Die schönste Version Roman | "Sie findet Worte für Dinge, für die es oft keine gibt." Mona Ameziane

Die schönste Version Roman | "Sie findet Worte für Dinge, für die es oft keine gibt." Mona Ameziane

Ebook
4.2326

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Description

Nominiert für den Deutschen Buchpreis 2024 und für den aspekte-Literaturpreis 2024

Die späten Nullerjahre, frühen 2010er Jahre in einer ostdeutschen Kleinstadt: Die schönste Version erzählt die Geschichte von Jella und Yannick, von der ersten großen Liebe, die alles richtig machen will. Bis es kippt. Wieder zurück in ihrem Kinderzimmer fragt Jella sich, wie es so weit kommen konnte. Sie schaut noch einmal genauer hin: auf ihr Aufwachsen in der Lausitz. Kleinstadt und Kiesgruben, Gangsterrap und Glitzerlipgloss. Auf Freundinnen, die sie durch so vieles trugen. Und auf den Moment, in dem Yannicks Hände sich um ihren Hals schlossen.

Die schönste Version ist die Geschichte eines Erwachens, Erkennens, Anklagens, eine große Introspektion: Ruth-Maria Thomas schreibt über das Frauwerden, Frausein, von Körpern, Begierden und tiefen Abgründen. Mit stilistischer Brillanz, großer Leichtigkeit und Drastik erzählt Ruth-Maria Thomas in ihrem funkelnden Debütroman von den schönsten Dingen. Und den schrecklichsten.

"Ein berückendes Generationenporträt der Millennials" FAZ

«Ich bin beeindruckt – von der Intensität dieses Romans und der Hartnäckigkeit, mit der Ruth-Maria Thomas das Schicksal ihrer Heldin Jella zu ergründen sucht.» Julia Schoch (Das Liebespaar des Jahrhunderts, dtv 2023)

«Ich wünschte, es hätte dieses Buch schon in meiner Nachwendejugend gegeben. Hier steckt so viel Wissen drin, was damals schmerzlich fehlte.» Hendrik Bolz (Nullerjahre, Kiwi 2022)

«Dieser Roman ist jetzt schon eines meiner Highlights 2024. Ein Muss für uns und wirklich jeden Mann, der ansatzweise verstehen möchte, wie das Aufwachsen als Frau im Patriarchat uns kaputtmachen kann.» Louisa Dellert

Book Information

Main Genre
N/A
Sub Genre
N/A
Format
Ebook
Pages
17
Price
N/A

Posts

46
All
2

1,5 Sterne Das Buch über eine toxische Beziehung (von beiden aus) hat mich enttäuscht. Es ist zwar ein wichtiges Thema, aber die vulgäre Sprache und die unnötigen expliziten Beschreibungen haben mich gestört. Auch die Protagonisten waren mir unsympathisch und der Schreibstil hat mir nicht gefallen. Schade

2

Die schönste Version von Ruth-Maria Thomas

Ich hatte hohe Erwartungen an diesen Roman, denn toxische Beziehungen und Gewalt gegen Frauen, psychisch oder physisch, ist ein sehr wichtiges Thema, das unbedingt Gehör finden muss. Leider bin ich mit dem Schreibstil, das Fehlen von direkter Rede, und mit der flapsigen und vulgären Sprache nicht so richtig klar gekommen. Ich konnte keinen Zugang zu den Protagonisten finden und somit auch keine Emotionen erfahren. Jella war mir unsympathisch und der Charakter Yannick ging mir nicht tief genug. Weshalb Jella so ist wie sie ist, kann ich nachvollziehen aber bei Yannick fehlt mir das. Eigentlich hätte ich diesen Roman an 2 Abenden gelesen gehabt, aber wegen der Art des Schreibens, der Sprache, der "dunklen" Atmosphäre der Umgebung, musste ich mich täglich zwingen, wenigstens ein bisschen zu lesen. Die 2 Sterne gibt's für die Wichtigkeit des Themas und für das letzte Kapitel, das ich durchaus nachvollziehen konnte.

2

Leider war der Roman so gar nicht meins, dabei hat mich das Thema sehr angesprochen und es ist auch immens wichtig. Ich kam mit dem Schreibstil nicht so gut zurecht, besonders die fehlenden Satzzeichen haben meinen Lesefluss gestört. Ich schätze ich konnte mich deshalb auch nicht so richtig in die Charaktere einfühlen.

3

Ich weiß nicht so recht. Ja das Thema ist absolut aktuell und eigentlich auch wirklich gut umgesetzt, aber so richtig gepackt hat es mich nicht. Der Schreibstil war gar nicht meins, ich mag es gar nicht, wenn ich ohne wörtliche Rede lesen muss. Nie weiß ich wer wann spricht. Und die beiden Hauptprotagonisten fand ich einfach ultra anstrengend. Auch wenn Yannick definitiv zu weit gegangen ist, ist Jella mindestens genauso toxisch.

3

3,5 ⭐️ Hatte relativ hohe Erwartungen an das Buch, da es ja auf Social Media schon sehr beworben wurde. Anfang und Ende fand ich gut und gerade das Ende hat mir dann doch die ein oder andere Träne entlockt. Der Mittelteil war irgendwie anstrengend zu lesen und ich wollte schon mehr oder weniger abbrechen. Ich war kein besonderer Fan von der vulgären Sprache und fand auch Jella zeitweilig sooo unfassbar unsympathisch. Dieses ständige jedem gefallen zu wollen und sich dermaßen zu verstellen.. vorallem für Männer. Dann auch diese missgünstigen Gedanken über ihre Freundin. Vielleicht konnte ich mich einfach zu wenig damit identifizieren und mir hat es deshalb nicht so sehr gefallen.

5

Leider die pure Realität für viele Frauen und Männer

5

5 ⭐️ Jahreshighlight!

5

Habe schon lange nicht mehr so viele Gefühle auf jeder einzelnen Seite empfunden. Auch wenn es die meiste Zeit Wut war, die ich empfunden habe, kann ich dem Buch nicht weniger als 5 von 5 Sternen geben. Konnte nicht aufhören zu lesen.

4

Die Geschichte fängt direkt mit einer extremen Szene an, daher beachtet die TW. Zwar hat das Buch nicht so viele Seiten, dennoch geht die Geschichte unter die Haut und ist sehr intensiv, welches insbesondere durch die vulgäre Schreibweise der Autorin verstärkt wird. Ich mochte das Buch sehr und kann es jeden empfehlen, der auch schwere Kost lesen kann.

Post image
4

Berührend, bedrückend , bedeutend

5

ich habe noch nie bei einem buch so geheult wie bei diesem wow der Schreibstil war so vulgär aber hat perfekt zu Jellas Charakter und dem Thema gepasst. Eine Empfehlung für jedermann wünschte so ein Buch würde man in der Schule lesen

3

Ein Roman über eine junge Frau, ihre Jugend und zwischenmenschliche Beziehungen. Tatsächlich liegt der Schwerpunkt des Buches auf toxischem Verhalten sich selbst gegenüber, psychischer und physischer Gewalt in Beziehungen (kein Spoiler, weil das Thema direkt am Anfang des Buches klarwird). Das Buch gibt es bei Spotify als Hörbuch. Das Buch beschreibt die Dynamiken toxischer Beziehungen, man sieht wie sie sich als roter Faden durch das Leben der Protagonistin Jella ziehen. Interessant für mich war, wie die Prägung in der Jugend durch negative „erste Male“ das ganze Leben beeinflussen kann. Auch der Beginn einer toxischen Beziehung, die ersten Anzeichen, Lovebombing, Gaslighting, die Wechsel zwischen tollen Phasen und Eskalationen waren gut dargestellt. Beim Lesen ist man frustriert, dass die Protagonistin keine Grenzen zieht. Das ist natürlich von der Autorin beabsichtigt und auch sinnvoll. Das Buch bringt einen zum Nachdenken, ob man selbst in so eine Lage geraten könnte, oder ob Menschen aus dem Umfeld evtl. ähnliches erleben könnten. Nun zu den Störfaktoren, die mir das Buch irgendwie versaut haben. Die Sprache ist sehr vulgär und „roh“. Ich verstehe die Intention dahinter, ist ja oft bei modernen Büchern so. Das Ausmaß wirkt aber echt übertrieben und stört beim Lesen. Man hat das Gefühl, die Autorin wollte einfach gerne schocken, und das fand ich tatsächlich nervig. Das wiederkehrende Thema ist, dass Jella sich selbst ununterbrochen auf ihren Körper, ihr Aussehen und ihre sexuelle Leistung, die sie Männern bietet, reduziert. Sowohl Freundinnen, als auch fremde Frauen werden fast konstant als sexuelle Konkurrentinnen betrachtet. Auch hier verstehe ich zwar den Sinn dahinter und wie Jella so geworden ist, allerdings fiel es mir schwer, mich hineinzuversetzen oder eine Bindung zu ihr aufzubauen, da wir von ihrem Charakter primär diese Seite kennenlernen. Auch den anderen Charakteren fühlt man sich nicht nahe und sie haben für mich sehr flach gewirkt. Interessantes Buch mit einigen Schwachstellen. Auf jeden Fall kein Gute-Laune-Buch.

5

Ich habe mir dieses Buch als Hörbuch vorlesen lassen. Aufgrund der fast lyrischen Sprache von Thomas hatte ich stellenweise das Gefühl, ich hörte Slam-Poetry. Das war anfangs gewöhnungsbedürftig. Ich bin aber schnell reingekommen. Denn die Geschichte hat mich berührt – und bewegt. Die Protagonistin Jella wachst in den Nullerjahren auf. Sie erzählt vom Aufwachsen und vom Dazugehören wollen, von frauenverachtendem Gangsterrap, penibler Ganzkörperrasur und sexuellen Übergriffen. Als Zuhörer*in ist man schockiert ob der Beiläufigkeit. Als Millennial fühlt man sich ertappt. Diese schwierigen, problematischen Begebenheiten – hat man sie nicht selbst als beiläufig erlebt? Auf Diät seit dreizehn, weil Thinspo und Kate Moss uns lehrten "nothing tastes as good as being skinny feels". Stunden mit Rasierer im Bad verbracht, weil "haarige Frauen echt eklig und ungepflegt sind". Aufdringliche Berührungen geduldet, weil "tu doch nicht so, er findet dich scharf, es ist ein Kompliment" - und schliesslich fühlte sich jede Form von Aufmerksamkeit besser an, als Aussenseiter*in zu sein. Aufwachsen im Glauben, dass Frauen* schön, ruhig, glatt, dünn, unkompliziert, niemals eifersüchtig und immer wohlduftend zu sein haben. Schliesslich steht es doch so in den pastellfarbenen Mädchenmagazinen. Dem unerreichbaren Ideal nacheifern und sich folglich niemals gut genug fühlen. Das war aufwachsen in den Nullerjahren. Und genau davon erzählt die Geschichte von Jella. Und zwar schnörkellos, persönlich und authentisch. Ganz ohne zu moralisieren. Und ob diesem Bericht von Tatsachen beginnt man selbst zu moralisieren: Das war ganz schön Scheisse, ganz schön problematisch. Dass im Dunst, der sich aus Hormonen, fehlgeleiteter Emanzipation und neuen Medien ergab, oft gar nicht klar war, wo Einverständnis aufhört und Übergriffe anfangen. Dass jedes Mädchen im Umfeld mit Zweifeln über das eigene Aussehen aufgewachsen ist. Und dass man so tat, als wäre «Frauenarzt» ein cooler Rapper und seine Texte «schon ok». Doch die Geschichte von Jella erzählt noch mehr. Sie ist die Chronik einer Beziehung die darauf aufbaut Erwartungen erfüllen zu wollen. Erwartungen der Gesellschaft, von Eltern, Freunden und Partner*in. Niemals eigene. Bis sie kippt. Die Chronik einer Entfremdung von sich selbst.

1

Auf Seite 77 abgebrochen, weil ichs echt nicht lesen konnte. Wirklich, sowas Abartiges kam mir lange nicht mehr vor die Augen. Unerwartete Vergewaltigungsszene schön und gut, kann ich irgendwo noch mit leben, kein Grund aus dem ich es unbedingt abbrechen würde. Aber unerwartete Vergewaltigunsszene von einer höchstens 14/15 Jährigen und einem mindestens 18 Jährigen? Muss nicht sein. Als danach auch noch alles so hingestellt wurde, als ob das komplett normal ist und sie es sich direkt danach in ihrem Zimmer selbst macht und ihr einziger Gedanke ist, dass sie jetzt „endlich dazugehört“ und „endlich alles einen Sinn hat“ wars für mich vorbei. Vielleicht wird es noch besser, vielleicht kommt da noch irgendeine Art von Reflektion und von „ach warte, das ist falsch“, aber das werd ich definitiv nicht mehr mitbekommen.

5

Mir fällt es ganz ganz schwer einen ordentlichen Text über „Die schönste Version“ von Ruth-Maria Thomas zu schreiben, weil es soso viel mit mir gemacht hat. Also erst mal das wichtigste: TW/CW: Häusliche Gewalt, s3xualisierte Gewalt und eigentlich noch ganz viel mehr Wir lesen von Jella, eigentlich erzählt Jella von diesem Vorfall mit Yannick. Dieser Vorfall wird gleich zu Beginn schmerzhaft ehrlich dargestellt. Sie flüchtet zu ihrem Vater, in ihr altes Zimmer und wie die Tage vergehen, lernen wir Teenie Jella kennen und das hat mich, neben der Hauptgeschichte, fast noch mehr mitgerissen. Es geht brutal ehrlich um Girlhood, ums Erwachsenwerden, um Freundinnenschaft, darum Freundinnen (wegen einem Typ) nicht ernst zu nehmen, sich zu verändern (wegen einem Typ) und Dinge, die man mag aufgeben (wegen einem Typ), eine Version von sich zu sein, die man denkt, sein zu müssen, „bloß nicht die Fugen berühren.“ s. 186 Am Ende hab ich geweint. Und ohne zu viel zu spoilern, die To-Do Liste hat mir den Rest gegeben. Zu viel habe ich mich selbst in Ruths, nein Jellas Geschichte wiedererkannt und mich an unangenehme Schnipsel meiner Teenie und 20er erinnert. Uff. Lest das Buch. Auch wenn ihr (hoffentlich) nicht mehr in dieser Phase seid.

5

wieso habe ich dieses buch jetzt erst gelesen??

4

Die schönste Version von Ruth Maria Thomas hat mir richtig gut gefallen – ich würde dem Buch 4,5 Sterne geben. Die Geschichte ist packend und das Thema hochaktuell. Im Mittelpunkt steht Jella, eine junge Frau, die in einer ziemlich toxischen Beziehung mit Yannik feststeckt. Man sieht hautnah mit, wie diese Beziehung langsam auseinanderbricht, bis sie schließlich in einem Übergriff von Yannik endet. Besonders beeindruckt hat mich, wie anschaulich und ehrlich dieser Abwärtssog beschrieben wird – es bleibt einem teilweise richtig im Magen liegen. Der Schreibstil von Ruth Maria Thomas ist direkt und manchmal ziemlich derb, was aber ganz gut zu Jella passt und zeigt, wo sie als Person steht. Ihre Sprache bringt Jellas Unsicherheiten und ihre inneren Konflikte sehr gut rüber. Das Ganze wirkt dadurch total echt und zeigt auch, wie schwer es sein kann, sich gegen den gesellschaftlichen Druck zu behaupten. Eine große Rolle haben auch Frauen-Freundschaften gespielt, was mir wirklich gut gefallen hat. Im Laufe des Buchs ändern sich die Charaktere, aber es zeigt, wie wichtig es ist gute Freundinnen zu haben. Letztendlich geht es in Die schönste Version um einen Weg, den wahrscheinlich viele junge Frauen kennen: Dinge zu tun, die man eigentlich nicht will, und sich von Erwartungen gehetzt zu fühlen, viel zu früh erwachsen werden zu müssen. Es lässt einem auf jeden Fall mit einigen Gedanken zurück.

4

Ein Buch, bei dem ich zu der Menge gehöre, die es sehr gut fand. Die Meinungen scheinen hier zu sehr auseinander zu gehen, da viele Probleme mit der vulgären Sprache und der enormen Sexthematik haben. Ich kann persönlich verstehen, dass dies nicht jedermanns Sache ist. Dennoch bietet dieses Buch noch so viel mehr: eins der größten Themen ist, wie junge Frauen versuchen einem Schönheitsideal der Gesellschaft zu entsprechen. Versuchen ein bestimmtes Aussehen zu erreichen und bestimmtes Verhalten an den Tag zu legen, um der Männerwelt zu gefallen. Dies ist auch bei Jellas und Yannicks Beziehung eins der größten Probleme, denn Jella versucht alles, um Yannick zu gefallen und unterdrückt sich und wird dabei komplett unterdrückt. Dazu kommt, dass Jella schon von Teenagealter an eigentlich win gestörtes Verhältnis zu Sex hat, da Sie zu ihrem ersten Mal genötigt wurde und man dabei nicht vom freien Willen sprechen kann (ich weiß nicht ab wann man "offiziell" von Vergewaltigung sprechen kann, daher möchte ich mit dem Begriff vorsichtig sein). Dieses Ereignis beschäftig Jella noch Jahre lang und ist der Einstieg für das gestörte Sexualleben: denn Sie tut alles für den Mann, ob Sie dies selber möchte oder nicht. Daher ist Sex auch so ein großes Thema in diesem Buch, es ist der Anfang für viele Muster die Jella sich aneignet und die ihr im späteren Leben starke Probleme bereiten. Es kam schon öfters zu "kleineren" Handgreiflichkeiten zwischen Jella und Yannick, jedoch eskaliert die Situation irgendwann so stark, das Yannick Sie sogar würgt und Sie entsprechende Todesangst hat. Aus Reflex und Überlebenswillen schlägt Sie ihm die Pfeffermühle an den Kopf und rennt raus, eine Joggerin findet Sie aufgelöst und Todes panisch und hört wie Yannick droht Sie zu töten. Das nimmt zur Folge dass Sie Yannick anzeigt. Jella ist kein unbeschriebenes Blatt und zeigt in dem Buch auch häufiges Fehlverhalten, einfach durch diese ständige Unterdrückung, dass Sie das Gefühl hat Sie darf nicht so sein wie Sie es eigentlich ist — denn so würde Sie ja niemand lieben. Ein Punkt der mir etwas sauer aufstößt, ist dass das Kind nicht beim Namen genannt wird: es handelt sich um häusliche Gewalt - Punkt. Es war ein sexueller Übergriff in Ihrer Teenage Zeit — Punkt. Das finde ich etwas Schwach, da dies das Hauptthema des Buches ist und so wichtig ist zu benennen. Die vulgäre Sprache war an manchen Stellen ein wenig sehr over the top, habe mit so Schreibstilen keinerlei Probleme, aber es wirkte manchmal einfach wirklich zu viel und macht musste hier und da mal den Kopf schütteln. Dennoch konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen, die vulgäre Sprache fand ich persönlich passend für das Buch. 4/5

4

Wichtiges Thema. Gut zu lesen. Essenz für mich persönlich: Es kann auch dein woker, linker Kumpel sein.

5

Ich weiß nicht wo ich anfangen soll. Lange hat mein ein Buch nicht mehr so tief berührt. So viele Emotionen innerhalb von 6 Stunden Autofahrt als Hörbuch. Ich war wütend, ich war traurig, angewidert und schockiert. Rezensionen schreiben lasse ich meist sein, weil ich nie die passenden Worte finde und auch dieses Mal fällt es mir schwer. Während des gesamten Buchs habe ich mit mir gehadert wie viele Sterne ich wohl geben würde. Vor allem der vulgäre Schreibstil hat mir hin und wieder zu schaffen gemacht doch am Ende bis ich zu der Erkenntnis gelangt, dass es das nur noch mehr abgerundet hat. Ich habe mich so oft ertappt gefühlt und so viele meiner vergangenen Beziehungen hinterfragt und selbst meine aktuelle, in meinen Augen gesunde Beziehung durch ein Mikroskop angeschaut. Mir fehlen wie erwartet die perfekten Worte um zu beschreiben, was dieses Buch ist. Insgesamt aber definitiv 5 Sterne wert.

4

"Er hatte nicht das Recht zu zudrücken" Yella steht stellvertretend für den Druck, der auf Mädchen und Frauen lastet, bestimmten Schönheitsidealen, Verhaltensweisen oder Lebenswegen zu entsprechen. Dieser Druck kann zu Unsicherheit, Selbstzweifeln und dem Gefühl führen, nicht gut genug zu sein. Yella zeigt uns, wie wichtig es ist, sich von diesen Erwartungen zu befreien.

5

Uff. Heftiges Buch. Review folgt.

4

Triggerwarnung!: In diesem Buch geht es um sexuelle Übergriffe und Gewalt. Die Erzählung wechselt zwischen der Gegenwart und Rückblicken in Pubertät und Adoleszenz von Jella. Es gelingt der Autorin ein Bild der Figuren und des Ortes an dem Jella aufwächst zu malen. "Die schönste Version“ ist ein schonungsloser Roman, der eine manchmal vulgäre Sprache nutzt, um auf das Thema Gewalt im Leben von Frauen aufmerksam zu machen. Zum Inhalt: Jella will cool sein, ist cool und dann "passiert es". Doch als Jella Yannick kennen lernt hat sie es geschafft. Sie ist die Frau, die sie immer sein wollte. Die beiden ziehen zusammen. Seitdem lief es nicht gut. Jella, die sich zunächst ohnmächtig vorkommt leistet Widerstand.

5

10/10 mein Jahreshighlight

5

Absolute Leseempfehlung

„Die schönste Version“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite tief berührt. Es ist ein Buch über Selbstliebe & persönliche Entwicklung. Es zeigt auf, wie die unterschiedlichsten Lebenslagen uns prägen und wie wir lernen können, uns selbst anzunehmen, um Schritt für Schritt zu unserer schönsten, stärksten und authentischsten Version zu werden.

5

Uff. Gerade zu Ende gelesen und ganz schön mitgenommen. Was ein gutes Buch und wie nuanciert sie erzählt, was in dieser Beziehung der Prota Jella und Yannick alles schief läuft. Große Leseempfehlung, finde aber das Buch sollte stellenweise oder am Anfang eine Content Note beinhalten!

5

Ich habe das Buch verschlungen, wahrscheinlich auch deshalb, weil ich nahe an der Zielgruppe für dieses Buch bin. Mich interessiert es, wie Frauen sozialisiert werden und welche Mechanismen hinter toxischen Beziehungen stecken. Das Buch ist spannend, witzig und tiefgründig - wenn man sich darauf einlässt und Jella (die Protagonistin) nicht verurteilt. Es zeigt, wie die Gewaltspirale eine toxische Beziehung einnimmt. Wie Gaslighting die Opfer von Beziehungsgewalt zweifeln und verzweifeln lässt. Wie wichtig Familie und Freunde sind, um aus einer solchen toxischen Beziehung rauszukommen, aber dass gerade in solchen Situationen eine Distanzierung vom sozialen Umfeld stattgefunden hat. Das Buch ist nichts für schwache Nerven, aber es lohnt sich zu lesen.

5

Wortgewaltig. Jedes Wort ein ausgedrücktes Gefühl.

Dieses Buch beschreibt wunderschön und gleichzeitig ungeschönt Alltagssituationen und Gedankenwelten einer Jugendlichen und Heranwachsenden in der Lausitz. Ohne Zuviel vorwegnehmen zu wollen, ist es erschreckend eindrücklich beschrieben in welchem Teufelskreis sich Frauen bewegen zwischen geliebt und gesehen fühlen, Schamgefühl und Schuldbewusstsein. Während die männlichen Protagonisten ohne mit der Wimper zu zucken sich über Grenzen hinwegsetzen. Ein wütend machendes Buch, weil wir Frauen uns soviel gefallen lassen und wenn wir uns mal wehren, dafür so viel schichtig bestraft werden.

4

Eine Geschichte, die ich gerne als jüngere Version von mir gelesen hätte. Mir gefällt wie ungefiltert und ehrlich die Dynamiken zwischen den verschiedenen Charakteren aufgebaut werden.

4

Auf den zweiten Anlauf habe ich es doch beendet. Bei einigen Dingen habe ich mich wiedergefunden. Jedoch wäre eine Triggerwarnung zu Beginn gut gewesen, damit man sich darauf einstellen kann.

4

Die schönste Version“ ist definitiv kein leichtes Buch, weder thematisch noch emotional. Es behandelt häusliche Gewalt und sowohl seelischen als auch körperlichen Missbrauch, daher sollten Triggerwarnungen hier unbedingt beachtet werden. Der Schreibstil ist sehr direkt, rau und teilweise auch vulgär, was zur Geschichte passt, mir persönlich aber teilweise etwas zu viel war. Trotzdem liest sich das Buch insgesamt sehr flüssig, und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Inhaltlich hat mich die Geschichte auf jeden Fall gepackt auch wenn sie an manchen Stellen schwer auszuhalten war. Eine klare ⭐️-Bewertung fällt mir hier wirklich schwer. Es ist kein Buch, das man „mag“, sondern eher eines, das einen beschäftigt und nachhallt.

4

oh wow. dieser roman hat mir unglaublich gut gefallen und mich gleichzeitig so abgestoßen. es ist beeindruckend, wie viel unerwartete kraft- bum bum bum- zwischen den buchdeckeln pulsiert.

4

*4,5 Ich hab mich richtig in die Situation versetzt gefühlt auch in so einer Beziehung voller Gewalt zu stecken und nicht zu wissen was zu tun ist, wer recht hat und wer nicht Gruselig und beeindruckend zugleich

3

3,5 ⭐️ Ein Buch, das man erstmal sacken lassen muss. Die schnelle, einfache Sprache, die in den Rezensionen hier oft als derb und vulgär beschrieben wird, was sie deutlich ist, passt stilistisch gut zum Inhalt. Es geht um Jella, die im Osten Berlins groß geworden ist, im Plattenbau gewohnt hat und nun studiert und in einer Beziehung mit Yannick lebt. Dei beiden sind relativ schnell zusammengezogen und auch relativ schnell ist die Beziehung von Unterdrückung, Kontrolle sowie häuslicher, psychischer und körperlicher Gewalt geprägt. Das Buch beschreibt die innerliche Zerrissenheit von Jella zwischen Bleiben und Weggehen und der Rebellion einer Frau, die versucht Glück in ihrem Leben zu finden, nach eigenen Bedürfnissen zu leben und am Ende wieder zu sich selbst zurückzufinden - lange und kräftezehrend. Ein wenig hat mich das Buch an „Die Kinder vom Bahnhof-Zoo“ erinnert, sowohl von der Erzählweise her, als auch von den Rückblicken aus der Jugend von Jella und Shelly. Insgesamt fand ich das Buch am Anfang und am Ende besonders stark und mitreißend, in der Mitte hatte es aber einige Längen, weshalb ich zwischendurch auch überlegt hatte es abzubrechen. Für einen mentalen Abschluss der Story hat es sich aber gelohnt durchzuhalten, auch wenn das Ende dann sehr abrupt kam und meiner Meinung nach etwas zu schnell und offen vorbei war.

5

omg das Buch war ja mal absolut grandios

5

„Die schönste Version“ von Ruth-Maria Thomas ist ein eindringlicher Roman, der sich mit der Reise einer Frau durch ihre eigene Vergangenheit bis hin zur Gegenwart auseinandersetzt und die die Herausforderungen und Abgründe des Frau-Seins im Patriarchat eindringlich darstellt. Ruth-Maria Thomas, geboren 1993 in Cottbus und als Sozialarbeiterin sowie Literaturautorin bekannt, beleuchtet in diesem Werk zentrale Themen wie toxische Beziehungen, Gewalt und weibliche Sozialisation. Ihre Erfahrung als Mitgründerin des erotischen Literaturmagazins „Hot Topic!“ und ihre Arbeit im Rundfunk fließen in die kraftvolle und emotional aufgeladene Erzählung des Romans ein. Um was geht's? Das Buch spielt in der ostdeutschen Kleinstadt der späten Nullerjahre und frühen 2010er Jahre und folgt der Ich-Erzählerin Jella. Rückblickend auf ihr Leben, beginnt Jella, die gegenwärtig aus einer toxischen Beziehung flieht, sich mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Durch die Erzählung ihrer Jugend und den Umgang mit sexuellen (Gewalt-)Erfahrungen und toxischen Glaubenssätzen, offenbart sie eine tiefe und oft schmerzhafte Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Identität und dem Frau-Sein im Patriarchat. Die Erinnerungen an ihre ersten Beziehungen und die Gewalt, die sie erfahren hat, werfen ein Licht auf die Fallstricke weiblicher Sozialisation und den Weg von der ersten großen Liebe bis hin zur Selbstreflexion und Heilung. Meine Meinung „Die schönste Version“ ist ein Buch, das mich sowohl emotional als auch intellektuell tief bewegt hat. Die Autorin weiß, wie man die Komplexität des Frau-Seins und der persönlichen Entwicklung eindrucksvoll zu Papier bringen kann. Durch eine direkte und oft vulgäre Sprache gelingt es, die Intensität von Jellas Gefühlswelt spürbar zu machen. Während manch andere den Schreibstil möglicherweise als zu direkt empfinden könnten, fand ich ihn gerade passend, um die rohe Realität von Jellas Erfahrungen darzustellen. Die brutale Ehrlichkeit, mit der das Thema sexuelle Gewalt und toxische Beziehungen behandelt wird, ist eine Stärke des Buches, da man sich intensiv mit diesen wichtigen Themen auseinandersetzen MUSS. Die feministische Perspektive, die Ruth-Maria Thomas in ihren Roman einbringt, ist auf jeden Fall aufrüttelnd. Teilweise hatte ich das Gefühl manchen Szenen wollte die Autorin explizit feministisch aufladen, was für mich nicht ganz so gut gelungen ist. Dennoch bleibt die Darstellung der Gewalt und der psychologischen Effekte glaubwürdig und eindrucksvoll. Insgesamt habe ich „Die schönste Version“ als eines der besten Bücher des Jahres empfunden, das zwar nicht ohne Schwächen ist, aber in seiner Gesamtheit eine außergewöhnliche und notwendige Lektüre darstellt. Die Auseinandersetzung mit Gewalt und Machtstrukturen ist so prägnant und klar, dass es sich wie ein Sachbuch ohne den sachlichen Ansatz anfühlt. Deshalb vergebe ich dem Buch 5 von 5 Sternen. Eine ganz klare Leseempfehlung und für mich jetzt schon ein Jahreshighlight.

4

Über das Sterne Rating muss ich noch mal nachdenken. Schon etwas harte Kost, aber empfehlenswert. Stark geschrieben. Würd gerne drüber sprechen

1

Ich habe mich, in dem Wissen dass es um Gewalt geht, darauf eingelassen dieses Buch zu lesen. Kann ich nicht empfehlen. Naja trotzdem habe ich mich durchgerungen es zuende zu lesen. Obwohl der Schreibstil stressig war. Jeder Satz war so geschrieben, als wäre kein Platz zum Atmen. Als könnten die Worte nicht ausgesprochen werden, wenn Kommata, Punkte oder Großbuchstaben vorhanden wären. Als würde die Grammatik zu viel Raum einnehmen, so als würden Anführungszeichen zu anstrengend sein und Erklärungen zu viel. Gedanken zu der Situation sie real werden lassen. Also schnell schnell einfach drauf los schreiben, damit die Wahrheit ans Licht kommt's ohne dass man selbst es bemerkt. Ich glaube ich kriege noch immer nicht richtig Luft und mein Herz schlägt zu schnell. Also muss das Buch ja irgendwie sein Ziel erreicht haben. Die Gewalt ist greifbar, das Unwohlsein spürbar. Doch um ehrlich zu sein, finde ich es gerade deswegen besonders schlecht. Mir fehlt die Reflektion und die Einordnung der Geschehnisse, um wertvolle Erkenntnisse aus dem Bich mitnehmen zu können. Außerdem habe ich keine Verbindung zu der Protagonistin aufbauen können, weil sie in meinen Augen, nahezu ausschließlich, nicht nachvollziehbare Entscheidungen getroffen hat. Für mich definitiv eins der schlechtesten Bücher, die ich jemals gelesen habe.

3.5

Mochte die Sprache/ Wortwahl nicht. Thematisch total wichtig und realistisch, aufgrund der Gewalt schwer auszuhalten.

4

Sehr packend und emotional. Es lohnt sich zu lesen (braucht aber definitiv TWs/CNs), weil es mmN viele, auch erst im Nachhinein sichtbare, unterschiedliche Themen neben häuslicher Gewalt zeigt. Sprachlich ist es auch durch die krassen Stilbrüche zwischen vulgärer Sprache vs. braver Protagonistin besonders. Auch das Ende gefiel mir gut, am besten waren die mmN sehr realistischen Gedanken der Protagonistin.

4

Sehr packend und emotional. Es lohnt sich zu lesen (braucht aber definitiv TWs/CNs), weil es mmN viele, auch erst im Nachhinein sichtbare, unterschiedliche Themen neben häuslicher Gewalt zeigt. Sprachlich ist es auch durch die krassen Stilbrüche zwischen vulgärer Sprache vs. braver Protagonistin besonders. Auch das Ende gefiel mir gut, am besten waren die mmN sehr realistischen Gedanken der Protagonistin.

3

Ich hatte zwiegespaltene Gefühle beim Lesen: den Schreibstil und die Erzählweise hab ich gern gelesen. Der Wechsel in der Zeit, die Art der Erzählung, das hat mir gut gefallen, auch wenn es manchmal derb wird. Die Geschichte selbst hat mich aufgewühlt, aufgeregt, kopfschüttelnd zurückgelassen. Einerseits als Außenstehende so wenig nachvollziehbar, warum zwei Menschen miteinander leben, die so miteinander umgehen. Und warum die vielen Warnsignale von außen und auch vom eigenen Bauchgefühl der Protagonistin nicht ernst genommen wurden. Andererseits kann ich die Aussage: "Manchmal glaube ich, du bringst die schlechteste Version meiner selbst aus mir hervor, Jella" so nachfühlen und weiß selbst auch zu gut, dass in der Situation selbst alles manchmal gar nicht so einfach erscheint.

5

Das Buch war gefühlt in aller Munde, ich brauchte es also dringend. Die schönste Version war wie eine Reise in die Jugend. Ich konnte Situationen und Gefühle wieder erkennen, welche ich ebenso durchlebt habe. Es fiel teilweise schwer die brutale Direktheit zu lesen, aber für mich war dieser Weg vollständig passend. Es wird nichts verschleiert und Situationen werden unverblümt dargestellt. Innerhalb eines Abends habe ich die Geschichte verschlungen. Für mich jetzt schon eins der besten Bücher des Jahres.

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