Das Leben kleben

Das Leben kleben

Softcover
3.727
Jüdische EmigrantinKatzeSohnHabgierige Makler

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Description

Georgie Sinclair hat gerade ihren Mann vor die Tür gesetzt, ihr Sohn entwickelt eine beunruhigende Vorliebe für Weltuntergangs-Websites, und ihren Job bei einem Klebstoff-Fachmagazin findet sie auch nur bedingt faszinierend. Da trifft sie eines Tages Mrs Shapiro, die allein in einem halb verfallenen alten Haus lebt. Die verschrobene Dame ist Jüdin und im Zweiten Weltkrieg nach London geflohen. Als Mrs Shapiro ins Krankenhaus muss, bittet sie Georgie, sich um das baufällige Haus zu kümmern. Gleich mit ihrer ersten Tat setzt sich Georgie gehörig in die Nesseln: Der Handwerker, den sie mit Reparaturen beauftragt, ist keineswegs Pakistani, wie sie dachte, sondern Palästinenser. Eine potenziell heikle Konstellation. Zusätzliche Komplikationen ergeben sich durch zwei geldgierige Immobilienmakler, eine arglistige Sozialarbeiterin und Georgies Ehemann.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Softcover
Pages
460
Price
15.40 €

Posts

5
All
5

Sehr schönes Buch,anders als man erwartet mit viel Hintergrund und Herz. Sehr zu empfehlen.

3

Skuriel und doch so normal.

Meine Gedanken zum Buch Das Buch lag laaaange auf meinem SuB. Es kamen einfach immer andere Bücher dazwischen, obwohl mir der Titel eigentlich sehr gefallen hat, etwas ausgefallen und lässt viel Spielraum für die Geschichte. Auch wenn der Originaltitel etwas anders lautet, nämlich „We Are All Made of Glue“. Gefällt mir der deutsche Titel besser.  Was das Cover angeht, ja, das ist okay, find ich jetzt nicht sehr originell. Die Autorin kannte ich bin jetzt nicht, von ihr gibts aber 2 weitere Bücher so viel ich gesehen habe. Ob ich die je lesen werde, ich denke es eher nicht. Obwohl mich die Geschichte am Ende doch noch gut unterhalten konnte. Die Geschichte spiel Anfang der 2000er Jahre in England. Und hat viele Themen welche behandelt werden. Es geht um Freundschaft, Liebe, Neuanfang, um das Thema 2. Weltkrieg, Juden, Palästinenser, Pubertät, Familiengeheimnis, Vertrauen und Vergebung. Ja, da kommt wirklich einiges zusammen aber Marina Lewycka hat es wirklich geschafft daraus eine unterhaltsame Geschichte zu kreieren auch wenn diese sehr exzentrisch ist. Auch im Aufbau ist das Buch etwas anders als üblich. Darum kam ich auch erst gar nicht so gut in die Geschichte rein. Georgine ist eine ganz gewöhnlich Frau. Sie hat einen Mann und 2 Kinder, Junge und Mädchen. Währen das Mädchen schon 20 ist und grade in der Ausbildung zur Lehrerin ist, ist Ben in der Pubertät und macht grade eine etwas schwierige Zeit durch. Und das nicht nur weil seine Mutter den Vater zum Teufel gejagt hat. Georgine schlägt sich also durch den neuen Alltag, zwischen ihrer Arbeit als Redaktorin bei einem Fachmagazin für Klebstoffe und der neuen Rolle als Alleinerziehenden.Eines Tages trifft sie auf eine alte Katzenlady, im ersten Moment dachte sie sie sei Obdachlos, bis sie dann rausfand das sie in einem heruntergekommenen Haus, ganz alleine, nur mit ihren Katzen wohnt. Widerwillig wird sie in das Leben dieser alten Dame hineingezogen bis daraus eine wirklich Freundschaft entsteht. So gewöhnlich Georgie ist, so „gewöhnlich“ sind alle anderen Mitstreiter dieser Geschichte, vom Handwerker über die Immobilienmakler und die vom Sozialdienst. Alles Charaktere die man selber auch kennen könnte. Unaufgeregt, nicht spektakulär, alltagstauglich. Aber mit Nichten langweilig. Ausser eben die alte Dame, Mrs. Shapiro, sie scheint auf den ersten Blick ziemlich verrückt zu sein, also im wörtlichen Sinne, aber das ist sie nicht, das merkt auch Georgine, sie ist einfach sehr exzentrisch und lässt sich nicht herum kommandieren und sie ist hütet Geheimnissen und das schon seit Jahrzehnten. Mein Fazit… Ein unterhaltsamer Roman, mit vielen Lebensthemen die einen nicht nur nachdenklich machen sondern auch zum schmunzeln bringen können. Ich kann das Buch jedem empfehlen der ein Herz für schrullige alte Damen hat und nicht abgeneigt ist auch ein bisschen über die Geschichte des 2.Weltkrieges zu erfahren.

4

Ich bin gut reingekommen, die Geschichte wird aus einer recht gewöhnlichen Ehefrau und Mutter erzählt, die sich gerade von ihrem Mann getrennt hat und dann ihre egozentrische jüdische Nachbarin kennenlernt und sich plötzlich irgendwie für sie verantwortlich fühlt. So kommt es, dass sie selbst in allerlei skurrile Situationen verwickelt wird und vieles über die Nachbarin und auch die Menschen, die plötzlich in ihrem Leben auftauchen, erfährt. Der schreibstil ist leicht und sehr bildlich, ein paar wiederholungen waren nervig und auch die kurzen passagen von dem Roman, an dem die Protagonistin arbeitet, hat mich eher weniger interessiert und hat der Geschichte nicht wirklich etwas beigetragen. Vieles hat sich am Ende für mein empfinden fast zu einfach gelöst, aber andererseits schaffte das auch einen hoffnungsvollen Rahmen am Ende des Buches. Sehr interessant fand ich die Erzählungen aus dem 2. Weltkrieg und der Konflikt zwischen den Juden und Palästinensern. Am Ende zeigt sich.. Jede Seite und jeder Mensch hat seine Sicht, das Leben ist nicht schwarz und weiß und die Wahrheit und die Verbindung zwischen uns Menschen liegt irgendwo dazwischen....

4

Die Einsortierung in die Sparte "Frauen" der ortsansässigen Bibliothek ließ mich innerlich aufstöhnen und die Augen verdrehen. Eigentlich gar nicht mein Genre. Ich erwartete also eine Mischung aus Bridget Jones und Oberflächlichtkeit gewürzt mit billigen Klischees und einer Prise "Sex and the City". Ich liebe es sehr, wenn ich mich irre. Ein bißchen Klischee gabs auch hier, aber das lässt sich ja selten vermeiden. Das Buch lässt sich unheimlich schnell und flüssig lesen. Mir gefiel die Darstellung der "verrückten Katzenlady". Klar, ein wenig "uuuaaarrr...iiiih" war auch dabei, aber ich finde das äußerst realistisch beschrieben. Schön war auch der Symbolcharakter, den ihr Haus hatte. Vom verfallenen Schrottplatz mit ordentlich "Duft" zum gemütlichen Multi-Kulti-Heim mit etwas diletanttisch renovierten Zimmern, bei denen jeder Denkmalpfleger vermutlich das Heulen kriegen würde. Die "versteckten" Botschaften in dem Buch waren nicht so arg versteckt, aber ich finde es sehr erholsam, wenn ich mal etwas direkt blicke und nicht 3 Tage darüber nachgrübeln muss.

4

Teilweise lustig--teilweise nachdenklich ! Schönes Buch zum Abschalten und man kann sich die Handlung sehr gut vorstellen.... ein Film dazu wäre bestimmt auch gut !

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