Deep Cuts
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Description
Schließen Sie mal kurz die Augen. Und denken Sie an Ihre 20er Jahre zurück, an einen Freitagabend, in einer Kneipe … An einem solchen Abend trifft Joe Morrow Percy Marks. Und ist fasziniert. Ob Indie, Garage Rock, R&B, Tracy Chapman oder die Beatles: Mit dieser coolen jungen Frau kann er über Musik diskutieren wie sonst nur mit Jungs. Auch Percy spürt, dass sie in Joe endlich jemanden gefunden hat, der ihr unglaublich musikalisches Gespür schätzt. Als er ihr seinen ersten Song vorspielt, erkennt sie sein großes Talent und beginnt ihm zu helfen. In ihrem gemeinsamen Schaffen entsteht dabei etwas unbestreitbar Elektrisierendes, das auf die Liebe zusteuert. Und zugleich, unausweichlich, auf Schmerz. Denn Percy will, nein, sie muss auch ihren eigenen Weg finden ...
Book Information
Author Description
Holly Brickley, geboren und aufgewachsen in der Kleinstadt Hope, British Columbia, schreibt schon seit ihrer Kindheit, mit 18 zog es sie aber erst einmal in die Großstadt, nach L.A., New York und San Francisco. Nach dem Studium der Englischen Literatur an der UC Berkeley und ihrem MFA-Abschluss in creative writing an der Columbia University arbeitete sie mehrere Jahre als Trendhunterin und später Markenstrategin, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Inzwischen lebt sie mit ihrem Mann und zwei Töchtern in einem knarrenden alten Haus in Portland, Oregon. ›Deep Cuts‹ ist ihr erster Roman.
Posts
Beim Lesen hab ich Austin Butler ja tatsächlich vor Augen gehabt. Die Geschichte ist aber keine kitschige Lovestory, sondern konzentriert sich vor allem auf die Entwicklung von Percy. Die ganzen Analysen verschiedener Songs spiegeln dabei das Innenleben der Figuren. Das muss man mögen. Und dennoch kriegt mich diese schwierige Liebe am Ende doch. Gerade das vermeintlich Unmögliche macht es so echt.
"Ich glaube, Songs gaben mir ein Fenster in ein magisches Leben"
"Ich glaube, Songs gaben mir ein Fenster in ein magisches Leben" Die Musik der Vergangenheit und der Vibe dieses Buches treffen genau meinen Geschmack. Musik bedeutete für mich immer so viel Trost, Ausdruck und Ausgelassenheit. Dementsprechend habe ich mich auf dieses Buch gefreut. Percy Marks nimmt uns mit auf eine Zeitreise, die angefangen in den frühen 2000er-Jahren beginnt und uns durch die Evolution der Musikszene führt. Für sie ist Musik kein bloßer Klang, sondern ein tiefes, emotionales Erlebnis,- Gefühle, die ich vollkommen nachvollziehen kann. Diese außergewöhnliche Fähigkeit, mehr als nur die bloßen Töne zu spüren, macht sie im Laufe der Jahre zu einer gefragten Expertin auf ihrem Gebiet. Immer im Hintergrund ist Joe Morrow, den sie nie ganz loslassen und nie ganz bei sich haben kann. Joe macht währenddessen Karriere, mit Songs, die nächtelang in Percy's Regie entstanden sind. Über all die Zeit, als sie sich nicht sahen, war Joe immer wieder in Percy's Kopf, trotz der Entfernung, Beziehungen und anderweitigen Erfahrungen. Es lässt sich nicht zu jedem Zeitpunkt zuordnen, was die Zwei füreinander empfinden: Es ist eine Mischung zwischen Freundschaft, Liebe, Zugehörigkeit, aber auch viel Schmerz. "Ich war nicht diejenige, die ich dachte, sein zu wollen. Und er war nicht derjenige, den ich dachte, er müsste sein, um mich in diese Person zu verwandeln." In diesem Buch fühlt sich alles danach an, in diese Zeit zurückkehren zu wollen. Der Vibe hat mich komplett abgeholt. Trotzdem gelang es mir nicht, ganz in die Geschichte zu finden. Die Protagonistin vermittelte mir persönlich zu wenig emotionale Tiefe, weshalb ich zeitweise schwierig eine Verbindung zu ihr aufbauen konnte. Hilfreich war, mir das Buch zwischendurch als Hörbuch anzuhören. Die Songs sind grandios, auf die Kunst der Musik 🙌🏻🎸🎶

Nicht Supersonic
Ein anstrengendes Buch. Indie Musik spielt eine große Rolle bzw. ist fast ein Hauptcharakter hier. Also, nur lesen, wenn ihr euch gut mit Musik, besonders mit Indie, auskennt. Ich fand die Handlung vorhersehbar, die Protagonisten entwickeln sich nicht - ich fand weder Percy noch Joe sympathisch und ihr Umgang miteinander ist ziemlich toxisch.
Jukebox des Lebens
Deep Cuts ist ein Roman, der von der ersten Seite an in Schwingung gerät wie eine vertraute Melodie, die man lange nicht gehört hat. Erzählt wird die Geschichte zweier Menschen Percy und Joe deren Beziehung ebenso verworren wie intensiv ist – fast scheint es so, als ob sie einzig und allein durch die Musik wirklich miteinander verbunden wären. Die Musik der Beziehung der beiden klingt nach Sehnsucht, manchmal nach Schmerz, immer nach einer Wahrheit, die sich nicht in klare Worte pressen lässt. Dabei sind es nicht nur Songs, die sie verbinden, sondern das, was sie auslösen: all die Emotionen, die durch die Musik das Leben greifbarer machen. Besonders eindringlich ist die Nostalgie der 2000er, die beim Lesen mitschwingt: bekannte Songs, die Erinnerungen hervorrufen, aber auch verborgene Perlen, die längst vergessen geglaubte Gefühle wieder ans Licht holen. Dieses Spiel mit Erinnerung und Gegenwart schafft eine Atmosphäre, die zugleich vertraut und neu ist. Und dazwischen zwei Menschen, die ihren Platz im Leben suchen. Doch der Roman ist nicht nur eine Hommage an die Musik, sondern auch an die Freude der Kreativität selbst. Brickley erzählt von der Magie, etwas Eigenes zu erschaffen, von dem Rausch, gemeinsam kreativ zu sein, und von der Unsicherheit, das eigene Talent zu erkennen – oder es unbemerkt vor sich selbst zu verstecken. Hinter allem liegt ein Gefühl tiefer Freundschaft, von Freiheit, von den unendlichen Möglichkeiten des Lebens, und von der Liebe zur Musik, die alles durchdringt. Lest dieses Buch, wenn ihr das Leben liebt, die Musik, wenn ihr euch selbst finden und tiefe Emotionen spüren wollt. Und dann legt euren liebsten Song auf und tanzt!
Ich hatte hier ein ähnliches Problem, wie als ich Kaiser der Freude gelesen habe. Ich hab 70% gelesen und mich dann dem Ende zugewandt, weil ich einfach keine Verbindung zu der Story bekommen habe. Hier sehe ich aber auch nicht so wirklich Mehrwert in der Story. Die Charaktere sind unlikable, die Romance in einem Großteil der Story fand ich unausstehlich. Wieso lese ich dieses Jahr so viele Bücher mit so extreeeeeem nervigen Charakteren. Ich mein diese beiden Arschgeigen verdienen einander tbh. Wirkt jetzt nicht so wirklich als würde ich das empfehlen, aber vielleicht mal einen Rave Review gegen lesen, es ist an sich wirklich nicht schlecht, einfach nichts für mich. Die Sexszene ganz am Ende war eine der unangenehmsten Dinge die ich so gelesen habe dieses Jahr 🫠
Alles alles hieran hätte ich lieben müssen….
… aber hätte, hätte… Ja, das war meine Zeit, das war meine Musik, das war meine Subkultur. So die Erwartung. Nur war Deep Cuts nichts davon. Joes und Percys Geschichte war wie ein Paralleluniversum, das am Ende doch nur sehr wenig mit meiner Indie-Szene zu tun hatte. Und irgendwie haben mich die beiden dann sogar genervt. Percy musste nicht noch musiknerdiger sein, als alle anderen und Joe… nun, der hatte halt ne Band. So wie ALLE anderen zu dieser Zeit. Was an ihr zu speziell war, war es an ihm zu wenig. Was an beiden die besondere Geschichte hätte sein sollen, war am Ende doch nur eine Aneinanderreihung von Klischees vom Trendsetter über den Hipster bis zum Influencer (mir wird schon wieder ganz mulmig bei dieser Aufzählung). Egal wie, ich hatte einfach so viel mehr erwartet.
Ein Coming-of-Age-Roman aus den 2000ern, mit Liebesgeschichte und Musik als zentralem Thema? Da bin ich als Baujahr 1982 sofort dabei. 🙌🏻 Aber konnte mich 'Deep Cuts' von Holly Brickley am Ende auch wirklich überzeugen? Schauen wir mal ... Zur Story: Percy liebt Musik - sie hört sie nicht nur, sie fühlt und seziert sie regelrecht. Als sie auf Joe trifft, einen charismatischen Musiker, spürt sie schnell eine starke Anziehung. Gemeinsam basteln die zwei an Songs, oft in Begleitung von Joes Freundin Zoe. Die drei verbringen einen intensiven Sommer zusammen - ein echtes Kleeblatt. Doch wie das oft so ist: Beziehungsstatus - es ist kompliziert. Mein persönliches Highlight war die Figur Zoe und vor allem die entstehende Freundschaft zwischen ihr und Percy. Diese Dynamik zwischen den zwei hat mir beim Lesen sehr gut gefallen. Irgendwann hat mich die Geschichte jedoch verloren. Ich glaube, mir fehlt einfach die tiefe Leidenschaft für Musik, die dieses Buch so sehr durchzieht. Songtexte, Interpreten, musikalische Referenzen - all das steht stark im Vordergrund, und da konnte ich nicht mehr ganz andocken. Auch die Entwicklung zwischen Percy und Joe hat mich mit der Zeit weniger angesprochen - da war meinerseits einfach eine Distanz zu diesen beiden Figuren. Mein Fazit: Tolles Setting, teils interessante Figuren, einige starke Botschaften - aber das Buch richtet sich ganz klar an Leser*innen mit einem großen Faible für Musik. Mich persönlich konnte der Roman leider nicht ganz abholen. Aber wie wir wissen: Geschmäcker sind - zum Glück - verschieden.

Insgesamt hab ich das ganz gerne gelesen. Eine „we‘re meant to be“-Liebesgeschichte zwischen einem Musiker und einem Musiknerd aus den beginnenden 2000ern. Musikalisch war das jetzt alles nicht so mein cup of tea (hauptsächlich Indie) aber ich mochte diese für mich bisher noch nicht gelesene, belletristisch verpackte Perspektive auf Songwriting und Musikproduktion. Die Hauptfiguren Percy und Joe fand ich stellenweise nervig, aber Zoe hab ich ins Herz geschlossen. Das Cover finde ich leider superlangweilig, da würde mein Blick in der Buchhandlung niemals hängenbleiben.
Wow, ein Buch wie ein richtig, richtig guter Song! Und dazu noch einer, der mich in die Zeit zurückversetzt hat, in der ich es gefeiert habe, Indie-Musik-Blogs zu lesen, stundenlang an Mixtapes zu feilen und sie für mich sprechen zu lassen. 🎶💿 Im Mittelpunkt des Romans steht Percy. Musikliebhaberin durch und durch; allerdings eher auf emotional-analytischer als auf Bühnen-Seite. Als sie eines Abends den Musiker Joe trifft, der sie um ihre Meinung zu einem von ihm geschriebenen Song bittet, entsteht eine besondere Verbindung zwischen den beiden. Schnell merken die beiden, wie sehr ihre Meinung und Gedanken seine Songs bereichern. Ebenso merken sie, was sie füreinander sind und sein könnten… Doch die Linien zwischen Support, Freundschaft, Liebe, Neid und Eifersucht sind schwimmend und bleiben dies auch über Jahre hinweg. Neben Percy und Joe ist die Musik eindeutig eine weitere Hauptfigur. Sie trägt die Geschichte und damit sowohl die leisen als auch die lauten Töne und Schwingungen zwischen den Menschen. Für mich fühlte sich das Lesen so an, als hätte Holly Brickley Emotionen, die einem gute Musik geben kann, kondensiert und in einen Roman gesteckt. Das Ganze gespickt mit Retro Vibes der 2000er - großartig! Absolute Leseempfehlung für alle, die Musik lieben und insbesondere für die, die die Indie-Musik-Szene der 2000er geliebt und gelebt haben.
Eine sehr schöne Geschichte, mit mehr Tiefgang wie vermutet!
Ein Buch mit ganz viel Musik und Nostalgie, sowie zwischen Neid, Freundschaft und Liebe. Dieses Geschichte von Holly Brickley (ü: Stephan Kleiner) versetzt uns zurück in den Anfang der 2000er Jahre. Dieses Gefühl und die Euphorie in den nächsten Laden zu rennen und die neuste CD zu kaufen, erfüllte mich schon mit dem Lesen mit einem Hauch Nostalgie. Wir begleiten hier unser Protagonistin Percy in ihrem Leben und in ihrer Liebe zur Musik. Sowie auch ein Lied in ihre Einzelteile zu zerlegen. Diese Dynamik, die hier durch die Songtexte und Blogbeiträge innerhalb der Geschichte geschaffen wurde, fühlt sich einfach so gut an. Machte die Geschichte echt und authentisch. Obwohl mir noch mehr von den Gefühlen gefehlt hat. Ein tolles Buch, vor allem die Bücher von Layne Fargo und Taylor Jenkins Reid mögen, sollten sich auch dieses kleine Schmuckstück anschauen. Finde das Cover schon sehr sehr gelungen. Und wer gerne Musik hört zum lesen sollte sich die Playlist genauer anschauen, die es dazu gibt 🎶
Liebe zur Musik
In Deep Cuts geht es um Percy Marks. Ein junges Mädchen in den 2000er Jahren in Berkeley, Amerika. Ihre Leidenschaft ist Songs auseinander nehmen, sie zu interpretieren, die Musik zu fühlen. An einem Abend in einer Bar lernt sie Joe kennen. Sie sind sofort auf der selben Wellenlänge, unterhalten sich stundenlang über Songs und die Musik. Er ist Sänger und bittet Percy ihm bei den Songs zu helfen. Es entsteht eine tiefe Verbindung, die an jeder Ecke rüttelt. Von New York übe Kalifornien bis nach Miami. Es wird eine Geschichte von einer mutigen Frau erzählt, die ihrer Leidenschaft nach Musik folgt. „Darum war das Lied so kurz!, schoss mir durch den Sinn - weil Verbundenheit genau wie eine Erinnerung immer nur kurz aufblitzte.“ Ich habe ehrlich gesagt ein bisschen gebraucht, um reinzukommen. Es geht super viel um Musik, um Lieder, die ich teilweise nicht kenne. Es gibt aber einen QR Code, unter dem man sich die Lieder anhören kann, was ich sehr cool finde. Mit Musik unterspielt, bin ich Percy in ihren 20ern gefolgt. Sie versucht ihr Leben aufzubauen, begleitet von ihrer Freundin Zoe und der ihrer Leidenschaft zur Musik. Sie selbst kann nicht singen, aber sie hat das große Talent Songs zum komponieren. Und die Liebe zu Joe. Es geht um die Freude mit jemanden gemeinsam kreativ zu sein. Es geht um Talent, was vielleicht manchmal ungerecht verteilt ist und dass es oft versteckt bleibt, wenn man nicht danach sucht und es zeigt. Es geht um die Anziehung zwischen zwei Menschen, deren Basis die Liebe zur Musik ist und sie somit eine Sprache sprechen. Ganz ganz schön!
Liebe, Musik und die frühen 2000er
Dies ist eine Liebesgeschichte und Eins vorab: ich lese eigentlich nie Liebesgeschichten. Die sind mir irgendwie grundsätzlich zu cheesy. ABER: hier geht es um Musik und die frühen 2000er. Hatte ich Bock drauf. Joe und Percy treffen sich im Jahr 2000. Sie studieren beide und besitzen beide eine unglaublich große Leidenschaft für Musik. Joe ist selbst Sänger und Songwriter und schnell merken die beiden, dass sie zusammen richtig gute Tracks aufs Papier bringen. Doch da ist auch eine Anziehung, die von vornherein schlechte Karten hat. Zuerst ist Joe vergeben, dann geht die Karriere vor, dann fehlt angeblich die Anziehung,...es gibt in dieser Geschichte immer Gründe, die gegen die Liebe der beiden sprechen. Und auch die Zusammenarbeit steht unter keinem guten Stern. Die Jahre vergehen und die beiden verlieren sich stetig aus den Augen, um dann wieder aufeinander zu treffen. Erzählt wird dabei aus Percys Perspektive. Das bedeutet, wir folgen ihr durch ihr Leben als junge Frau in den USA der frühen 2000er. Diesen Aspekt mochte ich ganz gerne. Es geht zum Beispiel auch um ihren Struggle mit dem Berufsleben, der damaligen politischen Lage, den Männern im Allgemeinen. Aber sie kommt eben nun mal auch einfach nicht von Joe los. Sie vergibt ihm fürchterliches Verhalten, lässt sich immer wieder in eine unterlegene Position bringen und schmachtet dabei diesen heißen, irgendwie kaputten Musiker an. Nicht so geil. Außerdem muss man wissen, dass die Musik keine Nebenrolle in diesem Roman spielt. Es wird wirklich ununterbrochen von Songs, Alben und Interpreten geredet - von den ich leider kaum etwas kannte. Da werden Songs interpretiert, die ich noch nie gehört habe und Namen gedroppt bis zum Gehtnichtmehr. Das hat es mir echt seeehr schwer gemacht reinzukommen. ABER: als ich dann endlich in der Geschichte war, hat sie plötzlich einen richtigen Sog entwickelt und ich konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Ich glaube, was mich so hingerissen hat, war die Begeisterung der Autorin für Musik, die der Geschichte einfach aus jeder Pore strömt. Für mich war Musik immer eine nette Sache und ich habe immer gerne und viel Musik gehört, aber mir war nicht klar, mit welcher Intensität und Ernsthaftigkeit andere Menschen Musik hören können. Davor habe ich unglaublichen Respekt und ich bin fast ein bisschen neidisch auf dieses Gespür für Musik. Ihr merkt, eine sehr zwiegespaltene Rezension. Ich habe auf jeden Fall Kritikpunkte, aber ich wurde auch einfach gut unterhalten. Ih glaube, wenn mal als Leser*in selbst in den USA aufgewachsen ist/ studiert hat, kann man deutlich mehr mit der Geschichte anfangen, da man einfach mehr Bezug hat. Aber wenn ihr eine Leidenschaft für Musik habt, könnte euch der Roman dennoch richtig gut gefallen.

I think this will be my most favorite book of the year! I loved it so much…I cannot even describe. I just finished it with tears in my eyes and and while I’m writing this review my eyes are still wet. I was so connected to the characters and I was rooting so hard for them. I‘m not even that much into music and songs etc; like I would never analyze songs like Percy does. But there was just something so real and vulnerable to the story, that I fell in love with it right from the start! Sometimes it reminded me of „Tomorrow Tomorrow Tomorrow“ (but I couldn’t connect to the characters in that one; did not like them that much) just BETTER! I‘ve read this is going to be a movie with Austin Butler and Saoirse Ronan…oh boy - I CAN‘T WAIT for the music from Joe and Percy to come alive!
Manchmal trifft ein Buch dich nicht sofort – aber wenn es trifft, dann richtig tief. Deep Cuts von Holly Brickley hat genau das bei mir geschafft.
Percy Marks ist diese leidenschaftliche Musikliebhaberin, die alle Songs auseinander nimmt – im Kopf, in Herz, in jedem kleinsten Detail –, obwohl sie nie wirklich der Musiker-Typ war. Joe Morrow ist ein Talent, das man spürt, bevor man es hört. Ihr erstes Treffen in einer Studentenbar in Berkeley – Hall & Oates im Hintergrund –, Percy redet über Musik wie über Leben, und Joe hört zu. Am nächsten Tag bittet er sie um Feedback zu einem Song – und genau da beginnt ihr gemeinsames Abenteuer. Percy wirft sich voll rein: Sie gibt Kritik, bringt Energie, veredelt Joes Songs, schleift seine Rohdiamanten. Aber mit jeder Note, die sie formt, wächst auch die Spannung. Weil man fühlt: da ist nicht nur Musik. Da sind unausgesprochene Gefühle, ein Feuer, das man nicht löschen kann. Joe steigt ins Rampenlicht, Caroline wird größer – und Percy bleibt oft am Rand. Die Musik wird zum Spiegel: für Liebe, für Schmerz, für Verlust. Stück für Stück zerreißt sie dich. Am Anfang bin ich ein bisschen schwer reingekommen, aber das lag nicht am Buch – sondern an mir. Denn sobald ich mich auf die Geschichte eingelassen habe, hat sie mich komplett mitgerissen. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal erlebt habe, dass eine Leidenschaft – in diesem Fall die Musik – so kraftvoll, so roh und so ehrlich auf Papier gebracht wurde. Ich hab die Playlist beim Lesen gehört – die offizielle auf Spotify zu Deep Cuts. Und jedes Mal, wenn gerade der passende Song lief, war’s, als ob das Buch und die Musik sich ineinander verwoben haben. Augen zu, Sound an – und du spürst den Beat, fühlst den Schmerz, spürst diese Leidenschaft. Ich hatte Momente, da hab ich geglaubt, ich kann einfach nicht weiterlesen, weil mein Herz schon zerschellt war. Aber trotzdem: Ich hab weitergelesen. Weil es wunderschön ist. Weil Percy leidet, Percy kämpft, Percy wächst. Und Joe … ach, diese Dynamik, das Verstehen, das Nicht-Verstehen, das Gönnen und das Nicht-Gönnen – brutal und echt. Dieses Buch ist nicht einfach eine Liebesgeschichte – es ist eine Liebeserklärung an Musik, an kreative Wut, an die Sehnsucht, endlich gehört zu werden. Ich hatte Gänsehaut bei Szenen, bei Songs, bei diesen Momenten, wo alles zusammenkommt und man so fühlt: Ja, so hätte Liebe auch sein können (vielleicht sein sollte). Deep Cuts hat mich auseinandergenommen – und gleichzeitig wieder zusammengesetzt. Ich bin noch Tage später mit Melodien im Kopf rumgelaufen, mit Herzschmerzen, mit einem Lächeln. Das war kein normales Buch. Es war ein Erlebnis. Definitiv eins meiner Lieblinge.

sehr atmosphärisch, super toxisch. hab’s geliebt!
Deep Cuts erzählt die Geschichte von Percy und Joe, zwei Menschen, die sich über Jahre hinweg immer wieder finden und verlieren. Ihre Verbindung ist alles zugleich: Freundschaft, Liebe, Rivalität, künstlerische Partnerschaft. Gerade dieses ständige Hin und Her macht die Beziehung toxisch und zugleich faszinierend. Besonders eindrucksvoll ist, wie stark die Musik das Buch durchzieht. Jedes Kapitel trägt den Titel eines Songs, und oft verschwimmen die Grenzen zwischen Roman, Songtext und innerem Monolog. Die langen Musikanalysen können herausfordernd sein, aber sie verleihen der Geschichte Tiefe und eine ganz eigene Atmosphäre. Deep Cuts ist weniger eine klassische Liebesgeschichte, sondern ein Coming-of-Age-Roman über Zugehörigkeit, Sehnsucht und das Ringen um Nähe. Manchmal schmerzhaft, oft intensiv und am Ende voller Nachklang.
Es ist Freitagabend in einer Studentenbar in Berkeley, Anfang der 2000er-Jahre. Hall & Oates läuft in der Jukebox, und Percy Marks kann wieder einmal nicht anders, als ihrer Leidenschaft nachzugeben, mit der sie ihr Umfeld seit ihrer Schulzeit nervt. Instinktiv nimmt sie den Song auseinander und lässt sich brillant über die feinsten Nuancen aus: Für sie ist Musik ein Lebensgefühl, das sie mit jeder Note und jedem Beat tief in sich spürt.
Eine Liebesgeschichte, die sich wie ein einzigartiger Song ins Gedächtnis brennt. Es war eine interessante Geschichte. Am Anfang konnte ich mich nicht so recht in die Geschichte hineinversetzen, aber zum Ende entwickelt sie sich zu einer tollen Romanze mit Höhen und Tiefen. Eine unwiderstehliche Geschichte über die große Liebe zwischen zwei Menschen und die ebenso große Liebe zur Musik.
Dass es gut geschrieben ist, wusste ich nach dem ersten Kapitel! Ob ich das Buch auch toll finden würde - für mich etwas Seperates zu ob ich es gut finde - das war für mich dann mit der großartigen, menschlichen, sehr nachempfindbarer Entwicklung besiegelt. Ich habs geliebt ❤
_______________________________eventuell spoiler alert Habs grad fertig gelesen und es ist so eine schöne Geschichte voller Wachstumsschmerzen der Protagonistin - Percy, es geht um Verbindung und wie man sine Talente und Leidenschaften in unserer Welt durchsetzen und verwirklichen kann und es hat wunderschöne Momente/Gespräche zwischen den weiblichen Characteren und obwohl es den Bechtel Test vermutlich nicht bestehen würde ist es sehr emanzipatorisch und das hat mir echt sehr gut gefallen. Ich hab mich da wiedererkannt. Wie die ganzen Songs (die ich hauptsächlich nicht kannte, haha) in die Geschichte verwoben wurden, wie Percy (die ja Songwriterin und Musik Kritikerin (geworden) ist) über dieses Songs geschrieben und ja, teilwrise philosophiert hat - das war absolut großartig. Hat mir echt gut gefallen! Ich finde auch das Ende richtig gut getroffen. Obwohl ich mir zwischendurch gewünscht hatte, dass Percy nicht mehr mit Joe zusammenkommt, hat es am Ende irgendwie gestimmt. Das Leben ist halt so. Wenn man einen seelenverwandten Menschen findet, dann kann man sich vielleicht auch einfach nicht davon abhalten, mit dieser Person immer wieder zu connecten. Und wenn die Verbindung so echt ist, dann trifft man eben immer wieder Entscheidungen in dieselbe Richtung, bis es irgendwann dann besser klappt? Ich weiß auch nicht. Da war einfach etwas zutiefst menschliches in diesem Verlangen zwischen Percy und Joe. Content Notes zu dem Buch: Percy wird an einigen Stellen sexuell belästigt und das fühlt sich an den Stellen auch so herzzerbrechend echt, normal (weil: das ist halt immer noch die abgefuckte Realität unserer Welt), authentisch an. War keine leichte Szene für mich, aber es war uns ist Teil der Geschichte, von so vielen. Es hat mich am Ende nicht davon abgehalten das Buch zu lieben.

Are they lovers? Worse. 💔
Ich wusste, dieses Buch würde mich zerstören. „One Day“ trifft auf „Perks of being a wallflower“ und „Daisy Jones & The Six“. Wahnsinnig tolles Buch für alle, die Musik lieben (es gibt SEHR viele Referenzen, aber fand es auch nicht schlimm, nicht alle Lieder zu kennen), Außenseiter mögen und Geschichten, die über mehrere Jahre erzählt werden. Ich hatte wirklich das Gefühl, ich stecke in Percys Haut. Großartiges Debut.
BOYS IN BAND, DON’T FEEL SORRY AT ALL (Still Talk) Vor einigen Monaten fragte ich in die Buchbubble hinein nach Empfehlungen für Romane, in denen (Pop)Musik eine zentrale Rolle spielt, denn seit ich mit 15 „High Fidelity“ (Ich weiß: problematisch) gelesen habe und mich in der Musikbegeisterung (wenn auch nicht im Geschmack) von Hornbys Protagonist Rob Gordon wiedergefunden, habe ich immer wieder mit großer Begeisterung Romane gelesen, die sich mit der schönsten Kunstform neben der Literatur beschäftigen, wie z.B. „Utopia Avenue“, „Daisy Jones and The Six“, „Panikherz“ oder „Soloalbum“ usw. Auffällig ist, dass in einem großen Teil dieser uns ähnlicher Titel FLINTA entweder als unwichtiger Nebencharakter, als Loveinterest des genialen Musikers und als Muse in einer passiven Rolle in Erscheinung treten. Die US-Amerikanerin Holly Brickley nimmt sich dieser Leerstelle im Pop(musik)-Roman an. Erzählt wird die Geschichte der Studentin Percy Marks und Ich-Erzählerin. Percy studiert in Berkeley und beherrscht zwar kein Instrument so gut, dass sie selbst Musik macht, da ihr Mutter, die selbst vor dem Sexismus und anderen Missständen des Musikbusiness in ein geordnetes Leben als Familienmutter geflüchtet ist, sie früh vom Klavierunterricht abgemeldet hat. Eines Abends zu Beginn der 2000er lernt Percy in einer Bar Joe, der mit seiner Freundin Zoe dort, kennen und im Gespräch über einen Song von Hall & Oates funkt es zwischen den beiden – wenn auch vorerst nicht in romantischer Hinsicht. Percy scheibt zwar selbst keine Songs, aber sie liebt Musik und hat ein feines Gespür dafür, wann ein Song funktioniert und was einem Hit im Wege stehen könnte. Joe wiederum spielt Gitarre und strebt eine Karriere als (möglichst bekannter) Musiker an, aber leider rufen seine Songs nicht die gewünschte Begeisterung hervor. So kommt es, dass Joe Percy bittet, ihm Feedback zu seinen Songs zu geben und äußert Percy anfangs nur Verbesserungsvorschläge in der Struktur und den Lyrics, so verbringen die beiden bald schon ganze Nächte damit, nicht nur Joes Songs zu überarbeiten, sondern gemeinsam neue zu schreiben. Es kommt, wie es kommen muss: Nachdem Zoe, mit der Percy ebenfalls eine Freundschaft fürs Leben geschlossen hat, sich von Joe getrennt hat, entwickeln sich doch Gefühle zwischen den beiden, aber Joes beginnende Karriere, die nun mithilfe der Songs, die er mit Percy verfasst hat, richtig Fahrt aufnimmt und einige andere Unwägbarkeiten und Unvernünftigkeiten führen dazu, dass Joe und Percy sich im Laufe des kommenden Jahrzehnts immer wieder annähern und immer wieder voneinander entfernen. Was nun vielleicht nach einer allzu cheesy Lovestory nach den Vorbildern von David Nicholls oder Nicholas Sparks klingt, geht zum Glück auf wohltuende Art und Weise über diese beiden hinaus, denn das zentrale Thema dieses Roman, der die Beziehungsgeschichte zwischen Joe und Percy als Folie nutzt, findet sich für mich in der Selbstermächtigung einer weiblichen Figur in einem gesellschaftlichen Bereich, der nicht nur als Männerdomäne gilt, sondern voll von gewaltvollen und toxischen Ausprägungen dieser Männlichkeit ist. So ist einer der roten Fäden dieser Geschichte die Frage nach dem Anteil, den Percy an Joes Erfolg hat und welche Anerkennung ihr dafür gebührt bzw. von ihm zugestanden wird. Ob Percy es gelingt, sich dabei künstlerisch wie auch beziehungstechnisch von Joe zu emanzipieren, lasse ich hier nun aber mal offen. „Deep Cuts“ sicher keine große Literatur, aber ein unterhaltsamer und gut erzählter Roman mit gesellschaftskritischer Grundierung, der mir vor allem aufgrund seiner zahllosen Verweise auf Bands, Songs und Alben Spaß gemacht hat, die in einer Zeit erschienen, in der auch meine musikalische Sozialisation noch lief. Zwar fanden und finden sich Neutral Milk Hotel, Interpol, LCD Soundsystem und PJ Harvey nicht in meinem Plattenregal; Elliott Smith, Joanna Newson und The Decemberists, die allesamt hier mehr als nur eine kurze Namedroppingrolle spielen, durchaus. Die Gespräche der Figuren regen dazu an, einige Songd und Alben (wieder mal) zu hören und der feinde Humor der Protagonistin, z.B. wenn sie The Strokes aburteilt trösteten mich dabei auch darüber hinweg, dass solche Bands wie Bright Eyes, Death Cab For Cutie und viele andere nicht erwähnt werden. Kann man gut lesen! Danke an den @dtv_verlag für das Rezensionsexemplar und Stephan Kleiner für die Übersetzung.
Wenn man gerne Indie-Pop hört und sich für dieses Musikgenre ein wenig begeistert, dann ist Deep Cuts von Holly Brickley zu empfehlen. Zwei junge Menschen treffen sich in der Indie-Szene der 2000er und teilen Gefühle, die nie ganz ausgesprochen werden. Ein Roman über kreative Nähe, verpasste Chancen und die Frage, was bleibt, wenn der richtige Moment vorbei ist.
Music was their first love – and it will be their last
Berkley, Anfang der 2000er Jahre. Percy und Joe treffen sich zufällig in einer Bar. So unterschiedlich die zwei jungen Menschen auch sind, verbindet sie Leidenschaft zur Musik. Percy analytisch als Kritikerin und Joe aktiv als Musiker. Es beginnt eine Freundschaft, die über Jahre andauern wird und so manche Hürde überwinden muss. Deep Cuts ist Holly Brickleys Erstlingswerk, was man diesem einfühlsamen und präzisen Buch in keinem Punkt anmerkt. Die Autorin beweist ein ausserordentliches Gespür für Zwischentöne und verleiht den Figuren eine glaubwürdige Vielschichtigkeit. Besonders beeindruckend ist, wie Brickley die Liebe der Protagonist*innen zur Musik und zueinander einfängt – feinfühlig und bedacht, dann wieder brachial und schonungslos direkt. Die Beziehungen zwischen den einzelnen Figuren sind subtil verwoben und bilden einen roten Faden durch die ganze Geschichte. Jede Interaktion ist von Bedeutung, jede Nebenfigur trägt ihre eigenen Töne zum Gesamtklang des Romans bei. Ein weiteres Highlight ist die breite musikalische Palette, die wie ein Soundtrack den Text unterlegt. Von Indie bis Jazz: Brickley gelingt es, die Musik nicht nur als Hintergrundrauschen, sondern als eigenständige Protagonistin der Handlung zu inszenieren. Leser*innen werden mitgerissen, auch ohne selbst Expert*innen auf dem Gebiet zu sein. Dabei ist „Deep Cuts“ mehr als ein Musikroman. Es ist eine fein gezeichnete Geschichte über Freundschaft, Sehnsucht und das Erwachsenwerden. Die Autorin schaut genau hin, scheut sich nicht, auch die schrofferen Seiten der Liebe und des Lebens zu beleuchten – und bleibt dabei stets empathisch und sprachlich präzise. Dass einem konstant Fleetwood Mac und Daisy Jones and the Six im Kopf umhergeistern, sei an dieser Stelle entschuldbar. Wer sich auf dieses Buch einlässt, wird mit einer spannenden, tiefgründigen und dabei wunderbar zugänglichen Lektüre belohnt, die lange nachhallt – ganz wie der Nachklang eines besonderen Songs
Ich konnte mit dem Buch leider nicht so viel anfangen.Dies beginnt leider schon beim Cover, dass mir zu überfrachtet wirkt. Die Idee, dass das Buch eine Playlist hat, fand ich prinzipiell gut und ich habe mir zu Beginn auch die Arbeit gemacht, jeden Song zur passenden Zeit rauszusuchen (Für Leute mit Spotify wurde das schon erledigt). Nach einer Weile hab ich das dann aber sein lassen, da mir die Lieder absolut nichts gesagt haben und ich sie jetzt auch nicht so brilliant fand wie das Buch sie darstellt. (Vielleicht bin ich dafür aber auch zu jung.) Insgesamt hat mir bei der Handlung des Buches einfach der rote Faden gefehlt. Es wirkt auf mich mehr wie eine Aneinanderreihung verschiedener Ereignisse mit zwei Zeitsprüngen als wie eine durchgehende Handlung. Auch die Liebesgeschichte (?) hat mich nicht wirklich abgeholt. Dafür, dass Percy Anfang 20 ist, verhält sie (und auch er) sich ziemlich infantil, was mir vor allem in der Mitte des Buches stark auf die Nerven ging. Gefallen hat mir stattdessen die Beziehung zwischen Zoe und Percy. Gegen Ende des Buches fand ich auch, dass man sehr deutlich merkte, dass die Autorin teilweise ein Buch über sich selbst geschrieben hat, was an sich ja auch nichts negatives ist, in diesem Fall meiner Meinung nach aber nicht so gut gelungen ist. Insgesamt kann ich dieses Buch daher leider nicht empfehlen, auch wenn der Schreibstil der Autorin echt gut ist und man sehr flüssig durch das Buch kommt.. Für absolute Musikfans ist es vielleicht was, aber mich konnte das Buch leider nicht abholen.
Musik trifft auf Literatur Berkeley, 2000er Jahre. Hier lernen sich Percy und Joe kennen, ein Mädchen, dass sich viele Gedanken über den Aufbau und die Texte von Songs macht und ein Junge, der Musiker werden möchte. Sofort fühlen sie eine Verbindung zueinander und eine tiefe Freundschaft entsteht, als sie anfangen zusammen Songs zu schreiben. Die Geschichte folgt dieser Freundschaft durch Höhen und Tiefen, durch verschiedene Orte und über einige Jahre hinweg, im Vordergrund stets: die Liebe zur Musik. Viele verschiedene Bands, Songs und Texte werden im Buch zitiert, reflektiert und kritisiert, Musikfans kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Daneben wird sehr gekonnt die Beziehung der beiden Protagonisten geschildert, die schwierige Phasen und Gefühle wie Neid, gegenseitige Verletzung und Eifersucht aushalten muss. Es geht um Freundschaft, Liebe, Erwartungen, Erwachsenwerden, das Verfolgen von Leidenschaft, Enttäuschungen, Scheitern, den Umgang mit Kritik und Wahrheiten, die schmerzhaft sind. Auch feministische Ansätze und Gedanken werden im Buch thematisiert. Die Charaktere finde ich gut ausgearbeitet, auch wenn mir beide zwischendurch auf die Nerven gingen. Besonders Percy lernt man gut kennen mit all ihren Gedanken und Gefühlen, leidet und freut sich mit ihr. Den Schreibstil fand ich auch gut. Ich hab das Lesen sehr genossen und empfehle das Buch allen, die Musik lieben und gern Bücher lesen, in denen die Musik eine große Rolle spielt.
Unvollendet Die Erzählung vermittelt eine bunte, beinahe nostalgische Stimmung, die an die frühen 2000er erinnert. Besonders prägend ist der humorvolle, zugleich pointierte Erzählton von Percy, der mich über die gesamte Geschichte hinweg gefesselt hat. Das Zusammenspiel zwischen Joe und Percy wirkt spannungsgeladen und voller Energie, wodurch ein ständiges Auf und Ab der Emotionen entsteht. Besonders gelungen fand ich, dass die Geschichte einen starken Fokus auf Musik legt und deren Bedeutung immer wieder in den Vordergrund rückt. Dadurch eröffnet sich eine zusätzliche Ebene, denn die Lieder und Klänge spiegeln auf eindrucksvolle Weise die Emotionen und Stimmungen der Figuren in den verschiedensten Momenten wider. Man spürt, dass hier ein Prozess des Wandels angestoßen wird – eine Entwicklung der Charaktere, die sich im Verlauf der Zeit langsam entfaltet. Allerdings hätte ich mir sehr gewünscht, auch Joes Sichtweise näher kennenzulernen. Seine Gedanken, Beweggründe und inneren Konflikte bleiben zu oft im Hintergrund, sodass seine Handlungen manchmal etwas ungreifbar wirken. Ohne diesen Einblick fühlt sich die Erzählung für mich nicht ganz abgeschlossen an. Trotzdem bleibt es eine schöne Geschichte, die durch das musikalische Denken und Fühlen der Figuren besondere Facetten erhält. Ich hätte mir lediglich mehr Tiefe und Ausgestaltung in manchen Bereichen gewünscht.
I honestly don’t even know what to say except that I loved how real the characters felt. We really got to see Percy mess up and be a flawed person in both her friendships and relationships. Because of this, the reunion between Joey and Percy felt inevitable, despite all the time and distance between them, they were always destined to find their way back to each other.
Hat mich nicht abgeholt
Leider muss ich sagen, dass mich das Buch weder irgendwie berührt, noch abgeholt hat. Das Cover wirkt mit den ganzen Songtiteln zwar schon irgendwie interessant. Das war es aber auch schon. Die Geschichte ist meiner Meinung nach zu sprunghaft. Der Wechsel zwischen Songanalysen und der eigentlichen Handlung ist zu häufig. Auch wartet die eigentliche Handlung kaum mit einem Spannungsverlauf auf, sondern dümpelt eher dahin. Auch der Lesegenuss wird gestört, da der Roman nicht wirklich flüssig geschrieben ist und man sich als Leser stellenweisen zum weiterlesen zwingen muss. Die Charaktere bleiben irgendwie oberflächlich und wirken nicht wirklich sympathisch. Vor allem die ständigen Spannungen zwischen Percy und Joe nerven mit der Zeit. Kaum gehen die beiden mal normal mit einander um, kippt die Stimmung zwischen den beiden. Aufgrund dieser Faktoren fand ich das Buch nur anstrengend.
Ein Slow-Burner, der am Ende richtig Fahrt aufnimmt
Mir hat die Vorstellung gefallen, dass ich während des Lesens die Songs höre, die gerade vorkommen, um die richtige Stimmung zu kreieren. Ich würde das jedem Leser empfehlen und als Hilfestellung ist auf dem Umschlag ein QR-Code mit dem Soundtrack zu finden. Für mich ist das eine innovative Idee, eine weitere Dimension in das Leseerlebnis einzubringen. Anfangs bin ich gut reingekommen, dann hat die Story sich etwas gezogen, bevor es einen kleinen „Schocker“ gab und im letzten Drittel hat die Story richtig an Fahrt angenommen. Insgesamt ein super Roman für Musikliebhaber, die sich vielleicht auch ein bisschen von (wieder-) entdeckten Songs inspirieren lassen möchten.
Description
Schließen Sie mal kurz die Augen. Und denken Sie an Ihre 20er Jahre zurück, an einen Freitagabend, in einer Kneipe … An einem solchen Abend trifft Joe Morrow Percy Marks. Und ist fasziniert. Ob Indie, Garage Rock, R&B, Tracy Chapman oder die Beatles: Mit dieser coolen jungen Frau kann er über Musik diskutieren wie sonst nur mit Jungs. Auch Percy spürt, dass sie in Joe endlich jemanden gefunden hat, der ihr unglaublich musikalisches Gespür schätzt. Als er ihr seinen ersten Song vorspielt, erkennt sie sein großes Talent und beginnt ihm zu helfen. In ihrem gemeinsamen Schaffen entsteht dabei etwas unbestreitbar Elektrisierendes, das auf die Liebe zusteuert. Und zugleich, unausweichlich, auf Schmerz. Denn Percy will, nein, sie muss auch ihren eigenen Weg finden ...
Book Information
Author Description
Holly Brickley, geboren und aufgewachsen in der Kleinstadt Hope, British Columbia, schreibt schon seit ihrer Kindheit, mit 18 zog es sie aber erst einmal in die Großstadt, nach L.A., New York und San Francisco. Nach dem Studium der Englischen Literatur an der UC Berkeley und ihrem MFA-Abschluss in creative writing an der Columbia University arbeitete sie mehrere Jahre als Trendhunterin und später Markenstrategin, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Inzwischen lebt sie mit ihrem Mann und zwei Töchtern in einem knarrenden alten Haus in Portland, Oregon. ›Deep Cuts‹ ist ihr erster Roman.
Posts
Beim Lesen hab ich Austin Butler ja tatsächlich vor Augen gehabt. Die Geschichte ist aber keine kitschige Lovestory, sondern konzentriert sich vor allem auf die Entwicklung von Percy. Die ganzen Analysen verschiedener Songs spiegeln dabei das Innenleben der Figuren. Das muss man mögen. Und dennoch kriegt mich diese schwierige Liebe am Ende doch. Gerade das vermeintlich Unmögliche macht es so echt.
"Ich glaube, Songs gaben mir ein Fenster in ein magisches Leben"
"Ich glaube, Songs gaben mir ein Fenster in ein magisches Leben" Die Musik der Vergangenheit und der Vibe dieses Buches treffen genau meinen Geschmack. Musik bedeutete für mich immer so viel Trost, Ausdruck und Ausgelassenheit. Dementsprechend habe ich mich auf dieses Buch gefreut. Percy Marks nimmt uns mit auf eine Zeitreise, die angefangen in den frühen 2000er-Jahren beginnt und uns durch die Evolution der Musikszene führt. Für sie ist Musik kein bloßer Klang, sondern ein tiefes, emotionales Erlebnis,- Gefühle, die ich vollkommen nachvollziehen kann. Diese außergewöhnliche Fähigkeit, mehr als nur die bloßen Töne zu spüren, macht sie im Laufe der Jahre zu einer gefragten Expertin auf ihrem Gebiet. Immer im Hintergrund ist Joe Morrow, den sie nie ganz loslassen und nie ganz bei sich haben kann. Joe macht währenddessen Karriere, mit Songs, die nächtelang in Percy's Regie entstanden sind. Über all die Zeit, als sie sich nicht sahen, war Joe immer wieder in Percy's Kopf, trotz der Entfernung, Beziehungen und anderweitigen Erfahrungen. Es lässt sich nicht zu jedem Zeitpunkt zuordnen, was die Zwei füreinander empfinden: Es ist eine Mischung zwischen Freundschaft, Liebe, Zugehörigkeit, aber auch viel Schmerz. "Ich war nicht diejenige, die ich dachte, sein zu wollen. Und er war nicht derjenige, den ich dachte, er müsste sein, um mich in diese Person zu verwandeln." In diesem Buch fühlt sich alles danach an, in diese Zeit zurückkehren zu wollen. Der Vibe hat mich komplett abgeholt. Trotzdem gelang es mir nicht, ganz in die Geschichte zu finden. Die Protagonistin vermittelte mir persönlich zu wenig emotionale Tiefe, weshalb ich zeitweise schwierig eine Verbindung zu ihr aufbauen konnte. Hilfreich war, mir das Buch zwischendurch als Hörbuch anzuhören. Die Songs sind grandios, auf die Kunst der Musik 🙌🏻🎸🎶

Nicht Supersonic
Ein anstrengendes Buch. Indie Musik spielt eine große Rolle bzw. ist fast ein Hauptcharakter hier. Also, nur lesen, wenn ihr euch gut mit Musik, besonders mit Indie, auskennt. Ich fand die Handlung vorhersehbar, die Protagonisten entwickeln sich nicht - ich fand weder Percy noch Joe sympathisch und ihr Umgang miteinander ist ziemlich toxisch.
Jukebox des Lebens
Deep Cuts ist ein Roman, der von der ersten Seite an in Schwingung gerät wie eine vertraute Melodie, die man lange nicht gehört hat. Erzählt wird die Geschichte zweier Menschen Percy und Joe deren Beziehung ebenso verworren wie intensiv ist – fast scheint es so, als ob sie einzig und allein durch die Musik wirklich miteinander verbunden wären. Die Musik der Beziehung der beiden klingt nach Sehnsucht, manchmal nach Schmerz, immer nach einer Wahrheit, die sich nicht in klare Worte pressen lässt. Dabei sind es nicht nur Songs, die sie verbinden, sondern das, was sie auslösen: all die Emotionen, die durch die Musik das Leben greifbarer machen. Besonders eindringlich ist die Nostalgie der 2000er, die beim Lesen mitschwingt: bekannte Songs, die Erinnerungen hervorrufen, aber auch verborgene Perlen, die längst vergessen geglaubte Gefühle wieder ans Licht holen. Dieses Spiel mit Erinnerung und Gegenwart schafft eine Atmosphäre, die zugleich vertraut und neu ist. Und dazwischen zwei Menschen, die ihren Platz im Leben suchen. Doch der Roman ist nicht nur eine Hommage an die Musik, sondern auch an die Freude der Kreativität selbst. Brickley erzählt von der Magie, etwas Eigenes zu erschaffen, von dem Rausch, gemeinsam kreativ zu sein, und von der Unsicherheit, das eigene Talent zu erkennen – oder es unbemerkt vor sich selbst zu verstecken. Hinter allem liegt ein Gefühl tiefer Freundschaft, von Freiheit, von den unendlichen Möglichkeiten des Lebens, und von der Liebe zur Musik, die alles durchdringt. Lest dieses Buch, wenn ihr das Leben liebt, die Musik, wenn ihr euch selbst finden und tiefe Emotionen spüren wollt. Und dann legt euren liebsten Song auf und tanzt!
Ich hatte hier ein ähnliches Problem, wie als ich Kaiser der Freude gelesen habe. Ich hab 70% gelesen und mich dann dem Ende zugewandt, weil ich einfach keine Verbindung zu der Story bekommen habe. Hier sehe ich aber auch nicht so wirklich Mehrwert in der Story. Die Charaktere sind unlikable, die Romance in einem Großteil der Story fand ich unausstehlich. Wieso lese ich dieses Jahr so viele Bücher mit so extreeeeeem nervigen Charakteren. Ich mein diese beiden Arschgeigen verdienen einander tbh. Wirkt jetzt nicht so wirklich als würde ich das empfehlen, aber vielleicht mal einen Rave Review gegen lesen, es ist an sich wirklich nicht schlecht, einfach nichts für mich. Die Sexszene ganz am Ende war eine der unangenehmsten Dinge die ich so gelesen habe dieses Jahr 🫠
Alles alles hieran hätte ich lieben müssen….
… aber hätte, hätte… Ja, das war meine Zeit, das war meine Musik, das war meine Subkultur. So die Erwartung. Nur war Deep Cuts nichts davon. Joes und Percys Geschichte war wie ein Paralleluniversum, das am Ende doch nur sehr wenig mit meiner Indie-Szene zu tun hatte. Und irgendwie haben mich die beiden dann sogar genervt. Percy musste nicht noch musiknerdiger sein, als alle anderen und Joe… nun, der hatte halt ne Band. So wie ALLE anderen zu dieser Zeit. Was an ihr zu speziell war, war es an ihm zu wenig. Was an beiden die besondere Geschichte hätte sein sollen, war am Ende doch nur eine Aneinanderreihung von Klischees vom Trendsetter über den Hipster bis zum Influencer (mir wird schon wieder ganz mulmig bei dieser Aufzählung). Egal wie, ich hatte einfach so viel mehr erwartet.
Ein Coming-of-Age-Roman aus den 2000ern, mit Liebesgeschichte und Musik als zentralem Thema? Da bin ich als Baujahr 1982 sofort dabei. 🙌🏻 Aber konnte mich 'Deep Cuts' von Holly Brickley am Ende auch wirklich überzeugen? Schauen wir mal ... Zur Story: Percy liebt Musik - sie hört sie nicht nur, sie fühlt und seziert sie regelrecht. Als sie auf Joe trifft, einen charismatischen Musiker, spürt sie schnell eine starke Anziehung. Gemeinsam basteln die zwei an Songs, oft in Begleitung von Joes Freundin Zoe. Die drei verbringen einen intensiven Sommer zusammen - ein echtes Kleeblatt. Doch wie das oft so ist: Beziehungsstatus - es ist kompliziert. Mein persönliches Highlight war die Figur Zoe und vor allem die entstehende Freundschaft zwischen ihr und Percy. Diese Dynamik zwischen den zwei hat mir beim Lesen sehr gut gefallen. Irgendwann hat mich die Geschichte jedoch verloren. Ich glaube, mir fehlt einfach die tiefe Leidenschaft für Musik, die dieses Buch so sehr durchzieht. Songtexte, Interpreten, musikalische Referenzen - all das steht stark im Vordergrund, und da konnte ich nicht mehr ganz andocken. Auch die Entwicklung zwischen Percy und Joe hat mich mit der Zeit weniger angesprochen - da war meinerseits einfach eine Distanz zu diesen beiden Figuren. Mein Fazit: Tolles Setting, teils interessante Figuren, einige starke Botschaften - aber das Buch richtet sich ganz klar an Leser*innen mit einem großen Faible für Musik. Mich persönlich konnte der Roman leider nicht ganz abholen. Aber wie wir wissen: Geschmäcker sind - zum Glück - verschieden.

Insgesamt hab ich das ganz gerne gelesen. Eine „we‘re meant to be“-Liebesgeschichte zwischen einem Musiker und einem Musiknerd aus den beginnenden 2000ern. Musikalisch war das jetzt alles nicht so mein cup of tea (hauptsächlich Indie) aber ich mochte diese für mich bisher noch nicht gelesene, belletristisch verpackte Perspektive auf Songwriting und Musikproduktion. Die Hauptfiguren Percy und Joe fand ich stellenweise nervig, aber Zoe hab ich ins Herz geschlossen. Das Cover finde ich leider superlangweilig, da würde mein Blick in der Buchhandlung niemals hängenbleiben.
Wow, ein Buch wie ein richtig, richtig guter Song! Und dazu noch einer, der mich in die Zeit zurückversetzt hat, in der ich es gefeiert habe, Indie-Musik-Blogs zu lesen, stundenlang an Mixtapes zu feilen und sie für mich sprechen zu lassen. 🎶💿 Im Mittelpunkt des Romans steht Percy. Musikliebhaberin durch und durch; allerdings eher auf emotional-analytischer als auf Bühnen-Seite. Als sie eines Abends den Musiker Joe trifft, der sie um ihre Meinung zu einem von ihm geschriebenen Song bittet, entsteht eine besondere Verbindung zwischen den beiden. Schnell merken die beiden, wie sehr ihre Meinung und Gedanken seine Songs bereichern. Ebenso merken sie, was sie füreinander sind und sein könnten… Doch die Linien zwischen Support, Freundschaft, Liebe, Neid und Eifersucht sind schwimmend und bleiben dies auch über Jahre hinweg. Neben Percy und Joe ist die Musik eindeutig eine weitere Hauptfigur. Sie trägt die Geschichte und damit sowohl die leisen als auch die lauten Töne und Schwingungen zwischen den Menschen. Für mich fühlte sich das Lesen so an, als hätte Holly Brickley Emotionen, die einem gute Musik geben kann, kondensiert und in einen Roman gesteckt. Das Ganze gespickt mit Retro Vibes der 2000er - großartig! Absolute Leseempfehlung für alle, die Musik lieben und insbesondere für die, die die Indie-Musik-Szene der 2000er geliebt und gelebt haben.
Eine sehr schöne Geschichte, mit mehr Tiefgang wie vermutet!
Ein Buch mit ganz viel Musik und Nostalgie, sowie zwischen Neid, Freundschaft und Liebe. Dieses Geschichte von Holly Brickley (ü: Stephan Kleiner) versetzt uns zurück in den Anfang der 2000er Jahre. Dieses Gefühl und die Euphorie in den nächsten Laden zu rennen und die neuste CD zu kaufen, erfüllte mich schon mit dem Lesen mit einem Hauch Nostalgie. Wir begleiten hier unser Protagonistin Percy in ihrem Leben und in ihrer Liebe zur Musik. Sowie auch ein Lied in ihre Einzelteile zu zerlegen. Diese Dynamik, die hier durch die Songtexte und Blogbeiträge innerhalb der Geschichte geschaffen wurde, fühlt sich einfach so gut an. Machte die Geschichte echt und authentisch. Obwohl mir noch mehr von den Gefühlen gefehlt hat. Ein tolles Buch, vor allem die Bücher von Layne Fargo und Taylor Jenkins Reid mögen, sollten sich auch dieses kleine Schmuckstück anschauen. Finde das Cover schon sehr sehr gelungen. Und wer gerne Musik hört zum lesen sollte sich die Playlist genauer anschauen, die es dazu gibt 🎶
Liebe zur Musik
In Deep Cuts geht es um Percy Marks. Ein junges Mädchen in den 2000er Jahren in Berkeley, Amerika. Ihre Leidenschaft ist Songs auseinander nehmen, sie zu interpretieren, die Musik zu fühlen. An einem Abend in einer Bar lernt sie Joe kennen. Sie sind sofort auf der selben Wellenlänge, unterhalten sich stundenlang über Songs und die Musik. Er ist Sänger und bittet Percy ihm bei den Songs zu helfen. Es entsteht eine tiefe Verbindung, die an jeder Ecke rüttelt. Von New York übe Kalifornien bis nach Miami. Es wird eine Geschichte von einer mutigen Frau erzählt, die ihrer Leidenschaft nach Musik folgt. „Darum war das Lied so kurz!, schoss mir durch den Sinn - weil Verbundenheit genau wie eine Erinnerung immer nur kurz aufblitzte.“ Ich habe ehrlich gesagt ein bisschen gebraucht, um reinzukommen. Es geht super viel um Musik, um Lieder, die ich teilweise nicht kenne. Es gibt aber einen QR Code, unter dem man sich die Lieder anhören kann, was ich sehr cool finde. Mit Musik unterspielt, bin ich Percy in ihren 20ern gefolgt. Sie versucht ihr Leben aufzubauen, begleitet von ihrer Freundin Zoe und der ihrer Leidenschaft zur Musik. Sie selbst kann nicht singen, aber sie hat das große Talent Songs zum komponieren. Und die Liebe zu Joe. Es geht um die Freude mit jemanden gemeinsam kreativ zu sein. Es geht um Talent, was vielleicht manchmal ungerecht verteilt ist und dass es oft versteckt bleibt, wenn man nicht danach sucht und es zeigt. Es geht um die Anziehung zwischen zwei Menschen, deren Basis die Liebe zur Musik ist und sie somit eine Sprache sprechen. Ganz ganz schön!
Liebe, Musik und die frühen 2000er
Dies ist eine Liebesgeschichte und Eins vorab: ich lese eigentlich nie Liebesgeschichten. Die sind mir irgendwie grundsätzlich zu cheesy. ABER: hier geht es um Musik und die frühen 2000er. Hatte ich Bock drauf. Joe und Percy treffen sich im Jahr 2000. Sie studieren beide und besitzen beide eine unglaublich große Leidenschaft für Musik. Joe ist selbst Sänger und Songwriter und schnell merken die beiden, dass sie zusammen richtig gute Tracks aufs Papier bringen. Doch da ist auch eine Anziehung, die von vornherein schlechte Karten hat. Zuerst ist Joe vergeben, dann geht die Karriere vor, dann fehlt angeblich die Anziehung,...es gibt in dieser Geschichte immer Gründe, die gegen die Liebe der beiden sprechen. Und auch die Zusammenarbeit steht unter keinem guten Stern. Die Jahre vergehen und die beiden verlieren sich stetig aus den Augen, um dann wieder aufeinander zu treffen. Erzählt wird dabei aus Percys Perspektive. Das bedeutet, wir folgen ihr durch ihr Leben als junge Frau in den USA der frühen 2000er. Diesen Aspekt mochte ich ganz gerne. Es geht zum Beispiel auch um ihren Struggle mit dem Berufsleben, der damaligen politischen Lage, den Männern im Allgemeinen. Aber sie kommt eben nun mal auch einfach nicht von Joe los. Sie vergibt ihm fürchterliches Verhalten, lässt sich immer wieder in eine unterlegene Position bringen und schmachtet dabei diesen heißen, irgendwie kaputten Musiker an. Nicht so geil. Außerdem muss man wissen, dass die Musik keine Nebenrolle in diesem Roman spielt. Es wird wirklich ununterbrochen von Songs, Alben und Interpreten geredet - von den ich leider kaum etwas kannte. Da werden Songs interpretiert, die ich noch nie gehört habe und Namen gedroppt bis zum Gehtnichtmehr. Das hat es mir echt seeehr schwer gemacht reinzukommen. ABER: als ich dann endlich in der Geschichte war, hat sie plötzlich einen richtigen Sog entwickelt und ich konnte das Buch nicht mehr aus den Händen legen. Ich glaube, was mich so hingerissen hat, war die Begeisterung der Autorin für Musik, die der Geschichte einfach aus jeder Pore strömt. Für mich war Musik immer eine nette Sache und ich habe immer gerne und viel Musik gehört, aber mir war nicht klar, mit welcher Intensität und Ernsthaftigkeit andere Menschen Musik hören können. Davor habe ich unglaublichen Respekt und ich bin fast ein bisschen neidisch auf dieses Gespür für Musik. Ihr merkt, eine sehr zwiegespaltene Rezension. Ich habe auf jeden Fall Kritikpunkte, aber ich wurde auch einfach gut unterhalten. Ih glaube, wenn mal als Leser*in selbst in den USA aufgewachsen ist/ studiert hat, kann man deutlich mehr mit der Geschichte anfangen, da man einfach mehr Bezug hat. Aber wenn ihr eine Leidenschaft für Musik habt, könnte euch der Roman dennoch richtig gut gefallen.

I think this will be my most favorite book of the year! I loved it so much…I cannot even describe. I just finished it with tears in my eyes and and while I’m writing this review my eyes are still wet. I was so connected to the characters and I was rooting so hard for them. I‘m not even that much into music and songs etc; like I would never analyze songs like Percy does. But there was just something so real and vulnerable to the story, that I fell in love with it right from the start! Sometimes it reminded me of „Tomorrow Tomorrow Tomorrow“ (but I couldn’t connect to the characters in that one; did not like them that much) just BETTER! I‘ve read this is going to be a movie with Austin Butler and Saoirse Ronan…oh boy - I CAN‘T WAIT for the music from Joe and Percy to come alive!
Manchmal trifft ein Buch dich nicht sofort – aber wenn es trifft, dann richtig tief. Deep Cuts von Holly Brickley hat genau das bei mir geschafft.
Percy Marks ist diese leidenschaftliche Musikliebhaberin, die alle Songs auseinander nimmt – im Kopf, in Herz, in jedem kleinsten Detail –, obwohl sie nie wirklich der Musiker-Typ war. Joe Morrow ist ein Talent, das man spürt, bevor man es hört. Ihr erstes Treffen in einer Studentenbar in Berkeley – Hall & Oates im Hintergrund –, Percy redet über Musik wie über Leben, und Joe hört zu. Am nächsten Tag bittet er sie um Feedback zu einem Song – und genau da beginnt ihr gemeinsames Abenteuer. Percy wirft sich voll rein: Sie gibt Kritik, bringt Energie, veredelt Joes Songs, schleift seine Rohdiamanten. Aber mit jeder Note, die sie formt, wächst auch die Spannung. Weil man fühlt: da ist nicht nur Musik. Da sind unausgesprochene Gefühle, ein Feuer, das man nicht löschen kann. Joe steigt ins Rampenlicht, Caroline wird größer – und Percy bleibt oft am Rand. Die Musik wird zum Spiegel: für Liebe, für Schmerz, für Verlust. Stück für Stück zerreißt sie dich. Am Anfang bin ich ein bisschen schwer reingekommen, aber das lag nicht am Buch – sondern an mir. Denn sobald ich mich auf die Geschichte eingelassen habe, hat sie mich komplett mitgerissen. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal erlebt habe, dass eine Leidenschaft – in diesem Fall die Musik – so kraftvoll, so roh und so ehrlich auf Papier gebracht wurde. Ich hab die Playlist beim Lesen gehört – die offizielle auf Spotify zu Deep Cuts. Und jedes Mal, wenn gerade der passende Song lief, war’s, als ob das Buch und die Musik sich ineinander verwoben haben. Augen zu, Sound an – und du spürst den Beat, fühlst den Schmerz, spürst diese Leidenschaft. Ich hatte Momente, da hab ich geglaubt, ich kann einfach nicht weiterlesen, weil mein Herz schon zerschellt war. Aber trotzdem: Ich hab weitergelesen. Weil es wunderschön ist. Weil Percy leidet, Percy kämpft, Percy wächst. Und Joe … ach, diese Dynamik, das Verstehen, das Nicht-Verstehen, das Gönnen und das Nicht-Gönnen – brutal und echt. Dieses Buch ist nicht einfach eine Liebesgeschichte – es ist eine Liebeserklärung an Musik, an kreative Wut, an die Sehnsucht, endlich gehört zu werden. Ich hatte Gänsehaut bei Szenen, bei Songs, bei diesen Momenten, wo alles zusammenkommt und man so fühlt: Ja, so hätte Liebe auch sein können (vielleicht sein sollte). Deep Cuts hat mich auseinandergenommen – und gleichzeitig wieder zusammengesetzt. Ich bin noch Tage später mit Melodien im Kopf rumgelaufen, mit Herzschmerzen, mit einem Lächeln. Das war kein normales Buch. Es war ein Erlebnis. Definitiv eins meiner Lieblinge.

sehr atmosphärisch, super toxisch. hab’s geliebt!
Deep Cuts erzählt die Geschichte von Percy und Joe, zwei Menschen, die sich über Jahre hinweg immer wieder finden und verlieren. Ihre Verbindung ist alles zugleich: Freundschaft, Liebe, Rivalität, künstlerische Partnerschaft. Gerade dieses ständige Hin und Her macht die Beziehung toxisch und zugleich faszinierend. Besonders eindrucksvoll ist, wie stark die Musik das Buch durchzieht. Jedes Kapitel trägt den Titel eines Songs, und oft verschwimmen die Grenzen zwischen Roman, Songtext und innerem Monolog. Die langen Musikanalysen können herausfordernd sein, aber sie verleihen der Geschichte Tiefe und eine ganz eigene Atmosphäre. Deep Cuts ist weniger eine klassische Liebesgeschichte, sondern ein Coming-of-Age-Roman über Zugehörigkeit, Sehnsucht und das Ringen um Nähe. Manchmal schmerzhaft, oft intensiv und am Ende voller Nachklang.
Es ist Freitagabend in einer Studentenbar in Berkeley, Anfang der 2000er-Jahre. Hall & Oates läuft in der Jukebox, und Percy Marks kann wieder einmal nicht anders, als ihrer Leidenschaft nachzugeben, mit der sie ihr Umfeld seit ihrer Schulzeit nervt. Instinktiv nimmt sie den Song auseinander und lässt sich brillant über die feinsten Nuancen aus: Für sie ist Musik ein Lebensgefühl, das sie mit jeder Note und jedem Beat tief in sich spürt.
Eine Liebesgeschichte, die sich wie ein einzigartiger Song ins Gedächtnis brennt. Es war eine interessante Geschichte. Am Anfang konnte ich mich nicht so recht in die Geschichte hineinversetzen, aber zum Ende entwickelt sie sich zu einer tollen Romanze mit Höhen und Tiefen. Eine unwiderstehliche Geschichte über die große Liebe zwischen zwei Menschen und die ebenso große Liebe zur Musik.
Dass es gut geschrieben ist, wusste ich nach dem ersten Kapitel! Ob ich das Buch auch toll finden würde - für mich etwas Seperates zu ob ich es gut finde - das war für mich dann mit der großartigen, menschlichen, sehr nachempfindbarer Entwicklung besiegelt. Ich habs geliebt ❤
_______________________________eventuell spoiler alert Habs grad fertig gelesen und es ist so eine schöne Geschichte voller Wachstumsschmerzen der Protagonistin - Percy, es geht um Verbindung und wie man sine Talente und Leidenschaften in unserer Welt durchsetzen und verwirklichen kann und es hat wunderschöne Momente/Gespräche zwischen den weiblichen Characteren und obwohl es den Bechtel Test vermutlich nicht bestehen würde ist es sehr emanzipatorisch und das hat mir echt sehr gut gefallen. Ich hab mich da wiedererkannt. Wie die ganzen Songs (die ich hauptsächlich nicht kannte, haha) in die Geschichte verwoben wurden, wie Percy (die ja Songwriterin und Musik Kritikerin (geworden) ist) über dieses Songs geschrieben und ja, teilwrise philosophiert hat - das war absolut großartig. Hat mir echt gut gefallen! Ich finde auch das Ende richtig gut getroffen. Obwohl ich mir zwischendurch gewünscht hatte, dass Percy nicht mehr mit Joe zusammenkommt, hat es am Ende irgendwie gestimmt. Das Leben ist halt so. Wenn man einen seelenverwandten Menschen findet, dann kann man sich vielleicht auch einfach nicht davon abhalten, mit dieser Person immer wieder zu connecten. Und wenn die Verbindung so echt ist, dann trifft man eben immer wieder Entscheidungen in dieselbe Richtung, bis es irgendwann dann besser klappt? Ich weiß auch nicht. Da war einfach etwas zutiefst menschliches in diesem Verlangen zwischen Percy und Joe. Content Notes zu dem Buch: Percy wird an einigen Stellen sexuell belästigt und das fühlt sich an den Stellen auch so herzzerbrechend echt, normal (weil: das ist halt immer noch die abgefuckte Realität unserer Welt), authentisch an. War keine leichte Szene für mich, aber es war uns ist Teil der Geschichte, von so vielen. Es hat mich am Ende nicht davon abgehalten das Buch zu lieben.

Are they lovers? Worse. 💔
Ich wusste, dieses Buch würde mich zerstören. „One Day“ trifft auf „Perks of being a wallflower“ und „Daisy Jones & The Six“. Wahnsinnig tolles Buch für alle, die Musik lieben (es gibt SEHR viele Referenzen, aber fand es auch nicht schlimm, nicht alle Lieder zu kennen), Außenseiter mögen und Geschichten, die über mehrere Jahre erzählt werden. Ich hatte wirklich das Gefühl, ich stecke in Percys Haut. Großartiges Debut.
BOYS IN BAND, DON’T FEEL SORRY AT ALL (Still Talk) Vor einigen Monaten fragte ich in die Buchbubble hinein nach Empfehlungen für Romane, in denen (Pop)Musik eine zentrale Rolle spielt, denn seit ich mit 15 „High Fidelity“ (Ich weiß: problematisch) gelesen habe und mich in der Musikbegeisterung (wenn auch nicht im Geschmack) von Hornbys Protagonist Rob Gordon wiedergefunden, habe ich immer wieder mit großer Begeisterung Romane gelesen, die sich mit der schönsten Kunstform neben der Literatur beschäftigen, wie z.B. „Utopia Avenue“, „Daisy Jones and The Six“, „Panikherz“ oder „Soloalbum“ usw. Auffällig ist, dass in einem großen Teil dieser uns ähnlicher Titel FLINTA entweder als unwichtiger Nebencharakter, als Loveinterest des genialen Musikers und als Muse in einer passiven Rolle in Erscheinung treten. Die US-Amerikanerin Holly Brickley nimmt sich dieser Leerstelle im Pop(musik)-Roman an. Erzählt wird die Geschichte der Studentin Percy Marks und Ich-Erzählerin. Percy studiert in Berkeley und beherrscht zwar kein Instrument so gut, dass sie selbst Musik macht, da ihr Mutter, die selbst vor dem Sexismus und anderen Missständen des Musikbusiness in ein geordnetes Leben als Familienmutter geflüchtet ist, sie früh vom Klavierunterricht abgemeldet hat. Eines Abends zu Beginn der 2000er lernt Percy in einer Bar Joe, der mit seiner Freundin Zoe dort, kennen und im Gespräch über einen Song von Hall & Oates funkt es zwischen den beiden – wenn auch vorerst nicht in romantischer Hinsicht. Percy scheibt zwar selbst keine Songs, aber sie liebt Musik und hat ein feines Gespür dafür, wann ein Song funktioniert und was einem Hit im Wege stehen könnte. Joe wiederum spielt Gitarre und strebt eine Karriere als (möglichst bekannter) Musiker an, aber leider rufen seine Songs nicht die gewünschte Begeisterung hervor. So kommt es, dass Joe Percy bittet, ihm Feedback zu seinen Songs zu geben und äußert Percy anfangs nur Verbesserungsvorschläge in der Struktur und den Lyrics, so verbringen die beiden bald schon ganze Nächte damit, nicht nur Joes Songs zu überarbeiten, sondern gemeinsam neue zu schreiben. Es kommt, wie es kommen muss: Nachdem Zoe, mit der Percy ebenfalls eine Freundschaft fürs Leben geschlossen hat, sich von Joe getrennt hat, entwickeln sich doch Gefühle zwischen den beiden, aber Joes beginnende Karriere, die nun mithilfe der Songs, die er mit Percy verfasst hat, richtig Fahrt aufnimmt und einige andere Unwägbarkeiten und Unvernünftigkeiten führen dazu, dass Joe und Percy sich im Laufe des kommenden Jahrzehnts immer wieder annähern und immer wieder voneinander entfernen. Was nun vielleicht nach einer allzu cheesy Lovestory nach den Vorbildern von David Nicholls oder Nicholas Sparks klingt, geht zum Glück auf wohltuende Art und Weise über diese beiden hinaus, denn das zentrale Thema dieses Roman, der die Beziehungsgeschichte zwischen Joe und Percy als Folie nutzt, findet sich für mich in der Selbstermächtigung einer weiblichen Figur in einem gesellschaftlichen Bereich, der nicht nur als Männerdomäne gilt, sondern voll von gewaltvollen und toxischen Ausprägungen dieser Männlichkeit ist. So ist einer der roten Fäden dieser Geschichte die Frage nach dem Anteil, den Percy an Joes Erfolg hat und welche Anerkennung ihr dafür gebührt bzw. von ihm zugestanden wird. Ob Percy es gelingt, sich dabei künstlerisch wie auch beziehungstechnisch von Joe zu emanzipieren, lasse ich hier nun aber mal offen. „Deep Cuts“ sicher keine große Literatur, aber ein unterhaltsamer und gut erzählter Roman mit gesellschaftskritischer Grundierung, der mir vor allem aufgrund seiner zahllosen Verweise auf Bands, Songs und Alben Spaß gemacht hat, die in einer Zeit erschienen, in der auch meine musikalische Sozialisation noch lief. Zwar fanden und finden sich Neutral Milk Hotel, Interpol, LCD Soundsystem und PJ Harvey nicht in meinem Plattenregal; Elliott Smith, Joanna Newson und The Decemberists, die allesamt hier mehr als nur eine kurze Namedroppingrolle spielen, durchaus. Die Gespräche der Figuren regen dazu an, einige Songd und Alben (wieder mal) zu hören und der feinde Humor der Protagonistin, z.B. wenn sie The Strokes aburteilt trösteten mich dabei auch darüber hinweg, dass solche Bands wie Bright Eyes, Death Cab For Cutie und viele andere nicht erwähnt werden. Kann man gut lesen! Danke an den @dtv_verlag für das Rezensionsexemplar und Stephan Kleiner für die Übersetzung.
Wenn man gerne Indie-Pop hört und sich für dieses Musikgenre ein wenig begeistert, dann ist Deep Cuts von Holly Brickley zu empfehlen. Zwei junge Menschen treffen sich in der Indie-Szene der 2000er und teilen Gefühle, die nie ganz ausgesprochen werden. Ein Roman über kreative Nähe, verpasste Chancen und die Frage, was bleibt, wenn der richtige Moment vorbei ist.
Music was their first love – and it will be their last
Berkley, Anfang der 2000er Jahre. Percy und Joe treffen sich zufällig in einer Bar. So unterschiedlich die zwei jungen Menschen auch sind, verbindet sie Leidenschaft zur Musik. Percy analytisch als Kritikerin und Joe aktiv als Musiker. Es beginnt eine Freundschaft, die über Jahre andauern wird und so manche Hürde überwinden muss. Deep Cuts ist Holly Brickleys Erstlingswerk, was man diesem einfühlsamen und präzisen Buch in keinem Punkt anmerkt. Die Autorin beweist ein ausserordentliches Gespür für Zwischentöne und verleiht den Figuren eine glaubwürdige Vielschichtigkeit. Besonders beeindruckend ist, wie Brickley die Liebe der Protagonist*innen zur Musik und zueinander einfängt – feinfühlig und bedacht, dann wieder brachial und schonungslos direkt. Die Beziehungen zwischen den einzelnen Figuren sind subtil verwoben und bilden einen roten Faden durch die ganze Geschichte. Jede Interaktion ist von Bedeutung, jede Nebenfigur trägt ihre eigenen Töne zum Gesamtklang des Romans bei. Ein weiteres Highlight ist die breite musikalische Palette, die wie ein Soundtrack den Text unterlegt. Von Indie bis Jazz: Brickley gelingt es, die Musik nicht nur als Hintergrundrauschen, sondern als eigenständige Protagonistin der Handlung zu inszenieren. Leser*innen werden mitgerissen, auch ohne selbst Expert*innen auf dem Gebiet zu sein. Dabei ist „Deep Cuts“ mehr als ein Musikroman. Es ist eine fein gezeichnete Geschichte über Freundschaft, Sehnsucht und das Erwachsenwerden. Die Autorin schaut genau hin, scheut sich nicht, auch die schrofferen Seiten der Liebe und des Lebens zu beleuchten – und bleibt dabei stets empathisch und sprachlich präzise. Dass einem konstant Fleetwood Mac und Daisy Jones and the Six im Kopf umhergeistern, sei an dieser Stelle entschuldbar. Wer sich auf dieses Buch einlässt, wird mit einer spannenden, tiefgründigen und dabei wunderbar zugänglichen Lektüre belohnt, die lange nachhallt – ganz wie der Nachklang eines besonderen Songs
Ich konnte mit dem Buch leider nicht so viel anfangen.Dies beginnt leider schon beim Cover, dass mir zu überfrachtet wirkt. Die Idee, dass das Buch eine Playlist hat, fand ich prinzipiell gut und ich habe mir zu Beginn auch die Arbeit gemacht, jeden Song zur passenden Zeit rauszusuchen (Für Leute mit Spotify wurde das schon erledigt). Nach einer Weile hab ich das dann aber sein lassen, da mir die Lieder absolut nichts gesagt haben und ich sie jetzt auch nicht so brilliant fand wie das Buch sie darstellt. (Vielleicht bin ich dafür aber auch zu jung.) Insgesamt hat mir bei der Handlung des Buches einfach der rote Faden gefehlt. Es wirkt auf mich mehr wie eine Aneinanderreihung verschiedener Ereignisse mit zwei Zeitsprüngen als wie eine durchgehende Handlung. Auch die Liebesgeschichte (?) hat mich nicht wirklich abgeholt. Dafür, dass Percy Anfang 20 ist, verhält sie (und auch er) sich ziemlich infantil, was mir vor allem in der Mitte des Buches stark auf die Nerven ging. Gefallen hat mir stattdessen die Beziehung zwischen Zoe und Percy. Gegen Ende des Buches fand ich auch, dass man sehr deutlich merkte, dass die Autorin teilweise ein Buch über sich selbst geschrieben hat, was an sich ja auch nichts negatives ist, in diesem Fall meiner Meinung nach aber nicht so gut gelungen ist. Insgesamt kann ich dieses Buch daher leider nicht empfehlen, auch wenn der Schreibstil der Autorin echt gut ist und man sehr flüssig durch das Buch kommt.. Für absolute Musikfans ist es vielleicht was, aber mich konnte das Buch leider nicht abholen.
Musik trifft auf Literatur Berkeley, 2000er Jahre. Hier lernen sich Percy und Joe kennen, ein Mädchen, dass sich viele Gedanken über den Aufbau und die Texte von Songs macht und ein Junge, der Musiker werden möchte. Sofort fühlen sie eine Verbindung zueinander und eine tiefe Freundschaft entsteht, als sie anfangen zusammen Songs zu schreiben. Die Geschichte folgt dieser Freundschaft durch Höhen und Tiefen, durch verschiedene Orte und über einige Jahre hinweg, im Vordergrund stets: die Liebe zur Musik. Viele verschiedene Bands, Songs und Texte werden im Buch zitiert, reflektiert und kritisiert, Musikfans kommen hier definitiv auf ihre Kosten. Daneben wird sehr gekonnt die Beziehung der beiden Protagonisten geschildert, die schwierige Phasen und Gefühle wie Neid, gegenseitige Verletzung und Eifersucht aushalten muss. Es geht um Freundschaft, Liebe, Erwartungen, Erwachsenwerden, das Verfolgen von Leidenschaft, Enttäuschungen, Scheitern, den Umgang mit Kritik und Wahrheiten, die schmerzhaft sind. Auch feministische Ansätze und Gedanken werden im Buch thematisiert. Die Charaktere finde ich gut ausgearbeitet, auch wenn mir beide zwischendurch auf die Nerven gingen. Besonders Percy lernt man gut kennen mit all ihren Gedanken und Gefühlen, leidet und freut sich mit ihr. Den Schreibstil fand ich auch gut. Ich hab das Lesen sehr genossen und empfehle das Buch allen, die Musik lieben und gern Bücher lesen, in denen die Musik eine große Rolle spielt.
Unvollendet Die Erzählung vermittelt eine bunte, beinahe nostalgische Stimmung, die an die frühen 2000er erinnert. Besonders prägend ist der humorvolle, zugleich pointierte Erzählton von Percy, der mich über die gesamte Geschichte hinweg gefesselt hat. Das Zusammenspiel zwischen Joe und Percy wirkt spannungsgeladen und voller Energie, wodurch ein ständiges Auf und Ab der Emotionen entsteht. Besonders gelungen fand ich, dass die Geschichte einen starken Fokus auf Musik legt und deren Bedeutung immer wieder in den Vordergrund rückt. Dadurch eröffnet sich eine zusätzliche Ebene, denn die Lieder und Klänge spiegeln auf eindrucksvolle Weise die Emotionen und Stimmungen der Figuren in den verschiedensten Momenten wider. Man spürt, dass hier ein Prozess des Wandels angestoßen wird – eine Entwicklung der Charaktere, die sich im Verlauf der Zeit langsam entfaltet. Allerdings hätte ich mir sehr gewünscht, auch Joes Sichtweise näher kennenzulernen. Seine Gedanken, Beweggründe und inneren Konflikte bleiben zu oft im Hintergrund, sodass seine Handlungen manchmal etwas ungreifbar wirken. Ohne diesen Einblick fühlt sich die Erzählung für mich nicht ganz abgeschlossen an. Trotzdem bleibt es eine schöne Geschichte, die durch das musikalische Denken und Fühlen der Figuren besondere Facetten erhält. Ich hätte mir lediglich mehr Tiefe und Ausgestaltung in manchen Bereichen gewünscht.
I honestly don’t even know what to say except that I loved how real the characters felt. We really got to see Percy mess up and be a flawed person in both her friendships and relationships. Because of this, the reunion between Joey and Percy felt inevitable, despite all the time and distance between them, they were always destined to find their way back to each other.
Hat mich nicht abgeholt
Leider muss ich sagen, dass mich das Buch weder irgendwie berührt, noch abgeholt hat. Das Cover wirkt mit den ganzen Songtiteln zwar schon irgendwie interessant. Das war es aber auch schon. Die Geschichte ist meiner Meinung nach zu sprunghaft. Der Wechsel zwischen Songanalysen und der eigentlichen Handlung ist zu häufig. Auch wartet die eigentliche Handlung kaum mit einem Spannungsverlauf auf, sondern dümpelt eher dahin. Auch der Lesegenuss wird gestört, da der Roman nicht wirklich flüssig geschrieben ist und man sich als Leser stellenweisen zum weiterlesen zwingen muss. Die Charaktere bleiben irgendwie oberflächlich und wirken nicht wirklich sympathisch. Vor allem die ständigen Spannungen zwischen Percy und Joe nerven mit der Zeit. Kaum gehen die beiden mal normal mit einander um, kippt die Stimmung zwischen den beiden. Aufgrund dieser Faktoren fand ich das Buch nur anstrengend.
Ein Slow-Burner, der am Ende richtig Fahrt aufnimmt
Mir hat die Vorstellung gefallen, dass ich während des Lesens die Songs höre, die gerade vorkommen, um die richtige Stimmung zu kreieren. Ich würde das jedem Leser empfehlen und als Hilfestellung ist auf dem Umschlag ein QR-Code mit dem Soundtrack zu finden. Für mich ist das eine innovative Idee, eine weitere Dimension in das Leseerlebnis einzubringen. Anfangs bin ich gut reingekommen, dann hat die Story sich etwas gezogen, bevor es einen kleinen „Schocker“ gab und im letzten Drittel hat die Story richtig an Fahrt angenommen. Insgesamt ein super Roman für Musikliebhaber, die sich vielleicht auch ein bisschen von (wieder-) entdeckten Songs inspirieren lassen möchten.






































