Die Meerjungfrau von Black Conch

Die Meerjungfrau von Black Conch

Hardback
3.583
Costa Book Of The YearFrauenromanAutorinFlucht

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Description

»Ganz gewiss nicht die Meerjungfrau, die Sie kennen.« Margaret Atwood

Zwei Liebende. Zwei Welten. Ein unmögliches Glück. Mit beispielloser poetischer Leichtigkeit erzählt Monique Roffey aus weiblicher Sicht vom Mythos der Meerjungfrau. Sie erzählt vom Fremdsein in der Welt und vom Kampf einer Frau um Selbstbestimmung, sie erzählt von den uralten Narben der Kolonialgeschichte auf den karibischen Inseln und vom ungeheuren Wirbelsturm unserer Gefühle.

April 1976: Vor einer karibischen Insel sitzt ein junger Mann allein in seinem Boot. Er wartet auf den nächsten Fang, doch stattdessen taucht neben ihm eine Meerjungfrau auf. Aycayia. Auf ihr lastet der Fluch eifersüchtiger Ehefrauen, seit Jahrhunderten schwimmt sie im karibischen Meer. Ihr Volk, die Taino, gibt es längst nicht mehr. Und auch sie selbst droht als spektakulärer Fang zu enden, als sie von amerikanischen Touristen entdeckt und an Land verschleppt wird. Im letzten Moment kann sie David, der junge Fischer, retten. Er versteckt sie in seinem Haus, während sie sich langsam und schmerzhaft wieder in eine Frau zurückverwandelt. Doch kann Aycayia hier bei ihm tatsächlich ihre innere Freiheit finden? Monique Roffey hat eine der ältesten Geschichten der Literatur in ein schillerndes Meisterwerk unserer Zeit verwandelt. Wie begegnen wir uns? Wo gehören wir hin? Und wie unsicher ist der Boden unserer Vergangenheit, auf dem wir uns bewegen?

»Monique Roffeys Talent ist außergewöhnlich, sie schreibt so vielseitig wie couragiert.« Bernardine Evaristo

»Eine hochmoderne Meerjungfrauengeschichte.« The Times

»Mythos, Feminismus und Humor – wahrhaft originell erzählt.« The Daily Mail

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
240
Price
22.70 €

Author Description

Monique Roffey wurde in Port of Spain, Trinidad, geboren und wuchs überwiegend in Großbritannien auf. Sie unterrichtet Creative Writing an der Manchester Metropolitan University, ihre Essays erschienen unter anderem in The New York Review of Books und The Independent. Für ihr Werk wurde sie vielfach ausgezeichnet, 2020 erhielt sie für den Roman Die Meerjungfrau von Black Conch den Costa Book of the Year Award. Monique Roffey lebt in Trinidad und London.

Posts

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Was bedeutet es eine Frau zu sein? Was bedeutet es ein Mann zu sein? Was bedeutet es ein Mensch zu sein?

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🐢🧜‍♀️ "Warum sind Frauen so brutal zueinander? Eh?" "David, wenn wir das Mal wüssten." "Weil wir Männer die linken? Sind wir Schul, wenn die einander hassen? Wir sind es, die Frauen fertigmachen. Wir wolln nicht für die Kinder da sein, uns kümmern. Sind Frauen so schlimm, weil Männer so schlimm sind?" 🐢 Hier haben wir einen Roman, wo ich mir Anfang meinen Teil bei der Sprache gedacht habe. Sie ist fehlerbehaftet und beinhaltet viele Wortwiederholungen, die im ersten Moment komisch wirken. Aber es hat einen Grund. Die Geschichte wird aus drei Sichtweisen erzählt, von einem auktorialen Erzähler, von der Meerjungfrau, die in ihrer alten Sprache spricht und wir lesen das Tagebuch von David dem kreolischen Fischer. 🐢 In David's Tagebuch finden wir viel Umgangssprache, die einfach das damalige Wissen und die Sprache spiegeln soll. Sobald man sich eingelesen hat, ging das Buch aber flott zu lesen. 🐢 Aycayia, die Meerjungfrau wurde von eifersüchtigen Frauen vor Jahrhunderten verflucht und musste ab da ihre Zeit im Meer verbringen. Bis zu dem Tag, als sie auf den Fischer David trifft und sie von Amerikanern aus dem Wasser gezogen wird. David kann sie noch retten, bevor sie teuer verkauft werden soll, und in seiner Obhut beginnt sie wieder zur Frau zu werden. 🐢 Hier werden extrem viele Themen bearbeitet, die Sklaverei, die Eifersucht unter Frauen, die Entwicklung eines Menschen, der wieder alles von vorne erleben muss. Das Erblühen von Liebe und letztendlich beeinflusst Aycayia die Meerjungfrau alle mit ihrem sanften Wesen und stellt das Leben in Black Conch auf den Kopf. 🐢 Wie im Zitat oben geht es auch viel um das Miteinander, um das Auskommen, um vergeben zu können. Und mich hat die Menschheit hier wieder schockiert, gerade die Kreolen wollen hier die Meerjungfrau um viel Geld verhökern wie ein Stück Fleisch, obwohl es ihnen selbst als Sklaven nicht anders gegangen ist. Der ewige Kreislauf, der Wunsch, dass jemand anderer das selbe erleiden muss. 🐢 Mich hätte zum Schluss im Abschlusswort der Autorin interessiert, was es mit der Sprache auf sich hat, wo sie da recherchiert hat, oder ob sie das nach Gefühl gemacht hat.

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5

[Aus irgendeinem Grund habe ich hier meine Rezension noch nicht eingetragen, die auf meinem Blog bereits seit Dezember online ist. Ups.] Dieses Buch habe ich für die Uni gelesen und dann zusammen mit meiner Seminargruppe aus verschiedenen Winkeln betrachtet. Ein Teil dieser Seminargruppe folgt mir auch auf Goodreads oder verfolgt diesen Blog hier, ich muss mir also ausnahmsweise mal ganz genau überlegen, was ich über dieses Buch sagen soll. Ich möchte ja nicht, dass mir dann nächste Woche vorgeworfen wird, dass ich hier Falschinformationen verbreite. Im Zusammenhang mit diesem Buch sprachen wir über die Verbindung zwischen Meermenschen und der Umwelt und über die Darstellung von Behinderung in diesem Buch und diskutierten über Rassismus, Kolonialismus und Sexismus. Wie ihr seht, kommen hier also viele Themen zusammen, allerdings meiner Meinung nach, ohne dass dieses Buch zu einer zu bedrückenden Lektüre wird. In diesem Buch geht es um David, der beim Fischen auf die Meerjungfrau Aycayia trifft und sich in sie verliebt. Und eigentlich könnte jetzt eine zuckersüße Liebesgeschichte beginnen, wie wir sie aus vielen Liebesromanen kennen, doch das passiert hier nicht. Stattdessen wird Aycayia von amerikanischen Touristen gefangen und an Land verschleppt und kann nur in letzter Sekunde von David gerettet werden, bevor sie als Trophäe oder in einem Zoo endet. Eigentlich möchte David sie nur ein paar Tage in seiner Badewanne verstecken und sie dann wieder zurück ins Meer bringen, doch dann beginnt sich Aycayia in seinem Haus in die junge Frau zurückzuverwandeln, die sie war, bevor sie von eifersüchtigen Frauen ihres alten Volks dazu verflucht wurde, als Meerjungfrau zu leben. Ich glaube, besonders überrascht war ich darüber, wie unromantisch hier Meerjungfrauen dargestellt werden. Aycayia ist keine Schönheit, weder als Meerjungfrau noch als Mensch und das wird auch immer wieder beschrieben. Außerdem leidet sie nach ihrer Verwandlung zum Menschen am Leben, das sie an Land erwartet, was ich für realistisch halte. Sie war Hunderte Jahre lang eine Meerjungfrau - natürlich hat sie jetzt Probleme damit, sich wieder an ihre Beine zu gewöhnen und hat Schmerzen dabei, wenn sie versucht, wieder zu gehen. Sie verwendet deswegen Gehhilfen. Und natürlich wird sie das Sprechen neu lernen müssen, denn sie hat ihre Stimme seit Ewigkeiten nicht verwendet und die Sprache, die ihr Volk zum Zeitpunkt ihrer Verwandlung sprach, existiert heute nicht mehr. Gleichzeitig mit gesprochener Sprache lernt sie auch Gebärdensprache von einem kleinen gehörlosen Jungen in der Nachbarschaft. Aycayia kennt keine Technologie, keine laute Musik, keine Autos, alles ist neu für sie. Und ich fand es sehr interessant, sie dabei zu begleiten, wie sie sich langsam an dieses neue Leben an Land gewöhnt. Jedes der Kapitel hier in diesem Buch besteht aus drei Teilen. Zuerst erzählt ein allwissender Erzähler über David, Aycayia oder eine der anderen Figuren. Dann folgt ein Gedicht, in dem Aycayia zu Wort kommt. Und schließlich kommt ein Tagebucheintrag Davids. Diese Vielzahl an verschiedenen Stilen und Textsorten machte die Lektüre für mich anstrengend, aber gleichzeitig auch um vieles spannender als sie es sonst vielleicht gewesen wäre. Zu kämpfen hatte ich vor allem zu Beginn auch mit dem für mich ungewohnten Englisch, das hier verwendet wird, das in der Karibik aber typisch zu sein scheint, wenn ich das richtig verstanden habe. Auch das verlangsamte mein Lesen, war aber eine interessante Erfahrung. Mein Fazit? Ein sehr spannendes Buch, das sich allerdings nicht einfach so nebenbei lesen lässt.

3

Wie ein Fiebertraum aber insgesamt sehr gut und irgendwo auch aufschlussreich. Musste mich erst an den etwas eigenen Schreibstil gewöhnen. Gibt interessante Einblicke in den Kolonialismus.

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Ein Fischer rettet eine Meerjungfrau, welche sich dann in seiner Wanne zurückverwandelt und nach Hunderten von Jahren wieder lernt ein Mensch in den 60er Jahren zu sein. In einer Mischung aus Erzählung, Tagebucheinträgen und Versen der Meerjungfrau wird die Geschichte abwechslungsreich erzählt. Gut gefallen hat mir, dass zentrale Themen wie Kolonialismus und damit verbundener Rassismus, Geldgier und Frauenbilder nicht auf Biegen und Brechen anstregend abgehandelt werden, sondern immer wieder in die laufende Geschichte durch (mal mehr mal weniger direkte) Anspielungen in Dialogen oder Monologen eingestreut werden. Die Meerjungfrau regt alle, die mit ihr in Kontakt sind, zum Denken und Reflektieren an und verändert so deren Leben. Gerade bei der Charakterentwicklung Davids, von einem "Sweetman" zu einem "richtigen Mann", die er auch selbst immer wieder bemerkt, fällt es meiner Meinung nach am Stärksten auf. Man muss sich allerdings erst einmal an den Stil gewöhnen - die Übersetzerin hat versucht, den Slang des Englischen der Karibik auf die deutsche Sprache anzuwenden. Dabei kommen ab und an Formen zustande die den Lesefluss ins Stolpern bringen. Aber einmal dran gewöhnt, liest es sich gut weg!

3

Eine schöne Geschichte über eine verfluchte Meerjungfrau mit einem sehr speziellen Schreibstil, der sicherlich nicht für jedermann geeignet ist.

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Eine ganz besondere Geschichte!

Fesselnd, berührend und fantastisch!

Eine ganz besondere Geschichte!
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Ich liebte, liebte das Buch! So eine schöne Erzählung! Wer Meerjungfrauen liebt sollte unbedingt dieses Buch lesen.

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Gelungenes Sprachexperiment, dichte Handlung, Charaktere blieben mir aber fern.

5

Für mich ein absolutes Highlight und eine unbedingte Leseempfehlung!

Mit „Der Meerjungfrau von Black Conch“ hat Monique Roffey ein dramatisches, emotionales und vor allem einzigartiges Werk geschaffen. Sowohl sprachlich als auch bildlich wurden meine Erwartungen an das Buch um Längen übertroffen. Noch immer bin ich begeistert davon, wie packend die moderne Mythe um die junge Meerjungfrau geschrieben wurde. In der unverwechselbaren Geschichte geht es um die bittersüße Liebe zweier ungleicher Lebewesen, aber auch um Geschlechterrollen, Freundschaft, Einsamkeit, Liebe und Verlust. Und ja, das alles und noch viel mehr ist meisterhaft in 240 Seiten niedergeschrieben worden. Für mich ein absolutes Highlight und eine unbedingte Leseempfehlung!

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Mal was anderes. Sehr zu empfehlen!

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Eigenwillig trifft es wohl am ehesten. 'Die Meerjungfrau von Black Conch' aus der Feder von Monique Roffey, welche ich als Hörbuch gehört habe. Ein Buch, das zwar einerseits stilistisch außergewöhnlich ist, bei dem der Funke dann aber doch nicht so wirklich überspringen wollte. Warum ich trotzdem froh bin, nicht schon vorzeitig abgebrochen zu haben, könnt ihr in meiner Rezension lesen. Aycaya with the lovely voice... Ein Fluch war es, welcher Aycaya aus dem Volk der Taino einst ins Meer getrieben hat. Aus Angst vor ihrer Schönheit und ihrer Anziehung auf die Männer und aus Eifersucht wurde Aycaya zu einem ewigen Leben als Meerjungfrau verbannt. Bis sie 1976 von weißen US-Amerikaner aus den karibischen Gewässern gefischt wird. Brutal misshandelt und schwer verletzt, will man die Meerjungfrau verkaufen. Die Gier nach Profit ist groß. Der junge Fischer David rettet die Frau aus dem Meer und versteckt sie bei sich zu Hause, wo Aycaya nach tagelangen Qualen ihre Schuppen abwirft und sich zurück in eine menschliche Frau verwandelt. Und so beginnt die Geschichte von David und seiner Meerjungfrau auf der fiktiven kleinen Antilleninsel Black Conch. Der Klappentext hat mich sehr angesprochen, weshalb ich mich voller Enthusiasmus in die Geschichte gestürzt habe, nur um dann gleich mal ausgebremst zu werden. Der Schreibstil von Monique Roffey bzw. die Übersetzung von Gesine Schröder ist nämlich wirklich sehr gewöhnungsbedürftig und macht einem dem Einstieg ins Buch nicht gerade einfach. Die Sprache ist sehr eigenwillig, roh und derb. Der verwendete Dialekt wirkt urtümlich, fast schon primitiv. So wird zum Beispiel aus dem Wort "fischen" kurzerhand "kaschen" und der "Liebesakt" zum "Sexting". Und auch die Dialoge sind sehr gewöhnungsbedürftig und bewusst grammatikalisch falsch. Es hat wirklich länger gedauert, mich mit diesen Stil anzufreunden. Vielleicht wäre es leichter gewesen die Geschichte zu lesen als zu hören. Ich musste mich jedenfalls über weite Strecken sehr konzentrieren, um der Handlung auch richtig folgen zu können. Monique Roffey greift zahlreiche Themen auf. Es geht unter anderem um das Frausein und um Selbstbestimmung, um Andersartigkeit und dem Fremdsein, um Hass, Eifersucht und Gier. Der Kolonialismus der Vergangenheit und dessen Folgen noch heute spürbar sind, ist auch ganz großes Thema. Das alles erzählt Monique Roffey anhand der alten karibischen Legende der verfluchten Meerjungfrau Aycaya. Mich konnte vorallem die zweite Hälfte packen. Ich wollte eigentlich schon vorzeitig abbrechen, bin letztlich aber froh zu Ende gehört zu haben. Ab der Hälfte haben sich einige Knoten gelöst, ich konnte die Handlung, die großteils aus Davids Sicht geschafft ist, mehr genießen. Etwas zu kurz kamen mir die Kapitel aus Aycayas Perspektive. Gerne hätte ich mehr von ihr selbst gehört, dann wäre sie für mich auch greifbarer geworden. Das Hörbuch wird von Patrick Abozen und Sina Martens gelesen. Besonders Sina Martens Interpretation möchte ich hervorheben. Sie hat es geschafft Aycayas Leiden und ihre Sehnsüchte wunderbar mit ihrer Stimme zu transportieren. Ich fand ihre Lesung sehr gelungen. Fazit: 'Die Meerjungfrau von Black Conch' ist eine sehr eigenwillige Interpretation von Monique Roffey. Ich habe relativ lange gebraucht, um mich an den Stil der Autorin zu gewöhnen. Dieser ist sehr urtümlich und derb. Der Versuch die karibischen Dialekte einzufangen ist in der Übersetzung etwas holprig zu lesen. Wenn man sich daran gewöhnt, bekommt man eine eindringliche Geschichte präsentiert, die sich neben dem Mythos Meerjungfrau unter anderem mit dem Kolonialismus und dessen Folgen, Selbstbestimmung, dem Frausein, aber auch mit dem Anders- und Fremdsein, Hass und Gier auseinandersetzt. Definitiv außergewöhnlich, auch wenn der Funke bei mir nicht ganz überspringen wollte.

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Eine Geschichte ueber eine Meerfrau, die die Differenzen zwischen Mann und Frau, zwischen Schwarz und Weiß, zwischen Anders und Normal aufzeigt.

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Abgebrochen auf S. 87

Und wieder einmal mehr zeigt sich, dass ich nicht der experimentelle Typ bin. So interessant und ansprechend ich den Klappentext auch fand, die Story und ich kamen nicht zusammen. Der von der Autorin verwendete Slang / karibische Dialekt hat mich nicht nur genervt, sondern mir auch sauer aufgestoßen, vermittelte er mir doch irgendwie den Eindruck, als seien die Bewohner Black Conchs völlig einfach strukturiert, um nicht zu sagen dumm. Da ich die Originalsprache nicht kenne, kann ich an dieser Stelle natürlich nicht beurteilen, ob sie eins zu eins so klingen würde, ich weiss aber auch nicht, was mich mehr schockieren würde. Wenn es so wäre oder wenn es nicht so wäre. Es geht also um eine Meerjungfrau. Ihr Name ist Aycayia. Auf ihr lastet ein Fluch, denn sie war einst so schön, dass sie allen Männern den Kopf verdreht hat und nun muss sie ihr verfluchtes Dasein in den Gewässern vor Black Conch verbringen. Eine Gruppe amerikanischer Touristen fischt sie bei einer Angeltour aus dem Wasser und hängt sie am Hafen auf, um mit ihrem außergewöhnlichen Fang anzugeben. Es muss nicht erwähnt werden, dass den Männern voll einer abgeht und sie alle durch die Meerjungfrau sexuell erregt sind und teilweise versuchen sich an ihr zu vergehen. Das fand ich übelst primitiv. Ein junger Inselbewohner namens David Baptiste rettet die Nixe und versteckt sie in seiner Badewanne, wo sie sich nach und nach in ihre ursprüngliche Gestalt zurück verwandelt. Wie es weitergeht kann ich nicht beantworten, ich habe auf Seite 87 aufgegeben, überlegt abzubrechen habe ich aber schon nach den ersten zehn Seiten. Was mich übrigens auch mega stört: Das Buchcover gefällt mir richtig gut, aber wem ist es denn eingefallen den Strichcode so dermaßen dumm auf die Vorderseite zu drucken? Das sieht doch sch... aus.

Abgebrochen auf S. 87
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Die Rache der Frauen

'Die Meerjungfrau von Black Conch' von der Autorin Monique Roffey ist in meinen Augen ein etwas spezielles Buch. Es handelt von dem Fischer David Baptiste dem sich eines Tages überraschend eine Meerjungfrau zeigt. Aycayia war einst eine normale junge Frau die mit ihrem Tanz und ihrem Aussehen der Männerwelt den Kopf verdrehte. Durch den Fluch eifersüchtiger Ehefrauen verwandelte Sie sich in das Halb und Halb Wesen. David rettet Sie vor der Habgier und Grausamkeit anderer Fischer und versteckt Aycayia bei sich im Haus. Eine völlig ungewöhnliche Zeit beginnt und beide wachsen aneinander. Ich bin etwas zwiegespalten was meine Meinung zu dem Buch angeht. Es ist oft etwas ungewöhnlich geschrieben und ich dachte das es schlecht oder sehr unschön übersetzt wurde. Aber am Ende von der Geschichte erklärt die Übersetzerin selbst, das sie damit den Dialekt der Insel und deren Bewohner hervorheben wollte und auf einmal machte es etwas mehr Sinn. Die Geschichte an sich ist okay und lässt sich schnell lesen. So ganz mein Ding ist es nicht, aber ich bin mir sicher es gibt durchaus Liebhaber dieses Stils. Ich würde 2,5 Sterne vergeben.

5

Totally different - eine ganz andere Art von Liebesgeschichte- verliebt in Sprache, Setting und storyline! Karibisches Flair, ließ mich nicht mehr los, die Meerfrau!

2

Aycayia wurde einst verflucht eine Meerjungfrau zu sein. 1976 wird sie von einer Gruppe Seemänner gefangen und auf die fiktiven Karibikinsel Black Conch geschafft. David, ein weiterer Seemann rettet sie und versteckt sie bei sich zuhause. Langsam beginnt Aycayia sich in einen Menschen zurückzuverwandeln, aber die anderen Seemänner suchen immer noch nach ihr und nicht jeder auf Black Conch ist ihr so wohlgesonnen wie David. Der Schreibstil und Aufbau des Buchs sind toll. Einige Teile sind Gedichte (der Singsong der Meerjungfrau) und vieles ist im Original im karibischen Dialekt geschrieben, die Übersetzung gibt sich hier auch viel Mühe dies zu übertragen. Leider war das Buch abgesehen von Stil nicht so meins. Dafür das es recht kurz ist, war es sehr repetitiv. Alles, was passiert wird aus so vielen Blickwinkeln erzählt immer wieder erzählt, ohne dass die einzelnen Perspektiven wirklich neue Informationen/Gedanken anbieten. Die Charaktere sind alle irgendwie sexbesessen und hassen Frauen? Offenbar ist die Meerjungfrau so schön, dass sie nicht nur deshalb von anderen Frauen verflucht wurde, sondern die Antagonistin ist nur von sexueller Eifersucht auf die Meerjungfrau motiviert. Mehr Charakter wird besagter Antagonistin auch nicht zu gestanden, sie ist halt die „bitch“. Da alle anderen Charaktere genauso inhaltslos bleiben, ist sie damit aber in guter Gesellschaft.

1

Keinen Zugang zur Sprache gefunden sowie den Charakteren

3

Der Sprachstil ist ungewöhnlich und die Perspektiven wechseln häufig. Die Meerfrau Aycayia erzählt in Versen von ihrem bisherigen Leben und von dem was ihr widerfährt, nachdem sie von zwei amerikanischen Trophäenjägern "geangelt" wurde. Der Fischer David rettet sie vor den brutalen Übergriffen der Männer aus dem Dorf und nimmt sie heimlich in seine Hütte mit. Dort verwandelt sie sich in eine Frau zurück und David verliebt sich in sie. Die Beschreibung ihrer Verwandlung fällt dabei allerdings nicht romantisch, sondern sehr plastisch aus. Auch David erzählt die Geschichte aus seiner Sicht, mal über Tagebucheinträge, mal als rückblickende Erzählung. Bei der Übersetzung wurde versucht, den regionalen Dialekt und die Melodie der kreolischen Sprache einzufangen. Daran musste ich mich erst gewöhnen und bin mir auch nicht sicher, ob ich es gelungen finde. Beeindruckend ist es aber absolut. Insgesamt ist es eine eher traurige und melancholische Geschichte, ähnlich wie bei H. C. Andersens Märchen "Die kleine Meerjungfrau". Trotzdem wird hier auch etwas Neues, Eigenes hinzugefügt und ich empfand sie zumindest nicht als kitschig. Im Gegenteil werden viele aktuelle Themen aufgegriffen, wie Misogynie/Besitzdenken, Kolonialismus/Rassismus oder Klassismus.

4

Ein merkwürdiges, kleines Buch

Alles an diesem Buch fühlt sich fremd an, die Sprache, der Handlungsaufbau - und genau das macht meiner Meinung nach den Reiz aus. Die Geschichte ist mystisch-verworren, die Charaktere gut entworfen, wenn ihnen auch teilweise ein paar Facetten mehr gut getan hätten. Ich habe das Setting in der Karibik geliebt und fand das Verweben von Mystik, Kolonialisierung und modernem Märchen sehr gelungen.

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Aycayia wurde einst verflucht eine Meerjungfrau zu sein. 1976 wird sie von einer Gruppe Seemänner gefangen und auf die fiktiven Karibikinsel Black Conch geschafft. David, ein weiterer Seemann rettet sie und versteckt sie bei sich zuhause. Langsam beginnt Aycayia sich in einen Menschen zurückzuverwandeln, aber die anderen Seemänner suchen immer noch nach ihr und nicht jeder auf Black Conch ist ihr so wohlgesonnen wie David. Der Schreibstil und Aufbau des Buchs sind toll. Einige Teile sind Gedichte (der Singsong der Meerjungfrau) und vieles ist im Original im karibischen Dialekt geschrieben, die Übersetzung gibt sich hier auch viel Mühe dies zu übertragen. Leider war das Buch abgesehen von Stil nicht so meins. Dafür das es recht kurz ist, war es sehr repetitiv. Alles, was passiert wird aus so vielen Blickwinkeln erzählt immer wieder erzählt, ohne dass die einzelnen Perspektiven wirklich neue Informationen/Gedanken anbieten. Die Charaktere sind alle irgendwie sexbesessen und hassen Frauen? Offenbar ist die Meerjungfrau so schön, dass sie nicht nur deshalb von anderen Frauen verflucht wurde, sondern die Antagonistin ist nur von sexueller Eifersucht auf die Meerjungfrau motiviert. Mehr Charakter wird besagter Antagonistin auch nicht zu gestanden, sie ist halt die „bitch“. Da alle anderen Charaktere genauso inhaltslos bleiben, ist sie damit aber in guter Gesellschaft.

4

Magischer Realismus, eine Meerfrau, ein Fischerdorf und ein uralter Fluch Mein erstes Buch, das man dem Magischen Realismus zuordnen kann und eine richtig schöne Überraschung. Ganz ehrlich, ich habe nicht damit gerechnet, aber ich bin nur so durch die Seiten geflogen. Anfangs hatte ich etwas Mühe mit dem Schreibstil und der rohen, dialektalen Sprache und brauchte etwas Zeit, um in die Geschichte zu finden. Aber dann konnte ich gar nicht mehr aufhören. Jedes Mal, wenn ich mich mit dem Buch hingesetzt habe, wollte ich har nicht mehr aufhören und habe die Zeit komplett vergessen. Jetzt, wo ich auch das Nachwort der Übersetzerin betreffend der Wahl einiger stilistischer und sprachlicher Sonderheiten kenne, macht alles nochmal viel mehr Sinn. Ich muss der Übersetzerin ein grosses Lob aussprechen, denn dieser Versuch, mit der deutschen Sprache Dialekte wiederzugeben, die es so bei uns nicht gibt, ist ihr durchaus gelungen. Gerade diese sprachlichen Besonderheiten verstärken das Bewusstsein der örtlichen, geschichtlichen und gesellschaftlichen Gegebenheiten in der Karibik. Nun zur Geschichte: Die Verschmelzung zwischen realer Wirklichkeit und magischer Realität hat mir überraschend gut gefallen. Wer bei der Erwähnung einer Meerjungfrau anfangs an eine süsse Geschichte zum Wegträumen denkt (woran ich nichts auszusetzen hätte), den belehrt Monique Roffey eines Besseren. Mit Aycayia lernen wir die düsterere Seite dieser magischen Wesen, ihrer Mythen und Sagen kennen. Von einem uralten Fluch belegt, aus einer anderen Zeit stammend, muss sie sich erst einmal in Black Conch zurechtfinden und mit den neuen Begebenheiten klarkommen. David Baptiste, der ihr mit Rat und Tat beiseite steht und doch schon drei Schritte weiterdenkt, behandelt Aycayia mit Respekt, gibt ihr die Zeit, die sie braucht und stellt seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu ihren Gunsten zurück. Seine Faszination für die Meerfrau hält ihn im Gegensatz zu vielen anderen nicht davon ab, sie wie ein würdiges Wesen mit Gefühlen und Rechten zu behandeln. Ich mochte ihre Beziehung sehr gerne und habe gespannt jeden Schritt beobachtet, den die beiden in die Richtung des jeweils anderen gewagt haben. Reggie und Miss Rain haben ebenfalls interessante Dynamiken in die Geschichte getragen. Mit Reggies Taubheit und Aycayias Lehrstunden bei Miss Rain wird dem Konzept „Sprache“ nochmals eine ganz andere Bedeutung zugeschrieben. Ich könnte noch lange weiter schwärmen, schliesse hier jedoch mit einer grossen Leseempfehlung für dieses faszinierende Buch, das wohl niemand so hätte zu Papier bringen können wie Monique Roffey.

4.5

Just finished it and I am left with some sort of melancholy.

I actually took months to finish this book, but it crept into my mind even when I didn’t picked it up for weeks. I actually held a presentation on Bhabha‘s third space and how the mermaid can be seen as „physical“ representation of that (which I will not get into, but if you are interested in Bhabha‘s theory, that book is a treasure trove). I’ll get back to the rest of this as soon as don’t feel like crying anymore.

3

Sehr außergewöhnlich, parabelhaft und irgendwie ein weiblicher Text.. allerdings auch experimentell in der Sprache. Das Karibische Setting kommt gut zur Geltung. Ich würde empfehlen auf jeden Fall die Leseprobe zu lesen, bevor man das Buch kauft.

3.5

This was a beautiful but challenging read. Reading creole English and not the standard taught in school made it more difficult, but not less enjoyable. It is a beautiful story about finding oneself and accepting differences, whether they are because of disabilities or skin colour. The mermaid has to learn to be human again, only to be forced to return to the sea. Making this a tragic story about how jealousy and what it ignites in others can follow a person wherever they go. Not only impacting the cursed party, but all those that cross their path. I'd say it's a worthwhile but challenging read.

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3

„Die Meerjungfrau von Black Conch“ wirbt mit poetischer Leichtigkeit, die ich leider nicht finden konnte. Die Tatsache, dass die Figuren in diesem Buch eine, ich sag mal, „veraltete Art zu reden“ inne haben, hat die Übersetzung definitiv schwieriger zu lesen gemacht. Ich glaube also, dass mir die englische Version besser gefallen hätte. Ab und zu gibt es Gesangstellen, die mir aber auch nicht wirklich gut gefallen haben. Es ging viel um „Sexing“ und Vorstellung davon. Der körperliche Aspekt war total überwiegend, weshalb die emotionale Beziehung nicht richtig im Vordergrund war. Die Nebencharaktere fand ich spannender. Obwohl da auch einige sehr schrecklich zu lesen waren, was aber vor allem an deren Meinung zu bestimmten Themen lag. Miss Rain gefiel mir und war eine komplexere Figur genau wie ihr Sohn. Die Idee gefiel mir besser als die Umsetzung, trotzdem bin ich sicher, dass es einigen gut gefallen wird. Mir hat es mittelmäßig gefallen.

3

Auf einer karibischen Insel schleppen 1976 zwei Weiße einen spektakulären Fang an Land: Eine Meerjungfrau. Der junge Fischer David rettet sie und bringt sie zu sich nach Hause, wo sie sich langsam zurück in einen Menschen verwandelt. Er und andere im Ort bringen ihr Sprechen bei und David verliebt sich in sie. Doch auf Aycayia, der Meerjungfrau, lastet ein Fluch und sie weiß nicht, ob sie ihm entkommen kann. Wenn ich „Die Meerjungfrau von Black Conch“ mit zwei Worten beschreiben müsste, dann wäre es „interessant“ und „anders“. Normalerweise ist diese Beschreibung für mich ein Garant für ein gutes Buch, hier fühle ich mich allerdings sehr gespalten. Das Buch erzählt die Geschichte aus drei Sichtweisen. Zum einen sind da ein auktorialer Erzähler und die Tagebucheinträge von David. Zum anderen erzählt Aycayia selbst einiges in Versform. Alle Erzähler sprechen im englischen Original eine Variante des Englischen, welche an die Dialekte der Karibik erinnern. Diese Sprache wird im Buch, aber auch in der Realität, als „primitiv“ beschrieben. Durch die Nutzung dieser Sprache in einem literarischen Werk, beweist die Autorin, dass sie alles andere als primitiv ist. Diesen Kommentar auf Kultur, welche durch Kolonialisierung entstand, allein durch die Sprache fand ich wirklich großartig. Im Deutschen fand ich es sehr mutig, diese Sprachmuster wortgetreu zu übersetzen, denn wir haben keine Entsprechung für diese Version des Englischen. Für deutsche Lesende kann die Sprache dadurch teilweise verwirrend sein. Ich persönlich finde es allerdings sehr positiv, dass diese trotzdem so übernommen wurde. Allgemein ging die Geschichte stark auf Probleme des Kolonialismus ein. Dabei ging es um die Abgrenzung zwischen Schwarzen und Weißen auf der Insel, welche durch die Figur von Miss Rain geschah. Miss Rain gehört beinahe der gesamte Boden der Insel und sie hat das Sagen, allein weil sie in die richtige Familie geboren wurde. Dennoch ist sie nicht die Antagonistin. Die Verwicklungen rund um sie zeigen, wie komplex die kolonialistischen Muster sind. Was mich leider eher störte, war die starke Sexualisierung des Textes, die zeitweise auch problematische Züge annahm, auch wenn ich nicht glaube, dass die Autorin dies so wollte. Von Anfang an erfahren Lesende im Buch alle paar Seiten, wem es gerade in der Hose drückt und ähnliches. Dies fand ich zwar in dem Maße überflüssig, da es aber auch um weibliche sexuelle Selbstfindung im Text ging, konnte ich es auch nachvollziehen. Diese sexuelle Selbstfindung wurde im Text allerdings nicht subjektiv auf eine, sondern auf alle Frauen bezogen, indem davon ausgegangen wurde, dass eine richtige Frau nur eine sei, die ihre Periode hat, Kinder bekommen kann und die mindestens einmal mit einem Mann geschlafen hat. Ich vermute die Intention der Autorin war es hier nicht, ganze Gruppen von Frauen auszuschließen, leider lasen sich einige der Aussagen schon so. Ein weiterer Kritikpunkt war für mich die Charakterisierung einer Frau, die als eine Art Antagonistin fungierte. Diese schien durchgehend sehr flach und einfach nur böse. Gegen Ende gab es hier das Potential die Thematiken der Familiendynamiken und des Verhältnisses der Geschlechter auf der Insel aufzugreifen, allerdings wurde dies einfach damit abgetan, dass manche Frauen einfach keinen guten Charakter hätten. Dies fand ich etwas enttäuschend. Fazit: „Die Meerjungfrau von Black Conch“ bietet gute Kommentare zum Kolonialismus in der Karibik, sowohl durch die Handlung als auch durch die Sprache. Leider ging mir der Strang, in welchem weibliche sexuelle Selbstfindung behandelt wurde, etwas zu weit in eine problematische Richtung und einige wichtige Themen wurden zu leicht abgetan.

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Ich habs wirklich versucht, aber nach 100 Seiten höre ich auf. Leider echt ein Fail, hatte große Erwartungen an dieses Buch, aber wie schon gesagt sehr mysogyn und rassistisch und die Story dazu auch noch sehr langwierig.. Hätte außerdem ein paar Triggerwarnungen am Anfang vertragen können.

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