weg dahin doch so unklar und voller (auch böser) Überraschungen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Es behandelt wirklich wichtige Themen der Zeit wie den Konsum von Social Media und das influencer Dasein, das damit verbundene Selbstwertgefühl und die Frage nach der Echtheit dieser ganzen aufgeblasenen Bubble. Es hinterfragt Frauen Freundschaften, und den Druck des Kinderkriegens, vor allem, wenn man doch eigentlich keine will, und warum man sich dafür so oft rechtfertigen muss. Ein wirklich soghaftes Buch, dass die Hassliebe die manchmal zu geliebten Menschen entsteht, aus dem psychologischen Aspekt grandios beschreibt.
Ein Buch über eine toxische Freundschaft und was es aus einen machen kann.
Ein Buch über zwei junge Frauen, die sich kennen lernen und auch die Sicht wie die beiden in ihren 30er leben. Es kommt teilweise wirklich spannend her und auch gab es Situationen wo ich geahnt habe in welche Richtung es geht. Teilweise emotional und stark. Das einzige was mir am Hörbuch ein bisschen fehlte, dass ich die beiden Perspektiven nicht ganz auseinanderhalten konnte. Empfehlung, dennoch Triggerwarnungen beachten.
Ein tolles Hörbuch!
Wow, ich weiß nicht, was ich erwartet habe - aber meine Erwartungen wurden übertroffen. Mit beiden Hauptfiguren konnte ich mitfühlen, wobei die Symphathie eindeutig bei Billie lag . Der Verlauf dieser Freundschaft kommt sicher (ohne diesen hier dramatischen Höhepunkt) auch im echten Leben vor. Von mir klare Empfehlung!
Ein wirklich gutes Buch von einem tollen Verlag über eine langsam zerbrechenden Freundschaft und die Traumata der Vergangenheit. Es ist in einer wechselnden Erzählperspektive geschrieben, was es möglich macht, sich gut in die beiden Protagonistinnen hineinzufühlen. Es ist das dritte Buch vom Pola Verlag, das ich lese und wieder bin ich begeistert. Ich werde definitiv weitere Bücher des Verlags lesen. Die Ankündigungen für das Frühjahr 2025 klingen schon sehr gut. Das Buch handelt von Billie und Cassie, zwei schon sehr lang verbundene Frauen, die besonders in ihrer Schul- und Collegezeit viel zusammen erlebt haben. Cassie strebt schon von Beginn an nach viel Anerkennung und einem geldreichen Aufstieg. Sie ist sehr auf Äußerlichkeiten bedacht und sorgt sich stets um ihre Außenwirkung. Sie heiratet einen Mann mit viel Geld, eröffnet ihren eigenen Laden und probiert sich als Influencerin. Billie hingegen sind diese Dinge nicht wichtig, sie ist eher auf dem Boden geblieben und bewertet Cassies Verhalten eher kritisch, traut es sich aber häufig nicht zu sagen. Sie ist in ihrer Persönlichkeitsstruktur eher sehr abhängig. Sie legt sehr viel Wert auf diese Freundschaft und versucht sie - ohne Rücksicht auf ihre Gefühle und Befürfnisse - am Laufen zu halten. Sie hat sehr viel psychisches Leid erfahren, was in Rückblicken immer wieder beleuchtet wird. Hauptstrang der Geschichte, ist die Entführung von Cassies Kind Ella durch Billie, womit das Buch auch direkt startet. Ich mag die Story sehr und doch bleibt bei mir die ganze Zeit so ein großes Fragezeichen über der Entführung stehen. Trotz aller Erklärungen im Buch, frage ich mich, wie Billie Ella aus einem Impuls heraus entführen konnte. Ich habe tatsächlich nicht damit gerechnet, dass das Buch ein Happy End hat. Ich freue mich für Billie jedoch sehr. Dass die Freundschaft der beiden auseinander geht, war nach der Entführung zu erwarten und völlig logisch. Für Billie auch gut, dass sie sich aus dieser toxischen Beziehung lösen kann.

Ich hatte eine wirklich gute Zeit mit diesem Hörbuch und hab jede ruhige Minute genutzt um weiter zu hören. Es handelt Billie und Cassie, zwei sich entfremdenten Freundinnen deren Lebenswege auseinander driften, aber nur eine kann dies akzeptieren. Bis Billie eines Tages einen folgenschweren Fehler begeht. Ich muss sagen das ich Cassie im Laufe des Buches immer unsympathisch fand. Wie eklig sie sich Billie gegenüber verhält kann ich bis jetzt nicht verstehen. Das Thema gewollte Kinderlosigkeit hätte gerne etwas präsenter sein dürfen. Ein gutes Buch, welches ich gerne empfehle.
Die 35-jährige Billie hört verzweifelte Schreie aus der Wohnung über ihr. Ihre beste Freundin Cassie hat entdeckt, dass ihre Tochter verschwunden ist. Doch Billie hält das Baby in ihren Armen. Hat sie das Kind entführt? Was ist passiert? Zwei Frauen, zwei Welten und eine Freundschaft, die alles andere als einfach ist. In "Was uns zusammenhält" von Carola Lovering treffen Billie und Cassie aufeinander: auf den ersten Blick zwei auf ihre Weise privilegierte Frauen in ihren 30ern, die sich gegenseitig das Gefühl geben, dass der Lebensstil der anderen falsch / nicht gut genug ist. Die eine ist frisch gebackene Mama, Ehefrau und Influencerin, die andere single und beruflich überall auf der Welt unterwegs. Beide lösten in mir einerseits Verständnis und andererseits Abneigung aus, die eine mehr, die andere weniger (Lookin' at you, Cassie... 👀) Die abwechselnden Sichtweisen sorgen dafür, das man den Figuren extrem nah kommt. Für das Hörbuch hauchten die Sprecherinnen Tessa Mittelstaedt und Karoline Mask von Oppen der Geschichte Leben ein. Von Billie bekommt man eine doppelte Perspektive, denn man erfährt ausschließlich durch ihre Augen von der gemeinsamen Vergangenheit der beiden Frauen, die von ihrer Jugend bis zur Gegenwart reicht. Ab der Mitte des Buches fügt sich die Handlung mit dem Prolog zusammen und nimmt dann noch einmal an Intensität zu. Besonders spannend fand ich, wie nach und nach die schockierenden Ereignisse aufgedeckt wurden, die die Frauen zu den Personen machten, die sie heute sind. Und auch in ihrem aktuellen Umfeld lauert einiger Zündstoff. Alle Figuren sind unglaublich lebensecht, das hat mir wirklich gut gefallen. Das Buch behandelt Themen wie (ungesunde) Frauenfreundschaften, Coming of Age, Mutterschaft und die bewusste Entscheidung dagegen. Es ist emotional, spannender als so mancher Thriller und regt zum Nachdenken an. Für mich 5⭐️ wert!

Ein tolles Hörbuch!
Wow, ich weiß nicht, was ich erwartet habe - aber meine Erwartungen wurden übertroffen. Mit beiden Hauptfiguren konnte ich mitfühlen, wobei die Symphathie eindeutig bei Billie lag . Der Verlauf dieser Freundschaft kommt sicher (ohne diesen hier dramatischen Höhepunkt) auch im echten Leben vor. Von mir klare Empfehlung!
Ich kam erst ziemlich schwer ist die Geschichte rein und wusste am Anfang nicht, ob ich es liebe oder total bekloppt finde. 🤣 Ab Mitte des Buches wurde es dann aber besser und ich konnte es dann auch genießen. Spannende Geschichte über eine toxische Freundschaft und was daraus entsteht. Welchen Preis muss man zahlen? Im Nachhinein habe ich es gerne gelesen und könnte mir diese Vorlage glatt als Film vorstellen.
Es fällt mir schwer, Worte für dieses Buch zu finden. Die Geschichte hat mich auf eine Art bewegt und mitgenommen, wie ich es nicht für möglich gehalten habe. Für einige Leser mag es nur eine Geschichte sein, aber durch Erfahrungen, die ich selbst machen musste, fühlte ich mich sofort mit Billie verbunden und wurde emotional total in die Story reingezogen. Ich habe mitgefiebert und die Art, wie Cassie billie behandelt, verabscheut. Dennoch kenne ich diese seltsame Abhängigkeit und buhlen um Aufmerksamkeit in einer einseitigen Freundschaft gut, was mich für die Story wahrscheinlich auch sehr anfällig in gemacht hat. Ich spürte richtig die innerliche Zerissenheit von Billie, die Wahrheit zu sagen oder diese seltsame Freundschaft aufrechtzuerhalten. Eine emotionale Geschichte, die mich zum nachdenken angeregt hat.
So emotional 🥺
Billie und Cassie sind beste Freundinnen seit ihrer Kindheit. Haben Höhen und tiefe Tiefen durchlebt, teilen Unmengen an Erinnerungen und nun hat Billie keinen Draht mehr zu Cassie und wird von ihr ausgeschlossen. Sie haben sich auseinandergelebt. Aber das möchte Billie nicht wahrhaben. Und eines Tages hält Billie Cassies kleine Tochter in den Armen, während sie gleichzeitig den Schreien von Cassie lauscht, die ihre Tochter sucht. Wie ist es dazugekommen? Und wie geht es mit ihrer Freundschaft weiter? Eine großartige und aufwühlende Geschichte über die Entwicklung einer Freundschaft über Jahre hinweg. Die Geschichte wird sowohl aus Billies als auch aus Cassies Sicht geschrieben und enthält einige Rückblicke, durch die die Komplexität der Freundschaft verdeutlicht wird und die Sichtweisen der beiden Freundinnen viel besser verstehen lässt. Wenn ich bisher gesagt habe, mich hat ein Buch direkt auf den ersten Seiten abgeholt, dann hat „Was uns zusammenhält“ das auf ein neues Level gesetzt. Es hat sich so nah und echt angefühlt. Und es hat mich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mit genommen. Der realistischen Gefühle. Gefühle, die Freundschaften in einem auslösen. Gerade die Freundschaften, die versuchen, die Tücken des Erwachsenwerdens zu überstehen. Die Zeit, in der sich das Leben so sehr verändert und (beste) Freundschaften mit unter einiges durchstehen müssen. Aber Leute, ein Ding geht nicht in meinen Kopf. Cassie hat eine 4 Monate alte Tochter & es wird so oft geschrieben, dass sie sich einen oder mehrere Drinks genehmigt oder sogar betrunken ist. WHY ?
Obwohl mich der Klappentext sofort angesprochen hat, konnte mich das Buch nicht zu 100% abholen. Es ist nicht schlecht, aber eben auch nicht wirklich gut. Es werden wichtige Themen wie Missbrauch und gewollte Kinderlosigkeit thematisiert, aber so wirklich rund war es für mich dann doch nicht. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis die Freundschaft der beiden Protagonistinnen und ihre Hintergründe und Entwicklungen erzählt wurden, sodass die eigentliche Handlung doch zu kurz gekommen ist und meiner Meinung nach nicht wirklich zufriedenstellen abgeschlossen wurde. Das Ende ist für mich in Rahmen der Vergangenheit nachvollziehbar, aber wenig realistisch. Insgesamt okay, aber not my cup of tea.
Ein anstrengendes Buch: Beschrieben wird die Entwicklung einer Beziehung aus der Perspektive von zwei Frauen. Vor zwanzig Jahren waren Cassie und Billie noch beste Freundinnen. Inzwischen haben sich ihre Wege getrennt. Billie leidet darunter, dass sie mit Mitte 30 noch immer in keiner festen Beziehung lebt und keine Kinder hat. Cassie dagegen hat sich einen superreichen Mann geangelt, hat mit ihm eine vier Monate alte Tochter. Sie produziert sich als Influencerin und ist in dieser durch Äußerlichkeiten definierten Bubble an Arroganz und Dämlichkeit kaum zu überbieten. Sie zu ertragen macht das Buch so anstrengend. Lesens- bzw. hörenswert ist es aber allemal, weil es der Autorin gelingt, die Scheinwelt der Influencerinnen bloß zu stellen und durch den gut nachvollziehbaren Wechsel von Perspektiven und Zeitebenen zunehmende Spannung aufzubauen.
Sollte man an alten Freundschaften immer festhalten?
Ich hab das Buch sehr gerne gelesen. Habe irgendwie was anderes erwartet, aufgrund des Klappentextes und den Anfang aber es hat mich nicht enttäuscht! Die Gedankengänge der zwei Protagonistinnen kann man gut verstehen wenn man Freundschaften hat die lange anhalten aber dann irgendwann etwas auseinander geraten. Würde ich weiterempfehlen ☺️
Aufwühlend, roh und komplex, so wie das Leben selbst auch.
„So werden Freundschaften eben, wenn man über dreißig ist, denke ich, während ich in Richtung Süden laufe. Die gegenseitige Liebe ist noch da, aber das Bedürfnis, sich ständig zu sehen, lässt nach und wird von etwas anderem ersetzt - Partnerschaften, beispielsweise. Aber vielleicht werden wir auch einfach nur müde.“ 💭 Um wen geht’s? Um Billie und Cassie. Sie sind Kindheitsfreundinnen, Schwestern im Geiste, tief verbunden durch gemeinsame Erinnerungen und Traumata. Solange, bis Cassie sich für ein neues Leben entscheidet und ihr altes ausschließt - und damit auch Billie. Wochen später entführt Billie Cassies kleine Tochter. 💭 Meine Meinung Zu sagen, dieses Buch sei mir unter die Haut gegangen, wäre eine Untertreibung - es hat sich mir regelrecht unter die Haut gegraben und sich in meinen Gedanken festgesetzt. Psychologisch facettenreich und immer in Grautönen malte die Autorin das Bild einer unendlich komplexen Freundschaft und warf dabei Fragen nach Schuld, Reue, Zugehörigkeit auf. Es ging nicht nur um Freundschaft, sondern auch um die Mutterrolle - darum, Mutter werden zu wollen, oder eben nicht. Erzählt wurde die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven von Billie und Cassie in der Gegenwart, aber auch in der Vergangenheit. So entfaltete sich das ganze komplexe Geflecht ihrer Freundschaft, ihrer Sehnsüchte, Wunden und Persönlichkeiten. Und während Cassie mich oft triggerte, ja fast abstieß, erkannte ich mich in Billie allzu häufig wieder; trotz allem, was sie tat. 💭 Fazit „Was uns zusammenhält“ ist ein Buch, von dem ich schon heute weiß, ich werde mich im Dezember 2025 daran erinnern - emotional so tief, dass es wehtat. Aufwühlend, roh und komplex, so wie das Leben selbst auch.

Kann man machen, muss man aber nicht.
Billie & Cassie kennen sich seit ihrer Kindheit und sind beste Freundinnen. Sie gehen durch dick und dünn, obwohl sie teilweise nicht unterschiedlicher sein könnten. Als Billies Mutter einen neuen Mann in ihr Leben lässt, geschieht etwas, dass sie für immer aneinander binden wird. Oder nicht? An und für sich habe ich das Buch ganz gerne gelesen, es ließ sich flüssig lesen und hielt seinen Spannungsbogen aufrecht. Wir alle kennen das erwachsen werden und das man sich dabei mit Menschen auseinander lebt. Wir versuchen manchmal verzweifelt Freunde zu halten, doch soll es manchmal nicht sein und dann ist es auch gut und richtig loszulassen. Billies Besessenheit von Cassie fand ich dennoch schwierig. Cassie ist ein Snob, für mich eine sehr unsympathische Figur und ich habe nie wirklich begreifen können, warum Billie so an ihr hängen mag. (Natürlich spielt das *Geheimnis* dabei eine große Rolle, aber nee ey...) Oft saß ich beim lesen und verdrehte die Augen, weil Billie sich so anbiederte... Wie gesagt, ich fand den Roman nicht schlecht und ich bin fest davon überzeugt, er hätte mir in jüngeren Jahren mehr zugesagt. Nun bin ich für all dieses oberflächliche College- supergirl Gehabe zu alt und das ist auch gut so 🤗 Kann man lesen, muss man aber nicht!

Aber ich brauche sie eben doch ...
Wenn enge Freundschaft auseinander driftet... ... und eine Person mehr daran hängt als die andere. Billie und Cassie sind unzertrennlich - bis sie es eben doch nicht mehr sind. Eine der beiden möchte einen Neuanfang starten, die andere hängt so sehr an der Freundschaft und versteht die Welt nicht mehr. Im Buch erfährt man, weshalb die Freundschaft von Billie und Cassie nicht mehr so ist wie damals und wie beide damit umgehen. Während des Lesens habe ich mich immer wieder gefragt, wie ich damit umgehen würde und wie es mir in deren Situation gehen würde. An sich war das Buch für mich relativ vorhersehbar. Es hat meinen Eindruck vom Buch aber nicht negativ beeinflusst. Rundum ein gutes Buch mit einer außergewöhnlichen Geschichte über Freundschaft 💫
Was uns zusammenhält ist ein vielschichtiger, zeitgenössischer Roman über die Komplexität weiblicher Freundschaften, geprägt von gemeinsamen Erinnerungen, tiefen Bindungen – und einem dunklen Geheimnis.
Carola Lovering erzählt die Geschichte zweier Frauen, die in ihrer Jugend eng miteinander verbunden waren und deren Wege sich im Erwachsenenalter auf schmerzhafte Weise verändern. Gefallen hat mir die Erzählweise: Durch Zeitsprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowie wechselnde Perspektiven gelingt es der Autorin, die Protagonistinnen greifbar zu machen. Der Spannungsbogen entwickelt sich langsam, aber stetig – getragen von der Frage, welches Geheimnis die beiden Hauptfiguren verbindet. Thematisch greift der Roman relevante gesellschaftliche Aspekte auf: die Entwicklung langjähriger Freundschaften, die Herausforderungen der Mutterschaft, die Entscheidung von Frauen, keine Kinder zu bekommen, sowie Fragen nach Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Akzeptanz. Diese Themen werden authentisch und sensibel verarbeitet, was dem Roman eine besondere Aktualität verleiht. Zwar weist die Handlung vereinzelt Längen auf, dennoch überzeugt das Buch durch seine emotionale Tiefe, gut ausgearbeiteten Charaktere und die lebensnahe Darstellung persönlicher Entwicklungen. Was uns zusammenhält ist ein lesenswerter Roman, der nachdenklich macht und einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt – besonders für Leser*innen, die sich für Beziehungen, Lebensentscheidungen und die Veränderlichkeit menschlicher Verbindungen interessieren.

Wenn Nähe zu Distanz wird!
Billie und Cassie waren seit ihrer Jugend unzertrennlich. Doch wie aus einer besten Freundschaft eine schwierige Beziehung werden kann, zeigt diese Geschichte in all ihren Facetten. Das Buch hat mich überrascht! Es war super einfach zu lesen und die toxische Freundschaft sowie die Veränderungen über die Jahre fand ich mega spannend – dass die Entfremdung von Jugendfreundschaften über Jahre hinweg thematisiert wird, kommt selten in Büchern vor. ✨ Durch Rückblicke und Perspektivwechsel zwischen den beiden Frauen wird schnell klar, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint – jeder hat seine eigene Wahrheit. Die Perspektivwechsel zwischen Billie und Cassie haben richtig gut funktioniert. Es war stark zu sehen, wie unterschiedlich die beiden Charaktere sind und wie ihre Ansichten aufeinanderprallen. Obwohl ich oft mit Cassie mitgefühlt habe, konnte ich Billie in manchen Momenten verstehen – auch wenn sie Dinge getan hat, die sie definitiv nicht hätte tun sollen. 😳 Der Schreibstil war super angenehm, und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. 📖 Einziger Kritikpunkt: Das Ende kam mir etwas zu plötzlich und ich hätte mir einen größeren Knall gewünscht. 💥 Trotzdem handelt es sich um ein spannendes Buch, das ich definitiv empfehlen kann – besonders, wenn ihr mal ein Buch über Freundschaften anstatt Romanzen lesen mögt. 🫶
Zwischen Abhängigkeit und Verbundenheit
Ich war ehrlich gesagt positiv überrascht – Was uns zusammenhält hat mich deutlich mehr überzeugt, als der Klappentext zunächst vermuten ließ. Trotz eines Covers, das mich persönlich nicht besonders anspricht, entfaltet sich im Inneren eine fesselnde und eindringliche Geschichte über Freundschaft, Abhängigkeit und Machtverhältnisse. Im Zentrum stehen die beiden Hauptfiguren Billie und Cassie, deren Beziehung komplex, intensiv und stellenweise toxisch ist. Ja, beide Charaktere sind oft anstrengend und treffen fragwürdige Entscheidungen – aber genau das scheint von der Autorin gewollt zu sein. Carola Lovering gelingt es auf beeindruckende Weise, diese Widersprüchlichkeit authentisch und nachvollziehbar darzustellen. Das macht die Figuren nicht unbedingt sympathisch, aber glaubwürdig und menschlich. Besonders gut gefallen haben mir die Zeitsprünge und die wechselnden Perspektiven. Die Erzählweise – abwechselnd aus der Sicht von Billie und Cassie – bringt Tiefe in die Handlung und lässt beide Seiten der Geschichte sichtbar werden. So wird spürbar, wie sehr sich Nähe und Distanz, Loyalität und Manipulation in ihrer Freundschaft überlappen. Insgesamt habe ich das Buch sehr schnell gelesen – nicht nur, weil es spannend war, sondern weil es sprachlich und strukturell gut aufgebaut ist. Was uns zusammenhält ist ein intensiver Roman über weibliche Freundschaft, emotionale Abhängigkeit und das Erwachsenwerden.
Promising writing but lackluster plot
This book is one of the best explorations of childhood rooted friendship I’ve ever read. Personally I’d have even preferred it without the major plot point. Which is also why it’s only a three star read in total for me. The writing is great and the characters are full fledged and the topic of friendship in itself is so interesting. The main plot therefore to me just kinda tainted the entire experience, but especially the ending (a supposed happy one) just really disappointed me personally. I know this book will work wonderfully for others though, and I am excited to read more from this author
Wow, dieses Buch verspricht Gänsehautmomente pur!
„Was uns zusammenhält“ ist eines der wenigen Bücher, bei denen ich schon nach 50 Seiten wusste, dass es ein Highlight wird. Die Geschichte der Freundschaft zwischen Cassie und Billie hatte so eine starke Sogwirkung auf mich, dass ich beim Lesen ganz oft Gänsehaut bekommen habe. Eine Freundschaft, die zugleich berührend, tiefgründig und von psychologischer Komplexität geprägt ist. Hier werden ungeschönt die Abgründe einer verbitterten Freundschaft aufgezeigt. Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm und beschreibend. Die Rückblicke haben mir gut gefallen, sind aber alles andere als für schwache Nerven. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!
Absolutes Highlight! 🤩
Ich hatte bei der Seitenanzahl zunächst die Befürchtung, dass dieser Roman sich ziehen könnte, aber es gab kein Wort zu viel. Ich bin nachhaltig absolut begeistert. Der Roman war spannend, witzig, verzweifelt, traurig und beide Perspektiven waren absolut nachvollziehbar. Warum Freund*innenschaft nicht immer gesund sind, warum und wie sie abhängig machen, wie wir Jahre später noch an ihnen hängen und wie weit die Verzweiflung führen kann - all das schafft Carlos Lovering hier überzeugend darzustellen.
„Manchmal wächst man eben aus Menschen heraus.“ Sehr passendes Zitat aus diesem wirklich schönen Buch.
Das war das erste Buch, das ich von diesem Verlag gelesen habe, aber sicher nicht das letzte. Alles in allem hat es mir sehr gut gefallen. Ich finde die angesprochenen Themen der bewussten Kinderlosigkeit und veränderten Freundschaften interessant und keinen alltäglichen Lesestoff. Die Erzählperspektive wechselt zwischen den beiden Protagonistinnen Cassie und Billie. Das gefiel mir sehr gut, da man so merkt, dass jede seine eigene Wahrheit und Ansichten hat. Beide Protagonistinnen waren mir, mit all ihren Eigenarten, sympathisch. Einige Entscheidungen von Billie kann ich jedoch gar nicht nachvollziehen. Ich finde sie handelt oft unüberlegt. Vor allem bei der Entführung? Mir erschließt sich nicht wirklich, warum sie das getan hat. Ich finde Billie leider auch sehr abhängig von Cassie. Ich denke, dass sie aufgrund der prägenden gemeinsamen Jugend und Erfahrungen noch in der Freundschaft gefangen ist und sich nicht selbst lösen kann. Das Ende war für mich ein sehr guter Abschluss.
Es ist schwierig in Worte zu fassen wie mir das Buch gefallen hat. Ich mochte weder Billie noch Cassie als Charaktere. Cassie ist durch und durch selbstverliebt und zeigt nur wenig Empathie für ihre Außenwelt. Billie ist fast fanatisch in der Vergangenheit gefangen und kann sich nicht von einer Freundschaft lösen, die keine mehr ist. Diese sehr toxischen Strukturen ziehen sich durch das Leben der beiden Frauen und es war teilweise so anstrengend zu verfolgen, wie sich alles entwickelt hat und was dabei letztlich herauskam. Ich habe mir mehr Spannung, mehr psychologische Hintergründe und letztlich auch mehr Drama gewünscht. Leider nichts, das mich so richtig von sich überzeugen konnte.
»Und in unserer Kultur ist man ein schlechter Mensch, wenn man freiwillig auf Kinder verzichtet.« »Eine Aussätzige, im Grunde. Eine Frau ohne wirklichen Platz in der Gesellschaft.«
Nach und nach erfahren wir Cassies und Billies Vergangenheit. Wie sie zusammen aufwuchsen, Trauma und innige Freundschaft erfahren und alles füreinander sind, bis sie es nicht mehr sind. Es ist schmerzhaft, das mit anzusehen, aber gleichzeitig so fesselnd geschrieben, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen. Der Schreibstil ist flüssig, das Buch insgesamt gut gemacht – ABER: ich hasse Cassie. Ich hasse Cassie und ihre überheblich Art, dass sie mir nichtmal leid tun konnte. Ich hasse Cassie so sehr, dass es eigentlich schon beeindruckend ist. Wenn eine Geschichte so eine starke Reaktion auslöst, hat die Autorin definitiv etwas richtig gemacht. Wie bei Schauspieler*innen die man anfängt zu hassen, weil sie die Rolle vom Bösewicht so überzeugend gespielt haben. Leider ging das Gefühl aber nicht weg und die Handlungsstränge wirkten so für mich etwas unlogisch und gestellt, deshalb nur 3.5 ⭐️
“Was uns zusammenhält” von Carola Lovering ist ein fesselnder Roman, der die komplexen Beziehungen zwischen den Protagonisten beleuchtet. Die Autorin schafft es, die inneren Konflikte und die Entwicklung der Charaktere authentisch darzustellen. Die Erzählweise ist packend, aber es gibt auch einige vorhersehbare Momente, die die Spannung mindern. Einige Themen, wie Verlust und Identität, könnten für manche Leser:innen emotional herausfordernd sein. Insgesamt gebe ich dem Buch 3,5 Sterne. Es ist gut geschrieben und emotional tief, könnte aber in der Handlung etwas mehr Überraschung bieten.
Ich hab in das Buch gestartet und erwartet sofort zu wissen, wer die schlechte Person in dieser Freundschaftskonstellation ist. Wer im Recht und wer im Unrecht liegt. Während dem Buch ist diese Erwartung so schnell gekippt, dar zwischenmenschliche Beziehungen nicht schwarz weiß sind, ein Protagonist als Heldenfigur und ein Antagonist als Gegner*in. Das Buch verwischt dieses schwarz weiß Denken und zeigt wie komplex langjährige intensive Freundschaften und Beziehungen sind. Billie war für mich anfangs klar die Schurkin des Romans, die geschmähte Frau in deren Leben es nicht wirklich perfekt läuft und die ihre ehemalige beste Freundin stalkt. Im Laufe des Buches und mit der Offenbarung der Vergangenheit hat sich dieses Bild verschoben - ja, die Entführung von Cassie's Kind war furchtbar von Billie, aber durch die Erzählung hat man trotzdem Mitgefühl mit ihr? Die Erkenntnis am Ende, dass Cassie nie diese perfekte Freundin war, deren Bild Billie in Erinnerung hatte und uns versuchte zu ermitteln, sondern auch in der Vergangenheit immer zuerst an sich gedacht hat und ihr Handeln demnach ausgerichtet hat, war fantastisch. Ich dachte die ganze Zeit „Was ist passiert, dass Cassie auf einmal ein so eine Person geworden ist wie sie es in der Gegenwart ist?“ Dabei war sie schon immer so, nur Billie hat dies akzeptiert. Fand das Ende super in dem, dass Cassie wieder zu ihrem oberflächlichen Influencer Leben zurückkehrt, weil sie im Inneren genau dieses Leben möchte und Billie dies endlich akzeptiert.
Characteristics
3 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
In ihrem New Yorker Appartement lauscht die 35-jährige Billie auf Schreie der Panik. Es ist Cassie, ihre beste Freundin seit Kindertagen, die nur eine Etage über ihr wohnt, und sie hat gerade entdeckt, dass ihre kleine Tochter verschwunden ist. Als Billie den Blick senkt, liegt dort das Baby in ihren Armen. Ist sie für die Entführung verantwortlich? Wie konnte es dazu kommen? Psychologisch geschickt und mit viel Empathie entwirrt Carola Lovering in diesem spannungsgeladenen Roman das komplexe, hochemotionale Geflecht einer jahrzehntelangen Frauenfreundschaft.
Book Information
Author Description
Carola Lovering ist Autorin und Journalistin. Ihre Arbeiten erscheinen unter anderem in Vogue, The Cut, Marie Claire, W Magazine und National Geographic. Ihr Debütroman Tell me lies wurde 2022 als Serie verfilmt und ist aktuell auf Disney+ zu sehen.
Posts
Ein wirklich guter Schreibstil. Wir begleiten Billie und Cassie, die eine lange Freundschaft verbindet und in der nichts so ist wie es scheint. Zwei Frauen, die irgendwie nicht voneinander loskommen, egal was in ihrem Leben passiert, bis Billie einen fatalen Fehler macht. Spannend, toxisch aber gleichzeitig voller Emotionen, die man nachvollziehen kann. Zwei Lebenswege, die sich immer wieder kreuzen. Das Buch war gut aber eindeutig viel zu lang.
kurzweilig
Billie ist wie weggetreten und als sie zu sich kommt, hat sie das Baby ihrer Freundin auf dem Arm. Im Apartment über ihr hört sie ihre Freundin panisch nach ihrem Kind schreien. Wie ist es dazugekommen? Das Buch ist ein Spannungsroman mit Blick auf die Gesellschaft, dem Wunsch, gesehen zu werden und sich auf den sozialen Medien darzustellen. Vorallem aber ist es eine Geschichte über eine Frauenfreundschaft, die auseinander driftet und eine ganz besondere Vergangenheit hat. Ein halbes Sternchen ziehe ich ab, weil hier dringend eine Triggerwarnung hingehört hätte, die es aber nicht gab. Ansonsten war das ein Buch, das wirklich gut zu lesen war und keine Längen aufweist.
Eine Mutter schreit vor Panik, weil ihr Baby verschwunden ist, während Billie sich fragt, wie sie in die Situation geraten konnte, die kleine Tochter ihrer Freundin Cassie aus Kindheitstagen im Arm zu halten und vor aller Augen zu verstecken. Was nach den Beginn eines Thrillers klingt, rollt eine Geschichte über eine langjährige Freundschaft zwischen zwei Frauen auf, die sich nicht aufgrund ihrer Verschiedenenheit entfremdet haben, sondern viel mehr, weil beide unterschiedliche Bewältigungsstrategien für ein gemeinsames Trauma gefunden haben. "Was uns zusammenhält" ist eine der Geschichten, die in Schichten abgezogen werden muss. Nach und nach zeichnet die Autorin ein Bild von zwei Frauen, die sich ihr halbes Leben lang kennen, aber unterschiedlicher nicht sein können. Dabei sind beide Charaktere keine Symphatieträger. Wir lernen jedoch auf ganz raffinierte Weise, diese beiden Protagonistinnen und ihre Beweggründe kennen und finden uns vielleicht sogar in der ein oder anderen Form wieder. Die Geschichte über eine toxische Frauenfreundschaft kommt mit schweren Themen daher, die so spannend erzählt werden, dass man nur durch das Buch fliegt. Ich selber habe das Hörbuch gehört und kann es nur allen Fans von Hörbüchern ans Herz legen. Hear me out: "Was uns zusammenhält" ist underrated und hätte viel länger im Gespräch bleiben müssen. Eine ganz große Empfehlung meinerseits!!

Von Anfang an war ich überzeugt, dass dieses Buch ein 5-von-5-Sterne-Erlebnis wird. Es ist unglaublich gut geschrieben, spannend, und ich konnte mich in die Protagonistin Billie hineinversetzen. Cassie, als Gold Digger, war so treffend geschrieben, dass man sp wütend auf sie war, und doch hatte der Mutter-Teil eine sympathische Note. Doch dann kam das Ende und es war eine herbe Enttäuschung. Spoiler: Cassie lernt nichts!!!! Trotz der kurzen Nähe zu Billie, trotz der offensichtlichen Oberflächlichkeit ihrer Umgebung, kehrt sie ins Fake-Leben zurück. Ihr Ehemann respektiert sie nicht, sagt ihr immer wieder sein Geld wäre nur sein Geld, flirtet mit fremden Frauen und hält sie für hysterisch nach Ellas Raub! Ire Freundin Mackay ist oberflächlich, interessiert sich nur für gossip und Status ….all das erkannte Cassie doch!!!!… nur um am Ende doch wieder mitzumachen. Dass Billie kein klassisches Happy End bekam, war zwar bitter, aber nachvollziehbar, doch ich hätte mir gewünscht, Cassie hätte wenigstens begriffen, dass sie die oberflächliche Cassie und das alte Leben nicht braucht. Das wird zwar angedeutet aber mit nicht genug ausgeweitet. Trotz des enttäuschenden Endes bleibt das Buch unglaublich spannend. Wenn ich die letzten zwei Kapitel wegdenken würde, bin ich wunschlos glücklich über eine So gut geschriebene Geschichte. Also bleibe ich (zähneknirschend über das Ende) bei 5/5 Sternen.
Ich bin einfach ein riesen Fan des Verlages. Jedes Buch dass ich bisher gelesen habe, hat so viel vermittelt und wichtige Dinge angesprochen. Und die Geschichten sind so real! Egal ob gefühlsmäßig oder auf Freundschaften und Beziehungen bezogen. Jedesmal bin ich völlig überwältigt was diese Bücher aussagen. Auch hier ein großes Thema, die toxische Freundschaft zwischen Frauen. Wie ich auch schon Hot Mess gerne gelesen habe, ist auch hier dies das Kernthema. Aber auch gewollte Kinderlosigkeit (hätte ausgeprägter besprochen werden können), Freundschaft, Mutterschaft und coming of Age. Und das war großartig! Man erlebt verschiedene Zeitebenen und wie sich die Freundschaft zwischen Billie und Cassie entwickelt. Sie kennen sich schon Jahre lang, seit ihrer Kindheit. Billie, mit einer liebenden Mutter aufgewachsen, der Vater leider verstorben. Cassie hatte auch eine schöne Kindheit, aber sie hatte schon immer gewisse „Golddigger“ Charakterzüge, was sie mir super unsympathisch machte. Das hat sich auch später nicht geändert. Ich empfand sie als egoistisch und die Freundschaft mit Billie war für sie austauschbar. Obwohl sie viel zusammen erlebt haben. Und das schmerzt Billie sehr. Cassie und sie waren früher wie eins. Cassie war für sie da, als ihre Mutter an Demenz erkrankte. Das war so hart zu lesen. Doch ihre Wege trennen sich, nicht weil Billie es so gewollt hat. Nein, Cassie hat keinen Platz mehr für Billie. Verheiratet mit eine reichen Mann, tolle Wohnung, tolle reiche Verwandtschaft, kleine Boutique (finanziert von ihrem Mann und mehr Hobby als Arbeit) ein süßes Baby und einen Instagram Account auf dem sie sich in Szene setzt. Billie rennt Cassie hinterher und gibt sich viel Mühe. Möchte sie doch nur ein paar mal im Moment ihre beste Freundin sehen. Cassie sieht das als Ballast. Sie will nichts mit Billie unternehmen, sie schreibt ihr nicht zurück. Auf der anderen Seite macht sie Instagram Storys und Billie ist immer verletzter und wütender. Bis es an einem Abend dazu kommt, Cassie hat Geburtstag - Billie ist nicht eingeladen und wurde belogen was die Party betrifft - ist Billie zufällig im gleichen Wohnkomplex in dem Cassies Wohnung liegt. Billie soll die Katze ihrer Chefin füttern. Ein Stockwerk unter der Party verfolgt sie die Instagram Story ihrer vermeidlichen besten Freundin und hört ihr Baby schreiben. Doch es folgen immer mehr beschwippste Storys und Ella schreit und schreit. In einer Kurzschluss Reaktion klettert Billie die Feuerleiter hoch und schnappt sich Ella aus dem Bettchen. Ein paar Minuten später wird das fehlen des Babys entdeckt und die Panik ist groß. Das Drama kommt zu seinem Höhepunkt. Aber das Buch ist noch viel mehr als das. Man bekommt die Charaktere so facettenreich präsentiert als wäre man selbst dabei und wird durch Äußerungen verletzt. Ich konnte mit beiden Seiten mitfühlen und sie verstehen. Unfassbar gut geschrieben und sehr spannend wie sich das Leben der beiden nach und nach für den Leser zusammen setzt! Vielen Dank an Netgalley für das Leseexemplar!

Liest sich wie ein Thriller.
"Manchmal wächst man aus Leuten hinaus. Wie aus Jeans." [S. 58] Die Geschichte zweier einstmals bester Freundinnen, deren Freundschaft sich durch die Kluft unterschiedlich eingeschlagener Lebensweisen und Lebenswege entzweit - die jedoch aufgrund ihrer gemeinsamen Vergangenheit unwiderruflich miteinander verbunden sind. Mein erstes Buch aus dem Pola-Verlag hat mich super unterhalten. Ich fand sowohl die Vergangenheitsrückblenden als auch die gegenwärtige Handlung spannend und interessant, jedoch ergaben sich für meinen persönlichen Geschmack im Mittelteil einige Längen. Fazit: aktuelle Themen großartig verschriftlicht in einer packenden Story.
Hassliebe in einer Freundschaft
Bin um ehrlich zu sein mit sehr niedrigen Erwartungen an dieses Buch gegangen, weil mich die bisherigen Bücher des Verlages immer bisschen enttäuscht hatten und sehr kindisch und teils übel schlimm klischeehaft waren. Aber dieses Buch war einfach so gut! Es zeichnet hier ein sehr tiefgründiges Bild einer innigen Freundschaft aus Kindheitstagen, die im Erwachsenenalter mehr als auseinander driftet und in einem Ereignis ihren traurigen Tiefpunkt erreicht: die eine entführt das Baby der anderen. In soghaften Rückblicken aus Sicht der beiden Frauen erfahren wir nicht nur, was in den Tagen vor der Entführung passierte, sondern auch wie die Freundschaft in den 90ern entstand und was die beiden alles in ihrer Kindheit durchmachten. Triggerwarnung: es geht hier auch um Missbrauch. So zeichnet sich ein immer deutlicheres und psychologisch sehr komplexes Bild der beiden, das einen immer mehr in seinen Bann zieht. Obwohl man als Leser genau weiß, worauf das Ganze hinausläuft, ist der Weg dahin doch so unklar und voller (auch böser) Überraschungen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Es behandelt wirklich wichtige Themen der Zeit wie den Konsum von Social Media und das influencer Dasein, das damit verbundene Selbstwertgefühl und die Frage nach der Echtheit dieser ganzen aufgeblasenen Bubble. Es hinterfragt Frauen Freundschaften, und den Druck des Kinderkriegens, vor allem, wenn man doch eigentlich keine will, und warum man sich dafür so oft rechtfertigen muss. Ein wirklich soghaftes Buch, dass die Hassliebe die manchmal zu geliebten Menschen entsteht, aus dem psychologischen Aspekt grandios beschreibt.
Ein Buch über eine toxische Freundschaft und was es aus einen machen kann.
Ein Buch über zwei junge Frauen, die sich kennen lernen und auch die Sicht wie die beiden in ihren 30er leben. Es kommt teilweise wirklich spannend her und auch gab es Situationen wo ich geahnt habe in welche Richtung es geht. Teilweise emotional und stark. Das einzige was mir am Hörbuch ein bisschen fehlte, dass ich die beiden Perspektiven nicht ganz auseinanderhalten konnte. Empfehlung, dennoch Triggerwarnungen beachten.
Ein tolles Hörbuch!
Wow, ich weiß nicht, was ich erwartet habe - aber meine Erwartungen wurden übertroffen. Mit beiden Hauptfiguren konnte ich mitfühlen, wobei die Symphathie eindeutig bei Billie lag . Der Verlauf dieser Freundschaft kommt sicher (ohne diesen hier dramatischen Höhepunkt) auch im echten Leben vor. Von mir klare Empfehlung!
Ein wirklich gutes Buch von einem tollen Verlag über eine langsam zerbrechenden Freundschaft und die Traumata der Vergangenheit. Es ist in einer wechselnden Erzählperspektive geschrieben, was es möglich macht, sich gut in die beiden Protagonistinnen hineinzufühlen. Es ist das dritte Buch vom Pola Verlag, das ich lese und wieder bin ich begeistert. Ich werde definitiv weitere Bücher des Verlags lesen. Die Ankündigungen für das Frühjahr 2025 klingen schon sehr gut. Das Buch handelt von Billie und Cassie, zwei schon sehr lang verbundene Frauen, die besonders in ihrer Schul- und Collegezeit viel zusammen erlebt haben. Cassie strebt schon von Beginn an nach viel Anerkennung und einem geldreichen Aufstieg. Sie ist sehr auf Äußerlichkeiten bedacht und sorgt sich stets um ihre Außenwirkung. Sie heiratet einen Mann mit viel Geld, eröffnet ihren eigenen Laden und probiert sich als Influencerin. Billie hingegen sind diese Dinge nicht wichtig, sie ist eher auf dem Boden geblieben und bewertet Cassies Verhalten eher kritisch, traut es sich aber häufig nicht zu sagen. Sie ist in ihrer Persönlichkeitsstruktur eher sehr abhängig. Sie legt sehr viel Wert auf diese Freundschaft und versucht sie - ohne Rücksicht auf ihre Gefühle und Befürfnisse - am Laufen zu halten. Sie hat sehr viel psychisches Leid erfahren, was in Rückblicken immer wieder beleuchtet wird. Hauptstrang der Geschichte, ist die Entführung von Cassies Kind Ella durch Billie, womit das Buch auch direkt startet. Ich mag die Story sehr und doch bleibt bei mir die ganze Zeit so ein großes Fragezeichen über der Entführung stehen. Trotz aller Erklärungen im Buch, frage ich mich, wie Billie Ella aus einem Impuls heraus entführen konnte. Ich habe tatsächlich nicht damit gerechnet, dass das Buch ein Happy End hat. Ich freue mich für Billie jedoch sehr. Dass die Freundschaft der beiden auseinander geht, war nach der Entführung zu erwarten und völlig logisch. Für Billie auch gut, dass sie sich aus dieser toxischen Beziehung lösen kann.

Ich hatte eine wirklich gute Zeit mit diesem Hörbuch und hab jede ruhige Minute genutzt um weiter zu hören. Es handelt Billie und Cassie, zwei sich entfremdenten Freundinnen deren Lebenswege auseinander driften, aber nur eine kann dies akzeptieren. Bis Billie eines Tages einen folgenschweren Fehler begeht. Ich muss sagen das ich Cassie im Laufe des Buches immer unsympathisch fand. Wie eklig sie sich Billie gegenüber verhält kann ich bis jetzt nicht verstehen. Das Thema gewollte Kinderlosigkeit hätte gerne etwas präsenter sein dürfen. Ein gutes Buch, welches ich gerne empfehle.
Die 35-jährige Billie hört verzweifelte Schreie aus der Wohnung über ihr. Ihre beste Freundin Cassie hat entdeckt, dass ihre Tochter verschwunden ist. Doch Billie hält das Baby in ihren Armen. Hat sie das Kind entführt? Was ist passiert? Zwei Frauen, zwei Welten und eine Freundschaft, die alles andere als einfach ist. In "Was uns zusammenhält" von Carola Lovering treffen Billie und Cassie aufeinander: auf den ersten Blick zwei auf ihre Weise privilegierte Frauen in ihren 30ern, die sich gegenseitig das Gefühl geben, dass der Lebensstil der anderen falsch / nicht gut genug ist. Die eine ist frisch gebackene Mama, Ehefrau und Influencerin, die andere single und beruflich überall auf der Welt unterwegs. Beide lösten in mir einerseits Verständnis und andererseits Abneigung aus, die eine mehr, die andere weniger (Lookin' at you, Cassie... 👀) Die abwechselnden Sichtweisen sorgen dafür, das man den Figuren extrem nah kommt. Für das Hörbuch hauchten die Sprecherinnen Tessa Mittelstaedt und Karoline Mask von Oppen der Geschichte Leben ein. Von Billie bekommt man eine doppelte Perspektive, denn man erfährt ausschließlich durch ihre Augen von der gemeinsamen Vergangenheit der beiden Frauen, die von ihrer Jugend bis zur Gegenwart reicht. Ab der Mitte des Buches fügt sich die Handlung mit dem Prolog zusammen und nimmt dann noch einmal an Intensität zu. Besonders spannend fand ich, wie nach und nach die schockierenden Ereignisse aufgedeckt wurden, die die Frauen zu den Personen machten, die sie heute sind. Und auch in ihrem aktuellen Umfeld lauert einiger Zündstoff. Alle Figuren sind unglaublich lebensecht, das hat mir wirklich gut gefallen. Das Buch behandelt Themen wie (ungesunde) Frauenfreundschaften, Coming of Age, Mutterschaft und die bewusste Entscheidung dagegen. Es ist emotional, spannender als so mancher Thriller und regt zum Nachdenken an. Für mich 5⭐️ wert!

Ein tolles Hörbuch!
Wow, ich weiß nicht, was ich erwartet habe - aber meine Erwartungen wurden übertroffen. Mit beiden Hauptfiguren konnte ich mitfühlen, wobei die Symphathie eindeutig bei Billie lag . Der Verlauf dieser Freundschaft kommt sicher (ohne diesen hier dramatischen Höhepunkt) auch im echten Leben vor. Von mir klare Empfehlung!
Ich kam erst ziemlich schwer ist die Geschichte rein und wusste am Anfang nicht, ob ich es liebe oder total bekloppt finde. 🤣 Ab Mitte des Buches wurde es dann aber besser und ich konnte es dann auch genießen. Spannende Geschichte über eine toxische Freundschaft und was daraus entsteht. Welchen Preis muss man zahlen? Im Nachhinein habe ich es gerne gelesen und könnte mir diese Vorlage glatt als Film vorstellen.
Es fällt mir schwer, Worte für dieses Buch zu finden. Die Geschichte hat mich auf eine Art bewegt und mitgenommen, wie ich es nicht für möglich gehalten habe. Für einige Leser mag es nur eine Geschichte sein, aber durch Erfahrungen, die ich selbst machen musste, fühlte ich mich sofort mit Billie verbunden und wurde emotional total in die Story reingezogen. Ich habe mitgefiebert und die Art, wie Cassie billie behandelt, verabscheut. Dennoch kenne ich diese seltsame Abhängigkeit und buhlen um Aufmerksamkeit in einer einseitigen Freundschaft gut, was mich für die Story wahrscheinlich auch sehr anfällig in gemacht hat. Ich spürte richtig die innerliche Zerissenheit von Billie, die Wahrheit zu sagen oder diese seltsame Freundschaft aufrechtzuerhalten. Eine emotionale Geschichte, die mich zum nachdenken angeregt hat.
So emotional 🥺
Billie und Cassie sind beste Freundinnen seit ihrer Kindheit. Haben Höhen und tiefe Tiefen durchlebt, teilen Unmengen an Erinnerungen und nun hat Billie keinen Draht mehr zu Cassie und wird von ihr ausgeschlossen. Sie haben sich auseinandergelebt. Aber das möchte Billie nicht wahrhaben. Und eines Tages hält Billie Cassies kleine Tochter in den Armen, während sie gleichzeitig den Schreien von Cassie lauscht, die ihre Tochter sucht. Wie ist es dazugekommen? Und wie geht es mit ihrer Freundschaft weiter? Eine großartige und aufwühlende Geschichte über die Entwicklung einer Freundschaft über Jahre hinweg. Die Geschichte wird sowohl aus Billies als auch aus Cassies Sicht geschrieben und enthält einige Rückblicke, durch die die Komplexität der Freundschaft verdeutlicht wird und die Sichtweisen der beiden Freundinnen viel besser verstehen lässt. Wenn ich bisher gesagt habe, mich hat ein Buch direkt auf den ersten Seiten abgeholt, dann hat „Was uns zusammenhält“ das auf ein neues Level gesetzt. Es hat sich so nah und echt angefühlt. Und es hat mich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mit genommen. Der realistischen Gefühle. Gefühle, die Freundschaften in einem auslösen. Gerade die Freundschaften, die versuchen, die Tücken des Erwachsenwerdens zu überstehen. Die Zeit, in der sich das Leben so sehr verändert und (beste) Freundschaften mit unter einiges durchstehen müssen. Aber Leute, ein Ding geht nicht in meinen Kopf. Cassie hat eine 4 Monate alte Tochter & es wird so oft geschrieben, dass sie sich einen oder mehrere Drinks genehmigt oder sogar betrunken ist. WHY ?
Obwohl mich der Klappentext sofort angesprochen hat, konnte mich das Buch nicht zu 100% abholen. Es ist nicht schlecht, aber eben auch nicht wirklich gut. Es werden wichtige Themen wie Missbrauch und gewollte Kinderlosigkeit thematisiert, aber so wirklich rund war es für mich dann doch nicht. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis die Freundschaft der beiden Protagonistinnen und ihre Hintergründe und Entwicklungen erzählt wurden, sodass die eigentliche Handlung doch zu kurz gekommen ist und meiner Meinung nach nicht wirklich zufriedenstellen abgeschlossen wurde. Das Ende ist für mich in Rahmen der Vergangenheit nachvollziehbar, aber wenig realistisch. Insgesamt okay, aber not my cup of tea.
Ein anstrengendes Buch: Beschrieben wird die Entwicklung einer Beziehung aus der Perspektive von zwei Frauen. Vor zwanzig Jahren waren Cassie und Billie noch beste Freundinnen. Inzwischen haben sich ihre Wege getrennt. Billie leidet darunter, dass sie mit Mitte 30 noch immer in keiner festen Beziehung lebt und keine Kinder hat. Cassie dagegen hat sich einen superreichen Mann geangelt, hat mit ihm eine vier Monate alte Tochter. Sie produziert sich als Influencerin und ist in dieser durch Äußerlichkeiten definierten Bubble an Arroganz und Dämlichkeit kaum zu überbieten. Sie zu ertragen macht das Buch so anstrengend. Lesens- bzw. hörenswert ist es aber allemal, weil es der Autorin gelingt, die Scheinwelt der Influencerinnen bloß zu stellen und durch den gut nachvollziehbaren Wechsel von Perspektiven und Zeitebenen zunehmende Spannung aufzubauen.
Sollte man an alten Freundschaften immer festhalten?
Ich hab das Buch sehr gerne gelesen. Habe irgendwie was anderes erwartet, aufgrund des Klappentextes und den Anfang aber es hat mich nicht enttäuscht! Die Gedankengänge der zwei Protagonistinnen kann man gut verstehen wenn man Freundschaften hat die lange anhalten aber dann irgendwann etwas auseinander geraten. Würde ich weiterempfehlen ☺️
Aufwühlend, roh und komplex, so wie das Leben selbst auch.
„So werden Freundschaften eben, wenn man über dreißig ist, denke ich, während ich in Richtung Süden laufe. Die gegenseitige Liebe ist noch da, aber das Bedürfnis, sich ständig zu sehen, lässt nach und wird von etwas anderem ersetzt - Partnerschaften, beispielsweise. Aber vielleicht werden wir auch einfach nur müde.“ 💭 Um wen geht’s? Um Billie und Cassie. Sie sind Kindheitsfreundinnen, Schwestern im Geiste, tief verbunden durch gemeinsame Erinnerungen und Traumata. Solange, bis Cassie sich für ein neues Leben entscheidet und ihr altes ausschließt - und damit auch Billie. Wochen später entführt Billie Cassies kleine Tochter. 💭 Meine Meinung Zu sagen, dieses Buch sei mir unter die Haut gegangen, wäre eine Untertreibung - es hat sich mir regelrecht unter die Haut gegraben und sich in meinen Gedanken festgesetzt. Psychologisch facettenreich und immer in Grautönen malte die Autorin das Bild einer unendlich komplexen Freundschaft und warf dabei Fragen nach Schuld, Reue, Zugehörigkeit auf. Es ging nicht nur um Freundschaft, sondern auch um die Mutterrolle - darum, Mutter werden zu wollen, oder eben nicht. Erzählt wurde die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven von Billie und Cassie in der Gegenwart, aber auch in der Vergangenheit. So entfaltete sich das ganze komplexe Geflecht ihrer Freundschaft, ihrer Sehnsüchte, Wunden und Persönlichkeiten. Und während Cassie mich oft triggerte, ja fast abstieß, erkannte ich mich in Billie allzu häufig wieder; trotz allem, was sie tat. 💭 Fazit „Was uns zusammenhält“ ist ein Buch, von dem ich schon heute weiß, ich werde mich im Dezember 2025 daran erinnern - emotional so tief, dass es wehtat. Aufwühlend, roh und komplex, so wie das Leben selbst auch.

Kann man machen, muss man aber nicht.
Billie & Cassie kennen sich seit ihrer Kindheit und sind beste Freundinnen. Sie gehen durch dick und dünn, obwohl sie teilweise nicht unterschiedlicher sein könnten. Als Billies Mutter einen neuen Mann in ihr Leben lässt, geschieht etwas, dass sie für immer aneinander binden wird. Oder nicht? An und für sich habe ich das Buch ganz gerne gelesen, es ließ sich flüssig lesen und hielt seinen Spannungsbogen aufrecht. Wir alle kennen das erwachsen werden und das man sich dabei mit Menschen auseinander lebt. Wir versuchen manchmal verzweifelt Freunde zu halten, doch soll es manchmal nicht sein und dann ist es auch gut und richtig loszulassen. Billies Besessenheit von Cassie fand ich dennoch schwierig. Cassie ist ein Snob, für mich eine sehr unsympathische Figur und ich habe nie wirklich begreifen können, warum Billie so an ihr hängen mag. (Natürlich spielt das *Geheimnis* dabei eine große Rolle, aber nee ey...) Oft saß ich beim lesen und verdrehte die Augen, weil Billie sich so anbiederte... Wie gesagt, ich fand den Roman nicht schlecht und ich bin fest davon überzeugt, er hätte mir in jüngeren Jahren mehr zugesagt. Nun bin ich für all dieses oberflächliche College- supergirl Gehabe zu alt und das ist auch gut so 🤗 Kann man lesen, muss man aber nicht!

Aber ich brauche sie eben doch ...
Wenn enge Freundschaft auseinander driftet... ... und eine Person mehr daran hängt als die andere. Billie und Cassie sind unzertrennlich - bis sie es eben doch nicht mehr sind. Eine der beiden möchte einen Neuanfang starten, die andere hängt so sehr an der Freundschaft und versteht die Welt nicht mehr. Im Buch erfährt man, weshalb die Freundschaft von Billie und Cassie nicht mehr so ist wie damals und wie beide damit umgehen. Während des Lesens habe ich mich immer wieder gefragt, wie ich damit umgehen würde und wie es mir in deren Situation gehen würde. An sich war das Buch für mich relativ vorhersehbar. Es hat meinen Eindruck vom Buch aber nicht negativ beeinflusst. Rundum ein gutes Buch mit einer außergewöhnlichen Geschichte über Freundschaft 💫
Was uns zusammenhält ist ein vielschichtiger, zeitgenössischer Roman über die Komplexität weiblicher Freundschaften, geprägt von gemeinsamen Erinnerungen, tiefen Bindungen – und einem dunklen Geheimnis.
Carola Lovering erzählt die Geschichte zweier Frauen, die in ihrer Jugend eng miteinander verbunden waren und deren Wege sich im Erwachsenenalter auf schmerzhafte Weise verändern. Gefallen hat mir die Erzählweise: Durch Zeitsprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowie wechselnde Perspektiven gelingt es der Autorin, die Protagonistinnen greifbar zu machen. Der Spannungsbogen entwickelt sich langsam, aber stetig – getragen von der Frage, welches Geheimnis die beiden Hauptfiguren verbindet. Thematisch greift der Roman relevante gesellschaftliche Aspekte auf: die Entwicklung langjähriger Freundschaften, die Herausforderungen der Mutterschaft, die Entscheidung von Frauen, keine Kinder zu bekommen, sowie Fragen nach Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Akzeptanz. Diese Themen werden authentisch und sensibel verarbeitet, was dem Roman eine besondere Aktualität verleiht. Zwar weist die Handlung vereinzelt Längen auf, dennoch überzeugt das Buch durch seine emotionale Tiefe, gut ausgearbeiteten Charaktere und die lebensnahe Darstellung persönlicher Entwicklungen. Was uns zusammenhält ist ein lesenswerter Roman, der nachdenklich macht und einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt – besonders für Leser*innen, die sich für Beziehungen, Lebensentscheidungen und die Veränderlichkeit menschlicher Verbindungen interessieren.

Wenn Nähe zu Distanz wird!
Billie und Cassie waren seit ihrer Jugend unzertrennlich. Doch wie aus einer besten Freundschaft eine schwierige Beziehung werden kann, zeigt diese Geschichte in all ihren Facetten. Das Buch hat mich überrascht! Es war super einfach zu lesen und die toxische Freundschaft sowie die Veränderungen über die Jahre fand ich mega spannend – dass die Entfremdung von Jugendfreundschaften über Jahre hinweg thematisiert wird, kommt selten in Büchern vor. ✨ Durch Rückblicke und Perspektivwechsel zwischen den beiden Frauen wird schnell klar, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint – jeder hat seine eigene Wahrheit. Die Perspektivwechsel zwischen Billie und Cassie haben richtig gut funktioniert. Es war stark zu sehen, wie unterschiedlich die beiden Charaktere sind und wie ihre Ansichten aufeinanderprallen. Obwohl ich oft mit Cassie mitgefühlt habe, konnte ich Billie in manchen Momenten verstehen – auch wenn sie Dinge getan hat, die sie definitiv nicht hätte tun sollen. 😳 Der Schreibstil war super angenehm, und ich bin nur so durch die Seiten geflogen. 📖 Einziger Kritikpunkt: Das Ende kam mir etwas zu plötzlich und ich hätte mir einen größeren Knall gewünscht. 💥 Trotzdem handelt es sich um ein spannendes Buch, das ich definitiv empfehlen kann – besonders, wenn ihr mal ein Buch über Freundschaften anstatt Romanzen lesen mögt. 🫶
Zwischen Abhängigkeit und Verbundenheit
Ich war ehrlich gesagt positiv überrascht – Was uns zusammenhält hat mich deutlich mehr überzeugt, als der Klappentext zunächst vermuten ließ. Trotz eines Covers, das mich persönlich nicht besonders anspricht, entfaltet sich im Inneren eine fesselnde und eindringliche Geschichte über Freundschaft, Abhängigkeit und Machtverhältnisse. Im Zentrum stehen die beiden Hauptfiguren Billie und Cassie, deren Beziehung komplex, intensiv und stellenweise toxisch ist. Ja, beide Charaktere sind oft anstrengend und treffen fragwürdige Entscheidungen – aber genau das scheint von der Autorin gewollt zu sein. Carola Lovering gelingt es auf beeindruckende Weise, diese Widersprüchlichkeit authentisch und nachvollziehbar darzustellen. Das macht die Figuren nicht unbedingt sympathisch, aber glaubwürdig und menschlich. Besonders gut gefallen haben mir die Zeitsprünge und die wechselnden Perspektiven. Die Erzählweise – abwechselnd aus der Sicht von Billie und Cassie – bringt Tiefe in die Handlung und lässt beide Seiten der Geschichte sichtbar werden. So wird spürbar, wie sehr sich Nähe und Distanz, Loyalität und Manipulation in ihrer Freundschaft überlappen. Insgesamt habe ich das Buch sehr schnell gelesen – nicht nur, weil es spannend war, sondern weil es sprachlich und strukturell gut aufgebaut ist. Was uns zusammenhält ist ein intensiver Roman über weibliche Freundschaft, emotionale Abhängigkeit und das Erwachsenwerden.
Promising writing but lackluster plot
This book is one of the best explorations of childhood rooted friendship I’ve ever read. Personally I’d have even preferred it without the major plot point. Which is also why it’s only a three star read in total for me. The writing is great and the characters are full fledged and the topic of friendship in itself is so interesting. The main plot therefore to me just kinda tainted the entire experience, but especially the ending (a supposed happy one) just really disappointed me personally. I know this book will work wonderfully for others though, and I am excited to read more from this author
Wow, dieses Buch verspricht Gänsehautmomente pur!
„Was uns zusammenhält“ ist eines der wenigen Bücher, bei denen ich schon nach 50 Seiten wusste, dass es ein Highlight wird. Die Geschichte der Freundschaft zwischen Cassie und Billie hatte so eine starke Sogwirkung auf mich, dass ich beim Lesen ganz oft Gänsehaut bekommen habe. Eine Freundschaft, die zugleich berührend, tiefgründig und von psychologischer Komplexität geprägt ist. Hier werden ungeschönt die Abgründe einer verbitterten Freundschaft aufgezeigt. Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm und beschreibend. Die Rückblicke haben mir gut gefallen, sind aber alles andere als für schwache Nerven. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung!
Absolutes Highlight! 🤩
Ich hatte bei der Seitenanzahl zunächst die Befürchtung, dass dieser Roman sich ziehen könnte, aber es gab kein Wort zu viel. Ich bin nachhaltig absolut begeistert. Der Roman war spannend, witzig, verzweifelt, traurig und beide Perspektiven waren absolut nachvollziehbar. Warum Freund*innenschaft nicht immer gesund sind, warum und wie sie abhängig machen, wie wir Jahre später noch an ihnen hängen und wie weit die Verzweiflung führen kann - all das schafft Carlos Lovering hier überzeugend darzustellen.
„Manchmal wächst man eben aus Menschen heraus.“ Sehr passendes Zitat aus diesem wirklich schönen Buch.
Das war das erste Buch, das ich von diesem Verlag gelesen habe, aber sicher nicht das letzte. Alles in allem hat es mir sehr gut gefallen. Ich finde die angesprochenen Themen der bewussten Kinderlosigkeit und veränderten Freundschaften interessant und keinen alltäglichen Lesestoff. Die Erzählperspektive wechselt zwischen den beiden Protagonistinnen Cassie und Billie. Das gefiel mir sehr gut, da man so merkt, dass jede seine eigene Wahrheit und Ansichten hat. Beide Protagonistinnen waren mir, mit all ihren Eigenarten, sympathisch. Einige Entscheidungen von Billie kann ich jedoch gar nicht nachvollziehen. Ich finde sie handelt oft unüberlegt. Vor allem bei der Entführung? Mir erschließt sich nicht wirklich, warum sie das getan hat. Ich finde Billie leider auch sehr abhängig von Cassie. Ich denke, dass sie aufgrund der prägenden gemeinsamen Jugend und Erfahrungen noch in der Freundschaft gefangen ist und sich nicht selbst lösen kann. Das Ende war für mich ein sehr guter Abschluss.
Es ist schwierig in Worte zu fassen wie mir das Buch gefallen hat. Ich mochte weder Billie noch Cassie als Charaktere. Cassie ist durch und durch selbstverliebt und zeigt nur wenig Empathie für ihre Außenwelt. Billie ist fast fanatisch in der Vergangenheit gefangen und kann sich nicht von einer Freundschaft lösen, die keine mehr ist. Diese sehr toxischen Strukturen ziehen sich durch das Leben der beiden Frauen und es war teilweise so anstrengend zu verfolgen, wie sich alles entwickelt hat und was dabei letztlich herauskam. Ich habe mir mehr Spannung, mehr psychologische Hintergründe und letztlich auch mehr Drama gewünscht. Leider nichts, das mich so richtig von sich überzeugen konnte.
»Und in unserer Kultur ist man ein schlechter Mensch, wenn man freiwillig auf Kinder verzichtet.« »Eine Aussätzige, im Grunde. Eine Frau ohne wirklichen Platz in der Gesellschaft.«
Nach und nach erfahren wir Cassies und Billies Vergangenheit. Wie sie zusammen aufwuchsen, Trauma und innige Freundschaft erfahren und alles füreinander sind, bis sie es nicht mehr sind. Es ist schmerzhaft, das mit anzusehen, aber gleichzeitig so fesselnd geschrieben, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen. Der Schreibstil ist flüssig, das Buch insgesamt gut gemacht – ABER: ich hasse Cassie. Ich hasse Cassie und ihre überheblich Art, dass sie mir nichtmal leid tun konnte. Ich hasse Cassie so sehr, dass es eigentlich schon beeindruckend ist. Wenn eine Geschichte so eine starke Reaktion auslöst, hat die Autorin definitiv etwas richtig gemacht. Wie bei Schauspieler*innen die man anfängt zu hassen, weil sie die Rolle vom Bösewicht so überzeugend gespielt haben. Leider ging das Gefühl aber nicht weg und die Handlungsstränge wirkten so für mich etwas unlogisch und gestellt, deshalb nur 3.5 ⭐️
“Was uns zusammenhält” von Carola Lovering ist ein fesselnder Roman, der die komplexen Beziehungen zwischen den Protagonisten beleuchtet. Die Autorin schafft es, die inneren Konflikte und die Entwicklung der Charaktere authentisch darzustellen. Die Erzählweise ist packend, aber es gibt auch einige vorhersehbare Momente, die die Spannung mindern. Einige Themen, wie Verlust und Identität, könnten für manche Leser:innen emotional herausfordernd sein. Insgesamt gebe ich dem Buch 3,5 Sterne. Es ist gut geschrieben und emotional tief, könnte aber in der Handlung etwas mehr Überraschung bieten.
Ich hab in das Buch gestartet und erwartet sofort zu wissen, wer die schlechte Person in dieser Freundschaftskonstellation ist. Wer im Recht und wer im Unrecht liegt. Während dem Buch ist diese Erwartung so schnell gekippt, dar zwischenmenschliche Beziehungen nicht schwarz weiß sind, ein Protagonist als Heldenfigur und ein Antagonist als Gegner*in. Das Buch verwischt dieses schwarz weiß Denken und zeigt wie komplex langjährige intensive Freundschaften und Beziehungen sind. Billie war für mich anfangs klar die Schurkin des Romans, die geschmähte Frau in deren Leben es nicht wirklich perfekt läuft und die ihre ehemalige beste Freundin stalkt. Im Laufe des Buches und mit der Offenbarung der Vergangenheit hat sich dieses Bild verschoben - ja, die Entführung von Cassie's Kind war furchtbar von Billie, aber durch die Erzählung hat man trotzdem Mitgefühl mit ihr? Die Erkenntnis am Ende, dass Cassie nie diese perfekte Freundin war, deren Bild Billie in Erinnerung hatte und uns versuchte zu ermitteln, sondern auch in der Vergangenheit immer zuerst an sich gedacht hat und ihr Handeln demnach ausgerichtet hat, war fantastisch. Ich dachte die ganze Zeit „Was ist passiert, dass Cassie auf einmal ein so eine Person geworden ist wie sie es in der Gegenwart ist?“ Dabei war sie schon immer so, nur Billie hat dies akzeptiert. Fand das Ende super in dem, dass Cassie wieder zu ihrem oberflächlichen Influencer Leben zurückkehrt, weil sie im Inneren genau dieses Leben möchte und Billie dies endlich akzeptiert.















































