Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Frankfurter Ausgabe

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Frankfurter Ausgabe

Softcover
4.48
ErinnerungZeitSucheModerne

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Description

"Mit Unterwegs zu Swann beginnt Prousts monumentales Romanwerk. Wie ein Zauberwort läßt der Name »Swann« an Bilder, Szenen und Episoden denken, die zum literarischen Allgemeingut geworden und trotzdem neu zu entdecken sind: zu Beginn des Romans der Schlafende, Träumende, der sieh an frühere Zeilen erinnert; das Drama des Zubettgehens in Combray, die Madeleine; die Weißdornblüten und Seerosen, drei Kirchtürme im Abendlicht, ein Sonnenstrahl auf einem regennassen roten Ziegeldach; Swanns Liebe zu Odette, der kleine Kreis der Verdurins, Vinteuils Geigensonate; die Spiele mit Gilberte in den Anlagen der Champs-Élysées. Erinnerungen an Personen und Orte, Landschaftsbilder, Gedanken zum Lesen, zum Schreiben, über Kunst und Musik, Liebe und Eifersucht und nicht zuletzt brillante Gesellschaftssatire: All dies bildet ein literarisches Universum — Spiegel der Welt und der Literatur."

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Classics
Format
Softcover
Pages
714
Price
20.60 €

Author Description

Marcel Proust wurde am 10. Juli 1871 in Auteuil geboren und starb am 18. November 1922 in Paris. Sein siebenbändiges Romanwerk Auf der Suche nach der verlorenen Zeit ist zu einem Mythos der Moderne geworden. Eine Asthmaerkrankung beeinträchtigte schon früh Prousts Gesundheit. Noch während des Studiums und einer kurzen Tätigkeit an der Bibliothek Mazarine widmete er sich seinen schriftstellerischen Arbeiten und einem – nur vermeintlich müßigen – Salonleben. Es erschienen Beiträge für Zeitschriften und die Übersetzungen zweier Bücher von John Ruskin. Nach dem Tod der über alles geliebten Mutter 1905, der ihn in eine tiefe Krise stürzte, machte Proust die Arbeit an seinem Roman zum einzigen Inhalt seiner Existenz. Sein hermetisch abgeschlossenes, mit Korkplatten ausgelegtes Arbeits- und Schlafzimmer ist legendär. In Swanns Welt, der erste Band von Prousts opus magnum, erschien 1913 auf Kosten des Autors im Verlag Grasset. Für den zweiten Band, Im Schatten junger Mädchenblüte, wurde Proust 1919 mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet. Die letzten Bände der Suche nach der verlorenen Zeit wurden nach dem Tod des Autors von seinem Bruder herausgegeben.

Posts

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Eine Meditation. Streckenweise ein psychedelisches Leseerlebnis. Betörende Sprache und glänzende Gedanken. Band 1 von 7.

„Vielleicht wird die Unbeweglichkeit der Dinge um uns diesen durch die Unbeweglichkeit unseres Denkens ihnen gegenüber aufgezwungen, durch unsere Gewissheit, dass sie es sind und keine anderen.“ „Unterwegs zu Swann“ ist der erste von sieben Bänden des Mammutwerkes „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“. Und das kann einem schon mal Respekt einflößen. Wer Angst vor langen Sätzen hat, der sollte das lassen mit Proust. Und wer dringend auf einen atemlosen Plot angewiesen ist, wird hier auch nicht glücklich. Marcel Proust beschreibt hier, soweit ich weiß autofiktional, sein Leben. Und er beginnt mit den Sommern seiner Kindheit in Combray. Ich weiß nicht, ob man Proust schnell lesen kann oder sollte. Es ist eher eine Übung in Langsamkeit. Man kann jedes Wort genüsslich kauen und sich versenken, wie ein Stück Madeleine in einen Tee. Und sicherlich liest man den ein oder anderen Satz zwei mal. Aber es ist herrlich! Die Beschreibungen der Natur, der Kunst und der Musik flirren mich an, die Beschreibungen der Figuren und zwischenmenschlichen Gefühle sind so zart und präzise, als hätte Proust alle Zeit der Welt. Ich finde es einfach wunderschön und sehr besonders, und freue mich nun darauf, den zweiten Band zu beginnen …

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Literaturkritiker sagen, es wäre der schönste Roman, der je geschrieben wurde. Schriftstellerkollegen schreiben, dass Proust ein Berg ist und alle anderen Romane dagegen nur Kieselsteine. Proust-Fans sagen, dass sie immer wieder die Recherche lesen könnten. Reviewer hier auf Goodreads schreiben, dass es eines der anspruchsvollsten Bücher sei, das sie je gelesen haben. Die wenigen Kritiker sagen, dass es an Langweile kaum zu überbieten sei. Als Proust-Erstleser taucht man da wirklich etwas eingeschüchtert und skeptisch in Swanns Welt ein. Und was heißt schon „der schönste Roman“? Wie definiert sich denn Schönheit? Ich konnte das kaum glauben und dachte mir, dass es mir vielleicht gefallen könnte, aber ich doch nicht qualitylandartig in diese Superlativen am Ende einstimmen werde. Es gibt viele andere gute Bücher und so schwer zu lesen, wird es schon nicht sein. Nun, mein Fazit lautet abschließend, dass es ein schon ein schöner Roman ist, zumindest sprachlich. Ich würde am liebsten gleich nochmal von vorne anfangen, da ich das Gefühl habe, den ersten Teil nicht richtig wertgeschätzt zu haben. In diesem Combray-Teil beschreibt der junge Ich-Erzähler Marcel das Leben in seinem Dorf in der Normandie in einem Detailreichtum, einer ausufernden Sprache, mit Ironie, aber auch mit einer Langweile, dass ich mich erstmal zurecht finden musste. Proust ist wirklich ein Berg und ich kam mir vor, als ob ich Nebel doch unterhalb der Baumgrenze nicht recht an Höhe gewann. Wenn man sich auf die Prousts Sprache einlässt, kann man feststellen, wie wunderbar sie klingt, wie langer, langsam mäandernder Fluss. Man badet regelrecht in den Worten, die in elend langem Sätzen auf und ab schwingen. Über den Inhalt des Buchs mag ich gar nicht berichten, denn es ist eigentlich völlig gleichgültig, über was Proust schreibt. Selbst die mit negativsten Emotionen belastete Liebesbeziehung zwischen Swann und Odette wirkt bei ihm, wie ein Zustand, den man gerne selbst erleben möchte. Weil’s halt so schön ist. Ich freue mich, dass ich noch sechs weitere Bände vor mir habe. Den Stern Abzug gibt es für den Mittelteil, die sich meiner Ansicht nach etwas zog. Zudem muss ich am Ende trotz aller Schönheit und Süße feststellen, dass es mir der Narzissmus des Erzählers stellenweise zu viel war.

4

Proust ist ein Meister der Worte, daran gibt es keinen Zweifel. Ich glaube ich werde Swann's Welt noch einmal lesen bzw. hören müssen um diesem Werk wirklich gerecht zu werden. Vieles hat sich mir noch nicht erschlossen, ein zweiter Durchgang lohnt sich in jedem Fall. Jedes mal wenn ich gerade am Lesen war, hat mich die Sehnsucht nach Frankreich überkommen und ich hätte am liebsten sofort einen Urlaub geplant. Proust's Sprache ist einfach so wunderschön, dass die Landschaften Frankreichs noch mehr an Reiz gewinnen.

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Literaturkritiker sagen, es wäre der schönste Roman, der je geschrieben wurde. Schriftstellerkollegen schreiben, dass Proust ein Berg ist und alle anderen Romane dagegen nur Kieselsteine. Proust-Fans sagen, dass sie immer wieder die Recherche lesen könnten. Reviewer hier auf Goodreads schreiben, dass es eines der anspruchsvollsten Bücher sei, das sie je gelesen haben. Die wenigen Kritiker sagen, dass es an Langweile kaum zu überbieten sei. Als Proust-Erstleser taucht man da wirklich etwas eingeschüchtert und skeptisch in Swanns Welt ein. Und was heißt schon „der schönste Roman“? Wie definiert sich denn Schönheit? Ich konnte das kaum glauben und dachte mir, dass es mir vielleicht gefallen könnte, aber ich doch nicht qualitylandartig in diese Superlativen am Ende einstimmen werde. Es gibt viele andere gute Bücher und so schwer zu lesen, wird es schon nicht sein. Nun, mein Fazit lautet abschließend, dass es ein schon ein schöner Roman ist, zumindest sprachlich. Ich würde am liebsten gleich nochmal von vorne anfangen, da ich das Gefühl habe, den ersten Teil nicht richtig wertgeschätzt zu haben. In diesem Combray-Teil beschreibt der junge Ich-Erzähler Marcel das Leben in seinem Dorf in der Normandie in einem Detailreichtum, einer ausufernden Sprache, mit Ironie, aber auch mit einer Langweile, dass ich mich erstmal zurecht finden musste. Proust ist wirklich ein Berg und ich kam mir vor, als ob ich Nebel doch unterhalb der Baumgrenze nicht recht an Höhe gewann. Wenn man sich auf die Prousts Sprache einlässt, kann man feststellen, wie wunderbar sie klingt, wie langer, langsam mäandernder Fluss. Man badet regelrecht in den Worten, die in elend langem Sätzen auf und ab schwingen. Über den Inhalt des Buchs mag ich gar nicht berichten, denn es ist eigentlich völlig gleichgültig, über was Proust schreibt. Selbst die mit negativsten Emotionen belastete Liebesbeziehung zwischen Swann und Odette wirkt bei ihm, wie ein Zustand, den man gerne selbst erleben möchte. Weil’s halt so schön ist. Ich freue mich, dass ich noch sechs weitere Bände vor mir habe. Den Stern Abzug gibt es für den Mittelteil, die sich meiner Ansicht nach etwas zog. Zudem muss ich am Ende trotz aller Schönheit und Süße feststellen, dass es mir der Narzissmus des Erzählers stellenweise zu viel war.

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Finally done with the first volume - the section about Swann's lovelife was almost too much for me, annoyancewise. But after that it turned adorable again. [prtf]

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