Der Antichrist

Der Antichrist

Softcover
3.859
PolemikAntikeIslamReligion

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Description

Nietzsches Auseinandersetzung mit der Religion und seine polemisch vorgetragene Kritik am Christentum mündet schließlich in eine Kritik an seiner Zeit.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Religion & Belief
Format
Softcover
Pages
128
Price
9.30 €

Author Description

Friedrich Nietzsche wurde am 15. Oktober 1844 in Röcken bei Lützen als Sohn eines Pastors geboren. Er studierte in Bonn und Leipzig zunächst Sprachwissenschaften und evangelische Theologie, seinen Abschluß machte er jedoch nur in klassischer Philologie. 1868 lernte er Richard Wagner kennen, der sein Denken neben Schopenhauer stark beeinflußte. Einige Jahre später zerbrach die Freundschaft über Nietzsches Geringschätzung der Bayreuther Festspiele. 1869 wurde er auf eine Professur für Altphilologie nach Basel berufen, die er aus gesundheitlichen Gründen zehn Jahre später wieder aufgab. Fortan lebte er von seiner Pension und finanzierte davon viele Reisen, u.a. in die Schweiz und nach Italien, auf denen seine wichtigsten philosophischen Werke entstanden. In seinen Hauptwerken sagte Nietzsche den Tod Gottes voraus, beschrieb den Übermenschen, trat für die Umwertung aller Werte ein und prägte somit den Nihilismus. Zu seinen bekanntesten Werken zählen Also sprach Zarathustra (1883) und Ecce Homo (1908). In den 1880er Jahren nahmen seine körperlichen und seelischen Leiden zu und gipfelten 1889 in einem Zusammenbruch, von dem er sich nicht mehr erholte. Bis zu seinem Tod am 25. August 1900 in Weimar wurde er von seiner Mutter und seiner Schwester gepflegt.

Posts

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All
3.5

Und also verneint der Mensch das Christliche und nennt sich christlich.

Nietzsches Antichrist ist kein theologisches Buch. Es ist ein provokantes Werk, ein polemisches Werk, ein idiotisches Werk (im alten Sinne: Idios. So wie er Jesus nannte). Ein Schlag gegen die Bequemlichkeit und die moralischen Gesetze, in denen wir uns eingerichtet haben. Ein Appell an die menschlichen Instinkte. Doch die Grundlage seiner Kritik ist erschreckend nachvollziehbar: Mit dem Antichrist zwingt er den Leser, die Maske des christlichen Idealismus zu zerbrechen, gar der Idealismus als solcher — eben weil dies den Menschen schwächt. Weniger die Religion ist das Ziel, als den Menschen selbst. Der Mensch der die Autorität Jesu missbraucht. Das „Christ-sein” nütze der Priester als Titel, als ein Mantel, um seine Machtlust auszukosten — in Form einer Institution: der Kirche. Geradezu sei die Kirche nicht die Fortsetzung Jesu, sondern dessen Gegenpol. Darum behauptet Nietzsche: „Im Grunde gab es nur einen Christen, und der starb am Kreuz.“ Eine solche Aussage erfordert nicht nur Mut, sondern auch geschickte Rhetorik. Nietzsche weitet seine Kritik aus: auf Gott, Moral, Schuld, Sünde; auf Kant, den letzten großen Gesetzgeber der Pflicht; auf den Idealismus, welches dasselbe Muster wie das Christentum aufweist. Alles, was Europa „erhöht“ hat, sei in Wahrheit eine raffinierte Form der Verneinung. Weniger dekadent hingegen sei der Buddhismus (zwar sei auch der nihilistisch und verfallen, da es die Welt mit ihr Leid als schlecht erklärt), aber hier erfindet er keine metaphysische Strafe, um Macht auszuüben. Kein moralischer Zeigefinger, kein Drama um Schuld. Der Antichrist ist unsympathisch und unversöhnlich — genau deshalb notwendig. Verständlich, wenn man solch ein Buch nicht als sein Lieblings nennt.

Und also verneint der Mensch das Christliche und nennt sich christlich.
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Guter Einblick in Nietzsches Ablehnung gegenüber das Christentum

Nachdem man seine grundlegenden Werke wie z.B. Zarathustra gelesen hat, bietet „Der Antichrist“ einen tieferen Einblick in die Gründe, wieso Nietzsche Religionen, und speziell das Christentum, verachtet. Es ist auch stets der zeitliche Kontext, in der er dieses Buch verfasst hat, zu beachten, denn da hat Religion noch eine größere Rolle in der Gesellschaft gespielt.

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„Der Antichrist“ – Nietzsches unausgewogene Abrechnung mit dem Christentum

Der Antichrist ist ein spätes Werk des Philosophen und Autoren Friedrich Nietzsche und ist seine persönliche Kritik am Christentum. Es ist kein Prosawerk sondern die reine Meinung und Abrechnung des Autors mit der Weltreligion. Der Schreibstil ist in Ordnung und für das Alter des Werkes recht einfach zu verstehen. Die Einteilung in Kapitel gefiel mir persönlich nicht. Zum einen finde ich sie viel zu kurz (z. T. umfassen Kapitel nur zwei Seiten), zum anderen erscheinen sie mir inhaltlich sehr willkürlich und nicht unbedingt als Beginn oder Ende eines Teilthemas. Auch inhaltlich hat mir das Buch nicht sonderlich gut gefallen. Es ist eine persönliche Hasstirade auf das Christentum und in den weitesten Teilen ohne schlagfertige, subjektive und beweisbare Argumente. Es mag sicherlich streitbare Punkte im Christentum und dessen Auslegung geben, jedoch würde ich sagen, das diese zu großen Teilen grundsätzliche Probleme von monotheistischen Religionen sind und nicht alleine des Christentums. Die Argumentationsebene und Sprache finde ich meist kindisch und einem Gelehrten wie Nietzsche nicht angemessen. So nennt er Jesus beispielsweise einen „Idioten“. Prinzipiell würde ich keine Leseempfehlung geben, wenn man es jedoch trotzdem auf Grund seines Statutes als Weltliteratur lesen will, dann kann ich nur sagen, dass es sich immerhin schnell lesen lässt.

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