Der Tag, an dem ich sterben sollte
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Description
Hanau, 19. Februar 2020: Ein Rechtsextremist erschießt an mehreren Tatorten neun Menschen aus rassistischen Motiven, weitere werden schwer verletzt. Unter ihnen der damals 23-jährige Said Etris Hashemi und sein 21-jähriger Bruder Said Nesar, sowie weitere Freunde. Etris wird am Hals getroffen, überlebt nur knapp. Sein Bruder stirbt vor Ort, jede Hilfe kommt zu spät. Wenige Sekunden, die alles verändern ― nicht nur im Leben der Betroffenen, sondern gesamtgesellschaftlich. Hanau löst eine wichtige Debatte aus, über Diskriminierung, rechten Terror in diesem Land, den Polizeiapparat und die Chancen für Deutschland.
Etris' Geschichte ist der wohl persönlichste Bericht des Überlebenden eines Attentats, das Deutschland für immer verändert hat.
Book Information
Author Description
Said Etris Hashemi, geboren am 01.09.1996, ist Sohn afghanischer Geflüchteter. Bei dem rechtsextremen Terroranschlag am 19.02.2020 in Hanau verlor er seinen jüngeren Bruder Said Nesar und viele seiner Kindheitsfreunde. Er selbst überlebte mit mehreren Schusswunden, u.a. am Hals, nur schwerverletzt. Seitdem ist er Botschafter für mehr Gerechtigkeit in Deutschland, nutzt seine Stimme aktiv und setzt sich gegen Rassismus und Diskriminierung ein.
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#Say their Names
Dies sind die Memoiren eines Mannes, der die rassistischen Anschläge in Hanau schwer verletzt überlebt hat und seitdem für Aufklärung, politische Konsequenzen und Gerechtigkeit für seinen getöteten Bruder, seine Freunde und die anderen Opfer dieses Anschlages kämpft. Er beschreibt, was für Missstände in unserer Gesellschaft herrschen, wie Menschen mit Migrationshintergrund behandelt werden und wie die Augen von Politik, Polizei und Staat sich abwenden und man schnell zu einer Fußnote wird, wenn man nicht laut bleibt und kämpft. Natürlich habe ich die Anschläge mitbekommen, ich wohne in Frankfurt, auch da ist ein großer Aufschrei durch die Stadt gegangen, unfassbar war es doch, was nur wenige Kilometer entfernt geschah. Meine Berufsschule hat eine Mahn- und Erinnerungswand eingerichtet, die Medien wurden überflutet und das Thema war in aller Munde. Doch dann kam Corona und die Nachrichten zu Hanau wurden immer weniger und die Angst fokussierte sich gesellschaftlich woanders hin. Dabei sollte dieser Tag und seine Opfer nicht vergessen werden. Es zeigt auf, was verschwiegen wird, wer von der Gesellschaft als Opfer und wer als Täter behandelt wird und dass es nicht sein kann, dass Transparenz erkämpft werden muss. Viele Fragen werfen ein schlechtes Bild auf die Regierung und das Rechtssystem: Warum darf jemand, der mehrmals psychisch aufgefallen ist, einen Waffenschein machen? Warum werden die Täter von den Opfern geschützt und nicht andersherum? Warum " helfen" nachweislich rechtsextreme (zumindest mit rechtsextremen Gedankengut)Polizisten bei einem rassistischem Anschlag? Warum wurde Vieles nicht oder unzureichend dokumentiert?Warum lässt man Angehörige im Ungewissen, obwohl das Internet schon über die Opfer informiert? Warum erhalten diese keine anständige Betreuung? Und warum müssen die Angehörigen sich erst zusammenschließen und monatelang kämpfen, um eine halbwegs anständige Aufklärung zu erhalten? Dies alles zeigt, wie gefährlich unser vermeintlich sicherer Staat ist und wie viel totgeschwiegen und unter den Teppich gekehrt wird. Ein wichtiges, schwieriges Buch einer lauten Stimme, die nicht aufgegeben hat. Gökhan Gültekin Sedat Gürbüz Said Nesar Hashemi Mercedes Kierpacz Hamza Kurtović Vili Viorel Păun Fatih Saraçoğlu Ferhat Unvar Kaloyan Velkov 🕊️
"Ich habe meine Lebensentscheidungen nicht darauf abgestimmt, das tun zu können, was ich seit den letzten Jahren tun muss: im Untersuchungsausschuss sitzen, Zeugenbefragungen zum Mord an meinen Bruder verfolgen und dabei zusehen, wie Abgeordnete Zeitung lesen oder nebenher Candy Crush spielen." 5 Minuten und 29 Sekunden. So lange dauerte es, bis ein Rechtsextremist am 19.02.2020 neun Menschen getötet und weitere verletzt hatte. So lange dauerte es, das Leben von Said Etris Hashemi für immer unwiderruflich mit dem Tod seines Bruders Nesar zu verweben und es nie wieder sein zu lassen, wie es war. In seinem Buch schildert Etris Hashemi nicht nur detailreich den schrecklichen Terroranschlag, sondern auch, was danach passierte oder nicht passierte: wie die Angehörigen von der Polizei und anderen staatlichen Institutionen wie Kriminelle behandelt wurden, im Stich gelassen wurden mit all den Ungereimtheiten und ihrem Schmerz. Etris nimmt die Lesenden mit in den Untersuchungsausschuss, der endlich Licht ins Dunkle bringen sollte. Doch nicht nur das: sehr persönlich berichtet er auch von seinem eigenen Trauma und seinem Umgang damit. Er erzählt von seiner und Nesars Kindheit und zeigt so auf, dass struktureller Rassismus schon immer ein Teil seines Lebens war, auch vor der Tat: das Aufwachsen in einem Bezirk, der als “Problem” gelabelled wird - nicht aufgrund der herrschenden Armut, sondern aufgrund der hohen Migrationsdichte. Wer sich in den letzten Jahren intensiv mit dem rechtsextremen Terroranschlag in Hanau sowie anschließend mit dem öffentlichen Umgang oder auch der Arbeit der Initiative 19. Februar Hanau beschäftigt hat, wird zumindest in Bezug auf die Faktenlage bereits einiges wissen, was hier geschildert wird. Dennoch sollte das Buch unbedingt gelesen werden - die persönliche Schilderung von Etris Hashemi verdichtet all das Unrecht, das den Betroffenen angetan wurde - vor, während und nach der Tat. Das Buch zeigt auf, wie rückständig Deutschland immer noch in der Aufarbeitung von Rassismus ist, wie strukturelle Diskriminierung nicht nur geduldet, sondern institutionell fest verankert ist und dass es leider berechtigt ist, wenn Menschen mit Migrationshintergrund sich in Deutschland nicht sicher fühlen. Und das sollte eigentlich ein Skandal sein. Tot seid ihr erst, wenn man euch vergisst: Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili-Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin und Ibrahim Akkuş. CN: G3walt, T0d, Ras$ismus, Blut, Trauer, Panikattacken
2026_#12 🖤 "Fünf Minuten, 29 Sekunden und 45 Kugeln, die neun Rosen hinterließen."
Der Umgang der Behörden und der Politik mit der Tat und all den eigenen Fehlern und Missständen ist unerträglich. Vor allem wie die Hinterbliebenen behandelt wurden, ist schockierend und beschämend. Ein unfassbar wichtiges und so berührendes Buch. #saytheirnames Said Nesar Hashemi. Hamza Kenan Kurtović. Ferhat Unvar. Sedat Gürbüz. Fatih Saraçoğlu. Gökhan Gültekin. Vili Viorel Păun. Mercedes Kierpacz. Kaloyan Velkov. - "Gegen das Vergessen."

"Der Tag, an dem ich sterben sollte" von Said Etris Hashemi trifft einen nicht nur emotional – es macht auch wütend. Hashemi erzählt nicht nur den Anschlag, sondern vor allem das Danach: verzweifeltes Warten auf Hilfe, verschlossene Notausgänge, ein Notruf, der nicht funktioniert. Und später Behörden und Polizei, die eher blockieren als aufklären. Dieses Gefühl, im Stich gelassen zu werden, zieht sich durch das ganze Buch. Kurz: extrem nah, extrem ehrlich – und erschreckend klar darin, wie systemisches Versagen und Diskriminierung zusammenkommen. Ein Buch, das nicht nur bewegt, sondern aufrüttelt.
Pflichtlektüre. Punkt.
Am 19. Februar 2020 erschießt in Hanau ein Rechtsextremist neun Menschen aus rassistischen Motiven. Fünf Minuten und 29 Sekunden reichen aus, um unzählige Leben unwiderruflich zu verändern. In diesem Buch beschreibt Said Etris Hashemi, wie dieser Anschlag seine eigene Realität zerrissen hat: Sein Bruder wurde ermordet, er selbst schwer verletzt, Freunde und Bekannte starben. Beim Lesen bleiben vor allem bei mir unfassbare Trauer, Wut und viele offene Fragen zurück. Wut über das Versagen der Behörden. Wut über Strukturen, die nicht geschützt haben. Und die erschütternde Erkenntnis, wie präsent Rassismus weiterhin ist. #SayTheirNames Said Nesar Hashemi Hamza Kenan Kurtović Ferhat Unvar Sedat Gürbüz Fatih Saraçoğlu Gökhan Gültekin Vili Viorel Păun Mercedes Kierpacz Kaloyan Velkov Diese Namen sollen die des Attentäters überschreiben. Dieses Buch ist keine leichte Kost. Es geht nicht um literarische Feinheiten, sondern um Erinnerung, Verantwortung und darum, hinzusehen. Ich empfehle es sehr.

Ein sehr bewegendes Hörbuch das sehr gut vertont wurde. Mich hat es echt schockiert was Menschen und Deutschland mitmachen müssen und wir sie vorverurteilt werden. Ein Buch, das man auf jeden Fall gelesen oder gehört haben sollte. Inhaltsangabe (Quelle Amazon) Hanau, 19. Februar 2020: Ein Rechtsextremist erschießt an mehreren Tatorten neun Menschen aus rassistischen Motiven, weitere werden schwer verletzt. Unter ihnen der damals 23-jährige Said Etris Hashemi und sein 21-jähriger Bruder Said Nesar, sowie weitere Freunde. Etris wird am Hals getroffen, überlebt nur knapp. Sein Bruder stirbt vor Ort, jede Hilfe kommt zu spät. Wenige Sekunden, die alles verändern ― nicht nur im Leben der Betroffenen, sondern gesamtgesellschaftlich. Hanau löst eine wichtige Debatte aus, über Diskriminierung, rechten Terror in diesem Land, den Polizeiapparat und die Chancen für Deutschland. Etris' Geschichte ist der wohl persönlichste Bericht des Überlebenden eines Attentats, das Deutschland für immer verändert hat.
SAY THEIR NAMES!!!
SAID NESAR HASHEMI HAMZA KENAN KURTOVIC FERHAT UNVAR SEDAT GÜRBÜZ FATİH SARAÇOĞLU GÖKHAN GÜLTEKİN VİLİ-VİOREL PAUN MERCEDES KİERPACZ KALOYAN VELKOV Said Itris Haskemi erzählt als Überlebender den Terroranschlag vom 19.02.2020 aus seiner Sicht. Er erzählt wie die Polizei, die Behörderen sowie die Politik Deutschlands eine dermaßen Schlechte Arbeit geleistet hat. Es ist ein Fakt das dieser Anschlag einen rassistischen und islamfeindlichen Hintergrund hatte. Der Täter hat den Anschlag von langer Hand geplant, welches so auch bewiesen werden konnte. Deutschland hat ein Rassismusproblem und dagegen gehen Itris Hashemi sowie andere Angehörige und Mitbetroffene an. Lasst uns diesen Tag nicht vergessen und dafür sorgen, dass es keine Wiederholung geben wird Zu meinen Gefühlen während des lesens will ich hier paar Sätze hinterlassen, es ist für ein Migra-Kind nie einfach in Deutschland zu leben. Wir sind hier geboren, hier aufgewachsen, haben die Bildung in deutschen Schulen genossen, trotzdem wurden wir nie ein Teil des Wirs. Wir waren nur Die. Ich habe während des lesens viele Tränen vergossen, mein Kiefer war ein Mühlwerk und mein Kopf so wie Itris es auch über sein Kopf sagt ein Minenfeld… Rassismus passiert tag täglich, mal offensichtlich, mal verdeckt. Erschreckend wenn es durch Lehrer kommt die meinen wir würdens nicht schaffen, durch Behörden die uns das Leben unter dem Decknamen ''Bürokratie'' das Leben schwer machen, durch die Polizei von denen wir als ''Opfer'' nicht ernsthenommen werden sondern lieber als Täter gesehen werden und natürlich von unseren Mitmenschen, die sich in der Bahn wegsetzen wegen unseres Aussehens, die und skeptisch beobachten wenn wir in unserer Mutersprache die nicht deutsch ist sprechen und wehe man sagt Alhamdulillah ( Gott sei Dank) Salamaleykum (Hallo) oder Allahuakbar ( Gott ist der größte) denn dann werden wir als Terroristen abgestempelt. Auf ein Deutschland, in dem Rassismus kein Thema mehr ist und es ein WIR gibt.

"Erinnern heißt verändern" -
Selten hat mich ein Buch so betroffen, traurig und wütend gleichzeitig gemacht wie dieses. Es erzählt die Geschichte von Said Etris Hashemi, sein Überleben bei dem rechtsextremen Anschlag in Hanau, warum viele andere sterben mussten, wie dies sein Leben verändert hat und was sich verändern muss, damit so etwas hoffentlich nie wieder passieren kann in Deutschland. Das Buch wechselt immer wieder zwischen der Perspektive im Untersuchungsausschuss und dem Leben vom Autor bis zum Tag des Anschlags und danach. Es hat mich absolut fassungslos gemacht, wie mit den Opfern umgegangen wurde und welche Versäumnisse dazu geführt haben, dass der Anschlag so passieren konnte und das vieles bis heute nicht aufgearbeitet und verändert wurde. Der Erzählstil des Buches ist authentisch und die Zeitsprünge lassen sich gut nachvollziehen. Ich habe es als Hörbuch gehört, was gut funktioniert, da Matthias Keller als Sprecher das ganze wirklich gut umgesetzt hat. Ein Buch was ich absolut jedem empfehlen würde zu lesen.
Absolute Empfehlung.
Das Buch hat mich sehr berührt und zum Nachdenken angeregt. Vielen Dank an Said Etris Hashemi für das Teilen dieser bewegenden Lebensgeschichte. Trotz der schweren Thematik ein leichter Lesefluss und eine Nähe zum Autor, die das Lesen ganz besonders macht. Eine große Leseempfehlung, für ALLE, aber insbesondere für diejenigen, die behaupten, in Deutschland hätten wir kein Rassismusproblem.
Das Buch ist SO unglaublich wichtig. Noch nie ist mir ein Buch so nah gegangen. Bitte lest dieses Buch! Said Etris Hashemi hat in dem Buch seine Geschichte erzählt. Er berichtet davon, wie er und sein Bruder aufgewachsen sind, über den 19 Februar 2020 und seine Erlebnisse danach. Es ist erschreckend zu sehen, was in unserer Gesellschaft auch heute noch passiert. Ich weiß gar nicht inwiefern ich das Buch noch bewerten soll. Lest es bitte selbst - es ist so wichtig zu sehen was immer wieder passiert. Hanau war kein Einzelfall. Rassismus tötet.
Kein leichtes, aber absolut notwendiges Buch! Es konfrontiert Leser:innen mit der Realität von rassistischer Gewalt in Deutschland. Es geht nicht um den Täter, sondern um die Opfer, ihre Familien und ihr Recht auf Aufklärung, Würde und Erinnerung. Das Buch macht deutlich, dass der Anschlag kein isoliertes Ereignis war, sondern in einen gesellschaftlichen Kontext aus Rassismus, rechter Gewalt und strukturellem Versagen eingebettet ist. Mir wird es auf jeden Fall noch lange im Kopf bleiben. #SayTheirNames
„Der Tag an dem ich sterben sollte“ ist ein wichtiges und bewegendes Buch über Rassismus und systemisches Versagen. Es zeigt eindrücklich, wie tief Vorurteile in Strukturen verankert sein können und welche realen Folgen das für Betroffene hat. Besonders stark ist, wie die Erfahrungen und Gefühle der betroffenen Personen sichtbar gemacht werden. Man versteht nicht nur, was passiert ist, sondern auch, wie es sich anfühlt, wenn ein System versagt, das eigentlich schützen sollte. Dieses Buch erinnert daran, warum solche Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten dürfen. Es klärt auf, macht betroffen und fordert dazu auf, hinzusehen statt wegzuschauen. Ein notwendiges Buch für alle, die gesellschaftliche Verantwortung ernst nehmen.
#saytheirnames
Eine klare Leseempfehlung! Herr Hashemi, der selbst Opfer des Anschlags in Hanau war, schildert eindringlich, was sowohl im Vorfeld als auch während der Ermittlungen schiefgelaufen ist. Teilweise konnte ich kaum glauben, was tatsächlich geschehen ist. Die geschilderten Ereignisse machen unglaublich wütend und traurig. Dieses Buch ist von großer Bedeutung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung.
Jede und Jeder sollte dieses Buch gelesen haben ❗️
Egal, ob man einen direkten Bezug zum Terroranschlag in Hanau hat oder nicht. Es geht noch um so viel mehr in diesem Buch. Der Autor Said Etris Hashemi erzählt von seinem Leben und Aufwachsen als Migrant in Hanau vor dem Anschlag, seinem veränderten Leben danach und vor allem vom Rassismus in dieser Gesellschaft und dessen Auswirkungen auch auf Polizei, Politik und den Staat und dessen Akteure.

Ich würde gerne 10 Sterne vergeben!
Durch einen Podcast bin ich auf das Buch und seinen Autor aufmerksam geworden. Kurze Zeit später entdeckte ich das Buch in der Stadtbücherei, hatte aber immer Pech, ständig war es verliehen. Jetzt endlich hab ich es gelesen und bin so unfassbar wütend. Über das, was bei der Aufarbeitung dieses schrecklichen Attentats alles schief gelaufen ist. Opfer, die zunächst nach einem Ausweis gefragt wurden, anstatt medizinische Hilfe zu bekommen. Polizei, die mehr falsch macht als richtig. Politiker, die es zulassen, dass Ermittlungen verschlampt werden. Ich kann mir nicht ansatzweise vorstellen, was die Opfer des Anschlages und ihre Angehörigen durchgemacht haben und bis heute durchmachen. Das Buch ist gut geschrieben, macht nachdenklich und bleibt mir noch lang im Kopf. Sollte in jedem Geschichts- oder Politikunterricht Pflichtlektüre sein.
Ich wünschte, alle würden es lesen.
Dieses Buch ist schwer zu ertragen – aber dennoch oder genau deshalb sollten es alle lesen. Said Etris Hashemi schildert die Geschehnisse rund um den rassistischen Anschlag in Hanau am 19. Februar 2020, bei dem sein Bruder und acht weitere Menschen ermordet wurden. Es ist unfassbar, wie viel in diesem Fall schiefgelaufen ist. Übersehene Warnsignalen des Täters vor der Tat, der verschlossene Notausgang, der Menschen das Leben kostete und der entwürdigende Umgang mit den Überlebenden und Angehörigen nach dem Anschlag sind nur wenige von vielen Beispielen. Es ist furchtbar, wie hart die Überlebenden und Angehörigen kämpfen mussten (und immer noch müssen), um Aufklärung und Gerechtigkeit zu bekommen. Die Tat hätte Konsequenzen für den Umgang mit Rechtsextremismus haben müssen – doch stattdessen steigen rassistisch motivierte Straftaten weiter an. Ich würde so gerne so viele Passagen des Buches zitieren, doch am besten ihr lest es selber. Doch auf ein Zitat abschließend möchte ich nicht verzichten: „Tot sind wir erst, wenn man uns vergisst.“ – Ferhat Unvar #saytheirnames Ferhat Unvar Sedat Gürbüz Fatih Saraçoğlu Hamza Kenan Kurtović Gökhan Gültekin Vili Viorel Păun Mercedes Kierpacz Kaloyan Velkov Said Nesar Hashemi
#SayTheirNames - Gökhan Gültekin Sedat Gürbüz Said Nesar Hashemi Mercedes Kierpacz Hamza Kurtović Vili Viorel Păun Fatih Saraçoğlu Ferhat Unvar Kaloyan Velkov Said Etris Hashemi ist ein Überlebender des rassistisch motivierten Anschlags vom 19. Februar 2020 in Hanau. Sein Bruder Nesar hat es nicht überlebt, Freunde haben es nicht überlebt, Menschen, die helfen wollten, haben nicht überlebt. Es sind verschiedene Abschnitte, die hier in dem Buch erzählt werden, der Tag des Attentats, die Zeit vor dem Attentat, das Aufwachsen als Sohn afghanischer Geflüchteter, Tage des Untersuchungsausschusses. Durch die Zeitsprünge ist es leicht, das Buch in kleinen Etappen zu lesen. Jeden Tag hab ich kleine Portionen gelesen. Wichtiges Buch, um zu verstehen, warum die Angehörigen der Opfer für Aufklärung kämpfen, wie viele Fehler während und nach dem Attentat gemacht worden und warum die Angehörigen nach dem Ende des Untersuchungsausschusses nicht zufrieden sein können. Ich konnte absolut die Wut, Trauer und Machtlosigkeit nachempfinden. An manchen Stellen war ich fassungslos und konnte nicht glauben, was ich lese. Auch wenn das Buch teilweise etwas floskelhaft ist, ist es inhaltlich und erzählerisch gut und wichtig.
Jeder sollte dieses Buch lesen!
Dieses Buch hat mich wirklich bewegt und nachdenklich gemacht. Besonders krass fand ich die direkten Einblicke einer Person, die die Ereignisse selbst miterlebt hat, dadurch wirkt alles unglaublich nah und erschütternd. Vor allem die beschriebenen Erfahrungen mit Rassismus haben gezeigt, wie präsent solche Probleme auch heute noch sind und wie vieles verdrängt wird. Trotz der schweren Thematik war das Buch sehr fesselnd und emotional geschrieben. Für mich ein wichtiges und sehr eindrucksvolles Buch, das jeder lesen sollte.
Gegen das Vergessen.
Möchte hierzu gar nicht soviel sagen, außer: Lest es bitte alle. Und setzt euch mit eurem eigenen und institutionellem Rassmismus auseinander. Und spendet an die Organisation 19. Februar. Gegen das Vergessen: Gökhan Gültekin Sedat Gürbüz Said Nesar Hashemi Mercedes Kierpacz Hamza Kurtović Vili Viorel Păun Fatih Saraçoğlu Ferhat Unvar Kaloyan Velkov
Die Erfahrungen, die Said Etris Hashemi während des Anschlags und auch im Nachgang (und vorher) machen musste, hinterlassen mich nachdenklich. Es ist erschreckend, wie schlecht das Thema Rassismus in offiziellen Behörden aufgearbeitet und ignoriert wird. Es ist bewunderswert, wie Herr Sashemi sich engagiert und sich gegen das Vergessen und für eine Veränderung einsetzt.
Bin immer noch fassungslos... Dieses Buch ist eine MUSS
In dem Buch geht es um Said,der schwerverletzt den Terroranschlag von Hanau überlebt hat. Sein Bruder Nessar und viele andere sind gestorben. Wir erfahren über die Familie und das Leben von Said,über den Terrortag und was danach geschah. Mir war natürlich klar,dass das Buch etwas mit mir machen würde,aber es soviele Emotionen hervorruft,hätte ich nicht gedacht. Der Schreibstil ist locker und man hat das Gefühl als würde man mit Said persönlich reden. Daher war da direkt eine gewisse Bindung. Die Beschreibung des Tattages war für mich sehr ergreifend,da man direkt die Bilder aus dem Fernsehen vor den Augen hat. Doch alles nochmal von jemanden zu hören,der es durchlebt hat und uns Dinge erzählt,die wir nicht zu hören und zu sehen bekommen haben,ist um einiges emotionaler. Und ab da änderte sich meine Gefühlslage von Trauer auf Wut.Wie man mit den Menschen und den Familien umgegangen ist. Wie man versuchte Wahrheiten unter den Tisch zu kehren und wieviel Versprechen gemacht wurden. Besonders gut gefällt es mir das Namen genannt werden und diese uns nicht unbekannt sind. Das alles macht sprach- und fassungslos. Das Buch war für mich emotional und erschütternd. Es hat mich aber auch zum Nachdenken angeregt. Denn es geht hier um das gern totgeschwiegene Thema Rassismus,um Dinge die in diesem Land so falsch laufen und wie man mit Opfern und ihren Familien umgeht. Von mir gibt es 5 Sterne und ich hoffe vom Herzen,dass das Buch große Kreise zieht und die Menschen ihre Augen öffnen.

Am 19. Februar 2020 erschießt in Hanau ein Rechtsextremist neun Menschen aus rassistischen Motiven. Nur 5 Minuten und 29 Sekunden dauert der rechtsradikale Terroranschlag, der das Leben von Said Etris Hashemi für immer verändert hat. Er wird am Hals und an der Schulter getroffen, sein Bruder Said Nesar Hashemi stirbt bei dem Anschlag. In seinem Buch "Der Tag, an dem ich sterben sollte" berichtet Said Etris Hashemi vom 19.02.2020, aber auch von der Zeit davor und danach. Er erzählt von seiner Familie in Afghanistan, von Alltagsrassismen, denen er bereits vor dem Anschlag ausgesetzt war, von seiner schulischen und beruflichen Laufbahn - und wie diese abrupt mit dem 19.02.2020 endete. Eindringlich und intensiv schildert er den rechtsterroristischen Anschlag, die Verzweiflung ob des Notrufs, der an diesem Abend nicht ausreichend besetzt war, des verschlossenen Notausgangs, des Umgangs der Polizei mit den Opfern und Angehörigen während und nach dem Anschlag. Said Etris Hashemi muss nach dem Terroranschlag zunächst für lange Zeit ins Krankenhaus, danach zieht er sich aus der Öffentlichkeit zurück, bis er ein Jahr nach der Tat, am 19.02.2021, seine Stimme erhebt - und nicht mehr leise ist, nicht aufhört zu kämpfen gegen Rassismus und für eine gerechtere Gesellschaft. Er setzt sich gemeinsam mit den anderen Opfern und Angehörigen für einen Untersuchungsausschuss ein, von dem er auch in seinem Buch berichtet. Ich finde es einerseits unglaublich stark und beeindruckend, wie die Opfer und Angehörigen unter anderem durch die Gründung der Initiative 19. Februar und das Beharren auf einen Untersuchungsausschuss immer weiter für die lückenlose Aufklärung der Tat und politische Konsequenzen einstehen, andererseits aber auch zutiefst beschämend, dass sie das tun müssen. Der Anschlag in Hanau hat eine gesamtgesellschaftliche Debatte angestoßen über Rassismus, Diskriminierung, rechten Terror in Deutschland und den deutschen Polizeiapparat - eine Chance, künftig anders mit den Opfern rechter Gewalt umzugehen, solidarisch zu bleiben, nicht zu vergessen. Said Etris Hashemis Buch ist nachdrücklich und gut zugänglich, mit einer Dringlichkeit und Klarheit geschrieben, die nicht mehr loslässt. Bitte unbedingt lesen! #SayTheirNames - in Gedenken an Gökhan Gültekin Sedat Gürbüz Said Nesar Hashemi Mercedes Kierpacz Hamza Kurtović Vili Viorel Păun Fatih Saraçoğlu Ferhat Unvar Kaloyan Velkov

Ohne Bewertung…
Das Wichtigste vorab: Was am 19. Februar 2020 in Hanau passiert ist, macht mich fassungslos! Dass neun Menschen einzig aufgrund ihrer „Herkunft“ (ein Großteil der Opfer sind in Deutschland geboren und besaßen den deutschen Pass) ihr Leben verloren haben, ist in höchstem Maße schrecklich, nicht entschuldbar und durch absolut nichts wiedergutzumachen! Deshalb ist es mir wichtig, zu betonen, dass die Kritik, die ich an diesem Buch habe, nichts mit der Abscheulichkeit der Tat zu tun hat! Said Etris Hashemi hat an diesem Abend seinen Bruder, seine Freunde und für ihn fremde Menschen sterben sehen und hat selbst schwer verletzt überlebt. Ich kann und will mir nicht vorstellen müssen, was in diesen Momenten und in der Zeit danach in seinem Kopf vorgegangen sein muss. Dass im Anschluss an dieses Verbrechen Polizei, Behörden und Regierung mehr oder weniger auf ganzer Linie versagt haben, muss für ihn und die anderen Angehörigen der Opfer eine enorme zusätzliche Belastung gewesen sein! Dass er trotz dieser Erlebnisse oder gerade deshalb so tapfer dafür kämpft, gehört zu werden, die Getöteten nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und bestimmte Strukturen zu ändern, damit so etwas nie wieder passiert, ist bewundernswert und verdient höchsten Respekt! Was mir aber beim Lesen mehrfach aufgefallen ist und mich „gestört“ hat, war eine gewisse Doppelmoral, mit der er seine Geschichte erzählt! Während er auf der einen Seite fordert (und das völlig zu Recht), dass er in der Gesellschaft akzeptiert und nicht aufgrund seines ausländischen Aussehens bzw. seines Migrationshintergrunds stigmatisiert werden möchte, spricht er auf der anderen Seite immer wieder von „den Deutschen“ (bzw. den „Almans“), „der Polizei“ und „den rechten Lehrern“ an der Schule. Nicht nur, dass er sich in meinen Augen damit ebenso von dem Teil der Gesellschaft abgrenzt, zu dem er eigentlich gern gehören möchte, er zeigt damit zumindest in meiner Wahrnehmung auch, dass er im Grunde dieselben Vorurteile gegenüber der deutschen Bevölkerung hat, die er andersherum gerne auflösen möchte. Hierfür gibt es über das komplette Buch hinweg immer wieder konkrete Beispiele, in denen er und sein Umfeld sich gezielt von den „Almans“ distanzieren und lieber „unter sich“ bleiben. Das ist natürlich in gewisser Hinsicht verständlich, wenn man von frühester Kindheit das Gefühl hat, nicht wirklich dazuzugehören. Etris wird mit Sicherheit auch vor dem 19. Februar bereits negative Erfahrungen gemacht haben, sei es mit rassistischen Anfeindungen im Alltag oder mit Vorurteilen der Polizei ihm und seinen Freunden gegenüber. Ob es aber nicht vielleicht doch kritisch zu hinterfragen ist, dass er selbst ebenfalls nicht völlig frei von Vorurteilen ist, darf und muss jeder Leser für sich selbst entscheiden. Ich persönlich hab es zumindest in manchen Situationen als fragwürdig empfunden. Was mir ebenfalls etwas sauer aufgestoßen ist, ist die Tatsache, dass teilweise Straftaten verharmlost wurden, um zu verdeutlichen, dass die Polizei zu oft „unangemessen“ handelt. So wird zum Beispiel betont, dass (Zitat) „die Öko-Kids, die sich in ganz Deutschland friedlich für den Klimaschutz einsetzen, behandelt werden wie Verbrecher.“ Dass selbstverständlich nicht jeder Umweltfreund, der (wirklich) friedlich protestiert, direkt auch ein Straftäter ist, müssen wir nicht diskutieren. Dass einige Aktionen von Klimaaktivisten, egal, ob jung oder alt, aber sehr wohl illegal sind, die strafrechtlich verfolgt werden müssen, wird hier in meinen Augen zu sehr beschönigt, um die Polizei zu kritisieren. Und auch in anderen Situationen im Buch wurden eigene oder fremde Fehltritte und Straftaten teilweise bewusst „kleingeredet“ und die Polizei dadurch in ein gewisses Licht gerückt, frei nach dem Motto (er drückt es nie explizit so aus, aber es macht zumindest den Eindruck, als würde er es so meinen) „Alles halb so wild… Eigentlich haben wir fast nichts gemacht. Die stellen sich ja nur so an, weil wir Ausländer sind!“ Ich kann natürlich nicht beurteilen, wie die jeweiligen Polizeieinsätze tatsächlich verlaufen sind und ich will auch nicht abstreiten, dass es innerhalb der Polizei große Probleme mit dem Thema Rassismus gibt. Natürlich können Etris und seine Freunde, die in einem sogenannten „Problembezirk“ mit hohem Ausländeranteil auch mehr zu diesem Thema berichten, als ich. Ich lebe in einer sehr ländlichen, „gutbürgerlichen“ Gegend, in der es verhältnismäßig wenig Kriminalität gibt und werde selbst nicht als „anders aussehend“ wahrgenommen, weshalb ich selbe keine Berührungspunkte mit Rassismus mir oder meinem Umfeld gegenüber habe. Ich kann mir deshalb kein gesichertes Urteil darüber erlauben, wie das Leben in einem sozialen Brennpunkt einer Großstadt wirklich zwischen Polizei und (ausländischer) Bevölkerung abläuft. Trotzdem hat mich die Verharmlosung von Straftaten zeitweise doch sehr irritiert. Trotz der oben genannten Kritik behandelt das Buch aber natürlich ein äußerst wichtiges Thema, das definitiv nicht verschwiegen werden darf. Die Dinge, die in dieser Nacht geschehen sind (auch oder vor allem von Seiten der Behörden), die so niemals hätten passieren dürfen, war beim Lesen teilweise kaum auszuhalten. Dass diese Fehler aus heutiger Sicht sehr wahrscheinlich dazu beigetragen haben, dass Menschen gestorben sind, die nicht hätten sterben müssen, ist ein unerträglicher Gedanke und muss vor allem für die Familien der Opfer ein Horrorszenario sein. Insgesamt denke ich, dass jeder, der Verantwortung in und für unsere Gesellschaft trägt, sich mit den Themen aus diesem Buch auseinandersetzen sollte und halte es daher für wichtig und in jedem Fall lesenswert. Ich habe mich jedoch dazu entschlossen, das Buch nicht mit einer Sternebewertung zu versehen. Ich kann und möchte mir nicht anmaßen, die Lebensgeschichte (oder einen Teil davon) eines Menschen zu „bewerten“, der soviel Schreckliches durchmachen musste, wie die Menschen, denen in dieser Nacht ihr Leben genommen wurde, die nur knapp überlebt haben oder die einen Angehörigen oder Freund verloren haben.
Emotional & Mitreissend
Said Etris Hashemi, Überlebender des rassistischen Terroranschlags vom 19.02.2020 in Hanau, erzählt in diesem Buch wie dieser eine Tag alles veränderte. Nicht nur musste er seinen Bruder & Freunde beerdigen, sondern er kämpft bis heute um eine lückenlose Aufklärung der Tatnacht. Emotional hat mich das Buch absolut mitgenommen. Politisch hat es mich wütend gemacht. Wir müssen alle gemeinsam lauter sein. Ein Buch, gegen das Vergessen. Hanau ist überall. Say their Names.
Ein unheimlich krasses, emotionales und erschütterndes Buch, welches 5 Sterne verdient hat.
Ich wusste, dass dieses Buch mich mitnehmen wird, aber was ich alles über Hanau, den Anschlag und den ganzen Dingen, die falsch gelaufen sind, erfahren habe, hat mich sehr erschüttert. Vieles hatte ich nur mal kurz gehört oder ist sogar an mir vorbei gegangen. Deutschland, Welt, wann wacht ihr endlich auf? Wann seht ihr endlich ein, dass „rechts“ sein NICHT in Ordnung ist? Dieses Buch sollte jede Person einmal im Leben gelesen haben. Hier erfährt man so viele Gefühle, versetzt sich in die Rolle des Autors und lernt, wie viel Dinge im Leben noch falsch sind und wie verschieden wir Menschen doch noch behandeln. Erschütternd und wichtig das hier alles zu lesen. Ich kann es euch nur ans Herz legen. Lest dieses Buch und lernt davon! - Wenn ihr diese Rezension hier seht würde es mich freuen, wenn ihr auf Tiktok/Insta unter alessiasxlibrary vorbei schaut. Dort wird es auch immer ausführliche Rezensionsvideos geben. -
Ein absolutes Muss, auch wenn es schwer ist!
In „Der Tag, an dem ich sterben sollte“ berichtet Said Etris Hashemi als Überlebender des Hanauer Anschlags. Von strukturellem Rassimus, in der Polizei aber auch in der Gesellschaft. Von seinem Leben, das ihm ein rassistisch motivierter Attentäter am 19. Februar genommen hat. Vom Untersuchungsausschuss im Landtag. Von treffen mit Politikern und größtenteils leeren Versprechungen. Er erzählt von seiner Familie und seinen Freunden. Seiner gewonnen Motivation für politischen Aktivismus. Und seinem neuen Leben. Auch wenn ich das Buch als mental sehr schwer empfunden habe und nie in einen „Leseflow“ gekommen bin, kann ich es nur wärmstens ans Herz legen. Ein Leseflow ist nämlich nicht notwendig. Viel wichtiger ist, dass möglichst viele von dieser Geschichte lesen und erfahren. Und gegen strukturelle Bewegungen und für Werte wie Integration einstehen. Für eine Zukunft, in der wir vor solchen Attentaten keine Angst haben müssen!

Jede:r sollte dieses Buch lesen. Es ist eindringlich, echt, verstörend und gleichzeitig an manchen Stellen zum Schmunzeln. Es werden die Geschehnisse von Hanau beschrieben, aber darüber hinaus geht es um die Gründe und die Aufarbeitung der Tat. Es ist so gut geschrieben und hält einem so viele strukturelle und gesellschaftliche Probleme vor Augen. Bitte unbedingt lesen.
Gänsehaut. Einfach Gänsehaut :(
Ich war noch ziemlich Jung bei dem Fall,und hab leider kaum was mitbekommen was ich jetzt nachgeholt habe. Ich hatte dauer Gänsehaut. Ein muss falls man nichts davon mitbekommen hat.Ihr wart mehr als ein Datum. Mehr als eine Tat.Eure Namen bleiben.Eure Leben zählen.Ihr seid nicht vergessen. 🕊️
Bewegend. Das ist zusammenfassend das was ich über dieses Buch sagen kann. Etris schildert hier nicht nur, wie er den Anschlag in Hanau bei dem auch sein Bruder starb miterlebt hat, sondern vorallem geht es um das Davor. und das Danach. Abwechselnd lesen wir von seiner Kindheit in Kesselstadt und seinen Beobachtungen aus dem Untersuchungsausschuss in Hanau. Der Schmerz, der den Angehörigen und Liebsten der Opfer widerfahren ist strömt aus allen Seiten dieses Buches. Und die Angehörigen kämpfen heute immer noch. Ein wichtiges, trauriges, wütend machendes Buch.
Hart…
Ich wusste das es schwer wird den Inhalt des Buchs zu ertragen und doch trifft es mich wie einen Zug. Es macht nur nochmal deutlich auf welchem Weg dieses Land ist, diese Menschen, diese Politik, dieser Fremdenhass. Ich wünsche wir nichts sehnlicher als eine Gesellschaft die sich respektiert und ohne Hass zusammenlebt, die neugierig auf die Unterschiede von allen Menschen ist und offen aufeinander zugehen. #saytheirnames
„Ich bin nicht nur ein Überlebender.“
Ich bin sehr dankbar, dass Said Etris Hashemi hier seine Geschichte mit uns teilt. Obwohl die Tat selbst erschütternd genug ist, geht es hier vor allem um die fehlende Aufarbeitung durch Polizei, Staat, und Co., welches erschreckende Eindrücke in das komplette Versagen der Verantwortlichen gibt. Traurig, dass Betroffene und Hinterbliebene hier die Aufklärungsarbeit leisten müssen und und seit Jahren versuchen, Gerechtigkeit einzufordern. Vermutlich eines der schlimmsten, aber auch das wichtigste Buch, was ich bis jetzt gelesen habe. Es ist eindringlich, echt und man bekommt einen facettenreichen Einblick über die Tat und die Jahre davor, aber vor allem danach, in denen es um Prozesse, Aufklärung und Aufarbeitung der Tat, Rassismus und gesellschaftliche sowie strukturelle Probleme in Deutschland geht. Es ist persönlich, dennoch mit viel Wissen geschrieben. Jeder sollte dieses Buch einmal gelesen haben. Gegen das Vergessen. #saytheirnames
#saytheirnames
„Vor allem, wenn Tater keine organisierten Neonazis sind, wird häufig geleugnet oder nicht ein-kalkuliert, dass ein rassistisches Motiv vorliegen könnte. Aber jemanden aufgrund seiner Her-kunft, sozialen Klasse, seines Geschlechts oder seiner Sexualität ermorden zu wollen, offenbart eindeutig, ein rechtsradikales Weltbild und die Vorstellung von »wertem« und »unwertem« Leben zu vertreten. Dafür braucht man kein Anders-Breivik-Fan zu sein oder Hitler-Poster an den Wänden zu haben. Wer so denkt, ist ein Faschist. Wer deswegen tötet, zusticht, Häuser anzündet oder Menschen bedroht, dessen Taten sind rechter Terror.“
„…Ich bin mehr als Überlebender. Ich bin kein Einzelschicksal. Ich bin mehr als ein Opfer von rechtem Terror und ich will hier kein Mitleid dafür. Mitleid ändert die Verhältnisse nicht. Stattdessen will ich zeigen, warum mein Bruder gestorben ist. Welches System dahintersteckt. Welche Ideologien und Vorurteile dazu führten. Ideologien und Vorurteile, die überall in Ritzen, Schatten und manchmal sogar im hellen Tageslicht existieren, auch in Polizisten, in Lehrern, Beamten, Busfahrern – überall, in der ganzen Gesellschaft.“ Es lässt sich kaum beschreiben, was ich beim Lesen gefühlt habe - Trauer, Wut, Verwunderung, Resignation, Hoffnung, Mut. Say their names and read their books.
Würde gerne mehr Sterne geben
Wie oft hatte ich beim Lesen Tränen in den Augen? Vor Wut, vor Angst, vor Mitgefühl... danke für dieses Buch! Es hat mir meine Privilegien schmerzhaft bewusst gemacht und meinen Glauben an vieles erschüttert. Einen Glauben jedoch hat es gestärkt: den an die Hoffnung. Absoluter Lesetipp!
Dieses Buch hat mich auf so vielen Ebenen berührt, es zeigt so sehr was hier falsch läuft. Ich mag mir nicht anmaßen, die traumatischen Erlebnisse dieser Menschen zu bewerten. Deshalb werde ich es auch nicht machen, ich finde dieses Buch sollte jeder gelesen haben. Es zeigt wie viel schief läuft und wie viel sich noch ändern sollte. Ich war wirklich schockiert als ich alldas gelesen habe. Ich habe es in kleinen Etappen gelesen weil es richtig schwer zu ertragen ist. Aber diese Möglichkeit ist so privilegiert und diese Variante haben, die Menschen leider nicht. Ich danke, den Menschen die sich hier geöffnet haben und ihre Geschichte erzählen.... Ich danke Netgallery für das Rezi Exemplar welches meine Meinung nicht beeinflusst hat.
Sicherlich kein leichtes Buch, aber dafür umso wichtiger! Zwischen Unverständnis, Trauer und Wut, waren es Worte die einem unter die Haut gehen und sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben. Ich musste oft den Kopf schütteln oder weinen, aber ich bin froh es gelesen zu haben und empfehle es jedem das auch zu tun!
Am 19. Februar 2020 betritt ein Mann eine Shisha-Bar in Hanau und schießt dort auf die Besucher. Im Nachhinein kommt heraus, dass es sich hier um einen rechtsmotivierten Terroranschlag handelt. Sicherlich ist allen, die das Wort Hanau lesen, direkt bekannt, um welchen Anschlag es sich handelt. Der Autor, Said Etris Hashemi, war mittendrin und überlebte den Anschlag nur knapp. Er wurde am Hals getroffen und erlitt einen Streifschuss an der Schulter. Sein kleiner Bruder Said Nesar Hashemi und viele seiner Freunde überlebten das Attentat leider nicht. In dem Buch schildert Said Ertris Hashemi die Geschehnisse aus seiner Sicht. Dabei berichtet er über die Tatnacht, vorherige rassistisch motivierte Erlebnisse und die Zeit nach dem Anschlag. Beim Lesen des Buches war ich immer wieder geschockt, sauer und traurig zugleich. Man stellt sich immer wieder die Frage, wie konnte sowas passieren, dabei wäre die richtige Frage, warum konnte es nicht verhindert werden. Diese Frage beantwortet der Autor, indem er viele zuvor mir unbekannte Details über die Tat, aber vor allem über die Polizeiarbeit erzählt. Es beginnt damit, dass der Autor schildert, wie er seine Kindheit verbracht hat und wie er schon als Kind Rassismus mitbekommen und erlebt hat. Es dauert ein bisschen, bis er zur Tatnacht übergeht und die Dinge aus seiner Sicht schildert, denn die Schilderung der Tatnacht nimmt in diesem Buch nur ein Kapitel in Anspruch. Es wird sehr viel über die miserable Polizeiarbeit geschrieben und wie die verbliebenen Familien immer wieder für Gerechtigkeit und Aufklärung kämpfen mussten. Nur dadurch, dass die Hinterbliebenen so laut waren, erreichten sie eine große öffentliche Aufmerksamkeit und konnten auch einen Untersuchungsausschuss durchsetzen. Es ist einfach ein unfassbar erschütternd wie ungerecht und unsensibel mit den Opfern sowohl in der Tatnacht als auch in den Ermittlungen danach umgegangen wurde. #saytherinames
Description
Hanau, 19. Februar 2020: Ein Rechtsextremist erschießt an mehreren Tatorten neun Menschen aus rassistischen Motiven, weitere werden schwer verletzt. Unter ihnen der damals 23-jährige Said Etris Hashemi und sein 21-jähriger Bruder Said Nesar, sowie weitere Freunde. Etris wird am Hals getroffen, überlebt nur knapp. Sein Bruder stirbt vor Ort, jede Hilfe kommt zu spät. Wenige Sekunden, die alles verändern ― nicht nur im Leben der Betroffenen, sondern gesamtgesellschaftlich. Hanau löst eine wichtige Debatte aus, über Diskriminierung, rechten Terror in diesem Land, den Polizeiapparat und die Chancen für Deutschland.
Etris' Geschichte ist der wohl persönlichste Bericht des Überlebenden eines Attentats, das Deutschland für immer verändert hat.
Book Information
Author Description
Said Etris Hashemi, geboren am 01.09.1996, ist Sohn afghanischer Geflüchteter. Bei dem rechtsextremen Terroranschlag am 19.02.2020 in Hanau verlor er seinen jüngeren Bruder Said Nesar und viele seiner Kindheitsfreunde. Er selbst überlebte mit mehreren Schusswunden, u.a. am Hals, nur schwerverletzt. Seitdem ist er Botschafter für mehr Gerechtigkeit in Deutschland, nutzt seine Stimme aktiv und setzt sich gegen Rassismus und Diskriminierung ein.
Posts
#Say their Names
Dies sind die Memoiren eines Mannes, der die rassistischen Anschläge in Hanau schwer verletzt überlebt hat und seitdem für Aufklärung, politische Konsequenzen und Gerechtigkeit für seinen getöteten Bruder, seine Freunde und die anderen Opfer dieses Anschlages kämpft. Er beschreibt, was für Missstände in unserer Gesellschaft herrschen, wie Menschen mit Migrationshintergrund behandelt werden und wie die Augen von Politik, Polizei und Staat sich abwenden und man schnell zu einer Fußnote wird, wenn man nicht laut bleibt und kämpft. Natürlich habe ich die Anschläge mitbekommen, ich wohne in Frankfurt, auch da ist ein großer Aufschrei durch die Stadt gegangen, unfassbar war es doch, was nur wenige Kilometer entfernt geschah. Meine Berufsschule hat eine Mahn- und Erinnerungswand eingerichtet, die Medien wurden überflutet und das Thema war in aller Munde. Doch dann kam Corona und die Nachrichten zu Hanau wurden immer weniger und die Angst fokussierte sich gesellschaftlich woanders hin. Dabei sollte dieser Tag und seine Opfer nicht vergessen werden. Es zeigt auf, was verschwiegen wird, wer von der Gesellschaft als Opfer und wer als Täter behandelt wird und dass es nicht sein kann, dass Transparenz erkämpft werden muss. Viele Fragen werfen ein schlechtes Bild auf die Regierung und das Rechtssystem: Warum darf jemand, der mehrmals psychisch aufgefallen ist, einen Waffenschein machen? Warum werden die Täter von den Opfern geschützt und nicht andersherum? Warum " helfen" nachweislich rechtsextreme (zumindest mit rechtsextremen Gedankengut)Polizisten bei einem rassistischem Anschlag? Warum wurde Vieles nicht oder unzureichend dokumentiert?Warum lässt man Angehörige im Ungewissen, obwohl das Internet schon über die Opfer informiert? Warum erhalten diese keine anständige Betreuung? Und warum müssen die Angehörigen sich erst zusammenschließen und monatelang kämpfen, um eine halbwegs anständige Aufklärung zu erhalten? Dies alles zeigt, wie gefährlich unser vermeintlich sicherer Staat ist und wie viel totgeschwiegen und unter den Teppich gekehrt wird. Ein wichtiges, schwieriges Buch einer lauten Stimme, die nicht aufgegeben hat. Gökhan Gültekin Sedat Gürbüz Said Nesar Hashemi Mercedes Kierpacz Hamza Kurtović Vili Viorel Păun Fatih Saraçoğlu Ferhat Unvar Kaloyan Velkov 🕊️
"Ich habe meine Lebensentscheidungen nicht darauf abgestimmt, das tun zu können, was ich seit den letzten Jahren tun muss: im Untersuchungsausschuss sitzen, Zeugenbefragungen zum Mord an meinen Bruder verfolgen und dabei zusehen, wie Abgeordnete Zeitung lesen oder nebenher Candy Crush spielen." 5 Minuten und 29 Sekunden. So lange dauerte es, bis ein Rechtsextremist am 19.02.2020 neun Menschen getötet und weitere verletzt hatte. So lange dauerte es, das Leben von Said Etris Hashemi für immer unwiderruflich mit dem Tod seines Bruders Nesar zu verweben und es nie wieder sein zu lassen, wie es war. In seinem Buch schildert Etris Hashemi nicht nur detailreich den schrecklichen Terroranschlag, sondern auch, was danach passierte oder nicht passierte: wie die Angehörigen von der Polizei und anderen staatlichen Institutionen wie Kriminelle behandelt wurden, im Stich gelassen wurden mit all den Ungereimtheiten und ihrem Schmerz. Etris nimmt die Lesenden mit in den Untersuchungsausschuss, der endlich Licht ins Dunkle bringen sollte. Doch nicht nur das: sehr persönlich berichtet er auch von seinem eigenen Trauma und seinem Umgang damit. Er erzählt von seiner und Nesars Kindheit und zeigt so auf, dass struktureller Rassismus schon immer ein Teil seines Lebens war, auch vor der Tat: das Aufwachsen in einem Bezirk, der als “Problem” gelabelled wird - nicht aufgrund der herrschenden Armut, sondern aufgrund der hohen Migrationsdichte. Wer sich in den letzten Jahren intensiv mit dem rechtsextremen Terroranschlag in Hanau sowie anschließend mit dem öffentlichen Umgang oder auch der Arbeit der Initiative 19. Februar Hanau beschäftigt hat, wird zumindest in Bezug auf die Faktenlage bereits einiges wissen, was hier geschildert wird. Dennoch sollte das Buch unbedingt gelesen werden - die persönliche Schilderung von Etris Hashemi verdichtet all das Unrecht, das den Betroffenen angetan wurde - vor, während und nach der Tat. Das Buch zeigt auf, wie rückständig Deutschland immer noch in der Aufarbeitung von Rassismus ist, wie strukturelle Diskriminierung nicht nur geduldet, sondern institutionell fest verankert ist und dass es leider berechtigt ist, wenn Menschen mit Migrationshintergrund sich in Deutschland nicht sicher fühlen. Und das sollte eigentlich ein Skandal sein. Tot seid ihr erst, wenn man euch vergisst: Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili-Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz, Gökhan Gültekin und Ibrahim Akkuş. CN: G3walt, T0d, Ras$ismus, Blut, Trauer, Panikattacken
2026_#12 🖤 "Fünf Minuten, 29 Sekunden und 45 Kugeln, die neun Rosen hinterließen."
Der Umgang der Behörden und der Politik mit der Tat und all den eigenen Fehlern und Missständen ist unerträglich. Vor allem wie die Hinterbliebenen behandelt wurden, ist schockierend und beschämend. Ein unfassbar wichtiges und so berührendes Buch. #saytheirnames Said Nesar Hashemi. Hamza Kenan Kurtović. Ferhat Unvar. Sedat Gürbüz. Fatih Saraçoğlu. Gökhan Gültekin. Vili Viorel Păun. Mercedes Kierpacz. Kaloyan Velkov. - "Gegen das Vergessen."

"Der Tag, an dem ich sterben sollte" von Said Etris Hashemi trifft einen nicht nur emotional – es macht auch wütend. Hashemi erzählt nicht nur den Anschlag, sondern vor allem das Danach: verzweifeltes Warten auf Hilfe, verschlossene Notausgänge, ein Notruf, der nicht funktioniert. Und später Behörden und Polizei, die eher blockieren als aufklären. Dieses Gefühl, im Stich gelassen zu werden, zieht sich durch das ganze Buch. Kurz: extrem nah, extrem ehrlich – und erschreckend klar darin, wie systemisches Versagen und Diskriminierung zusammenkommen. Ein Buch, das nicht nur bewegt, sondern aufrüttelt.
Pflichtlektüre. Punkt.
Am 19. Februar 2020 erschießt in Hanau ein Rechtsextremist neun Menschen aus rassistischen Motiven. Fünf Minuten und 29 Sekunden reichen aus, um unzählige Leben unwiderruflich zu verändern. In diesem Buch beschreibt Said Etris Hashemi, wie dieser Anschlag seine eigene Realität zerrissen hat: Sein Bruder wurde ermordet, er selbst schwer verletzt, Freunde und Bekannte starben. Beim Lesen bleiben vor allem bei mir unfassbare Trauer, Wut und viele offene Fragen zurück. Wut über das Versagen der Behörden. Wut über Strukturen, die nicht geschützt haben. Und die erschütternde Erkenntnis, wie präsent Rassismus weiterhin ist. #SayTheirNames Said Nesar Hashemi Hamza Kenan Kurtović Ferhat Unvar Sedat Gürbüz Fatih Saraçoğlu Gökhan Gültekin Vili Viorel Păun Mercedes Kierpacz Kaloyan Velkov Diese Namen sollen die des Attentäters überschreiben. Dieses Buch ist keine leichte Kost. Es geht nicht um literarische Feinheiten, sondern um Erinnerung, Verantwortung und darum, hinzusehen. Ich empfehle es sehr.

Ein sehr bewegendes Hörbuch das sehr gut vertont wurde. Mich hat es echt schockiert was Menschen und Deutschland mitmachen müssen und wir sie vorverurteilt werden. Ein Buch, das man auf jeden Fall gelesen oder gehört haben sollte. Inhaltsangabe (Quelle Amazon) Hanau, 19. Februar 2020: Ein Rechtsextremist erschießt an mehreren Tatorten neun Menschen aus rassistischen Motiven, weitere werden schwer verletzt. Unter ihnen der damals 23-jährige Said Etris Hashemi und sein 21-jähriger Bruder Said Nesar, sowie weitere Freunde. Etris wird am Hals getroffen, überlebt nur knapp. Sein Bruder stirbt vor Ort, jede Hilfe kommt zu spät. Wenige Sekunden, die alles verändern ― nicht nur im Leben der Betroffenen, sondern gesamtgesellschaftlich. Hanau löst eine wichtige Debatte aus, über Diskriminierung, rechten Terror in diesem Land, den Polizeiapparat und die Chancen für Deutschland. Etris' Geschichte ist der wohl persönlichste Bericht des Überlebenden eines Attentats, das Deutschland für immer verändert hat.
SAY THEIR NAMES!!!
SAID NESAR HASHEMI HAMZA KENAN KURTOVIC FERHAT UNVAR SEDAT GÜRBÜZ FATİH SARAÇOĞLU GÖKHAN GÜLTEKİN VİLİ-VİOREL PAUN MERCEDES KİERPACZ KALOYAN VELKOV Said Itris Haskemi erzählt als Überlebender den Terroranschlag vom 19.02.2020 aus seiner Sicht. Er erzählt wie die Polizei, die Behörderen sowie die Politik Deutschlands eine dermaßen Schlechte Arbeit geleistet hat. Es ist ein Fakt das dieser Anschlag einen rassistischen und islamfeindlichen Hintergrund hatte. Der Täter hat den Anschlag von langer Hand geplant, welches so auch bewiesen werden konnte. Deutschland hat ein Rassismusproblem und dagegen gehen Itris Hashemi sowie andere Angehörige und Mitbetroffene an. Lasst uns diesen Tag nicht vergessen und dafür sorgen, dass es keine Wiederholung geben wird Zu meinen Gefühlen während des lesens will ich hier paar Sätze hinterlassen, es ist für ein Migra-Kind nie einfach in Deutschland zu leben. Wir sind hier geboren, hier aufgewachsen, haben die Bildung in deutschen Schulen genossen, trotzdem wurden wir nie ein Teil des Wirs. Wir waren nur Die. Ich habe während des lesens viele Tränen vergossen, mein Kiefer war ein Mühlwerk und mein Kopf so wie Itris es auch über sein Kopf sagt ein Minenfeld… Rassismus passiert tag täglich, mal offensichtlich, mal verdeckt. Erschreckend wenn es durch Lehrer kommt die meinen wir würdens nicht schaffen, durch Behörden die uns das Leben unter dem Decknamen ''Bürokratie'' das Leben schwer machen, durch die Polizei von denen wir als ''Opfer'' nicht ernsthenommen werden sondern lieber als Täter gesehen werden und natürlich von unseren Mitmenschen, die sich in der Bahn wegsetzen wegen unseres Aussehens, die und skeptisch beobachten wenn wir in unserer Mutersprache die nicht deutsch ist sprechen und wehe man sagt Alhamdulillah ( Gott sei Dank) Salamaleykum (Hallo) oder Allahuakbar ( Gott ist der größte) denn dann werden wir als Terroristen abgestempelt. Auf ein Deutschland, in dem Rassismus kein Thema mehr ist und es ein WIR gibt.

"Erinnern heißt verändern" -
Selten hat mich ein Buch so betroffen, traurig und wütend gleichzeitig gemacht wie dieses. Es erzählt die Geschichte von Said Etris Hashemi, sein Überleben bei dem rechtsextremen Anschlag in Hanau, warum viele andere sterben mussten, wie dies sein Leben verändert hat und was sich verändern muss, damit so etwas hoffentlich nie wieder passieren kann in Deutschland. Das Buch wechselt immer wieder zwischen der Perspektive im Untersuchungsausschuss und dem Leben vom Autor bis zum Tag des Anschlags und danach. Es hat mich absolut fassungslos gemacht, wie mit den Opfern umgegangen wurde und welche Versäumnisse dazu geführt haben, dass der Anschlag so passieren konnte und das vieles bis heute nicht aufgearbeitet und verändert wurde. Der Erzählstil des Buches ist authentisch und die Zeitsprünge lassen sich gut nachvollziehen. Ich habe es als Hörbuch gehört, was gut funktioniert, da Matthias Keller als Sprecher das ganze wirklich gut umgesetzt hat. Ein Buch was ich absolut jedem empfehlen würde zu lesen.
Absolute Empfehlung.
Das Buch hat mich sehr berührt und zum Nachdenken angeregt. Vielen Dank an Said Etris Hashemi für das Teilen dieser bewegenden Lebensgeschichte. Trotz der schweren Thematik ein leichter Lesefluss und eine Nähe zum Autor, die das Lesen ganz besonders macht. Eine große Leseempfehlung, für ALLE, aber insbesondere für diejenigen, die behaupten, in Deutschland hätten wir kein Rassismusproblem.
Das Buch ist SO unglaublich wichtig. Noch nie ist mir ein Buch so nah gegangen. Bitte lest dieses Buch! Said Etris Hashemi hat in dem Buch seine Geschichte erzählt. Er berichtet davon, wie er und sein Bruder aufgewachsen sind, über den 19 Februar 2020 und seine Erlebnisse danach. Es ist erschreckend zu sehen, was in unserer Gesellschaft auch heute noch passiert. Ich weiß gar nicht inwiefern ich das Buch noch bewerten soll. Lest es bitte selbst - es ist so wichtig zu sehen was immer wieder passiert. Hanau war kein Einzelfall. Rassismus tötet.
Kein leichtes, aber absolut notwendiges Buch! Es konfrontiert Leser:innen mit der Realität von rassistischer Gewalt in Deutschland. Es geht nicht um den Täter, sondern um die Opfer, ihre Familien und ihr Recht auf Aufklärung, Würde und Erinnerung. Das Buch macht deutlich, dass der Anschlag kein isoliertes Ereignis war, sondern in einen gesellschaftlichen Kontext aus Rassismus, rechter Gewalt und strukturellem Versagen eingebettet ist. Mir wird es auf jeden Fall noch lange im Kopf bleiben. #SayTheirNames
„Der Tag an dem ich sterben sollte“ ist ein wichtiges und bewegendes Buch über Rassismus und systemisches Versagen. Es zeigt eindrücklich, wie tief Vorurteile in Strukturen verankert sein können und welche realen Folgen das für Betroffene hat. Besonders stark ist, wie die Erfahrungen und Gefühle der betroffenen Personen sichtbar gemacht werden. Man versteht nicht nur, was passiert ist, sondern auch, wie es sich anfühlt, wenn ein System versagt, das eigentlich schützen sollte. Dieses Buch erinnert daran, warum solche Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten dürfen. Es klärt auf, macht betroffen und fordert dazu auf, hinzusehen statt wegzuschauen. Ein notwendiges Buch für alle, die gesellschaftliche Verantwortung ernst nehmen.
#saytheirnames
Eine klare Leseempfehlung! Herr Hashemi, der selbst Opfer des Anschlags in Hanau war, schildert eindringlich, was sowohl im Vorfeld als auch während der Ermittlungen schiefgelaufen ist. Teilweise konnte ich kaum glauben, was tatsächlich geschehen ist. Die geschilderten Ereignisse machen unglaublich wütend und traurig. Dieses Buch ist von großer Bedeutung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung.
Jede und Jeder sollte dieses Buch gelesen haben ❗️
Egal, ob man einen direkten Bezug zum Terroranschlag in Hanau hat oder nicht. Es geht noch um so viel mehr in diesem Buch. Der Autor Said Etris Hashemi erzählt von seinem Leben und Aufwachsen als Migrant in Hanau vor dem Anschlag, seinem veränderten Leben danach und vor allem vom Rassismus in dieser Gesellschaft und dessen Auswirkungen auch auf Polizei, Politik und den Staat und dessen Akteure.

Ich würde gerne 10 Sterne vergeben!
Durch einen Podcast bin ich auf das Buch und seinen Autor aufmerksam geworden. Kurze Zeit später entdeckte ich das Buch in der Stadtbücherei, hatte aber immer Pech, ständig war es verliehen. Jetzt endlich hab ich es gelesen und bin so unfassbar wütend. Über das, was bei der Aufarbeitung dieses schrecklichen Attentats alles schief gelaufen ist. Opfer, die zunächst nach einem Ausweis gefragt wurden, anstatt medizinische Hilfe zu bekommen. Polizei, die mehr falsch macht als richtig. Politiker, die es zulassen, dass Ermittlungen verschlampt werden. Ich kann mir nicht ansatzweise vorstellen, was die Opfer des Anschlages und ihre Angehörigen durchgemacht haben und bis heute durchmachen. Das Buch ist gut geschrieben, macht nachdenklich und bleibt mir noch lang im Kopf. Sollte in jedem Geschichts- oder Politikunterricht Pflichtlektüre sein.
Ich wünschte, alle würden es lesen.
Dieses Buch ist schwer zu ertragen – aber dennoch oder genau deshalb sollten es alle lesen. Said Etris Hashemi schildert die Geschehnisse rund um den rassistischen Anschlag in Hanau am 19. Februar 2020, bei dem sein Bruder und acht weitere Menschen ermordet wurden. Es ist unfassbar, wie viel in diesem Fall schiefgelaufen ist. Übersehene Warnsignalen des Täters vor der Tat, der verschlossene Notausgang, der Menschen das Leben kostete und der entwürdigende Umgang mit den Überlebenden und Angehörigen nach dem Anschlag sind nur wenige von vielen Beispielen. Es ist furchtbar, wie hart die Überlebenden und Angehörigen kämpfen mussten (und immer noch müssen), um Aufklärung und Gerechtigkeit zu bekommen. Die Tat hätte Konsequenzen für den Umgang mit Rechtsextremismus haben müssen – doch stattdessen steigen rassistisch motivierte Straftaten weiter an. Ich würde so gerne so viele Passagen des Buches zitieren, doch am besten ihr lest es selber. Doch auf ein Zitat abschließend möchte ich nicht verzichten: „Tot sind wir erst, wenn man uns vergisst.“ – Ferhat Unvar #saytheirnames Ferhat Unvar Sedat Gürbüz Fatih Saraçoğlu Hamza Kenan Kurtović Gökhan Gültekin Vili Viorel Păun Mercedes Kierpacz Kaloyan Velkov Said Nesar Hashemi
#SayTheirNames - Gökhan Gültekin Sedat Gürbüz Said Nesar Hashemi Mercedes Kierpacz Hamza Kurtović Vili Viorel Păun Fatih Saraçoğlu Ferhat Unvar Kaloyan Velkov Said Etris Hashemi ist ein Überlebender des rassistisch motivierten Anschlags vom 19. Februar 2020 in Hanau. Sein Bruder Nesar hat es nicht überlebt, Freunde haben es nicht überlebt, Menschen, die helfen wollten, haben nicht überlebt. Es sind verschiedene Abschnitte, die hier in dem Buch erzählt werden, der Tag des Attentats, die Zeit vor dem Attentat, das Aufwachsen als Sohn afghanischer Geflüchteter, Tage des Untersuchungsausschusses. Durch die Zeitsprünge ist es leicht, das Buch in kleinen Etappen zu lesen. Jeden Tag hab ich kleine Portionen gelesen. Wichtiges Buch, um zu verstehen, warum die Angehörigen der Opfer für Aufklärung kämpfen, wie viele Fehler während und nach dem Attentat gemacht worden und warum die Angehörigen nach dem Ende des Untersuchungsausschusses nicht zufrieden sein können. Ich konnte absolut die Wut, Trauer und Machtlosigkeit nachempfinden. An manchen Stellen war ich fassungslos und konnte nicht glauben, was ich lese. Auch wenn das Buch teilweise etwas floskelhaft ist, ist es inhaltlich und erzählerisch gut und wichtig.
Jeder sollte dieses Buch lesen!
Dieses Buch hat mich wirklich bewegt und nachdenklich gemacht. Besonders krass fand ich die direkten Einblicke einer Person, die die Ereignisse selbst miterlebt hat, dadurch wirkt alles unglaublich nah und erschütternd. Vor allem die beschriebenen Erfahrungen mit Rassismus haben gezeigt, wie präsent solche Probleme auch heute noch sind und wie vieles verdrängt wird. Trotz der schweren Thematik war das Buch sehr fesselnd und emotional geschrieben. Für mich ein wichtiges und sehr eindrucksvolles Buch, das jeder lesen sollte.
Gegen das Vergessen.
Möchte hierzu gar nicht soviel sagen, außer: Lest es bitte alle. Und setzt euch mit eurem eigenen und institutionellem Rassmismus auseinander. Und spendet an die Organisation 19. Februar. Gegen das Vergessen: Gökhan Gültekin Sedat Gürbüz Said Nesar Hashemi Mercedes Kierpacz Hamza Kurtović Vili Viorel Păun Fatih Saraçoğlu Ferhat Unvar Kaloyan Velkov
Die Erfahrungen, die Said Etris Hashemi während des Anschlags und auch im Nachgang (und vorher) machen musste, hinterlassen mich nachdenklich. Es ist erschreckend, wie schlecht das Thema Rassismus in offiziellen Behörden aufgearbeitet und ignoriert wird. Es ist bewunderswert, wie Herr Sashemi sich engagiert und sich gegen das Vergessen und für eine Veränderung einsetzt.
Bin immer noch fassungslos... Dieses Buch ist eine MUSS
In dem Buch geht es um Said,der schwerverletzt den Terroranschlag von Hanau überlebt hat. Sein Bruder Nessar und viele andere sind gestorben. Wir erfahren über die Familie und das Leben von Said,über den Terrortag und was danach geschah. Mir war natürlich klar,dass das Buch etwas mit mir machen würde,aber es soviele Emotionen hervorruft,hätte ich nicht gedacht. Der Schreibstil ist locker und man hat das Gefühl als würde man mit Said persönlich reden. Daher war da direkt eine gewisse Bindung. Die Beschreibung des Tattages war für mich sehr ergreifend,da man direkt die Bilder aus dem Fernsehen vor den Augen hat. Doch alles nochmal von jemanden zu hören,der es durchlebt hat und uns Dinge erzählt,die wir nicht zu hören und zu sehen bekommen haben,ist um einiges emotionaler. Und ab da änderte sich meine Gefühlslage von Trauer auf Wut.Wie man mit den Menschen und den Familien umgegangen ist. Wie man versuchte Wahrheiten unter den Tisch zu kehren und wieviel Versprechen gemacht wurden. Besonders gut gefällt es mir das Namen genannt werden und diese uns nicht unbekannt sind. Das alles macht sprach- und fassungslos. Das Buch war für mich emotional und erschütternd. Es hat mich aber auch zum Nachdenken angeregt. Denn es geht hier um das gern totgeschwiegene Thema Rassismus,um Dinge die in diesem Land so falsch laufen und wie man mit Opfern und ihren Familien umgeht. Von mir gibt es 5 Sterne und ich hoffe vom Herzen,dass das Buch große Kreise zieht und die Menschen ihre Augen öffnen.

Am 19. Februar 2020 erschießt in Hanau ein Rechtsextremist neun Menschen aus rassistischen Motiven. Nur 5 Minuten und 29 Sekunden dauert der rechtsradikale Terroranschlag, der das Leben von Said Etris Hashemi für immer verändert hat. Er wird am Hals und an der Schulter getroffen, sein Bruder Said Nesar Hashemi stirbt bei dem Anschlag. In seinem Buch "Der Tag, an dem ich sterben sollte" berichtet Said Etris Hashemi vom 19.02.2020, aber auch von der Zeit davor und danach. Er erzählt von seiner Familie in Afghanistan, von Alltagsrassismen, denen er bereits vor dem Anschlag ausgesetzt war, von seiner schulischen und beruflichen Laufbahn - und wie diese abrupt mit dem 19.02.2020 endete. Eindringlich und intensiv schildert er den rechtsterroristischen Anschlag, die Verzweiflung ob des Notrufs, der an diesem Abend nicht ausreichend besetzt war, des verschlossenen Notausgangs, des Umgangs der Polizei mit den Opfern und Angehörigen während und nach dem Anschlag. Said Etris Hashemi muss nach dem Terroranschlag zunächst für lange Zeit ins Krankenhaus, danach zieht er sich aus der Öffentlichkeit zurück, bis er ein Jahr nach der Tat, am 19.02.2021, seine Stimme erhebt - und nicht mehr leise ist, nicht aufhört zu kämpfen gegen Rassismus und für eine gerechtere Gesellschaft. Er setzt sich gemeinsam mit den anderen Opfern und Angehörigen für einen Untersuchungsausschuss ein, von dem er auch in seinem Buch berichtet. Ich finde es einerseits unglaublich stark und beeindruckend, wie die Opfer und Angehörigen unter anderem durch die Gründung der Initiative 19. Februar und das Beharren auf einen Untersuchungsausschuss immer weiter für die lückenlose Aufklärung der Tat und politische Konsequenzen einstehen, andererseits aber auch zutiefst beschämend, dass sie das tun müssen. Der Anschlag in Hanau hat eine gesamtgesellschaftliche Debatte angestoßen über Rassismus, Diskriminierung, rechten Terror in Deutschland und den deutschen Polizeiapparat - eine Chance, künftig anders mit den Opfern rechter Gewalt umzugehen, solidarisch zu bleiben, nicht zu vergessen. Said Etris Hashemis Buch ist nachdrücklich und gut zugänglich, mit einer Dringlichkeit und Klarheit geschrieben, die nicht mehr loslässt. Bitte unbedingt lesen! #SayTheirNames - in Gedenken an Gökhan Gültekin Sedat Gürbüz Said Nesar Hashemi Mercedes Kierpacz Hamza Kurtović Vili Viorel Păun Fatih Saraçoğlu Ferhat Unvar Kaloyan Velkov

Ohne Bewertung…
Das Wichtigste vorab: Was am 19. Februar 2020 in Hanau passiert ist, macht mich fassungslos! Dass neun Menschen einzig aufgrund ihrer „Herkunft“ (ein Großteil der Opfer sind in Deutschland geboren und besaßen den deutschen Pass) ihr Leben verloren haben, ist in höchstem Maße schrecklich, nicht entschuldbar und durch absolut nichts wiedergutzumachen! Deshalb ist es mir wichtig, zu betonen, dass die Kritik, die ich an diesem Buch habe, nichts mit der Abscheulichkeit der Tat zu tun hat! Said Etris Hashemi hat an diesem Abend seinen Bruder, seine Freunde und für ihn fremde Menschen sterben sehen und hat selbst schwer verletzt überlebt. Ich kann und will mir nicht vorstellen müssen, was in diesen Momenten und in der Zeit danach in seinem Kopf vorgegangen sein muss. Dass im Anschluss an dieses Verbrechen Polizei, Behörden und Regierung mehr oder weniger auf ganzer Linie versagt haben, muss für ihn und die anderen Angehörigen der Opfer eine enorme zusätzliche Belastung gewesen sein! Dass er trotz dieser Erlebnisse oder gerade deshalb so tapfer dafür kämpft, gehört zu werden, die Getöteten nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und bestimmte Strukturen zu ändern, damit so etwas nie wieder passiert, ist bewundernswert und verdient höchsten Respekt! Was mir aber beim Lesen mehrfach aufgefallen ist und mich „gestört“ hat, war eine gewisse Doppelmoral, mit der er seine Geschichte erzählt! Während er auf der einen Seite fordert (und das völlig zu Recht), dass er in der Gesellschaft akzeptiert und nicht aufgrund seines ausländischen Aussehens bzw. seines Migrationshintergrunds stigmatisiert werden möchte, spricht er auf der anderen Seite immer wieder von „den Deutschen“ (bzw. den „Almans“), „der Polizei“ und „den rechten Lehrern“ an der Schule. Nicht nur, dass er sich in meinen Augen damit ebenso von dem Teil der Gesellschaft abgrenzt, zu dem er eigentlich gern gehören möchte, er zeigt damit zumindest in meiner Wahrnehmung auch, dass er im Grunde dieselben Vorurteile gegenüber der deutschen Bevölkerung hat, die er andersherum gerne auflösen möchte. Hierfür gibt es über das komplette Buch hinweg immer wieder konkrete Beispiele, in denen er und sein Umfeld sich gezielt von den „Almans“ distanzieren und lieber „unter sich“ bleiben. Das ist natürlich in gewisser Hinsicht verständlich, wenn man von frühester Kindheit das Gefühl hat, nicht wirklich dazuzugehören. Etris wird mit Sicherheit auch vor dem 19. Februar bereits negative Erfahrungen gemacht haben, sei es mit rassistischen Anfeindungen im Alltag oder mit Vorurteilen der Polizei ihm und seinen Freunden gegenüber. Ob es aber nicht vielleicht doch kritisch zu hinterfragen ist, dass er selbst ebenfalls nicht völlig frei von Vorurteilen ist, darf und muss jeder Leser für sich selbst entscheiden. Ich persönlich hab es zumindest in manchen Situationen als fragwürdig empfunden. Was mir ebenfalls etwas sauer aufgestoßen ist, ist die Tatsache, dass teilweise Straftaten verharmlost wurden, um zu verdeutlichen, dass die Polizei zu oft „unangemessen“ handelt. So wird zum Beispiel betont, dass (Zitat) „die Öko-Kids, die sich in ganz Deutschland friedlich für den Klimaschutz einsetzen, behandelt werden wie Verbrecher.“ Dass selbstverständlich nicht jeder Umweltfreund, der (wirklich) friedlich protestiert, direkt auch ein Straftäter ist, müssen wir nicht diskutieren. Dass einige Aktionen von Klimaaktivisten, egal, ob jung oder alt, aber sehr wohl illegal sind, die strafrechtlich verfolgt werden müssen, wird hier in meinen Augen zu sehr beschönigt, um die Polizei zu kritisieren. Und auch in anderen Situationen im Buch wurden eigene oder fremde Fehltritte und Straftaten teilweise bewusst „kleingeredet“ und die Polizei dadurch in ein gewisses Licht gerückt, frei nach dem Motto (er drückt es nie explizit so aus, aber es macht zumindest den Eindruck, als würde er es so meinen) „Alles halb so wild… Eigentlich haben wir fast nichts gemacht. Die stellen sich ja nur so an, weil wir Ausländer sind!“ Ich kann natürlich nicht beurteilen, wie die jeweiligen Polizeieinsätze tatsächlich verlaufen sind und ich will auch nicht abstreiten, dass es innerhalb der Polizei große Probleme mit dem Thema Rassismus gibt. Natürlich können Etris und seine Freunde, die in einem sogenannten „Problembezirk“ mit hohem Ausländeranteil auch mehr zu diesem Thema berichten, als ich. Ich lebe in einer sehr ländlichen, „gutbürgerlichen“ Gegend, in der es verhältnismäßig wenig Kriminalität gibt und werde selbst nicht als „anders aussehend“ wahrgenommen, weshalb ich selbe keine Berührungspunkte mit Rassismus mir oder meinem Umfeld gegenüber habe. Ich kann mir deshalb kein gesichertes Urteil darüber erlauben, wie das Leben in einem sozialen Brennpunkt einer Großstadt wirklich zwischen Polizei und (ausländischer) Bevölkerung abläuft. Trotzdem hat mich die Verharmlosung von Straftaten zeitweise doch sehr irritiert. Trotz der oben genannten Kritik behandelt das Buch aber natürlich ein äußerst wichtiges Thema, das definitiv nicht verschwiegen werden darf. Die Dinge, die in dieser Nacht geschehen sind (auch oder vor allem von Seiten der Behörden), die so niemals hätten passieren dürfen, war beim Lesen teilweise kaum auszuhalten. Dass diese Fehler aus heutiger Sicht sehr wahrscheinlich dazu beigetragen haben, dass Menschen gestorben sind, die nicht hätten sterben müssen, ist ein unerträglicher Gedanke und muss vor allem für die Familien der Opfer ein Horrorszenario sein. Insgesamt denke ich, dass jeder, der Verantwortung in und für unsere Gesellschaft trägt, sich mit den Themen aus diesem Buch auseinandersetzen sollte und halte es daher für wichtig und in jedem Fall lesenswert. Ich habe mich jedoch dazu entschlossen, das Buch nicht mit einer Sternebewertung zu versehen. Ich kann und möchte mir nicht anmaßen, die Lebensgeschichte (oder einen Teil davon) eines Menschen zu „bewerten“, der soviel Schreckliches durchmachen musste, wie die Menschen, denen in dieser Nacht ihr Leben genommen wurde, die nur knapp überlebt haben oder die einen Angehörigen oder Freund verloren haben.
Emotional & Mitreissend
Said Etris Hashemi, Überlebender des rassistischen Terroranschlags vom 19.02.2020 in Hanau, erzählt in diesem Buch wie dieser eine Tag alles veränderte. Nicht nur musste er seinen Bruder & Freunde beerdigen, sondern er kämpft bis heute um eine lückenlose Aufklärung der Tatnacht. Emotional hat mich das Buch absolut mitgenommen. Politisch hat es mich wütend gemacht. Wir müssen alle gemeinsam lauter sein. Ein Buch, gegen das Vergessen. Hanau ist überall. Say their Names.
Ein unheimlich krasses, emotionales und erschütterndes Buch, welches 5 Sterne verdient hat.
Ich wusste, dass dieses Buch mich mitnehmen wird, aber was ich alles über Hanau, den Anschlag und den ganzen Dingen, die falsch gelaufen sind, erfahren habe, hat mich sehr erschüttert. Vieles hatte ich nur mal kurz gehört oder ist sogar an mir vorbei gegangen. Deutschland, Welt, wann wacht ihr endlich auf? Wann seht ihr endlich ein, dass „rechts“ sein NICHT in Ordnung ist? Dieses Buch sollte jede Person einmal im Leben gelesen haben. Hier erfährt man so viele Gefühle, versetzt sich in die Rolle des Autors und lernt, wie viel Dinge im Leben noch falsch sind und wie verschieden wir Menschen doch noch behandeln. Erschütternd und wichtig das hier alles zu lesen. Ich kann es euch nur ans Herz legen. Lest dieses Buch und lernt davon! - Wenn ihr diese Rezension hier seht würde es mich freuen, wenn ihr auf Tiktok/Insta unter alessiasxlibrary vorbei schaut. Dort wird es auch immer ausführliche Rezensionsvideos geben. -
Ein absolutes Muss, auch wenn es schwer ist!
In „Der Tag, an dem ich sterben sollte“ berichtet Said Etris Hashemi als Überlebender des Hanauer Anschlags. Von strukturellem Rassimus, in der Polizei aber auch in der Gesellschaft. Von seinem Leben, das ihm ein rassistisch motivierter Attentäter am 19. Februar genommen hat. Vom Untersuchungsausschuss im Landtag. Von treffen mit Politikern und größtenteils leeren Versprechungen. Er erzählt von seiner Familie und seinen Freunden. Seiner gewonnen Motivation für politischen Aktivismus. Und seinem neuen Leben. Auch wenn ich das Buch als mental sehr schwer empfunden habe und nie in einen „Leseflow“ gekommen bin, kann ich es nur wärmstens ans Herz legen. Ein Leseflow ist nämlich nicht notwendig. Viel wichtiger ist, dass möglichst viele von dieser Geschichte lesen und erfahren. Und gegen strukturelle Bewegungen und für Werte wie Integration einstehen. Für eine Zukunft, in der wir vor solchen Attentaten keine Angst haben müssen!

Jede:r sollte dieses Buch lesen. Es ist eindringlich, echt, verstörend und gleichzeitig an manchen Stellen zum Schmunzeln. Es werden die Geschehnisse von Hanau beschrieben, aber darüber hinaus geht es um die Gründe und die Aufarbeitung der Tat. Es ist so gut geschrieben und hält einem so viele strukturelle und gesellschaftliche Probleme vor Augen. Bitte unbedingt lesen.
Gänsehaut. Einfach Gänsehaut :(
Ich war noch ziemlich Jung bei dem Fall,und hab leider kaum was mitbekommen was ich jetzt nachgeholt habe. Ich hatte dauer Gänsehaut. Ein muss falls man nichts davon mitbekommen hat.Ihr wart mehr als ein Datum. Mehr als eine Tat.Eure Namen bleiben.Eure Leben zählen.Ihr seid nicht vergessen. 🕊️
Bewegend. Das ist zusammenfassend das was ich über dieses Buch sagen kann. Etris schildert hier nicht nur, wie er den Anschlag in Hanau bei dem auch sein Bruder starb miterlebt hat, sondern vorallem geht es um das Davor. und das Danach. Abwechselnd lesen wir von seiner Kindheit in Kesselstadt und seinen Beobachtungen aus dem Untersuchungsausschuss in Hanau. Der Schmerz, der den Angehörigen und Liebsten der Opfer widerfahren ist strömt aus allen Seiten dieses Buches. Und die Angehörigen kämpfen heute immer noch. Ein wichtiges, trauriges, wütend machendes Buch.
Hart…
Ich wusste das es schwer wird den Inhalt des Buchs zu ertragen und doch trifft es mich wie einen Zug. Es macht nur nochmal deutlich auf welchem Weg dieses Land ist, diese Menschen, diese Politik, dieser Fremdenhass. Ich wünsche wir nichts sehnlicher als eine Gesellschaft die sich respektiert und ohne Hass zusammenlebt, die neugierig auf die Unterschiede von allen Menschen ist und offen aufeinander zugehen. #saytheirnames
„Ich bin nicht nur ein Überlebender.“
Ich bin sehr dankbar, dass Said Etris Hashemi hier seine Geschichte mit uns teilt. Obwohl die Tat selbst erschütternd genug ist, geht es hier vor allem um die fehlende Aufarbeitung durch Polizei, Staat, und Co., welches erschreckende Eindrücke in das komplette Versagen der Verantwortlichen gibt. Traurig, dass Betroffene und Hinterbliebene hier die Aufklärungsarbeit leisten müssen und und seit Jahren versuchen, Gerechtigkeit einzufordern. Vermutlich eines der schlimmsten, aber auch das wichtigste Buch, was ich bis jetzt gelesen habe. Es ist eindringlich, echt und man bekommt einen facettenreichen Einblick über die Tat und die Jahre davor, aber vor allem danach, in denen es um Prozesse, Aufklärung und Aufarbeitung der Tat, Rassismus und gesellschaftliche sowie strukturelle Probleme in Deutschland geht. Es ist persönlich, dennoch mit viel Wissen geschrieben. Jeder sollte dieses Buch einmal gelesen haben. Gegen das Vergessen. #saytheirnames
#saytheirnames
„Vor allem, wenn Tater keine organisierten Neonazis sind, wird häufig geleugnet oder nicht ein-kalkuliert, dass ein rassistisches Motiv vorliegen könnte. Aber jemanden aufgrund seiner Her-kunft, sozialen Klasse, seines Geschlechts oder seiner Sexualität ermorden zu wollen, offenbart eindeutig, ein rechtsradikales Weltbild und die Vorstellung von »wertem« und »unwertem« Leben zu vertreten. Dafür braucht man kein Anders-Breivik-Fan zu sein oder Hitler-Poster an den Wänden zu haben. Wer so denkt, ist ein Faschist. Wer deswegen tötet, zusticht, Häuser anzündet oder Menschen bedroht, dessen Taten sind rechter Terror.“
„…Ich bin mehr als Überlebender. Ich bin kein Einzelschicksal. Ich bin mehr als ein Opfer von rechtem Terror und ich will hier kein Mitleid dafür. Mitleid ändert die Verhältnisse nicht. Stattdessen will ich zeigen, warum mein Bruder gestorben ist. Welches System dahintersteckt. Welche Ideologien und Vorurteile dazu führten. Ideologien und Vorurteile, die überall in Ritzen, Schatten und manchmal sogar im hellen Tageslicht existieren, auch in Polizisten, in Lehrern, Beamten, Busfahrern – überall, in der ganzen Gesellschaft.“ Es lässt sich kaum beschreiben, was ich beim Lesen gefühlt habe - Trauer, Wut, Verwunderung, Resignation, Hoffnung, Mut. Say their names and read their books.
Würde gerne mehr Sterne geben
Wie oft hatte ich beim Lesen Tränen in den Augen? Vor Wut, vor Angst, vor Mitgefühl... danke für dieses Buch! Es hat mir meine Privilegien schmerzhaft bewusst gemacht und meinen Glauben an vieles erschüttert. Einen Glauben jedoch hat es gestärkt: den an die Hoffnung. Absoluter Lesetipp!
Dieses Buch hat mich auf so vielen Ebenen berührt, es zeigt so sehr was hier falsch läuft. Ich mag mir nicht anmaßen, die traumatischen Erlebnisse dieser Menschen zu bewerten. Deshalb werde ich es auch nicht machen, ich finde dieses Buch sollte jeder gelesen haben. Es zeigt wie viel schief läuft und wie viel sich noch ändern sollte. Ich war wirklich schockiert als ich alldas gelesen habe. Ich habe es in kleinen Etappen gelesen weil es richtig schwer zu ertragen ist. Aber diese Möglichkeit ist so privilegiert und diese Variante haben, die Menschen leider nicht. Ich danke, den Menschen die sich hier geöffnet haben und ihre Geschichte erzählen.... Ich danke Netgallery für das Rezi Exemplar welches meine Meinung nicht beeinflusst hat.
Sicherlich kein leichtes Buch, aber dafür umso wichtiger! Zwischen Unverständnis, Trauer und Wut, waren es Worte die einem unter die Haut gehen und sicherlich noch lange im Gedächtnis bleiben. Ich musste oft den Kopf schütteln oder weinen, aber ich bin froh es gelesen zu haben und empfehle es jedem das auch zu tun!
Am 19. Februar 2020 betritt ein Mann eine Shisha-Bar in Hanau und schießt dort auf die Besucher. Im Nachhinein kommt heraus, dass es sich hier um einen rechtsmotivierten Terroranschlag handelt. Sicherlich ist allen, die das Wort Hanau lesen, direkt bekannt, um welchen Anschlag es sich handelt. Der Autor, Said Etris Hashemi, war mittendrin und überlebte den Anschlag nur knapp. Er wurde am Hals getroffen und erlitt einen Streifschuss an der Schulter. Sein kleiner Bruder Said Nesar Hashemi und viele seiner Freunde überlebten das Attentat leider nicht. In dem Buch schildert Said Ertris Hashemi die Geschehnisse aus seiner Sicht. Dabei berichtet er über die Tatnacht, vorherige rassistisch motivierte Erlebnisse und die Zeit nach dem Anschlag. Beim Lesen des Buches war ich immer wieder geschockt, sauer und traurig zugleich. Man stellt sich immer wieder die Frage, wie konnte sowas passieren, dabei wäre die richtige Frage, warum konnte es nicht verhindert werden. Diese Frage beantwortet der Autor, indem er viele zuvor mir unbekannte Details über die Tat, aber vor allem über die Polizeiarbeit erzählt. Es beginnt damit, dass der Autor schildert, wie er seine Kindheit verbracht hat und wie er schon als Kind Rassismus mitbekommen und erlebt hat. Es dauert ein bisschen, bis er zur Tatnacht übergeht und die Dinge aus seiner Sicht schildert, denn die Schilderung der Tatnacht nimmt in diesem Buch nur ein Kapitel in Anspruch. Es wird sehr viel über die miserable Polizeiarbeit geschrieben und wie die verbliebenen Familien immer wieder für Gerechtigkeit und Aufklärung kämpfen mussten. Nur dadurch, dass die Hinterbliebenen so laut waren, erreichten sie eine große öffentliche Aufmerksamkeit und konnten auch einen Untersuchungsausschuss durchsetzen. Es ist einfach ein unfassbar erschütternd wie ungerecht und unsensibel mit den Opfern sowohl in der Tatnacht als auch in den Ermittlungen danach umgegangen wurde. #saytherinames





















































