Leni Riefenstahl

Leni Riefenstahl

Softcover
4.02
NationalsozialismusReichsparteitagEndlösungKriegsende

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Description

Eine Karriere ohne Scham und Skrupel
Leni Riefenstahl ist zweifellos eine Legende, deren zwiespältiger Ruf bis heute anhält. 1902 geboren, 2003 verstorben, ist sie eine Jahrhundertfrau im wahrsten Sinne des Wortes, der es auch nach Kriegsende gelang, sich als Ästhetin des absolut Schönen und Ausnahmetalent in einer männerdominierten Welt zu inszenieren.

Allerdings war Riefenstahl keineswegs die naiv-gutgläubige, unpolitische Künstlerin, als die sie sich nach 1945 darzustellen wusste. Vielmehr verstand sie sehr gut die Möglichkeiten zu nutzen, die ihr nicht zuletzt ihre Vertrautheit und Nähe mit und zu den Größen der NSDAP ermöglichten.

»Gladitz räumt mit einem Mythos auf.« SZ

Book Information

Main Genre
Biographies
Sub Genre
Arts & Entertainment
Format
Softcover
Pages
432
Price
14.40 €

Author Description

Nina Gladitz (1946-2021) zählt zu den bekanntesten Dokumentarfilmerinnen Deutschlands. Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet. So 1974 mit dem »Best Documentary of the Year« des Filmfestivals Chicago, 1985 erhielt sie den »Reinhold Schneider Preis« der Stadt Freiburg i. Br.1979 wurde Nina Gladitz der breiteren Öffentlichkeit bekannt durch ihren Dokumentarfilm "Zeit des Schweigens und der Dunkelheit", der sich kritisch mit Leni Riefenstahls Film Tiefland und dem Schicksal der darin als Komparsen eingesetzten Sinti und Roma auseinandersetzt. Riefenstahl klagte gegen Gladitz' Film. Nach vierjähriger Prozessdauer wies das Oberlandesgericht Karlsruhe 1987 Riefenstahls Klage bis auf einen Punkt ab.

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Überaus lesenswert trotz einiger Schwächen

Man mag kaum glauben, was man hier liest und doch lassen die immer wieder von Nina Gladitz ins Feld geführten Archivfunde kaum einen Zweifel daran, dass bei der Selbstinszenierung und späteren Rezeption einer Leni Riefenstahl etwas gehörig in Schieflage geraten ist. Der nach wie vor bestehende Glaube, Leni Riefenstahl hätte sich als vermeintlich unpolitische Künstlerin nicht aktiv die Hände schmutzig gemacht, lässt den Schluss zu, dass die Aufklärungsarbeit noch nicht abgeschlossen ist. Nina Gladitz schafft es in ihrem Buch, den Opfern Riefenstahls eine Stimme zu geben. Allen voran das Schicksal der Sinti und Roma ist berührend. Aber auch Willy Zielkes fast gänzlich unbekannte Odyssee lässt einem den Atem stocken. Da kann man über einige schreiberische Mängel, vor allem gegen Ende des Buches, wenn es die Autorin mit Namen auch nicht mehr zu genau hält, hinweg sehen. Die mangelnde Distanz der Autorin zu ihrem Forschungsgegenstand ist leider das größte Problem dieses Buches. Hin und wieder freie Interpretation, einiges an Mutmaßungen. Die mit Archivalien belegten Erkenntnisse und Anstöße für die weitere Forschung sind allerdings viel zu bedeutsam und verdienen eine weitere Einordnung durch Historiker.

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