Tess of the d’Urbervilles
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Description
The story, set in a poor rural area of England in the 19th century, centres around Tess Durbeyfield, a sweet, innocent country girl who is a victim of fate and her own beauty. When her lazy father finds out that his ancestors were the noble d'Urberville family, he dreams of winning back this glory for his own family. Tess, 16 years old at the start of the story and eldest of seven children, is pushed by her parents to go and work for Alec d'Urberville who will change Tess's life in a dramatic way. In the middle of the chaos caused by Alec d'Uberville, Tess meets Angel Clare. Will he love her forever as he promises, without judging her for her past? Or will Alec d'Uberville become her master? Read and find out.
In this reader you will find:
Information about Thomas Hardy and his times Focus on section about Stonehenge Glossary of difficult words Comprehension and extension activities including B1 Preliminary style activitiesBook Information
Posts
Tess of the d'Urbervilles von Thomas Hardy ist kein Buch, das man einfach liest – es ist eines, das einen emotional zermürbt und lange beschäftigt 🥺 Im Zentrum steht Tess, eine junge Frau, die von Anfang an in ein Leben hineingezogen wird, das sie nie wirklich selbst bestimmen darf. Was dieses Buch so intensiv macht, ist nicht nur ihre Geschichte, sondern die gnadenlose Art, wie Hardy zeigt, wie wenig Kontrolle sie über ihr eigenes Schicksal hat. Immer wieder hofft man als Leser, dass sich für Tess alles zum Guten wendet – und genau diese Hoffnung macht die Geschichte so schmerzhaft. Besonders eindrücklich ist die Kritik an den gesellschaftlichen Moralvorstellungen der Zeit. Tess wird für Dinge verurteilt, die außerhalb ihrer Kontrolle liegen, während männliche Figuren deutlich milder behandelt werden. Diese Ungerechtigkeit zieht sich durch das gesamte Buch und sorgt für eine tiefe Frustration beim Lesen. Man spürt regelrecht, wie sehr Tess unter den Erwartungen und Normen ihrer Umgebung leidet und wie wenig Raum ihr bleibt, sich daraus zu befreien. Die Figuren tragen stark zur Wirkung des Romans bei. Tess selbst ist eine unglaublich tragische und zugleich bewundernswerte Figur, deren „Reinheit“ nicht den gesellschaftlichen Vorstellungen entspricht, sondern aus ihrer inneren Stärke kommt. Auch die Atmosphäre des Buches ist bemerkenswert. Die Naturbeschreibungen sind nicht nur schön, sondern oft beklemmend, weil sie Tess’ inneren Zustand widerspiegeln. Es entsteht das Gefühl, dass die Welt um sie herum gleichgültig gegenüber ihrem Leid ist, als würde alles einfach weitergehen, egal was ihr widerfährt. Hardys Schreibstil ist dabei poetisch, aber gleichzeitig schonungslos. Er nimmt sich Zeit für Details, für Emotionen, für Entwicklungen – und genau das macht die Geschichte so intensiv. Man wird nicht nur Zeuge von Tess’ Leben, sondern fühlt sich, als würde man es mit ihr durchleben. Was dieses Buch letztlich so stark macht, ist die Mischung aus Hoffnung und unausweichlicher Tragik. Es zeigt, wie zerstörerisch gesellschaftliche Normen sein können und wie unfair das Leben manchmal verläuft. Tess’ Geschichte ist keine, die Trost spendet – sie ist eine, die aufrüttelt. Tess of the d’Urbervilles ist damit ein tief bewegender, oft schmerzhafter Roman, der unter die Haut geht. Kein leichtes Buch, aber eines, das man nicht so schnell vergisst.

Vielleicht mein neuer Lieblingsklassiker?
Wow… was für ein tolles Buch. 📕 Es lag lange auf meinem SUB, da ich für einen Klassiker auch die Ruhe brauche… aber dieses Buch war sooo fesselnd! Ja, an den Schreibstil muss man sich immer erst einmal gewöhnen, aber das gelang mir hier recht schnell. Tess widerfährt wirklich eine Reihe unglücklicher Ereignisse & dass die Grundgedanken und die Gesellschaftskritik damals ein Skandal waren ist sehr gut nachvollziehbar. Die tollen Extras des Coppenrath Verlags bringen wieder viel Wissenswertes rund um das Werk und den Autor mit sich.. den Bezug von Fifty Shades of grey hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Aber das ich das gelesen habe ist auch schon lange her. 😅 Mein eigentlicher Lieblingsklassiker ist Sturmhöhe. Aber vielleicht muss ich das nochmal überdenken.
Damals skandalös - heute ein zeitloser Klassiker!
Zunächst muss einmal gesagt werden, dass dieser Roman sicherlich nichts für jedermann ist! Wer die Geschichte von Tess noch nicht kennt, sollte wissen, dass es keine Liebesgeschichte im herkömmlichen Sinne ist, sondern vordergründig ein Drama, das zuweilen sehr melanchonisch, tragisch und depresiv anmutet. Die Geschichte ist sehr lesenswert und ist in Schrift und Bild wortgewaltig! Hardy war der damaligen Zeit mit dieser Geschichte vorraus. Was damals als skandalös galt und für viel Kritik sorgte, ist heute, wenn man von einigen Wortlauten und Formulierungen absieht, sehr gut auf die heutige Zeit und Gesellschaft anwendbar. Eine wortgewande und bildliche Tragödie, die in Wort und Stil ihres gleichen sucht.

„Warum hast du mir nicht gesagt, daß von Männern Gefahr droht? Warum hast du mich nicht gewarnt? Damen wissen, wovor man sich hüten muß, weil sie Romane lesen, die ihnen solche Listen zeigen; aber ich hatte niemals eine Möglichkeit, auf diese Weise etwas zu lernen(…)“
Der Roman erzählt die Geschichte der jungen Tess, die aus ärmlichen Verhältnissen stammt und dann von einer adeligen Abstammung ihrer Familie erfährt. In der Hoffnung auf sozialen Aufstieg schicken ihre Eltern sie fort, wo Tess auf Alec d’Urberville trifft – eine Begegnung, die ihr Leben unwiderruflich prägt. Schritt für Schritt entfaltet Hardy das Schicksal einer Frau, die zwischen gesellschaftlichen Erwartungen, moralischen Urteilen und persönlicher Schuld zerrieben wird. Thomas Hardy schreibt sehr anspruchsvoll, dicht und stark reflektierend. Seine Naturbeschreibungen sind eindrucksvoll und atmosphärisch (zeitweilig etwas langatmig). Gleichzeitig ist der Stil schwer, oft moralisierend, getragen von einem allwissenden Erzähler, der das Geschehen kommentiert und einordnet. Vergleiche mit Jane Austen, wie sie in manchen Rezensionen gezogen werden, halte ich persönlich für wenig passend. Wo Austen mit Leichtigkeit und feiner Ironie arbeitet, bleibt Hardys Ton durchgehend ernst und schwer. „Tess“ war mein erstes Hardy-Buch und sicher nicht mein letztes. Die Lektüre ist fordernd und stellenweise zäh, gerade wegen der schonungslosen Darstellung von Leid, Schuld und gesellschaftlicher Doppelmoral. Dennoch hat mich der Roman beeindruckt. Hardy scheut sich nicht, Religion, Moralvorstellungen und soziale Regeln seiner Zeit kritisch zu hinterfragen.

Tragisch, bewegend und immer noch von großer Bedeutung. Dieses Buch stand Ewigkeiten auf meiner Klassiker-Leseliste und ich bereue zutiefst, es jetzt erst gelesen zu haben. Ich wusste im Voraus rein gar nichts über die Handlung oder die feministische Prägung des Autors, wodurch mich Tess' Geschichte unverhofft traf und positiv überraschte. Thomas Hardy war seiner Zeit definitiv weit voraus, denn er stellt die gesellschaftlichen Konventionen seiner Zeit in diesem Roman in Frage und übt damit eine schonungslose Moralkritik, die nicht einmal in der heutigen Zeit bei allen Menschen angekommen ist. "Tess" behandelt ein wichtiges Thema, nämlich Doppelmoral und die Ungleichheit von Mann und Frau, womit das Buch bis heute brandaktuell und unheimlich wertvoll ist. Der Roman ist bereits 1891 erschienen und war dementsprechend jahrelang umstritten, was die Veröffentlichung für mich aber nur umso beeindruckender macht. Thomas Hardy setzt sich für die Rechte von Frauen ein und zeigt auf, wie oft bei den Geschlechtern mit zweierlei Maß gemessen wird und das hat mir beim Lesen eine immense Genugtuung verschafft. Darüber hinaus war dieses Buch allerdings alles andere als leicht zu lesen, denn Tess' Geschichte ist unglaublich tragisch und bedrückend. Ich habe mit ihr gefühlt und gelitten, hätte sie beim Lesen am liebsten in den Arm genommen und habe literweise Tränen vergossen, was mir bei Klassikern eher selten passiert. Thomas Hardy beschreibt Emotionen so vielschichtig und lebendig, dass ich gar nicht nichts fühlen konnte. Tess widerfährt im Laufe dieser Geschichte unheimlich viel Leid und Ungerechtigkeit, wodurch die Stimmung des Buches durchweg trist und melancholisch war. Sie riss immerzu an meinen Herzfäden. Die Beschreibungen des Autors sind rau und unbeschönigt, wobei nicht immer ins Detail gegangen wird - Zumindest wird eine zentrale Schlüsselszene zur Interpretation offen gelassen, was ich aber auch nicht unpassend fand. Tess ist eine nahbare Protagonistin, die ich schnell in mein Herz geschlossen habe und die mich sicherlich auch so schnell nicht wieder loslassen wird. Meinem Empfinden nach hat Thomas Hardy seine Charaktere authentisch und wahrheitsgetreu gezeichnet. Hier und da hätte man die Geschichte zwar etwas kürzer fassen können, aber im Gesamten habe ich sie nicht als zu langatmig empfunden. Es passiert viel und die Erzählspanne ist relativ lang - Außerdem beschreibt Thomas Hardy sehr ausschweifend, damit aber auch greifbar, wodurch ich die Schauplätze beim Lesen bildlich vor Augen hatte. Für einen Klassiker hat sich dieser Roman in meinen Augen vergleichsweise leicht und flüssig lassen. Ich habe zwar etwas länger daran gelesen, aber hauptsächlich weil ich mir bewusst Zeit für diese Geschichte nehmen wollte und das war definitiv auch die richtige Entscheidung. "Tess" ist eine besondere und ausdrucksstarke Geschichte, die lange in Erinnerung bleibt und nachhallt. Die Schmuckausgabe aus dem Coppenrath-Verlag ist wie immer wunderschön gestaltet und illustriert, allerdings kann ich euch "Tess" in jeder Ausgabe empfehlen, weil die Geschichte einfach lesenswert ist. 4,5/ 5 Sterne ⭐️
Poetischer Klassiker Thomas Hardy ist mir erst im letzten Jahr mit „Jude Fawley, der Unbekannte“ bekannt geworden. Doch schon mit dem Buch konnte er mich restlos begeistern. Nun war „Tess“ an der Reihe. Und auch damit – so viel sei an dieser Stelle schon verraten – hat Thomas Hardy mich fesseln und seinen Status als einen meiner Lieblingsautoren ausbauen können. „Tess“ erzählt die Geschichte von – Tess :-). Sie wächst in einem kleinen englischen (fiktiven) Ort namens Marlott als Tess Durbeyfield auf. Dann erfährt ihre Familie eines Tages, dass sie einer alten Adelsfamilie namens d´Urberville entstammt. Und hier nimmt das Schicksal in Form von zwei jungen Männern, die fortan das Leben von Tess bestimmen, seinen Lauf… Mehr muss man zum Inhalt eigentlich nicht sagen; dass würde einen Großteil des Reizes kaputt machen, diesen Klassiker selbst in die Hand zu nehmen und zu lesen. Viel mehr als der Inhalt zählt bei diesem Roman eigentlich die poetisch-philosophische Atmosphäre, die Thomas Hardy mit seinen Worten erschafft. Beispiele gefällig? „Hast du gesagt, die Sterne wären auch Welten, Tess?“ „Ja.“ „Alle so wie unsere?“ „Ich weiß es nicht, aber ich glaube schon. Manchmal erscheinen sie wie Äpfel von unserem Kochapfelbaum. Die meisten davon sind prächtig und gesund – ein paar verdorben.“ „Auf welchem leben wir – auf einem prächtigen oder einem verdorbenen?“ „Auf einem Verdorbenen.“ „Das ist aber großes Pech, daß wir uns keinen gesunden ausgesucht haben, wo es doch davon so viel mehr gibt.“ (S. 40) „[…], sondern auch viele andere Leute haben erfahren, daß die Bedeutung eines Lebens nicht von seiner äußeren Reichweite abhängt, sondern von seinen subjektiven Erfahrungen. Ein für Eindrücke empfänglicher Bauer führt ein großzügigeres, volleres, dramatischeres Leben als ein dickhäutiger König.“ (S. 220) Die poetischen Landschaftsbeschreibungen von Thomas Hardy, die der geneigten Leserschaft das duftende Grün von Gras und Bäumen, das Plätschern eines Baches etc., nahebringen, führen dazu, dass man gar nicht umhinkommt, das Buch immer weiter zu lesen. Aber auch Themen wie Religions- und Gesellschaftskritik oder die Stellung der Frau verarbeitet Thomas Hardy zu einem bunten und vor allem gnadenlos großartigen Potpourri. So will ich auch gar nicht weiter Worte verlieren, außer: lest diesen Klassiker! 5* ©kingofmusic
Guter Roman, der erschreckend heftig ist
Oh man. Damit habe ich nicht gerechnet. Ich habe schon einige Romane aus dem 19. Jahrhundert gelesen. Aber kaum einen fand ich so heftig wie "Tess". 🤯 Denn ich kann durchaus verstehen, wieso der Roman seinerseits Aufsehen erregt hat. Nicht nur wird Tess' Leben ohne Schönrederei in allen grausamen Einzelheiten erzählt, auch die Religion und die damaligen gesellschaftlichen Regelungen werden kritisch beschrieben. 🤔 Die ziemlich langen Beschreibungen von Landschaften und landwirtschaftlichen Arbeiten fand ich zeitweise ein wenig ermüdend. Aber zwischen diesen Sachen, war die Geschichte für mich richtig spannend. Tess Gedanken an sich sind für mich ein bisschen blass geblieben, dafür habe ich schnell gemerkt, dass der Blick der Ausenwelt auf Tess gut wiedergegeben wird und ich habe Tess' Entwicklung im Auge der Außenstehenden richtig spannend gefunden. Ich kann das Buch somit auf jeden Fall allen empfehlen, die gerne Romane aus dem 19. Jahrhundert lesen. Eure Licey ☘️

Tess Durbeyfield aus Marlott in Wessex, England scheint ein normales Mädchen zu sein. Sie liebt es zu tanzen und sich mit ihren Freundinnen zu verabreden. Doch als ihr Vater eines Tages erfährt, dass er einer reichen Familie namens d'Urberville entstammt ändert sich ihr Leben schlagartig. Sie soll das Leben ihrer verarmten Familie retten, indem sie einer vermeintlich reichen Bekannten einen Besuch abstattet. Was ab da an mit ihr passiert hätte sie wohl vorher nie geahnt.. Tess die so unschuldig ist erlebt in diesem Buch Höhen und Tiefen und ist in jungen Jahren schon sehr gezeichnet vom Leben. Man kann sehr mit ihr mitfühlen und sich sehr stark in sie hineinversetzen. Auch die umfangreichen Schilderungen der Natur in diesem Buch versetzen einen in die Welt von Wessex, welches Hardy für diesen Roman erfunden hat. Viele Textstellen sind mit viel Poesie verbunden und regen zum Nachdenken an. Dieses Buch macht Lust auf mehr Klassiker der englischen und/oder amerikanischen Literatur.
Dieses Buch habe ich bewusst langsam gelesen, denn Hardy hat einen ganz eigenen Schreibstil den man genießen sollte. Thomas Hardy beschreibt England und seine Menschen detailreich. Das Besondere daran ist, dass Hardy nicht einfach einen Menschen mit Adjektiven schildert sondern sie mit Landschaftsbildern zeichnet. Seine Worte gingen mir dabei durch und durch. Es ist einfach unglaublich wie Hardy eine Landschaft beschreibt und dabei den Charakter von Tess, Angel, Alec und anderen Protagonisten vorstellt. Mich hat dieser Stil sehr gefesselt. Die Geschichte um Tess ist tragisch, vorhersehbar und doch zog sie mich in ihren Bann. Tess möchte man abwechselnd wachrütteln oder umarmen, während man Angel ins Herz schließt und Alec so einiges an den Hals wünscht. Mich hat beim lesen eine große Gefühlsbandbreite erfasst, wie nur bei wenigen Büchern vorher. Tess ihre Lebensgeschichte ist so real erzählt, dass man mit ihr liebt und hasst. Alec war für mich ein schmierger Typ und wie Tess konnte ich ihn von Anfang an nicht leiden. Die Charaktäre und ihre Beschreibungen zeichnen das Buch dabei aus. Tess ist in meinen Augen kein Buch für 4-6 Stunden, sondern etwas, dass man in kleinen Happen zu sich nehmen sollte. Man sollte manchmal die Augen schließen und sich versuchen vorzustellen, wie es gewesen wäre Tess zu sein und wie wir damit umgegangen wären in Bezug auf das viktorianische Zeitalter. In meinen Augen ist Tess keine Rächerin, sondern eine geschundene Frau, die sich ihre Seele zu einem harten Preis zurückgekauft hat. Ich sage nicht sie ist frei von Schuld an der Geschichte. Ein Buch das mitreißt und vielleicht die Meinungen spaltet. Aber so sollte es auch sein. Also wer Klassiker mag, darf hier gerne zuschlagen und lesen.
Dieses Buch habe ich bewusst langsam gelesen, denn Hardy hat einen ganz eigenen Schreibstil den man genießen sollte. Thomas Hardy beschreibt England und seine Menschen detailreich. Das Besondere daran ist, dass Hardy nicht einfach einen Menschen mit Adjektiven schildert sondern sie mit Landschaftsbildern zeichnet. Seine Worte gingen mir dabei durch und durch. Es ist einfach unglaublich wie Hardy eine Landschaft beschreibt und dabei den Charakter von Tess, Angel, Alec und anderen Protagonisten vorstellt. Mich hat dieser Stil sehr gefesselt. Die Geschichte um Tess ist tragisch, vorhersehbar und doch zog sie mich in ihren Bann. Tess möchte man abwechselnd wachrütteln oder umarmen, während man Angel ins Herz schließt und Alec so einiges an den Hals wünscht. Mich hat beim lesen eine große Gefühlsbandbreite erfasst, wie nur bei wenigen Büchern vorher. Tess ihre Lebensgeschichte ist so real erzählt, dass man mit ihr liebt und hasst. Alec war für mich ein schmierger Typ und wie Tess konnte ich ihn von Anfang an nicht leiden. Die Charaktäre und ihre Beschreibungen zeichnen das Buch dabei aus. Tess ist in meinen Augen kein Buch für 4-6 Stunden, sondern etwas, dass man in kleinen Happen zu sich nehmen sollte. Man sollte manchmal die Augen schließen und sich versuchen vorzustellen, wie es gewesen wäre Tess zu sein und wie wir damit umgegangen wären in Bezug auf das viktorianische Zeitalter. In meinen Augen ist Tess keine Rächerin, sondern eine geschundene Frau, die sich ihre Seele zu einem harten Preis zurückgekauft hat. Ich sage nicht sie ist frei von Schuld an der Geschichte. Ein Buch das mitreißt und vielleicht die Meinungen spaltet. Aber so sollte es auch sein. Also wer Klassiker mag, darf hier gerne zuschlagen und lesen.
Not for me - what’s the point?
I love classics, but Tess of the d’Urbervilles just didn’t work for me. I truly don’t understand the hype around this one. It felt like a never-ending series of misfortunes, and not in a meaningful or enlightening way—more like Thomas Hardy was just piling misery onto Tess for the sake of it. Every man in this book seems completely incapable of accepting “no” for an answer, and it’s exhausting. Instead of exploring meaningful change or agency, it feels like Tess is constantly stripped of her choices by the people (read: men) around her. Angel and Alec both drove me up the wall for different reasons, but neither came off well, and the idea that one is somehow “better” than the other is baffling. Yes, I get that it’s a product of its time and it’s supposed to be a social critique—but for me, the message was buried under pages of melodrama, moralizing, and suffering. It left me asking: what’s the point of this book, really? I admire classic literature, but Tess just felt joyless and punishing. A bleak read that never paid off.
DE review below Like most of Hardy's books a little too dramatic and a bit too long for me. Nevertheless well-written and full of interesting images. I applaud Hardy for bringing up injustice against women in his books. England im 19. Jahrhundert. Die junge Tess ist die älteste Tochter einer in lange vergangenen Zeiten wohlsituierten, heute aber verarmten Familie. Ohne eigenes Verschulden verliert sie ihre Unschuld und ist damit eine gefallene Frau. Dass der Akt nichts anderes als eine Vergewaltigung war, wird nicht gewertet. Thomas Hardy erzählt in einem seiner bekanntesten Wessex-Romane ein Frauenschicksal, das geprägt ist von der himmelschreienden Ungerechtigkeit, mit der insbesondere Frauen aus der armen Bevölkerungsschicht behandelt wurden. Mein Verhältnis zum Werk Thomas Hardys Werk ist gespalten. Einerseits bin ich begeistert davon, wie er soziale Themen anspricht und die rigide Sexualmoral des viktorianischen Zeitalters anprangert, andererseits sind mir seine Geschichten oft einfach zu dramatisch, die Figuren häufig etwas überzeichnet. Bei Dickens komme ich damit besser klar, denn seine Figuren sind satirisch überzeichnet. Aber Tess – sie ist trotz der verlorenen Jungfräulichkeit so rein, so gut, dass sie geradezu ein Idealbild darstellt. Dennoch verliert sie aufgrund ihrer Behandlung durch die Gesellschaft den Glauben an Gott und die Menschen, was sie den den Roman durchziehenden heidnischen Bildern näherbringt. Bei Wikipedia ist zu lesen, dass Tess eine Art Naturgöttin und ein Opfer personifiziert – das leuchtet mir ein und passt sehr gut zu Hardys eindringlichen und ausführlichen Naturbeschreibungen. Der Opferaspekt wird vor allem gegen Ende des Buches durch einen bekannten Schauplatz verdeutlicht. „Tess of the D’Urbervilles“ ist ein hervorragend geschriebener, gesellschaftskritischer Roman, der mich jedoch ebenso wie andere Hardy-Romane nicht durchgängig fesseln konnte, die Handlung hätte für mein Dafürhalten etwas gerafft werden können. Ich vergebe daher 3,5 Sterne. Peter Firth, der mir als Hörbuchsprecher bisher nicht bekannt war, liest sehr ansprechend und zeichnet sich durch eine besonders klare Aussprache auch bei der Wiedergabe von Dialekten aus.
This is one of the most heartbreaking, bittersweet stories I have ever read. It is important to bear in mind the historical context of this book. Written in 1891, Hardy covers a range of deep, emotional topics that are still relevant to this day. Coersion, Rape (possibly), Stalking, Manipulation and even domestic abuse are all prevelant in this book. The life of Tess Durbeyfield is a series of mishaps and bad luck that lead to a story which, as I say, is shocking and heartbreaking. The only reason that this book falls short of a full "Five Star" rating is because of Hardy's writing style. I admire the poetic nature of his writing, but there are portions of the book where be becomes so engrossed in the poetry of his own language that the meaning of his words is somewhat lost. As an example, the book is split up into the "phases" of Tess' life, at the end of the first phase there is a very pivotal moment in the seduction of Tess by Alec D'Urberville which is so lost in Hardy's poetry that it is genuinelly unclear whether D'Urberville rapes Tess or whether she "simply" reluctanly consents to his advances. There were even stages of this book where I almost gave up, such was Hardy's dedication to his, at times frankly confusing, poetic language. However, for all that, I must confess that sticking with this book definitely proved its own reward. The final few phases of Tess' life are engrossing and compelling to the point that the book turns from difficult to almost unputdownable. For the gravity and magnitude of the story alone, this is definitely worth reading, but be warned, you will need patience and a strong will to get through the first half of this book.
Ach Tess, welches Schicksal hast du heraufbeschworen…
Ein schöner Klassiker, der einem auch zum verzweifeln bringt. Öfter stellt man sich die Frage, warum, warum nur. Eine liebevolle Frauengestalt, die trotz mehrerer Schicksalschläge ihren Weg und die Liebe findet. Doch ist dies nicht das Ende der Geschichte ... wie es ausgeht, lest es ... auf jeden Fall hat Tess alles richtig gemacht und dafür bewundere und liebe ich sie.
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The story, set in a poor rural area of England in the 19th century, centres around Tess Durbeyfield, a sweet, innocent country girl who is a victim of fate and her own beauty. When her lazy father finds out that his ancestors were the noble d'Urberville family, he dreams of winning back this glory for his own family. Tess, 16 years old at the start of the story and eldest of seven children, is pushed by her parents to go and work for Alec d'Urberville who will change Tess's life in a dramatic way. In the middle of the chaos caused by Alec d'Uberville, Tess meets Angel Clare. Will he love her forever as he promises, without judging her for her past? Or will Alec d'Uberville become her master? Read and find out.
In this reader you will find:
Information about Thomas Hardy and his times Focus on section about Stonehenge Glossary of difficult words Comprehension and extension activities including B1 Preliminary style activitiesBook Information
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Tess of the d'Urbervilles von Thomas Hardy ist kein Buch, das man einfach liest – es ist eines, das einen emotional zermürbt und lange beschäftigt 🥺 Im Zentrum steht Tess, eine junge Frau, die von Anfang an in ein Leben hineingezogen wird, das sie nie wirklich selbst bestimmen darf. Was dieses Buch so intensiv macht, ist nicht nur ihre Geschichte, sondern die gnadenlose Art, wie Hardy zeigt, wie wenig Kontrolle sie über ihr eigenes Schicksal hat. Immer wieder hofft man als Leser, dass sich für Tess alles zum Guten wendet – und genau diese Hoffnung macht die Geschichte so schmerzhaft. Besonders eindrücklich ist die Kritik an den gesellschaftlichen Moralvorstellungen der Zeit. Tess wird für Dinge verurteilt, die außerhalb ihrer Kontrolle liegen, während männliche Figuren deutlich milder behandelt werden. Diese Ungerechtigkeit zieht sich durch das gesamte Buch und sorgt für eine tiefe Frustration beim Lesen. Man spürt regelrecht, wie sehr Tess unter den Erwartungen und Normen ihrer Umgebung leidet und wie wenig Raum ihr bleibt, sich daraus zu befreien. Die Figuren tragen stark zur Wirkung des Romans bei. Tess selbst ist eine unglaublich tragische und zugleich bewundernswerte Figur, deren „Reinheit“ nicht den gesellschaftlichen Vorstellungen entspricht, sondern aus ihrer inneren Stärke kommt. Auch die Atmosphäre des Buches ist bemerkenswert. Die Naturbeschreibungen sind nicht nur schön, sondern oft beklemmend, weil sie Tess’ inneren Zustand widerspiegeln. Es entsteht das Gefühl, dass die Welt um sie herum gleichgültig gegenüber ihrem Leid ist, als würde alles einfach weitergehen, egal was ihr widerfährt. Hardys Schreibstil ist dabei poetisch, aber gleichzeitig schonungslos. Er nimmt sich Zeit für Details, für Emotionen, für Entwicklungen – und genau das macht die Geschichte so intensiv. Man wird nicht nur Zeuge von Tess’ Leben, sondern fühlt sich, als würde man es mit ihr durchleben. Was dieses Buch letztlich so stark macht, ist die Mischung aus Hoffnung und unausweichlicher Tragik. Es zeigt, wie zerstörerisch gesellschaftliche Normen sein können und wie unfair das Leben manchmal verläuft. Tess’ Geschichte ist keine, die Trost spendet – sie ist eine, die aufrüttelt. Tess of the d’Urbervilles ist damit ein tief bewegender, oft schmerzhafter Roman, der unter die Haut geht. Kein leichtes Buch, aber eines, das man nicht so schnell vergisst.

Vielleicht mein neuer Lieblingsklassiker?
Wow… was für ein tolles Buch. 📕 Es lag lange auf meinem SUB, da ich für einen Klassiker auch die Ruhe brauche… aber dieses Buch war sooo fesselnd! Ja, an den Schreibstil muss man sich immer erst einmal gewöhnen, aber das gelang mir hier recht schnell. Tess widerfährt wirklich eine Reihe unglücklicher Ereignisse & dass die Grundgedanken und die Gesellschaftskritik damals ein Skandal waren ist sehr gut nachvollziehbar. Die tollen Extras des Coppenrath Verlags bringen wieder viel Wissenswertes rund um das Werk und den Autor mit sich.. den Bezug von Fifty Shades of grey hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Aber das ich das gelesen habe ist auch schon lange her. 😅 Mein eigentlicher Lieblingsklassiker ist Sturmhöhe. Aber vielleicht muss ich das nochmal überdenken.
Damals skandalös - heute ein zeitloser Klassiker!
Zunächst muss einmal gesagt werden, dass dieser Roman sicherlich nichts für jedermann ist! Wer die Geschichte von Tess noch nicht kennt, sollte wissen, dass es keine Liebesgeschichte im herkömmlichen Sinne ist, sondern vordergründig ein Drama, das zuweilen sehr melanchonisch, tragisch und depresiv anmutet. Die Geschichte ist sehr lesenswert und ist in Schrift und Bild wortgewaltig! Hardy war der damaligen Zeit mit dieser Geschichte vorraus. Was damals als skandalös galt und für viel Kritik sorgte, ist heute, wenn man von einigen Wortlauten und Formulierungen absieht, sehr gut auf die heutige Zeit und Gesellschaft anwendbar. Eine wortgewande und bildliche Tragödie, die in Wort und Stil ihres gleichen sucht.

„Warum hast du mir nicht gesagt, daß von Männern Gefahr droht? Warum hast du mich nicht gewarnt? Damen wissen, wovor man sich hüten muß, weil sie Romane lesen, die ihnen solche Listen zeigen; aber ich hatte niemals eine Möglichkeit, auf diese Weise etwas zu lernen(…)“
Der Roman erzählt die Geschichte der jungen Tess, die aus ärmlichen Verhältnissen stammt und dann von einer adeligen Abstammung ihrer Familie erfährt. In der Hoffnung auf sozialen Aufstieg schicken ihre Eltern sie fort, wo Tess auf Alec d’Urberville trifft – eine Begegnung, die ihr Leben unwiderruflich prägt. Schritt für Schritt entfaltet Hardy das Schicksal einer Frau, die zwischen gesellschaftlichen Erwartungen, moralischen Urteilen und persönlicher Schuld zerrieben wird. Thomas Hardy schreibt sehr anspruchsvoll, dicht und stark reflektierend. Seine Naturbeschreibungen sind eindrucksvoll und atmosphärisch (zeitweilig etwas langatmig). Gleichzeitig ist der Stil schwer, oft moralisierend, getragen von einem allwissenden Erzähler, der das Geschehen kommentiert und einordnet. Vergleiche mit Jane Austen, wie sie in manchen Rezensionen gezogen werden, halte ich persönlich für wenig passend. Wo Austen mit Leichtigkeit und feiner Ironie arbeitet, bleibt Hardys Ton durchgehend ernst und schwer. „Tess“ war mein erstes Hardy-Buch und sicher nicht mein letztes. Die Lektüre ist fordernd und stellenweise zäh, gerade wegen der schonungslosen Darstellung von Leid, Schuld und gesellschaftlicher Doppelmoral. Dennoch hat mich der Roman beeindruckt. Hardy scheut sich nicht, Religion, Moralvorstellungen und soziale Regeln seiner Zeit kritisch zu hinterfragen.

Tragisch, bewegend und immer noch von großer Bedeutung. Dieses Buch stand Ewigkeiten auf meiner Klassiker-Leseliste und ich bereue zutiefst, es jetzt erst gelesen zu haben. Ich wusste im Voraus rein gar nichts über die Handlung oder die feministische Prägung des Autors, wodurch mich Tess' Geschichte unverhofft traf und positiv überraschte. Thomas Hardy war seiner Zeit definitiv weit voraus, denn er stellt die gesellschaftlichen Konventionen seiner Zeit in diesem Roman in Frage und übt damit eine schonungslose Moralkritik, die nicht einmal in der heutigen Zeit bei allen Menschen angekommen ist. "Tess" behandelt ein wichtiges Thema, nämlich Doppelmoral und die Ungleichheit von Mann und Frau, womit das Buch bis heute brandaktuell und unheimlich wertvoll ist. Der Roman ist bereits 1891 erschienen und war dementsprechend jahrelang umstritten, was die Veröffentlichung für mich aber nur umso beeindruckender macht. Thomas Hardy setzt sich für die Rechte von Frauen ein und zeigt auf, wie oft bei den Geschlechtern mit zweierlei Maß gemessen wird und das hat mir beim Lesen eine immense Genugtuung verschafft. Darüber hinaus war dieses Buch allerdings alles andere als leicht zu lesen, denn Tess' Geschichte ist unglaublich tragisch und bedrückend. Ich habe mit ihr gefühlt und gelitten, hätte sie beim Lesen am liebsten in den Arm genommen und habe literweise Tränen vergossen, was mir bei Klassikern eher selten passiert. Thomas Hardy beschreibt Emotionen so vielschichtig und lebendig, dass ich gar nicht nichts fühlen konnte. Tess widerfährt im Laufe dieser Geschichte unheimlich viel Leid und Ungerechtigkeit, wodurch die Stimmung des Buches durchweg trist und melancholisch war. Sie riss immerzu an meinen Herzfäden. Die Beschreibungen des Autors sind rau und unbeschönigt, wobei nicht immer ins Detail gegangen wird - Zumindest wird eine zentrale Schlüsselszene zur Interpretation offen gelassen, was ich aber auch nicht unpassend fand. Tess ist eine nahbare Protagonistin, die ich schnell in mein Herz geschlossen habe und die mich sicherlich auch so schnell nicht wieder loslassen wird. Meinem Empfinden nach hat Thomas Hardy seine Charaktere authentisch und wahrheitsgetreu gezeichnet. Hier und da hätte man die Geschichte zwar etwas kürzer fassen können, aber im Gesamten habe ich sie nicht als zu langatmig empfunden. Es passiert viel und die Erzählspanne ist relativ lang - Außerdem beschreibt Thomas Hardy sehr ausschweifend, damit aber auch greifbar, wodurch ich die Schauplätze beim Lesen bildlich vor Augen hatte. Für einen Klassiker hat sich dieser Roman in meinen Augen vergleichsweise leicht und flüssig lassen. Ich habe zwar etwas länger daran gelesen, aber hauptsächlich weil ich mir bewusst Zeit für diese Geschichte nehmen wollte und das war definitiv auch die richtige Entscheidung. "Tess" ist eine besondere und ausdrucksstarke Geschichte, die lange in Erinnerung bleibt und nachhallt. Die Schmuckausgabe aus dem Coppenrath-Verlag ist wie immer wunderschön gestaltet und illustriert, allerdings kann ich euch "Tess" in jeder Ausgabe empfehlen, weil die Geschichte einfach lesenswert ist. 4,5/ 5 Sterne ⭐️
Poetischer Klassiker Thomas Hardy ist mir erst im letzten Jahr mit „Jude Fawley, der Unbekannte“ bekannt geworden. Doch schon mit dem Buch konnte er mich restlos begeistern. Nun war „Tess“ an der Reihe. Und auch damit – so viel sei an dieser Stelle schon verraten – hat Thomas Hardy mich fesseln und seinen Status als einen meiner Lieblingsautoren ausbauen können. „Tess“ erzählt die Geschichte von – Tess :-). Sie wächst in einem kleinen englischen (fiktiven) Ort namens Marlott als Tess Durbeyfield auf. Dann erfährt ihre Familie eines Tages, dass sie einer alten Adelsfamilie namens d´Urberville entstammt. Und hier nimmt das Schicksal in Form von zwei jungen Männern, die fortan das Leben von Tess bestimmen, seinen Lauf… Mehr muss man zum Inhalt eigentlich nicht sagen; dass würde einen Großteil des Reizes kaputt machen, diesen Klassiker selbst in die Hand zu nehmen und zu lesen. Viel mehr als der Inhalt zählt bei diesem Roman eigentlich die poetisch-philosophische Atmosphäre, die Thomas Hardy mit seinen Worten erschafft. Beispiele gefällig? „Hast du gesagt, die Sterne wären auch Welten, Tess?“ „Ja.“ „Alle so wie unsere?“ „Ich weiß es nicht, aber ich glaube schon. Manchmal erscheinen sie wie Äpfel von unserem Kochapfelbaum. Die meisten davon sind prächtig und gesund – ein paar verdorben.“ „Auf welchem leben wir – auf einem prächtigen oder einem verdorbenen?“ „Auf einem Verdorbenen.“ „Das ist aber großes Pech, daß wir uns keinen gesunden ausgesucht haben, wo es doch davon so viel mehr gibt.“ (S. 40) „[…], sondern auch viele andere Leute haben erfahren, daß die Bedeutung eines Lebens nicht von seiner äußeren Reichweite abhängt, sondern von seinen subjektiven Erfahrungen. Ein für Eindrücke empfänglicher Bauer führt ein großzügigeres, volleres, dramatischeres Leben als ein dickhäutiger König.“ (S. 220) Die poetischen Landschaftsbeschreibungen von Thomas Hardy, die der geneigten Leserschaft das duftende Grün von Gras und Bäumen, das Plätschern eines Baches etc., nahebringen, führen dazu, dass man gar nicht umhinkommt, das Buch immer weiter zu lesen. Aber auch Themen wie Religions- und Gesellschaftskritik oder die Stellung der Frau verarbeitet Thomas Hardy zu einem bunten und vor allem gnadenlos großartigen Potpourri. So will ich auch gar nicht weiter Worte verlieren, außer: lest diesen Klassiker! 5* ©kingofmusic
Guter Roman, der erschreckend heftig ist
Oh man. Damit habe ich nicht gerechnet. Ich habe schon einige Romane aus dem 19. Jahrhundert gelesen. Aber kaum einen fand ich so heftig wie "Tess". 🤯 Denn ich kann durchaus verstehen, wieso der Roman seinerseits Aufsehen erregt hat. Nicht nur wird Tess' Leben ohne Schönrederei in allen grausamen Einzelheiten erzählt, auch die Religion und die damaligen gesellschaftlichen Regelungen werden kritisch beschrieben. 🤔 Die ziemlich langen Beschreibungen von Landschaften und landwirtschaftlichen Arbeiten fand ich zeitweise ein wenig ermüdend. Aber zwischen diesen Sachen, war die Geschichte für mich richtig spannend. Tess Gedanken an sich sind für mich ein bisschen blass geblieben, dafür habe ich schnell gemerkt, dass der Blick der Ausenwelt auf Tess gut wiedergegeben wird und ich habe Tess' Entwicklung im Auge der Außenstehenden richtig spannend gefunden. Ich kann das Buch somit auf jeden Fall allen empfehlen, die gerne Romane aus dem 19. Jahrhundert lesen. Eure Licey ☘️

Tess Durbeyfield aus Marlott in Wessex, England scheint ein normales Mädchen zu sein. Sie liebt es zu tanzen und sich mit ihren Freundinnen zu verabreden. Doch als ihr Vater eines Tages erfährt, dass er einer reichen Familie namens d'Urberville entstammt ändert sich ihr Leben schlagartig. Sie soll das Leben ihrer verarmten Familie retten, indem sie einer vermeintlich reichen Bekannten einen Besuch abstattet. Was ab da an mit ihr passiert hätte sie wohl vorher nie geahnt.. Tess die so unschuldig ist erlebt in diesem Buch Höhen und Tiefen und ist in jungen Jahren schon sehr gezeichnet vom Leben. Man kann sehr mit ihr mitfühlen und sich sehr stark in sie hineinversetzen. Auch die umfangreichen Schilderungen der Natur in diesem Buch versetzen einen in die Welt von Wessex, welches Hardy für diesen Roman erfunden hat. Viele Textstellen sind mit viel Poesie verbunden und regen zum Nachdenken an. Dieses Buch macht Lust auf mehr Klassiker der englischen und/oder amerikanischen Literatur.
Dieses Buch habe ich bewusst langsam gelesen, denn Hardy hat einen ganz eigenen Schreibstil den man genießen sollte. Thomas Hardy beschreibt England und seine Menschen detailreich. Das Besondere daran ist, dass Hardy nicht einfach einen Menschen mit Adjektiven schildert sondern sie mit Landschaftsbildern zeichnet. Seine Worte gingen mir dabei durch und durch. Es ist einfach unglaublich wie Hardy eine Landschaft beschreibt und dabei den Charakter von Tess, Angel, Alec und anderen Protagonisten vorstellt. Mich hat dieser Stil sehr gefesselt. Die Geschichte um Tess ist tragisch, vorhersehbar und doch zog sie mich in ihren Bann. Tess möchte man abwechselnd wachrütteln oder umarmen, während man Angel ins Herz schließt und Alec so einiges an den Hals wünscht. Mich hat beim lesen eine große Gefühlsbandbreite erfasst, wie nur bei wenigen Büchern vorher. Tess ihre Lebensgeschichte ist so real erzählt, dass man mit ihr liebt und hasst. Alec war für mich ein schmierger Typ und wie Tess konnte ich ihn von Anfang an nicht leiden. Die Charaktäre und ihre Beschreibungen zeichnen das Buch dabei aus. Tess ist in meinen Augen kein Buch für 4-6 Stunden, sondern etwas, dass man in kleinen Happen zu sich nehmen sollte. Man sollte manchmal die Augen schließen und sich versuchen vorzustellen, wie es gewesen wäre Tess zu sein und wie wir damit umgegangen wären in Bezug auf das viktorianische Zeitalter. In meinen Augen ist Tess keine Rächerin, sondern eine geschundene Frau, die sich ihre Seele zu einem harten Preis zurückgekauft hat. Ich sage nicht sie ist frei von Schuld an der Geschichte. Ein Buch das mitreißt und vielleicht die Meinungen spaltet. Aber so sollte es auch sein. Also wer Klassiker mag, darf hier gerne zuschlagen und lesen.
Dieses Buch habe ich bewusst langsam gelesen, denn Hardy hat einen ganz eigenen Schreibstil den man genießen sollte. Thomas Hardy beschreibt England und seine Menschen detailreich. Das Besondere daran ist, dass Hardy nicht einfach einen Menschen mit Adjektiven schildert sondern sie mit Landschaftsbildern zeichnet. Seine Worte gingen mir dabei durch und durch. Es ist einfach unglaublich wie Hardy eine Landschaft beschreibt und dabei den Charakter von Tess, Angel, Alec und anderen Protagonisten vorstellt. Mich hat dieser Stil sehr gefesselt. Die Geschichte um Tess ist tragisch, vorhersehbar und doch zog sie mich in ihren Bann. Tess möchte man abwechselnd wachrütteln oder umarmen, während man Angel ins Herz schließt und Alec so einiges an den Hals wünscht. Mich hat beim lesen eine große Gefühlsbandbreite erfasst, wie nur bei wenigen Büchern vorher. Tess ihre Lebensgeschichte ist so real erzählt, dass man mit ihr liebt und hasst. Alec war für mich ein schmierger Typ und wie Tess konnte ich ihn von Anfang an nicht leiden. Die Charaktäre und ihre Beschreibungen zeichnen das Buch dabei aus. Tess ist in meinen Augen kein Buch für 4-6 Stunden, sondern etwas, dass man in kleinen Happen zu sich nehmen sollte. Man sollte manchmal die Augen schließen und sich versuchen vorzustellen, wie es gewesen wäre Tess zu sein und wie wir damit umgegangen wären in Bezug auf das viktorianische Zeitalter. In meinen Augen ist Tess keine Rächerin, sondern eine geschundene Frau, die sich ihre Seele zu einem harten Preis zurückgekauft hat. Ich sage nicht sie ist frei von Schuld an der Geschichte. Ein Buch das mitreißt und vielleicht die Meinungen spaltet. Aber so sollte es auch sein. Also wer Klassiker mag, darf hier gerne zuschlagen und lesen.
Not for me - what’s the point?
I love classics, but Tess of the d’Urbervilles just didn’t work for me. I truly don’t understand the hype around this one. It felt like a never-ending series of misfortunes, and not in a meaningful or enlightening way—more like Thomas Hardy was just piling misery onto Tess for the sake of it. Every man in this book seems completely incapable of accepting “no” for an answer, and it’s exhausting. Instead of exploring meaningful change or agency, it feels like Tess is constantly stripped of her choices by the people (read: men) around her. Angel and Alec both drove me up the wall for different reasons, but neither came off well, and the idea that one is somehow “better” than the other is baffling. Yes, I get that it’s a product of its time and it’s supposed to be a social critique—but for me, the message was buried under pages of melodrama, moralizing, and suffering. It left me asking: what’s the point of this book, really? I admire classic literature, but Tess just felt joyless and punishing. A bleak read that never paid off.
DE review below Like most of Hardy's books a little too dramatic and a bit too long for me. Nevertheless well-written and full of interesting images. I applaud Hardy for bringing up injustice against women in his books. England im 19. Jahrhundert. Die junge Tess ist die älteste Tochter einer in lange vergangenen Zeiten wohlsituierten, heute aber verarmten Familie. Ohne eigenes Verschulden verliert sie ihre Unschuld und ist damit eine gefallene Frau. Dass der Akt nichts anderes als eine Vergewaltigung war, wird nicht gewertet. Thomas Hardy erzählt in einem seiner bekanntesten Wessex-Romane ein Frauenschicksal, das geprägt ist von der himmelschreienden Ungerechtigkeit, mit der insbesondere Frauen aus der armen Bevölkerungsschicht behandelt wurden. Mein Verhältnis zum Werk Thomas Hardys Werk ist gespalten. Einerseits bin ich begeistert davon, wie er soziale Themen anspricht und die rigide Sexualmoral des viktorianischen Zeitalters anprangert, andererseits sind mir seine Geschichten oft einfach zu dramatisch, die Figuren häufig etwas überzeichnet. Bei Dickens komme ich damit besser klar, denn seine Figuren sind satirisch überzeichnet. Aber Tess – sie ist trotz der verlorenen Jungfräulichkeit so rein, so gut, dass sie geradezu ein Idealbild darstellt. Dennoch verliert sie aufgrund ihrer Behandlung durch die Gesellschaft den Glauben an Gott und die Menschen, was sie den den Roman durchziehenden heidnischen Bildern näherbringt. Bei Wikipedia ist zu lesen, dass Tess eine Art Naturgöttin und ein Opfer personifiziert – das leuchtet mir ein und passt sehr gut zu Hardys eindringlichen und ausführlichen Naturbeschreibungen. Der Opferaspekt wird vor allem gegen Ende des Buches durch einen bekannten Schauplatz verdeutlicht. „Tess of the D’Urbervilles“ ist ein hervorragend geschriebener, gesellschaftskritischer Roman, der mich jedoch ebenso wie andere Hardy-Romane nicht durchgängig fesseln konnte, die Handlung hätte für mein Dafürhalten etwas gerafft werden können. Ich vergebe daher 3,5 Sterne. Peter Firth, der mir als Hörbuchsprecher bisher nicht bekannt war, liest sehr ansprechend und zeichnet sich durch eine besonders klare Aussprache auch bei der Wiedergabe von Dialekten aus.
This is one of the most heartbreaking, bittersweet stories I have ever read. It is important to bear in mind the historical context of this book. Written in 1891, Hardy covers a range of deep, emotional topics that are still relevant to this day. Coersion, Rape (possibly), Stalking, Manipulation and even domestic abuse are all prevelant in this book. The life of Tess Durbeyfield is a series of mishaps and bad luck that lead to a story which, as I say, is shocking and heartbreaking. The only reason that this book falls short of a full "Five Star" rating is because of Hardy's writing style. I admire the poetic nature of his writing, but there are portions of the book where be becomes so engrossed in the poetry of his own language that the meaning of his words is somewhat lost. As an example, the book is split up into the "phases" of Tess' life, at the end of the first phase there is a very pivotal moment in the seduction of Tess by Alec D'Urberville which is so lost in Hardy's poetry that it is genuinelly unclear whether D'Urberville rapes Tess or whether she "simply" reluctanly consents to his advances. There were even stages of this book where I almost gave up, such was Hardy's dedication to his, at times frankly confusing, poetic language. However, for all that, I must confess that sticking with this book definitely proved its own reward. The final few phases of Tess' life are engrossing and compelling to the point that the book turns from difficult to almost unputdownable. For the gravity and magnitude of the story alone, this is definitely worth reading, but be warned, you will need patience and a strong will to get through the first half of this book.
Ach Tess, welches Schicksal hast du heraufbeschworen…
Ein schöner Klassiker, der einem auch zum verzweifeln bringt. Öfter stellt man sich die Frage, warum, warum nur. Eine liebevolle Frauengestalt, die trotz mehrerer Schicksalschläge ihren Weg und die Liebe findet. Doch ist dies nicht das Ende der Geschichte ... wie es ausgeht, lest es ... auf jeden Fall hat Tess alles richtig gemacht und dafür bewundere und liebe ich sie.



















