The Red Winter
Buy Now
By using these links, you support READO. We receive an affiliate commission without any additional costs to you.
Description
Dark Fantasy mit Dämonen und Werwölfen – »The Witcher« meets »Das unsichtbare Leben der Addie LaRue«
Der Monsterjäger Sebastian Grave ist ein Mann vieler Talente und Geheimnisse, und war in mehr als einem Jahrhundert zuhause. Nun reist er in die abgelegene französische Provinz Gévaudan. Der dortige Baron hat Freiwillige zur Jagd auf die Bestie aufgerufen, die für das Abschlachten von Vieh und Menschen verantwortlich sein soll. Zusammen mit dem Dämon Sarmodel und dem jungen Adligen Antoine d'Ocerne macht sich Sebastian auf die Jagd. Bald zeigt sich: Die Bestie von Gévaudan ist schwerer zu fangen als gedacht - und es ist bei weitem nicht das einzige Monster, das in Frankreich sein Unwesen treibt ...
»The Red Winter« zeigt die verborgene Welt hinter unserer eigenen und erzählt die okkulte Geschichte Europas, vom kaiserlichen Rom bis zur heiligen Jeanne d'Arc und den ersten Anzeichen der Französischen Revolution.
»Charmant, eindringlich, ambitioniert und sehr unterhaltsam.« T. Kingfisher
»›The Red Winter‹ ist ein wunderschönes Gewebe aus Geschichte und Mythen. […] Dieses Buch werden Sie verschlingen.« Cassandra Khaw
»So verdammt gut. The Red Winter ist irrsinnig unterhaltsam.« Shelley Parker-Chan
„The Red Winter ist ein höllisch gutes Debüt. Ein absoluter Genuss: blutig und sündhaft köstlich. Selten war ich so zufrieden – oder so begierig nach mehr.“ Alix E. Harrow
Book Information
Author Description
Cameron Sullivan wurde in Perth, Australien, geboren. In seiner Jugend hat er sich literarisch vor allem von den Dark-Fantasy- und Horrorbestsellern der 80er Jahre ernährt und anschließend Klassische Philologie und Kreatives Schreiben an der University of Western Australia studiert. Nach langen Aufenthalten in Italien und Großbritannien kehrte er nach Australien zurück und ließ sich in Melbourne nieder. Er arbeitet als Texter und verbringt seine Wochenenden am liebsten mit einem guten Buch, neuen Kochrezepten und Spielen aller Art.
Characteristics
6 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
The Red Winter – Ein blutiges Mosaik der Mythen
The Red Winter von Cameron Sullivan ist kein Buch für zwischendurch. Es ist eine düstere, atmosphärisch dunkle Reise in das Frankreich des 18. Jahrhunderts, die den Leser tief in die Wälder des Gévaudan entführt. Doch hinter der Fassade der historischen Monsterjagd verbirgt sich ein weitaus komplexeres – und manchmal sperriges – Geflecht aus Mythologie und Blut. Atmosphäre & Setting: Wo die Hoffnung stirbt Sullivan erschafft eine Welt, in der das Wort „schön“ keinen Platz hat. Die Atmosphäre ist düster, bedrückend und blutig: Die Brutalität der Bestie und der Welt wird ungeschönt dargestellt. Besonders faszinierend ist die Verbindung verschiedenster Elemente. Römische und heidnische Gottheiten treffen auf slawische Mythologie, garniert mit einer korrupten Kirchen und dem verfallenden Glanz des Adels. Das „Mittelalter-Feeling“ ist trotz des späteren Zeitraums allgegenwärtig und greifbar. Erzählstil & Struktur: Anspruchsvoll, aber kein Selbstläufer Man merkt schnell: Dieses Buch will erarbeitet werden. Der Schreibstil ist eigentümlich und fordernd. Das ist handwerklich interessant, verhindert jedoch, dass sich ein klassischer „Page-Turner-Effekt“ einstellt. Die Geschichte arbeitet mit mehreren Zeitsträngen, die theoretisch für Spannung sorgen sollen. In der Umsetzung gelingt es jedoch nicht immer, den Leser emotional bei der Stange zu halten. Ein auffälliges Beispiel ist die Einflechtung von Jeanne d’Arc – was vielleicht als interessanter historischer Twist gedacht war, wirkt leider eher wie dekoratives Beiwerk ohne echten erzählerischen Mehrwert für die Haupthandlung. Charaktere: Distanz trotz Potenzial Die Protagonisten rund um den mysteriösen Sebastian Grave bleiben seltsam fern: • Sebastian Grave: Ein Mann mit Jahrhunderten an Erfahrung, der dennoch schwer greifbar bleibt. • Jaques, Antoine: Es fällt schwer, eine echte emotionale Bindung zu den Figuren aufzubauen. Man beobachtet sie eher, als mit ihnen zu fühlen. • Der Lichtblick: Der Dämon Sarmodel. Sein köstlicher Sarkasmus lockert die bedrückende Stimmung immer wieder auf und sorgt für die nötigen Schmunzler in der Finsternis. Gerne hätte ich auch mehr zu Livia erfahren, auch sie blieb eher eine Nebengestalt die mehr Fragen aufwirft, als Antworten gegeben werden. Fazit: Ein gewaltiger Aufbau mit leisem Knall Die Geschichte ist gut erzählt und wartet mit Wendungen auf, die man so nicht kommen sieht. Wer komplexere Worldbuilding-Experimente mit eigentümlichem Setting liebt, wird hier fündig. Aber: Das Ende ist leider ein großer Schwachpunkt. Nach dem intensiven und anstrengenden Weg durch den „Roten Winter“ bleibt der Abschluss unbefriedigend. Man erwartet nach diesem Aufbau schlichtweg mehr und da kommt leider nichts und es bleibt wenig zurück, außer vielen unbeantworteten Fragen. Bewertung: Ein atmosphärischer Brocken für Leser mit langem Atem, die sich nicht an einer distanzierten Erzählweise stören – der aber letztlich an seinen eigenen Ambitionen und einem schwachen Finale scheitert. Schade!

4⭐️ Falls ihr The Witcher mögt, aber mal was mit mehr Herz und sarkastischeren Fußnoten wollt 👇🏽
Frankreich, 1785. Die Bestie von Gévaudan ist zurück, und Sebastian Grave – unsterblicher Monsterjäger mit einem Dämon im Kopf – muss noch mal ran. Was klingt wie ein solider Dark-Fantasy-Aufhänger, entpuppt sich als etwas deutlich Klügeres. Das Buch hat drei Zeitebenen, einen trocken-sarkastischen Erzählton, Fußnoten die tatsächlich witzig sind, und eine queere Liebesgeschichte im Zentrum, die mehr Gewicht trägt als man zunächst erwartet. Die Dynamik zwischen Sebastian und Sarmodel – bissig, zynisch, und irgendwie rührend. Wer Venom kennt, weiß ungefähr, worauf er sich einlässt. Zwei völlig unterschiedliche Wesen, die sich irgendwo zwischen Feindschaft und echter Zuneigung eingependelt haben. Das Pacing hat mich positiv überrascht – Sullivan weiß, wann er Gas gibt und wann er sich Zeit lässt, ohne dass es sich zieht. Kleiner Hinweis fürs Hörbuch: Robert Frank spricht – ja, derselbe wie bei The Sword of Kaigen. Wer das kurz davor gehört hat, wird die ersten Minuten damit verbringen, sich zu fragen woher man die Stimme kennt 😅 Für alle, denen The Witcher, Empire of the Vampire oder ein gut geerdetes historisches Setting in der Dark Fantasy etwas sagen – das hier ist genau euer Ding. Starkes Debüt.

𝒟𝒾ℯ 𝒮𝓉𝒾𝓂𝓂ℯ 𝒹ℯ𝓈 𝒲ℯ𝓈ℯ𝓃𝓈 𝓌𝒶𝓇 𝓋ℴ𝓃 𝒷𝓁𝓊𝓉𝒾ℊℯ𝓇 ℒ𝓊𝓈𝓉 ℯ𝓇𝒻𝓊̈𝓁𝓁𝓉. 𝒟𝒾ℯ ℰ𝒾𝓃ℊℯ𝓌ℯ𝒾𝒹ℯ 𝒹ℯ𝓈 𝒫𝒻ℯ𝓇𝒹𝓈 ℯ𝓇ℊℴ𝓈𝓈ℯ𝓃 𝓈𝒾𝒸𝒽 𝒹𝒶𝓂𝓅𝒻ℯ𝓃𝒹 𝒶𝓊𝒻 𝒹ℯ𝓂 ℬℴ𝒹ℯ𝓃. ℐ𝓃 𝒹ℯ𝓃 𝒦𝓁𝒶𝓊ℯ𝓃 𝒽𝒾ℯ𝓁𝓉 𝒹𝒶𝓈 ℳℴ𝓃𝓈𝓉𝓇𝓊𝓂 𝒹𝒶𝓈 𝓇𝒾ℯ𝓈𝒾ℊℯ ℋℯ𝓇𝓏. ℰ𝓈 𝓁𝒶̈𝒸𝒽ℯ𝓁𝓉ℯ 𝒶𝓃ℊℯ𝓈𝒾𝒸𝒽𝓉𝓈 𝓂ℯ𝒾𝓃ℯ𝓈 ℰ𝓀ℯ𝓁𝓈 𝓊𝓃𝒹 𝒷𝒾𝓈𝓈 𝓈𝒸𝒽𝓌ℯ𝒾ℊℯ𝓃𝒹 𝒽𝒾𝓃ℯ𝒾𝓃.
𝒯𝒽ℯ ℛℯ𝒹 𝒲𝒾𝓃𝓉ℯ𝓇 „Macht ist eine hungrige Bestie“ von dem Autor Cameron Sullivan. Es sind viele Bewertungen zu diesem Buch, teilweise auch schlecht oder das Buch wurde abgebrochen 🤔, Gott sei Dank bilde ich mir Meinung selbst und habe mich vollkommen dieser Story und der hungrigen Bestie gewidmet. „The Red Winter“ beschreibt ein Welt aus dem Jahr 1485, darunter die ersten Vorzeichen der französischen Revolution, okkulte Geschehnisse in Europa und vom kaiserlichen Rom. Die Geschichte über den Monsterjäger Sebastian Grave ist sehr beeindruckend, spannend und unterhaltsam. Die dunkle Atmosphäre und das Grauen das dort lauert, ist mehr als fesselnd, brutal und blutig. Passend dazu der Sarkasmus und die hämische Ironie, was mich mehr als schmunzeln ließ. Der Schreibstil harmoniert sehr mit den Gepflogenheiten des 15ten Jahrhunderts, dadurch konnte man sich voll und ganz auf die Geschichte einlassen. Zusätzlich die perfekt gesetzten Fußnoten, die das ganze Geschehen noch abrunden, mehr kann man dazu nicht sagen. Für mich absolut Lesenswert, sehr unterhaltsam, daher eine herausragende Leseempfehlung meinerseits 💫

„The Red Winter“ ist eines dieser Bücher, das einem einen Kloß in den Hals setzt und Tränen in die Augen treibt,
, weil man die Charaktere einfach nur lieben kann. Schon nach den ersten Seiten hatte ich das Gefühl, mitten in ihrer Welt zu stehen – in einer Geschichte voller Schmerz, Sehnsucht und Erinnerungen, die selbst nach Jahren nicht verblassen. Besonders dieser Satz: „Ich habe dich mal geliebt.“ Selten hat ein einzelner Satz so viel Gewicht getragen wie hier. Denn wenn jemand ein ganzes Buch schreibt, nur um seinen Kummer festzuhalten, merkt man schnell, dass diese Liebe nie wirklich vergangen ist. „The Red Winter“ ist düstere Fantasy mit starken „The Witcher“-Vibes – blutig, rau und gleichzeitig voller Herzschmerz. Durch Empfehlungen auf READO wurde ich neugierig und nahm das Buch eher spontan aus der Bücherei mit. Was als langsames Reinlesen begann, wurde schnell zu einem regelrechten Verschlingen jeder einzelnen Seite. Jede neue Szene fühlte sich wie ein vorzügliches Festmahl an, bei dem man gar nicht mehr aufhören möchte zu lesen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Sebastian Graves erzählt, der in der Gegenwart auf alte Gegenstände stößt: eine Brosche und einen Handschuh von jemandem namens Antoine. Einer Person, die er selbst nach all den Jahren noch liebt. Genau deshalb beginnt Sebastian, die Geschichte vom Roten Winter und der Bestie niederzuschreiben. Er erzählt davon, wie er der Bestie zum ersten Mal begegnete, wie er Antoine kennenlernte und sogar dessen Sohn. Die Handlung springt dabei zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her, ohne jemals den roten Faden zu verlieren. Und gerade das macht die Geschichte so besonders. Sebastian schreibt mit einer Detailverliebtheit, die einen alles mitfühlen lässt – jede Begegnung, jede Wunde und jede unausgesprochene Emotion. Zum Ende hin kann man entweder enttäuscht sein oder vollkommen verstehen, warum die Geschichte genau dort endet. Das Finale bleibt für mich offen zurück, mit vielen Fragen, die unbeantwortet bleiben. Vielleicht wird es einen zweiten Band geben, vielleicht sollen wir uns unsere eigenen Gedanken dazu machen. Ich weiß noch nicht, ob „The Red Winter“ für mich direkt ein Jahreshighlight ist. Aber eines weiß ich sicher: Diese Geschichte bleibt im Kopf – und vor allem im Herzen.
"Sim Sala Bim, du Idiot!" Mein Guide für historische Mythen, Plasma-Monster und echte Gefühle.
Leute, ich bin gerade aus dem 18. Jahrhundert zurückgekommen und was soll ich sagen? Mein Herz liegt noch irgendwo im französischen Schlamm und wird vermutlich gerade von einem antiken Kriegsgott gemampft. Ich muss kurz mal einen Vergleich ziehen. Ich habe letztes Jahr One Dark Window gelesen und fand den Nachtmahr dort... naja, sagen wir mal, er war ein nettes Accessoire. Ein bisschen gruselig, ein bisschen unnütz, meistens einfach nur passiv im Hintergrund. Und dann kommt Sarmodel. Dieser 8.000 Jahre alte, stolze Analphabet ist kein "Schatten im Kopf", er ist eine Naturgewalt. Er manifestiert sich als räudiger Mandrill, rülpst dem Erzengel Michael ins Gesicht und zieht Energie aus allem, was Sebastian fühlt, egal ob Hunger, Hass oder Geilheit. Während der Nachtmahr nur Deko war, prägt Sarmodel jede Sekunde. Er ist zynisch, verfressen und so verdammt präsent, dass man Sebastian manchmal bemitleidet, diese arrogante "Ur-Gier" als Dauergast zu haben. Was ich an diesem Buch aber absolut abgöttisch liebe, ist dieser geniale Bezug zu den echten historischen Ereignissen. Es ist nicht einfach nur Fantasy, es ist eine perfekte Symbiose aus Geschichte, Mythen und Legenden. Die Bestie von Gévaudan ist hier kein plumper Wolf, sondern ein fleischgewordener Alptraum, und die Story um Jeanne d’Arc wird komplett auf links gedreht. Sie war im Grunde das Buffet für den Blutgott Avstamet. Dass reale Figuren wie Jean Chastel oder der Bischof von Mende auftauchen und mit Erzengeln verwebt werden, die als göttliche Scharfschützen agieren, gibt dem Ganzen eine Tiefe, die ich so noch nie gelesen habe. Die Fußnoten sind dabei das heimliche Highlight, weil man vom Autor quasi liebevoll beleidigt wird, wenn man die Offensichtlichkeiten nicht checkt. „Er ist ein Werwolf, du Idiot!“ gehört eigentlich auf ein T-Shirt. Aber was mich völlig unvorbereitet getroffen hat, war die Verbindung zwischen Sebastian und Antoine. Ich habe noch nie MM-Love gelesen und dachte nicht, dass mich das so kriegt, aber die beiden haben mich gekillt. Wenn Antoine betrunken in Unterwäsche im Bach steht und versucht, Forellen mit versauten Liedern in seine Hose zu locken, ist das Comedy pur. Aber man spürt dieses flüssige Feuer in jeder Zeile. Dieser Kuss unter der Brücke... ich hätte fast gejubelt! Sebastian hat zwar das Selbstvertrauen einer zerkochten Nudel, wenn es um Gefühle geht, aber Antoine packt ihn einfach am Kinn, sieht ihm direkt in die Seele und bricht alle Mauern nieder. Das Finale hat mich echt ein bisschen zerstört und ich hab Rotz und Wasser geweint. Es ist eine verdammt ehrliche, dreckige Liebesgeschichte in einer Welt, die eigentlich keine Gnade kennt. Wer also Bock auf ein Buch hat, das einen erst historisch einwickelt, um einen dann mit Schmackes durch den Fleischwolf zu drehen: Bitteschön! Hier gibt es keine Rettung zum Nulltarif, sondern nur knallharte Konsequenzen.

Mythen, okkulte Einflüsse und außergewöhnliche Figuren prägen dieses eindrucksvolle Dark-Fantasy-Setting 🐺🪽🇫🇷
Die winterlich-düstere Kulisse ist atmosphärisch dicht beschrieben und unterstreicht die Handlung auf eindringliche Weise. Nach und nach tauchen wir tiefer in die Hintergründe der unterschiedlichen Charaktere ein nicht alle von ihnen sind menschlich. Auch die geheimnisvolle Bestie bleibt nicht im Schatten: Stück für Stück werden uralte Geheimnisse enthüllt, die über Jahrhunderte verborgen lagen. Der Ton wechselt gekonnt zwischen rauer, direkter Härte und ruhigeren, beinahe stillen Momenten, die mit unerwarteten Wendungen überraschen. Gerade diese Mischung aus Brutalität und leisen, fast sanften Zwischentönen macht den Reiz der Geschichte aus. Besonders gelungen ist die durchgehend bedrückende, finstere Atmosphäre. Historische Bezüge verschmelzen mit okkulten Elementen, Mythen und dunkler Magie zu einer außergewöhnlichen und fesselnden Dark Fantasy-Welt.

Wann wird ein Mensch zur Bestie?
Was mich an diesem Buch so überrascht hat, war nicht die Gewalt. Nicht die Bestie. Nicht einmal der Horror. Sondern wie schnell aus einer Geschichte über Monster etwas viel Unangenehmeres geworden ist. Etwas, das sich immer mehr um Hunger dreht. Hunger nach Liebe. Nach Nähe. Nach Macht. Nach Kontrolle. Und darum, was passiert, wenn Menschen oder Wesen irgendwann gar nicht mehr wissen, wo dieser Hunger eigentlich endet. Vor allem Sebastian und Sarmodel haben mich dabei komplett gekriegt. Selten habe ich zwei Figuren gelesen, die gleichzeitig so eng miteinander verbunden und sich doch so fremd sind. Zwischen ihnen existiert etwas, das weit über eine normale Dämonen-Wirt-Dynamik hinausgeht. Etwas Abhängiges. Intimes. Besitzergreifendes. Teilweise fast zärtlich und im nächsten Moment wieder absolut verstörend. Und obwohl Sarmodel eindeutig manipulativ ist und Sebastian immer wieder in zerstörerische Richtungen drängt, steckt zwischen ihnen viel zu viel Echtes, um ihre Beziehung einfach nur als „toxisch“ abzutun. Gerade diese Mischung aus Nähe, Sehnsucht und gegenseitigem Verschlingen hat ihre Dynamik für mich so faszinierend gemacht. Auch die Beziehung zwischen Sebastian und Antoine hat für mich gerade deshalb funktioniert, weil sie nicht laut oder übermäßig romantisch erzählt wird. Man merkt ständig, wie viel zwischen diesen Figuren steht. Religion. Schuld. Jahrzehnte voller Verlust. Und trotzdem hängt da die ganze Zeit diese Sehnsucht zwischen ihnen, selbst dann noch, wenn eigentlich längst alles verloren scheint. Deshalb haben mich viele kleine Momente emotional viel härter getroffen als die großen Szenen. Die Hoffnung auf ein Wiedersehen. Jacques, bei dem Sebastian immer wieder versucht, irgendetwas zu retten oder zu beschützen, obwohl seine ganze Welt längst auseinanderfällt. Oder diese wenigen kurzen Momente von Ruhe zwischen all dem Blut, der Gewalt und dem Verfall. Das Buch verlässt sich darauf, dass man Zwischentöne spürt und nicht jede Emotion komplett ausformuliert werden muss. Genau das hat es für mich so intensiv gemacht. Und dann ist da dieser Horror. Nicht als stylische Fantasygewalt, sondern oft wirklich unangenehm. Fleischlich. Teilweise regelrecht ekelhaft. Das Buch nimmt sich Zeit, beinahe ruhig zu werden, nur um einen wenige Seiten später plötzlich mit groteskem Body Horror oder verstörenden Bildern zu überfallen. Gerade diese Wechsel haben für mich unglaublich gut funktioniert, weil Gewalt hier nie „cool“ wird. Sie bleibt etwas Grausames. Etwas, das Menschen und Körper deformiert. Trotz all der Dunkelheit wirkt die Geschichte dabei nie völlig hoffnungslos. Viele Figuren tragen Verlust mit sich herum, vieles zerbricht unwiderruflich und dennoch bleibt irgendwo immer ein kleiner Rest Menschlichkeit übrig. Kein klassisches Happy End. Kein erzwungener Trost. Eher dieses melancholische Gefühl, dass manche Menschen sich gegenseitig prägen, selbst wenn am Ende kaum noch etwas von ihnen übrig ist. Überraschend schnell geliebt habe ich auch die Fußnoten und Randbemerkungen. Für mich fühlten sie sich nie wie Unterbrechungen an, sondern eher wie jemand, der beim Erzählen kurz innehält und einem noch etwas zuflüstert, bevor die eigentliche Geschichte weitergeht. Dadurch hatte ich irgendwann das Gefühl, nicht einfach nur einen Fantasyroman zu lesen, sondern eine alte, überlieferte Geschichte voller verlorener Wahrheiten, Erinnerungen und Mythen. Wer schnelle Fantasy mit permanentem Tempo, klaren Heldenfiguren oder großem romantischem Happy End sucht, wird hier vermutlich eher frustriert werden. Die Geschichte nimmt sich Zeit. Sie verliert sich bewusst in Erinnerungen, Gesprächen, Atmosphäre und Zwischentönen. Aber genau darin lag für mich ihre größte Stärke. Für mich war das am Ende keine Geschichte über eine Bestie. Sondern über Einsamkeit, Hunger, Verlust und darüber, wie sehr Menschen sich gegenseitig retten und zerstören können.

So wunderschön! So brutal, so voller Liebe! Mich hat diese Geschichte so gut unterhalten! Ich wollte, dass sie nie endet! Jetzt ist sie beendet und das macht mich traurig. Ich liebe solche Geschichten voller Gefühl, fast poetisch. Ich kann wirklich nur hoffen, dass Cameron Sullivan weitere Bücher über Sebastian, Sarmodel und Livia schreibt. Ich hab die drei richtig lieb gewonnen😅 Dieses Buch hat genau meinen Geschmack getroffen 🥰
„Du hast doch gehört, was der Junge gesagt hat. Der Schrecken des Roten Winters. Die Bestie.“
Der Beginn ist anders als ich erwartet habe. Die Art erinnert mich an den Vampir Lestat von Anne Rice und seine Geschichte. Die Geschichte wird als Rückblende in mehreren Zeitebenen erzählt. Wenn man eine Ewigkeit schon lebte, als sich die Bestie zum zweiten Mal in Gévaudan erhebt kann man viel erzählen. „Nun ich denke mal“, (…) „alle Menschen lernen irgendwann, die Wahrheit dort zu finden, wo sie ihnen am genehmsten ist.“ Es ist ein Buch im Reisebericht Stil. Durch die ganzen Fußnoten und Anmerkungen bzw. eingeworfenen (fiktiven) Fachwörtern ist es schwer in einen Lesefluss zu kommen. Während der bekannte Film über die Bestie von Gévaudan das Übernatürliche widerlegt, umarmt dieses Buch magische Umstände. „Antoine war mit einem Mal ein Leckerbissen, den ich ebenso zwischen den Zähnen wollte wie zwischen den Beinen.“ Es ist eine MM Romanze in dem Buch versteckt, die die Geschichte ebenso begleitet. Ein weitere wohl zufällige Ähnlichkeit wie Lestat. „Nennt ihn Ares. Nennt ihn Mars. Nennt ihn Avstamet.“ Die letzten 150 Seiten waren eine emotionale Achterbahnfahrt. Die letzten 100 habe ich kaum ausgehalten. Alle Zeitebenen haben ihr Finale. 😮💨 Zuckerrohr & Zimt 💔

Der Monsterjäger Sebastian Grave ist ein Mann vieler Talente und Geheimnisse und war in mehr als einem Jahrhundert zuhause. Nun reist er in die abgelegene französische Provinz Gévaudan. Der Baron hat Freiwillige zur Jagd auf die Bestie aufgerufen, die für das Abschlachten von Vieh und Menschen verantwortlich sein soll. Zusammen mit dem Dämon Sarmodel und dem jungen Adligen Antoine d'Ocerne macht sich Sebastian auf die Jagd. Bald zeigt sich: Die Bestie von Gévaudan ist schwerer zu fangen als gedacht – und es ist bei weitem nicht das einzige Monster, das in Frankreich sein Unwesen treibt Cameron Sullivans gelingt es fabelhaft Debütroman eine Welt zu erschaffen, die mich sofort in seinen Bann zog. Die Beschreibungen der Landschaft, der Ortschaften sind lebendig, so das ich sie mir gut vor meinem geistigen Auge vorstelle konnte. Ich konnte förmlich den Wind heulen hören, spürte die eisige Kälte. Einige Kampfszenen sind sehr blutig und brutal, das Grauen ging selbst mir durch Mark und Bein. Das Buch hat eine unglaubliche atmosphärische Tiefe. Die Protagonisten sind keine eindimensionalen Helden oder Schurken. Sie kämpfen mit inneren Konflikten, zweifelhaften Entscheidungen und einer tiefen Verletzlichkeit. Diese Komplexität macht sie menschlich und ihre Entwicklung über den Verlauf der Geschichte hinweg besonders interessant. Die Beweggründe beginnt man zu verstehen, selbst wenn ich sie nicht immer guthiess. Dem Autor ist es gelungen, eine einzigartige Welt zu erschaffen, Mythen, Figuren aus verschiedene Zeitepochen nahtlos in die Handlung zu integrieren und sie miteinander zu verknüpfen und in die Geschichte zu integrieren, bis auf eine Protagonistin, die für mich nicht so richtig in das ganze passte. Besonders wie Naturkräfte und Übernatürliches miteinander verknüpft sind, ist bemerkenswert. Der Aufbau der Mysterien und das langsame Enthüllen von Geheimnissen sind geschickt inszeniert und sorgten für so manchen Aha-Momente. Anfangs war ich etwas überfordert mit so vielen Charaktere und der wilde Ritt in die Vergangenheit und dann wieder in die Gegenwart. Mit der Zeit aber kam ich gut damit zurecht. Stellenweise ist das Tempo gemächlich, dann kommt wieder Spannung auf mit einige für mich unerwarteten Wendungen. Die Entscheidung und Motivationen einiger Charakteren waren hingegen vorhersehbar. Der Schreibstil des Autor ist poetisch, flüssig. Die Fussnoten sind witzig und sarkastisch, sorgten für so manchen Lacher. Speziell ist auch, dass der Leser oft direkt angesprochen wird, mit dem Satz: Wenn sie denken….. Fazit: "The Red Winter" ist zweifellos ein Buch, das durch seine beeindruckende Atmosphäre und seine tiefgründigen Charaktere besticht. Cameron Sullivan beweist ein starkes erzählerisches Talent, insbesondere in der Schaffung einer einzigartigen und fesselnden Welt. Für Fans von atmosphärischer, charaktergetriebener Fantasy, die bereit sind, sich Zeit für die Entdeckung einer komplexen Geschichte zu nehmen, eine klare Leseempfehlung.
Wenn man so lange gelebt hat wie ich, weiß man manchmal nicht mehr, wo eine Geschichte endet und die nächste beginnt. Es gibt ja immer noch mehr zu erzählen. 📜
Der Monsterjäger Sebastian Grave reist ins französische Gévaudan, um eine grausame Bestie zu jagen, die Mensch und Tier bedroht. Gemeinsam mit ungewöhnlichen Gefährten gerät er in eine weit größere, düstere Bedrohung: eine verborgene Welt voller Monster und okkulter Kräfte. The Red Winter verbindet eine spannende Jagd mit der geheimnisvollen, okkulten Geschichte Europas. 🏹 Cameron Sullivans Dark Fantasy interpretiert die Legende um die Bestie von Gévaudan auf fesselnde Weise neu. Es ist kaum zu glauben, dass dies sein Debütroman ist, denn der Autor schreibt mit bemerkenswerter Wortgewandtheit, Düsternis und Spannung, die den Leser in ihren Bann ziehen. Der Ton ist herrlich düster, brutal und gleichzeitig von Zynismus und schwarzem Humor geprägt. Besonders hervorzuheben ist die durchgehend bedrückende Atmosphäre, die den Roman zu einem packenden Erlebnis macht. ✨ Die oft düstere und brutale Erzählung wird durch die prägende, queere Liebesgeschichte, die als Rahmenhandlung dient, geerdet. Sebastian, der Protagonist, ist unglaublich faszinierend. Seine Ecken und Kanten verleihen der Geschichte Tiefe und machen ihn zu einer unvergesslichen Figur. Auch sein Dämon Sarmodel und Livia tragen zum Unterhaltungswert bei. 🗡️ Der Autor meistert die Kunst, historische Schwere mit fantastischen Elementen und scharfsinnigen Dialogen zu verbinden. Obwohl einige Fragen offen bleiben, da die Abenteuer von Sebastian Grave und seinen Gefährten noch nicht zu Ende erzählt sind, ist dieses Buch ein Muss für High-Fantasy-Fans, die auch vor härteren Geschichten nicht zurückschrecken. 🩸

Endlich mal wieder gute Fantasy!
Irgendwie hatte ich in letzter Zeit viele Fantasy-Bücher, die gut waren, aber mich nicht so richtig mitgerissen haben. Das war mit 'The Red Winter' definitiv anders! Erstmal kommt es relativ humoristisch daher mit Sebastian, seinem dämonischen "Gast" Sarmodel und die Sukkubus Livia, die alle in Fußnoten ihren Senf dazugeben müssen, aber dann... 'The Red Winter' ist brutaler und skrupelloser, als man ihm zuerst zutraut und immer, wenn man denkt, man hat eine Grenze der Gewalt und Abgründigkeit gefunden, wird locker darüber gegangen. Es ist durchaus gorey und hat definitiv genügend Passagen mit Body Horror, aber verliert nie seinen Fantasy-Ton. Pakte, Liebesgeschichten, religiöser Eifer, alte Magie, Erzengel, Dämonen und Geister treffen auf menschliche Fehler und deren Konsequenzen und verbinden sich zu einem komplexen Fall, der Sebastian immer in den ungünstigsten Fällen in den Hintern beißt. Mir persönlich hat der Erzählstil sehr gefallen, der auf übertriebene Edginess verzichtet, was bei einem derartig beliebten Thema ja nicht leicht ist, und der dadurch umso einschneidender ist, wenn es darauf ankommt. Große Empfehlung, ich hatte Spaß und Spannung von Anfang bis Ende und nicht selten Grusel-Gänsehaut!
Unterhaltsam, witzig und charmant erzählte Geschichte über die Bestie von Gévaudan.
"Macht ist eine hungrige Bestie" Dass das so ist, zeigt uns Cameron Sullivan ganz eindrucksvoll mit seinem Debüt "The Red Winter", das die okkulte Geschichte Europas - von Jehanne D'Arc bis zum Beginn der Résistance - auf sehr charmante und wahnsinnig unterhaltsame Art und Weise erzählt. "Rom kleidete ihn, den treuen Wachhund der Stadt, in das Gewand der Zivilisation, doch unter der Uniform steckte schon immer ein Wolf." Man kennt mich unter dem Namen Sebastian Grave, meines Zeichens Monsterjäger. Ich bin ein Mann mit vielen Talenten und dunklen Geheimnissen. Eines davon, das ich euch verraten werde (da ihr es früher oder später sowieso erfahrt), ist Sarmodel. Sarmodel ist ein Dämon, der in meinem Körper verwurzelt ist. Man könnte sagen, ich bin "besessen", allerdings bevorzugen Sarmodel und ich es das Ganze als eine "Verbindung" zu bezeichnen. Er ist mein Gast - nur wohnt er nicht in meinem Haus, sondern in meinem Körper. (So nimmt er wenigstens kein Platz weg und blockiert nicht stundenlang das Badezimmer.) Die Verbindung mit Sarmodel hat seine Vorteile: Ich altere nicht mehr und habe so schon viele Jahrhunderte erlebt. Doch genug von mir. Ich möchte euch eigentlich meine Erlebnisse mit der Bestie von Gévaudan erzählen. Eine Geschichte, die in aller Munde ist. Für mich sind es jedoch zwei Geschichten, denn die Bestie wurde 1766 leider nicht getötet und so kam es, dass Jacques Avenel d'Ocerne mich im Winter 1785 im Piemont aufsuchte, um mich an meinen Vertrag mit seinem Vater zu erinnern. Meine Erinnerungen an die Zeit mit Antoine d'Ocerne waren schön wie auch schmerzhaft. Vor zwanzig Jahren jagte ich mit Antoine die Bestie von Gévaudan, die in der Gegend und vor allem in Saint-Julien-sur-torrent ein einziges Massaker angerichtet hat. Die Bestie zog eine Blutspur über das Land bis sie verschwand. Und nun sagt mir Jacques sie sei zurück. Natürlich konnte ich Antoine und das Gévaudan nicht im Stich lassen! Doch ich ahnte nicht, was mich erwartete. Und noch weniger, dass der Erzengel Michael mein Leben als Preis nehmen könnte ... "Du vergisst, dass der Geist des Krieges schon alt war, als die Griechen und die Römer ihre Heere übers Meer schickten. Avstamet wurde geboren, als der erste Mensch beschloss, seinen nächsten zu töten, um ihn zu berauben, statt die Welt mit ihm zu teilen." Cameron Sullivan hat hier einen Mythos in eine großartige, wenn auch sehr blutige Geschichte verwandelt, die auf drei Zeitebenen von unserem Hauptprotagonisten Sebastian Grave erzählt wird. Dieser Erzählstil macht die Geschichte sehr persönlich und gab mir das Gefühl am Lagerfeuer zu sitzen und Sebastians Geschichte zu lauschen. Wir treffen direkt im Vorwort auf Sebastian, der mit seiner Geschichte 1785 im Piemont beginnt. Dieser Part behandelt die eigentliche Geschichte, in der er erneut ins Gévaudan reist, um die Bestie zu töten. Während der Reise mit Jacques erzählt er ihm und uns die Geschichte aus dem Jahr 1766, als die Bestie das erste Mal in der Region auftauchte. Zwischendurch wechselt die Geschichte zu Sebastians (nicht ganz normalen) Haushälterin Livia, die uns die Geschichte von Jehanne D'Arc schildert und uns mitnimmt nach Domrémy ins Jahr 1425. Und genau dieser Part war für mich der einzige, der etwas aus dem Rahmen fällt, da sich für mich nicht ganz erschließt, was es damit auf sich hat. Aber wer weiß, vielleicht erfahren wir irgendwann mehr dazu, denn der Autor sagte schon, dass er noch mehr Geschichten mit Sebastian Grave erzählen möchte. Also ist dieser Livia-Part ja vielleicht etwas, dass sich durch alle Geschichten zieht, wie ein roter Faden und wo uns irgendwann ein Licht aufgeht... "Aber Wunder gibt es nicht ohne Schrecken, ohne Opfer. Große Taten haben ihren Preis." "The Red Winter" hat eine Besonderheit, die man normalerweise hauptsächlich in Sachbüchern oder Biografien findet: Fußnoten. Die Fußnoten muss man natürlich mögen und ich persönlich mochte sie auf jeden Fall sehr gern. Ich fand sie sehr charmant, voller Witz und Esprit. Sie geben der Story eine besondere Note und verstärken den Lagerfeuer-Geschichten-Effekt für mich, da sie sich wie kleine Anekdoten zur Geschichte lesen. Das erste Mal wirklich laut lachen musste ich bei der Fußnote: "Ich warte gern, während Sie das bei Google Translate eingeben." Das hat teilweise einfach Spaß gemacht. Ich hatte wahnsinnig viel Freude mit dieser Geschichte. Sie ist blutig und teils brutal, sie ist witzig und charmant erzählt. Sie punktet mit Erzengeln, Dämonen, Bestien und anderen mythologischen Wesen. Kurzum: Es war mir eine große Freude mit Sebastian zu reisen und ich bin bei der nächsten Reise auf jeden Fall wieder dabei. Die Koffer sind gepackt, ich warte auf deinen Brief, lieber Professor Grave. "Sapere aude - Wage es, dich deines Verstandes zu bedienen." Übersetzt aus dem australischen Englisch von Jochen Schwarzer.

He has taken my Empire, but Rome can fall again.
Das Buch hat mich mit jedem Kapitel überrascht. Die Zeitsprünge zwischen den Kapiteln waren am Anfang ein bisschen irritierend, aber je weiter die Geschichte fortschreitet, desto mehr Sinn haben sie gemacht. Es ist nicht einfach nur eine Geschichte über die Bestie von Gévaudan (über die ich alles sammle, was ich in die Finger kriege, seit ich das erste Mal von ihr gehört habe), sondern eine Geschichte über Sinn, Glaube und am Ende auch Liebe. Eine klare Leseempfehlung.
🤔 es fühlt sich an als wenn man ein Märchen vor sich hat … es ist aber eine Mischung Historisch -Geschichte mit ein bisschen Fantasy … u.a. Die Dialogo zwischen unserem Protagonisten und seiner Besessenheit sind in Teilen echt genial, aber dafür ist einiges andere eher konfus beschrieben. Die drei Zeitlinien vereinfachten es nicht so wirklich … zumindest für mich Das Buch, die Geschichte konnte mich nicht so mitnehmen, nur die Dialoge reichten dafür leider nicht, auch die Fussnoten (gefühlt eine Geschichte in der Geschichte, von der Menge gesehen) sorgten eher für ein nicht so gutes Lesen für mich. Von mir keine Empfehlung 😥
The Red Winter überzeugt durch seinen besonderen Schreibstil, seinen Witz und die clever gesetzten Untertitel. Besonders gefallen haben mir die Zeitsprünge sowie die Fußnoten, die immer wieder eine kleine Extraportion Hintergrundinformationen liefern und der Geschichte zusätzliche Tiefe geben. (Und auch einen gewissen Witz) Im Mittelpunkt steht der Monsterjäger Sebastian Grave, den wir sowohl in seiner Vergangenheit als auch in der Gegenwart begleiten. Die Handlung dreht sich um die Jagd auf eine gefährliche Bestie und um die Folgen dieser Ereignisse, die noch zwanzig Jahre später nachwirken. Natürlich erweist sich die Jagd als deutlich komplizierter, als sie zunächst scheint. Auch der Dämon Sarmodel trägt seinen Teil dazu bei, das sich die Geschichte immer weiter zuspitzt und neue Wendungen nimmt. Auch Livia war für mich ein Spaß beim lesen. Ich hoffe wir bekommen von ihr in einem anderen Buch noch mehr zu sehen. Für mich war dieses Buch eine absolute Freude zu lesen. Spannend, originell und mit vielen kleinen Details, die es besonders machen.
Wow, was war das denn?
Ich habe es eher zufällig gekauft, tatsächlich wegen den schönen Covers 😉 Man will kaum glauben, dass es Erstlingswerk ist. Soviel Wortgewandtheit, soviel Düsternis, soviel Spannung. Zwei Tage habe zum Lesen gebraucht, ich konnte es kaum aus der Hand legen. Wir begleiten Sebastian auf der Jagd nach der Bestie im Gevaudean. Sein steter Begleiter, Sarmodel, ein Dämon. Beide bereisen die Welt schon viele hundert Jahre und sind dabei ein mehr oder weniger eingespieltes Team. Ein paar Lücken bleiben für mich offen, ganz besonders, wie kamen Sebastian und Sarmodel zusammen? Und ein paar Gedanken wurden nur aufgegriffen und leider nicht weiter geführt ( z.B. die Sache mit den Geistern). Aber alles in allem ein ganz wunderbares Buch. Wer Dark Fantasy mag, wird damit seine Freude haben.
Das Biest in mir und wie ich es loswerde (oder auch nicht)
Eine sehr atmosphärische Erzählung über zwei Zeitebenen hinweg (Mittelalter und 18. Jahrhundert), verankert in Frankreich, in einer winterlichen ländlichen Region, die von einem „Beast“ heimgesucht wird. Dazu haben wir noch moralische graue Charaktere, eine queere Liebesgeschichte und die sehr kreative Einbeziehung von historischen Ereignissen (Jean of Arc und Gilles de Rais). Hat mir sehr gut gefallen, klare Leseempfehlung.
Was für eine besondere Geschichte, die mir definitiv noch lange im Gedächtnis bleiben wird! Sie hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen und mich auch nach dem Lesen noch beschäftigt. Sebastian als Hauptfigur fand ich unglaublich faszinierend. Auch wenn er alles andere als ein klassisch sympathischer Protagonist ist, macht genau das ihn so interessant. Seine Ecken und Kanten verleihen der Geschichte eine besondere Tiefe und machen ihn zu einer Figur, die man nicht so schnell vergisst. Die Handlung selbst ist intensiv, stellenweise brutal und dabei sehr ehrlich erzählt, was dem Buch eine ganz eigene Atmosphäre verleiht. Gerade diese Mischung macht es zu etwas Besonderem innerhalb des Genres. Wer High Fantasy mag und auch vor härteren, schonungsloseren Geschichten nicht zurückschreckt, sollte diesem Buch unbedingt eine Chance geben. Eine klare Empfehlung!
Hüte dich vor der Bestie des Gévaudan...
The Red Winter hat mich ehrlich gesagt komplett überrascht. 🤯 Kaum zu glauben, dass es sich hier um ein Debüt handelt. Die Geschichte folgt dem Monsterjäger Sebastian Grave. Einer Figur, die schon seit langer Zeit durch die Weltgeschichte wandelt und mehr Geheimnisse mit sich herumträgt, als man zunächst ahnt. Als er in die abgelegene Region Gévaudan reist, um einer legendären Bestie nachzujagen, die dort Mensch und Vieh zerreißt, beginnt eine düstere Jagd quer durch ein Frankreich, das von gefährlichen Mächten bedroht wird. Unterstützt wird er dabei von dem Dämon Sarmodel und dem jungen Adligen Antoine d’Ocerne. In einer anderen Zeitebene knapp 20 Jahre später scheint der Rote Winter erneut zu wüten und Antoines Sohn sucht Sebastian auf... Eine dritte Ebene öffnet sich mit den Erzählungen einer Sukkubus, die einige Jahrhunderte in der Vergangenheit ansetzt. Der Ton ist herrlich düster, brutal und gleichzeitig voller Zynismus und rabenschwarzem Humor. Beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, einen Film vor mir zu sehen, weil alles so lebendig und atmosphärisch beschrieben ist. Die Fußnoten ergänzen den Haupttext perfekt🙌 Dieses Buch hat mich noch Tage danach beschäftigt. Für Fans von The Witcher & Das Reich der Vampire & Nevernight 🫶🏼🌟
Die Bestie von Gévaudan als spannende Erzählung aus dem Leben eines geheimnisvollen Mannes und seines Dämons
The Red Winter ist ein Buch das mich wirklich positiv überrascht hat. In der Geschichte folgt man Sebastian Grave, einem geheimnisvollen Mann der einen Dämon in sich trägt. Er erhält den Auftrag ein Monster zu töten, das er eigentlich schon vorJahren getötet hat und muss sich dabei vielen ungelösten Konflikten von seiner Zeit im Gédvaudan stellen. Das Buch enthält dabei 3 Zeitstränge, die die Geschehnisse und Beziehungen der Charaktere erklären und ihre Konflikte darstellen. Durch den Wechsel der Stränge bleib die Spannung gut erhalten und die Verflechtungen der Beziehungen und Geschehnisse so aufgebaut, dass sich die Konflikte für mich sehr real angefühlt haben. Ein Zeitstrang ist etwas weiter von den anderen beiden entfernt, und ist daher am Anfang etwas verwirrend. Aber im Laufe des Buches sorgt er für viel Hintergrundwissen. Die Geschichte ist deutlich Dark Fantasy, ergo deutlichere Beschreibungen von Wunden etc. und ist auch in den Ausgängen der Konflikte eher realistischer. Mir hat das wirklich gut gefallen aber wer super Happy Ends lesen will, hat hier vielleicht nicht das beste Buch dafür. Besonders gefallen haben mir in dem Buch die Plot Twist und die Charakterbeziehungen. Die Plot Twist sind gut aufgebaut, in dem Sinne, dass man beim aufmerksamen Lesen sie erkennen kann. Die Charaktere, besonders Sebastian und sein Dämon, sind wirklich gut ausgearbeitet und die Gespräche und Konflikte zwischen den Charakteren wirklich gut. Auch liest sich Sebastian wirklich seinem Alter und seinem Wissen entsprechend im Gegensatz zu anderen z. B. jüngeren Charakteren. Natürlich hat dieses Buch auf einen romantischen (queeren) Subplot. Der hat mir auch wirklich gut gefallen und war auch wirklich mit der Hauptgeschichte verbunden. 🥲 Er war emotional sag ich nur. Ein weitere Punkt der anzumerken ist: das Buch hat wirklich viele Fußnoten (also fast jede Seite). Ich mag Fußnoten in Büchern, aber das tut nicht jeder also geb ich mal die Info hier. Das Ende war mir einen Tick zu offen an manchen Stellen, da hoffe ich, dass in einem weiteren Buch vllt drauf eingegangen wird. Insgesamt ein wirklich tolles Buch das mich über die gesamte Geschichte unterhalten hat und an denn ich wirklich nur winzige Sachen kritisieren kann. Ich hoffe wirklich das es weitere Geschichte mit Sebastian geben wird 🍀.
Wunderbares Buch von der ersten bis zur letzten Seite ein Genuß 🫶🏻
Das war für mich eines dieser Bücher, die einen mit einem grauen Gefühl, aus einer Welt heraus gerissen zu werden, zurückgelassen hat. Interessant, fesselnd, berührend, spirituell ( ein bisschen😉) und auch brutal und blutrünstig. Und die letzten 2 Sätze pures Mindblowing ❤️ Tolles Buch und ich hoffe auf eine Fortsetzung 🙏🏻
Sebastian Grave ist Monsterjäger. An seiner Seite ist der Dämon Sarmodel, der ihn unter anderem stärker macht und ihn seit Jahrhunderten am Leben hält. Oder vesser gesagt, er ist ein Teil von Sebastian. Als er zu einem alten Bekannten gerufen wird, da die totgeglaubte Bestie dies anscheinend doch nicht ist, trifft er schon in dem jungen Mann der ihn begleiten soll auf eine Herausforderung. Jacques ist der Sohn seines ehemaligen Weggefährten und durch ihn erfahren wir auch von längst vergangenen Zeiten und wie die Bestie von Gévaudan damals eigentlich aufgehalten wurde. Doch werden sie ihr dieses Mal endlich ein Ende bereiten können und was wird als Opfer dafür nötig sein? Okay. Ich hab etwas anderes erwartet, als ich bekommen habe. War es gut? Absolut, aber auch gewöhnungsbedürftig und ich glaube, dass man in einer Printversion besser mit den Fußnoten klarkommt. Das war hier etwas nervig, zumindest bei einem so löchrigen Hirn wie meinem. Über das ganze Buch hinweg wird man von einer düsteren Stimmung begleitet, die hier und zwar aufgelockert wird, aber im Grundtenor immer da ist. Sie passt halt auch, weil wir es hier mit einer mordenden Bestie zu tun haben, der Niemand Herr wird. Sebastian muss viel innere Kämpfe, auch mit Sarmodel, ausfechten und er ist stellenweise gezwungen schwerwiegende Entscheidungen zu treffen. Ich mochte ihn gern, da er auch, aufgrund seinen jahrhundertelangen Lebens Einges gesehen hat und somit wahnsinnig interessant für mich war. Dazu kommt, dass sein Dämon sarkastisch, manchmal ziemlich forsch, aber auch frei heraus ist. Gerade zu seinem Herrn. Wir erleben ein düsteres blutiges Frankreich mit einer Bestie. Aber auch zu Zeiten der Jungefrau von Orelans oder in den Anfängen der Revolution. Der Autor beschönigt kicht, was mir sehr gut gefallen hat. Es gibt Mord, Verfolgung, Intrigen und viel Blut, abet auch schöne Momente. Es greift Alles ineinander ohne zu viel zu sein. Fazit Für mich eine wirklich runde Dark Fantasyfilmen Geschichte. Atmosphärisch, düster, leicht grausam, aber nicht zu viel. Dazu "realistisch" u,d nachvollziehbar. Sebastian war für mich ein starker Charakter mit dem ich gern unterwegs war. Davon abgesehen, bringen er und sein Dämon einen gewissen Unterhaltungswert mit sich. Für mich fehlte das Tüpfelchen auf dem i zum Highlight, aber 4,5 Sterne hat sich "The Red Winter" definitiv bei mir verdient.
Cameron Sullivans Roman ist eine dichte historische Fantasy, die die Legende um die Bestie von Gévaudan packend neu interpretiert. Das Buch überzeugt durch eine ambitionierte Struktur auf drei Zeitebenen, die die blutige Jagd nach dem Ungeheuer geschickt mit einer emotionalen Tiefe verknüpft. Besonders hervorzuheben ist die prägende queere Liebesgeschichte, die als Rahmenhandlung fungiert. Sie verleiht der oft düsteren und brutalen Erzählung ein stabiles Fundament. Trotz der expliziten Gewalt und der bedrückenden Atmosphäre kommt der Lesespaß nicht zu kurz: Ein treffsicherer Humor (Livia!) sorgt in den richtigen Momenten für Auflockerung, ohne die Spannung zu untergraben. Oft kam eine der zahlreichen Fußnoten so trocken daher, dass ich spontan lachen musste. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, da es Sullivan gelingt, historische Schwere mit fantastischen Elementen und scharfsinnigen Dialogen zu balancieren. Wer komplexe Erzählstrukturen und atmosphärische, gerne auch blutige Stoffe mag, wird hier fündig.
Boys love x dark fantasy
Dieses Buch verbindet meine zwei liebsten Genres: Fantasy und Boys Love. Und boy war es ein wilder Ritt. Man merkt, dass sich der Autor Zeit für dieses Buch genommen hat, anhand dessen wie dynamisch diese Geschichte ist. Einerseits ist der Protagonist von einem Dämon besessen mit dem er in seinem Kopf Gespräche führen kann - was für ein einzigartiges Konzept - und andererseits reist man durch die Zeit, in dem Sinne, dass er unsterblich ist. Und wäre das noch nicht genug geht es auch noch auf Monsterjagd um das berüchtigte Biest von Geuvaudan zu fangen während langsam aber sicher Gefühle für den Sohn des Barons in ihm aufsteigen...

Perfekt für alle Fans von Venom
The Red Winter ist aus meiner Sicht das perfekte Geschenk für Männer. Ich mochte den Sprachstil sehr gerne und hab die Fußnoten richtig geliebt. Das Cover lässt darauf schließen das es sich um Werwölfe handelt. Das ist aber nicht wirklich der Fall. In diesem Buch geht es vorrangig um Sebastian der einen Dämonen in seinem Körper beherbergt und was die zwei zusammen erlebt haben. Spannend und mit witzigen Dialogen Reisen wir zu den Anfängen der französischen Revolution und begeben uns dort auf Monsterjagd.
Eine düstere, komplexe und emotional mitreißende Werwolf-Geschichte, die mit starken Figuren, einer queeren Liebesgeschichte und einem fantastischen Finale begeistert.
The Red Winter – Macht ist eine hungrige Bestie hat mich schon allein optisch sofort abgeholt. Das Cover ist ein echter Hingucker und hat direkt meine Neugier geweckt. Beim Farbschnitt hätte ich mir zwar etwas mehr Kreativität gewünscht, denn das Cover selbst hätte definitiv noch mehr Potenzial für ein außergewöhnliches Gesamtbild geboten, aber das ist letztlich nur ein kleiner Kritikpunkt. Inhaltlich konnte mich das Buch dafür umso mehr überzeugen. Ich liebe die Protagonisten, allen voran Sebastian Grave und seinen herrlich sarkastischen Dämon Sarmodel. Die beiden sorgen mit ihrem Schlagabtausch dafür, dass es in diesem Werk nie langweilig wird und überbieten sich von Kapitel zu Kapitel immer wieder aufs Neue. Genau diese Dynamik hat für mich einen großen Reiz der Geschichte ausgemacht. Besonders gelungen fand ich außerdem die Zeitsprünge. Durch sie erfährt man viel aus der Vergangenheit und versteht nach und nach immer besser, wie alles miteinander zusammenhängt. Das hat der Geschichte zusätzliche Tiefe verliehen und die ohnehin schon komplexe Handlung noch spannender gemacht. Auch der Schreibstil war für mich ein echtes Highlight. Er hatte eine unglaubliche Sogwirkung und hat mich sofort in die düstere Atmosphäre hineingezogen. Cameron Sullivan schafft es, eine Geschichte zu erzählen, die nicht nur atmosphärisch dicht, sondern auch faszinierend und mitreißend ist. Im letzten Drittel hat meine Euphorie zwar kurz etwas nachgelassen und die Geschichte hatte mich für einen Moment verloren, doch das Ende hat das für mich wieder vollkommen ausgeglichen. Es war stark, überraschend und einfach fantastisch. Besonders hervorheben möchte ich außerdem den queeren Anteil der Story. Die Beziehung zwischen Sebastian und Antoine war großartig dargestellt und hat sich sehr natürlich in die Handlung eingefügt. Gerade vor dem Hintergrund der damaligen Zeit, in der gleichgeschlechtliche Beziehungen stark verpönt waren, wirkte diese Darstellung umso bedeutungsvoller und passender. Alles in allem ist The Red Winter eine unglaublich tolle, komplexe und vor allem düstere Geschichte, die mein Werwolfherz höherschlagen lässt. Trotz eines kleinen Durchhängers im letzten Drittel bleibt es für mich ein starkes, eindrucksvolles Leseerlebnis. Von mir gibt es besessene 4 von 5 Delicious Sternchen.

Irgendwie nicht was ich erwartet hatte, stellenweise etwas langatmig und das Potenzial war leider etwas ungenutzt
Ich habe für dieses Buch tatsächlich länger gebraucht als ich erwartet hatte aber ich habe auch ein ganz anderes Buch bekommen als ich erwartet hatte 😅 Ich dachte es wird düster, blutig und mit vielen Kämpfen ausgestattet. Am Ende war es eine Love Story im Deckmantel der Fantasy mit einer Handvoll etwas blutiger Kämpfe, für meinen Geschmack zu viele Monster Phalli (gerne googlen ;) ) und eine Schimpftirade auf Gott, seine Engel und den christlichen Glauben. Die Geschichte war in 3 Zeitstränge geteilt, das fand ich teilweise eher störend. Die Rückblenden zu Jeanne d'arc fand ich irgendwie unnötig. Ohne diese Rückblenden hätte die Geschichte auch funktioniert. Dadurch wurde nur gezeigt wie Hartnäckig lange Sebastian schon verkackt. Dann wurde die Jagd des ersten Winters während der Haupthandlung erzählt. Das war ja voll okay. Aber mit den ganzen Franzosen bin ich am Anfang nicht mitgekommen. Zwischendurch ist dann so viel geschwafelt worden das es schon eine cozy Geschichtenstunde wurde. Das Magiesystem war tatsächlich sehr cool und einzigartig und man hätte das gerne mehr zeigen können, mehr Magie ist immer gut. Die Idee der Verbindung zwischen Sebastian und seinem Gast war prinzipiell gut, aber da gab's in der letzten Hälfte dann eine Szene die echt nicht hätte sein müssen. Dadurch bekommt die Bezeichnung selbstbefriedigung eine ganz neue Ebene. Ich hatte Stellenweise das Gefühl das es mit Absicht "provokante" Stellen gab, kann man machen muss man aber nicht. Die ganze Geschichte hätte aber gerne 150 bis 200 Seiten kürzer sein können und wäre dann vielleicht auch viel spannender gewesen. Leider hatte ich keinem großen drang weiter zu lesen, weshalb sich die ganze Geschichte dann auch echt gezogen hat. Es war nicht schlecht und auch der Schreibstil mit den ganzen Anmerkungen in der Fußnote waren eine coole Idee und gab dem ganzen einen wissenschaftlichen Touch. Und wenn man liest, dann lässt es sich auch gut lesen. Leider war der Anfang viel überzeugender als das Ende.
Den Anfang fand ich sehr gut, vor allem den Humor, die düstere Atmosphäre und die Dynamik zwischen Sebastian und Sarmodel. Der Mittelteil war hin und wieder etwas vage und abstrakt, dadurch war ich manchmal verwirrt und es zu sich, aber das World Building und die Figuren sowie die queere Lovestory mochte ich sehr. Das Ende war dann wieder sehr spannend, und mir gefiel auch die tiefere Ebene der Bestie. Große Empfehlung auch für das Hörbuch, sehr gut gesprochen. 🥰
Leider ein Abbruch, welcher mir nicht leicht fiel. Aber wir passten einfach nicht zusammen 😪
Vorweg: ich habe das Buch vor allem als Hörbuch gehört. Von Robert Frank vertont konnte ich nicht widerstehen, das Hörbuch ist auch sehr gelungen. Da mir der Anfang so gut gefiel, habe ich es mir dann noch physisch gekauft und war soooo hyped, da das Buch so schön aussieht 🥹 Spoiler vorab: ich habe das Buch abgebrochen, bei etwa 60 % hatte ich absolut keine Lust mehr und null Interesse daran zu wissen, wie es ausgeht. Ich breche Bücher nicht so oft ab aber wenn ich so gar keine Freude damit habe, dann bringt es nichts. Ich war so enttäuscht vom Buch, dass ich dann mehrere Tage gar keine Lust mehr auf Lesen hatte 😂 Aber worum geht's hier überhaupt? In diesem Dark Fantasy Buch (und es klang einfach so vielversprechend 🥹😭) geht es um den Monsterjäger Sebastian Grave, der auf dej jungen Adligen Antoine d'Ocerne trifft und gemeinsam mit anderen Freiwilligen die Bestie von Gévaudan abschlachten soll. Doch offenbar ist dies nicht das einzige Monster, was sein Unwesen treibt. Es gibt noch zwei weitere Zeitebenen und ich kann nicht mal zusammenfassen, worum es in diesen geht. Denn genau hier lag vor allem mein Problem mit dem Buch: es war so viel Inhalt in jeder Zeitebene, es wurde immer verwirrenden und vor allem der Zeitstrang um Jeanne d'Arc (auf den ich mich am meisten gefreut habe) hat mich so verwirrt, dass ich mich irgendwann gefragt habe, ob es vielleicht an mir liegt. Das mit den Fußnoten fand ich ganz cool, erinnere mich aber fast etwas zu sehr an Jay Kristoff. Nervig war auch das ständige Wort "Fleischsack", was in einer Zeitebene gefühlt auf jeder Seite 10 Mal vorkam. Das war leider nicht mein Buch. Es fing sehr vielversprechend an, ich mochte das Setting, die "Derbheit", das Düstere und Sebastian Grave als Protagonist. Aber das Buch war irgendwie so überladen mit Themen, Namen, Orten, Zeiten, dass ich einfach nicht mit kam und auch spätestens ab der Hälfte nicht mehr wollte. Diese Enttäuschung hat mir nochmal gezeigt, dass ich künftig mit Neuerscheinungen vorsichtiger sein werde.

Seit langem Mal wieder ein Fantasy Buch dass mich gefesselt hat bis zum Ende. Man musste mitdenken und dran bleiben. Ich habe gelacht und konnte es vor Spannung nicht aushalten. Ein absolute Empfehlung!! Mich hat es von der erzählweise an das Reich der Vampire erinnert, was zum einem. Am Sprecher liegen kann zum anderen aber auch das es über mehrere Zeitebenen und es einen ähnlichen Vibe hat
The Red Winter von Cameron Sullivan Eine düstere historische Fantasy, die die Legende der Bestie von Gévaudan neu interpretiert. Im Mittelpunkt steht Sebastian Grave, ein Monsterjäger, der seit Jahrhunderten durch Europa streift und viele Geheimnisse mit sich trägt. Als in der französischen Provinz erneut eine blutige Spur durch Dörfer und Wälder führt, kehrt er an einen Ort zurück, der untrennbar mit seiner Vergangenheit verbunden ist. An seiner Seite (oder vielmehr in ihm) lebt der Dämon Sarmodel. Er verleiht ihm übernatürliche Kräfte. Doch alles hat seinen Preis. Während Sebastian versucht die Bestie endgültig zur Strecke zu bringen, holen ihn alte Entscheidungen, verlorene Bindungen und längst verdrängte Gefühle ein. Verschiedene Zeitebenen verweben sich zu einem Gesamtbild aus Blut, Schuld und unausweichlichem Schicksal. Die Atmosphäre ist mir immer sehr wichtig und hier habe ich sie wirklich geliebt. Verschneite Wälder, Misstrauen, religiöser Druck und das Gefühl, dass hinter der sichtbaren Welt noch etwas Dunkleres lauert. Die Geschichte ist roh, stellenweise grausam und vulgär. Aber eben passend für die Zeit. Ich habe die sarkastischen Kommentare der Erzähler geliebt. Denn wir bekommen diese historische Geschichte rückblickend von 2013 in der modernen Zeit erzählt. Sebastian ist kein strahlender Held, sondern eine Figur voller Widersprüche. Manchmal waren Szenen zu überladen und Zuviel für meinen Geschmack und ich dachte bis zum Schluss, dass ich eine Reihe lese, da die Geschichte für mich am Ende irgendwie nicht auserzählt war und zu schnell endete. Vielleicht will man sehen wie das Buch ankommt und hält es sich deshalb ein wenig offen? Trotz kleiner Längen hat mich das Buch gepackt. Wer düstere Fantasy mit historischem Elementen, moralisch fragwürdigen Figuren und einer ordentlichen Portion Tragik liebt, sollte hier definitiv einen Blick wagen. Für mich kein absolutes Highlight, aber starke Geschichte die an die ich mich erinnern werde.
Tolle Geschichte
Wir begleiten den Monsterjäger Sebastian Grave, der mehr als ein Jahrhundert alt ist und ein Mann vieler Talente und Geheimnisse ist. Er begibt sich in die französische Provinz Gévaudan, da der Baron Freiwillige sucht, die sich der Jagd nach der Bestie anschließen, die für das abschlachten von Mensch und Vieh verantwortlich sein soll. Zusammen mit dem Dämon Sarmodel (welcher an Sebastian gebunden ist) und dem jungen adeligen Antoine begibt er sich auf die Jagd. Aber die Bestie von Gévaudan ist schwerer zu fassen als gedacht. Hinzu kommt, dass es nicht das einzige Monster ist, das in Frankreich sein Unwesen treibt. Mein Gott, was eine spannende und tolle Geschichte. Ich liebe Sarmodel, er ist richtig schön sarkastisch 😍. The Red Winter erinnert mich von der Geschichte her an zwei Bücher bzw. Reihen: Das Reich der Vampire (Sarkasmus) und an die Schatten-Reihe (Samurai, der an einen Dämon "gebunden" ist). Was ich auch toll fand, war das Hörbuch. Gesprochen wird es von Robert Frank 😍. Er hat's einfach drauf, was Dark Fantasy betrifft.
Wie die Bestie ihre Opfer, habe ich das Buch in gefühlt einem Haps verschlungen - nur weniger blutig. Es war düster, faszinierend und mitreißend. Der Roman erzählt eine Geschichte von Macht, Gier und Verlangen, von Gut und Böse und allen Graustufen dazwischen, von Engeln, Dämonen, Hexern und Bestien. Ich fand's unglaublich gut, obwohl mich der Schluss etwas unbefriedigt zurückgelassen hat, da er abrupt war und noch einige Fragen offen gelassen hat. Vielleicht kommt ja irgendwann noch ein Prequel oder ein Sequel, ich würd's mir jedenfalls wünschen, weil ich mich von Sebastian und Sarmodel ungern schon komplett verabschieden möchte.
Unheimlich, brutal und manchmal zärtlich.
Die Geschichte um Sebastian Grave und Sarmodel, und den roten Winter zieht Lesende schneller als erwartet in seinen Bann. Ein kurzer Blick ins Buch endet plötzlich 100 Seiten später. Die Geschichte wird aus der Sicht vom Hexer erzählt, abwechselnd ergänzt um Kapitel aus der Sicht der Sukkubus Livia. Obwohl sie in ihrer Erzählung durch verschiedene Zeitalter springen, bleibt ihr Gegner, welcher als Bestie die Region Gevaudan heimsucht, immer derselbe - Ares, Mars, Avstamet. Oder letztendlich Krieg? "The Red Winter" ist spannend und mitreißend erzählt. Düster, tiefsinnig und bisweilen romantisch handelt die Geschichte von Unsterblichkeit, Engeln, Dämonen, Besessenheit und blinder Liebe. Am Ende bleibt nur die Frage offen; Wer oder was ist Sebastian Grave wirklich?
Zuckerrohr und Zimt, Blut und Verderben
Was für ein großartiges Buch. Vielen Dank für das Leseexemplar! Kaum zu fassen, dass es das Debut des Autors war. Es hat sich lesen lassen, als würde er schon ewig schreiben. Ein tolles Magiesystem, schwarzer Humor, tolle Charaktere. Vor allem Sebastian hat mir richtig gut gefallen in seinem ewigen Kampf mit sich selber und seinem noch immer sehr geheimnisvollen Dasein. Ich habe ein bisschen Witcher erwartet, bekam aber irgendwie was vollkommen Neues und Unerwartetes und konnte durchaus auch überrascht werden. Auch die historisch eingewebten Teile haben mir sehr gut gefallen. Hatte viel Spaß mit dem Buch und freue mich auf weitere Teile, aber es hätte sogar noch ein wenig düsterer sein dürfen für mich. Nichtsdestotrotz ein Buch bei dem ich mir einen Reread sehr gut vorstellen kann! Bin begeistert.
Ich mag es wenn es mal komplexer ist
Komplex trifft dieses Buch sehr gut. Es hatte ein eigenes Magiesystem (wenn man es so nennen will), verschiedene Handlungsstränge und eine Storyline(oder mehrere) die einen Verbindungen entlüften lassen. Klar hatte das Buch aber auch Schwachstellen. Auch wenn wir mit unserem Protagonisten eine feste Story haben, unterteilt sich das Geschehen auf verschiedenen Geschichten Abschnitte. So haben wir 1. Was damals war als die Bestie das erste mal vor Ort aufgetaucht ist (Diente der Erklärung der Geschehnisse und die Verbindung der Charaktere) 2. Das momentane Geschehen (Das wieder auftauchen der Bestie) 3. Die damaligen Ereignisse. All die Stränge dienen der Erklärung und entschlüsseln der Verbindungen und Rätsel. Nur wurde sich hier auch manchmal etwas verloren. So wusste der Protagonist selbst nicht was er eigentlich ist. Zum "Magiesystem" Es wird so wie ich es verstanden hatte mit verschiedenen Urkräften und das aneignen dieser gesprochen. Manche dieser Wesenheiten die dadurch entstehen, haben auch gewissen Ruf (z.B. Erzengel oder Olympia). Genauer werde ich es aber nicht ausführen um Spoiler zu vermeiden. Die Charaktere würde ich schon als komplexer beschreiben. Sowohl die menschlichen als auch die nicht menschlichen. Was mir an dem Buch dennoch Missfallen hat war der manchmal sehr stark dargestellte sexuelle Aspekt. Klar an manchen Stellen war es passend oder hat auch zur Wesenheit gepasst. Doch oft war es für mich auch einfach nur sehr starkes gesimpe was überspitzt ist. Die Sprünge der Geschichten Abschnitte waren manchmal etwas irritierend aber man konnte sich einfinden. All in all hab ich das Buch dennoch genossen. Auch die Idee war mal etwas neues was man so nicht wirklich gelesen hat und die Umsetzung war gegliedert und vielfältig.
Sim sala bim...
Was war das denn??? Düster, blutig, actionreich und ein bisschen verrückt hat mich die Story auf eine äußerst vergnügliche Reise ins Frankreich des 18. Jahrhunderts mitgenommen. Den unsterblichen Monsterjäger Sebastian Grave schließt man rasch ins Herz, und noch mehr den Dämonen, von dem er besessen ist. Cooler Typ, tolle Symbiose 😅 Ich freu mich auf mehr.
Vielversprechend gestartet doch leider im Schnee stecken geblieben.
The Red Winter von Cameron Sullivan ist ein epischen Dark-Fantasy Roman, der stark von slawischer Mythologie, politischen Intrigen und einer düsteren Winterwelt geprägt sein soll. Eine raue, kalte Welt, in der Adelshäuser um Macht ringen, Magie durch die Schatten kriecht und alte Kreaturen den Kontinent unsicher machen – dazu noch eine Geschichte, die sich lose an der Legende der Bestie von Gévaudan orientiert. Historische Dark Fantasy also. Klingt ziemlich genau nach meinem Geschmack. Entsprechend hoch war meine Vorfreude, denn dieses Buch gehörte zu meinen meist erwarteten Fantasy-Neuerscheinungen dieses Jahres. Leider musste ich relativ schnell feststellen: Das wird keine große Liebe. Bereits nach sieben Kapiteln hatte ich so ein leises Gefühl im Bauch. Dabei beginnt alles gar nicht schlecht. Die Atmosphäre der Welt ist wirklich gelungen. Die kalten Landschaften, die düsteren Wälder und die ständig lauernde Gefahr erzeugen ein angenehmes Dark-Fantasy-Feeling. Auch die verschiedenen Kreaturen und mythologischen Wesen tragen dazu bei und erinnern stellenweise sogar ein wenig an die Monsterwelt aus The Witcher. Der Schreibstil ist zudem angenehm leicht und flüssig zu lesen, sodass man durchaus gut durch die Seiten kommt. Das eher gemächliche Pacing hat mich persönlich auch nicht gestört – ich habe grundsätzlich nichts gegen eine Geschichte, die sich Zeit lässt. Doch leider konnte mich der Rest des Buches nicht wirklich überzeugen. Sebastian, der Hexer, war grundsätzlich ein interessanter Charakter, erinnerte mich allerdings stark an Gabriel de León aus Reich der Vampire. Gleichzeitig bleibt er überraschend blass. Für einen Hexer, der angeblich seit über tausend Jahren auf der Welt unterwegs ist, erfährt man erstaunlich wenig über ihn. Seine Figur bleibt dadurch recht eindimensional. Die Geschichte arbeitet zudem mit verschiedenen Zeitsträngen, was an sich spannend sein kann. Leider konnten mich auch die Nebencharaktere kaum fesseln. Viele wirkten austauschbar und hinterließen wenig Eindruck. Besonders schwierig wurde es für mich mit Livia. Sie ist ein Sukkubus und bekommt einen eigenen POV, was grundsätzlich interessant klingt. Allerdings dreht sich bei ihr gefühlt alles um ihre ständige Fleischeslust. Mir ist bewusst, dass Verführung zum Wesen eines Sukkubus gehört – doch die permanenten sexuellen Gedanken haben mich irgendwann leider eher genervt als unterhalten. Generell empfand ich die häufigen sexuellen Anspielungen im gesamten Buch eher als störend. Auch Sarmodel, der offenbar für humorvolle Momente sorgen soll, hat bei mir nicht gezündet. Sein Humor wirkte auf mich oft erzwungen und unnatürlich. Ein weiteres Fragezeichen blieb für mich die Rolle von Jeanne d’Arc. Ihre Präsenz in der Geschichte wirkte für mich dekorativ als wirklich relevant. Mehrfach hatte ich außerdem das Gefühl, dass der Autor selbst noch nicht genau weiß, wohin seine Geschichte eigentlich führen soll. Besonders schade fand ich das beim Thema rund um die Bestie von Gévaudan. Diese historische Legende bietet unglaublich viel spannendes Material – doch im Buch bleibt dieser Aspekt überraschend oberflächlich und angedeutet. Auch bei Politik und Kirche hätte ich mir deutlich mehr gewünscht. In der historischen Zeit, an der sich das Setting orientiert, hatte die Kirche enorme Macht und Einfluss. Intrigen, Machtkämpfe oder politische Konflikte wären hier sehr interessant gewesen. Stattdessen bekommt man davon erst in den letzten Kapiteln ein wenig zu sehen. Überraschungsmomente gab es ebenfalls kaum. Viele Entwicklungen waren recht früh vorhersehbar, sodass sich echte Spannung nur selten einstellen konnte. Zudem hätte ich mir insgesamt einen deutlich düstereren und ernsthafteren Ton gewünscht. Und irgendwann merkte ich leider, dass das Lesen selbst zu einem kleinen Ausdauertraining wurde – allerdings nicht für Spannung, sondern für meine Geduld. Stellenweise fühlte es sich fast wie ein anstrengender Kampf an, bei dem ich mich mehr durch die Seiten gearbeitet habe, als wirklich mitgerissen zu werden. Am Ende bleibt für mich leider ein Gefühl der Enttäuschung. Das Potential der Geschichte ist definitiv vorhanden – Atmosphäre, Grundidee und mythologischer Hintergrund hätten eine wirklich großartige Dark-Fantasy-Geschichte ergeben können. Doch die Umsetzung war leider nicht nach meinem Geschmack. Schade, denn ich hatte mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut.

Die Bestie vom Gevaudan
Ein düsteres Buch, brutal und blutig. Ein Fantasy- Thriller über mehrere Zeitstränge, die sich zum Schluss verbinden und die Geheimnisse erklären. Ganz nebenbei noch eine queere Liebesgeschichte. Hat mich ein bisschen an den Film „Der Pakt der Wölfe“ erinnert vom Thema her. Ich fand das Buch ok. Es hatte seine Längen. War trotzdem gute Unterhaltung.
Ein Fantasyroman der dunkel und verwirrend war.
Wir begleiten unseren Protagonisten Sebastian der, ja was denn eigentlich… Mensch? Dämon? Hexer? Von jedem etwas? Grundsätzlich eine gute Story, die mir aber je weiter ich lass viel abverlangte. Mir kam es so vor, als ob der Autor zu viel wollte. Dem wilden Ritt durch die Jahrhunderte kam ich manchmal nicht so hinterher. Sicher auch eine Lovestory gab es, die ich aber nicht so ganz greifen konnte. Grundsätzlich kein schlechtes Buch. Es gefiel mir aber war kein Highlight.
Characteristics
6 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Dark Fantasy mit Dämonen und Werwölfen – »The Witcher« meets »Das unsichtbare Leben der Addie LaRue«
Der Monsterjäger Sebastian Grave ist ein Mann vieler Talente und Geheimnisse, und war in mehr als einem Jahrhundert zuhause. Nun reist er in die abgelegene französische Provinz Gévaudan. Der dortige Baron hat Freiwillige zur Jagd auf die Bestie aufgerufen, die für das Abschlachten von Vieh und Menschen verantwortlich sein soll. Zusammen mit dem Dämon Sarmodel und dem jungen Adligen Antoine d'Ocerne macht sich Sebastian auf die Jagd. Bald zeigt sich: Die Bestie von Gévaudan ist schwerer zu fangen als gedacht - und es ist bei weitem nicht das einzige Monster, das in Frankreich sein Unwesen treibt ...
»The Red Winter« zeigt die verborgene Welt hinter unserer eigenen und erzählt die okkulte Geschichte Europas, vom kaiserlichen Rom bis zur heiligen Jeanne d'Arc und den ersten Anzeichen der Französischen Revolution.
»Charmant, eindringlich, ambitioniert und sehr unterhaltsam.« T. Kingfisher
»›The Red Winter‹ ist ein wunderschönes Gewebe aus Geschichte und Mythen. […] Dieses Buch werden Sie verschlingen.« Cassandra Khaw
»So verdammt gut. The Red Winter ist irrsinnig unterhaltsam.« Shelley Parker-Chan
„The Red Winter ist ein höllisch gutes Debüt. Ein absoluter Genuss: blutig und sündhaft köstlich. Selten war ich so zufrieden – oder so begierig nach mehr.“ Alix E. Harrow
Book Information
Author Description
Cameron Sullivan wurde in Perth, Australien, geboren. In seiner Jugend hat er sich literarisch vor allem von den Dark-Fantasy- und Horrorbestsellern der 80er Jahre ernährt und anschließend Klassische Philologie und Kreatives Schreiben an der University of Western Australia studiert. Nach langen Aufenthalten in Italien und Großbritannien kehrte er nach Australien zurück und ließ sich in Melbourne nieder. Er arbeitet als Texter und verbringt seine Wochenenden am liebsten mit einem guten Buch, neuen Kochrezepten und Spielen aller Art.
Posts
The Red Winter – Ein blutiges Mosaik der Mythen
The Red Winter von Cameron Sullivan ist kein Buch für zwischendurch. Es ist eine düstere, atmosphärisch dunkle Reise in das Frankreich des 18. Jahrhunderts, die den Leser tief in die Wälder des Gévaudan entführt. Doch hinter der Fassade der historischen Monsterjagd verbirgt sich ein weitaus komplexeres – und manchmal sperriges – Geflecht aus Mythologie und Blut. Atmosphäre & Setting: Wo die Hoffnung stirbt Sullivan erschafft eine Welt, in der das Wort „schön“ keinen Platz hat. Die Atmosphäre ist düster, bedrückend und blutig: Die Brutalität der Bestie und der Welt wird ungeschönt dargestellt. Besonders faszinierend ist die Verbindung verschiedenster Elemente. Römische und heidnische Gottheiten treffen auf slawische Mythologie, garniert mit einer korrupten Kirchen und dem verfallenden Glanz des Adels. Das „Mittelalter-Feeling“ ist trotz des späteren Zeitraums allgegenwärtig und greifbar. Erzählstil & Struktur: Anspruchsvoll, aber kein Selbstläufer Man merkt schnell: Dieses Buch will erarbeitet werden. Der Schreibstil ist eigentümlich und fordernd. Das ist handwerklich interessant, verhindert jedoch, dass sich ein klassischer „Page-Turner-Effekt“ einstellt. Die Geschichte arbeitet mit mehreren Zeitsträngen, die theoretisch für Spannung sorgen sollen. In der Umsetzung gelingt es jedoch nicht immer, den Leser emotional bei der Stange zu halten. Ein auffälliges Beispiel ist die Einflechtung von Jeanne d’Arc – was vielleicht als interessanter historischer Twist gedacht war, wirkt leider eher wie dekoratives Beiwerk ohne echten erzählerischen Mehrwert für die Haupthandlung. Charaktere: Distanz trotz Potenzial Die Protagonisten rund um den mysteriösen Sebastian Grave bleiben seltsam fern: • Sebastian Grave: Ein Mann mit Jahrhunderten an Erfahrung, der dennoch schwer greifbar bleibt. • Jaques, Antoine: Es fällt schwer, eine echte emotionale Bindung zu den Figuren aufzubauen. Man beobachtet sie eher, als mit ihnen zu fühlen. • Der Lichtblick: Der Dämon Sarmodel. Sein köstlicher Sarkasmus lockert die bedrückende Stimmung immer wieder auf und sorgt für die nötigen Schmunzler in der Finsternis. Gerne hätte ich auch mehr zu Livia erfahren, auch sie blieb eher eine Nebengestalt die mehr Fragen aufwirft, als Antworten gegeben werden. Fazit: Ein gewaltiger Aufbau mit leisem Knall Die Geschichte ist gut erzählt und wartet mit Wendungen auf, die man so nicht kommen sieht. Wer komplexere Worldbuilding-Experimente mit eigentümlichem Setting liebt, wird hier fündig. Aber: Das Ende ist leider ein großer Schwachpunkt. Nach dem intensiven und anstrengenden Weg durch den „Roten Winter“ bleibt der Abschluss unbefriedigend. Man erwartet nach diesem Aufbau schlichtweg mehr und da kommt leider nichts und es bleibt wenig zurück, außer vielen unbeantworteten Fragen. Bewertung: Ein atmosphärischer Brocken für Leser mit langem Atem, die sich nicht an einer distanzierten Erzählweise stören – der aber letztlich an seinen eigenen Ambitionen und einem schwachen Finale scheitert. Schade!

4⭐️ Falls ihr The Witcher mögt, aber mal was mit mehr Herz und sarkastischeren Fußnoten wollt 👇🏽
Frankreich, 1785. Die Bestie von Gévaudan ist zurück, und Sebastian Grave – unsterblicher Monsterjäger mit einem Dämon im Kopf – muss noch mal ran. Was klingt wie ein solider Dark-Fantasy-Aufhänger, entpuppt sich als etwas deutlich Klügeres. Das Buch hat drei Zeitebenen, einen trocken-sarkastischen Erzählton, Fußnoten die tatsächlich witzig sind, und eine queere Liebesgeschichte im Zentrum, die mehr Gewicht trägt als man zunächst erwartet. Die Dynamik zwischen Sebastian und Sarmodel – bissig, zynisch, und irgendwie rührend. Wer Venom kennt, weiß ungefähr, worauf er sich einlässt. Zwei völlig unterschiedliche Wesen, die sich irgendwo zwischen Feindschaft und echter Zuneigung eingependelt haben. Das Pacing hat mich positiv überrascht – Sullivan weiß, wann er Gas gibt und wann er sich Zeit lässt, ohne dass es sich zieht. Kleiner Hinweis fürs Hörbuch: Robert Frank spricht – ja, derselbe wie bei The Sword of Kaigen. Wer das kurz davor gehört hat, wird die ersten Minuten damit verbringen, sich zu fragen woher man die Stimme kennt 😅 Für alle, denen The Witcher, Empire of the Vampire oder ein gut geerdetes historisches Setting in der Dark Fantasy etwas sagen – das hier ist genau euer Ding. Starkes Debüt.

𝒟𝒾ℯ 𝒮𝓉𝒾𝓂𝓂ℯ 𝒹ℯ𝓈 𝒲ℯ𝓈ℯ𝓃𝓈 𝓌𝒶𝓇 𝓋ℴ𝓃 𝒷𝓁𝓊𝓉𝒾ℊℯ𝓇 ℒ𝓊𝓈𝓉 ℯ𝓇𝒻𝓊̈𝓁𝓁𝓉. 𝒟𝒾ℯ ℰ𝒾𝓃ℊℯ𝓌ℯ𝒾𝒹ℯ 𝒹ℯ𝓈 𝒫𝒻ℯ𝓇𝒹𝓈 ℯ𝓇ℊℴ𝓈𝓈ℯ𝓃 𝓈𝒾𝒸𝒽 𝒹𝒶𝓂𝓅𝒻ℯ𝓃𝒹 𝒶𝓊𝒻 𝒹ℯ𝓂 ℬℴ𝒹ℯ𝓃. ℐ𝓃 𝒹ℯ𝓃 𝒦𝓁𝒶𝓊ℯ𝓃 𝒽𝒾ℯ𝓁𝓉 𝒹𝒶𝓈 ℳℴ𝓃𝓈𝓉𝓇𝓊𝓂 𝒹𝒶𝓈 𝓇𝒾ℯ𝓈𝒾ℊℯ ℋℯ𝓇𝓏. ℰ𝓈 𝓁𝒶̈𝒸𝒽ℯ𝓁𝓉ℯ 𝒶𝓃ℊℯ𝓈𝒾𝒸𝒽𝓉𝓈 𝓂ℯ𝒾𝓃ℯ𝓈 ℰ𝓀ℯ𝓁𝓈 𝓊𝓃𝒹 𝒷𝒾𝓈𝓈 𝓈𝒸𝒽𝓌ℯ𝒾ℊℯ𝓃𝒹 𝒽𝒾𝓃ℯ𝒾𝓃.
𝒯𝒽ℯ ℛℯ𝒹 𝒲𝒾𝓃𝓉ℯ𝓇 „Macht ist eine hungrige Bestie“ von dem Autor Cameron Sullivan. Es sind viele Bewertungen zu diesem Buch, teilweise auch schlecht oder das Buch wurde abgebrochen 🤔, Gott sei Dank bilde ich mir Meinung selbst und habe mich vollkommen dieser Story und der hungrigen Bestie gewidmet. „The Red Winter“ beschreibt ein Welt aus dem Jahr 1485, darunter die ersten Vorzeichen der französischen Revolution, okkulte Geschehnisse in Europa und vom kaiserlichen Rom. Die Geschichte über den Monsterjäger Sebastian Grave ist sehr beeindruckend, spannend und unterhaltsam. Die dunkle Atmosphäre und das Grauen das dort lauert, ist mehr als fesselnd, brutal und blutig. Passend dazu der Sarkasmus und die hämische Ironie, was mich mehr als schmunzeln ließ. Der Schreibstil harmoniert sehr mit den Gepflogenheiten des 15ten Jahrhunderts, dadurch konnte man sich voll und ganz auf die Geschichte einlassen. Zusätzlich die perfekt gesetzten Fußnoten, die das ganze Geschehen noch abrunden, mehr kann man dazu nicht sagen. Für mich absolut Lesenswert, sehr unterhaltsam, daher eine herausragende Leseempfehlung meinerseits 💫

„The Red Winter“ ist eines dieser Bücher, das einem einen Kloß in den Hals setzt und Tränen in die Augen treibt,
, weil man die Charaktere einfach nur lieben kann. Schon nach den ersten Seiten hatte ich das Gefühl, mitten in ihrer Welt zu stehen – in einer Geschichte voller Schmerz, Sehnsucht und Erinnerungen, die selbst nach Jahren nicht verblassen. Besonders dieser Satz: „Ich habe dich mal geliebt.“ Selten hat ein einzelner Satz so viel Gewicht getragen wie hier. Denn wenn jemand ein ganzes Buch schreibt, nur um seinen Kummer festzuhalten, merkt man schnell, dass diese Liebe nie wirklich vergangen ist. „The Red Winter“ ist düstere Fantasy mit starken „The Witcher“-Vibes – blutig, rau und gleichzeitig voller Herzschmerz. Durch Empfehlungen auf READO wurde ich neugierig und nahm das Buch eher spontan aus der Bücherei mit. Was als langsames Reinlesen begann, wurde schnell zu einem regelrechten Verschlingen jeder einzelnen Seite. Jede neue Szene fühlte sich wie ein vorzügliches Festmahl an, bei dem man gar nicht mehr aufhören möchte zu lesen. Die Geschichte wird aus der Sicht von Sebastian Graves erzählt, der in der Gegenwart auf alte Gegenstände stößt: eine Brosche und einen Handschuh von jemandem namens Antoine. Einer Person, die er selbst nach all den Jahren noch liebt. Genau deshalb beginnt Sebastian, die Geschichte vom Roten Winter und der Bestie niederzuschreiben. Er erzählt davon, wie er der Bestie zum ersten Mal begegnete, wie er Antoine kennenlernte und sogar dessen Sohn. Die Handlung springt dabei zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her, ohne jemals den roten Faden zu verlieren. Und gerade das macht die Geschichte so besonders. Sebastian schreibt mit einer Detailverliebtheit, die einen alles mitfühlen lässt – jede Begegnung, jede Wunde und jede unausgesprochene Emotion. Zum Ende hin kann man entweder enttäuscht sein oder vollkommen verstehen, warum die Geschichte genau dort endet. Das Finale bleibt für mich offen zurück, mit vielen Fragen, die unbeantwortet bleiben. Vielleicht wird es einen zweiten Band geben, vielleicht sollen wir uns unsere eigenen Gedanken dazu machen. Ich weiß noch nicht, ob „The Red Winter“ für mich direkt ein Jahreshighlight ist. Aber eines weiß ich sicher: Diese Geschichte bleibt im Kopf – und vor allem im Herzen.
"Sim Sala Bim, du Idiot!" Mein Guide für historische Mythen, Plasma-Monster und echte Gefühle.
Leute, ich bin gerade aus dem 18. Jahrhundert zurückgekommen und was soll ich sagen? Mein Herz liegt noch irgendwo im französischen Schlamm und wird vermutlich gerade von einem antiken Kriegsgott gemampft. Ich muss kurz mal einen Vergleich ziehen. Ich habe letztes Jahr One Dark Window gelesen und fand den Nachtmahr dort... naja, sagen wir mal, er war ein nettes Accessoire. Ein bisschen gruselig, ein bisschen unnütz, meistens einfach nur passiv im Hintergrund. Und dann kommt Sarmodel. Dieser 8.000 Jahre alte, stolze Analphabet ist kein "Schatten im Kopf", er ist eine Naturgewalt. Er manifestiert sich als räudiger Mandrill, rülpst dem Erzengel Michael ins Gesicht und zieht Energie aus allem, was Sebastian fühlt, egal ob Hunger, Hass oder Geilheit. Während der Nachtmahr nur Deko war, prägt Sarmodel jede Sekunde. Er ist zynisch, verfressen und so verdammt präsent, dass man Sebastian manchmal bemitleidet, diese arrogante "Ur-Gier" als Dauergast zu haben. Was ich an diesem Buch aber absolut abgöttisch liebe, ist dieser geniale Bezug zu den echten historischen Ereignissen. Es ist nicht einfach nur Fantasy, es ist eine perfekte Symbiose aus Geschichte, Mythen und Legenden. Die Bestie von Gévaudan ist hier kein plumper Wolf, sondern ein fleischgewordener Alptraum, und die Story um Jeanne d’Arc wird komplett auf links gedreht. Sie war im Grunde das Buffet für den Blutgott Avstamet. Dass reale Figuren wie Jean Chastel oder der Bischof von Mende auftauchen und mit Erzengeln verwebt werden, die als göttliche Scharfschützen agieren, gibt dem Ganzen eine Tiefe, die ich so noch nie gelesen habe. Die Fußnoten sind dabei das heimliche Highlight, weil man vom Autor quasi liebevoll beleidigt wird, wenn man die Offensichtlichkeiten nicht checkt. „Er ist ein Werwolf, du Idiot!“ gehört eigentlich auf ein T-Shirt. Aber was mich völlig unvorbereitet getroffen hat, war die Verbindung zwischen Sebastian und Antoine. Ich habe noch nie MM-Love gelesen und dachte nicht, dass mich das so kriegt, aber die beiden haben mich gekillt. Wenn Antoine betrunken in Unterwäsche im Bach steht und versucht, Forellen mit versauten Liedern in seine Hose zu locken, ist das Comedy pur. Aber man spürt dieses flüssige Feuer in jeder Zeile. Dieser Kuss unter der Brücke... ich hätte fast gejubelt! Sebastian hat zwar das Selbstvertrauen einer zerkochten Nudel, wenn es um Gefühle geht, aber Antoine packt ihn einfach am Kinn, sieht ihm direkt in die Seele und bricht alle Mauern nieder. Das Finale hat mich echt ein bisschen zerstört und ich hab Rotz und Wasser geweint. Es ist eine verdammt ehrliche, dreckige Liebesgeschichte in einer Welt, die eigentlich keine Gnade kennt. Wer also Bock auf ein Buch hat, das einen erst historisch einwickelt, um einen dann mit Schmackes durch den Fleischwolf zu drehen: Bitteschön! Hier gibt es keine Rettung zum Nulltarif, sondern nur knallharte Konsequenzen.

Mythen, okkulte Einflüsse und außergewöhnliche Figuren prägen dieses eindrucksvolle Dark-Fantasy-Setting 🐺🪽🇫🇷
Die winterlich-düstere Kulisse ist atmosphärisch dicht beschrieben und unterstreicht die Handlung auf eindringliche Weise. Nach und nach tauchen wir tiefer in die Hintergründe der unterschiedlichen Charaktere ein nicht alle von ihnen sind menschlich. Auch die geheimnisvolle Bestie bleibt nicht im Schatten: Stück für Stück werden uralte Geheimnisse enthüllt, die über Jahrhunderte verborgen lagen. Der Ton wechselt gekonnt zwischen rauer, direkter Härte und ruhigeren, beinahe stillen Momenten, die mit unerwarteten Wendungen überraschen. Gerade diese Mischung aus Brutalität und leisen, fast sanften Zwischentönen macht den Reiz der Geschichte aus. Besonders gelungen ist die durchgehend bedrückende, finstere Atmosphäre. Historische Bezüge verschmelzen mit okkulten Elementen, Mythen und dunkler Magie zu einer außergewöhnlichen und fesselnden Dark Fantasy-Welt.

Wann wird ein Mensch zur Bestie?
Was mich an diesem Buch so überrascht hat, war nicht die Gewalt. Nicht die Bestie. Nicht einmal der Horror. Sondern wie schnell aus einer Geschichte über Monster etwas viel Unangenehmeres geworden ist. Etwas, das sich immer mehr um Hunger dreht. Hunger nach Liebe. Nach Nähe. Nach Macht. Nach Kontrolle. Und darum, was passiert, wenn Menschen oder Wesen irgendwann gar nicht mehr wissen, wo dieser Hunger eigentlich endet. Vor allem Sebastian und Sarmodel haben mich dabei komplett gekriegt. Selten habe ich zwei Figuren gelesen, die gleichzeitig so eng miteinander verbunden und sich doch so fremd sind. Zwischen ihnen existiert etwas, das weit über eine normale Dämonen-Wirt-Dynamik hinausgeht. Etwas Abhängiges. Intimes. Besitzergreifendes. Teilweise fast zärtlich und im nächsten Moment wieder absolut verstörend. Und obwohl Sarmodel eindeutig manipulativ ist und Sebastian immer wieder in zerstörerische Richtungen drängt, steckt zwischen ihnen viel zu viel Echtes, um ihre Beziehung einfach nur als „toxisch“ abzutun. Gerade diese Mischung aus Nähe, Sehnsucht und gegenseitigem Verschlingen hat ihre Dynamik für mich so faszinierend gemacht. Auch die Beziehung zwischen Sebastian und Antoine hat für mich gerade deshalb funktioniert, weil sie nicht laut oder übermäßig romantisch erzählt wird. Man merkt ständig, wie viel zwischen diesen Figuren steht. Religion. Schuld. Jahrzehnte voller Verlust. Und trotzdem hängt da die ganze Zeit diese Sehnsucht zwischen ihnen, selbst dann noch, wenn eigentlich längst alles verloren scheint. Deshalb haben mich viele kleine Momente emotional viel härter getroffen als die großen Szenen. Die Hoffnung auf ein Wiedersehen. Jacques, bei dem Sebastian immer wieder versucht, irgendetwas zu retten oder zu beschützen, obwohl seine ganze Welt längst auseinanderfällt. Oder diese wenigen kurzen Momente von Ruhe zwischen all dem Blut, der Gewalt und dem Verfall. Das Buch verlässt sich darauf, dass man Zwischentöne spürt und nicht jede Emotion komplett ausformuliert werden muss. Genau das hat es für mich so intensiv gemacht. Und dann ist da dieser Horror. Nicht als stylische Fantasygewalt, sondern oft wirklich unangenehm. Fleischlich. Teilweise regelrecht ekelhaft. Das Buch nimmt sich Zeit, beinahe ruhig zu werden, nur um einen wenige Seiten später plötzlich mit groteskem Body Horror oder verstörenden Bildern zu überfallen. Gerade diese Wechsel haben für mich unglaublich gut funktioniert, weil Gewalt hier nie „cool“ wird. Sie bleibt etwas Grausames. Etwas, das Menschen und Körper deformiert. Trotz all der Dunkelheit wirkt die Geschichte dabei nie völlig hoffnungslos. Viele Figuren tragen Verlust mit sich herum, vieles zerbricht unwiderruflich und dennoch bleibt irgendwo immer ein kleiner Rest Menschlichkeit übrig. Kein klassisches Happy End. Kein erzwungener Trost. Eher dieses melancholische Gefühl, dass manche Menschen sich gegenseitig prägen, selbst wenn am Ende kaum noch etwas von ihnen übrig ist. Überraschend schnell geliebt habe ich auch die Fußnoten und Randbemerkungen. Für mich fühlten sie sich nie wie Unterbrechungen an, sondern eher wie jemand, der beim Erzählen kurz innehält und einem noch etwas zuflüstert, bevor die eigentliche Geschichte weitergeht. Dadurch hatte ich irgendwann das Gefühl, nicht einfach nur einen Fantasyroman zu lesen, sondern eine alte, überlieferte Geschichte voller verlorener Wahrheiten, Erinnerungen und Mythen. Wer schnelle Fantasy mit permanentem Tempo, klaren Heldenfiguren oder großem romantischem Happy End sucht, wird hier vermutlich eher frustriert werden. Die Geschichte nimmt sich Zeit. Sie verliert sich bewusst in Erinnerungen, Gesprächen, Atmosphäre und Zwischentönen. Aber genau darin lag für mich ihre größte Stärke. Für mich war das am Ende keine Geschichte über eine Bestie. Sondern über Einsamkeit, Hunger, Verlust und darüber, wie sehr Menschen sich gegenseitig retten und zerstören können.

So wunderschön! So brutal, so voller Liebe! Mich hat diese Geschichte so gut unterhalten! Ich wollte, dass sie nie endet! Jetzt ist sie beendet und das macht mich traurig. Ich liebe solche Geschichten voller Gefühl, fast poetisch. Ich kann wirklich nur hoffen, dass Cameron Sullivan weitere Bücher über Sebastian, Sarmodel und Livia schreibt. Ich hab die drei richtig lieb gewonnen😅 Dieses Buch hat genau meinen Geschmack getroffen 🥰
„Du hast doch gehört, was der Junge gesagt hat. Der Schrecken des Roten Winters. Die Bestie.“
Der Beginn ist anders als ich erwartet habe. Die Art erinnert mich an den Vampir Lestat von Anne Rice und seine Geschichte. Die Geschichte wird als Rückblende in mehreren Zeitebenen erzählt. Wenn man eine Ewigkeit schon lebte, als sich die Bestie zum zweiten Mal in Gévaudan erhebt kann man viel erzählen. „Nun ich denke mal“, (…) „alle Menschen lernen irgendwann, die Wahrheit dort zu finden, wo sie ihnen am genehmsten ist.“ Es ist ein Buch im Reisebericht Stil. Durch die ganzen Fußnoten und Anmerkungen bzw. eingeworfenen (fiktiven) Fachwörtern ist es schwer in einen Lesefluss zu kommen. Während der bekannte Film über die Bestie von Gévaudan das Übernatürliche widerlegt, umarmt dieses Buch magische Umstände. „Antoine war mit einem Mal ein Leckerbissen, den ich ebenso zwischen den Zähnen wollte wie zwischen den Beinen.“ Es ist eine MM Romanze in dem Buch versteckt, die die Geschichte ebenso begleitet. Ein weitere wohl zufällige Ähnlichkeit wie Lestat. „Nennt ihn Ares. Nennt ihn Mars. Nennt ihn Avstamet.“ Die letzten 150 Seiten waren eine emotionale Achterbahnfahrt. Die letzten 100 habe ich kaum ausgehalten. Alle Zeitebenen haben ihr Finale. 😮💨 Zuckerrohr & Zimt 💔

Der Monsterjäger Sebastian Grave ist ein Mann vieler Talente und Geheimnisse und war in mehr als einem Jahrhundert zuhause. Nun reist er in die abgelegene französische Provinz Gévaudan. Der Baron hat Freiwillige zur Jagd auf die Bestie aufgerufen, die für das Abschlachten von Vieh und Menschen verantwortlich sein soll. Zusammen mit dem Dämon Sarmodel und dem jungen Adligen Antoine d'Ocerne macht sich Sebastian auf die Jagd. Bald zeigt sich: Die Bestie von Gévaudan ist schwerer zu fangen als gedacht – und es ist bei weitem nicht das einzige Monster, das in Frankreich sein Unwesen treibt Cameron Sullivans gelingt es fabelhaft Debütroman eine Welt zu erschaffen, die mich sofort in seinen Bann zog. Die Beschreibungen der Landschaft, der Ortschaften sind lebendig, so das ich sie mir gut vor meinem geistigen Auge vorstelle konnte. Ich konnte förmlich den Wind heulen hören, spürte die eisige Kälte. Einige Kampfszenen sind sehr blutig und brutal, das Grauen ging selbst mir durch Mark und Bein. Das Buch hat eine unglaubliche atmosphärische Tiefe. Die Protagonisten sind keine eindimensionalen Helden oder Schurken. Sie kämpfen mit inneren Konflikten, zweifelhaften Entscheidungen und einer tiefen Verletzlichkeit. Diese Komplexität macht sie menschlich und ihre Entwicklung über den Verlauf der Geschichte hinweg besonders interessant. Die Beweggründe beginnt man zu verstehen, selbst wenn ich sie nicht immer guthiess. Dem Autor ist es gelungen, eine einzigartige Welt zu erschaffen, Mythen, Figuren aus verschiedene Zeitepochen nahtlos in die Handlung zu integrieren und sie miteinander zu verknüpfen und in die Geschichte zu integrieren, bis auf eine Protagonistin, die für mich nicht so richtig in das ganze passte. Besonders wie Naturkräfte und Übernatürliches miteinander verknüpft sind, ist bemerkenswert. Der Aufbau der Mysterien und das langsame Enthüllen von Geheimnissen sind geschickt inszeniert und sorgten für so manchen Aha-Momente. Anfangs war ich etwas überfordert mit so vielen Charaktere und der wilde Ritt in die Vergangenheit und dann wieder in die Gegenwart. Mit der Zeit aber kam ich gut damit zurecht. Stellenweise ist das Tempo gemächlich, dann kommt wieder Spannung auf mit einige für mich unerwarteten Wendungen. Die Entscheidung und Motivationen einiger Charakteren waren hingegen vorhersehbar. Der Schreibstil des Autor ist poetisch, flüssig. Die Fussnoten sind witzig und sarkastisch, sorgten für so manchen Lacher. Speziell ist auch, dass der Leser oft direkt angesprochen wird, mit dem Satz: Wenn sie denken….. Fazit: "The Red Winter" ist zweifellos ein Buch, das durch seine beeindruckende Atmosphäre und seine tiefgründigen Charaktere besticht. Cameron Sullivan beweist ein starkes erzählerisches Talent, insbesondere in der Schaffung einer einzigartigen und fesselnden Welt. Für Fans von atmosphärischer, charaktergetriebener Fantasy, die bereit sind, sich Zeit für die Entdeckung einer komplexen Geschichte zu nehmen, eine klare Leseempfehlung.
Wenn man so lange gelebt hat wie ich, weiß man manchmal nicht mehr, wo eine Geschichte endet und die nächste beginnt. Es gibt ja immer noch mehr zu erzählen. 📜
Der Monsterjäger Sebastian Grave reist ins französische Gévaudan, um eine grausame Bestie zu jagen, die Mensch und Tier bedroht. Gemeinsam mit ungewöhnlichen Gefährten gerät er in eine weit größere, düstere Bedrohung: eine verborgene Welt voller Monster und okkulter Kräfte. The Red Winter verbindet eine spannende Jagd mit der geheimnisvollen, okkulten Geschichte Europas. 🏹 Cameron Sullivans Dark Fantasy interpretiert die Legende um die Bestie von Gévaudan auf fesselnde Weise neu. Es ist kaum zu glauben, dass dies sein Debütroman ist, denn der Autor schreibt mit bemerkenswerter Wortgewandtheit, Düsternis und Spannung, die den Leser in ihren Bann ziehen. Der Ton ist herrlich düster, brutal und gleichzeitig von Zynismus und schwarzem Humor geprägt. Besonders hervorzuheben ist die durchgehend bedrückende Atmosphäre, die den Roman zu einem packenden Erlebnis macht. ✨ Die oft düstere und brutale Erzählung wird durch die prägende, queere Liebesgeschichte, die als Rahmenhandlung dient, geerdet. Sebastian, der Protagonist, ist unglaublich faszinierend. Seine Ecken und Kanten verleihen der Geschichte Tiefe und machen ihn zu einer unvergesslichen Figur. Auch sein Dämon Sarmodel und Livia tragen zum Unterhaltungswert bei. 🗡️ Der Autor meistert die Kunst, historische Schwere mit fantastischen Elementen und scharfsinnigen Dialogen zu verbinden. Obwohl einige Fragen offen bleiben, da die Abenteuer von Sebastian Grave und seinen Gefährten noch nicht zu Ende erzählt sind, ist dieses Buch ein Muss für High-Fantasy-Fans, die auch vor härteren Geschichten nicht zurückschrecken. 🩸

Endlich mal wieder gute Fantasy!
Irgendwie hatte ich in letzter Zeit viele Fantasy-Bücher, die gut waren, aber mich nicht so richtig mitgerissen haben. Das war mit 'The Red Winter' definitiv anders! Erstmal kommt es relativ humoristisch daher mit Sebastian, seinem dämonischen "Gast" Sarmodel und die Sukkubus Livia, die alle in Fußnoten ihren Senf dazugeben müssen, aber dann... 'The Red Winter' ist brutaler und skrupelloser, als man ihm zuerst zutraut und immer, wenn man denkt, man hat eine Grenze der Gewalt und Abgründigkeit gefunden, wird locker darüber gegangen. Es ist durchaus gorey und hat definitiv genügend Passagen mit Body Horror, aber verliert nie seinen Fantasy-Ton. Pakte, Liebesgeschichten, religiöser Eifer, alte Magie, Erzengel, Dämonen und Geister treffen auf menschliche Fehler und deren Konsequenzen und verbinden sich zu einem komplexen Fall, der Sebastian immer in den ungünstigsten Fällen in den Hintern beißt. Mir persönlich hat der Erzählstil sehr gefallen, der auf übertriebene Edginess verzichtet, was bei einem derartig beliebten Thema ja nicht leicht ist, und der dadurch umso einschneidender ist, wenn es darauf ankommt. Große Empfehlung, ich hatte Spaß und Spannung von Anfang bis Ende und nicht selten Grusel-Gänsehaut!
Unterhaltsam, witzig und charmant erzählte Geschichte über die Bestie von Gévaudan.
"Macht ist eine hungrige Bestie" Dass das so ist, zeigt uns Cameron Sullivan ganz eindrucksvoll mit seinem Debüt "The Red Winter", das die okkulte Geschichte Europas - von Jehanne D'Arc bis zum Beginn der Résistance - auf sehr charmante und wahnsinnig unterhaltsame Art und Weise erzählt. "Rom kleidete ihn, den treuen Wachhund der Stadt, in das Gewand der Zivilisation, doch unter der Uniform steckte schon immer ein Wolf." Man kennt mich unter dem Namen Sebastian Grave, meines Zeichens Monsterjäger. Ich bin ein Mann mit vielen Talenten und dunklen Geheimnissen. Eines davon, das ich euch verraten werde (da ihr es früher oder später sowieso erfahrt), ist Sarmodel. Sarmodel ist ein Dämon, der in meinem Körper verwurzelt ist. Man könnte sagen, ich bin "besessen", allerdings bevorzugen Sarmodel und ich es das Ganze als eine "Verbindung" zu bezeichnen. Er ist mein Gast - nur wohnt er nicht in meinem Haus, sondern in meinem Körper. (So nimmt er wenigstens kein Platz weg und blockiert nicht stundenlang das Badezimmer.) Die Verbindung mit Sarmodel hat seine Vorteile: Ich altere nicht mehr und habe so schon viele Jahrhunderte erlebt. Doch genug von mir. Ich möchte euch eigentlich meine Erlebnisse mit der Bestie von Gévaudan erzählen. Eine Geschichte, die in aller Munde ist. Für mich sind es jedoch zwei Geschichten, denn die Bestie wurde 1766 leider nicht getötet und so kam es, dass Jacques Avenel d'Ocerne mich im Winter 1785 im Piemont aufsuchte, um mich an meinen Vertrag mit seinem Vater zu erinnern. Meine Erinnerungen an die Zeit mit Antoine d'Ocerne waren schön wie auch schmerzhaft. Vor zwanzig Jahren jagte ich mit Antoine die Bestie von Gévaudan, die in der Gegend und vor allem in Saint-Julien-sur-torrent ein einziges Massaker angerichtet hat. Die Bestie zog eine Blutspur über das Land bis sie verschwand. Und nun sagt mir Jacques sie sei zurück. Natürlich konnte ich Antoine und das Gévaudan nicht im Stich lassen! Doch ich ahnte nicht, was mich erwartete. Und noch weniger, dass der Erzengel Michael mein Leben als Preis nehmen könnte ... "Du vergisst, dass der Geist des Krieges schon alt war, als die Griechen und die Römer ihre Heere übers Meer schickten. Avstamet wurde geboren, als der erste Mensch beschloss, seinen nächsten zu töten, um ihn zu berauben, statt die Welt mit ihm zu teilen." Cameron Sullivan hat hier einen Mythos in eine großartige, wenn auch sehr blutige Geschichte verwandelt, die auf drei Zeitebenen von unserem Hauptprotagonisten Sebastian Grave erzählt wird. Dieser Erzählstil macht die Geschichte sehr persönlich und gab mir das Gefühl am Lagerfeuer zu sitzen und Sebastians Geschichte zu lauschen. Wir treffen direkt im Vorwort auf Sebastian, der mit seiner Geschichte 1785 im Piemont beginnt. Dieser Part behandelt die eigentliche Geschichte, in der er erneut ins Gévaudan reist, um die Bestie zu töten. Während der Reise mit Jacques erzählt er ihm und uns die Geschichte aus dem Jahr 1766, als die Bestie das erste Mal in der Region auftauchte. Zwischendurch wechselt die Geschichte zu Sebastians (nicht ganz normalen) Haushälterin Livia, die uns die Geschichte von Jehanne D'Arc schildert und uns mitnimmt nach Domrémy ins Jahr 1425. Und genau dieser Part war für mich der einzige, der etwas aus dem Rahmen fällt, da sich für mich nicht ganz erschließt, was es damit auf sich hat. Aber wer weiß, vielleicht erfahren wir irgendwann mehr dazu, denn der Autor sagte schon, dass er noch mehr Geschichten mit Sebastian Grave erzählen möchte. Also ist dieser Livia-Part ja vielleicht etwas, dass sich durch alle Geschichten zieht, wie ein roter Faden und wo uns irgendwann ein Licht aufgeht... "Aber Wunder gibt es nicht ohne Schrecken, ohne Opfer. Große Taten haben ihren Preis." "The Red Winter" hat eine Besonderheit, die man normalerweise hauptsächlich in Sachbüchern oder Biografien findet: Fußnoten. Die Fußnoten muss man natürlich mögen und ich persönlich mochte sie auf jeden Fall sehr gern. Ich fand sie sehr charmant, voller Witz und Esprit. Sie geben der Story eine besondere Note und verstärken den Lagerfeuer-Geschichten-Effekt für mich, da sie sich wie kleine Anekdoten zur Geschichte lesen. Das erste Mal wirklich laut lachen musste ich bei der Fußnote: "Ich warte gern, während Sie das bei Google Translate eingeben." Das hat teilweise einfach Spaß gemacht. Ich hatte wahnsinnig viel Freude mit dieser Geschichte. Sie ist blutig und teils brutal, sie ist witzig und charmant erzählt. Sie punktet mit Erzengeln, Dämonen, Bestien und anderen mythologischen Wesen. Kurzum: Es war mir eine große Freude mit Sebastian zu reisen und ich bin bei der nächsten Reise auf jeden Fall wieder dabei. Die Koffer sind gepackt, ich warte auf deinen Brief, lieber Professor Grave. "Sapere aude - Wage es, dich deines Verstandes zu bedienen." Übersetzt aus dem australischen Englisch von Jochen Schwarzer.

He has taken my Empire, but Rome can fall again.
Das Buch hat mich mit jedem Kapitel überrascht. Die Zeitsprünge zwischen den Kapiteln waren am Anfang ein bisschen irritierend, aber je weiter die Geschichte fortschreitet, desto mehr Sinn haben sie gemacht. Es ist nicht einfach nur eine Geschichte über die Bestie von Gévaudan (über die ich alles sammle, was ich in die Finger kriege, seit ich das erste Mal von ihr gehört habe), sondern eine Geschichte über Sinn, Glaube und am Ende auch Liebe. Eine klare Leseempfehlung.
🤔 es fühlt sich an als wenn man ein Märchen vor sich hat … es ist aber eine Mischung Historisch -Geschichte mit ein bisschen Fantasy … u.a. Die Dialogo zwischen unserem Protagonisten und seiner Besessenheit sind in Teilen echt genial, aber dafür ist einiges andere eher konfus beschrieben. Die drei Zeitlinien vereinfachten es nicht so wirklich … zumindest für mich Das Buch, die Geschichte konnte mich nicht so mitnehmen, nur die Dialoge reichten dafür leider nicht, auch die Fussnoten (gefühlt eine Geschichte in der Geschichte, von der Menge gesehen) sorgten eher für ein nicht so gutes Lesen für mich. Von mir keine Empfehlung 😥
The Red Winter überzeugt durch seinen besonderen Schreibstil, seinen Witz und die clever gesetzten Untertitel. Besonders gefallen haben mir die Zeitsprünge sowie die Fußnoten, die immer wieder eine kleine Extraportion Hintergrundinformationen liefern und der Geschichte zusätzliche Tiefe geben. (Und auch einen gewissen Witz) Im Mittelpunkt steht der Monsterjäger Sebastian Grave, den wir sowohl in seiner Vergangenheit als auch in der Gegenwart begleiten. Die Handlung dreht sich um die Jagd auf eine gefährliche Bestie und um die Folgen dieser Ereignisse, die noch zwanzig Jahre später nachwirken. Natürlich erweist sich die Jagd als deutlich komplizierter, als sie zunächst scheint. Auch der Dämon Sarmodel trägt seinen Teil dazu bei, das sich die Geschichte immer weiter zuspitzt und neue Wendungen nimmt. Auch Livia war für mich ein Spaß beim lesen. Ich hoffe wir bekommen von ihr in einem anderen Buch noch mehr zu sehen. Für mich war dieses Buch eine absolute Freude zu lesen. Spannend, originell und mit vielen kleinen Details, die es besonders machen.
Wow, was war das denn?
Ich habe es eher zufällig gekauft, tatsächlich wegen den schönen Covers 😉 Man will kaum glauben, dass es Erstlingswerk ist. Soviel Wortgewandtheit, soviel Düsternis, soviel Spannung. Zwei Tage habe zum Lesen gebraucht, ich konnte es kaum aus der Hand legen. Wir begleiten Sebastian auf der Jagd nach der Bestie im Gevaudean. Sein steter Begleiter, Sarmodel, ein Dämon. Beide bereisen die Welt schon viele hundert Jahre und sind dabei ein mehr oder weniger eingespieltes Team. Ein paar Lücken bleiben für mich offen, ganz besonders, wie kamen Sebastian und Sarmodel zusammen? Und ein paar Gedanken wurden nur aufgegriffen und leider nicht weiter geführt ( z.B. die Sache mit den Geistern). Aber alles in allem ein ganz wunderbares Buch. Wer Dark Fantasy mag, wird damit seine Freude haben.
Das Biest in mir und wie ich es loswerde (oder auch nicht)
Eine sehr atmosphärische Erzählung über zwei Zeitebenen hinweg (Mittelalter und 18. Jahrhundert), verankert in Frankreich, in einer winterlichen ländlichen Region, die von einem „Beast“ heimgesucht wird. Dazu haben wir noch moralische graue Charaktere, eine queere Liebesgeschichte und die sehr kreative Einbeziehung von historischen Ereignissen (Jean of Arc und Gilles de Rais). Hat mir sehr gut gefallen, klare Leseempfehlung.
Was für eine besondere Geschichte, die mir definitiv noch lange im Gedächtnis bleiben wird! Sie hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen und mich auch nach dem Lesen noch beschäftigt. Sebastian als Hauptfigur fand ich unglaublich faszinierend. Auch wenn er alles andere als ein klassisch sympathischer Protagonist ist, macht genau das ihn so interessant. Seine Ecken und Kanten verleihen der Geschichte eine besondere Tiefe und machen ihn zu einer Figur, die man nicht so schnell vergisst. Die Handlung selbst ist intensiv, stellenweise brutal und dabei sehr ehrlich erzählt, was dem Buch eine ganz eigene Atmosphäre verleiht. Gerade diese Mischung macht es zu etwas Besonderem innerhalb des Genres. Wer High Fantasy mag und auch vor härteren, schonungsloseren Geschichten nicht zurückschreckt, sollte diesem Buch unbedingt eine Chance geben. Eine klare Empfehlung!
Hüte dich vor der Bestie des Gévaudan...
The Red Winter hat mich ehrlich gesagt komplett überrascht. 🤯 Kaum zu glauben, dass es sich hier um ein Debüt handelt. Die Geschichte folgt dem Monsterjäger Sebastian Grave. Einer Figur, die schon seit langer Zeit durch die Weltgeschichte wandelt und mehr Geheimnisse mit sich herumträgt, als man zunächst ahnt. Als er in die abgelegene Region Gévaudan reist, um einer legendären Bestie nachzujagen, die dort Mensch und Vieh zerreißt, beginnt eine düstere Jagd quer durch ein Frankreich, das von gefährlichen Mächten bedroht wird. Unterstützt wird er dabei von dem Dämon Sarmodel und dem jungen Adligen Antoine d’Ocerne. In einer anderen Zeitebene knapp 20 Jahre später scheint der Rote Winter erneut zu wüten und Antoines Sohn sucht Sebastian auf... Eine dritte Ebene öffnet sich mit den Erzählungen einer Sukkubus, die einige Jahrhunderte in der Vergangenheit ansetzt. Der Ton ist herrlich düster, brutal und gleichzeitig voller Zynismus und rabenschwarzem Humor. Beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, einen Film vor mir zu sehen, weil alles so lebendig und atmosphärisch beschrieben ist. Die Fußnoten ergänzen den Haupttext perfekt🙌 Dieses Buch hat mich noch Tage danach beschäftigt. Für Fans von The Witcher & Das Reich der Vampire & Nevernight 🫶🏼🌟
Die Bestie von Gévaudan als spannende Erzählung aus dem Leben eines geheimnisvollen Mannes und seines Dämons
The Red Winter ist ein Buch das mich wirklich positiv überrascht hat. In der Geschichte folgt man Sebastian Grave, einem geheimnisvollen Mann der einen Dämon in sich trägt. Er erhält den Auftrag ein Monster zu töten, das er eigentlich schon vorJahren getötet hat und muss sich dabei vielen ungelösten Konflikten von seiner Zeit im Gédvaudan stellen. Das Buch enthält dabei 3 Zeitstränge, die die Geschehnisse und Beziehungen der Charaktere erklären und ihre Konflikte darstellen. Durch den Wechsel der Stränge bleib die Spannung gut erhalten und die Verflechtungen der Beziehungen und Geschehnisse so aufgebaut, dass sich die Konflikte für mich sehr real angefühlt haben. Ein Zeitstrang ist etwas weiter von den anderen beiden entfernt, und ist daher am Anfang etwas verwirrend. Aber im Laufe des Buches sorgt er für viel Hintergrundwissen. Die Geschichte ist deutlich Dark Fantasy, ergo deutlichere Beschreibungen von Wunden etc. und ist auch in den Ausgängen der Konflikte eher realistischer. Mir hat das wirklich gut gefallen aber wer super Happy Ends lesen will, hat hier vielleicht nicht das beste Buch dafür. Besonders gefallen haben mir in dem Buch die Plot Twist und die Charakterbeziehungen. Die Plot Twist sind gut aufgebaut, in dem Sinne, dass man beim aufmerksamen Lesen sie erkennen kann. Die Charaktere, besonders Sebastian und sein Dämon, sind wirklich gut ausgearbeitet und die Gespräche und Konflikte zwischen den Charakteren wirklich gut. Auch liest sich Sebastian wirklich seinem Alter und seinem Wissen entsprechend im Gegensatz zu anderen z. B. jüngeren Charakteren. Natürlich hat dieses Buch auf einen romantischen (queeren) Subplot. Der hat mir auch wirklich gut gefallen und war auch wirklich mit der Hauptgeschichte verbunden. 🥲 Er war emotional sag ich nur. Ein weitere Punkt der anzumerken ist: das Buch hat wirklich viele Fußnoten (also fast jede Seite). Ich mag Fußnoten in Büchern, aber das tut nicht jeder also geb ich mal die Info hier. Das Ende war mir einen Tick zu offen an manchen Stellen, da hoffe ich, dass in einem weiteren Buch vllt drauf eingegangen wird. Insgesamt ein wirklich tolles Buch das mich über die gesamte Geschichte unterhalten hat und an denn ich wirklich nur winzige Sachen kritisieren kann. Ich hoffe wirklich das es weitere Geschichte mit Sebastian geben wird 🍀.
Wunderbares Buch von der ersten bis zur letzten Seite ein Genuß 🫶🏻
Das war für mich eines dieser Bücher, die einen mit einem grauen Gefühl, aus einer Welt heraus gerissen zu werden, zurückgelassen hat. Interessant, fesselnd, berührend, spirituell ( ein bisschen😉) und auch brutal und blutrünstig. Und die letzten 2 Sätze pures Mindblowing ❤️ Tolles Buch und ich hoffe auf eine Fortsetzung 🙏🏻
Sebastian Grave ist Monsterjäger. An seiner Seite ist der Dämon Sarmodel, der ihn unter anderem stärker macht und ihn seit Jahrhunderten am Leben hält. Oder vesser gesagt, er ist ein Teil von Sebastian. Als er zu einem alten Bekannten gerufen wird, da die totgeglaubte Bestie dies anscheinend doch nicht ist, trifft er schon in dem jungen Mann der ihn begleiten soll auf eine Herausforderung. Jacques ist der Sohn seines ehemaligen Weggefährten und durch ihn erfahren wir auch von längst vergangenen Zeiten und wie die Bestie von Gévaudan damals eigentlich aufgehalten wurde. Doch werden sie ihr dieses Mal endlich ein Ende bereiten können und was wird als Opfer dafür nötig sein? Okay. Ich hab etwas anderes erwartet, als ich bekommen habe. War es gut? Absolut, aber auch gewöhnungsbedürftig und ich glaube, dass man in einer Printversion besser mit den Fußnoten klarkommt. Das war hier etwas nervig, zumindest bei einem so löchrigen Hirn wie meinem. Über das ganze Buch hinweg wird man von einer düsteren Stimmung begleitet, die hier und zwar aufgelockert wird, aber im Grundtenor immer da ist. Sie passt halt auch, weil wir es hier mit einer mordenden Bestie zu tun haben, der Niemand Herr wird. Sebastian muss viel innere Kämpfe, auch mit Sarmodel, ausfechten und er ist stellenweise gezwungen schwerwiegende Entscheidungen zu treffen. Ich mochte ihn gern, da er auch, aufgrund seinen jahrhundertelangen Lebens Einges gesehen hat und somit wahnsinnig interessant für mich war. Dazu kommt, dass sein Dämon sarkastisch, manchmal ziemlich forsch, aber auch frei heraus ist. Gerade zu seinem Herrn. Wir erleben ein düsteres blutiges Frankreich mit einer Bestie. Aber auch zu Zeiten der Jungefrau von Orelans oder in den Anfängen der Revolution. Der Autor beschönigt kicht, was mir sehr gut gefallen hat. Es gibt Mord, Verfolgung, Intrigen und viel Blut, abet auch schöne Momente. Es greift Alles ineinander ohne zu viel zu sein. Fazit Für mich eine wirklich runde Dark Fantasyfilmen Geschichte. Atmosphärisch, düster, leicht grausam, aber nicht zu viel. Dazu "realistisch" u,d nachvollziehbar. Sebastian war für mich ein starker Charakter mit dem ich gern unterwegs war. Davon abgesehen, bringen er und sein Dämon einen gewissen Unterhaltungswert mit sich. Für mich fehlte das Tüpfelchen auf dem i zum Highlight, aber 4,5 Sterne hat sich "The Red Winter" definitiv bei mir verdient.
Cameron Sullivans Roman ist eine dichte historische Fantasy, die die Legende um die Bestie von Gévaudan packend neu interpretiert. Das Buch überzeugt durch eine ambitionierte Struktur auf drei Zeitebenen, die die blutige Jagd nach dem Ungeheuer geschickt mit einer emotionalen Tiefe verknüpft. Besonders hervorzuheben ist die prägende queere Liebesgeschichte, die als Rahmenhandlung fungiert. Sie verleiht der oft düsteren und brutalen Erzählung ein stabiles Fundament. Trotz der expliziten Gewalt und der bedrückenden Atmosphäre kommt der Lesespaß nicht zu kurz: Ein treffsicherer Humor (Livia!) sorgt in den richtigen Momenten für Auflockerung, ohne die Spannung zu untergraben. Oft kam eine der zahlreichen Fußnoten so trocken daher, dass ich spontan lachen musste. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen, da es Sullivan gelingt, historische Schwere mit fantastischen Elementen und scharfsinnigen Dialogen zu balancieren. Wer komplexe Erzählstrukturen und atmosphärische, gerne auch blutige Stoffe mag, wird hier fündig.
Boys love x dark fantasy
Dieses Buch verbindet meine zwei liebsten Genres: Fantasy und Boys Love. Und boy war es ein wilder Ritt. Man merkt, dass sich der Autor Zeit für dieses Buch genommen hat, anhand dessen wie dynamisch diese Geschichte ist. Einerseits ist der Protagonist von einem Dämon besessen mit dem er in seinem Kopf Gespräche führen kann - was für ein einzigartiges Konzept - und andererseits reist man durch die Zeit, in dem Sinne, dass er unsterblich ist. Und wäre das noch nicht genug geht es auch noch auf Monsterjagd um das berüchtigte Biest von Geuvaudan zu fangen während langsam aber sicher Gefühle für den Sohn des Barons in ihm aufsteigen...

Perfekt für alle Fans von Venom
The Red Winter ist aus meiner Sicht das perfekte Geschenk für Männer. Ich mochte den Sprachstil sehr gerne und hab die Fußnoten richtig geliebt. Das Cover lässt darauf schließen das es sich um Werwölfe handelt. Das ist aber nicht wirklich der Fall. In diesem Buch geht es vorrangig um Sebastian der einen Dämonen in seinem Körper beherbergt und was die zwei zusammen erlebt haben. Spannend und mit witzigen Dialogen Reisen wir zu den Anfängen der französischen Revolution und begeben uns dort auf Monsterjagd.
Eine düstere, komplexe und emotional mitreißende Werwolf-Geschichte, die mit starken Figuren, einer queeren Liebesgeschichte und einem fantastischen Finale begeistert.
The Red Winter – Macht ist eine hungrige Bestie hat mich schon allein optisch sofort abgeholt. Das Cover ist ein echter Hingucker und hat direkt meine Neugier geweckt. Beim Farbschnitt hätte ich mir zwar etwas mehr Kreativität gewünscht, denn das Cover selbst hätte definitiv noch mehr Potenzial für ein außergewöhnliches Gesamtbild geboten, aber das ist letztlich nur ein kleiner Kritikpunkt. Inhaltlich konnte mich das Buch dafür umso mehr überzeugen. Ich liebe die Protagonisten, allen voran Sebastian Grave und seinen herrlich sarkastischen Dämon Sarmodel. Die beiden sorgen mit ihrem Schlagabtausch dafür, dass es in diesem Werk nie langweilig wird und überbieten sich von Kapitel zu Kapitel immer wieder aufs Neue. Genau diese Dynamik hat für mich einen großen Reiz der Geschichte ausgemacht. Besonders gelungen fand ich außerdem die Zeitsprünge. Durch sie erfährt man viel aus der Vergangenheit und versteht nach und nach immer besser, wie alles miteinander zusammenhängt. Das hat der Geschichte zusätzliche Tiefe verliehen und die ohnehin schon komplexe Handlung noch spannender gemacht. Auch der Schreibstil war für mich ein echtes Highlight. Er hatte eine unglaubliche Sogwirkung und hat mich sofort in die düstere Atmosphäre hineingezogen. Cameron Sullivan schafft es, eine Geschichte zu erzählen, die nicht nur atmosphärisch dicht, sondern auch faszinierend und mitreißend ist. Im letzten Drittel hat meine Euphorie zwar kurz etwas nachgelassen und die Geschichte hatte mich für einen Moment verloren, doch das Ende hat das für mich wieder vollkommen ausgeglichen. Es war stark, überraschend und einfach fantastisch. Besonders hervorheben möchte ich außerdem den queeren Anteil der Story. Die Beziehung zwischen Sebastian und Antoine war großartig dargestellt und hat sich sehr natürlich in die Handlung eingefügt. Gerade vor dem Hintergrund der damaligen Zeit, in der gleichgeschlechtliche Beziehungen stark verpönt waren, wirkte diese Darstellung umso bedeutungsvoller und passender. Alles in allem ist The Red Winter eine unglaublich tolle, komplexe und vor allem düstere Geschichte, die mein Werwolfherz höherschlagen lässt. Trotz eines kleinen Durchhängers im letzten Drittel bleibt es für mich ein starkes, eindrucksvolles Leseerlebnis. Von mir gibt es besessene 4 von 5 Delicious Sternchen.

Irgendwie nicht was ich erwartet hatte, stellenweise etwas langatmig und das Potenzial war leider etwas ungenutzt
Ich habe für dieses Buch tatsächlich länger gebraucht als ich erwartet hatte aber ich habe auch ein ganz anderes Buch bekommen als ich erwartet hatte 😅 Ich dachte es wird düster, blutig und mit vielen Kämpfen ausgestattet. Am Ende war es eine Love Story im Deckmantel der Fantasy mit einer Handvoll etwas blutiger Kämpfe, für meinen Geschmack zu viele Monster Phalli (gerne googlen ;) ) und eine Schimpftirade auf Gott, seine Engel und den christlichen Glauben. Die Geschichte war in 3 Zeitstränge geteilt, das fand ich teilweise eher störend. Die Rückblenden zu Jeanne d'arc fand ich irgendwie unnötig. Ohne diese Rückblenden hätte die Geschichte auch funktioniert. Dadurch wurde nur gezeigt wie Hartnäckig lange Sebastian schon verkackt. Dann wurde die Jagd des ersten Winters während der Haupthandlung erzählt. Das war ja voll okay. Aber mit den ganzen Franzosen bin ich am Anfang nicht mitgekommen. Zwischendurch ist dann so viel geschwafelt worden das es schon eine cozy Geschichtenstunde wurde. Das Magiesystem war tatsächlich sehr cool und einzigartig und man hätte das gerne mehr zeigen können, mehr Magie ist immer gut. Die Idee der Verbindung zwischen Sebastian und seinem Gast war prinzipiell gut, aber da gab's in der letzten Hälfte dann eine Szene die echt nicht hätte sein müssen. Dadurch bekommt die Bezeichnung selbstbefriedigung eine ganz neue Ebene. Ich hatte Stellenweise das Gefühl das es mit Absicht "provokante" Stellen gab, kann man machen muss man aber nicht. Die ganze Geschichte hätte aber gerne 150 bis 200 Seiten kürzer sein können und wäre dann vielleicht auch viel spannender gewesen. Leider hatte ich keinem großen drang weiter zu lesen, weshalb sich die ganze Geschichte dann auch echt gezogen hat. Es war nicht schlecht und auch der Schreibstil mit den ganzen Anmerkungen in der Fußnote waren eine coole Idee und gab dem ganzen einen wissenschaftlichen Touch. Und wenn man liest, dann lässt es sich auch gut lesen. Leider war der Anfang viel überzeugender als das Ende.
Den Anfang fand ich sehr gut, vor allem den Humor, die düstere Atmosphäre und die Dynamik zwischen Sebastian und Sarmodel. Der Mittelteil war hin und wieder etwas vage und abstrakt, dadurch war ich manchmal verwirrt und es zu sich, aber das World Building und die Figuren sowie die queere Lovestory mochte ich sehr. Das Ende war dann wieder sehr spannend, und mir gefiel auch die tiefere Ebene der Bestie. Große Empfehlung auch für das Hörbuch, sehr gut gesprochen. 🥰
Leider ein Abbruch, welcher mir nicht leicht fiel. Aber wir passten einfach nicht zusammen 😪
Vorweg: ich habe das Buch vor allem als Hörbuch gehört. Von Robert Frank vertont konnte ich nicht widerstehen, das Hörbuch ist auch sehr gelungen. Da mir der Anfang so gut gefiel, habe ich es mir dann noch physisch gekauft und war soooo hyped, da das Buch so schön aussieht 🥹 Spoiler vorab: ich habe das Buch abgebrochen, bei etwa 60 % hatte ich absolut keine Lust mehr und null Interesse daran zu wissen, wie es ausgeht. Ich breche Bücher nicht so oft ab aber wenn ich so gar keine Freude damit habe, dann bringt es nichts. Ich war so enttäuscht vom Buch, dass ich dann mehrere Tage gar keine Lust mehr auf Lesen hatte 😂 Aber worum geht's hier überhaupt? In diesem Dark Fantasy Buch (und es klang einfach so vielversprechend 🥹😭) geht es um den Monsterjäger Sebastian Grave, der auf dej jungen Adligen Antoine d'Ocerne trifft und gemeinsam mit anderen Freiwilligen die Bestie von Gévaudan abschlachten soll. Doch offenbar ist dies nicht das einzige Monster, was sein Unwesen treibt. Es gibt noch zwei weitere Zeitebenen und ich kann nicht mal zusammenfassen, worum es in diesen geht. Denn genau hier lag vor allem mein Problem mit dem Buch: es war so viel Inhalt in jeder Zeitebene, es wurde immer verwirrenden und vor allem der Zeitstrang um Jeanne d'Arc (auf den ich mich am meisten gefreut habe) hat mich so verwirrt, dass ich mich irgendwann gefragt habe, ob es vielleicht an mir liegt. Das mit den Fußnoten fand ich ganz cool, erinnere mich aber fast etwas zu sehr an Jay Kristoff. Nervig war auch das ständige Wort "Fleischsack", was in einer Zeitebene gefühlt auf jeder Seite 10 Mal vorkam. Das war leider nicht mein Buch. Es fing sehr vielversprechend an, ich mochte das Setting, die "Derbheit", das Düstere und Sebastian Grave als Protagonist. Aber das Buch war irgendwie so überladen mit Themen, Namen, Orten, Zeiten, dass ich einfach nicht mit kam und auch spätestens ab der Hälfte nicht mehr wollte. Diese Enttäuschung hat mir nochmal gezeigt, dass ich künftig mit Neuerscheinungen vorsichtiger sein werde.

Seit langem Mal wieder ein Fantasy Buch dass mich gefesselt hat bis zum Ende. Man musste mitdenken und dran bleiben. Ich habe gelacht und konnte es vor Spannung nicht aushalten. Ein absolute Empfehlung!! Mich hat es von der erzählweise an das Reich der Vampire erinnert, was zum einem. Am Sprecher liegen kann zum anderen aber auch das es über mehrere Zeitebenen und es einen ähnlichen Vibe hat
The Red Winter von Cameron Sullivan Eine düstere historische Fantasy, die die Legende der Bestie von Gévaudan neu interpretiert. Im Mittelpunkt steht Sebastian Grave, ein Monsterjäger, der seit Jahrhunderten durch Europa streift und viele Geheimnisse mit sich trägt. Als in der französischen Provinz erneut eine blutige Spur durch Dörfer und Wälder führt, kehrt er an einen Ort zurück, der untrennbar mit seiner Vergangenheit verbunden ist. An seiner Seite (oder vielmehr in ihm) lebt der Dämon Sarmodel. Er verleiht ihm übernatürliche Kräfte. Doch alles hat seinen Preis. Während Sebastian versucht die Bestie endgültig zur Strecke zu bringen, holen ihn alte Entscheidungen, verlorene Bindungen und längst verdrängte Gefühle ein. Verschiedene Zeitebenen verweben sich zu einem Gesamtbild aus Blut, Schuld und unausweichlichem Schicksal. Die Atmosphäre ist mir immer sehr wichtig und hier habe ich sie wirklich geliebt. Verschneite Wälder, Misstrauen, religiöser Druck und das Gefühl, dass hinter der sichtbaren Welt noch etwas Dunkleres lauert. Die Geschichte ist roh, stellenweise grausam und vulgär. Aber eben passend für die Zeit. Ich habe die sarkastischen Kommentare der Erzähler geliebt. Denn wir bekommen diese historische Geschichte rückblickend von 2013 in der modernen Zeit erzählt. Sebastian ist kein strahlender Held, sondern eine Figur voller Widersprüche. Manchmal waren Szenen zu überladen und Zuviel für meinen Geschmack und ich dachte bis zum Schluss, dass ich eine Reihe lese, da die Geschichte für mich am Ende irgendwie nicht auserzählt war und zu schnell endete. Vielleicht will man sehen wie das Buch ankommt und hält es sich deshalb ein wenig offen? Trotz kleiner Längen hat mich das Buch gepackt. Wer düstere Fantasy mit historischem Elementen, moralisch fragwürdigen Figuren und einer ordentlichen Portion Tragik liebt, sollte hier definitiv einen Blick wagen. Für mich kein absolutes Highlight, aber starke Geschichte die an die ich mich erinnern werde.
Tolle Geschichte
Wir begleiten den Monsterjäger Sebastian Grave, der mehr als ein Jahrhundert alt ist und ein Mann vieler Talente und Geheimnisse ist. Er begibt sich in die französische Provinz Gévaudan, da der Baron Freiwillige sucht, die sich der Jagd nach der Bestie anschließen, die für das abschlachten von Mensch und Vieh verantwortlich sein soll. Zusammen mit dem Dämon Sarmodel (welcher an Sebastian gebunden ist) und dem jungen adeligen Antoine begibt er sich auf die Jagd. Aber die Bestie von Gévaudan ist schwerer zu fassen als gedacht. Hinzu kommt, dass es nicht das einzige Monster ist, das in Frankreich sein Unwesen treibt. Mein Gott, was eine spannende und tolle Geschichte. Ich liebe Sarmodel, er ist richtig schön sarkastisch 😍. The Red Winter erinnert mich von der Geschichte her an zwei Bücher bzw. Reihen: Das Reich der Vampire (Sarkasmus) und an die Schatten-Reihe (Samurai, der an einen Dämon "gebunden" ist). Was ich auch toll fand, war das Hörbuch. Gesprochen wird es von Robert Frank 😍. Er hat's einfach drauf, was Dark Fantasy betrifft.
Wie die Bestie ihre Opfer, habe ich das Buch in gefühlt einem Haps verschlungen - nur weniger blutig. Es war düster, faszinierend und mitreißend. Der Roman erzählt eine Geschichte von Macht, Gier und Verlangen, von Gut und Böse und allen Graustufen dazwischen, von Engeln, Dämonen, Hexern und Bestien. Ich fand's unglaublich gut, obwohl mich der Schluss etwas unbefriedigt zurückgelassen hat, da er abrupt war und noch einige Fragen offen gelassen hat. Vielleicht kommt ja irgendwann noch ein Prequel oder ein Sequel, ich würd's mir jedenfalls wünschen, weil ich mich von Sebastian und Sarmodel ungern schon komplett verabschieden möchte.
Unheimlich, brutal und manchmal zärtlich.
Die Geschichte um Sebastian Grave und Sarmodel, und den roten Winter zieht Lesende schneller als erwartet in seinen Bann. Ein kurzer Blick ins Buch endet plötzlich 100 Seiten später. Die Geschichte wird aus der Sicht vom Hexer erzählt, abwechselnd ergänzt um Kapitel aus der Sicht der Sukkubus Livia. Obwohl sie in ihrer Erzählung durch verschiedene Zeitalter springen, bleibt ihr Gegner, welcher als Bestie die Region Gevaudan heimsucht, immer derselbe - Ares, Mars, Avstamet. Oder letztendlich Krieg? "The Red Winter" ist spannend und mitreißend erzählt. Düster, tiefsinnig und bisweilen romantisch handelt die Geschichte von Unsterblichkeit, Engeln, Dämonen, Besessenheit und blinder Liebe. Am Ende bleibt nur die Frage offen; Wer oder was ist Sebastian Grave wirklich?
Zuckerrohr und Zimt, Blut und Verderben
Was für ein großartiges Buch. Vielen Dank für das Leseexemplar! Kaum zu fassen, dass es das Debut des Autors war. Es hat sich lesen lassen, als würde er schon ewig schreiben. Ein tolles Magiesystem, schwarzer Humor, tolle Charaktere. Vor allem Sebastian hat mir richtig gut gefallen in seinem ewigen Kampf mit sich selber und seinem noch immer sehr geheimnisvollen Dasein. Ich habe ein bisschen Witcher erwartet, bekam aber irgendwie was vollkommen Neues und Unerwartetes und konnte durchaus auch überrascht werden. Auch die historisch eingewebten Teile haben mir sehr gut gefallen. Hatte viel Spaß mit dem Buch und freue mich auf weitere Teile, aber es hätte sogar noch ein wenig düsterer sein dürfen für mich. Nichtsdestotrotz ein Buch bei dem ich mir einen Reread sehr gut vorstellen kann! Bin begeistert.
Ich mag es wenn es mal komplexer ist
Komplex trifft dieses Buch sehr gut. Es hatte ein eigenes Magiesystem (wenn man es so nennen will), verschiedene Handlungsstränge und eine Storyline(oder mehrere) die einen Verbindungen entlüften lassen. Klar hatte das Buch aber auch Schwachstellen. Auch wenn wir mit unserem Protagonisten eine feste Story haben, unterteilt sich das Geschehen auf verschiedenen Geschichten Abschnitte. So haben wir 1. Was damals war als die Bestie das erste mal vor Ort aufgetaucht ist (Diente der Erklärung der Geschehnisse und die Verbindung der Charaktere) 2. Das momentane Geschehen (Das wieder auftauchen der Bestie) 3. Die damaligen Ereignisse. All die Stränge dienen der Erklärung und entschlüsseln der Verbindungen und Rätsel. Nur wurde sich hier auch manchmal etwas verloren. So wusste der Protagonist selbst nicht was er eigentlich ist. Zum "Magiesystem" Es wird so wie ich es verstanden hatte mit verschiedenen Urkräften und das aneignen dieser gesprochen. Manche dieser Wesenheiten die dadurch entstehen, haben auch gewissen Ruf (z.B. Erzengel oder Olympia). Genauer werde ich es aber nicht ausführen um Spoiler zu vermeiden. Die Charaktere würde ich schon als komplexer beschreiben. Sowohl die menschlichen als auch die nicht menschlichen. Was mir an dem Buch dennoch Missfallen hat war der manchmal sehr stark dargestellte sexuelle Aspekt. Klar an manchen Stellen war es passend oder hat auch zur Wesenheit gepasst. Doch oft war es für mich auch einfach nur sehr starkes gesimpe was überspitzt ist. Die Sprünge der Geschichten Abschnitte waren manchmal etwas irritierend aber man konnte sich einfinden. All in all hab ich das Buch dennoch genossen. Auch die Idee war mal etwas neues was man so nicht wirklich gelesen hat und die Umsetzung war gegliedert und vielfältig.
Sim sala bim...
Was war das denn??? Düster, blutig, actionreich und ein bisschen verrückt hat mich die Story auf eine äußerst vergnügliche Reise ins Frankreich des 18. Jahrhunderts mitgenommen. Den unsterblichen Monsterjäger Sebastian Grave schließt man rasch ins Herz, und noch mehr den Dämonen, von dem er besessen ist. Cooler Typ, tolle Symbiose 😅 Ich freu mich auf mehr.
Vielversprechend gestartet doch leider im Schnee stecken geblieben.
The Red Winter von Cameron Sullivan ist ein epischen Dark-Fantasy Roman, der stark von slawischer Mythologie, politischen Intrigen und einer düsteren Winterwelt geprägt sein soll. Eine raue, kalte Welt, in der Adelshäuser um Macht ringen, Magie durch die Schatten kriecht und alte Kreaturen den Kontinent unsicher machen – dazu noch eine Geschichte, die sich lose an der Legende der Bestie von Gévaudan orientiert. Historische Dark Fantasy also. Klingt ziemlich genau nach meinem Geschmack. Entsprechend hoch war meine Vorfreude, denn dieses Buch gehörte zu meinen meist erwarteten Fantasy-Neuerscheinungen dieses Jahres. Leider musste ich relativ schnell feststellen: Das wird keine große Liebe. Bereits nach sieben Kapiteln hatte ich so ein leises Gefühl im Bauch. Dabei beginnt alles gar nicht schlecht. Die Atmosphäre der Welt ist wirklich gelungen. Die kalten Landschaften, die düsteren Wälder und die ständig lauernde Gefahr erzeugen ein angenehmes Dark-Fantasy-Feeling. Auch die verschiedenen Kreaturen und mythologischen Wesen tragen dazu bei und erinnern stellenweise sogar ein wenig an die Monsterwelt aus The Witcher. Der Schreibstil ist zudem angenehm leicht und flüssig zu lesen, sodass man durchaus gut durch die Seiten kommt. Das eher gemächliche Pacing hat mich persönlich auch nicht gestört – ich habe grundsätzlich nichts gegen eine Geschichte, die sich Zeit lässt. Doch leider konnte mich der Rest des Buches nicht wirklich überzeugen. Sebastian, der Hexer, war grundsätzlich ein interessanter Charakter, erinnerte mich allerdings stark an Gabriel de León aus Reich der Vampire. Gleichzeitig bleibt er überraschend blass. Für einen Hexer, der angeblich seit über tausend Jahren auf der Welt unterwegs ist, erfährt man erstaunlich wenig über ihn. Seine Figur bleibt dadurch recht eindimensional. Die Geschichte arbeitet zudem mit verschiedenen Zeitsträngen, was an sich spannend sein kann. Leider konnten mich auch die Nebencharaktere kaum fesseln. Viele wirkten austauschbar und hinterließen wenig Eindruck. Besonders schwierig wurde es für mich mit Livia. Sie ist ein Sukkubus und bekommt einen eigenen POV, was grundsätzlich interessant klingt. Allerdings dreht sich bei ihr gefühlt alles um ihre ständige Fleischeslust. Mir ist bewusst, dass Verführung zum Wesen eines Sukkubus gehört – doch die permanenten sexuellen Gedanken haben mich irgendwann leider eher genervt als unterhalten. Generell empfand ich die häufigen sexuellen Anspielungen im gesamten Buch eher als störend. Auch Sarmodel, der offenbar für humorvolle Momente sorgen soll, hat bei mir nicht gezündet. Sein Humor wirkte auf mich oft erzwungen und unnatürlich. Ein weiteres Fragezeichen blieb für mich die Rolle von Jeanne d’Arc. Ihre Präsenz in der Geschichte wirkte für mich dekorativ als wirklich relevant. Mehrfach hatte ich außerdem das Gefühl, dass der Autor selbst noch nicht genau weiß, wohin seine Geschichte eigentlich führen soll. Besonders schade fand ich das beim Thema rund um die Bestie von Gévaudan. Diese historische Legende bietet unglaublich viel spannendes Material – doch im Buch bleibt dieser Aspekt überraschend oberflächlich und angedeutet. Auch bei Politik und Kirche hätte ich mir deutlich mehr gewünscht. In der historischen Zeit, an der sich das Setting orientiert, hatte die Kirche enorme Macht und Einfluss. Intrigen, Machtkämpfe oder politische Konflikte wären hier sehr interessant gewesen. Stattdessen bekommt man davon erst in den letzten Kapiteln ein wenig zu sehen. Überraschungsmomente gab es ebenfalls kaum. Viele Entwicklungen waren recht früh vorhersehbar, sodass sich echte Spannung nur selten einstellen konnte. Zudem hätte ich mir insgesamt einen deutlich düstereren und ernsthafteren Ton gewünscht. Und irgendwann merkte ich leider, dass das Lesen selbst zu einem kleinen Ausdauertraining wurde – allerdings nicht für Spannung, sondern für meine Geduld. Stellenweise fühlte es sich fast wie ein anstrengender Kampf an, bei dem ich mich mehr durch die Seiten gearbeitet habe, als wirklich mitgerissen zu werden. Am Ende bleibt für mich leider ein Gefühl der Enttäuschung. Das Potential der Geschichte ist definitiv vorhanden – Atmosphäre, Grundidee und mythologischer Hintergrund hätten eine wirklich großartige Dark-Fantasy-Geschichte ergeben können. Doch die Umsetzung war leider nicht nach meinem Geschmack. Schade, denn ich hatte mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut.

Die Bestie vom Gevaudan
Ein düsteres Buch, brutal und blutig. Ein Fantasy- Thriller über mehrere Zeitstränge, die sich zum Schluss verbinden und die Geheimnisse erklären. Ganz nebenbei noch eine queere Liebesgeschichte. Hat mich ein bisschen an den Film „Der Pakt der Wölfe“ erinnert vom Thema her. Ich fand das Buch ok. Es hatte seine Längen. War trotzdem gute Unterhaltung.
Ein Fantasyroman der dunkel und verwirrend war.
Wir begleiten unseren Protagonisten Sebastian der, ja was denn eigentlich… Mensch? Dämon? Hexer? Von jedem etwas? Grundsätzlich eine gute Story, die mir aber je weiter ich lass viel abverlangte. Mir kam es so vor, als ob der Autor zu viel wollte. Dem wilden Ritt durch die Jahrhunderte kam ich manchmal nicht so hinterher. Sicher auch eine Lovestory gab es, die ich aber nicht so ganz greifen konnte. Grundsätzlich kein schlechtes Buch. Es gefiel mir aber war kein Highlight.





















































