Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit
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Description
Macht, Krieg, Mut und Liebe
Was bleibt der gefürchteten Hexenjägerin Elizabeth Grey, nachdem sie ihr Stigma und damit ihre magische Unverwundbarkeit verloren hat? Ihr Kampfgeist. Und ihre Liebe. Doch nicht alle trauen der ehemaligen Gegnerin. Und was hat John, der Heiler, gewonnen, nachdem die Kraft des Stigmas auf ihn übergegangen ist? Sein Leben. Und eben jene Unverwundbarkeit. Aber diese Kraft verändert ihn. Und schon bald erkennt Elizabeth ihn kaum wieder. Denn seine neue Macht treibt ihn in den tobenden Krieg. Wird Elizabeth John vor dem Sog des Stigmas schützen können? Ohne ihre einstige Stärke, aber mit dem Mut der Verzweiflung ...
Book Information
Author Description
Virginia Boecker hat ihren Abschluss in Englischer Literatur an der University of Texas gemacht. Sie lebte vier Jahre in London, während der sie sich auf jedes kleinste Detail zur mittelalterlichen Geschichte Englands gestürzt hat, die die Grundlage für „Witch Hunter“, ihren ersten Roman, bildet.
Posts
Ich war wirklich begeistert von dem zweiten Teil, ein guter Anschluss an den ersten 🧚♀️
Ich fand Elizabeths Charakter im zweiten Teil sehr interessant, da sie einige spannende Veränderungen durchlaufen hat. Mir hat es auch sehr gut gefallen, mehr von Skyler zu erfahren. An einigen Stellen hätte ich mir noch ein wenig mehr zu Fifer gewünscht. Alles in allem, hat es mir aber viel Spaß gemacht das Buch zu lesen. Witch Hunter ist sehr empfehlenswert und ich würde gerne tiefer in diese Welt eintauchen. *Achtung ab hier sind Spoiler enthalten* Was mich im zweiten Teil sehr gestört hat, waren Handlungsstränge die zu plötzlich in die Handlung eingewoben wurden. Ich hatte das Gefühl, dass dadurch einige Aspekte überstürzt waren. Beispielsweise Johns Charakterliche Wandlungen. Auch von Nicholas Handlungsstrang bin ich sehr enttäuscht und hätte mir da einen tieferen Einblick in die Gefühlswelt der anderen Charaktere gewünscht. Die Spannung wurde über das Buch hinweg gut aufgebaut und gerade das Ende fande ich sehr spannend und ansprechend. Die letzten zwanzig Seiten hätten jedoch noch mehr Details liefern können, um dieser Geschichte ein rundes Ende zu geben.
Steht dem ersten in nichts nach
Auch wenn das ein Jugend Fantasie Roman ist, hat er mir unglaublich gut gefallen. Er stand dem ersten Teil in nichts nach. Ich bereue es fast die Reihe, nicht schon früher gelesen zu haben. Es geht um Freundschaft Krieg Liebe und Maggie Auch wenn ich sagen muss, dass nicht so sonderlich viel Charakterentwicklung statt stattfindet, hat mir das Buch wirklich gut gefallen Es war bis zum Schluss spannend und ich persönlich hab bis zum Schluss gerätselt, wie sich alles auflöst
Ein gelungener 2. Band
Hier geht es weiter, das Abenteuer mit Beth und den anderen Magiern. Sie werden in den Krieg ziehen, wegen Blackwell… Es war relativ schwer in das Buch wieder reinzukommen. Da in den ersten Kapitel nicht viel spannendes passiert. Es hat sich aber gelohnt weiter zu lesen! Die Spannung baut sich langsam auf bis sie brodelt. 🔥 Das Ende war, meiner Meinung nach, vorausschauend, aber dennoch hat es viel Spaß gemacht den 2. Band zu lesen😊
Inhalt: Elizabeth Grey, die ehemals beste Hexenjägerin des Landes Anglia, hat ihr wertvolles Stigma an ihren Geliebten John abgegeben, um sein Leben zu retten. Nun hat sie ihre größte Stärke verloren und muss sich ohne die heilenden Kräfte des Stigma ihrem schlimmsten Feind stellen – dem Hexenmeister Blackwell, der nun König von Anglia ist, und plant, Elizabeth und all ihre Verbündeten zu vernichten, um seine Herrschaft zu festigen. Doch hat sie ohne das Stigma überhaupt eine Chance? Diese Rezension enthält Spoiler für Band 1 und 2. Nachdem bereits Band 1 für mich nur mäßig war, hatte ich nur minimale Hoffnungen, dass Band 2 besser würde. Ja, was soll ich sagen … ich wurde nicht überrascht, zumindest nicht positiv. Dieses Buch macht dort weiter, wo der Vorgänger aufgehört hat. Es ist nicht sterbenslangweilig, das nicht, man kann es ganz gut lesen, wenn man über die vielen Macken hinwegsieht und sich über die offensichtlichen Probleme nicht aufregt. Leider überwiegen die Probleme jedoch und fern von ihnen bietet die Geschichte auch einfach nicht allzu viel Spannung und Überraschungen. Eines der größten Probleme ist, dass „show, don’t tell!“ für dieses Buch ein Fremdwort ist. Emotionen kommen überhaupt nicht rüber, ich habe beim Lesen nichts gefühlt (außer Ärgernis). Protagonistin Elizabeth ist nach wie vor leider eine unfassbar langweilige, nichtssagende und flache Figur, so leid es mir tut. Alles ist aus ihrer Sicht, aber sie schafft es nicht, Emotionen auszulösen. Denn statt zu fühlen, wie es ihr geht, statt wahrzunehmen, wie es ihr geht, kriegen wir immer nur gesagt, wie es ihr geht. Man merkt nie, dass sie Angst hat, dass sie wütend ist, verzweifelt, erleichtert, was auch immer. Es wird uns immer nur von ihr gesagt, von wegen „Ich habe Angst“, „Ich bin wütend“, „Erleichterung durchströmt mich“ (keine 1 zu 1 Beispiele, aber so in der Art läuft es das ganze Buch über ab). Man kann meist nur erahnen, was in ihr vorgeht. Der Schreibstil ist generell recht knapp und hält sich nicht lange auf, in Elizabeth hineinzuschauen, Dialoge haben oft den Vorrang (was grundsätzlich nicht schlimm ist, auch über Dialoge kann viel Charakterisierung stattfinden!). In diesem Buch bleibt leider jedoch (fast) jeder flach und oberflächlich. Ich habe bereits im ersten Band nur mittelmäßig verstanden, warum Elizabeth so eine begnadete Hexenjägerin sein soll. Sie hat nichts Besonderes an sich und dass sie mit gerade einmal 16 so badass sein soll … kann natürlich passieren, muss aber gut gemacht sein. Irritierend ist, dass sie nun, da sie ihr Stigma nicht mehr hat, plötzlich super viel trainieren muss. Musste sie das vorher etwa nicht? Im ersten Band hieß es, dass Stigma heilt alle Wunden, nun ist das Stigma plötzlich die ultimative Waffe – dazu später mehr. Ich weiß, dass Elizabeth zwischen Band 1 und 2 verletzt ist und eine gewisse Zeit vergeht, aber dass sie ausgerechnet mit u. A. Fifer (!?) trainiert, war schon seltsam. Überhaupt, und es tut mir wirklich leid, das sagen zu müssen, ist mir selten eine sinnlosere Protagonistin untergekommen. Ich habe es im ersten Band sehr begrüßt, dass Elizabeth nicht plötzlich eine Hexe ist – das wäre zu erwarten. Hexenjägerin findet plötzlich heraus, dass sie selbst eine Hexe ist. Puh. Nun in Band 2 habe ich mich öfters dabei erwischt, wie ich mir dachte, dass das womöglich spannender gewesen wäre. Denn Elizabeth hat nun, ohne Stigma, nichts mehr, dass sie besonders hervorhebt. Sie ist austauschbar, öde. Wenn die Hexen so mächtig und gefürchtet sind, dass man sie seit Jahren gejagt hat, wieso spielen diese plötzlich kaum noch eine Rolle? Wieso hoffen alle, dass ein unbesonderes Mädchen sie rettet? Elizabeth trägt nämlich so lächerlich wenig zu allem bei, dass ich nicht verstehe, warum sie zwanghaft im Mittelpunkt sein soll. Mir ist bewusst, dass kaum jemand weiß, dass nun John ihr Stigma besitzt, aber ich habe mich ja bereits vorher gefragt, warum sie so besonders sein soll. Für mich hat sie ferner einfach keine Persönlichkeit – vielleicht liegt es auch daran, dass emotional nichts rüberkommt, aber ich werde sie wohl schnell vergessen. Für mich einfach keine Protagonistin, die im Gedächtnis bleibt. Auch andere Figuren verhalten sich merkwürdig. Dass John durch das Stigma plötzlich ein anderer ist, kriegen wir auch immer nur gesagt. Ich konnte diese Entwicklung nicht nachempfinden, weil man sie nicht gesehen hat. Er ist halt plötzlich der kampfwütige, stets Stress suchende Arsch. Diese Entwicklung des Stigmas hat mich auch verwirrt, plötzlich ist es mehr als ein Allheilmittel bei Verletzungen. Erklärt wurde Johns Wandel damit, dass das Stigma, welches aus Blackwells böser Magie besteht, im Kontrast steht zu Johns friedlicher Heiler-Magie. Verstehe ich, aber wenn nur eins von beidem existieren kann (Nicholas erzählte nämlich, dass Magie nicht addiert werden kann, es gibt entweder das eine oder das andere), wieso können dann beiden Seiten in John um die Vorherrschaft ringen? Denn erst hat das Stigma die Oberhand, später plötzlich ist das wieder vorbei und John wird wieder friedfertiger, was ja mit seinem Wesen als Heiler in Verbindung gebracht wurde, obwohl er das Stigma noch hat. Komisch, mir haben mal wieder Erklärungen gefehlt. Na ja, zurück zu Johns Wandel. Der ergab für mich wenig Sinn bzw. hatte in der Geschichte irgendwie keine andere Funktion, als Drama hervorzurufen. Oh nein, John ist so kampfwütig, alle werden merken, dass er das Stigma hat, dann wird Blackwell das wissen und ihn töten! Oh nein, John ist so gemein zu mir, dabei liebt er mich doch! Oh nein, oh nein, oh nein! So in etwa läuft das in Elizabeths Kopf ab. Für uns ist John halt plötzlich ein Arsch. Am Ende dient das Ganze neben dem Drama auch nur dazu, ihn aus dem Weg zu haben, damit Elizabeth losziehen kann, um erfolgreich darin zu scheitern, Blackwell zu erledigen (oh Wunder, dass sie das nicht schafft, sie hat ja keine besonderen Kräfte …). Nun, und wie schafft sie es, John zurückzuhalten? Indem sie ihn verhaften lässt. Auch diese Sache war für mich von vorne bis hinten unlogisch. Klar, John hat verbotene Kräuter – verboten, als folgt eine Strafe. Dass man den besten Heiler weit und breit allerdings wegen ein paar Kräutern, die er wohl kaum nutzt, um den Dorfbewohnern zu schaden (ich weiß gar nicht mehr, ob gesagt wurde, warum er die hatte), wegsperrt, während man eigentlich jeden Mann und (!) einen fähigen Heiler gebrauchen kann, ist mir ein Rätsel. Das Beste an der Sache ist aber, dass das Ganze nur so lange von Bedeutung ist, wie es eben vonnöten ist, dass John aus dem Weg ist und Elizabeth nicht dazwischen fuscht. Er ist dann einige Zeit weg – die gefüllt ist von jede Menge Drama, weil die zwei Liebenden entzweit sind und John zuvor meinte, er wolle sie nie wieder sehen, denn sie habe ihn ja verraten –, nur um später einfach wieder draußen zu sein. Warum? Vielleicht weil man eingesehen hat, dass man jeden Mann braucht. Aber auch als alles vorbei ist, wird sein ausstehender Gefängnisaufenthalt nie wieder erwähnt. War dann wohl doch nicht so schlimm mit den Kräutern. Letztlich diente das Ganze dann auch noch dazu, Raum für eine große Versöhnung zwischen Elizabeth und John zu haben. Na ja, so in etwa. Man erfährt wieder nicht, was los ist. Plötzlich ist John wieder der Alte, das kriegt man zumindest gesagt. Ich weiß wirklich nicht, wie da die Entwicklung war. Er ist wieder er selbst, verzeiht Elizabeth, sie verzeiht ihm, alles binnen zwei Seiten, und die Welt ist wieder heil. Wow. So viel Drama für genau nichts, richtig? Ach nee, warte. Es war notwendig, um den Weg zu ebnen für das erste große Näherkommen der beiden. Ja, ich mag es auch, wenn es zu einer Art Versöhnungssex kommt und vorher alles in Schutt und Asche lag, aber das muss dann gut gemacht sein und darf nicht so schlecht konstruiert sein, wie es hier nun mal der Fall war. Schade. Dann gibt es noch Nicholas, von dem wir immer nur hören, dass er (neben Blackwell) der gefährlichste und mächtigste Zauberer des Landes sein soll. Im ersten Band hatte er eine Ausrede, das nicht zu zeigen, er war ja verflucht – dennoch hat man im ersten Band mehr davon gesehen. Hier habe ich nicht verstanden, warum er noch mal genau stark sein soll. Bis auf die Sache am Ende könnte er als gewöhnlicher Mensch durchgehen. Ach, man. Sag mir nicht nur, dass er stark ist, zeig es mir bitte auch. Von Fifer kommt in diesem Band auch nicht mehr viel, dabei war sie in Band 1 noch eine der Figuren mit mehr Persönlichkeit. Georg kommt kaum vor und kriegt bloß ein paar Sätze. Mein Liebling ist tatsächlich noch Skyler. Bei ihm liegt das meiste Potenzial, die meiste Persönlichkeit. Auch hier ist Luft nach oben, aber wenn jemand interessant war, dann er. Leider hat auch hier die Autorin Dinge, die einst für Spannung sorgen sollten, anscheinend im Laufe der Geschichte vergessen. In Band 1 erfährt man, dass Skyler von Blackwell den Auftrag bekommt, das Schwert Azoth zu besorgen. Mehr darüber erfährt man auch in der Kurzgeschichte zu Skyler, die interessanter ist als die ganze Dilogie zusammen. Es dauert eine ganze Weile, bis Blackwell das Schwert dann bekommt, allerdings hat Skyler nichts damit zu tun. Ich fand es schade, dass diese Sache nicht mehr angesprochen wird – zu Blackwell würde es passen, es nun ebenfalls auf Skyler abgesehen zu haben, da dieser ja nicht das tat, was er wollte. Wir erfahren aber bloß, dass Skyler ein bisschen Schiss vor ihm hat, das war’s. In der Kurzgeschichte erfährt man übrigens auch, dass Skyler Caleb bereits früher einmal begegnet ist – warum wird das in Band 2 nie erwähnt? Caleb kommt doch immerhin sogar wieder vor (was im Übrigen auch keine Überraschung war). Dann noch wenige Worte zu Blackwell. Der Antagonist dieser Geschichte ist einfach nur der Böse. Er ist böse, weil er es sein soll, und nicht mal darin kann er meiner Meinung nach glänzen. Später wird ihm dann noch ein entstelltes, gruseliges Aussehen verpasst, damit es stimmig ist. Der Böse ist verbittert, hässlich und machtgierig. Mehr hat Blackwell auch nicht. Er will Macht und ist gierig. Man erfährt fast nichts über ihn. Blackwell wäre für mich ein Beispiel für einen „No-Go-Antagonisten“. So sollte man es lieber nicht machen. Ich habe nichts gegen Böse, die machthungrig sind. Aber wenn das alles ist, ist es halt schnell langweilig. Was bei Blackwell ebenfalls komisch war: Mal hieß es, er hat keine Magie mehr, weil er sie beim Stigma abgab, dann hat er wieder ordentlich Magie … es war verwirrend. Und was sollte denn bitte die Sache mit dieser Keagan? Sinn, wo bist du? Mit ihr wird ein neuer Charakter eingeführt, der von der Persönlichkeit her zwar gegebenenfalls, unter Umständen, Potenzial hat, der zugleich aber für die Geschichte wieder mal sinnlos ist und nicht viel beiträgt. Klar, sie befreit Malcom, aber auch der trägt nicht viel bei – seine paar Leutchen da haben den Krieg jetzt nicht gerissen und zu ihm selbst komme ich gleich noch ausführlich. Gut war auch, wie Keagan erst meinte, dass Malcom nicht wieder auf den Thron kommen würde – ähm, sorry, so scheiße er auch sein mag, er ist nun mal der rechtmäßige König –, und etwas später sagt sie dann: Er muss wieder König werden, gibt ja keinen anderen, der den Thron halten kann und einen Anspruch darauf hat. Ach, was du nicht sagst! Es war generell komisch, als plötzlich dieser Orden der Rose (I see what you did there, Ms. Boecker …) eingeführt wurde, der vorher auch nie erwähnt wurde. Hat für mich nicht wirklich viel zur Geschichte beigetragen und Keagan hatte eben einfach keine Rolle, außer ständig der Flammenwerfer zu sein. Ich habe die ganze Zeit vergeblich auf ihre Bedeutung gewartet. Nun zum größten Kritikpunkt, der dafür sorgt, dass diese Dilogie einfach höchst fragwürdig ist. Ich hatte im ersten Band gehofft, alles sei ein großes Irrtum, aber nein. Malcom, der König, hat Elizabeth über einen geschätzten Zeitraum von mindestens einem Jahr regelmäßig vergewaltigt. Wird das als schlimm adressiert? Na ja, geht so. Während ich in Band 1 das Gefühl bekam, Elizabeth habe das alles null ausgemacht, gibt es in Band 2 immerhin eine kurze Stelle mit John, wo man merkt, dass sie durchaus auch traumatisiert ist vom Geschehenen – ist ja logisch! Aber was ist die Lösung des Ganzen? Nun, Malcom, der arme, wusste nicht, dass er sie vergewaltigt hat. Also war es technisch gesehen keine Vergewaltigung, richtig? Sie wollte es zwar nicht, hat es gezwungenermaßen getan, weil sie sich nicht getraut hat, Nein zum König zu sein, aber er … er dachte, sie wäre nur schüchtern, aber es würde ihr gefallen. Was zur Hölle? Wie verblendet, blind, dumm und egoistisch muss man sein, um nicht zu merken, wenn es hier wieder und wieder und wieder nicht gefällt?! Das hat mich beim Lesen so sehr aufgeregt, wie dieses wichtige Thema behandelt wurde. Ja, Malcom sagt tatsächlich selbst, er wäre nicht davon ausgegangen, dass sie es nicht wollen könnte, denn es hat noch nie jemand bei irgendetwas Nein zu ihm gesagt. Somit schließt sich der Kreis und es entsteht fast der Eindruck, Elizabeth sei selbst schuld, denn sie hat ja nicht Nein gesagt … holy … Nur weil man nicht ausdrücklich NEIN sagt, sagt man damit nicht direkt JA! Meine Güte. Ich habe beim Lesen durchaus verstanden, dass Malcom nicht der brutale, bösartige Typ ist, den man sich vielleicht zuerst vorgestellt hat. Aber er hat trotzdem hochgradig falsch gehandelt, er war trotzdem nur auf seine Lust und Interessen bedacht, er hat sie dennoch gegen ihren Willen gezwungen, mit ihm zu schlafen. Du kannst nicht so blind sein für dein Gegenüber und das dann damit entschuldigen, dass halt noch nie jemand Nein zu dir gesagt hat. Ja, meine Güte, warum wohl? Du bist der König. Und trotzdem hättest du aufmerksamer sein können. Die Unwissenheit ändert nichts an der Tat. Er hat sie monatelang missbraucht, was man Elizabeth halt auch kaum anmerkt. Sie ist ihm erst wieder viel zu neutral gegenüber eingestellt und relativ schnell empfindet sie sogar Sympathie, als wenn nichts gewesen wäre. Überhaupt wird Malcom in eine Position gerückt, in der wir Leser Mitleid mit ihm haben sollen, in der wir ihn mögen sollen … der arme Kerl, entthront und in den Kerker geworfen worden vom eigenen Onkel. Die ganze Behandlung dieses Themas ist ein Armutszeugnis. Das, was hier vermittelt wird, ist höchst verantwortungslos. Es ist ein Jugendbuch ab 14 und man bekommt sowohl den Eindruck, dass Elizabeth das Ganze nicht viel ausgemacht hat (show, don’t tell …), als auch den, dass sie teils selbst schuld sei. Über allem steht die Tatsache, dass Malcom sich nie wirklich einer Schuld bewusst ist. Für ihn ist es eigentlich kein Missbrauch gewesen, denn er hat sich bloß geirrt und es gut gemeint … Elizabeth verzeiht ihm auch ganz schnell, als wäre nie was gewesen. Es ist und bleibt aber Vergewaltigung, ob Malcom das in dem Moment bewusst war oder nicht. Wie das ganze Buch über konnte mich auch das Ende spannungsmäßig einfach nicht packen. Ich habe es einfach nur runtergelesen und wollte es beenden. Das Finale ist nicht todlangweilig, aber auch nicht überragend spannend. Die Tode (oder eher der Tod) haben es leider nicht geschafft, etwas auszulösen – wundert aber nicht, denn auch bei Elizabeth wird nichts ausgelöst Wir kriegen allerhöchstens gesagt, was sie dazu fühlt. Generell wurde auch am Ende wieder deutlich, was ich vorhin bereits schrieb: Elizabeth hat nichts Besonderes an sich. Sie trägt zum Ende kaum etwas bei. Man kann sie eigentlich rausstreichen. Die eine Sache, die sie am Ende macht, hätte früher oder später irgendjemand anderes geschafft. Es ist wichtig, dass man seine Protagonisten nicht zu sehr overpowered, da es sonst schnell langweilig wird. Bei Elizabeth ist eher das Gegenteil der Fall. Wie gesagt, ich werde sie nicht in Erinnerung behalten. Wie das ganze Problem am Ende aufgelöst wird, ist auch sehr unspektakulär gewesen. „Ja, ups, Blackwell hat sich halt geirrt.“ Wow. Ganz zu Schluss ist dann plötzlich alles perfekt. Es werden diverse Länder erwähnt, wie vorher auch schon, bei denen man, da es dem Buch an einer Karte mangelt, sich fragt, wo genau diese eigentlichen liegen, wie deren Beziehung zu Anglia ist usw. Das World Building lässt leider zu wünschen übrig. Wir haben es hier irgendwie mit unserer Welt im 16. Jahrhundert zu tun, aber bis auf ein paar Hinweise merkt man dies nicht. Man könnte sagen: Zu wenig Kontext für historische Fantasy, zu viel Bezug zu unserer Welt für eine eigenständige Fantasywelt. Fazit: Alles in allem bin ich froh, die Dilogie beendet zu haben. Band 1 war ein Reread, damals gefiel es mir besser, ich weiß auch nicht, warum. Witch Hunter strotzt leider vor flachen Figuren, einer langweiligen Protagonistin, unnötigem Drama, fehlenden Erklärungen, Widersrpüchen und, was das Malcom-Thema angeht, vor Verantwortunslosigkeit. Ich kann die Reihe daher nicht guten Gewissens weiterempfehlen, da es einfach bessere Bücher gibt, mit denen man seine Zeit verbringen kann.
COVER Eigentlich bin ich kein Fan von langweiligen Mädchengesichtern auf dem Cover. Hier passt es aber. Das Mädchen, das stark in die Kamera guckt, dazu die Vögel, und das Schwert. Es ist passend und wirklich schön dazu! MEINE MEINUNG Der erste Band war eines der besten Bücher, die ich im letzten Jahr gelesen hatte. Es passierte wahnsinnig viel, es wurde viel erklärt und die Charaktere waren mir sehr sympathisch. Das Setting und alle Handlungen hatten gepasst und ich war wirklich positiv von dem Buch überrascht. In Band zwei habe ich leider ein wenig die Atmosphäre vom ersten Teil vermisst. Der Großteil der Charaktere war mir zwar noch sympathisch, allerdings kam es mir so vor, als wäre vergleichsweise wenig passiert und dann irgendwie auch eher langweilige Sachen. Dabei fing das Buch wirklich gut an. Gleich auf den ersten Seiten kommt es zum ersten Angriff mit Toten, es gibt Verhandlungen und später auch wieder humorvolle Dialoge mit John. Und dann ganz plötzlich von einer Seite zur nächsten hat das Stigma Besitz von ihm ergriffen und man hat John nicht wiedererkannt. Das hat mir irgendwie das ganze Buch "versaut". Mit Johns neuer Art konnte ich überhaupt nicht umgehen. Er hat mich nur noch genervt! Die Begründung habe ich zwar im Ansatz verstehen können, allerdings erschien mir sein Umschwung viel zu plötzlich, als dass ich es nachvollziehen könnte. Die nächsten Seiten waren dann also eher so lala. Generell fand ich es auch ein wenig schade, dass der Fokus dieses Mal auf so wenigen Personen liegt. Im ersten Band gab es viele Charaktere, die Kurzauftritte hatten. Dieses mal war es eher ein "entweder du bist wichtig und kommst das ganze Buch vor" oder "du bist unwichtig und bekommst keinen Namen" (übertrieben gesagt). Mir hat es aber dennoch sehr gut gefallen, dass Fifer und Skyler häufig vorkommen und auch die neuen Personen waren mir sympathisch. Einige Handlungen Elizabeths konnte ich im Vergleich zum ersten Band nicht ganz nachvollziehen, da ich das Gefühl hatte, sie handelt deutlich unüberlegter und ungeplanter. Allerdings hat sie trotzdem auch sehr gute Ideen und Strategien, wie man den Kampf gegen Blackwell führen kann. Das Ende fand ich einerseits wirklich gut und andererseits kitschig. Es hätte wirklich, wirklich genial werden können, ich habe dann aber doch an einer Stellen mit den Augen rollen müssen. Das Ganze wirkt jetzt irgendwie sehr negativ, schlecht fand ich das Buch aber keinesfalls. Virginia Boecker schreibt wie gewohnt toll und in meiner Lieblingserspektive (1. Person Präsens), was die Handlung noch einmal ein wenig actionreicher macht, da man als Leser näher dran ist. Zudem haben mir einige Wendungen gut gefallen und auch die Kämpfe waren gut geschrieben. Nur im Vergleich zum ersten Buch ist es leider nicht auf dem hohen Niveau geblieben. FAZIT Der zweite Band kann leider nicht an das Niveau des ersten anknüpfen. Nicht nachvollziehbare Charakterentwicklungen und weniger Ereignisse lassen das Buch ein wenig zäh wirken. Das Ende war gut und der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Wer den ersten Band mochte, sollte auch den zweiten gelesen haben. 7/10
Virginia Boecker war mit "Witch Hunter" ein erfrischender Auftakt gelungen, der nicht nur mit Hexen und Hexenmeistern sondern auch mit Piraten, Geistern, Ghouls, Wiedergängern und vor allem mit sympathischen Charaktere aufwartete. Die tolle Mischung der mittelalterlichen Hexenjagd und einigen fantastischen Aspekten zauberten ein unterhaltsames Lesevergnügen, das ich gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Kein Wunder also, dass ich mich auf das Finale dieser Dilogie freute. Und ich kann schon vorab verraten, dass mir "Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit" sogar fast noch ein bisschen besser gefallen hat. Band 2 steigt an einer taktisch gut gewählten Stelle ein. Der ehemaligen Hexenjägerin Elizabeth steht nämlich ihre Anhörung vor dem Rat an. Virginia Boecker geht es am Anfang ruhig an und gibt dem Leser Zeit, sich wieder in der Geschichte mit all ihren Charaktere und Wesen zurechtzufinden. Danach zieht die Autorin den Spannungsbogen gekonnt an und weiss auch zu überraschen. Auch dieser zweite Teil ist aus der ich-Perspektive von Elizabeth geschrieben. Durch das Präsens ist man wieder hautnah am Geschehen dabei. Elizabeth ist eine starke und sympathische Protagonistin, denn sie wirkt ehrlich und authentisch. Im ersten Band hat sie ihr Stigma auf John übertragen und genau das bringt sie nun in ein Dilemma. Auf der einen Seite ist sie froh, dass sie ihm damit helfen kann, auf der anderen Seite hätte sie den Schutzzauber gerne zurück um besser kämpfen zu können. Zudem sieht sie, wie sich John durch das Stigma verändert: aus dem mitfühlenden Heiler wird ein skrupelloser Kämpfer. So überrascht es nicht, dass die harmonische Beziehung zwischen den beiden zu bröckeln beginnt. Es ist sehr spannend, die Entwicklung von Elizabeth und John mitzuverfolgen. Zudem treffen wir etliche Charaktere aus dem ersten Band wieder. Sehr gut gefallen hat mir, dass der Widergänger Skyler mehr Platz bekommen hat. Die Szenen mit ihm hatten immer einen extra hohen Unterhaltungswert. Aber auch sonst ist "Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit" ein richtig klasse Schmöker, aus dessen Welt man nicht mehr so schnell wieder auftauchen möchte. Zwar ist er etwas düsterer als noch sein Vorgänger doch in Sache Spannung und Unterhaltungswert steht er ihm in nichts nach. Im Gegenteil: Virginia Boecker konnte mich noch mehr faszinieren und fesseln, so dass ich am Ende etwas traurig das Buch zuklappte und gerne auf einen weiteren Band gewartet hätte. Aber wie lautet ein bekanntes Sprichwort? Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist! Fazit: spannend, fesselnd, magisch "Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit" ist wieder ein klasse Buch und somit ein wirklich gelungener Abschluss der Dilogie. Virginia Boecker vereint ein historisches Setting mit Fantasy und facettenreichen Charaktere in einem absolut lesenswerten Schmöker. Eine fantastische Dilogie, die ich nur weiterempfehlen kann!
Nachdem Blackwell den König gestützt hat, sitzt er jetzt auf dem Thron und jagt nach Elisabeth Grey, seiner ehemaligen Hexenjägerin. Diese hat bei John und seinem Vater Unterschlupft gefunden hat. Aber auch hier ist sie nicht sicher, denn der Rat will ihr den Prozess machen. Elisabeth hat sich in den Kopf gesetzt, Blackwell zu töten, auch wenn diese Aufgabe was unmöglich erscheint, jetzt wo sie ihr Stigma an John weiter gegeben hat. Wird es ihr trotzdem gelingen, Blackwell zur Strecke zu bringen? Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt. Auf diese Fortsetzung habe ich mich sehr gefreut, denn der 1. Teil gehört zu meinen Jahreshighligths. Ich muss echt gestehen, dass ich anfangs einige Schwierigkeiten mit den vielen Namen hatte, an alle Charaktere konnte ich mich nicht mehr erinnern. Trotzdem war ich nach kurzer Zeit wieder total gefesselt von der Handlung. Anders als im 1. Teil ist die Handlung wesentlich ruhiger, was mir sehr gut gefallen hat. So lernen wir hier John und Elisabeth von einer völlig anderen Seite kennen. Hat die Romanze zwischen den beiden im ersten Teil noch eine Nebenrolle gespielt, rückt sie hier im 2. Teil mehr in den Fokus. John verändert sich im Laufe der Handlung sehr, was die aufkeimende Romanze auf eine harte Probe stellt. Es tauchen Charaktere auf, mit denen habe ich gar nicht gerechnet, da hat die Autorin mich an manchen Stellen doch sehr überrascht. Aktion gibt es aber auch genug und am Ende kommt es dann zum dramatischen und spannenden Endkampf. Die Reihe ist mit diesem Teil auch zu Ende und lässt mich sehr zufrieden. Ich vergebe auch dieses Mal wieder die volle Punktzahl mit klarer Leseempfehlung.
I made myself read half of the book until I realized: Life is too short to waste it on bad books. The plot just ... happened, an utterly boring something happened and I couldn' be bothered with it. Nothing noteworthy took place and I didn't feel close to the characters at all. John's transformation would've been more believable if the two sides of his personality clashed, but they didn't. Instead he just suddenly became someone else, which felt like a punch in the face. The first book should've stayed a standalone.
Was bleibt der gefürchteten Hexenjägerin Elizabeth Grey, nachdem sie ihr Stigma und damit ihre magische Unverwundbarkeit verloren hat? Ihr Kampfgeist. Und ihre Liebe. Doch nicht alle trauen der ehemaligen Gegnerin. Und was hat John, der Heiler, gewonnen, nachdem die Kraft des Stigmas auf ihn übergegangen ist? Sein Leben. Und eben jene Unverwundbarkeit. Aber diese Kraft verändert ihn. Und schon bald erkennt Elizabeth ihn kaum wieder. Denn seine neue Macht treibt ihn in den tobenden Krieg. Wird Elizabeth John vor dem Sog des Stigmas schützen können? Ohne ihre einstige Stärke, aber mit dem Mut der Verzweiflung? (Klappentext) Es könnten Spoiler enthalten sein, da es sich hier um den zweiten Band einer Reihe handelt und sich auf Informationen und Details aus dem vorherigen Band bezieht. Der Beginn diesen zweiten Bandes hat mir gleich gut gefallen. Nach dem Kampf gegen Blackwell und dem Verlust ihres Stigmas hat Elizabeth einige Probleme : Ein Plan erschaffen um Blackwell zu stürzen und ihre neue Situation und ohne ihr Stigma. Zudem wurde es auch direkt spannend, als die Anhörung vor dem Rat über ihr Schicksal und ihre früheren Taten als Hexenjägerin ansteht. Richtig gut gefallen hat mir die Darstellung des Konflikts zwischen John und Elizabeth. Die Übertragung des Stigmas hat einiges verändert und beide haben unterschiedliche Vorstellungen, welche Rolle der anderen im weiteren Vorgehen gegen Blackwell spielen soll, weil sie in Sorge um das Leben des anderen sind. Zitat : "John dagegen weicht seinem Blick aus, während er gleichzeitig meinen einzufangen versucht. Zwischen uns hängt immer noch der Nachhall unseres Disputs : Ich will kämpfen. John will nicht, dass ich es tue. [...] Ich will nicht, dass John kämpft. John ist wütend auf mich, aus Gründen, die ich nachvollziehen kann, und ich bin wütend auf ihn, ohne zu wissen warum." Dabei mochte ich auch, wie die Autorin das Ganze weiter umgesetzt und zu einem großen Teil der Handlung gemacht hat. Elizabeth hat Identifikationsprobleme ohne zusätzliche Kraft und Stärke im Kampf und hier fand ich ihren Ehrgeiz ihre Fähigkeiten ohne diese neu zu erlernen, wirklich bewundernswert und ein übereugender Aspekt in der Geschichte. Skyler und Fifer waren wieder coole Nebencharaktere und auch Keagan und Malcolm hatte interessante Charaktereigenschaften. Die Thematik mit den Wiedergängern hat mir im Zusammenhang von der Story gut gefallen und dass sie eine größere Bedeutung als im ersten Teil hatten und durch ihre Anwesenheit viele Situationen verbessern oder verschlechtern konnten. Zitat : "Ich hole tief Atem. In mir tobt eine Schlacht zwischen dem, was ich weiß, und dem, was ich nicht weiß, bis alles in Trümmern liegt und ich gar nichts mehr weiß." Zwischendrin war für mich persönlich das Buch etwas zu ruhig und nicht so viel passiert ist. Ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte zu wenig vorangekommen ist und die Spannung hat leider auch dann ein bisschen gefehlt. Erst als der endgültige Kampf immer näher gerückt ist und die Vorbereitungen nicht mehr im Vordergrund standen, war es wieder fesselnder und mitreißender. Insgesamt aber eine empfehlenswerte Reihe, die ich gerne mochte. Fazit : Gelungener Abschluss der Reihe mit guten Konflikten und Problemen, aber ich fand die Geschichte leider in der Mitte zu ruhig und zu wenig actionreich.
"Herz aus Dunkelheit" ist die Fortsetung und gleichzeitig der Abschlussband von "Witch Hunter" von Virginia Boeck. Beide Bücher sind im Jahr 2016 im dtv Verlag als gebundene Ausgaben erschienen. Der erste Band sollte unbedingt zuerst gelesen werden, da die Handlung aufbauend ist. Da ich mich an den ersten Teil nicht mehr erinnern könnte, habe ich ihn vor dem zweiten Teil erneut gelesen und war auch beim zweiten Lesen begeistert und hatte Band1 wieder innerhalb von zwei Tagen fertig. Bei dem zweiten Teil hatte ich den Eindruck, dass die Handlung in der ersten Buchhälfte vor sich hinplätschert und nichts Nenenswertes passiert. Das fand ich schade, und damit hat sich das Lesen bei mir in die Länge gezogen, so dass ich eine Woche für den zweiten Band gebraucht habe. In der zweiten Hälfte der Geschichte passieren endlich die spannenden Wendungen, auf die ich schon knapp 200 Seiten gewartet habe, und die Ereignisse überschlagen sich. Allerdings fehlt mir in der zweiten Buchhälfte oft die Tiefe der Ereignisse. Ich hätte nicht das Gefühl, irgendwas verpasst zu haben, wenn ich diesen Band nicht gelesen hätte. Fazit: Eine bessere Verteilung der Handlungsdichte hätte mir besser gefallen.
! ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZUM VORGÄNGER ! Fesselnd war das Buch auf jeden Fall. Es zog mich in seinen Bann und entführte mich in das historisch angehauchte, wenn auch eigentlich mehr oder auch weniger fiktive Land Anglia, in die Welt der Hexen und Hexenmeister, der Magie und Intrigen. Auch Spannung ist definitiv vorhanden, vor allem durch den Kampf gegen Blackwell und die ständige Gefahr. Es wird oft gesagt, die Fortsetzung sei schwächer als ihr Vorgänger, was ich so nicht bestätigen würde. Ich wurde bestens unterhalten, anfangs teils auch durch die oft humorvoll geprägten Interaktionen der Charaktere, aber auch durch die actionreichen Kämpfe. Zu Beginn hatte ich kurz Schwierigkeiten, alles wieder einzuordnen und mir die Details wieder in den Kopf zu rufen, zumal kaum bis gar keine Informationen zusätzlich gegeben werden. Mit einem entspannten Einstieg hält sich die Autorin sowieso nicht auf, es geht sofort spannungsgeladen los. Was ich von dem Ende halten soll, weiß ich noch nicht. Es passt, es ist gelungen, aber irgendwie fehlt mir der Funke, der es perfekt macht. Persönliches Problem. Elizabeth ist eine starke Protagonistin, die nach dem Verlust ihres Stigmas ihre Fähigkeiten neu entwickeln muss, und somit alles andere als unfehlbar oder unbesiegbar ist. Dennoch opfert sie viel, um ihre Wünsche durchzusetzen. Auch steht sie im stetigen Konflikt mit der Tatsache, dass ihre Vergangenheit, ihre Erinnerungen und ihre Fähigkeiten davon geprägt sind, dass sie einst die Feindin derjenigen war, die ihr heute am Herzen liegen. Die Liebesgeschichte mit John ist vor allem anfangs ganz süß, allerdings zeigt sich bei ihm zunehmend der Einfluss des Stigmas, das ihn verändert. Auch mit anderen gern gewonnen Charakteren wie Nicholas, Skyler und Fifer gibt es natürlich ein Wiedersehen, auch wenn alles unter dem Stern eines drohenden Krieges steht. Fazit: Solider Abschluss mit viel Spannung, fesselndem Schreibstil und einer starken Protagonistin
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Macht, Krieg, Mut und Liebe
Was bleibt der gefürchteten Hexenjägerin Elizabeth Grey, nachdem sie ihr Stigma und damit ihre magische Unverwundbarkeit verloren hat? Ihr Kampfgeist. Und ihre Liebe. Doch nicht alle trauen der ehemaligen Gegnerin. Und was hat John, der Heiler, gewonnen, nachdem die Kraft des Stigmas auf ihn übergegangen ist? Sein Leben. Und eben jene Unverwundbarkeit. Aber diese Kraft verändert ihn. Und schon bald erkennt Elizabeth ihn kaum wieder. Denn seine neue Macht treibt ihn in den tobenden Krieg. Wird Elizabeth John vor dem Sog des Stigmas schützen können? Ohne ihre einstige Stärke, aber mit dem Mut der Verzweiflung ...
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Virginia Boecker hat ihren Abschluss in Englischer Literatur an der University of Texas gemacht. Sie lebte vier Jahre in London, während der sie sich auf jedes kleinste Detail zur mittelalterlichen Geschichte Englands gestürzt hat, die die Grundlage für „Witch Hunter“, ihren ersten Roman, bildet.
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Ich war wirklich begeistert von dem zweiten Teil, ein guter Anschluss an den ersten 🧚♀️
Ich fand Elizabeths Charakter im zweiten Teil sehr interessant, da sie einige spannende Veränderungen durchlaufen hat. Mir hat es auch sehr gut gefallen, mehr von Skyler zu erfahren. An einigen Stellen hätte ich mir noch ein wenig mehr zu Fifer gewünscht. Alles in allem, hat es mir aber viel Spaß gemacht das Buch zu lesen. Witch Hunter ist sehr empfehlenswert und ich würde gerne tiefer in diese Welt eintauchen. *Achtung ab hier sind Spoiler enthalten* Was mich im zweiten Teil sehr gestört hat, waren Handlungsstränge die zu plötzlich in die Handlung eingewoben wurden. Ich hatte das Gefühl, dass dadurch einige Aspekte überstürzt waren. Beispielsweise Johns Charakterliche Wandlungen. Auch von Nicholas Handlungsstrang bin ich sehr enttäuscht und hätte mir da einen tieferen Einblick in die Gefühlswelt der anderen Charaktere gewünscht. Die Spannung wurde über das Buch hinweg gut aufgebaut und gerade das Ende fande ich sehr spannend und ansprechend. Die letzten zwanzig Seiten hätten jedoch noch mehr Details liefern können, um dieser Geschichte ein rundes Ende zu geben.
Steht dem ersten in nichts nach
Auch wenn das ein Jugend Fantasie Roman ist, hat er mir unglaublich gut gefallen. Er stand dem ersten Teil in nichts nach. Ich bereue es fast die Reihe, nicht schon früher gelesen zu haben. Es geht um Freundschaft Krieg Liebe und Maggie Auch wenn ich sagen muss, dass nicht so sonderlich viel Charakterentwicklung statt stattfindet, hat mir das Buch wirklich gut gefallen Es war bis zum Schluss spannend und ich persönlich hab bis zum Schluss gerätselt, wie sich alles auflöst
Ein gelungener 2. Band
Hier geht es weiter, das Abenteuer mit Beth und den anderen Magiern. Sie werden in den Krieg ziehen, wegen Blackwell… Es war relativ schwer in das Buch wieder reinzukommen. Da in den ersten Kapitel nicht viel spannendes passiert. Es hat sich aber gelohnt weiter zu lesen! Die Spannung baut sich langsam auf bis sie brodelt. 🔥 Das Ende war, meiner Meinung nach, vorausschauend, aber dennoch hat es viel Spaß gemacht den 2. Band zu lesen😊
Inhalt: Elizabeth Grey, die ehemals beste Hexenjägerin des Landes Anglia, hat ihr wertvolles Stigma an ihren Geliebten John abgegeben, um sein Leben zu retten. Nun hat sie ihre größte Stärke verloren und muss sich ohne die heilenden Kräfte des Stigma ihrem schlimmsten Feind stellen – dem Hexenmeister Blackwell, der nun König von Anglia ist, und plant, Elizabeth und all ihre Verbündeten zu vernichten, um seine Herrschaft zu festigen. Doch hat sie ohne das Stigma überhaupt eine Chance? Diese Rezension enthält Spoiler für Band 1 und 2. Nachdem bereits Band 1 für mich nur mäßig war, hatte ich nur minimale Hoffnungen, dass Band 2 besser würde. Ja, was soll ich sagen … ich wurde nicht überrascht, zumindest nicht positiv. Dieses Buch macht dort weiter, wo der Vorgänger aufgehört hat. Es ist nicht sterbenslangweilig, das nicht, man kann es ganz gut lesen, wenn man über die vielen Macken hinwegsieht und sich über die offensichtlichen Probleme nicht aufregt. Leider überwiegen die Probleme jedoch und fern von ihnen bietet die Geschichte auch einfach nicht allzu viel Spannung und Überraschungen. Eines der größten Probleme ist, dass „show, don’t tell!“ für dieses Buch ein Fremdwort ist. Emotionen kommen überhaupt nicht rüber, ich habe beim Lesen nichts gefühlt (außer Ärgernis). Protagonistin Elizabeth ist nach wie vor leider eine unfassbar langweilige, nichtssagende und flache Figur, so leid es mir tut. Alles ist aus ihrer Sicht, aber sie schafft es nicht, Emotionen auszulösen. Denn statt zu fühlen, wie es ihr geht, statt wahrzunehmen, wie es ihr geht, kriegen wir immer nur gesagt, wie es ihr geht. Man merkt nie, dass sie Angst hat, dass sie wütend ist, verzweifelt, erleichtert, was auch immer. Es wird uns immer nur von ihr gesagt, von wegen „Ich habe Angst“, „Ich bin wütend“, „Erleichterung durchströmt mich“ (keine 1 zu 1 Beispiele, aber so in der Art läuft es das ganze Buch über ab). Man kann meist nur erahnen, was in ihr vorgeht. Der Schreibstil ist generell recht knapp und hält sich nicht lange auf, in Elizabeth hineinzuschauen, Dialoge haben oft den Vorrang (was grundsätzlich nicht schlimm ist, auch über Dialoge kann viel Charakterisierung stattfinden!). In diesem Buch bleibt leider jedoch (fast) jeder flach und oberflächlich. Ich habe bereits im ersten Band nur mittelmäßig verstanden, warum Elizabeth so eine begnadete Hexenjägerin sein soll. Sie hat nichts Besonderes an sich und dass sie mit gerade einmal 16 so badass sein soll … kann natürlich passieren, muss aber gut gemacht sein. Irritierend ist, dass sie nun, da sie ihr Stigma nicht mehr hat, plötzlich super viel trainieren muss. Musste sie das vorher etwa nicht? Im ersten Band hieß es, dass Stigma heilt alle Wunden, nun ist das Stigma plötzlich die ultimative Waffe – dazu später mehr. Ich weiß, dass Elizabeth zwischen Band 1 und 2 verletzt ist und eine gewisse Zeit vergeht, aber dass sie ausgerechnet mit u. A. Fifer (!?) trainiert, war schon seltsam. Überhaupt, und es tut mir wirklich leid, das sagen zu müssen, ist mir selten eine sinnlosere Protagonistin untergekommen. Ich habe es im ersten Band sehr begrüßt, dass Elizabeth nicht plötzlich eine Hexe ist – das wäre zu erwarten. Hexenjägerin findet plötzlich heraus, dass sie selbst eine Hexe ist. Puh. Nun in Band 2 habe ich mich öfters dabei erwischt, wie ich mir dachte, dass das womöglich spannender gewesen wäre. Denn Elizabeth hat nun, ohne Stigma, nichts mehr, dass sie besonders hervorhebt. Sie ist austauschbar, öde. Wenn die Hexen so mächtig und gefürchtet sind, dass man sie seit Jahren gejagt hat, wieso spielen diese plötzlich kaum noch eine Rolle? Wieso hoffen alle, dass ein unbesonderes Mädchen sie rettet? Elizabeth trägt nämlich so lächerlich wenig zu allem bei, dass ich nicht verstehe, warum sie zwanghaft im Mittelpunkt sein soll. Mir ist bewusst, dass kaum jemand weiß, dass nun John ihr Stigma besitzt, aber ich habe mich ja bereits vorher gefragt, warum sie so besonders sein soll. Für mich hat sie ferner einfach keine Persönlichkeit – vielleicht liegt es auch daran, dass emotional nichts rüberkommt, aber ich werde sie wohl schnell vergessen. Für mich einfach keine Protagonistin, die im Gedächtnis bleibt. Auch andere Figuren verhalten sich merkwürdig. Dass John durch das Stigma plötzlich ein anderer ist, kriegen wir auch immer nur gesagt. Ich konnte diese Entwicklung nicht nachempfinden, weil man sie nicht gesehen hat. Er ist halt plötzlich der kampfwütige, stets Stress suchende Arsch. Diese Entwicklung des Stigmas hat mich auch verwirrt, plötzlich ist es mehr als ein Allheilmittel bei Verletzungen. Erklärt wurde Johns Wandel damit, dass das Stigma, welches aus Blackwells böser Magie besteht, im Kontrast steht zu Johns friedlicher Heiler-Magie. Verstehe ich, aber wenn nur eins von beidem existieren kann (Nicholas erzählte nämlich, dass Magie nicht addiert werden kann, es gibt entweder das eine oder das andere), wieso können dann beiden Seiten in John um die Vorherrschaft ringen? Denn erst hat das Stigma die Oberhand, später plötzlich ist das wieder vorbei und John wird wieder friedfertiger, was ja mit seinem Wesen als Heiler in Verbindung gebracht wurde, obwohl er das Stigma noch hat. Komisch, mir haben mal wieder Erklärungen gefehlt. Na ja, zurück zu Johns Wandel. Der ergab für mich wenig Sinn bzw. hatte in der Geschichte irgendwie keine andere Funktion, als Drama hervorzurufen. Oh nein, John ist so kampfwütig, alle werden merken, dass er das Stigma hat, dann wird Blackwell das wissen und ihn töten! Oh nein, John ist so gemein zu mir, dabei liebt er mich doch! Oh nein, oh nein, oh nein! So in etwa läuft das in Elizabeths Kopf ab. Für uns ist John halt plötzlich ein Arsch. Am Ende dient das Ganze neben dem Drama auch nur dazu, ihn aus dem Weg zu haben, damit Elizabeth losziehen kann, um erfolgreich darin zu scheitern, Blackwell zu erledigen (oh Wunder, dass sie das nicht schafft, sie hat ja keine besonderen Kräfte …). Nun, und wie schafft sie es, John zurückzuhalten? Indem sie ihn verhaften lässt. Auch diese Sache war für mich von vorne bis hinten unlogisch. Klar, John hat verbotene Kräuter – verboten, als folgt eine Strafe. Dass man den besten Heiler weit und breit allerdings wegen ein paar Kräutern, die er wohl kaum nutzt, um den Dorfbewohnern zu schaden (ich weiß gar nicht mehr, ob gesagt wurde, warum er die hatte), wegsperrt, während man eigentlich jeden Mann und (!) einen fähigen Heiler gebrauchen kann, ist mir ein Rätsel. Das Beste an der Sache ist aber, dass das Ganze nur so lange von Bedeutung ist, wie es eben vonnöten ist, dass John aus dem Weg ist und Elizabeth nicht dazwischen fuscht. Er ist dann einige Zeit weg – die gefüllt ist von jede Menge Drama, weil die zwei Liebenden entzweit sind und John zuvor meinte, er wolle sie nie wieder sehen, denn sie habe ihn ja verraten –, nur um später einfach wieder draußen zu sein. Warum? Vielleicht weil man eingesehen hat, dass man jeden Mann braucht. Aber auch als alles vorbei ist, wird sein ausstehender Gefängnisaufenthalt nie wieder erwähnt. War dann wohl doch nicht so schlimm mit den Kräutern. Letztlich diente das Ganze dann auch noch dazu, Raum für eine große Versöhnung zwischen Elizabeth und John zu haben. Na ja, so in etwa. Man erfährt wieder nicht, was los ist. Plötzlich ist John wieder der Alte, das kriegt man zumindest gesagt. Ich weiß wirklich nicht, wie da die Entwicklung war. Er ist wieder er selbst, verzeiht Elizabeth, sie verzeiht ihm, alles binnen zwei Seiten, und die Welt ist wieder heil. Wow. So viel Drama für genau nichts, richtig? Ach nee, warte. Es war notwendig, um den Weg zu ebnen für das erste große Näherkommen der beiden. Ja, ich mag es auch, wenn es zu einer Art Versöhnungssex kommt und vorher alles in Schutt und Asche lag, aber das muss dann gut gemacht sein und darf nicht so schlecht konstruiert sein, wie es hier nun mal der Fall war. Schade. Dann gibt es noch Nicholas, von dem wir immer nur hören, dass er (neben Blackwell) der gefährlichste und mächtigste Zauberer des Landes sein soll. Im ersten Band hatte er eine Ausrede, das nicht zu zeigen, er war ja verflucht – dennoch hat man im ersten Band mehr davon gesehen. Hier habe ich nicht verstanden, warum er noch mal genau stark sein soll. Bis auf die Sache am Ende könnte er als gewöhnlicher Mensch durchgehen. Ach, man. Sag mir nicht nur, dass er stark ist, zeig es mir bitte auch. Von Fifer kommt in diesem Band auch nicht mehr viel, dabei war sie in Band 1 noch eine der Figuren mit mehr Persönlichkeit. Georg kommt kaum vor und kriegt bloß ein paar Sätze. Mein Liebling ist tatsächlich noch Skyler. Bei ihm liegt das meiste Potenzial, die meiste Persönlichkeit. Auch hier ist Luft nach oben, aber wenn jemand interessant war, dann er. Leider hat auch hier die Autorin Dinge, die einst für Spannung sorgen sollten, anscheinend im Laufe der Geschichte vergessen. In Band 1 erfährt man, dass Skyler von Blackwell den Auftrag bekommt, das Schwert Azoth zu besorgen. Mehr darüber erfährt man auch in der Kurzgeschichte zu Skyler, die interessanter ist als die ganze Dilogie zusammen. Es dauert eine ganze Weile, bis Blackwell das Schwert dann bekommt, allerdings hat Skyler nichts damit zu tun. Ich fand es schade, dass diese Sache nicht mehr angesprochen wird – zu Blackwell würde es passen, es nun ebenfalls auf Skyler abgesehen zu haben, da dieser ja nicht das tat, was er wollte. Wir erfahren aber bloß, dass Skyler ein bisschen Schiss vor ihm hat, das war’s. In der Kurzgeschichte erfährt man übrigens auch, dass Skyler Caleb bereits früher einmal begegnet ist – warum wird das in Band 2 nie erwähnt? Caleb kommt doch immerhin sogar wieder vor (was im Übrigen auch keine Überraschung war). Dann noch wenige Worte zu Blackwell. Der Antagonist dieser Geschichte ist einfach nur der Böse. Er ist böse, weil er es sein soll, und nicht mal darin kann er meiner Meinung nach glänzen. Später wird ihm dann noch ein entstelltes, gruseliges Aussehen verpasst, damit es stimmig ist. Der Böse ist verbittert, hässlich und machtgierig. Mehr hat Blackwell auch nicht. Er will Macht und ist gierig. Man erfährt fast nichts über ihn. Blackwell wäre für mich ein Beispiel für einen „No-Go-Antagonisten“. So sollte man es lieber nicht machen. Ich habe nichts gegen Böse, die machthungrig sind. Aber wenn das alles ist, ist es halt schnell langweilig. Was bei Blackwell ebenfalls komisch war: Mal hieß es, er hat keine Magie mehr, weil er sie beim Stigma abgab, dann hat er wieder ordentlich Magie … es war verwirrend. Und was sollte denn bitte die Sache mit dieser Keagan? Sinn, wo bist du? Mit ihr wird ein neuer Charakter eingeführt, der von der Persönlichkeit her zwar gegebenenfalls, unter Umständen, Potenzial hat, der zugleich aber für die Geschichte wieder mal sinnlos ist und nicht viel beiträgt. Klar, sie befreit Malcom, aber auch der trägt nicht viel bei – seine paar Leutchen da haben den Krieg jetzt nicht gerissen und zu ihm selbst komme ich gleich noch ausführlich. Gut war auch, wie Keagan erst meinte, dass Malcom nicht wieder auf den Thron kommen würde – ähm, sorry, so scheiße er auch sein mag, er ist nun mal der rechtmäßige König –, und etwas später sagt sie dann: Er muss wieder König werden, gibt ja keinen anderen, der den Thron halten kann und einen Anspruch darauf hat. Ach, was du nicht sagst! Es war generell komisch, als plötzlich dieser Orden der Rose (I see what you did there, Ms. Boecker …) eingeführt wurde, der vorher auch nie erwähnt wurde. Hat für mich nicht wirklich viel zur Geschichte beigetragen und Keagan hatte eben einfach keine Rolle, außer ständig der Flammenwerfer zu sein. Ich habe die ganze Zeit vergeblich auf ihre Bedeutung gewartet. Nun zum größten Kritikpunkt, der dafür sorgt, dass diese Dilogie einfach höchst fragwürdig ist. Ich hatte im ersten Band gehofft, alles sei ein großes Irrtum, aber nein. Malcom, der König, hat Elizabeth über einen geschätzten Zeitraum von mindestens einem Jahr regelmäßig vergewaltigt. Wird das als schlimm adressiert? Na ja, geht so. Während ich in Band 1 das Gefühl bekam, Elizabeth habe das alles null ausgemacht, gibt es in Band 2 immerhin eine kurze Stelle mit John, wo man merkt, dass sie durchaus auch traumatisiert ist vom Geschehenen – ist ja logisch! Aber was ist die Lösung des Ganzen? Nun, Malcom, der arme, wusste nicht, dass er sie vergewaltigt hat. Also war es technisch gesehen keine Vergewaltigung, richtig? Sie wollte es zwar nicht, hat es gezwungenermaßen getan, weil sie sich nicht getraut hat, Nein zum König zu sein, aber er … er dachte, sie wäre nur schüchtern, aber es würde ihr gefallen. Was zur Hölle? Wie verblendet, blind, dumm und egoistisch muss man sein, um nicht zu merken, wenn es hier wieder und wieder und wieder nicht gefällt?! Das hat mich beim Lesen so sehr aufgeregt, wie dieses wichtige Thema behandelt wurde. Ja, Malcom sagt tatsächlich selbst, er wäre nicht davon ausgegangen, dass sie es nicht wollen könnte, denn es hat noch nie jemand bei irgendetwas Nein zu ihm gesagt. Somit schließt sich der Kreis und es entsteht fast der Eindruck, Elizabeth sei selbst schuld, denn sie hat ja nicht Nein gesagt … holy … Nur weil man nicht ausdrücklich NEIN sagt, sagt man damit nicht direkt JA! Meine Güte. Ich habe beim Lesen durchaus verstanden, dass Malcom nicht der brutale, bösartige Typ ist, den man sich vielleicht zuerst vorgestellt hat. Aber er hat trotzdem hochgradig falsch gehandelt, er war trotzdem nur auf seine Lust und Interessen bedacht, er hat sie dennoch gegen ihren Willen gezwungen, mit ihm zu schlafen. Du kannst nicht so blind sein für dein Gegenüber und das dann damit entschuldigen, dass halt noch nie jemand Nein zu dir gesagt hat. Ja, meine Güte, warum wohl? Du bist der König. Und trotzdem hättest du aufmerksamer sein können. Die Unwissenheit ändert nichts an der Tat. Er hat sie monatelang missbraucht, was man Elizabeth halt auch kaum anmerkt. Sie ist ihm erst wieder viel zu neutral gegenüber eingestellt und relativ schnell empfindet sie sogar Sympathie, als wenn nichts gewesen wäre. Überhaupt wird Malcom in eine Position gerückt, in der wir Leser Mitleid mit ihm haben sollen, in der wir ihn mögen sollen … der arme Kerl, entthront und in den Kerker geworfen worden vom eigenen Onkel. Die ganze Behandlung dieses Themas ist ein Armutszeugnis. Das, was hier vermittelt wird, ist höchst verantwortungslos. Es ist ein Jugendbuch ab 14 und man bekommt sowohl den Eindruck, dass Elizabeth das Ganze nicht viel ausgemacht hat (show, don’t tell …), als auch den, dass sie teils selbst schuld sei. Über allem steht die Tatsache, dass Malcom sich nie wirklich einer Schuld bewusst ist. Für ihn ist es eigentlich kein Missbrauch gewesen, denn er hat sich bloß geirrt und es gut gemeint … Elizabeth verzeiht ihm auch ganz schnell, als wäre nie was gewesen. Es ist und bleibt aber Vergewaltigung, ob Malcom das in dem Moment bewusst war oder nicht. Wie das ganze Buch über konnte mich auch das Ende spannungsmäßig einfach nicht packen. Ich habe es einfach nur runtergelesen und wollte es beenden. Das Finale ist nicht todlangweilig, aber auch nicht überragend spannend. Die Tode (oder eher der Tod) haben es leider nicht geschafft, etwas auszulösen – wundert aber nicht, denn auch bei Elizabeth wird nichts ausgelöst Wir kriegen allerhöchstens gesagt, was sie dazu fühlt. Generell wurde auch am Ende wieder deutlich, was ich vorhin bereits schrieb: Elizabeth hat nichts Besonderes an sich. Sie trägt zum Ende kaum etwas bei. Man kann sie eigentlich rausstreichen. Die eine Sache, die sie am Ende macht, hätte früher oder später irgendjemand anderes geschafft. Es ist wichtig, dass man seine Protagonisten nicht zu sehr overpowered, da es sonst schnell langweilig wird. Bei Elizabeth ist eher das Gegenteil der Fall. Wie gesagt, ich werde sie nicht in Erinnerung behalten. Wie das ganze Problem am Ende aufgelöst wird, ist auch sehr unspektakulär gewesen. „Ja, ups, Blackwell hat sich halt geirrt.“ Wow. Ganz zu Schluss ist dann plötzlich alles perfekt. Es werden diverse Länder erwähnt, wie vorher auch schon, bei denen man, da es dem Buch an einer Karte mangelt, sich fragt, wo genau diese eigentlichen liegen, wie deren Beziehung zu Anglia ist usw. Das World Building lässt leider zu wünschen übrig. Wir haben es hier irgendwie mit unserer Welt im 16. Jahrhundert zu tun, aber bis auf ein paar Hinweise merkt man dies nicht. Man könnte sagen: Zu wenig Kontext für historische Fantasy, zu viel Bezug zu unserer Welt für eine eigenständige Fantasywelt. Fazit: Alles in allem bin ich froh, die Dilogie beendet zu haben. Band 1 war ein Reread, damals gefiel es mir besser, ich weiß auch nicht, warum. Witch Hunter strotzt leider vor flachen Figuren, einer langweiligen Protagonistin, unnötigem Drama, fehlenden Erklärungen, Widersrpüchen und, was das Malcom-Thema angeht, vor Verantwortunslosigkeit. Ich kann die Reihe daher nicht guten Gewissens weiterempfehlen, da es einfach bessere Bücher gibt, mit denen man seine Zeit verbringen kann.
COVER Eigentlich bin ich kein Fan von langweiligen Mädchengesichtern auf dem Cover. Hier passt es aber. Das Mädchen, das stark in die Kamera guckt, dazu die Vögel, und das Schwert. Es ist passend und wirklich schön dazu! MEINE MEINUNG Der erste Band war eines der besten Bücher, die ich im letzten Jahr gelesen hatte. Es passierte wahnsinnig viel, es wurde viel erklärt und die Charaktere waren mir sehr sympathisch. Das Setting und alle Handlungen hatten gepasst und ich war wirklich positiv von dem Buch überrascht. In Band zwei habe ich leider ein wenig die Atmosphäre vom ersten Teil vermisst. Der Großteil der Charaktere war mir zwar noch sympathisch, allerdings kam es mir so vor, als wäre vergleichsweise wenig passiert und dann irgendwie auch eher langweilige Sachen. Dabei fing das Buch wirklich gut an. Gleich auf den ersten Seiten kommt es zum ersten Angriff mit Toten, es gibt Verhandlungen und später auch wieder humorvolle Dialoge mit John. Und dann ganz plötzlich von einer Seite zur nächsten hat das Stigma Besitz von ihm ergriffen und man hat John nicht wiedererkannt. Das hat mir irgendwie das ganze Buch "versaut". Mit Johns neuer Art konnte ich überhaupt nicht umgehen. Er hat mich nur noch genervt! Die Begründung habe ich zwar im Ansatz verstehen können, allerdings erschien mir sein Umschwung viel zu plötzlich, als dass ich es nachvollziehen könnte. Die nächsten Seiten waren dann also eher so lala. Generell fand ich es auch ein wenig schade, dass der Fokus dieses Mal auf so wenigen Personen liegt. Im ersten Band gab es viele Charaktere, die Kurzauftritte hatten. Dieses mal war es eher ein "entweder du bist wichtig und kommst das ganze Buch vor" oder "du bist unwichtig und bekommst keinen Namen" (übertrieben gesagt). Mir hat es aber dennoch sehr gut gefallen, dass Fifer und Skyler häufig vorkommen und auch die neuen Personen waren mir sympathisch. Einige Handlungen Elizabeths konnte ich im Vergleich zum ersten Band nicht ganz nachvollziehen, da ich das Gefühl hatte, sie handelt deutlich unüberlegter und ungeplanter. Allerdings hat sie trotzdem auch sehr gute Ideen und Strategien, wie man den Kampf gegen Blackwell führen kann. Das Ende fand ich einerseits wirklich gut und andererseits kitschig. Es hätte wirklich, wirklich genial werden können, ich habe dann aber doch an einer Stellen mit den Augen rollen müssen. Das Ganze wirkt jetzt irgendwie sehr negativ, schlecht fand ich das Buch aber keinesfalls. Virginia Boecker schreibt wie gewohnt toll und in meiner Lieblingserspektive (1. Person Präsens), was die Handlung noch einmal ein wenig actionreicher macht, da man als Leser näher dran ist. Zudem haben mir einige Wendungen gut gefallen und auch die Kämpfe waren gut geschrieben. Nur im Vergleich zum ersten Buch ist es leider nicht auf dem hohen Niveau geblieben. FAZIT Der zweite Band kann leider nicht an das Niveau des ersten anknüpfen. Nicht nachvollziehbare Charakterentwicklungen und weniger Ereignisse lassen das Buch ein wenig zäh wirken. Das Ende war gut und der Schreibstil hat mir sehr gefallen. Wer den ersten Band mochte, sollte auch den zweiten gelesen haben. 7/10
Virginia Boecker war mit "Witch Hunter" ein erfrischender Auftakt gelungen, der nicht nur mit Hexen und Hexenmeistern sondern auch mit Piraten, Geistern, Ghouls, Wiedergängern und vor allem mit sympathischen Charaktere aufwartete. Die tolle Mischung der mittelalterlichen Hexenjagd und einigen fantastischen Aspekten zauberten ein unterhaltsames Lesevergnügen, das ich gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Kein Wunder also, dass ich mich auf das Finale dieser Dilogie freute. Und ich kann schon vorab verraten, dass mir "Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit" sogar fast noch ein bisschen besser gefallen hat. Band 2 steigt an einer taktisch gut gewählten Stelle ein. Der ehemaligen Hexenjägerin Elizabeth steht nämlich ihre Anhörung vor dem Rat an. Virginia Boecker geht es am Anfang ruhig an und gibt dem Leser Zeit, sich wieder in der Geschichte mit all ihren Charaktere und Wesen zurechtzufinden. Danach zieht die Autorin den Spannungsbogen gekonnt an und weiss auch zu überraschen. Auch dieser zweite Teil ist aus der ich-Perspektive von Elizabeth geschrieben. Durch das Präsens ist man wieder hautnah am Geschehen dabei. Elizabeth ist eine starke und sympathische Protagonistin, denn sie wirkt ehrlich und authentisch. Im ersten Band hat sie ihr Stigma auf John übertragen und genau das bringt sie nun in ein Dilemma. Auf der einen Seite ist sie froh, dass sie ihm damit helfen kann, auf der anderen Seite hätte sie den Schutzzauber gerne zurück um besser kämpfen zu können. Zudem sieht sie, wie sich John durch das Stigma verändert: aus dem mitfühlenden Heiler wird ein skrupelloser Kämpfer. So überrascht es nicht, dass die harmonische Beziehung zwischen den beiden zu bröckeln beginnt. Es ist sehr spannend, die Entwicklung von Elizabeth und John mitzuverfolgen. Zudem treffen wir etliche Charaktere aus dem ersten Band wieder. Sehr gut gefallen hat mir, dass der Widergänger Skyler mehr Platz bekommen hat. Die Szenen mit ihm hatten immer einen extra hohen Unterhaltungswert. Aber auch sonst ist "Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit" ein richtig klasse Schmöker, aus dessen Welt man nicht mehr so schnell wieder auftauchen möchte. Zwar ist er etwas düsterer als noch sein Vorgänger doch in Sache Spannung und Unterhaltungswert steht er ihm in nichts nach. Im Gegenteil: Virginia Boecker konnte mich noch mehr faszinieren und fesseln, so dass ich am Ende etwas traurig das Buch zuklappte und gerne auf einen weiteren Band gewartet hätte. Aber wie lautet ein bekanntes Sprichwort? Man soll aufhören, wenn es am schönsten ist! Fazit: spannend, fesselnd, magisch "Witch Hunter - Herz aus Dunkelheit" ist wieder ein klasse Buch und somit ein wirklich gelungener Abschluss der Dilogie. Virginia Boecker vereint ein historisches Setting mit Fantasy und facettenreichen Charaktere in einem absolut lesenswerten Schmöker. Eine fantastische Dilogie, die ich nur weiterempfehlen kann!
Nachdem Blackwell den König gestützt hat, sitzt er jetzt auf dem Thron und jagt nach Elisabeth Grey, seiner ehemaligen Hexenjägerin. Diese hat bei John und seinem Vater Unterschlupft gefunden hat. Aber auch hier ist sie nicht sicher, denn der Rat will ihr den Prozess machen. Elisabeth hat sich in den Kopf gesetzt, Blackwell zu töten, auch wenn diese Aufgabe was unmöglich erscheint, jetzt wo sie ihr Stigma an John weiter gegeben hat. Wird es ihr trotzdem gelingen, Blackwell zur Strecke zu bringen? Ein Kampf auf Leben und Tod beginnt. Auf diese Fortsetzung habe ich mich sehr gefreut, denn der 1. Teil gehört zu meinen Jahreshighligths. Ich muss echt gestehen, dass ich anfangs einige Schwierigkeiten mit den vielen Namen hatte, an alle Charaktere konnte ich mich nicht mehr erinnern. Trotzdem war ich nach kurzer Zeit wieder total gefesselt von der Handlung. Anders als im 1. Teil ist die Handlung wesentlich ruhiger, was mir sehr gut gefallen hat. So lernen wir hier John und Elisabeth von einer völlig anderen Seite kennen. Hat die Romanze zwischen den beiden im ersten Teil noch eine Nebenrolle gespielt, rückt sie hier im 2. Teil mehr in den Fokus. John verändert sich im Laufe der Handlung sehr, was die aufkeimende Romanze auf eine harte Probe stellt. Es tauchen Charaktere auf, mit denen habe ich gar nicht gerechnet, da hat die Autorin mich an manchen Stellen doch sehr überrascht. Aktion gibt es aber auch genug und am Ende kommt es dann zum dramatischen und spannenden Endkampf. Die Reihe ist mit diesem Teil auch zu Ende und lässt mich sehr zufrieden. Ich vergebe auch dieses Mal wieder die volle Punktzahl mit klarer Leseempfehlung.
I made myself read half of the book until I realized: Life is too short to waste it on bad books. The plot just ... happened, an utterly boring something happened and I couldn' be bothered with it. Nothing noteworthy took place and I didn't feel close to the characters at all. John's transformation would've been more believable if the two sides of his personality clashed, but they didn't. Instead he just suddenly became someone else, which felt like a punch in the face. The first book should've stayed a standalone.
Was bleibt der gefürchteten Hexenjägerin Elizabeth Grey, nachdem sie ihr Stigma und damit ihre magische Unverwundbarkeit verloren hat? Ihr Kampfgeist. Und ihre Liebe. Doch nicht alle trauen der ehemaligen Gegnerin. Und was hat John, der Heiler, gewonnen, nachdem die Kraft des Stigmas auf ihn übergegangen ist? Sein Leben. Und eben jene Unverwundbarkeit. Aber diese Kraft verändert ihn. Und schon bald erkennt Elizabeth ihn kaum wieder. Denn seine neue Macht treibt ihn in den tobenden Krieg. Wird Elizabeth John vor dem Sog des Stigmas schützen können? Ohne ihre einstige Stärke, aber mit dem Mut der Verzweiflung? (Klappentext) Es könnten Spoiler enthalten sein, da es sich hier um den zweiten Band einer Reihe handelt und sich auf Informationen und Details aus dem vorherigen Band bezieht. Der Beginn diesen zweiten Bandes hat mir gleich gut gefallen. Nach dem Kampf gegen Blackwell und dem Verlust ihres Stigmas hat Elizabeth einige Probleme : Ein Plan erschaffen um Blackwell zu stürzen und ihre neue Situation und ohne ihr Stigma. Zudem wurde es auch direkt spannend, als die Anhörung vor dem Rat über ihr Schicksal und ihre früheren Taten als Hexenjägerin ansteht. Richtig gut gefallen hat mir die Darstellung des Konflikts zwischen John und Elizabeth. Die Übertragung des Stigmas hat einiges verändert und beide haben unterschiedliche Vorstellungen, welche Rolle der anderen im weiteren Vorgehen gegen Blackwell spielen soll, weil sie in Sorge um das Leben des anderen sind. Zitat : "John dagegen weicht seinem Blick aus, während er gleichzeitig meinen einzufangen versucht. Zwischen uns hängt immer noch der Nachhall unseres Disputs : Ich will kämpfen. John will nicht, dass ich es tue. [...] Ich will nicht, dass John kämpft. John ist wütend auf mich, aus Gründen, die ich nachvollziehen kann, und ich bin wütend auf ihn, ohne zu wissen warum." Dabei mochte ich auch, wie die Autorin das Ganze weiter umgesetzt und zu einem großen Teil der Handlung gemacht hat. Elizabeth hat Identifikationsprobleme ohne zusätzliche Kraft und Stärke im Kampf und hier fand ich ihren Ehrgeiz ihre Fähigkeiten ohne diese neu zu erlernen, wirklich bewundernswert und ein übereugender Aspekt in der Geschichte. Skyler und Fifer waren wieder coole Nebencharaktere und auch Keagan und Malcolm hatte interessante Charaktereigenschaften. Die Thematik mit den Wiedergängern hat mir im Zusammenhang von der Story gut gefallen und dass sie eine größere Bedeutung als im ersten Teil hatten und durch ihre Anwesenheit viele Situationen verbessern oder verschlechtern konnten. Zitat : "Ich hole tief Atem. In mir tobt eine Schlacht zwischen dem, was ich weiß, und dem, was ich nicht weiß, bis alles in Trümmern liegt und ich gar nichts mehr weiß." Zwischendrin war für mich persönlich das Buch etwas zu ruhig und nicht so viel passiert ist. Ich hatte das Gefühl, dass die Geschichte zu wenig vorangekommen ist und die Spannung hat leider auch dann ein bisschen gefehlt. Erst als der endgültige Kampf immer näher gerückt ist und die Vorbereitungen nicht mehr im Vordergrund standen, war es wieder fesselnder und mitreißender. Insgesamt aber eine empfehlenswerte Reihe, die ich gerne mochte. Fazit : Gelungener Abschluss der Reihe mit guten Konflikten und Problemen, aber ich fand die Geschichte leider in der Mitte zu ruhig und zu wenig actionreich.
"Herz aus Dunkelheit" ist die Fortsetung und gleichzeitig der Abschlussband von "Witch Hunter" von Virginia Boeck. Beide Bücher sind im Jahr 2016 im dtv Verlag als gebundene Ausgaben erschienen. Der erste Band sollte unbedingt zuerst gelesen werden, da die Handlung aufbauend ist. Da ich mich an den ersten Teil nicht mehr erinnern könnte, habe ich ihn vor dem zweiten Teil erneut gelesen und war auch beim zweiten Lesen begeistert und hatte Band1 wieder innerhalb von zwei Tagen fertig. Bei dem zweiten Teil hatte ich den Eindruck, dass die Handlung in der ersten Buchhälfte vor sich hinplätschert und nichts Nenenswertes passiert. Das fand ich schade, und damit hat sich das Lesen bei mir in die Länge gezogen, so dass ich eine Woche für den zweiten Band gebraucht habe. In der zweiten Hälfte der Geschichte passieren endlich die spannenden Wendungen, auf die ich schon knapp 200 Seiten gewartet habe, und die Ereignisse überschlagen sich. Allerdings fehlt mir in der zweiten Buchhälfte oft die Tiefe der Ereignisse. Ich hätte nicht das Gefühl, irgendwas verpasst zu haben, wenn ich diesen Band nicht gelesen hätte. Fazit: Eine bessere Verteilung der Handlungsdichte hätte mir besser gefallen.
! ACHTUNG - ENTHÄLT SPOILER ZUM VORGÄNGER ! Fesselnd war das Buch auf jeden Fall. Es zog mich in seinen Bann und entführte mich in das historisch angehauchte, wenn auch eigentlich mehr oder auch weniger fiktive Land Anglia, in die Welt der Hexen und Hexenmeister, der Magie und Intrigen. Auch Spannung ist definitiv vorhanden, vor allem durch den Kampf gegen Blackwell und die ständige Gefahr. Es wird oft gesagt, die Fortsetzung sei schwächer als ihr Vorgänger, was ich so nicht bestätigen würde. Ich wurde bestens unterhalten, anfangs teils auch durch die oft humorvoll geprägten Interaktionen der Charaktere, aber auch durch die actionreichen Kämpfe. Zu Beginn hatte ich kurz Schwierigkeiten, alles wieder einzuordnen und mir die Details wieder in den Kopf zu rufen, zumal kaum bis gar keine Informationen zusätzlich gegeben werden. Mit einem entspannten Einstieg hält sich die Autorin sowieso nicht auf, es geht sofort spannungsgeladen los. Was ich von dem Ende halten soll, weiß ich noch nicht. Es passt, es ist gelungen, aber irgendwie fehlt mir der Funke, der es perfekt macht. Persönliches Problem. Elizabeth ist eine starke Protagonistin, die nach dem Verlust ihres Stigmas ihre Fähigkeiten neu entwickeln muss, und somit alles andere als unfehlbar oder unbesiegbar ist. Dennoch opfert sie viel, um ihre Wünsche durchzusetzen. Auch steht sie im stetigen Konflikt mit der Tatsache, dass ihre Vergangenheit, ihre Erinnerungen und ihre Fähigkeiten davon geprägt sind, dass sie einst die Feindin derjenigen war, die ihr heute am Herzen liegen. Die Liebesgeschichte mit John ist vor allem anfangs ganz süß, allerdings zeigt sich bei ihm zunehmend der Einfluss des Stigmas, das ihn verändert. Auch mit anderen gern gewonnen Charakteren wie Nicholas, Skyler und Fifer gibt es natürlich ein Wiedersehen, auch wenn alles unter dem Stern eines drohenden Krieges steht. Fazit: Solider Abschluss mit viel Spannung, fesselndem Schreibstil und einer starken Protagonistin





























