Beklaute Frauen

Beklaute Frauen

Hardback
4.61178

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Description

Ausgezeichnet mit dem Bayern 2-Publikumspreis des Bayerischen Buchpreises 2024: Wie Frauen Geschichte schrieben – und Männer dafür den Ruhm bekamen

Muse, Sekretärin, Ehefrau – es gibt viele Bezeichnungen für Frauen, deren Einfluss aus der Geschichte radiert wurde. Für deren Leistungen Männer die Auszeichnungen und den Beifall bekamen: Wissenschaftlerinnen, deren Errungenschaften, im Gegensatz zu denen ihrer männlichen Kollegen, nicht anerkannt wurden. Autorinnen, die sich hinter männlichen Pseudonymen versteckten. Oder Künstlerinnen, die im Schatten ihrer Ehemänner in Vergessenheit geraten sind. Lebendig und unterhaltsam erzählt die Historikerin Leonie Schöler ihre Geschichten, sie zeigt, wer die Frauen sind, die unsere Gesellschaft bis heute wirklich vorangebracht haben. Und sie verdeutlicht, wie wichtig die Diskussion um Teilhabe und Sichtbarkeit ist. Dabei wird klar: Hinter jedem erfolgreichen Mann steht ein System, das ihn bestärkt; vor allen anderen steht ein System, das sie aufhält.

Mit zahlreichen Abbildungen und Infokästen

Auf ihrem neuen YouTube-Kanal (@heeyleonie) begibt sich Leonie Schöler alle zwei Wochen mit einem neuen Video auf eine Reise durch die Zeit, um in der Geschichte Antworten auf die Fragen unserer komplexen Gegenwart zu finden.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
History & Archaeology
Format
Hardback
Pages
416
Price
23.70 €

Author Description

Leonie Schöler, geboren 1993, ist Historikerin, Journalistin und Moderatorin. Auf ihren beliebten TikTok- und Instagram-Kanälen (@heeyleonie) vermittelt sie spannendes Geschichtswissen und klärt ihre über 230.000 Follower*innen regelmäßig über die Vergangenheit und aktuelle politische Geschehnisse auf. Als Redakteurin und Filmemacherin mit Fokus auf Webvideos liefen ihre Recherchen bei diversen funk-Produktionen, unter anderem »Jäger und Sammler«, das »Y-Kollektiv« und »Auf Klo«. Im Sommer 2021 erschien ihre Dokumentation über das System Tönnies für ZDFinfo, im Januar 2022 ihre achtteilige Webvideoreihe zur Wannsee-Konferenz für das ZDF. Zudem moderierte Schöler ab November 2022 in ihrer Rolle als Historikerin das ZDFinfo-Format »Heureka« auf YouTube. Leonie Schöler lebt in Berlin. Ihr erstes Sachbuch »Beklaute Frauen« wurde zu einem SPIEGEL-Jahresbestseller und mit dem Bayern 2-Publikumspreis 2024 ausgezeichnet. Seit Januar 2025 ist Leonie Schöler Autorin der SPIEGEL-Kolumne »Hidden History«. Auf ihrem neuen YouTube-Kanal (@heeyleonie) begibt sie sich alle zwei Wochen mit einem neuen Video auf eine Reise durch die Zeit, um in der Geschichte Antworten auf die Fragen unserer komplexen Gegenwart zu finden.

Characteristics

11 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
50%
23%
7%
18%
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12%
78%
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Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
56%
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85%

Pace

Fast0%
Slow20%
Moderate80%
Variable0%

Writing Style

Simple20%
Complex30%
Moderate50%
Bildhaft (80%)Minimalistisch (20%)Poetisch (20%)Außergewöhnlich (20%)

Posts

271
All
4.5

Von einem Sachbuch hätte ich wirklich nicht erwartet, dass es mich so wütend macht.⚡🧠 Das Buch zeigt, wie oft Frauen in der Geschichte übergangen, vergessen oder aktiv ihrer Leistungen beraubt wurden. 🕰️📚 Während Männer gefeiert wurden, verschwanden die Frauen dahinter aus den Geschichtsbüchern, obwohl viele Erfindungen, Ideen oder wissenschaftliche Durchbrüche ohne sie niemals möglich gewesen wären. Obwohl es um Geschichte, Wissenschaft und gesellschaftliche Strukturen geht, fühlt sich das Buch nie trocken oder belehrend an. Immer wieder werden Frauen vorgestellt, deren Leistungen entweder Männern zugeschrieben oder komplett unsichtbar gemacht wurden. Es hat mich zwischendurch wirklich wütend und traurig gemacht, dass Geschichte eben nicht neutral erzählt wird. Sondern oft von denen, die Macht haben.🕯️📜 Der Großteil der Geschichten war mir bislang nicht bekannt und hat mich wirklich schockiert. Ich mochte auch, dass Leonie Schöler nicht nur Fakten aufzählt, sondern erklärt, warum solche Mechanismen bis heute existieren. 💭⚖️ Das Buch fühlt sich dadurch extrem aktuell an, obwohl es viel mit Vergangenheit arbeitet. Ich war beim Lesen oft frustriert, weil mich diese Ungerechtigkeit wirklich wütend gemacht hat.

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4

Ein unglaublich spannendes und wichtiges Hörbuch, das wütend macht und den Blick auf Geschichte verändert.

Beklaute Frauen hat mich beim Hören wirklich oft sprachlos gemacht. Nicht, weil die Geschichten so unbekannt sind, sondern eher, weil man irgendwann merkt, wie systematisch Frauen über Jahrhunderte aus der Geschichte verschwunden sind. Ich mochte das Hörbuch richtig gerne. Vor allem, weil es sich überhaupt nicht wie ein trockenes Sachbuch angefühlt hat. Alles ist sehr verständlich, locker und fast schon wie ein Gespräch erzählt. Dadurch konnte ich stundenlang zuhören, ohne dass es anstrengend wurde. Ich glaube auch, dass Leonie Schöler selbst spricht und genau das hat für mich richtig gut funktioniert. Besonders spannend fand ich, dass es nicht nur um einzelne Frauen geht, sondern darum, wie sich diese Strukturen über Jahrzehnte und Jahrhunderte entwickelt haben. Frauen haben geforscht, geschrieben, entdeckt, erschaffen und trotzdem standen am Ende oft Männer im Mittelpunkt. Manche Geschichten machen einfach nur wütend. Gerade die Beispiele aus Wissenschaft und Kunst sind bei mir extrem hängen geblieben. Trotzdem hatte ich nie das Gefühl, hier einfach nur ein Männerhassbuch zu hören. Darum geht es überhaupt nicht. Eher darum zu verstehen, warum Frauen heute noch immer um Sichtbarkeit kämpfen müssen und wie lange dieses System schon existiert. Und genau deshalb finde ich das Buch so wichtig. Nicht nur für Frauen. Eigentlich für alle! Weil es den Blick auf Geschichte komplett verändert. Irgendwann fragt man sich automatisch, wie viele Frauen wir bis heute gar nicht kennen, obwohl sie unsere Welt genauso geprägt haben wie die Männer, deren Namen überall stehen. Für mich definitiv ein Hörbuch, das hängen bleibt und über das man noch lange nachdenkt.

Ein unglaublich spannendes und wichtiges Hörbuch, das wütend macht und den Blick auf Geschichte verändert.
4

⭐️⭐️⭐️⭐️

Das Buch liefert wichtige historische Fakten und es macht Frauen sichtbar die im Schatten von Männern standen. Zwischendurch macht es einen aber auch so wütend.

4.5

Ein Buch, das wütend macht

Ich habe viel gelernt und erfahren. Lest es! Alle! Wichtig!

5

Echt? und What? Musste nebenbei selber recherchieren, weil ich es nicht glauben konnte. Hat mich auch irgendwie geprägt!

Echt? und What? Musste nebenbei selber recherchieren, weil ich es nicht glauben konnte. Hat mich auch irgendwie geprägt!
4.5

Es ist schockierend, es macht wütend und lässt dich kopfschüttelnd zurück!

Zitat S. 250 (Ebook): Jede beklaute Frau ist kein Einzelfall, sondern Teil eines Systems, das uns alle betrifft und bis heute wirkt. Leonie Schöler hat ein spannendes, hochaktuelles und sehr gut recherchiertes Buch geschrieben, dass vergessenen oder nie gekannten Wissenschaftlerinnen, Künstlerinnen, Sportlerinnen, Politikerinnen und so weiter zu der Anerkennung verhilft, die ihnen eigentlich zusteht. Beim Lesen erfahren wir welche Frauen bspw. das Schaffen von Einstein, Picasso und Brecht geprägt haben und wie unrühmlich sich deren Männer bei der Anerkennung der Lebensleistungen gezeigt haben. Dabei wird nicht nur die Benachteiligung der weißen cis-Frau betrachtet, sondern auch auf verschiedene -ismen und den Begriff der Intersektionalität eingegangen, d h. auf Mehrfachdiskriminierungen verwiesen. Aus meiner Sicht sollten wir alle das Buch lesen, um sich selbst einen Spiegel vorzuhalten und das eigene Verhalten, die eigenen Sichtweisen zu hinterfragen.

5

Wenn ich nur noch ein Buch lesen könnte..

Dann wäre es aktuell dieses, der Vorrang der Deutungshoheiten von Männern oder in der Selbstdarstellung Allgemeingültigkeit zu beanspruchen, die offene Arroganz und Selbstverständlichkeit dahinter, macht das ganze so tiefgründig schmerzhaft zu lesen. Dieses Buch gehört in den Geschichtsunterricht oder auch in allen anderen Fächern? Sicherlich sollte die Schule nicht den einzigen Edukationsbeitrag leisten, aber wo lernt man es sonst, dass beeindruckende Frauen bestohlen, gar aufs höchste verraten wurden, in aller Öffentlichkeit und sogar durch bekannteste Vorreiter von denen man in der Schullektüre schon Überdruss verspürt, denen man sogar höchste Intelligenz beimisst? Ich hoffe inständig, dass dieses Buch viele weitere Menschen prägt und zur Reflexion und Offenheit schult, denn das hat es in mir ausgelöst, vieles wusste ich nicht, machte mich demütig und das macht ein qualitativ hochwertiges Buch unter anderem aus. Zusammenfassend klare Empfehlung und nun einer meiner neuen Klassiker.

5

Diese Buch öffnet Augen, Herz und lässt hoffentlich jeden mit Nachdenken zurück!

Erst als Hörbuch begonnen, schnell als haptische Variante dazugenommen. Zum Nachschlagen, zum Markieren und zum Bleiben. Für mich keine gemütliche "Abendlektüre", bin oft wütend, fassungslos und fast ein wenig machtlos zurückgeblieben. Frauen sind schon weit gekommen, haben viel für sich erkämpft und dennoch ist da so vieles unerreicht oder gar rückläufig. Toller zeitlicher Aufbau im Buch, es wird immer "moderner" und weiterhin frauenlos. Es liegt viel Arbeit in den Händen der Frauen, aber besonders auch der Männern!

5

Was für ein lehrreiches Buch! Habe so viel gelernt!!

4.5

Vergessene Heldinnen der Geschichte

Ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll. Dieses Buch lag jetzt schon über ein Jahr ungelesen in meinem Regal. Aus irgendeinem Grund hatte ich zuletzt das Bedürfnis, es zu lesen. Und was soll ich sagen? Ich habe es nicht bereut! Ganz im Gegenteil, ich hätte es viel früher lesen müssen. "Beklaute Frauen" ist ein Buch, dass mich unglaublich wütend und neugierig zugleich gemacht hat. Meines Erachtens ist es ein sehr wichtiges Buch! Was hat Rosalind Franklin mit der Doppelhelix zu tun und wer war Noor Inayat Khan? Vergessene Frauen, beklaute Frauen und verlorene Geschichten... Lest dieses Buch! Begibt euch auf eine Reise durch die Zeit, in der Frauen eine elementare Rolle bei den vermeintlichen Erfolgen der Männer, wie Einstein, Marx, Brecht, Picasso & Co. gespielt haben und denkt darüber nach.. Ich empfehle dieses Buch allen! Egal, welchen Geschlechts. Es ist informativ, spannend, ehrlich und traurig zugleich. Absolute Empfehlung meinerseits ⭐⭐⭐⭐,5 [Wenn man systematische Unterdrückung erfährt oder einem sein ganzes Leben lang direkt oder indirekt gesagt wird, dass man weniger wert ist (...) und dann Erfolgen erzielt, die diesem Narrativ widersprechen, tritt das Impostor-Syndrom auf!] - S.201 - Machtgefälle

Vergessene Heldinnen der Geschichte
5

Ein sehr interessantes und wichtiges Thema, das die Autorin behandelt. Ich habe viele Frauen in diesem Buch kennengelernt, die ich vorher noch nicht kannte. Den Einfluss den sie hatten auf unsere Gesellschaft und die Geschichte, die uns in der Schule beigebracht wurde, war nicht so wie ich die gelehrt bekommen habe. Viele einflussreiche Männer halben sich als frauenfeindliche Wesen entpuppt. Ich kann dieses Buch nur empfehlen, auch den Männern.

4.5

Absolut lesenswert, sehr lehrreich mit ganz vielen neuen Informationen und demm Potenzial ganz viel Wut zu empfinden. Das Buch ist so geschrieben, dass es leicht verständlich ist. Dazu noch ein recht distanzierte schreibstil, der unglaublich nützlich ist, um selbst Distanz zu wahren.

5

Wann werden alle gleichberechtigt sein?

Anhand der Leben einzelner Frauen erzählt Leonie Schöler, wie das System, das stets weiße Männer an die Spitze stellt, in verschiedenen Epochen funktionierte und bis heute funktioniert. Die verschiedenen Themen werden gut recherchiert und verständlich dargelegt. Ein wichtiges Buch, das hervorragend zeigt, wie viel auch heutzutage noch zu einer echten Gleichberechtigung fehlt.

5

Must Read!

Wahnsinnig gut (im Sinne von spannend aber gut zugänglich) geschriebenes Buch, indem nicht nur einzelne Biografien dargestellt werden, sondern das Große Ganze dahinter. Sehr umfassend und dabei kurzlebig.

4

⭐️⭐️⭐️⭐️ Interessante Lektüre, die viele Denkanreize bietet!

Es gibt so viele von ihnen... und ich nehme mal an, dass viele nicht mal selbst wissen oder wussten, dass sie welche sind: Beklaute Frauen . Bereits in der Geschichte zeigte sich oft, wie Frauen kulturelle oder wissenschaftliche Leistungen erbrachten - nur um dann in der Versenkung zu verschwinden, während andere (in der Regel ihre Ehemänner oder vermeintlichrn "Förderer") die Lorbeeren dafür ernteten. Wer kennt schon eine Lise Meitner, Mary Ann Evans oder Mileva Marić? Googelt sie einfach mal... Leonie Schöler verdeutlicht in ihrem Sachbuch, wie wichtig es ist, dass wir Geschichte nicht nur durch die Brille weißer gut situierter Männer sehen, sondern sie in ihrem ganzen Facettenreichtum abbilden. Nur so kann irgendwann auch unsere Gegenwart ohne "beklaute Frauen" erzählt werden. Eine interessante Lektüre, die viele Denkanreize bietet!

⭐️⭐️⭐️⭐️ 
Interessante Lektüre, die viele Denkanreize bietet!
4

Eine Frau erzielt durch harte Arbeit Erfolge—nur damit ein Mann die Anerkennung dafür einheimst. Klingt nach einem Einzelfall? Leider nicht: Das Phänomen ist so weit verbreitet; dass es einen eigenen Name hat — der Mathilda Effekt. Und Leonie Schöler begibt sich in ihrem Buch “Beklaute Frauen” auf die Suche nach ihnen — im Europa der letzten 200-300 Jahre (wo auch ihre Expertise liegt). Sie verwebt die Geschichten von Frauen, die Revolutionen angeführt haben, in Kriegen Seite an Seite mit Männern kämpften oder als Spioninnen arbeiteten, die wissenschaftliche Erkenntnisse erzielt haben oder Kunst schufen - Errungenschaften, die allesamt fast verloren waren - mit Bezügen zur und Statistiken der heutigen Zeit. Es ist ein sehr zugängliches Buch, viele der darin erwähnten Männer kennt man, viele der durch diese beklauten Frauen kaum. Ein spannender, aber auch sehr erzürnender Read. Es lässt einen machtlos zurück, wenn man sich erstmal vor Augen führt, wieviele weitere Frauen und queere Personen aus der Geschichtsschreibung ausradiert wurden und nicht durch private Briefkorrespondenzen, amtliche Unterlagen oder Ähnliches wieder zum “Leben erweckt” werden können. Der Schreibstil hat mich nicht immer abgeholt, “stay with me, während wir uns diese anstrengenden Daten anschauen” (I love data, excuse you) und manchmal ein sachlicher Ton dann wieder eine Einleitung zu Stories, die eher an Romane erinnern… Dennoch würde ich diese Lektüre — als ersten Schritt in die Sichtbarmachung von Frauen, die SEHR WOHL IN DER GESCHICHTE vorgekommen sind (yes, I am looking at you, * insert any white male name *) — uneingeschränkt weiterempfehlen.

4.5

„Die Darstellung, dass nur weiße Männer Dinge von Bedeutung getan, gesagt oder gedacht haben, stimmt einfach nicht.“

Ich bin begeistert von Leonie Schöler und hoffe, von dieser jungen Historikerin, Journalistin und Moderatorin noch viel zu hören. Auf den Ticket-Alarm-Verteiler von ihren Lesungen habe ich mich setzen lassen, weil ich sie nun gerne live erleben möchte. Es ist wichtig, Bücher wie diese zu veröffentlichen, denn es bedarf ganz dringend eines Korrektivs der einseitigen Darstellungen. Die ausgewählten Lebensgeschichten der „Beklauten Frauen“ sind hochinteressant und berührend. Viele starben vergessen und verarmt, einige fanden den Ausweg aus ihrer Verzweiflung nur noch im Suizid. Diese Ausgrenzung macht wütend und es gibt keine Wiedergutmachung. Das Einzige, was wir beitragen können, ist uns an sie zu erinnern. Meine Notizen quillen nach der Lektüre über und ich möchte manches genauer nachlesen. Ich habe so viel gelernt und erkannt, allein deswegen landet das Buch auf der Liste meiner Lieblingsbücher. Wichtig ist außerdem zu erwähnen, dass der Versuch der Unterdrückung auch heute weitergeht. Als Beispiel beschreibt Leonie Schöler die vermutlich stattfindenden perfiden, nicht justiziablen Einschüchterungsmethoden des WELT-Kolumnisten Rainer Meyer, der über die Aufhetzung seiner Anhänger versucht, Menschen, deren Meinungen nicht in sein Weltbild passen, durch Drohungen und Beleidigungen mundtot zu machen. Nur ein Beispiel. Ein junger Kollege von mir zeigte Interesse an dem Buch, für ihn ist es jetzt reserviert. In meinem Ansehen ist er durch die Offenheit für ein solches Thema gestiegen und sein Beispiel macht mir Mut, dass sich Dinge ändern mögen. Als nächstes bitte eine Rezension von einem Mann…

4

Umfassend augenöffnend

Eigentlich lese ich gerne feministische Bücher. Ich mag es, wenn man sich mit den Fehlern der Vergangenheit, der Fortschrittlichkeit der Gegenwart, der Kritik am Patriarchat und dem Wandel dem Frauen (und Männer) sich unterziehen müssen, damit wir alle gleichberechtigt nebeneinander und miteinander leben können, auseinandersetzt. Nur jammerig dürfen die Bücher nicht sein. Schauen wir mal, wie Leonie Schöler das geschafft hat: In 6 Kapiteln nähert sie sich der Vergangenheit in der die Benachteiligung von Frauen in der öffentlichen Wahrnehmung offensichtlich ist. Dabei nimmt sie einerseits die großen Themen wie die Ehe, den Status als Bürgerin, die fehlenden Auszeichnungen, das Vergessen und Auslöschen weiblich gelesener Personen und/oder deren Namen und den Widerstand unter die Lupe. Es hat mich jetzt nicht erstaunt, wie oft Frauen übersehen oder systematisch ausgegrenzt wurden, einfach nicht stattfanden und für deren Werke sich Männer die Lorbeeren einheimsen. Wütend gemacht hat es mich trotzdem. Sehr anschaulich werden die Themen mit Beispielen gespickt. Einiges davon kannte ich wie zum Beispiel die Rolle von Lise Meitner oder Mileva Marić. Anderes wiederum war eine Entdeckung für mich so zum Beispiel die Person Rosalind Franklin oder - gar nicht so lange her- der olympische Sieg von Zhang Shan und die Kontroverse, um die Regeländerung nach demselbigen. Das ganze Verbände fragil reagieren wenn Frauen Männern den Rang ablaufen, war dann doch ein Schocker. (Obwohl – im weitesten Sinne gehört dieser wohl zur Waffenlobby – doch nicht verwunderlich) Recht schnell wird deutlich, dass die Unterdrückung der Frau schon so lange selbstverständlich ist, dass wir immer ganz genau hinschauen sollten. Vieles nehmen wir vielleicht überhaupt nicht als ungerecht war. Deshalb kann ich ihren Ruf verstehen, das historische Kontexte neu bewertet werden müssen. Und Sprache ist dabei ein wichtiger Faktor. Obwohl ich auch denke, dass, wenn wir feministisch vorankommen, möchten, wir nicht darauf verzichten können, die Männer ins Boot zu holen, hätte ich jetzt kein Problem, damit die nächsten 1000 Jahre erst mal das generische Femininum zu benutzen (damit wären die Feinde des Gender* doch bestimmt einverstanden?). Und dann können wir noch mal von vorne anfangen und überlegen, wie wir das gerechter hinbekommen. Schöler hat ihr kurzweilige Sachbuch mit vielen Beispielen untermauert (die zahlreichen Quellen findet man im Anhang) füttert uns ganz nebenbei noch mit besonderen Informationen und einige wenige Fußnoten ergänzen den Text. Ich habe mich nicht 1 Sekunde gelangweilt. Lediglich dann, wenn sie sich selbst ins Spiel brachte, ihre persönliche Wertung abgab und das ganze etwas ins lamentieren geriet, fehlte mir die faktenbasierte Sachlichkeit. Es wirkte zum Ende hin manchmal als ob persönliche Ressentiments die Oberhand gewonnen haben. Ich mag das bei Sachbüchern einfach nicht, auch wenn es offensichtlich ist, wie ungerecht sie behandelt wurde. Glücklicherweise kam das nicht häufig vor. Die Freude am Text war sehr viel größer als die kurzen Momente des Skepsis. Ein wichtiges Buch, das Mechanismen aufdeckt und unterhaltsam mit der Nase auf Missstände hinweist. Eine Empfehlung für alle die Augenöffner lieben, und denen Geschlechtergerechtigkeit wichtig ist

5

Sehr wichtiges Buch, welches auch unfassbar wütend macht!

Dieses Buch zeigt auf, dass Frauen nicht nur in der Vergangenheit beklaut, enttäuscht, und zerstört wurden, sondern es auch heute noch werden. Jede Frau ist Teil des Systems, welches sich zwar im Laufe der Zeit verbessert hat, aber momentan wieder verschlechtert. Viele Dinge wusste ich gar nicht. Einstein, Picasso, Brecht und andere berühmte, weiße Männer werden in diesem Buch mal von einer anderen Seite beleuchtet und eins kann ich vorweg nehmen, sie kommen dabei nicht besonders gut davon. Ich war die meiste Zeit wütend, hab mich in vielen selbst wieder erkannt und jetzt am Ende des Buches, kann ich einfach nur hoffen, dass irgendwann bessere Zeiten kommen. Absolute Leseempfehlung, ein sehr wichtiges Buch unserer Zeit.

5

Wunderschönes Cover und spannender Inhalt! Dieses tolle Sachbuch erzählt vom Leben und den Leistungen von Frauen aus den unterschiedlichsten Bereichen der Gesellschaft wie zum Beispiel den Wissenschaften, der Kunst oder dem Militär. Frauen, die über die Zeit in Vergessenheit geraten sind, weil sich Männer ihre beeindruckenden Ideen, Werke und Leistungen zu Eigen gemacht haben oder die Gesellschaft diese Errungenschaften schlicht nicht anerkannt hat. Die Autorin Leonie Schöler (geb. 1993) schafft es mit ihrem Buch diese Frauen zurück ins Licht der Gegenwart zu ziehen und ihnen etwas von der Anerkennung zurück zu geben, die ihnen bis dato verweigert wurde. Anhand der geschilderten Fälle, die bei weitem keine Einzelfälle sind, schafft sie es aus historischer Sicht auf das nach wie vor strukturelle Problem der männlichen Dominanz und des Patriarchats in der heutigen Gesellschaft aufmerksam zu machen. Das Buch ist in leicht verständlicher Sprache , mit viel Witz und Ironie geschrieben. Es war spannend zu lesen und hat mir die Leben der erwähnten Frauen nah gebracht ohne von Informationen überladen zu sein. Ich war beim Lesen wütend, traurig, habe aber auch immer wieder geschmunzelt, zuweilen gelacht. Außerdem hat das Buch dazu geführt, dass ich viel lieber an Rosalind Franklin, Mileva Marić, Baya und die anderen Frauen denke als an ihre berühmten männlichen Counterparts. Ich empfehle dieses Buch allen weiter und werde es bestimmt noch einmal lesen.

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5

Gesellschaftliches Must-Read

5

Lesen!

Dieses Buch fühlt sich wie Kaffeetrinken mit einer klugen Freundin an, welche einem allerlei über Frauen erzählt, die nicht angemessen beachtet werden und wurden. Nach jedem Kapitel kann man nicht anders als all seinen Mitmenschen zu berichten, was man da gerade gelesen hat, und das ist richtig und wichtig! Danke an die liebe Freundin, welche mir dieses Buch zum Geburtstag schenkte!

Lesen!
5

Die unerzählte Geschichte der beklauten Frauen

Nachdem ich vor ein paar Monaten "Die unerzählte Geschichte" von Vera Weidenbach gelesen hatte, habe ich aufgrund der ähnlichen Thematik etwas gezögert, mit "Beklaute Frauen" von Leonie Schöler zu beginnen. Jetzt kann ich sagen: Beide Bücher sind absolut lesenswert, wichtig und toll geschrieben. Vera Weidenbach hat eine chronologische Herangehensweise gewählt, während Leonie Schöler ihr Buch nach Themen strukturiert hat, um die männlich- und weißgeprägte Geschichtsschreibung zu durchleuchten. Beide beginnen (mit einem anfänglichen Blick in die Steinzeit) in der Mitte des 19. Jahrhunderts und erzählen die Geschichte Europas neu. Bestimmte Lebensgeschichten werden natürlich von beiden Autorinnen behandelt, insgesamt bilden ihre Bücher aber eine gute Ergänzung zueinander – und machen die unerzählte Geschichte der beklauten Frauen sichtbar.

Die unerzählte Geschichte der beklauten Frauen
4

✨ Rezension ✨ Beklaute Frauen | Leonie Schöler | Penguin Random House | 416 Seiten | ⭐️⭐️⭐️⭐️ Lange habe ich gebraucht, dieses Buch zu beenden. Nicht weil es nicht gut ist, sondern weil ich beim lesen so sauer wurde und ich es nur Häppchenweise ertragen habe. 😅 Wir erfahren hier ganz viele Geschichten, von Frauen und ihren Errungenschaften und wie die Männer in ihrem Umfeld die Lorbeeren für sich einheimsten. Von so so vielen habe ich noch nichts gehört und ich schätze, ihr auch nicht. Und wenn man sich dann kurz fragt, ob denn Feminismus so wichtig ist, kann man nach dieser Lektüre laut JA! rufen! Es ist wichtig, das wir laut und toll und unabhängig sind. Das wir uns Platz und Anerkennung erkämpfen und diese dann auch halten. Das wir aufstehen gegen Ungerechtigkeiten und das wir jeden inkludieren. Denn Feminismus hört nicht beim Geschlecht auf, er geht bei jeder Minderheit weiter. Und wenn ich mir nach diesem Buch eins wünschen darf, dann ist es, das wir als Frauen uns gegenseitig unterstützen und anfeuern und aufhören die Ellenbogen auszufahren. Zusammen sind wir stark! Vielleicht teilst du heute einfach mal die Beiträge von tollen Frauen auf Instagram. Frauen die dich inspirieren. Frauen die dir Mut machen. Frauen die dir am Herzen liegen. 🩷

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5

Geschichtskritik • Unsichtbare Leistungen

Leonie Schölers Buch „Beklaute Frauen“ beleuchtet ein allzu oft ignoriertes Thema: die systematische Unsichtbarmachung von Frauen*, die entscheidende Beiträge zur Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft geleistet haben. Mit einem Blick für historische Ungerechtigkeiten und einer klaren, prägnanten Sprache entlarvt Schöler wie Frauen von der Anerkennung ihrer Leistungen ausgeschlossen wurden. Das Buch setzt bei einer zentralen Problematik an: der Ausblendung weiblicher Perspektiven und Errungenschaften in der Geschichtsschreibung. Von Wissenschaftlerinnen, deren Entdeckungen von Kollegen vereinnahmt wurden, bis hin zu Künstlerinnen, deren Werke Männern zugeschrieben wurden. Dabei geht es ihr jedoch nicht allein um eine Bestandsaufnahme vergangener Ungerechtigkeiten. Vielmehr zeigt sie auf, wie diese historischen Mechanismen bis heute wirken und warum es essenziell ist, die Geschichte neu zu schreiben – mit all ihren Akteurinnen. Durch konkrete Beispiele, biografische Details und eine klare Kontextualisierung historischer Prozesse macht Schöler deutlich, dass es nicht nur um Anerkennung geht, sondern um die Frage, wessen Perspektiven unsere Gegenwart prägen. Besonders beeindruckend ist Schölers Fähigkeit, eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu schlagen. Sie thematisiert nicht nur, wie Frauen* systematisch „beklaut“ wurden, sondern beleuchtet auch, welche strukturellen Hürden Frauen* noch heute daran hindern, in Wissenschaft, Kunst oder Politik die gleiche Sichtbarkeit und Wertschätzung zu erfahren. Dabei gelingt es ihr, historische Analyse mit einer klugen, gesellschaftspolitischen Kritik zu verbinden. Mit einer Bewertung von 5/5 ist „Beklaute Frauen“ ein unverzichtbares Werk für alle, die sich mit Geschlechtergerechtigkeit auseinandersetzen wollen. Es ist inspirierend, erhellend und macht zugleich wütend.

5

Ein sehr informatives Buch, welches zum Nachdenken anregt und achtsamer fpr das Thema macht

5

Hach wenn ich mir Pflichtlektüre wünschen dürfte…

Hach wenn ich mir Pflichtlektüre wünschen dürfte…

Ein wirklich wichtiges Buch. Ich war etwas erschrocken, wie wenig der erwähnten Frauen ich kannte. Umso besser, dass die Autorin dieses Buch geschrieben hat. Das sollte wirklich jeder lesen.

5

Was für ein Banger 🔥 must read!

5

Ich halte mich für ganz gut informiert, was feministische Themen angeht. Aber hier war ich immer wieder einfach nur fassungslos.

Erst einmal: Instant Cover Liebe von meiner Seite! Aber auch inhaltlich ist das Buch eine Wucht. Die Autorin führt uns durch unsere kulturelle, historische, gesellschaftliche und digitale Geschichte und öffnet uns die Augen für patriarchale Narrative, die wir als gegeben so weiter tradieren. Zudem berichtet sie von riesengroßen Unverschämtheiten, die ich einfach nicht für möglich gehalten hätte (ich sage nur Watson und Crick…). Und das schlimme ist, dass ich trotz Fassungslosigkeit nicht überrascht bin. Ein Buch, das unterstreicht, dass wir in Zeiten, wo wir uns zwischen allen Anforderungen, die wir als Frau erfüllen sollen, nicht hinreißen lassen dürfen, auf Populismus und den schönen Schein der „einfachen“ Lösung (zum Beispiel Tradwife-Pappmaschee-Kulissen) hereinzufallen. Jedes bisschen Wahlfreiheit, auch meinetwegen für, aber eben auch gegen, die traditionelle Verteilung, ist hart erkämpft. Und diese Wahlfreiheit ist schneller wieder abgewickelt als wir schauen können. Ein Buch, dass jeder Mensch, unabhängig der Geschlechtsidentität, lesen sollte!

4.5

Dieses Buch sollte jede und am besten auch jeder gelesen haben! Es führt anhand vieler konkreter Beispiele vor Augen, wie Diskriminierung von Frauen, aber auch Minderheiten, funktioniert. Leider ist man selbst oft schon abgestumpft, vor allem wenn man vermeintlich nicht unmittelbar betroffen ist. Darum ist es gut, sich selbst von Zeit zu Zeit für das Thema wieder zu sensibilisieren. Denn es gibt wahrlich noch viel zu tun, was Rechte und Sichtbarkeit von Frauen betrifft!

5

So wichtig, so klug, so nötig. 👩‍❤️‍💋‍👩

Zuerst war ich skeptisch, weil ich nicht gern Sachbücher lese. Aber die Schreibweise, die interessanten Lebensgeschichten und die oft erschreckenden Fakten haben mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen lassen. Auf den 326 Seite lernt man (hier x-fache Zahl vorstellen, ich wollte in den 84 Seiten extra Anhang die erwähnten Frauen zählen, aber habe aufgegeben, weil es im positiven Sinne zu viele sind) tolle Frauen kennen, erfährt von bekannte Berühmtheiten, wie sie Frauen ausgenutzt haben und wie sich unsere Frauenrechte von der Französischen Revolution bis in unser heutiges Medienzeitalter entwickelt haben. Man lernt die Autorin Leonie Schöler kennen, die vereinzelt ihre eigenen Sichtweisen und Erfahrungen preisgibt. Auf eine Art, als würde sie mir das im Vertrauen als Freundin erzählen. Wie die Autorin schön schreibt: „die politische Kämpfe, wissenschaftliche Entdeckungen, künstlerischen Leistungen, philosophischen Gedanken und gesellschaftlichen Errungenschaften [sind] für uns alle von fundamentaler Bedeutung [ ] - wäre das, was sie geleistet hätten, total irrelevant, hätte nie auch nur ein Mann darauf Anspruch erhoben.“ (S. 319). In dem Buch werden nämlich genau Geschichten beschrieben, wie Frauen ihrer Arbeit beklaut werden. 📜 Das Buch BEKLAUTE FRAUEN bekommt von mir ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ und diese drei beschreibenden Emojis: 🦸‍♀️🧕👩‍🔬

So wichtig, so klug, so nötig. 👩‍❤️‍💋‍👩
5

So so wichtiges Buch und Thema!

In Beklaute Frauen werden die Geschichten von Frauen erzählt, deren Leistungen in der Wissenschaft, Kunst, Literatur oder im Sport etc. ihnen abgesprochen und/oder Männern zugesprochen werden. Diese Geschichten zu hören und auch zu hören, was den Frauen hinterher geschehen ist, hat mich entweder unglaublich wütend, traurig oder nachdenklich gemacht. Es geht in diesem Buch um Frauen, die fast alle nicht mehr leben, aber das Thema ist aktueller denn je und geht jede*n etwas an. Ich kann daher jeder Person empfehlen, dieses Buch zu lesen.

5

Viel Input

Beklaute Frauen regt einen zum nachdenken an. Das Buch zeigt viele Beispiele der Geschichte an denen Frauen großes vollbracht haben, ohne dafür zum einen angemessen gewürdigt zu werden und zum anderen in Erinnerung zu bleiben. Ich kannte einige Beispiele wie die Synonyme bei Autorinnen, vieles war mir aber auch vollkommen unbekannt. Das Buch hat mich stark zum Nachdenken angeregt und Thematiken davon mit Freunden und Familie zu besprechen. Man beginnt schon während des Lesens an, sein eigenes Handeln zu reflektieren. Die Sprache ist auch für Laien gut verständlich, allerdings sehr wissenschaftlich. Es ist definitiv ein Buch was man nicht mal eben runter liest. Gerade aufgrund der wichtigen Thematik könnte eine leichtere Sprache helfen, das Buch einer noch größeren Masse schmackhaft zu machen. Es ist eben ein Geschichtsbuch. Ich kann es nur empfehlen, es wird mich gedanklich noch eine Weile begleiten.

5

Leonie Schöler legt mit Beklaute Frauen ein eindrucksvolles Werk vor, das sich mit der systematischen Unsichtbarmachung weiblicher Leistungen in Geschichte, Wissenschaft, Kunst und Politik auseinandersetzt. Ihr Buch offenbart ein erschreckend konsequentes Muster: Frauen prägten die Welt in bedeutendem Maße, doch ihre Beiträge wurden ignoriert, entwertet oder Männern zugeschrieben. Die Autorin verdeutlicht, dass es sich hierbei keineswegs um zufällige Einzelfälle handelt, sondern um ein strukturelles Phänomen, das sich über Jahrhunderte hinweg fortgesetzt hat und bis in die Gegenwart nachwirkt. Ob in der Wissenschaft, wo bahnbrechende Entdeckungen oft männlichen Kollegen zugeschrieben wurden, oder in der Kunst, wo Frauen hinter Pseudonymen publizieren mussten – Schölers Darstellungen zeigen, wie tiefgreifend diese Mechanismen verankert sind. Besonders bemerkenswert ist, dass die Autorin ihre Analysen nicht auf klassische feministische Perspektiven beschränkt, sondern intersektionale Dimensionen berücksichtigt. Sie thematisiert die Mehrfachdiskriminierung, der insbesondere Frauen aus marginalisierten Gruppen ausgesetzt waren und sind, und kontextualisiert ihre Erkenntnisse mit eindrucksvollen Daten und historischen Beispielen. Trotz der Komplexität ihres Themas bleibt Schölers Sprache präzise und zugänglich. Zeitweise war es sogar witzig - was ich bei Sachbüchern eher selten erlebe. Beklaute Frauen ist weit mehr als eine historische Aufarbeitung – es ist ein Appell, bestehende Strukturen zu hinterfragen und die Erinnerung an jene Frauen zu bewahren, die allzu lange aus dem kollektiven Gedächtnis gestrichen wurden. Ein wichtiges Buch für alle, die verstehen wollen, warum Geschichtsschreibung immer auch eine Frage der Macht ist. Aber, und da frage ich mich, wie es denen damit ging, die das Buch schon gelesen haben: Ich weiß jetzt, dass „die Frau von X“ etwas geleistet hat, wofür sie keine Anerkennung bekam, aber ihren Namen habe ich mir nicht gemerkt, sondern nur, dass sie „die Frau von X“ war.

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5

"Hinter jedem erfolgreichen Mann steht ein System, das ihn bestärkt; vor allen anderen steht ein System, das sie aufhält." Von Albert Einstein, Bertolt Brecht und Karl Marx habt ihr sicher alle schon einmal etwas gehört. Aber wie steht es mit Mileva Marić, Albert Einsteins erster Ehefrau, Studienkollegin und Ideengeberin? Elisabeth Hauptmann, Entdeckerin und Übersetzerin der Vorlage der "Dreigroschenoper"? Eleanor Marx, die unentgeltlich alle Büroarbeiten für Karl Marx übernahm? Das sind nur drei Beispiele der unzähligen beklauten Frauen, derer sich die Historikerin, Journalistin und Moderatorin Leonie Schöler in ihrem gleichnamigen Sachbuch annimmt. Systematisch wurden Frauen in der Geschichtsschreibung unsichtbar gemacht, ihr Einfluss auf Wissenschaft, Kultur und Politik ausradiert - und meist Männern zugeschrieben, die absolut kein Interesse daran hatten, etwas von ihrem Ruhm mit Frauen, Queers, People of Color oder behinderten Menschen zu teilen. Auch das ist eine große Stärke des Buchs: Leonie Schöler legt Wert auf Intersektionalität und schreibt so die Unsichtbarmachung marginalisierter Gruppen nicht fort. Für mich ist "Beklaute Frauen" eines der besten Sachbücher, das ich bisher gelesen habe. Leonie Schölers Recherche ist umfassend, ihr Schreibstil sehr zugänglich, der Text gut strukturiert und absolut jede Seite im Buch interessant und lesenswert. Ich habe sehr viel gelernt beim Lesen und bin absolut fassungslos und wütend darüber, was in unseren Geschichtsbüchern alles aus- und weggelassen wird. "Beklaute Frauen" ist ein Buch, das alle lesen sollten und ich spreche eine unbedingte Leseempfehlung aus! Falls ihr lieber Hörbücher hört, kann ich euch das Buch auch vorgelesen von Felicity Grist sehr ans Herz lesen.

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4.5

Pflichtlektüre! 🩷❤️🧡

Selten hat mich ein Sachbuch so begeistert und gleichzeitig wütend zurückgelassen!

Pflichtlektüre! 🩷❤️🧡
5

„Beklaute Frauen“ hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Das Buch öffnet die Augen für ein Thema, über das viel zu selten gesprochen wird: wie Frauen in Geschichte, Kunst und Alltag systematisch übergangen oder ihrer Leistungen beraubt wurden. Besonders beeindruckend finde ich, wie die Autorin es schafft, fundierte Recherche mit einer klaren, gut lesbaren Sprache zu verbinden. Für ein Sachbuch ist der Schreibstil erstaunlich flüssig, beinahe erzählerisch – dadurch bleibt die Lektüre nicht nur informativ, sondern auch angenehm zu lesen und spannend bis zum Schluss. An vielen Stellen hat mich die Darstellung sehr zum Nachdenken angeregt. Es ist ein Werk, das zum Nachdenken anregt, aber auch Mut macht, genauer hinzusehen und Dinge zu hinterfragen. Für mich war es eine bereichernde Lektüre, die ich jedem weiterempfehlen kann, der sich für Gleichberechtigung, Geschichte und Gerechtigkeit interessiert.

5

Female Rage meets Hidden History - ein feministisches Geschichtsbuch, das weh tut und aufrüttelt

************* Leonie Schöler erzählt in Beklaute Frauen von Denkerinnen, Forscherinnen und Künstlerinnen, deren Leistungen Männern zugeschrieben oder schlicht verschwiegen wurden. Sie zeigt, wie Frauen systematisch aus der Geschichtsschreibung verdrängt wurden – und wie sehr uns diese Mechanismen noch heute begegnen. Ich habe das Buch im Urlaub gelesen und innerhalb von fünf Tagen verschlungen. Die vielen Fakten sind fundiert und erschütternd zugleich, immer wieder musste ich ungläubig den Kopf schütteln – und gleichzeitig feststellen, wie sich diese Muster noch in unserem heutigen Alltag, etwa in Schulen, widerspiegeln. Besonders beeindruckt hat mich, wie kurzweilig das Buch trotz aller akkuraten Recherchen ist: Es liest sich, als säße man bei der spannendsten Geschichtslehrerin seines Lebens, die einen mit Leidenschaft und Klarheit durch Jahrhunderte voller Ungerechtigkeit führt. Für mich ist dieses Buch ein Muss für jede Frau – und eigentlich für alle, die verstehen wollen, wie unsere Gesellschaft geworden ist, was sie ist.

4.5

Eins der wichtigsten Bücher unserer Zeit

Ich kann teilweise garnicht glauben, wie viel Unrecht Frauen und People of Color widerfahren ist. Und das ich von vielen dieser Beispielen noch NIE etwas vorher gehört habe! Ich fühle gerade so viel: Wut, Trauer, Angst. Mir blieb teilweise echt die Luft weg bei so viel Ungerechtigkeit. Aber vorallem frage ich mich immer wieder: Wieso? Dieses Buch ist meiner Meinung nach eins der wichtigsten Bücher unserer Zeit. Also bitte lest es.

Eins der wichtigsten Bücher unserer Zeit
5

Unfassbar gutes und lehrreiches Buch! BITTE LEST DIESES BUCH!!!

Ich bin sehr begeistert von dem Buch und würde es jedem empfehlen unabhängig ob Geschichtsinteresse besteht oder nicht. Das Buch ist sehr gut zu lesen und zeigt am Beispiel verschiedener Frauen der Geschichte und/oder Gegenwart wiederkehrende diskriminierende Mechanismen auf. Obwohl ich dachte, dass ich mich schon ganz gut mit Frauengeschichte auskenne und mich innerhalb meines Studiums beschäftigt habe, habe ich kaum eine Seite umgeblättert ohne etwas Neues erfahren zu haben. Das Buch ist denke ich auch ein guter Einstieg in die feministische Geschichte. Ich hoffe, dass es zu einem Klassiker der geschichtlichen Literatur wird!

Unfassbar gutes und lehrreiches Buch!
BITTE LEST DIESES BUCH!!!
5

Es macht mich so wütend.

Das Buch macht mich wütend. Und traurig. Aber hauptsächlich wütend. Aber nicht nur ein bisschen sondern richtig richtig wütend. Die Autorin hat ein unglaublich gut zu lesendes und gut recherchiertes Buch geschaffen. Die hier vorgestellten Fälle sind erschreckend und auch heute leider keine Einzelfälle. Welche Frau kennt es nicht, dass ein Mann für ihre Arbeit das Lob bekommt? Es muss nicht immer die große Entdeckung sein, manchmal ist es auch das Geschenk das die Frau ausgesucht hat und es wird sich beim Mann bedankt. Zu meiner Schande kannte ich viele der Schicksale der Frauen aus dem Buch nicht aber jetzt bin ich klüger und danke der Autorin dafür. Meiner Meinung nach ein Buch was man unbedingt gelesen haben sollte. Nicht nur als Frau.

Es macht mich so wütend.
4

Traurig aber wahr…

… ist, was Leonie Schöler in ihrem Sachbuch über das Schicksal unzähliger Frauen schreibt. Obwohl ich wusste, dass zum Beispiel Rosalind Franklin viel maßgeblicher an der Entschlüsselung des DNA-Aufbaus beteiligt war, als in den Schulbüchern steht, oder dass Albert Einstein nicht gerade der einfühlsamste Ehemann war, habe ich diese Tragweite jahrhundertealter Misogynie nicht kommen sehen. Die bodenlose Dreistigkeit zahlreicher berühmter Männer verschlug mir dabei teilweise die Sprache. Schöler schreibt sich nicht nur durch die Jahrhunderte und unterschiedliche Disziplinen von Naturwissenschaft über Kunst bis Sport, sondern wirft auch einen Blick in die Gegenwart, in der auch heute noch marginalisierte Gruppen systematisch ausgenutzt und betrogen werden. Ich bin etwas schwer in die Lektüre reingekommen und auch das Ende ging für mich dann doch etwas zu weit vom eigentlichen Kern des Textes weg. Die Autorin macht aber durchgehend ihren Punkt deutlich und veranschaulicht ihn durch zahlreiche (traurige) Beispiele von Frauen, die von ihren eigenen Ehemännern, Arbeitskollegen oder misogynen Fremden absichtlich auf ihr Geschlecht reduziert und um ihre Anerkennung gebracht werden. Wer gern auf die beste Art und Weise wütend und fassungslos werden möchte, dem sei diese Lektüre empfohlen.

5

Was für ein wichtiges Buch! Größte Leseempfehlung.

"Die scheinbar klare Rollenverteilung diente als Argument, dass dies die natürliche Ordnung zwischen Mann und Frau sein müsse.“ (S. 9) Worum geht’s? In Beklaute Frauen durchleuchtet Leonie Schöler die Biografien verschiedener Frauen, hinsichtlich ihrer Rolle z. B. bei wissenschaftlichen Entdeckungen oder künstlerischen Schaffensprozessen. Sie zeigt immer wieder, wie die Deutungshoheit von Geschichte durch die Machtverhältnisse bestimmt wird. Und nun werdet ihr sicherlich überrascht sein, dass die größte Macht (immer noch) bei weißen Männern liegt und die Frauen immer wieder zurückstecken mussten. Wie war’s? Wow, ein absolut unerwartetes Highlight! Dieses Buch finde ich aus feministischer Sicht so, so wichtig und jede (und vielleicht viel wichtiger: jeder) sollte es gelesen haben. Es hat mich beim Lesen wütend und fassungslos gemacht. Und ich habe gelacht. Ja, richtig gelesen! Leonie Schöler weiß mich als Leserin bei Laune zu halten und schreibt absolut fesselnd (Wir reden hier von einem Sachbuch!). Während ich mir in einem Moment noch die Hände ungläubig über dem Kopf zusammenschlage, muss ich im nächsten Moment schon wieder schmunzeln. Aber trotz der ernsten Thematik, behält Leonie Schöler ihren Humor und schreibt immer wieder mit einem Augenzwinkern. So gelingt ihr das Kunststück ein faktenbasiertes, gut recherchiertes Thema mit einem geschichts- und sozialwissenschaftlichen Hintergrund, einfach verständlich und unterhaltsam zu verpacken. Sie zeigt, wie wichtig es ist, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen, um die Gegenwart zu verstehen. Und ich bin mir sicher, nur Verständnis führt dazu, dass sich etwas ändern kann. Also: Leseempfehlung!😉

Was für ein wichtiges Buch! Größte Leseempfehlung.
4.5

Einfach nur Geschichte (könnten wir meinen).

Ich fand es super spannend die verschiedenen Biographien zu lesen und wie Leonie Schöller immer auch die derzeitige gesellschaftliche Situation aufgegriffen hat. Auch ich hätte nur eine der genannten Frauen gekannt. Dabei hab ich mich sehr häufig ertappt gefühlt, dass ich das bisher nie hinterfragt habe. Aber Geschichte wird/ wurde halt von Siegern geschrieben und damit vor allem von weißen Männern. Das Buch ist kurzweilig und liest sich sehr gut.

5

Ein großartiges Buch, das wirklich jeder lesen sollte.

5

Feministische Pflichtlektüre

Beklaute Frauen ist ein emotional starkes und aufrüttelndes Buch, das beim Lesen wütend macht und gleichzeitig tief berührt. Es zeigt eindrucksvoll, wie oft Frauen um ihre Leistungen, Rechte und Anerkennung gebracht werden, in Geschichte, Arbeit und Alltag. Die Sprache ist klar und leicht verständlich, sodass man direkt in den Text hineingezogen wird. Gerade diese Einfachheit macht die Botschaft so eindringlich und nachvollziehbar. Ein wichtiges, bewegendes Buch, das wachrüttelt, lange nachhallt und wirklich jedem zu empfehlen ist.

5

Absolutes must-read für jede*n!

Ich hab schon erwartet, dass mich dieses Buch schockiert und wütend macht. Aber boah, es war noch um einiges schlimmer, als ich dachte. Unfassbar interessant und der teils sehr zynische Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, das hat das ganze leichter verdaulich gemacht. Wirklich wichtiges Buch, das in jedem Bücherregal stehen sollte!

5

So gut aufgearbeitet und so wichtig!

Leonie Schöler hat mir in 300 Seiten so unfassbar viel Wissen mit auf den Weg gegeben und mich oft zum Nachdenken angeregt. Super spannendes Thema (bzw. Themen) und auch teilweise erschreckend, wie sich Frauen in der Vergangenheit selbst klein gehalten haben, aber eben auch oft mit Absicht klein gehalten wurden! Ich wünschte mir wirklich, dass Lehrer*innen dieses Buch lesen und in Zukunft, wenn im Unterricht von Albert Einstein, Albrecht Dürer oder Picasso gesprochen wird, auch die Frauen erwähnt werden, die diesen Männern zu dem Berühmtheitsstatus geholfen haben, den sie bis heute haben. Dass im Geschichtsunterricht beim Thema Holocaust nicht nur weiße deutsche Held*innen genannt werden, sondern auch mehr jüdische Widerstandskämpfer*innen. Wirklich ein wertvolles Buch, was uns die Geschichte der Frauen auf der ganzen Welt und in allen Bereichen näher bringt und dabei noch einen wirklich guten, trockenen Humor bietet.

So gut aufgearbeitet und so wichtig!
4

Interessant…

Viele (für mich) neue Informationen, die prägnant zusammengefasst wurden. Erschreckend, was Frauen alles durchmachen und über sich ergehen lassen mussten. Noch trauriger ist, dass die Welt in Bezug auf das Bild der Frau bis heute nicht viel anders aussieht und sich sogar immer weiter zurückentwickelt!

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