Hummelhirn
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Description
»Nett zu sein, war mein erster Traum, lange bevor ich wusste, dass man genauso gut Rockstar sein kann.«
»Hummelhirn« ist die Geschichte einer Anpassung – inklusive herzzerreißender und hochkomischer Fehlversuche. Mit Zartheit, Klarheit und Talent fürs Tragikomische blickt Judith Holofernes auf ihre Kindheit zurück. Sie erzählt von ihrer Ausbildung zum People Pleaser, der nonkonformistischen und doch so netten Mutter, von Liebeswirren, ersten eigenen Songs, einem launischen Körper unter Dauerbeobachtung – und davon, wie es ihr schließlich gelingt, die eigene Hummeligkeit ins Erwachsenenleben hinüberzuretten.
Bevor sie mit Wir sind Helden Furore macht, ist Judith Holofernes ein komisches Kind. Eine Träumerin, die sich wie eine betrunkene Hummel durch die Welt bewegt. Was später als Neurodiversität bezeichnet wird, fällt im Berlin der wilden 1970er nicht weiter auf.
Erst als die lesbische Mutter ins beschauliche Freiburg zieht, beginnt Judith, spektakulär anzuecken. Dabei möchte sie so gerne alles richtig machen. Also versucht sie den Spagat: Ob das geht, nett sein und besonders? Es geht. Auch wenn sie dafür einen hohen Preis bezahlt: Judith Holofernes wird der netteste Rockstar der Welt .
Book Information
Author Description
Judith Holofernes, ehemals Frontfrau und Texterin der Band Wir sind Helden, hat seit dem Helden-Aus zwei Soloalben und ein Buch mit Tiergedichten veröffentlicht. Seit ihrem Rücktritt vom Musikbusiness 2019 ist sie crowdbasierte Künstlerin, unterstützt durch ihre Community auf der Plattform Patreon. In ihrem Podcast »Salon Holofernes« spricht sie mit anderen Künstler:innen über ihre kreative Arbeit. 2022 erschien ihr Buch »Die Träume anderer Leute«, das mehrere Wochen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste stand.
Posts
🐝🧠 The Geek shall inherit the earth.
"Gedanken verschwanden im Äther, bevor ich sie aufs Blatt bringen konnte. Blätter verschwanden in den Falten des Ranzens. Der Ranzen verschwand in den Falten des Schulbusses. Der Schulbus verschwand in den Falten des Universums. Das Universum verschwand in der Falte zwischen Ulfs Augenbrauen." In Judith Holofernes Kopf summt und brummt es. Wenn sie Ideen hat, flirren sie los in die Luft, machen Loopings und Sturzflüge und manchmal ertönt vielleicht auch ein kleiner Überschallknall, weil sie so rasend an Geschwindigkeit zunehmen (ganz leise). Diagnose: "Hummelhirn". Und während zu Hause in ihrer ungewöhnlichen Kleinfamilie die Besonderheiten liebgehabt werden, ecken diese in der restlichen Welt schnell an. Die Lösung der späteren Wir sind Helden-Sängerin ist so simpel und wird auch von vielen anderen mit ähnlichen Köpfen angewandt: Sich anpassen und nett sein. Genau so erging es zumindest mir und umso mehr fühlt sich auch ihr neues Buch wieder an, als würde ich einer guten Freundin beim Erzählen zuhören... oder vielmehr in meinem eigenen Tagebuch lesen. Ich kann mir vorstellen, dass es Menschen mit weniger hummeligen Hirnen vielleicht weniger zusagt, weil es relativ durcheinander erzählt ist, die Zeitpunkte ständig wechseln und der rote Faden sich eher beiläufig durch das Buch schlängelt. Aber für all die komischen Mädchen und Jungs, die stundenlang träumend am Schreibtisch saßen statt Hausaufgaben zu machen und im Unterricht alles taten außer Zuhören, für die ist es genau richtig. Ich für meinen Teil liebe es und Judiths wunderbar bildreiche Sprache sowieso. ❤️ "Seitdem spiele ich »Erwachsensein« mit wechselndem Erfolg. Seit ich Kinder habe, spiele ich »Eltern sein« und »gemeinsam einen Haushalt führen«. Ich spiele »Familie«. Nur manchmal gebe ich den Geist auf und kann nicht aufhören zu weinen."

Mit „Hummelhirn“ legt Judith Holofernes – bekannt als Sängerin der Band „Wir sind Helden“ – eine berührende und zugleich humorvolle autobiografische Erzählung vor. Das Buch ist keine klassische Rockstar-Biografie, sondern eine sehr persönliche Reise in ihre Kindheit und Jugend, lange bevor sie auf großen Bühnen stand. Holofernes nimmt ihre Leserinnen und Leser mit in das Berlin der 1970er-Jahre und später nach Freiburg, wo sie als verträumtes, sensibles und oft kränkliches Kind aufwächst. Besonders eindrucksvoll beschreibt sie das Gefühl, anders zu sein und gleichzeitig unbedingt dazugehören zu wollen. Ihre Selbstbeschreibung als „betrunkene Hummel“, die etwas unbeholfen durch die Welt flattert, wird dabei zu einem liebevollen Bild für ihre eigene Persönlichkeit. Die große Stärke des Buches liegt in der Sprache. Holofernes schreibt mit viel Wärme, Humor und poetischer Leichtigkeit. Ihre Beobachtungen sind feinfühlig und oft sehr ehrlich, wodurch viele Situationen aus der Kindheit und Jugend erstaunlich vertraut wirken. Gerade die kleinen, scheinbar alltäglichen Momente – erste Schwärmereien, Unsicherheiten oder der Wunsch, „nett“ zu sein und es allen recht zu machen – machen das Buch so menschlich und authentisch. Gleichzeitig erzählt Hummelhirn auch von ungewöhnlichen Familienverhältnissen, vom Aufwachsen mit einer alleinerziehenden Mutter in alternativen Lebensformen und von dem Versuch, sich in unterschiedlichen Welten zurechtzufinden. Diese Perspektive macht das Buch besonders interessant, weil es einen sensiblen Blick auf eine Kindheit außerhalb klassischer Normen wirft. Am Ende entsteht das Porträt einer jungen Frau, die lernen muss, ihre Eigenheiten nicht als Schwäche zu sehen, sondern als Teil ihrer Stärke. Gerade diese Botschaft macht Hummelhirn zu einer warmherzigen und inspirierenden Lektüre. „Hummelhirn“ ist ein kluges, witziges und sehr persönliches Buch über das Anderssein, das Erwachsenwerden und die Suche nach der eigenen Stimme. Fans von Judith Holofernes werden viele neue Facetten entdecken – und auch Leser*innen ohne Vorkenntnisse können sich in dieser einfühlsam erzählten Geschichte wiederfinden. Ein charmantes und nachdenklich stimmendes Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Auch das Hörbuch - gelesen von der wunderbaren Nora Tschirner - ist mehr als empfehlenswert! ain

Kindheits- und Jugenderinnerungen einer Sängerin
Ich habe mir mehr erwartet von Hummelhirn von Judith Holofernes, das eine klassische Autobiografie der Sängerin ist, wobei der Schwerpunkt auf ihrer Kindheit in Berlin und Freiburg liegt. Durchsetzt ist der Text immer wieder von kurzen Passagen über die Anfänge von Wir sind Helden und mit Ausschnitten aus den bekannten Songtexten. Die Lust am Sprachspiel, die diese Songtexte so besonders machen, blitzt im Buch leider nur hier und da auf. Wer Hardcore-Fan ist und mehr über sein Idol erfahren will, wird viel über Judith Holofernes erfahren. Mir war das zu sehr Nabelschau.
Ich fand es toll. Die Mischung aus Kindheitheitserinnerungen, aktuelleren Rückblicken und hin zur Heldenzeit und das ganze gespickt mit Songzitaten. Ich mag Judith Homofernes Schreibstil und ihre Sprache einfach sehr. Genau wie in den Songtexten wird hier auch gerne mal mit Worten und Sprache experimentiert und alles greift wunderbar ineinander. Wie bei einem Mosaik fügt sich Stück für Stück ein Gesamtbild ineinander. Beim lesen habe ich jedenfalls regelmäßig Ohrwürmer von Heldensongs im Kopf gehabt und fand es sehr schön zu lesen. Eine gute Mischung aus ernst, schön aber auch oft sehr selbstironisch und lustig.
Man kann sich gut in Judith hineinversetzen. Immer wieder habe ich laut aufgelacht. Sie kann einfach herrlich selbstironisch und komisch sein. Das auch noch gelesen von Nora Tschirner ist einfach genial. Empfehlung für Fans von Judith und den Helden.
Inhalt: Es geht um die Kindheit und Jugend der Sängerin Judith Holofernes von "Wir sind Helden". Wie sie als neurodivergentes Kind die Hürden von Alltag und Schule gemeistert hat und später in der Musik einen Ausdruck gefunden hat. Und auch dort häufig ihre eigenen Bedürfnisse missachtend, ihren Traum gelebt hat. Schreibstil: Kurze Kapitel, Zeitsprünge, Songzitate. Sehr humorvolle Sprache, nicht sich selbst dabei nicht zu Ernst. Manchmal etwas schrullig, aber immer sympathisch anders. Fazit: Man kann sich gut in Judith hineinversetzen. Immer wieder habe ich laut aufgelacht. Sie kann einfach herrlich selbstironisch und komisch sein. Das auch noch gelesen von Nora Tschirner ist einfach genial. Empfehlung für Fans von Judith und den Helden.
Auch für Nicht-Fans
Judith Holofernes schreibt über ihr Leben. Als gebürtige Berlinerin als Kind nach Freiburg „verfrachtet“ erzählt sie auf überraschend unterhaltsame Weise von ihrer Kindheit und dem Teenager-sein bis hin zu Ausflügen ihres erwachsenen Ichs. Ich brauchte etwas, um mich einzulesen. Aber dann ging es ganz schnell. Ich mochte es, von diesem nicht ganz neurotypischen Kind/ Jugendlichen zu lesen und ihren Weg zu verfolgen. Ich hatte bisher wenig Bezugspunkte zur Band und ihrer Sängerin (außer, dass ich natürlich die Hits kenne) und ich kann sagen: das spielt keine Rolle. Der Schreibstil ist unterhaltsam und gut! Leseempfehlung!
Mochte ich sehr, aber nicht so sehr wie Holofernes‘ erstes Buch
Judith Holofernes ist einfach eine fantastische Autorin und Erzählerin und deshalb ist auch dieses Buch sehr toll. Aber für mich drehte es sich ein paarmal zu oft ums Nettsein und warum ihr das so wichtig war und warum es nicht funktioniert hat als Ausgleich zum Hummelhirn. Und es waren mir auch ein paar Auszüge zu viel aus den Tagebüchern der 13-jährigen Judith - wahrscheinlich, weil sie meinen eigenen Tagebucheinträgen, die ich ungefähr zur gleichen Zeit verfasst habe, so ähneln 😌
Description
»Nett zu sein, war mein erster Traum, lange bevor ich wusste, dass man genauso gut Rockstar sein kann.«
»Hummelhirn« ist die Geschichte einer Anpassung – inklusive herzzerreißender und hochkomischer Fehlversuche. Mit Zartheit, Klarheit und Talent fürs Tragikomische blickt Judith Holofernes auf ihre Kindheit zurück. Sie erzählt von ihrer Ausbildung zum People Pleaser, der nonkonformistischen und doch so netten Mutter, von Liebeswirren, ersten eigenen Songs, einem launischen Körper unter Dauerbeobachtung – und davon, wie es ihr schließlich gelingt, die eigene Hummeligkeit ins Erwachsenenleben hinüberzuretten.
Bevor sie mit Wir sind Helden Furore macht, ist Judith Holofernes ein komisches Kind. Eine Träumerin, die sich wie eine betrunkene Hummel durch die Welt bewegt. Was später als Neurodiversität bezeichnet wird, fällt im Berlin der wilden 1970er nicht weiter auf.
Erst als die lesbische Mutter ins beschauliche Freiburg zieht, beginnt Judith, spektakulär anzuecken. Dabei möchte sie so gerne alles richtig machen. Also versucht sie den Spagat: Ob das geht, nett sein und besonders? Es geht. Auch wenn sie dafür einen hohen Preis bezahlt: Judith Holofernes wird der netteste Rockstar der Welt .
Book Information
Author Description
Judith Holofernes, ehemals Frontfrau und Texterin der Band Wir sind Helden, hat seit dem Helden-Aus zwei Soloalben und ein Buch mit Tiergedichten veröffentlicht. Seit ihrem Rücktritt vom Musikbusiness 2019 ist sie crowdbasierte Künstlerin, unterstützt durch ihre Community auf der Plattform Patreon. In ihrem Podcast »Salon Holofernes« spricht sie mit anderen Künstler:innen über ihre kreative Arbeit. 2022 erschien ihr Buch »Die Träume anderer Leute«, das mehrere Wochen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste stand.
Posts
🐝🧠 The Geek shall inherit the earth.
"Gedanken verschwanden im Äther, bevor ich sie aufs Blatt bringen konnte. Blätter verschwanden in den Falten des Ranzens. Der Ranzen verschwand in den Falten des Schulbusses. Der Schulbus verschwand in den Falten des Universums. Das Universum verschwand in der Falte zwischen Ulfs Augenbrauen." In Judith Holofernes Kopf summt und brummt es. Wenn sie Ideen hat, flirren sie los in die Luft, machen Loopings und Sturzflüge und manchmal ertönt vielleicht auch ein kleiner Überschallknall, weil sie so rasend an Geschwindigkeit zunehmen (ganz leise). Diagnose: "Hummelhirn". Und während zu Hause in ihrer ungewöhnlichen Kleinfamilie die Besonderheiten liebgehabt werden, ecken diese in der restlichen Welt schnell an. Die Lösung der späteren Wir sind Helden-Sängerin ist so simpel und wird auch von vielen anderen mit ähnlichen Köpfen angewandt: Sich anpassen und nett sein. Genau so erging es zumindest mir und umso mehr fühlt sich auch ihr neues Buch wieder an, als würde ich einer guten Freundin beim Erzählen zuhören... oder vielmehr in meinem eigenen Tagebuch lesen. Ich kann mir vorstellen, dass es Menschen mit weniger hummeligen Hirnen vielleicht weniger zusagt, weil es relativ durcheinander erzählt ist, die Zeitpunkte ständig wechseln und der rote Faden sich eher beiläufig durch das Buch schlängelt. Aber für all die komischen Mädchen und Jungs, die stundenlang träumend am Schreibtisch saßen statt Hausaufgaben zu machen und im Unterricht alles taten außer Zuhören, für die ist es genau richtig. Ich für meinen Teil liebe es und Judiths wunderbar bildreiche Sprache sowieso. ❤️ "Seitdem spiele ich »Erwachsensein« mit wechselndem Erfolg. Seit ich Kinder habe, spiele ich »Eltern sein« und »gemeinsam einen Haushalt führen«. Ich spiele »Familie«. Nur manchmal gebe ich den Geist auf und kann nicht aufhören zu weinen."

Mit „Hummelhirn“ legt Judith Holofernes – bekannt als Sängerin der Band „Wir sind Helden“ – eine berührende und zugleich humorvolle autobiografische Erzählung vor. Das Buch ist keine klassische Rockstar-Biografie, sondern eine sehr persönliche Reise in ihre Kindheit und Jugend, lange bevor sie auf großen Bühnen stand. Holofernes nimmt ihre Leserinnen und Leser mit in das Berlin der 1970er-Jahre und später nach Freiburg, wo sie als verträumtes, sensibles und oft kränkliches Kind aufwächst. Besonders eindrucksvoll beschreibt sie das Gefühl, anders zu sein und gleichzeitig unbedingt dazugehören zu wollen. Ihre Selbstbeschreibung als „betrunkene Hummel“, die etwas unbeholfen durch die Welt flattert, wird dabei zu einem liebevollen Bild für ihre eigene Persönlichkeit. Die große Stärke des Buches liegt in der Sprache. Holofernes schreibt mit viel Wärme, Humor und poetischer Leichtigkeit. Ihre Beobachtungen sind feinfühlig und oft sehr ehrlich, wodurch viele Situationen aus der Kindheit und Jugend erstaunlich vertraut wirken. Gerade die kleinen, scheinbar alltäglichen Momente – erste Schwärmereien, Unsicherheiten oder der Wunsch, „nett“ zu sein und es allen recht zu machen – machen das Buch so menschlich und authentisch. Gleichzeitig erzählt Hummelhirn auch von ungewöhnlichen Familienverhältnissen, vom Aufwachsen mit einer alleinerziehenden Mutter in alternativen Lebensformen und von dem Versuch, sich in unterschiedlichen Welten zurechtzufinden. Diese Perspektive macht das Buch besonders interessant, weil es einen sensiblen Blick auf eine Kindheit außerhalb klassischer Normen wirft. Am Ende entsteht das Porträt einer jungen Frau, die lernen muss, ihre Eigenheiten nicht als Schwäche zu sehen, sondern als Teil ihrer Stärke. Gerade diese Botschaft macht Hummelhirn zu einer warmherzigen und inspirierenden Lektüre. „Hummelhirn“ ist ein kluges, witziges und sehr persönliches Buch über das Anderssein, das Erwachsenwerden und die Suche nach der eigenen Stimme. Fans von Judith Holofernes werden viele neue Facetten entdecken – und auch Leser*innen ohne Vorkenntnisse können sich in dieser einfühlsam erzählten Geschichte wiederfinden. Ein charmantes und nachdenklich stimmendes Buch, das ich sehr gerne gelesen habe. Auch das Hörbuch - gelesen von der wunderbaren Nora Tschirner - ist mehr als empfehlenswert! ain

Kindheits- und Jugenderinnerungen einer Sängerin
Ich habe mir mehr erwartet von Hummelhirn von Judith Holofernes, das eine klassische Autobiografie der Sängerin ist, wobei der Schwerpunkt auf ihrer Kindheit in Berlin und Freiburg liegt. Durchsetzt ist der Text immer wieder von kurzen Passagen über die Anfänge von Wir sind Helden und mit Ausschnitten aus den bekannten Songtexten. Die Lust am Sprachspiel, die diese Songtexte so besonders machen, blitzt im Buch leider nur hier und da auf. Wer Hardcore-Fan ist und mehr über sein Idol erfahren will, wird viel über Judith Holofernes erfahren. Mir war das zu sehr Nabelschau.
Ich fand es toll. Die Mischung aus Kindheitheitserinnerungen, aktuelleren Rückblicken und hin zur Heldenzeit und das ganze gespickt mit Songzitaten. Ich mag Judith Homofernes Schreibstil und ihre Sprache einfach sehr. Genau wie in den Songtexten wird hier auch gerne mal mit Worten und Sprache experimentiert und alles greift wunderbar ineinander. Wie bei einem Mosaik fügt sich Stück für Stück ein Gesamtbild ineinander. Beim lesen habe ich jedenfalls regelmäßig Ohrwürmer von Heldensongs im Kopf gehabt und fand es sehr schön zu lesen. Eine gute Mischung aus ernst, schön aber auch oft sehr selbstironisch und lustig.
Man kann sich gut in Judith hineinversetzen. Immer wieder habe ich laut aufgelacht. Sie kann einfach herrlich selbstironisch und komisch sein. Das auch noch gelesen von Nora Tschirner ist einfach genial. Empfehlung für Fans von Judith und den Helden.
Inhalt: Es geht um die Kindheit und Jugend der Sängerin Judith Holofernes von "Wir sind Helden". Wie sie als neurodivergentes Kind die Hürden von Alltag und Schule gemeistert hat und später in der Musik einen Ausdruck gefunden hat. Und auch dort häufig ihre eigenen Bedürfnisse missachtend, ihren Traum gelebt hat. Schreibstil: Kurze Kapitel, Zeitsprünge, Songzitate. Sehr humorvolle Sprache, nicht sich selbst dabei nicht zu Ernst. Manchmal etwas schrullig, aber immer sympathisch anders. Fazit: Man kann sich gut in Judith hineinversetzen. Immer wieder habe ich laut aufgelacht. Sie kann einfach herrlich selbstironisch und komisch sein. Das auch noch gelesen von Nora Tschirner ist einfach genial. Empfehlung für Fans von Judith und den Helden.
Auch für Nicht-Fans
Judith Holofernes schreibt über ihr Leben. Als gebürtige Berlinerin als Kind nach Freiburg „verfrachtet“ erzählt sie auf überraschend unterhaltsame Weise von ihrer Kindheit und dem Teenager-sein bis hin zu Ausflügen ihres erwachsenen Ichs. Ich brauchte etwas, um mich einzulesen. Aber dann ging es ganz schnell. Ich mochte es, von diesem nicht ganz neurotypischen Kind/ Jugendlichen zu lesen und ihren Weg zu verfolgen. Ich hatte bisher wenig Bezugspunkte zur Band und ihrer Sängerin (außer, dass ich natürlich die Hits kenne) und ich kann sagen: das spielt keine Rolle. Der Schreibstil ist unterhaltsam und gut! Leseempfehlung!
Mochte ich sehr, aber nicht so sehr wie Holofernes‘ erstes Buch
Judith Holofernes ist einfach eine fantastische Autorin und Erzählerin und deshalb ist auch dieses Buch sehr toll. Aber für mich drehte es sich ein paarmal zu oft ums Nettsein und warum ihr das so wichtig war und warum es nicht funktioniert hat als Ausgleich zum Hummelhirn. Und es waren mir auch ein paar Auszüge zu viel aus den Tagebüchern der 13-jährigen Judith - wahrscheinlich, weil sie meinen eigenen Tagebucheinträgen, die ich ungefähr zur gleichen Zeit verfasst habe, so ähneln 😌
















