Unsere letzten wilden Tage

Unsere letzten wilden Tage

Hardback
3.667

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Description

»Man sagt, man kann den Zustand eines Ortes daran erkennen, wie es seiner Wildnis geht. Und ich sage, da draußen stimmt was nicht.«

Flirrende Hitze, raschelndes Sumpfgras und tödliche Alligatoren, die lautlos durchs Wasser gleiten: Versunken in den Sümpfen Louisianas liegt das verwunschene Jacknife, in das sich niemand mal so eben verirrt. Als die Journalistin Loyal hierhin zurückkehrt, hofft sie, sich mit ihrer besten Freundin aus Kindheitstagen zu versöhnen. Doch bevor Loyal mit ihr sprechen kann, wird sie ermordet aufgefunden. Niemanden interessiert es, was mit der jungen Frau passiert ist, die schon immer als Außenseiterin galt. Also beginnt Loyal, selbst Fragen zu stellen. Als sie Geheimnisse zutage fördert, die einige lieber unentdeckt gelassen hätten, zieht sich auch für sie die Schlinge zu.

Ein Roman wie eine Naturgewalt: über den Mut einer Frau, sich nicht mit einfachen Antworten zufriedenzugeben, und einen besonderen Ort, der uns den Atem raubt.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
Contemporary
Format
Hardback
Pages
382
Price
22.70 €

Author Description

1995 in Gloucestershire geboren, studierte Anna Bailey Kreatives Schreiben an der Bath Spa University. Eine Zeit lang lebte Anna in Texas und den Wäldern von Colorado. Nach einigen Jahren als Journalist:in in Großbritannien wohnt Anna heute in Frankreich.

Posts

19
All
2

Leider nicht so meins

Loyal, eine Journalistin, kehrt in ihren Heimatort zurück. Doch dort ereignet sich ein Mord an ihrer früheren Freundin Cutter. Niemand scheint sich darum zu scheren, ihr Tod wird als Selbstmord abgetan, doch Loyal kann das nicht glauben und geht dem Ganzen selbst auf die Spur. Das Cover des Buches hat mich direkt sehr angesprochen, genau wie der Klappentext auch. Ich bin mit großen Erwartungen an das Buch gegangen. Von der Autorin hatte ich bisher noch kein Buch gelesen. Ihr Schreibstil gefiel mir gut. Auch mochte ich gerne die Atmosphäre, die das Buch beim Lesen verbreitet hat. Nur leider bin ich nicht so richtig ins Buch reingekommen, was mir bis zum Ende nicht gelungen ist. Für mich konnte sich kein richtiger Spannungsbogen aufbauen. Sehr oft war ich verwirrt, über wen jetzt eigentlich gesprochen wird und was genau geschieht. Auch wurden manche Ereignisse aus meiner Sicht zu umfangreich beschrieben, das hat dazu geführt, dass ich manche Seiten teilweise überflogen habe, da einfach nichts Wichtiges geschah. Mit dem Ende bin ich relativ zufrieden, es hat sich alles gut geklärt. Leider kann ich keine Leseempfehlung aussprechen, für mich hat sich alles sehr gezogen und war wirklich anstrengend zu lesen. Schade.

4.5

Ich habe etwas gebraucht um reinzukommen, da der Ort Jacknife in Louisiana doch sehr erdrückend scheint durch die vielen schweren Lebenswege der Protagonisten. Jedoch ist das Buch auf eine leichte Weise sehr tiefgründig und am Ende merkt man richtig, wie tief man in der Geschichte drinne gesteckt hat. Die Geschichte lohnt sich gelesen zu werden!

Ich habe etwas gebraucht um reinzukommen, da der Ort Jacknife in Louisiana doch sehr erdrückend scheint durch die vielen schweren Lebenswege der Protagonisten. Jedoch ist das Buch auf eine leichte Weise sehr tiefgründig und am Ende merkt man richtig, wie tief man in der Geschichte drinne gesteckt hat. Die Geschichte lohnt sich gelesen zu werden!
4.5

Ganz toller Südstaaten-Roman, mit einer Figur (Cutter, nicht Loyal), die ich gern noch weiter begleitet hätte. Halber Stern Abzug für die auch sehr stereotyp gezeichneten Charaktere. Cutter, Loyal und Sasha sind anders, dafür der Rest doch schablonenhaft. Habe mit den Figuren mitgefiebert.

4

Archaische und gewaltätige Stimmung! Abstossend und gleichzeitig auch spannend und fesselnd. Der sehr anschauliche Schreibstil der Autorin hat mich zwischendurch etwas gefordert. Nichts für zart Besaitete

2.5

Ein Buch in einem ganz besonderen Setting. Ich habe die flirrende Hitze gespürt, die raue Wildnis mit den verzweigten Flussläufern vor mir gesehen und das harte Leben der Menschen hat sich echt und bedrückend angefühlt. Darüber hinaus hat mir die Geschichte aber leider nichts gegeben. Für mich leider nichts…

3

Hat mich nicht überzeugt

Das Buch hat einen angenehmen Schreibstil und die Kapitel haben eine angenehme Länge. Die Atmosphäre ist in dem ganzen Buch sehr düster und ich konnte mir den Ort in den Sümpfen umgeben von Alligatoren, Geheimnissen und üblen Typen gut vorstellen. Dennoch hat mich das Buch nicht ganz von sich überzeugt und es konnte mich nicht richtig fesseln. Trotz der düsteren Atmosphäre hat mir die Spannung gefehlt und die Charaktere blieben eher blass. Das Ende hat mich auch nicht sonderlich überrascht, da ich während des Lesens immer mal Ideen hatte, was da passiert ist. Ich vergebe 3 von 5 ⭐️ .

4

⭐️⭐️⭐️⭐️ So wild und unberechenbar wie die Natur der Sümpfe

Zart besaitet sollte man nicht sein, wenn man diesen Roman liest, der in den Sümpfen Louisianas spielt. Denn so wild, unberechenbar und zuweilen auch grausam wie die Natur der Sümpfe ist auch dieser Roman. Während flirrende Hitze über der Landschaft liegt und die Luftfeuchtigkeit einem den Atem nimmt, rückt die Polizei von Jacknife aus, um eine Tote aus den Sümpfen zu bergen. Loyal ist als Vertreterin der Lokalpresse vor Ort, allerdings ist sie selbst gerade erst in ihren Heimatort zurückgekehrt. Und als sie sieht, wer die Tote ist, dreht sich ihr der Magen um. Ihre ehemals beste Freundin Marianne „Cutter“ Labasque liegt dort. Doch Loyal gibt sich nicht mit den vermeintlich einfachen Antworten zufrieden, die die Polizei findet. Sie gräbt weiter und tiefer - und stößt in ein Wespennest, was eine Spirale von Gewalt auslöst. Die Autorin schafft es in diesem Roman unheimlich gut, die Sümpfe Louisianas zum Leben zu erwecken und die Stimmung in einem ländlichen Teil der USA, der geprägt ist von fast schon fanatischer Religion und einem mitunter fragwürdigen Werteverständnis, wiederzugeben. Der Ton ist rauh, genau so wie die Natur hier unerbittlich ist. Menschen leben von der Alligatorjagd - ein Knochenjob, und ein gefährlicher dazu. Menschen leben hier und Menschen sterben hier - und wer hier lebt, hat das Sterben akzeptiert. Deshalb sollte man als Leser hier auf keinen Fall eine Südstaatenromantik erwarten, denn die wird man nicht bekommen. Statt dessen spitzt sich die Geschichte immer mehr zu und die Hinweise verdichten sich, dass auch Personen, die vermeintlich eine weiße Weste haben sollten, das ganze Gegenteil von dem sind, was sie scheinen. Hauptfigur Loyal war für mich aber leider kein Charakter, der mir dauerhaft in Erinnerung bleiben wird - denn ihr Sidekick, der junge Journalist Sasha, war dafür als Figur einfach zu überragend und zu schillernd. Er hat Loyal im wahrsten Sinne des Wortes überstrahlt, mit seinen pinken Haaren und den Strass-Steinen auf der Jeans. Die Szene mit den wieder angeklipsten Haaren nach einem schief gegangenen Versuch, sich selbst die Haare zu schneiden, wird mir definitiv in Erinnerung bleiben! Ich denke, die Story und die Zusammenhänge werden bei mir nicht soooo lange nachhallen - aber die Stimmung und die Bilder der Landschaft schon. Und dieses Gefühl von flirrender Hitze, Schwüle, Moskitos und der permanent latenten Gefahr von Alligatorangriffen. Diese Bilder im Kopf werden bleiben, und zwar lange. Wenn ihr vor Spannungsromanen nicht zurückschreckt, die an der einen oder anderen Stelle ein wenig explizter in der Gewaltdarstellung sind und wenn ihr Bücher mögt, die unheimlich stimmungsvoll das Lebensgefühl einer Gegend vermitteln - hier des ländlichen Louisiana - dann könnt ihr mit diesem Roman nichts falsch machen! Und wer schon immer mal mal auf Alligatorjagd gehen wollte - ganz ohne die Gefahr, als Snack zu enden - der sollte diesem Roman ebenfalls eine Chance geben!

⭐️⭐️⭐️⭐️
So wild und unberechenbar wie die Natur der Sümpfe
2

Leider nur 2 Sterne diesmal. Ich kann gar nicht so genau sagen, was mich gestört hat, aber selten habe ich mich so schwer mit der Konzentration beim Lesen getan. Irgendwie hat mich die Story so wenig gepackt, dass ich passagenweise alles 2-3 mal lesen musste, um den Anschluss zu halten. Für mich gab es weder Spannung noch Protagonisten, mit denen ich mitfiebern konnte. Da Abbruch für mich nur in seltensten Fällen in Frage kommt, bin ich jetzt froh, das Buch geschafft zu haben .

4

Vielen Dank an @aufbau_verlage und @netgalleyde für die zur Verfügungsstellung des Ebooks Inhalt Flirrende Hitze, raschelndes Sumpfgras und tödliche Alligatoren, die lautlos durchs Wasser gleiten: Versunken in den Sümpfen Louisianas liegt das verwunschene Jacknife, in das sich niemand mal so eben verirrt. Als die Journalistin Loyal hierhin zurückkehrt, hofft sie, sich mit ihrer besten Freundin aus Kindheitstagen zu versöhnen. Doch bevor Loyal mit ihr sprechen kann, wird sie ermordet aufgefunden. Niemanden interessiert es, was mit der jungen Frau passiert ist, die schon immer als Außenseiterin galt. Also beginnt Loyal, selbst Fragen zu stellen. Als sie Geheimnisse zutage fördert, die einige lieber unentdeckt gelassen hätten, zieht sich auch für sie die Schlinge zu ...  Meinung Das buch hat mich wegen dem Setting und auch ein wenig wegen der Handlung an "der Gesang der Flusskrebse erinnert" und ein wenig auch wegen dem Aufbau der geschichte. Der Sprache war sehr bildhaft. Aber leicht zu lesen. Die Geschichte ist sehr eingehend, die Namensgebung fand ich sehr kreativ. Ich wurde sofort warm mit Loyal, viele der Charaktere fand ich sehr eigentümlich. Große Lese Empfehlung

3.5

Ein beklemmender und düsterer Roman

Der abgelegene Ort Jacknife liegt tief in den Sümpfen Louisianas, ein gefährliches Gebiet, in dem Alligatoren zu Hause sind. Dorthin kehrt die Journalistin Loyal zurück, da ihre Mutter zunehmend Anzeichen von Demenz zeigt. Zudem möchte sie sich mit ihrer alten Freundin Cutter versöhnen. Doch dazu kommt es nicht mehr. Cutter wird tot aufgefunden. Die Polizei geht von Selbstmord aus, doch Loyal glaubt nicht daran. Entschlossen sucht sie nach der Wahrheit und bringt sich dabei selbst in Gefahr. Mit großer Vorfreude habe ich diesen Roman begonnen. Der Einstieg fiel mir etwas schwer, da viele Namen auftauchen und die Spannung zunächst nicht konstant gehalten wird. Erst nach einiger Zeit hat mich die Geschichte mehr gefesselt. Teilweise empfand ich leider das Erzähltempo als etwas zu langatmig. Der Roman ist düster, beklemmend und atmosphärisch. Die bildhafte Sprache vermittelt das bedrückende Setting sehr eindrucksvoll, Hitze, Sümpfe, Alligatoren, eine gewaltbereite Bevölkerung, Drogen und eine Polizei, der man nicht trauen kann. Einige Rückblicke gewähren Einblicke in Cutters Vergangenheit, was mir gut gefallen hat. Im Zentrum der Handlung steht die Frage, was Cutter wirklich zugestoßen ist und die Nachforschungen von Loyal und ihrem Partner Sasha, die der Wahrheit auf den Grund gehen wollen. Wirklich sympathisch war mir keiner der Charaktere in dieser Story. Meine Erwartungen wurden nicht ganz erfüllt, da mich der Roman leider nicht so fesseln konnte, wie erhofft. Ein beklemmender, düsterer, teils emotionaler Roman

Ein beklemmender und düsterer Roman
4

Spannend

Eine Leiche, Geheimnisse und die düsteren Sümpfe Louisianas: Diese Zutaten machten mich neugierig, und so las ich "Unsere letzten wilden Tage" von Anna Bailey, erschienen bei Rütter und Loening. Werbung: Danke an den Aufbau Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Die Inhaltsangabe könnt ihr dem zweiten Bild entnehmen. Anna Bailey wirft mich mit einem fesselnden Schreibstil in die rauen, wilden Sümpfe Louisianas. Zartbesaitete sollten da nicht sein, denn dieser Roman ist genauso rau und wild wie die Landschaft, in der er spielt. Die Autorin schafft es dabei meisterhaft, die Natur fesselnd in ihrem Buch darzustellen. Ich konnte die flirrende Hitze richtiggehend spüren. Auch spiegelt sie die Stimmung in diesem sehr ländlich geprägten Teil der USA wider, sei es durch fast schon eine fanatische Auslegung von Religion oder veraltete und fragwürdige Wertvorstellungen. Wer auf Südstaatenromantik hofft, ist hier leider fehl am Platz. Hier wird das raue Leben der Menschen dargestellt, die von Alligatorfang leben und fast jeder Dreck am Stecken hat. Die Hauptprotagonistin Loyal war für mich leider nicht das perfekte Match, da sie für mich zu wenig ausgearbeitet war. Trotzdem mochte ich die Stimmung des Buches, und auch der Spannungsbogen war klug aufgebaut. Ab und an hätte ich mir mehr Zug im Storytelling gewünscht, da hier die Ereignisse sehr genau und ausführlich beschrieben wurden. Trotzdem konnte mich der Schreibstil und das Setting überzeugen. Wenn ihr gerne Spannungsromane lest, dann seid ihr mit "Unsere letzten wilden Tage" bestimmt gut beraten, auch wenn ich mir bei vielen Charakteren mehr Tiefe gewünscht hätte. Das Setting hat mich jedoch komplett überzeugt. 4 von 5 Sternen.

Spannend
3

Grundsätzlich ein gutes Buch mit einer krassen Story. Allerdings hat mir bis kurz vor Schluss einfach die Spannung gefehlt.

5

Wild, roh, authentisch

Da es ihrer Mutter nicht gut geht, kehrt Loyal nach vielen Jahren in ihren Heimatort Jacknife zurück. Kaum ein paar Tage da, wird Loyal's frühere beste Freundin Cutter tot in den Sümpfen aufgefunden. Für Loyal bricht eine Welt zusammen, da Cutter und sie damals im Streit auseinander gingen und Loyal sich erhofft hatte, sich mit ihrer Freundin aussöhnen zu können. Als die Polizei bei Cutters Tod von Selbstmord ausgeht, ist Loyals Misstrauen geweckt, denn sie ist sich sicher dass Cutter niemals freiwillig ihr Leben beendet hätte. Also beginnt Loyal Nachforschungen anzustellen... Auf dieses Buch bin ich durch das großartige Cover aufmerksam geworden und der Klappentext hat mich dann auch neugierig gemacht. Das Setting in den Sümpfen Louisiana's hat mir sehr gut gefallen und war so gut beschrieben, dass ich die schwüle, drückende Hitze und die wilde, rohe Landschaft geradezu spüren konnte. Die Geschichte ist vielschichtig, die Charaktere lebendig und authentisch gezeichnet. Man bekommt einen guten Einblick in das Leben der Menschen dort in der "Pampa" in einem der ärmsten Staaten der USA. Die Geschichte hat mich von Anfang bis Ende eingenommen, die Entwicklungen blieben für mich immer weiterhin spannend und mit der Auflösung hatte ich so nicht gerechnet. Alles in allem ein wirklich toller Roman, den ich mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann.

3

Rau und düster/atmosphärisch

Nicht der größte Thriller aber auch nicht komplett vorhersehbar, war interessant und zügig zu lesen.

4

Anders, spannend, verwirrend… aber alles in allem gut. Am Ende ergibt eben doch alles Sinn

Schrecklich langweilig, hat mich null abgeholt

3

er hat schon vor langer Zeit gelernt, dass nicht der Stuhl den Thron ausmacht, sondern der Mann, der auf ihm sitzt

5

Bildgewaltig, spannend und voll flirrender Hitze Louisianas Loyal kehrt zurück nach Jacknife. Hier ist sie aufgewachsen in den Sümpfen Louisianas, beste Freundin von Cutter. Ihre Freundschaft ist damals durch ein Ereignis zerbrochen, Loyal daraufhin zu ihrem Vater nach Houston gezogen. Das ist viele Jahre her und sie arbeitete dort nun als Journalistin bei einer Zeitung. Da ihre Mutter in Jacknife aber plötzlich ihre Unterstützung braucht, kehrt Loyal zurück. Sie hat einen Job bei der einzigen Zeitung vor Ort angenommen und glaubt auch, dass es Zeit wird, sich mit Cutter auszusprechen. Dies gelingt ihr aber nicht mehr, denn Cutter liegt am nächsten Morgen nach ihrer Heimkehr tot in den Sümpfen. Loyal ist geschockt, warum ist Cutter gestorben, hat es etwas mit ihrem unheimlichen Bruder Dewall zu tun, mit dem sie immer auf Alligatorjagd ging oder mit ihrem Bruder Beau, mit dem sie sich sehr gut verstand, der aber durch seine Meth-Sucht mit üblen, sehr gewalttätigen Leuten zu tun hatte. Und welche Rolle spielen die übrigen Einwohner? Nach und nach lässt die Autorin einen immer weiter in diese Geschichte eintauchen, wie eine Fahrt in den Sümpfen, in einer poetisch anmutenden Sprachweise, so dass man sich an diesen unwirtlichen Ort mit all seinen Bewohnern versetzt fühlt. Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Perspektiven der Haupt-Protagonisten erzählt, so erhält der Leser einen Einblick in die jeweiligen Gedanken und Verfassung der Personen. Auch die Sümpfe und die Hitze, mit ihren Auswirkungen auf die Ortschaft und die Einwohner, wird grandios beschrieben. Was mich besonders faszinierte, ist die beschriebene Alligatorjagd. Mich hat die Erzählweise der Geschichte an die Serie „Twin Peaks“ erinnert, erstaunlich fand ich, dass die Autorin in ihrer Biografie/Vorstellung auf einer Homepage schreibt, dass sie tatsächlich u.a. davon beeinflusst wurde. Das habe ich zunächst beim Lesen nicht gewusst und dennoch relativ schnell die Serie im Kopf gehabt. Eine mysteriöse Geschichte, die wirklich toll ist und ungeschönt aufzeigt, wie das Leben in den Sümpfen tatsächlich ist und mit welchen Problemen die Menschen kämpfen, die aber voller Spannung steckt. Ich habe den Roman sehr genossen, am Ende weiß der Leser, warum Cutter ums Leben kam und was dahinter steckte. Wer eine spannende Geschichte, Gesellschaftsthemen und Naturbeschreibungen in schöner Sprache mag, die sich aber dennoch leicht und flüssig lesen lässt, der ist hier genau richtig. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter, ich fand es super.

3

Düstere Grundstimmung

Jacknife ist ein bedeutungsloser Ort inmitten von Sümpfen. Hier herrscht Armut und der Ort hat nichts Schönes zu bieten.  Trotzdem kehrt Loyal nach vielen Jahren zurück, weil ihre Mutter an Demenz erkrankt ist. Loyal ist Journalistin und soll bei der hiesigen Zeitung eine online-Ausgabe auf die Beine stellen. Ein paar Tage nach ihrer Rückkehr wird ihre einst beste Freundin Cutter tod in den Sümpfen aufgefunden.  Die Polizei geht von Selbstmord aus und zeigt kein Interesse an weiteren Ermittlungen. Doch Loyal glaubt nicht an Selbstmord und geht mit ihrem Kollegen Sasha auf Spurensuche. Cutter war eine ungewöhnliche Frau.  Sie lebte mit ihren Brüdern auf einer heruntergekommenen Farm, ging mit ihrem Bruder auf Alligatorjagd und hatte keine Freunde. Ihr Leben war hart und dessen Schilderungen gingen mir nahe. Ein flüssig geschriebenes Buch mit einer gewissen Spannung. Die Beschreibungen von Jacknife und der Sumpflandschaft waren sehr atmosphärisch.  Ich hätte dort nicht leben wollen. Auf den letzten 100 Seiten war es mir aber ein wenig zu brutal und langatmig. Deshalb und wegen der düsteren Grundstimmung gibt es von mir nur 3 Sterne.

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