Feine Risse

Feine Risse

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Description

Eva Herbergen, engagierte Strafverteidigerin, will sich langsam aus ihrer Arbeit zurückziehen und mit Ehemann Peter das Alter genießen. Doch die düsteren Schatten ihrer Fälle reichen bis in ihr Privatleben hinein. In packenden Tableaus leuchtet Elisa Hoven in Feine Risse juristische wie biographische Dunkelzonen aus: Sicherheit ist Illusion, ein Urteil bleibt immer nur eine Annäherung an die Wahrheit. Feine Risse führt ins Dickicht der Zufälligkeiten bei der Entstehung von Straftaten. Die Ursachen verstecken sich oft tief in einer Vorgeschichte - und liegen manchmal so nahe, dass sie umso leichter übersehen werden.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
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Format
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Price
33.99 €

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21
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5

Mit „Dunkle Momente“ hat Elisa Hoven mich erst kürzlich beeindruckt. Infolgedessen war ich natürlich mehr als in großer Vorfreude auf „Feine Risse“. Wir begleiten hier erneut Eva Herbergen, die ich mehr als sympathisch und authentisch finde. Sie versucht ihrem moralischen Kompass treu zu bleiben, aber gleichzeitig spürte ich auch das Straucheln und wie nah ihre Grenzen manchmal davor sind zu verschwimmen, was ich unglaublich menschlich fand. Ich war erneut sehr gerne an ihrer Seite und habe sie beruflich und privat ganz nah auf ihrem Weg begleitet. Die Beleuchtung der neuen mehr als interessanten Fälle, der fesselnden Schreibstil von Elisa Hoven und die kurzen Kapitel haben für eine große Lesedynamik gesorgt. Deswegen konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen und habe die knapp dreihundert Seiten, in einem Rutsch förmlich verschlungen. Jeder einzelne Fall hat mich sehr nachdenklich gestimmt und mal wieder gezeigt, dass es nicht nur Schwarz und Weiss, sondern auch ganz viele Graustufen, was die Empfindung der Rechtsprechung angeht gibt. Wann ist ein Verbrechen ganz geklärt? Welche Fragen dürfen ungeklärt bei einer Verurteilung bleiben? Wie geht man mit Mandanten um, wenn man nicht sicher ist, ob sie die Wahrheit berichten? Wann spricht man von Gerechtigkeit? Diese und noch viel mehr Fragen haben mich die ganze Zeit beim Lesen umkreist und einige neue Denkanstöße ins Rollen gebracht. „Feine Risse“ hallt intensiv nach, sodass ich fast jeden Tag erneut an einzelne Fälle denke, weil sie nicht nur spannend, interessant, sondern auch emotional bewegend waren und es weiterhin sind. Elisa Hoven gehört mittlerweile zu meinen Must-Reads und ich kann nur eine ganz große Empfehlung für „Dunkle Momente“ & „Feine Risse“ aussprechen. 5/5 ⭐️ Happy Reading! Jasmin ♡

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5

Das erste Buch von Elisa Hoven "Dunkle Momente" hat mir ausgesprochen gut gefallen. Daher war ich sehr gespannt auf diesen Roman in dessen Mittelpunkt wieder Strafverteidigerin Eva Herbergen steht. Dieses mal habe ich mich für das Hörbuch entschieden. Eva wollte eigentlich bereits ihren Job aufgegeben und sich mit ihrem Mann Peter auf den Ruhestand vorbereiten. Doch noch mochte sie einen Autrag übernehmen und so erzählt sie von ihren Gällen und ein wenig aus ihrem Privatleben. Elisa Hoven lässt ihre Protagonistin wieder selbst von ihren düsteren Fällen und menschlichen Abgründen erzählen. Dabei kommt viel Erschreckendes, aber auch Verständnis für Opfer und Täter weckendes zu Tage. Deutlich geworden ist mir besonders die Schwierigkeit, als Strafverteidigerin Distanz zu wahren und Mitgefühl professionell zu leben. Der Schreibstil der Autorin ist klar, eindeutig, verständlich. In ihre kurzen Sätzen erschließen sich die Lebensgeschichten und Situationen, so dass man alles gut nachvollziehen und verstehen kann. Aneinandergereiht werden einige verschiedene Fälle erzählt. Verbunden wird alles mit einem erschreckenden Fund in ihrer Familie. Mit viel Gefühl, nachdenklich, aufgebracht und auch mal mit Humor in der Stimme liest Nina Kunzendorf den Text. Ihre Stimme klingt angenehm, wohltönend und klar. Dies hat mir ausgezeichnet gefallen. Ein Roman, der sehr informativ, empathisch, nahegehend ist, der aus aneinandergereihten Erzählungen aus dem Rechtsbereich durch eine interessante Rahmenhandlung zusammen gehalten werden. Zudem sind die beschriebenen Fälle sehr interessant und teilweise richtig spannend. Große Lese-, Hörempfehlung!

4

69/2026 Feine Risse

Wieder ein gutes Buch, aber für mich kam es an "Dunkle Momente" bei Weitem nicht heran. Während mich im Vorgänger Buch jeder Fall aufgerüttelt oder nachdenklich gemacht hat, empfand ich hier vieles als etwas zu konstruiert und gewollt. Gelesen bzw gehört habe ich es trotzdem gerne. Bookbeat

4.5

Eva Herbergen arbeitet seit vielen Jahren als Strafverteidigerin und liebt ihren Beruf, trotz aller moralischen Grauzonen, die dieser mit sich bringt. Sie verteidigt Menschen, die schuldig wirken oder es vielleicht sogar sind. Doch oft entscheidet nur ein einziger Moment darüber, ob jemand Opfer oder Täter wird. Auf Empfehlung einer Buchfreundin, die selbst Jura studiert, bin ich auf „Dunkle Momente“ aufmerksam geworden und nachdem mich dieses begeistern konnte, hat mich auch "Feine Risse" angezogen. Die Autorin ist Richterin am Sächsischen Verfassungsgerichtshof und bringt dadurch nicht nur Fachwissen, sondern auch spürbare Erfahrung mit. Trotz dessen, habe ich schon einige Sachen in der Richtung gelesen, die einfach "langweilig" geschrieben waren. Das ist hier nicht der Fall. Durch die Person Eva Herbergen bekommen wir einen Roman und keine einfaches Sachbuch. Finde ich super gelöst. Der Schreibstil ist auch hier wieder fesselnd, eindringlich und schafft es, einen unmittelbar in die einzelnen Fälle hineinzuziehen. Insgesamt begleitet man Eva Herbergen durch sechs Fälle aus ihrer Laufbahn. Dabei wird nicht nur geschildert, was passiert ist, sondern auch, wie mit den Mandaten umgegangen wurde, wobei es dieses Mal weniger Einblick in den Gerichtssaal gab und welchen Ausgang die jeweiligen Fälle nahmen. Auch hier ist die Skrupellosigkeit einiger Beteiligter wieder echt erschreckend. Die menschlichen Abgründe, die sich hier offenbaren, sind stellenweise wirklich tief. Das Buch zeigt eindrucksvoll, wie komplex Schuld sein kann und auf welche teils erschreckend cleveren Ideen Menschen kommen. Auch mein eigener moralischer Kompass geriet dabei hin und wieder ins Wanken. Interessant war zudem, dass selbst Strafverteidiger nicht immer die ganze Wahrheit kennen und ebenfalls manipuliert oder getäuscht werden können. Fazit Auch „Feine Risee“ regt stark zum Nachdenken an. Das Buch ist gleichermaßen aufwühlend, spannend und stellenweise befremdlich und genau diese Mischung macht es jedoch so lesenswert. Die Einblicke in die einzelnen Fälle, lassen einen tatsächlich stellenweisenoch mehr an der Menschheit zweifeln, als sowieso schon. Erneut 4,5 Sterne

5

Feine Risse“ von Elisa Hoven: Spannende Geschichten über Recht und Gerechtigkeit, Wahrheit und Lüge. Absolut fesselnd

Mit „Feine Risse“ setzt Elisa Hoven die Geschichte der Berliner Anwältin Eva Herbergen fort — und erneut gelingt ihr ein spannender Blick auf die Grauzonen zwischen Recht und Gerechtigkeit. Miteinander verwobene Geschichten, inspiriert von realitätsnahen Fällen und moralischen Konflikten. Eva Herbergen bleibt trotz ihres erfolgreichen Berufslebens nahbar und menschlich. Die Geschichten regen zum Nachdenken an: Was ist gerecht? Wo stößt Recht an seine Grenzen? Die ausführliche Rezension findet ihr auf: www.k-wie-kultur.de Disclaimer: das Buch wurde mir vor Erscheinungstermin freundlicherweise vom S. Fischer Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Feine Risse“ von Elisa Hoven: Spannende Geschichten über Recht und Gerechtigkeit, Wahrheit und Lüge. Absolut fesselnd
3

Das ist mein zweites Buch der Autorin. Eine Strafverteidigerin schildert mehrere Fälle, an denen sie beteiligt war. Gleichzeitig gibt es ein Rätsel aus ihrem privaten Umfeld, das sich als roter Faden durchzieht. Das erste Buch war genauso aufgebaut und hat mich weit mehr beeindruckt. Erst beim letzten Fall wird über Recht und Gerechtigkeit philosophiert, wie es beim ersten Buch viel öfter der Fall war. Die Fälle waren dort auch - sowohl kriminalistisch als auch juristisch - interessanter. Was mich genervt hat, war der wiederholte Satz: „Warum war ich nicht schon früher darauf gekommen?“ Das erinnert mich an ein TKKG-Hörspiel oder etwas in der Ernsthaftigkeit 😅

5

💿🎧 Feine Risse  ✍🏽 Elisa Hoven  📚 Argon audio  🗣️ Nina Kunzendorf 📅 Erscheinungstermin 27.05.2026 Ein Rezensionsexemplar mit freundlicher Genehmigung von @netgalleyde ➕ Ethische Fragen, die bewegen und zum Nachdenken anregen ➕ True crime ➕ Empathisch und nahbar erzählt  Eva Herbergen ist langjährige Strafverteidigerin und hat einiges erlebt. Nicht jeder Fall ist, wie er aus Anhieb wirkt und oft entscheiden winzige Details über Schuld oder Unschuld. Jeder einzeln Fall ist so einfühlsam und nachvollziehbar beschrieben, dass man mitfiebert und sich stets fragt, wie man sich selbst verhalten hätte. Dabei werden dem Leser auch die Grenzen jenseits vom klassischen schwarz / weiß aufgezeigt. Manchmal gibt es neben Recht und und Gerechtigkeit allerdings auch Fälle, in denen alle Beteiligten verlieren. Fälle, die unter die Haut gehen. Absolute Empfehlung für alle Fans von true Crime. Bereits "dunkle Momente" der Autorin war für mich ein Highlight. 

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5

Der schmale Grat zwischen Lüge und Wahrheit

Ich habe "Feine Risse" von Elisa Hoven als Hörbuch gehört, gelesen von Nina Kunzendorf. Eva Herbergen und ihr Ehemann Peter wollen sich so langsam in den Ruhestand verabschieden. Er muss, was ihm äußerst schwer fällt, sie will. Eva ist erfolgreiche Strafverteidigerin. Sie kennt den schmalen Grat zwischen Wahrheit und Lüge ihrer Klienten, sucht selbst nach der Wahrheit. Umso überraschender ist es für Eva und Peter, als ein Fall auch ihr Familienleben überschattet. Da ich selbst beruflich und privat von Juristen und Juristinnen "umzingelt" bin, konnte ich die Gedankengänge von Eva gut nachvollziehen. Hier merkt man genau, dass die Autorin vom Fach ist. Sie schildert den Zwiespalt zwischen Anwalt und Mandant: Erzählt der Mandant die Wahrheit? Oder erzählt er trotz Schweigepflicht nur die halbe Wahrheit oder lügt er? Die Autorin schildert am Beispiel von verschiedenen Fällen, wie nah die Grenzen zwischen Wahrheit und der subjektiven Wahrnehmung der Beteiligten ist. Hoven macht aber auch deutlich, dass die persönliche Biografie eines Straffälligen kein Grund für eine Straftat ist und sein darf. Bei aller fachlichen Kompetenz lässt die Autorin aber auch die Spannung nicht zu kurz kommen, was den Roman nicht in den Bereich Fachliteratur abdriften lässt. In einer Zeit, in der viele Menschen Urteile als nicht gerecht empfinden, ist dieser Roman umso wichtiger. Er zeigt Hintergründe auf und erläutert gleichermaßen, dass ein Mensch als unschuldig gilt, solange seine Schuld nicht erwiesen ist. Der Roman bietet in vielfältiger Weise Denkanstöße. Nina Kunzendorf liest gut und interpretiert die Denkweise von Eva Herbergen deutlich und klar. Ich habe ihr gerne gelauscht. Mich hat das (Hör)Buch fasziniert, ich empfehle es sehr gerne weiter. Es ist unterhaltsam und fachlich fundiert! 5Sterne und die Hoffnung auf ein weiteres Buch der Autorin!

5

Absolutes Highlight!!

Wie verteidigt man jemanden, von dem man selbst nicht weiß, ob man ihm verzeihen könnte? Mit „Feine Risse“ schafft Elisa Hoven erneut einen Roman, der weit über klassische Justizfälle hinausgeht. Die verschiedenen Fälle bewegen sich ständig zwischen Recht und Gerechtigkeit, Schuld und Mitgefühl, Wahrheit und Verschweigen, und genau diese moralischen Grauzonen machen das Buch so intensiv und eindringlich. Besonders beeindruckt hat mich, wie verständlich juristische Themen vermittelt werden. Die rechtlichen Abläufe, die Arbeit der Strafverteidigung und die klare juristische Vorgehensweise wirken authentisch und nachvollziehbar, ohne jemals trocken zu werden. Gleichzeitig zeigt die Autorin aber auch die emotionale Seite aller Beteiligten. Denn hinter Akten, Paragraphen und Urteilen stehen immer Menschen mit Schuldgefühlen, Ängsten, Wut und persönlichen Grenzen. Die Geschichte hat mich gerade wegen dieser emotionalen und moralischen Konflikte sehr berührt und immer wieder zum Nachdenken gebracht. Jeder der Fälle bringt eigene schwierige Fragen mit sich und zeigt, wie komplex Schuld, Verantwortung und Mitgefühl sein können. Gerade diese Vielfalt an Perspektiven und Schicksalen macht das Buch so eindringlich und sorgt dafür, dass man viele Situationen noch lange mit sich herumträgt. Besonders gelungen fand ich dabei die differenzierte Darstellung strafrechtlicher Grundprinzipien und der anwaltlichen Verantwortung. Der Roman macht deutlich, dass Strafverteidigung nicht bedeutet, eine Tat gutzuheißen, sondern die rechtsstaatlichen Garantien eines fairen Verfahrens zu sichern. Gerade dieser Spannungsbogen zwischen persönlicher Moral und beruflicher Pflicht wird fachlich überzeugend und zugleich sehr nachvollziehbar dargestellt. Auch die Frage, wie weit objektive juristische Bewertung und subjektives Gerechtigkeitsempfinden auseinanderliegen können, zieht sich konsequent durch die einzelnen Fälle und verleiht der Handlung zusätzliche Tiefe. Die Strafverteidigerin Eva Herbergen als Hauptfigur ist dabei unglaublich spannend. Sie versucht, professionell und sachlich zu handeln, doch man spürt immer wieder ihre innere Zerrissenheit. Genau das macht sie so authentisch. Der Roman zeigt eindrucksvoll, dass auch Strafverteidiger nicht nur ihre Mandanten sehen, sondern selbst mit moralischen Konflikten kämpfen. Besonders gelungen fand ich zudem die Verknüpfung zwischen ihrem Berufsleben und ihrem privaten Umfeld rund um Peter und dessen Familie. Die kurzen Kapitel sorgen für ein enormes Tempo, wodurch ich kaum aufhören konnte, weiterzuhören. Man merkt in jeder Szene die fachliche Kompetenz der Autorin, was die Fälle noch glaubwürdiger und intensiver wirken lässt. Vielleicht hat mich das Buch auch deshalb so abgeholt, weil ich selbst früher beim Gericht gearbeitet habe und diese schwierige Gratwanderung zwischen Gesetzestexten und menschlichen Emotionen gut nachvollziehen kann. Oft wirkt ein Urteil auf den ersten Blick eindeutig und trotzdem bleiben Fragen zurück, die sich nicht einfach in richtig oder falsch einteilen lassen. In Zeiten, in denen Entscheidungen von Gerichten häufig kritisch hinterfragt werden, wirken Geschichten wie diese besonders relevant. „Feine Risse“ erinnert daran, dass unser Rechtssystem klare Regeln braucht, gleichzeitig aber jeder Fall menschliche Schicksale mit sich bringt. Die verschiedenen Fälle regen immer wieder zum Nachdenken an und zeigen, wie schmal der Grat zwischen juristischer Bewertung und persönlichem Empfinden sein kann. Auch Nina Kunzendorf als Sprecherin war für mich eine perfekte Wahl. Sie transportiert die Spannung, die Schwere und die emotionalen Zwischentöne der Geschichten unglaublich intensiv. Wie schon „Dunkle Momente“ konnte mich auch „Feine Risse“ komplett überzeugen: emotional aufwühlend, spannend und voller Fragen, die noch lange nachwirken. Klare Empfehlung und für mich ein absolutes Highlight.

Absolutes Highlight!!
4

Die feinen Risse der Moral & unseres Rechtssystems

Elisa Hoven hatte mich mit „dunkle Momente“ absolut überzeugt & ich war gespannt, wie es mit Eva Herbergen weitergeht. Wieder werden wir mit verschiedenen Fällen konfrontiert, die Eva als Strafverteidigerin oder in beratender Tätigkeit begleitet. Und wieder finden wir uns in der Situation, dass es nicht immer ein ganz klares „Gut und Böse“ gibt. Die Komplexität von Schuld, Vergebung und Moral wird in diesem Buch sehr deutlich. Und dank den unterschiedlichen Fällen auch aus diversen Blickwinkeln beleuchtet. Wie schon im ersten Teil haben mich die einzelnen Fälle wieder zum nachdenken angeregt, allerdings etwas weniger als in „Dunkle Momente“. Allerdings hat mir, besonders das Wnde, noch einmal gezeigt wie schnell es feine Risse im Bezug auf Recht und Unrecht geben kann. Und wie wichtig es ist, dass unser Rechtssystem klare Linien zieht - auch wenn diese nicht immer zu „befriedigenden“ Ergebnissen führen. Wer sich gerne mit moralischen Dilemmata auseinandersetzt und interessiert ist am Rechtssystem in Deutschland, wird hier absolut auf seine Kosten kommen! Für Fans von: Justiz Literatur; moralischen Fragen; True Crime Grundton der Geschichte: informativ; bedrückend Danke an den fischertor Verlag für das Rezensionsexemplar

Die feinen Risse der Moral & unseres Rechtssystems
4

Spannend, kommt aber nicht an “Dunkle Momente” heran

"Dunkle Momente" habe ich förmlich verschlungen, so sehr war ich im Bann von Eva Herbergen und Fällen aus ihrer beruflichen Laufbahn als Strafverteidigerin. Dabei war es vor allem die Mischung aus Einblicken in ihr Privatleben und ihren beruflichen Alltag, die mich gefesselt hat. Eine fiktive Geschichte, die sich verdammt real angefühlt hat. "Feine Risse" setzt auf das gleiche Prinzip und wieder auf sehr unterschiedliche, aber packende Justizfälle. Diesmal stehen Eva und ihr Mann Peter kurz vorm wohlverdienten Ruhestand, können diesen aber nicht so richtig genießen, weil etwas passiert und vor allem einige Fälle ins Privatleben der beiden hineinreichen. Eine Fortsetzung, die man bequem an einem Tag "weginhalieren" kann. Trotzdem konnte sie mich nicht so sehr packen wie der erste Teil. Vielleicht, weil das Prinzip eben schon bekannt war und die Fälle in "Dunkle Momente" für mich moralisch grenzwertiger und damit interessanter waren. Kann man dennoch gut lesen/hören.

Spannend, kommt aber nicht an “Dunkle Momente” heran
5

Sehr interessant gestaltet und gemacht. Zudem würde es sehr gut vertont. Ich hab dem Hörbuch sehr gerne gelauscht. Inhaltsangabe (Quelle Amazon) Wenn Recht nicht reicht. Neue Fälle zwischen Recht und Gerechtigkeit, zwischen Schuld und Verschweigen, Wahrheit und Lüge Eva Herbergen, engagierte Strafverteidigerin, will sich langsam aus ihrer Arbeit zurückziehen und mit Ehemann Peter das Alter genießen. Doch die düsteren Schatten ihrer Fälle reichen bis in ihr Privatleben hinein. In packenden Tableaus leuchtet Elisa Hoven in »Feine Risse« juristische wie biographische Dunkelzonen aus: Sicherheit ist Illusion, ein Urteil bleibt immer nur eine Annäherung an die Wahrheit. »Feine Risse« führt ins Dickicht der Zufälligkeiten bei der Entstehung von Straftaten. Die Ursachen verstecken sich oft tief in einer Vorgeschichte – und liegen manchmal so nahe, dass sie umso leichter übersehen werden.

5

Wie schon in Dunkle Momente erzählt Elisa Hoven von faszinierenden Fällen. Und immer wieder die Frage: ist die Schuldfrage eindeutig zu klären? Und ist wirklich alles schwarz und weiß oder gibt es Graustufen? Ein Buch, das zum Nachdenken anregt, teilweise schockiert und auf jeden Fall im Kopf bleibt. Extrem gut!

4

Insgesamt eine gelungene Fortsetzung!

„Feine Risse“ knüpft direkt dort an, wo „Dunkle Momente“ aufgehört hat. Das Prinzip bleibt dabei weitgehend dasselbe wie im ersten Band. Da mir der Vorgänger sehr gut gefallen hat, war ich zunächst positiv gestimmt und gespannt darauf, ob das Konzept erneut funktionieren würde. Grundsätzlich gefällt mir die Mischung aus Kriminalfall und psychologischer Betrachtung weiterhin, allerdings stellt sich mit der Zeit auch das Gefühl ein, dass nicht mehr alles so frisch und überraschend wirkt wie beim ersten Mal. Ein kleiner Kritikpunkt ist, dass man den ersten Band eigentlich kennen sollte, um viele Anspielungen und Entwicklungen vollständig zu verstehen. Gleichzeitig bleiben diese Bezüge oft so vage formuliert, dass sie auch für Neueinsteiger funktionieren sollen. Dadurch entsteht für mich ein etwas merkwürdiger Mittelweg, der weder ganz konsequent auf Vorwissen setzt noch völlig eigenständig wirkt. Vor allem die ersten beiden Geschichten konnten mich nicht vollständig abholen. Auch die zentrale Frage nach Schuld und Verantwortung sowie das Motiv, dass ein Mensch mehr ist als seine schlimmste Tat, entfalten hier zunächst nicht dieselbe Wirkung wie noch im Vorgänger. Das Erfolgsrezept von „Dunkle Momente“ geht für mich daher nicht sofort wieder auf. Mit fortschreitender Lektüre wird das Buch jedoch immer stärker. Die Fälle werden interessanter, komplexer und nähern sich stilistisch zunehmend den Qualitäten des ersten Bandes an. Besonders positiv überrascht hat mich die übergreifende Nebenhandlung. Anfangs wirkte sie auf mich eher unnötig, am Ende bildet sie jedoch einen gelungenen Rahmen für die Themen des Buches und verleiht den einzelnen Geschichten zusätzlichen Zusammenhalt. Insgesamt hat mir „Feine Risse“ am Ende gut gefallen. Zwar erreicht der Band für mich nicht ganz die Klasse seines Vorgängers, dennoch bietet er einige starke Geschichten und interessante Denkanstöße. Wer „Dunkle Momente“ mochte, wird vermutlich auch hier einiges finden, das begeistert. Und obwohl ich den ersten Teil weiterhin für den stärkeren halte, würde ich mich über einen weiteren Band dieser Reihe definitiv freuen.

Insgesamt eine gelungene Fortsetzung!
5

Ganz große Leseempfehlung! Das ist wie Schirach lesen, nur ohne die nervigen Eitelkeiten.

4

Hier stehen die juristischen und moralischen Grauzonen unserer Gesellschaft im Mittelpunkt. Die Geschichte verbindet Elemente eines Justizkrimis mit tiefgründigen gesellschaftlichen Fragen. Was ich an diesen Büchern so mag, dass man so im Ungewissen bleiben und es keine „richtigen" Auflösungen gibt.

4

Sehr besonderer Erzählstil aus der Sicht einer Strafverteidigerin. Verschiedene Fälle und private Einblicke.

5

In den Grauzonen des Rechts In "Feine Risse" setzt Elisa Hoven das Konzept des Vorgängerromans "Dunkle Momente" fort. Wir begleiten die Strafverteidigerin Eva Herbergen durch ihre Arbeit an unterschiedlichen Fällen. Von Abschnitt zu Abschnitt geht es um andere Fälle, die verschiedene Schwerpunkte haben. Es geht unter anderem um Morde, Unfallflucht und interne Ermittlungsarbeit bei Klienten. Den roten Faden durch diese Fälle bildet das Privatleben von Eva und das Zusammenspiel mit ihrem Mann Peter, in dem sich ebenfalls "feine Risse" zu bilden beginnen. Ich fand alle Fälle interessant. Manche waren vielleicht etwas vorhersehbarer, andere dagegen sehr überraschend. Für mich steht aber nicht die eigentlich Auflösung der Fälle im Vordergrund, sondern die Reflektion. In allen Fällen zeigt sich, dass das Recht nicht nur schwarz-weiß ist. Es gibt Graustufen, Recht und Gerechtigkeit sind nicht immer das gleiche und es gibt Abgründe und Dunkelheit in Menschen. Gerade die ethischen Fragen, die sich in den Fällen ergeben, machen "Feine Risse" für mich spannend. Eva Herbergen ist eine sympathische Protagonistin, die aber auch ambivalent ist. Sie strebt danach, die Wahrheit herauszufinden, überschreitet dafür aber auch Grenzen. Diese Fehlbarkeit macht sie für mich menschlich. Es handelt sich hierbei nicht um den klassischen Thriller oder Krimi. Wer aber die Mischung aus Kriminalfällen und ethischen Fragen um das Recht spannend findet, ist hier (und beim Vorgängerroman "Dunkle Momente") sehr gut aufgehoben.

4

Zwischen Recht und Moral, zwischen Zufällen und Zusammenhängen.

4.5

Interessante Einblicke in den Alltag einer Strafverteidigerin

Das war mein erstes Buch von Elisa Hoven und es hat mir ausgesprochen gut gefallen. Ich mag ihren Schreibstil sehr, angenehm flüssig und interessant. Anfangs tat ich mich ein bisschen schwer mit der Art von Nina Kunzendorf, wie sie das Buch eingelesen hat, nun, da ich das Buch abgeschlossen habe, muss ich sagen, das es perfekt war, wie sie es gelesen hat! Das Buch handelt von der Strafverteidigerin Eva Herbergen, die sich mit dem Gedanken beschäftigt, im Beruf kürzer zu treten und in den Ruhestand zu gehen. Es werden Fälle erzählt, an die manchmal zufällig gerät, z.B. im Urlaub wird sie gefragt, ob sie jemand bei der Befragung durch die Staatsanwaltschaft unterstützen könne. Ich fand es sehr interessant, hinter die Kulissen unserer Justiz zu schauen, fand es spannend, wie sich die Fälle entwickelt haben und wie sie als Strafverteidigerin sich in den verschiedenen Situationen fühlte, wie sie als Privatperson damit umgeht. Einen kleinen Abzug mache ich, weil ich nicht glaube, dass Rechtsanwälte Freunden oder Bekannten beim Abendessen im Restaurant zu einem aktuellen Fall davon erzählen, was die polizeiliche Befragung ergeben hat. Auch die persönliche Verbindung bei ein paar Fällen fand ich etwas unrealistisch. Aber das ist nebensächlich, von mir eine klare Leseempfehlung und ich hab eine neue Autorin für mich entdeckt!

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