Walzer für Niemand

Walzer für Niemand

Hardback
3.830

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Description

Ein Aufwachsen mit dem Zauber und der Kraft der Musik – und die Geschichte einer Freundschaft, deren Innigkeit zerstörerisch ist. Die Ausnahmemusikerin Sophie Hunger schenkt uns einen so abgründigen wie poetischen, einen tragikomischen und raffinierten Coming-of-Age-Roman, der davon erzählt, was wir verlieren müssen, um etwas zu werden.

Ein Mädchen und ihr bester Freund Niemand. Als Kinder von Militärattachés ist ihr Aufwachsen geprägt von ständigen Ortswechseln. Vom Rhythmus der Musik getragen erleben sie Magie und Erschütterungen von Kindheit und Jugend. Am glücklichsten sind sie, wenn sie sich in ihrer Plattensammlung verlieren, wenn sie im Atlas die Welt nach Bandnamen neu kartografieren, wenn sie im Klavierunterricht Dezibelangaben herausbrüllen oder in Songs die Sätze finden, die schon immer in ihnen gelauert haben. Sie verstecken sich in der Musik und werden von ihr versteckt, aber immer haben sie einander.

Doch dann bekommt die Freundschaft Risse. Während Niemand eine Obsession für die Volkskunde der Walserinnen entwickelt, von denen die Erzählerin abstammt, und während sie selbst erste eigene Lieder schreibt, bahnt sich eine Katastrophe an.

Sophie Hunger gelingt es auf beeindruckende Weise, ihre besonderen Qualitäten als Songwriterin in einen vielschichtigen und bewegenden Roman über das Werden, die Freundschaft und das Elementare der Musik zu verwandeln.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
192
Price
22.70 €

Author Description

Sophie Hunger ist eine Schweizer Musikerin. Sie debütierte 2008 mit ihrem Album "Monday's Ghost" (Universal Jazz France) und spielte 2010 als erste Schweizer Künstlerin beim Glastonbury Festival. In Deutschland erhielt sie 2015 den LEA für die beste Live-Tournee und 2019 den Preis für Popkultur. In Frankreich erhielt sie 2017 den Prix Lumières für ihre Filmmusik des Oscarnominierten Films "Ma Vie de Courgette". Sie studierte Anglistik und Germanistik in Zürich, Konstanz und Bern.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
70%
N/A
N/A
N/A
65%
N/A
88%
100%
53%
64%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
68%
100%
82%
100%

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate0%
Variable100%

Writing Style

Simple0%
Complex100%
Moderate0%
Minimalistisch (100%)Poetisch (100%)

Posts

10
All
4.5

Wie der gleichnamige Song von Sophie Hunger, nur zwischen zwei Buchdeckeln: schön, leise, poetisches und traurig. Nichts für den schnellen Konsum, eher für den langsamen Genuss. Manche Sätze muss/sollte man ruhig zweimal lesen🥰

1.5

Hmm das verstand ich schlichtwegs nicht 🤷🏼‍♀️ Ich mag Sophie Hungers Lieder, aber mit ihrem Buch Walzer für Niemand konnte ich leider wenig anfangen. Ich fand das Tempo zu hoch, fühlte mich gestresst und hatte Mühe, dem Inhalt zu folgen. Leider nichts für mich.

Post image
4

Ein wortgewaltiges Debüt, das mich wirklich mitgerissen hat. Manchmal etwas zu bruchstückhaft, die Energie verpufft dann kurz, kommt aber immer wieder.

4

Eine außergewöhnliche Erfahrung

„Aber etwas war zerbrochen. Anstatt dass sie uns entführten, hingen einzelne Songzeilen bewegungslos in der Luft, Rauch in einem sauerstoffarmen Raum. Erst nur Versteile, dann aber ganze Refrains. Sie kommentierten uns, ließen sich über uns aus.“ (S.155) Sophie Hunger ist bekannt als Songwriterin und Musikerin und nun hat sie ihren ersten Roman geschrieben. Beim Lesen könnte man sich die Frage stellen, ob der Roman autobiografisch ist; dies ist aber nicht so - es gibt einige Parallelen zur Protagonistin, aber der Roman ist rein fiktiv. Es ist eine Coming-of-Age-Geschichte, der ein intensives Freundschaftsthema zugrunde liegt, und das Finden der Identität durch und mit der Musik. Das Buch ist in der Du-Perspektive geschrieben, gerichtet an den „besten Freund“. Der Schreibstil ist sehr außergewöhnlich und einzigartig; Das Buch liest sich eher wie ein langer Songtext; poetisch, mehrdeutig, einem bestimmten Rhythmus folgend, Harmonien mit Dissonanzen, mal mitreißend, mal fremd, einen Sog entfaltend, mit einer gewissen Melancholie die unter Allem liegt. Es ist auf jeden Fall sehr speziell und man sollte in der Stimmung und offen für diese Art von Text sein. Mir war der Text zunächst fremd, dann hat er mich aber auch fasziniert und nicht mehr losgelassen und vom Ende war ich regelrecht geschockt. Ich würde das Buch als eine „Erfahrung“ beschreiben, nicht als „klassischen Roman“. Wer etwas Außergewöhnliches sucht, ist hier auf jeden Fall richtig!

Eine außergewöhnliche Erfahrung
4

Verrückt auf unprätentiöse Weise

Sophie Hungers Musik berührt mich immer auf besondere Weise, also klar dass ich auch ihr Buch lesen musste. Das Buch ist auch berührend, aber auch beklemmend. Ich habe versucht, das drin zu finden, was ich bei ihren Konzerten gefunden habe, aber das habe ich nicht. Ich habe mich gefragt, wo im Buch ich die Musikerin finde, die ich glaubte zu kennen, und ich habe sie nicht gefunden. Aber vielleicht ist es überhaupt ein Fehler, zu suchen. Ist nur schwer, wenn man die Künstlerin so mag und ihre Musik seit so vielen Jahren hört. Ich mochte das Buch trotzdem, weil es an den richtigen Stellen verrückt ist und dabei so unprätentiös. Ich gehe im Herbst zur Lesung, vielleicht kommen da mehr Verbindungen zustande. Trotzdem Empfehlung für alle, die auch Freude an experimenteller Literatur haben.

2

Bin durch den eigenwilligen Schreibstil nie wirklich in das Buch reingekommen, auch wenn es für Musikliebhaber wie mich eigentlich einige interessante Stellen und Passagen bereit hält. Wäre das Buch nicht derart dünn, hätte ich es vermutlich kaum zu Ende gelesen. Schade!

4

Lesenswert - aber anders als erwartet

Man braucht eine Weile, bis man in die „Geschichte“ rein kommt. Bis man versteht, um was es geht und wie die Autorin versucht es rüber zu bringen. Es sind immer wieder einzelne Szenen, die von Erläuterungen der Autorin getragen werden. Dazwischen immer wieder der Bezug auf Walserinnen. Es lässt sich sehr flüssig lesen, aber es ist wie ein Puzzle, dass sich erst am Ende zu einem erkennbaren Bild zusammensetzten lässt, obwohl einem noch Teile fehlen. Das Buch wird mich noch eine Weile in meinem Gedanken begleiten.

5

Sophie Hungers wunderbarer Debütroman. Irgendwie kann sie nichts falsch machen.

Als großer Fan ihrer Musik mit etlichen Besuchen ihrer Konzerte musste ich natürlich auch ihren ersten Roman lesen. Und alles transportiert sich. Ein eigener Stil, die schöne Sprache und viel Fantasie fließt aus den Seiten. Es ist eine Geschichte über das Erwachsen-Werden. Sie wird von klein auf begleitet von ihrem Freund Niemand, das gemeinsame Erleben ist essentiell für das Empfinden von Musik und Realität. Doch irgendwann muss er gehen. Der Roman ist gespickt mit tollen Bildern, verwurzelt in den Sagen der Walserinnen, dem Urvolk der Frauen aus dem schweizerischen Wallis. Alles ist Eins. Alles wird gut. Tolles Buch.

4

Ich habe ja gewusst, worauf ich mich mit einem Werk Sophie Hungers einlasse, sei es mit ihrer Musik oder erst recht mit ihrem Buch. Bin ich jetzt klüger oder vielleicht irgendwie weiter? Ich weiß es noch nicht. Vielleicht werde ich es noch erfahren, vielleicht auch nicht. Möglicherweise ist es aber auch das, was Sophie Hunger will.

5

Wie ihre Musik, kann man jeden Tag immer wieder lesen. Man findet stets etwas Neues, das einen an die Hand und fort nimmt.

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