Ich bin

Ich bin

Softcover
4.03
DesignerinModeRassismusDiaspora

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Description

ICH BIN zeichnet die Lebensreise der Hamburger Designerin Bisrat Negassi nach. Anfang der Siebzigerjahre in Asmara, der Hauptstadt Eritreas, geboren, erlebte Bisrat bereits als Kind die grausame Realität des Krieges. Als Bisrats Vater sich auf einer Todesliste wiederfand, verließ die Familie das Land und erreichte nach zwei Jahren Flucht Deutschland. Statt Zugehörigkeit zu erfahren, sah Bisrat sich dort jedoch mit etwas konfrontiert, das sie vorher nicht kannte: Rassismus. Und wurde wütend. Doch sie beschloss, dass Wut nicht der richtige Ratgeber ist, stattdessen ließ sie daraus eine kreative Power entstehen und vertraute ganz auf ihren Mut. Bisrat wurde Modedesignerin und rief nach einer Initiation bei XUYL.Bët in Paris ihr eigenes Modelabel NEGASSI ins Leben. 2016 co-gründete sie in Hamburg den Artspace M.Bassy, um kreativen Stimmen aus Afrika und der Diaspora Raum zu bieten und Begegnungen zwischen verschiedenen Menschen und Kulturen zu zelebrieren. 2020 co-gründete sie das transnationale Atelier/Netzwerk COME iN TENT. Heute ist Bisrat Modedesignerin & Kuratorin.

Book Information

Main Genre
Biographies
Sub Genre
Autobiographies
Format
Softcover
Pages
272
Price
17.50 €

Author Description

Bisrat Negassi ist eine Modedesignerin und Co-Gründerin des interkulturellen Salons M.Bassy & des Ateliers COME iN TENT in Hamburg. Sie wurde in Eritrea geboren und wuchs in Deutschland auf. Sie lebte und arbeitete in Deutschland, Frankreich und den USA und führt heute ihr Modelabel NEGASSI in Hamburg. Dabei steht NEGASSI für transkulturelle Mode – eine Art universelle Sprache durchfließt ihre Kreationen.

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Die Geschichte von Bisrat Negassi geht ziemlich unter die Haut. Wir lernen sie als kleines Mädchen kennen und erfahren, wie sie aus ihrer Heimat Eritrea fliehen musste. Zunächst bleibt sie mit ihrer Familie innerhalb Afrikas und sie findet Freund*innen und Kontakt zu vielen anderen Geflüchteten. Ihr Vater hat sich von der Familie getrennt, um woanders eine sichere Heimat zu findet. Eines Tages holt er sie alle nach Deutschland. Und in Deutschland wird Bisrat zum ersten Mal mit Rassismus konfrontiert. Eine Klassenkameradin lädt sie zu sich ein. Doch statt das Bisrat herzlich die Gastfreundschaft der Deutschen kennenlernt, wird sie Opfer widerlicher „zur-Schau-Stellung“. Ich weiß nicht, wie ich es sonst beschreiben soll. Denn Bisrat sitzt da und wird von allen angefasst, begutachtet und „ausgestellt“. Und während diese Familie zu Mittag isst, bleibt das irritierte Mädchen einfach im Flur sitzen. Ohne Essen oder Trinken. Danach wird sie wieder weggeschickt. Was dieses Verhalten soll, hab ich nicht verstanden. Also das Verhalten der deutschen Familie. Und während sie das einzige schwarze Kind in der Schule ist, landet ausgerechnet der einzige Skinhead in ihre Klasse. Plötzlich aber hat dieser Junge weitere, die sich so anziehen wie er, auf seiner Seite. Das Buch hat mich zutiefst bewegt und auch geschockt. Es waren vielleicht andere Zeiten so in den 1980ern. Aber das gibt den Menschen noch lange nicht das Recht, so mit einem Kind umzugehen. Doch Bisrat Negassi zeigt Mut und als sie sieht, wie ein Mädchen von anderen quasi gejagt und verspottet wird, baut sie sich förmlich vor ihnen auf und beschützt das Mädchen vor den anderen. Da ich mich selbst wenig mit Mode beschäftige, kannte ich Bisrat Negassi vorher nicht. Ich bin aber froh, ihre Geschichte gelesen zu haben. Ein Weckruf in so vieler Dingen. Wir begleiten sie weiterhin nach Paris und anderen Orten und erfahren, wie ihr Leben mittlerweile aussieht. __ Allerdings hatte ich auch Schwierigkeiten mit dem Schreibstil zu Beginn. Es hat lange gedauert, bis ich ins Buch gefunden habe und danach konnte ich teilweise nur wenige Seiten oder ein Kapitel pro Tag lesen.

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