Vorglühen

Vorglühen

Softcover
3.626

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Description

Aus der Provinz nach St. Pauli. Ein Roman, so intensiv wie eine durchfeierte Nacht.

Albert hatte kaum das geleerte Schnapsglas auf den Tresen gestellt, als Gernot mit schiefer Brille auf ihn zu stob und rief: » Weiter, weiter! Wir müssen weiter! «

Gerade aus der oberbergischen Provinz nach Hamburg gezogen, findet sich Albert Bremer mitten im Irrsinn einer Nacht auf St. Pauli wieder. Er trinkt Großmutters Aprikosengeist und Unmengen von Bier, trifft die tollste Frau und die skurrilsten Typen, die er je gesehen hat. Und im Laufe weniger Stunden findet er Freunde, ein WG-Zimmer und eine Band.

Vorglühen erzählt von Hamburg 1994 und von der Musik, die nach diesem Sommer ganz Deutschland begeistern wird. Vom Aufbruch aus der Provinz in die Großstadt, von alkoholgeschwängerten Nächten und Tagen, von Rausch und Begeisterung, von Freundschaft, Liebe, Verrat und Enttäuschung. Vom elektrisierenden Gefühl, an dem Ort zu sein, an dem gerade etwas ganz Großes entsteht.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
384
Price
13.40 €

Author Description

Jan Müller, geboren 1971 in Hamburg, ist seit der Gründung 1993 Bassist der Rockband Tocotronic. Müller lebt seit 2010 in Berlin und betreibt den populären Interview-Podcast »Reflektor«.

Posts

5
All
4

Unterhaltsamer Einblick in die Hamburger Schule der 90er

Unmengen Alkohol fließen in diesem unterhaltsamen Rückblick auf die 90er Jahre und den Beginn der sagenhaften Hamburger Schule. Müller ist nicht nur Bassist bei "Tocotronic" sondern, gemeinsam mit Engler auch beim sagenhaften - Nomen erst Omen - "Bierbeben" zugange gewesen (die aber schon lange nichts mehr veröffentlicht haben). Die Charaktere sind gut gezeichnet, aber es ist insgesamt eine etwas einfache Geschichte, vier Sterne aus Sympathie.

4.5

Moin, habt ihr früher eigentlich auch immer vorgeglüht? Vorglühen Jan Müller / Ramses Engler 1994: Albert kommt zum studieren nach Hamburch. Freunde seina Eltern haben ihm ne coole Butze zur Verfügung gestellt. Nur leida ist diese in Barmbeeek und da ist ja bekanntlich der tote Hund begraben. In der Bahn lernt Albert 'nen coolen Typen kennen: Claus! Als er diesen ein zweites Mal auf'm Konzert trifft, wird das Wiedersehen erstma gebührend gefeiert, und zwar mit nem Zuch durch die Gemeindee. Wo er überall wa, weiss er nich mehr, aber irgendwann in der Naacht hat er sogar noch irgendwo 'n paar Riffs auf der Gitarre geklimpert. (Kommt ihr mit meinem Hamburger Schnodder-Slang klar? Oder soll ich ins Hochdeutsche wechseln? Nö?) Na ja, auf jeden Fall sind die neuen Kumpels von Albert begeistert und nehmen ihn prompt in ihrer Band auf. Albert zieht kurzerhand um, in Claus seine WG nach St. Pauli - mitten auf'm Kiez. Den Eltern wird das erstmal nicht verklickert, denn Vaddern würde das sicher nicht gefallen. Und morgens zur Uni geh'n is auch viel zu früh und überhaupt. Als Albert dann schon morgeens um 10 Uhr die erste Knolle (für nicht Hamburger: Bier) am Hals hat, 'ne Kakerlake in seinem WG-Zimmer findet, die Barmbeker Wohnung unabgestimmt an einen Messi untervermietet und zum ersten Mal in der Uni aufschlägt, und zwar gerade dann als vorlesungsfreie Zeit ist, merkt er, dass er ein kleines Problem hat. Ups, da bin ich wieder! Ich war gerade mal für ein paar Lesestunden in Hamburg. Zurückversetzt in 1994, als ich selber dort als 23-jährige rumtobte. Allerdings in anderen Clubs. Aber das war ja mal ein #flashback der besonderen Art! Herrlich! Und diese liebe Frau Baszak! Ein echtes Hamburger Unikat! Das Autorenteam Müller und Engler haben hier wirklich ein besonderes Buch geschrieben. Auch wenn er meinen Musikgeschmack nicht wirklich traf, so fliegt man mit dem sympathischen Albert nur so durch die Seiten. Locker und leicht ist das Buch geschrieben. Ich konnte förmlich diese dreckige WG (wer kennt sie nicht?) vor mir sehen … Kleinere Passagen im Musikbereich waren mir zu lang, aber sonst ein wirklich kurzweiliges Buch. Leseempfehlung für alle, die eine Affinität zu Musik und/oder Hamburg in den 90er haben! 4½/ 5 und tschüss!

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4.5

Sehr schöne, unaufgeregte Geschichte. Die wilden Zwanziger zwischen Studium, Kneipe und der Beginn des Lebens. Mal passiert viel, dann mal wieder Nix, aber immer doch noch irgendwas, weshalb man unbedingt weiterlesen möchte.

3.5

Bei diesem Buch bin ich hin-und hergerissen. Man konnte sich total gut in die Umgebung und Situation hineinversetzen und war mitten in Hamburg zur beschriebenen Zeit. Allerdings gab es einige Längen im Buch und dadurch war der Flow für mich nicht optimal. Auf jeden Fall eine Empfehlung für Hamburger und Musikinteressierte.

4

Nomen est Omen – es fließt viel Alkohol in diesem Buch, so viel ist mal klar. Doch was habe ich mich amüsiert über die Irrungen und Wirrungen einer jungen Band 1994 in Hamburg. Albert, ein lieber, oberbergischer „Jung“, zieht aus der Provinz nach Hamburg um dort die Luft der großen weiten Welt zu schnuppern. Eigentlich will er studieren, dieses Unterfangen betreibt er aber weniger als halbherzig. Auf Deutsch gesagt: Er kommt nicht aus dem Quark! Dieser im eigene Wesenszug, bleibt ihm auch im ganzen Buch mehr oder weniger erhalten, bis er ein besonderes Talent bei sich entdeckt. Er übergibt seine kleine Wohnung an einen misstrauenswürdigen Untermieter und zieht in eine typische WG nahe der Reeperbahn. Dort lernt er detailliert und liebevoll gezeichnete Protagonisten kennen, die an Skurrilität nicht zu übertreffen sind und deshalb vermutlich aus den Erinnerungen der Autoren stammen. Ich bin überzeugt: Die hat es zumindest zum Teil so gegeben! Z.B Claus, Kind reicher Eltern der in St. Pauli ein Leben zwischen Bürgertum und Rebellion auf die Reihe kriegt. Gernot, ewig knülle und vermutlich zukünftiger Alkoholiker, hat mich total genervt, doch seine Person ist der eigentliche Treiber der Geschichte und dann gibt es noch Susesch, gepflegt, gediegen und ein ruhender Pol in der Band – Bassist halt

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