Auf den Marmorklippen
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Description
Die Karriere der »Marmorklippen« seit ihrem Erscheinen 1939 war wechselhaft: Widerstandsschrift, Schullektüre, Problembuch. Diese Ausgabe liefert neben dem Roman zahlreiche Materialien zu Entstehung und Hintergründen der langjährigen Debatte.
Der Roman »Auf den Marmorklippen«, der zu Beginn des Zweiten Weltkriegs erschien, galt lange als ethisches und ästhetisches Problembuch im Werk Ernst Jüngers und wurde zugleich vielfach als Parabel auf den Nationalsozialismus verstanden. Nicht nur Jünger selbst schrieb ihm nachträglich eine darüber hinausreichende geschichtsphilosophische Erklärungsmacht zu. Der Jünger-Experte Helmuth Kiesel hat für diesen Band vielfältige Dokumente zusammengetragen und kommentiert:
- Entstehungsgeschichte und Rezeption der Nachkriegsjahre
- Überlieferungsgeschichte: Handschrift, Druck, Ausgaben
- Variantenverzeichnis
- Ausführliche Sach- und Worterläuterungen
- Bilddokumente
- Eigene Äußerungen Jüngers über die »Marmorklippen«
- Publizierte Rezensionen von 1939 bis 1945
- Prominente Äußerungen nach 1945
- Bibliographie
Book Information
Author Description
Ernst Jünger, am 29. März 1895 in Heidelberg geboren. 1901–1912 Schüler in Hannover, Schwarzenberg, Braunschweig u. a. 1913 Flucht in die Fremdenlegion, nach sechs Wochen auf Intervention des Vaters entlassen 1914–1918 Kriegsfreiwilliger 1918 Verleihung des Ordens »Pour le Mérite«. 1919–1923 Dienst in der Reichswehr. Veröffentlichung seines Erstlings »In Stahlgewittern«. Studium in Leipzig, 1927 Übersiedlung nach Berlin. Mitarbeit an politischen und literarischen Zeitschriften. 1936–1938 Reisen nach Brasilien und Marokko. »Afrikanische Spiele« und »Das Abenteuerliche Herz«. Übersiedlung nach Überlingen. 1939–1941 im Stab des Militärbefehlshabers Frankreich. 1944 Rückkehr Jüngers aus Paris nach Kirchhorst. 1946–1947 »Der Friede«. 1950 Übersiedlung nach Wilflingen. 1965 Abschluß der zehnbändigen »Werke«. 1966–1981 Reisen. Schiller-Gedächtnispreis. 1982 Goethe-Preis der Stadt Frankfurt/Main.1988 Mit Bundeskanzler Kohl bei den Feierlichkeiten des 25. Jahrestags des Deutsch-Französischen Vertrags. 1993 Mitterrand und Kohl in Wilflingen. 1998 Ernst Jünger stirbt in Riedlingen.
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Auch dieses Buch habe ich ursprünglich für meine Bachelorarbeit gelesen, habe es dann aber gestrichen, weil es einfach nicht so gut dazu gepasst hat (und mein Professor wollte, dass ich Texte streiche). Dieser Text wird in meinem Brockhaus zwar unter "Dystopie" aufgelistet, aber ich würde diesen Text von mir aus nie als Dystopie bezeichnen. Es gibt hier zwar einige Anspielungen, dass in der Vergangenheit etwas passiert ist, aber ich konnte keine Textstelle finden, in der klar gesagt wird, dass diese Geschichte in der Zukunft spielt. Und das ist eines der Hauptmerkmale an denen man eine Dystopie erkennt. Interessant wird dieses Buch vor allem dadurch, das zumindest ich nicht wusste, was genau vor dieser Geschichte passiert ist. Gab es einen Krieg? Ist das ein alternatives Universum? Was ist los? Es ist von einem alten "Pulverkopf" die Rede, manche Figuren haben Autos, aber im Allgemeinen hat diese Welt nicht besonders viel mit der unseren gemeinsam. Das merkt man auch an der Hauptfigur, die in einer Art Kloster auf den Marmorklippen lebt und damit abgeschieden von der Gesellschaft. Die Gesellschaft ist verroht und durch Gewalt geprägt. Zwar gibt es auch einige friedliche Gruppen, aber da ist auch der "Fürst", der Anhänger um sich schart und das Land verwüstet. Ich wurde aus diesem Buch nicht ganz schlau und werde definitiv noch so einige wissenschaftliche Artikel dazu lesen, um eine Interpretation zu finden, die mir passend erscheint. Die am weitesten verbreitete Idee ist wohl, dass es sich bei diesem Text um eine Parabel auf den Nationalsozialismus handelt. Ganz zufrieden bin ich mit dieser Erklärung aber nicht. Klar, das kann man ganz eindeutig so lesen, aber ich denke, dass da noch mehr in dieser Geschichte steckt. Mein Fazit? Habe ich gerne gelesen, allerdings werde ich mich noch länger mit möglichen Interpretationsmöglichkeiten beschäftigen.
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Die Karriere der »Marmorklippen« seit ihrem Erscheinen 1939 war wechselhaft: Widerstandsschrift, Schullektüre, Problembuch. Diese Ausgabe liefert neben dem Roman zahlreiche Materialien zu Entstehung und Hintergründen der langjährigen Debatte.
Der Roman »Auf den Marmorklippen«, der zu Beginn des Zweiten Weltkriegs erschien, galt lange als ethisches und ästhetisches Problembuch im Werk Ernst Jüngers und wurde zugleich vielfach als Parabel auf den Nationalsozialismus verstanden. Nicht nur Jünger selbst schrieb ihm nachträglich eine darüber hinausreichende geschichtsphilosophische Erklärungsmacht zu. Der Jünger-Experte Helmuth Kiesel hat für diesen Band vielfältige Dokumente zusammengetragen und kommentiert:
- Entstehungsgeschichte und Rezeption der Nachkriegsjahre
- Überlieferungsgeschichte: Handschrift, Druck, Ausgaben
- Variantenverzeichnis
- Ausführliche Sach- und Worterläuterungen
- Bilddokumente
- Eigene Äußerungen Jüngers über die »Marmorklippen«
- Publizierte Rezensionen von 1939 bis 1945
- Prominente Äußerungen nach 1945
- Bibliographie
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Author Description
Ernst Jünger, am 29. März 1895 in Heidelberg geboren. 1901–1912 Schüler in Hannover, Schwarzenberg, Braunschweig u. a. 1913 Flucht in die Fremdenlegion, nach sechs Wochen auf Intervention des Vaters entlassen 1914–1918 Kriegsfreiwilliger 1918 Verleihung des Ordens »Pour le Mérite«. 1919–1923 Dienst in der Reichswehr. Veröffentlichung seines Erstlings »In Stahlgewittern«. Studium in Leipzig, 1927 Übersiedlung nach Berlin. Mitarbeit an politischen und literarischen Zeitschriften. 1936–1938 Reisen nach Brasilien und Marokko. »Afrikanische Spiele« und »Das Abenteuerliche Herz«. Übersiedlung nach Überlingen. 1939–1941 im Stab des Militärbefehlshabers Frankreich. 1944 Rückkehr Jüngers aus Paris nach Kirchhorst. 1946–1947 »Der Friede«. 1950 Übersiedlung nach Wilflingen. 1965 Abschluß der zehnbändigen »Werke«. 1966–1981 Reisen. Schiller-Gedächtnispreis. 1982 Goethe-Preis der Stadt Frankfurt/Main.1988 Mit Bundeskanzler Kohl bei den Feierlichkeiten des 25. Jahrestags des Deutsch-Französischen Vertrags. 1993 Mitterrand und Kohl in Wilflingen. 1998 Ernst Jünger stirbt in Riedlingen.
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Auch dieses Buch habe ich ursprünglich für meine Bachelorarbeit gelesen, habe es dann aber gestrichen, weil es einfach nicht so gut dazu gepasst hat (und mein Professor wollte, dass ich Texte streiche). Dieser Text wird in meinem Brockhaus zwar unter "Dystopie" aufgelistet, aber ich würde diesen Text von mir aus nie als Dystopie bezeichnen. Es gibt hier zwar einige Anspielungen, dass in der Vergangenheit etwas passiert ist, aber ich konnte keine Textstelle finden, in der klar gesagt wird, dass diese Geschichte in der Zukunft spielt. Und das ist eines der Hauptmerkmale an denen man eine Dystopie erkennt. Interessant wird dieses Buch vor allem dadurch, das zumindest ich nicht wusste, was genau vor dieser Geschichte passiert ist. Gab es einen Krieg? Ist das ein alternatives Universum? Was ist los? Es ist von einem alten "Pulverkopf" die Rede, manche Figuren haben Autos, aber im Allgemeinen hat diese Welt nicht besonders viel mit der unseren gemeinsam. Das merkt man auch an der Hauptfigur, die in einer Art Kloster auf den Marmorklippen lebt und damit abgeschieden von der Gesellschaft. Die Gesellschaft ist verroht und durch Gewalt geprägt. Zwar gibt es auch einige friedliche Gruppen, aber da ist auch der "Fürst", der Anhänger um sich schart und das Land verwüstet. Ich wurde aus diesem Buch nicht ganz schlau und werde definitiv noch so einige wissenschaftliche Artikel dazu lesen, um eine Interpretation zu finden, die mir passend erscheint. Die am weitesten verbreitete Idee ist wohl, dass es sich bei diesem Text um eine Parabel auf den Nationalsozialismus handelt. Ganz zufrieden bin ich mit dieser Erklärung aber nicht. Klar, das kann man ganz eindeutig so lesen, aber ich denke, dass da noch mehr in dieser Geschichte steckt. Mein Fazit? Habe ich gerne gelesen, allerdings werde ich mich noch länger mit möglichen Interpretationsmöglichkeiten beschäftigen.






