Denken mit Friedrich Nietzsche
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Geboren am 15.10.1844 in Röcken bei Lützen, gestorben am 25.8.1900 in Weimar, begraben auf dem Friedhof Röcken über Weissenfels. Als der Pastorssohn 1869 als 24jähriger Student zu einer Professur für Altphilologie nach Basel berufen wurde, war er nie für mehr als das Abitur geprüft worden. Krankheiten und beschämend schlecht besuchte Vorlesungen veranlaßten ihn, nach zehn Jahren zu kündigen und von seiner Pension zu leben. Einsam und als Staatenloser – wovon er nichts ahnte: er nahm fälschlich an, Schweizer geworden zu sein, nachdem er sich in Preußen hatte ›ausbürgern‹ lassen – philosophierte Nietzsche, sommers in Sils-Maria und winters in Italien, über den Adel des Übermenschen. Schon als Gymnasiast hatte er sich darin gefallen zu glauben, er stamme von einem polnischen Grafengeschlecht ab. 1889 traf ihn in Turin die Umnachtung. Mutter und Schwester umsorgten ihn in Weimar, bis er 1900 starb, von seinem beginnenden Ruhm nichts wissend.
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Geboren am 15.10.1844 in Röcken bei Lützen, gestorben am 25.8.1900 in Weimar, begraben auf dem Friedhof Röcken über Weissenfels. Als der Pastorssohn 1869 als 24jähriger Student zu einer Professur für Altphilologie nach Basel berufen wurde, war er nie für mehr als das Abitur geprüft worden. Krankheiten und beschämend schlecht besuchte Vorlesungen veranlaßten ihn, nach zehn Jahren zu kündigen und von seiner Pension zu leben. Einsam und als Staatenloser – wovon er nichts ahnte: er nahm fälschlich an, Schweizer geworden zu sein, nachdem er sich in Preußen hatte ›ausbürgern‹ lassen – philosophierte Nietzsche, sommers in Sils-Maria und winters in Italien, über den Adel des Übermenschen. Schon als Gymnasiast hatte er sich darin gefallen zu glauben, er stamme von einem polnischen Grafengeschlecht ab. 1889 traf ihn in Turin die Umnachtung. Mutter und Schwester umsorgten ihn in Weimar, bis er 1900 starb, von seinem beginnenden Ruhm nichts wissend.



