Ich denk, ich denk zu viel
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Description
Was sollen diese ewigen Gedankenschlaufen? Was haben schlaflose Nächte auf Instagram zu bedeuten? Und wie kann Jean-Paul Sartre bei Panikattacken helfen? Persönlich und präzise schreibt Nina Kunz – Schweizer Kolumnistin des Jahres 2020 – über das Unbehagen der Gegenwart und geht der Frage nach, warum sich ihr Leben, trotz aller Privilegien, oft so beklemmend anfühlt. Ein Buch über Leistungsdruck, Workism, Weltschmerz, Tattoos, glühende Smartphones, schmelzende Polkappen und das Patriarchat.
Book Information
Author Description
Nina Kunz wurde 1993 geboren, studierte Sozial- und Wirtschaftsgeschichte in Zürich und arbeitet seit 2017 als Kolumnistin und Journalistin für Das Magazin des Tagesanzeigers. Ihre Texte erschienen bereits in der Neuen Zürcher Zeitung, der ZEIT und dem ZEITmagazin. 2018 und 2020 wurde sie zur »Kolumnistin des Jahres« gewählt.
Posts
Den Titel finde ich super und beschreibt mich auch recht gut. Das Buch ist ganz unterhaltsam und leicht zu lesen. Manche Kapitel fand ich sehr gut, manche belanglos und wieder andere waren für mich vom Inhalt her nichts Neues. Aber das ein oder andere Mal fühlte ich mich selbst wie ertappt und musste lachen.
Unterhaltsam & geistreich
Ich möchte, dass Nina Kunz jedes Jahr eine Sammlung ihrer gedanklichen Ergüsse rausbringt - so sehr mochte ich ihre Essays über das geballte Leben. Ich konnte mich super mit ihrer Art zu denken und zu schreiben identifizieren. Wie sie das Persönliche mit dem Philosophischen verbindet, hat mich beeindruckt. Ihre Texte sind stets empathisch und nahbar, finden immer wieder den Bezug zur Realität - auch wenn sie Foucault und Marx zitiert, bleibt es unterhaltsam. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die feministischen Texte 'Seitentriebe' und 'Bravo Girl', aber auch ihre Gedanken zu Glück und Perfektionismus, in denen sie auf Eva Illouz und Laurie Penny verweist. Und dann ist da noch der Text über das schrecklich-schöne Internet - ein Highlight für sich! Es steckt unglaublich viel Universelles in den teilweise sehr kurzen Texten. Gerade deshalb finde ich dieses Buch so lesenswert. Man denkt sich einfach häufig: Das ist gut, das muss ich mir merken! Und in der Folge ist "Ich denk, ich denk zu viel" ein Werk, das man im Regal griffbereit ganz vorne einsortiert (oder am liebsten gleich unter das Kopfkissen legen möchte).
Gedanken aus, Gefühl an!
Der Titel des Buches spricht mir und wahrscheinlich auch vielen anderen Menschen aus der Seele. Jedenfalls war es auch der Titel, der mich sofort neugierig auf das Buch gemacht hat. Und letztendlich kann ich sagen, hat mich auch das Buch überzeugt. 😊 „Ich denk, ich denk zu viel“ ist in drei Abschnitte unterteilt: Sinneskrisen, Selbstzweifel und Sehnsüchte. Nina Kunz lädt uns in Ihre Gedankenwelt ein. Sie beschreibt Themen, mit denen sich ein jeder von uns beschäftigt. Das Buch kann man wunderbar an einem verregneten Samstag oder Sonntag im Bett oder auf der Couch weglesen. Und das bedeutete für mich tatsächlich: Gedanken aus, Gefühl an! Sympathisch, witzig und klug schreibt Nina Kunz sich alles von der Seele, was sich absolut nachempfinden lässt. 🖤
interessante Gedankenanstösse für zwischendurch
Viele der kurzen Texte sind sehr interessant und regen zum Nachdenken an. Nina Kunz hat einen sehr angenehmen Schreibstil, durch den jedes Thema auf eine lockere und unterhaltsame Art behandelt wird. Das Buch hat starke Millenial-Vibes und ist wahrscheinlich auch am unterhaltsamsten für Millenials.
Aus einer Empfehlung einer guten Kollegin wurde ein bereicherndes Erlebnis. Nina Kunz hat es mit diesem Roman geschafft Wissen, Tagebuchtalk, Feminismus, Liebe, Weisheit und vieles mehr zu vereinen. Nina hat es geschafft mich in ihrer Gedankenwelt festzuhalten und des Öfteren sogar zu überzeugen. Nun will ich mehr zum Feminismus lesen und nach Berlin reisen. Ich fühle mich in meiner Meinung zur Stadt Zürich bestätigt. Der Herbst hat an Magie gewonnen. Und vor Allem hat sich mir eine Freundschaft erschlossen.
"[...] hätte ich nicht so genau hingeschaut, wäre mir diese Masse an Gedanken auch nie bedrohlich vorgekommen." Eins vorab: Nina Kunz denkt nicht zu viel. Sie denkt sehr essenziell, auch wenn mir das erst nach ca. 50 Seiten klar wurde. Neben "First-World-Problems" beschreibt sie den Weltschmerz und das Gefühl, ohnmächtig mit ansehen zu müssen, wie die Welt unaufhaltsam zerbricht. Sie hadert mit der Welt und mit sich selbst, die Teil einer zunehmend überforderten, orientierungslosen Spezies ist. Wir erhalten einen Exkurs in Sartres Existenzialismus inkl. dem Dilemma der unendlichen Möglichkeiten in einem viel zu kurzen Leben. Und es geht sehr oft um Ungerechtigkeit sowie fragwürdige Machtverhältnisse. Im Abschnitt "Selbstzweifel" kommt Kunz so richtig in Fahrt. Hier finde ich mich auch endlich selbst in den Texten wieder: "Mein Hirn hält [...] in jeder Lebenssituation die schlimmste Möglichkeit für die realistischste. Woher das kommt, weiß ich nicht. Aber es nervt." Nebenbei tanzt sie durch das gesamte Buch ihren Lebenslauf, damit wir ein besseres Verständnis davon bekommen, wie wir sie und ihre Gedanken einzuordnen haben. Sehr passend finde ich ihren Vergleich, ihr Gehirn fühle sich an wie ein Internetbrowser, der mit zu vielen offenen Fenstern und zahlreichen Pop-ups kämpft. In dieses nimmt sie uns mit und wir klicken uns gemeinsam durch Reiz- und Informationsüberflutung, Zwangsoptimierung, Kontrollverlust und das Wiederkäuen von Gedanken. Danke auch für die zahlreichen Querverweise auf feministische Literatur.
„Ich denk, ich denk zu viel“ von Nina Kunz handelt von Leistungsdruck, Selbstzweifel, Happychondrie, dem Patriarchat & vielen mehr. Wir sind beide im selben Jahr geboren und auch sonst konnte ich mich mit vielen Themen, die die Autorin beschäftigen, identifizieren. Trotz der teilweise sehr kurzen Essays enthielten sie die wichtigsten Gedankengänge, hätte ich mir manchmal allerdings etwas mehr Tiefgang gewünscht. Zudem gibt es zu jedem behandelten Thema weitere Literaturhinweise und viele der zitieren Bücher habe ich gelesen oder sie liegen noch auf meinem Sub. Besonders gut hat mir der Essay „ Seitentriebe„ gefallen. Für das Essaay las die Autorin erneut die ihrer Meinung nach wichtigsten feministischen Bücher und fasste ihre Kernaussagen für uns Lesende zusammen. Ich hätte zu ähnlichen Büchern gegriffen. Deshalb eine klare Leseempfehlung von mir 🤍
Obwohl man dieses kleine Buch in wenigen Stunden durchlesen kann, habe ich 4 Tage dafür gebraucht. Weil es so gut ist, dass ich nicht wollte, dass es endet. Ich hätte ewig weiterlesen können. Jede Kurzgeschichte, auch wenn manche nur zwei Seiten lang sind, hat mich berührt, zum Nachdenken, Lachen oder fast zum Weinen gebracht. Meistens habe ich beim Lesen genickt, mich selbst wiedererkannt und Nina Kunz dafür gefeiert, dass sie mir sehr bekannte Gefühle und wirre Gedanken pointiert auf den Punkt gebracht und mir damit aus der Seele gesprochen hat.
"Nach zehn Jahren Internettortur kann ich nicht mehr nur einen Gedanken auf einmal denken. Mein Gehirn fühlt sich immer so an, als wären zehn Tabs gleichzeitig offen." Nina Kunz ist Journalistin und Kolumnistin, die hier zusammengetragenen Text sind vorab in verschiedenen Magazinen veröffentlicht worden. Sie unterteilt die Texte in die Abschnitte Sinnkrisen, Selbstzweifel und Sehnsüchte und lädt die Lesenden ein, in ihre Gedankenwelt einzutauchen. Besonders angesprochen hat mich als erstes der Titel, weil wer kennt's nicht. Auch haben mir einige ihrer Gedanken zugesagt, vor allem die zum Blind Spot Bias und zum Einfluss der Internetnutzung auf die eigene mentale Gesundheit. Nina Kunze schildert ihre Gedanken und Ängste sehr nachvollziehbar und ungeschönt. Einige Texte waren mir allerdings zu oberflächlich und nicht konsequent genug. So stellt sie die zehn wichtigsten feministischen Bücher der letzten Jahre vor und nennt als eines dieser Bücher 'We should all be feminists' von Chimamanda Ngozi Adichie. Soweit so gut, noch vor nicht allzu langer Zeit habe auch ich das Buch als Einstiegslektüre sehr gehyped. Jedoch hat sich Adichie inzwischen offen als trans feindlich kenntlich gezeigt, was in keinem Satz erwähnt wird, obwohl Feminismus heute schon längst nicht mehr nur binär sein sollte. Als ein weiteres Buch wird 'Die potente Frau' von Svenja Floßpöhler genannt. Svenja Floßpöhler wiederum hat die #metoo Debatte als eine Gefahr für die Kunst der Verführung (wtf) gesehen und strotzt nur so vor Privilegien. Zwar erwähnt Nina Kunz sogar die #metoo ablehnende Einstellung von Floßpöhler, scheint das aber selbst nicht kritisch zu hinterfragen. Darüber hinaus habe ich manche der Texte leider als etwas banal empfunden, z.B. dreht sich vieles um die Sorge, irgendeiner gesellschaftlichen Norm zu entsprechen, die ich so gar nicht erlebe. Allerdings liefert Nina Kunz dafür gleich selbst die Erklärung: Berlin (mein Wohnort und ihr Zufluchtsort) steht für Freiheit und keine Konventionen, Zürich (ihr Wohnort) für Leistungsdruck und Perfektion. Vielleicht mache ich es mir also einfach zu leicht, wenn ich diese Themen als banal abtue.
Wie passend kann ein Titel auf jemanden zutreffen? Dieser Titel beschreibt mich in mindestens 90 % der Zeit. Ich zerdenke viel zu vieles, ich grübele, verwerfe Ideen oder Möglichkeiten. Ich denke einfach zu viel. Nina Kunz lädt uns in drei Abschnitten (Sinneskrisen, Selbstzweifel und Sehnsüchte) in ihre Gedankenwelt ein und thematisiert so in den 30 Texten die Arbeit, die Corona-Pandemie aber auch Social Media und Studium. Trotz vieler verschiedener Thematiken ist es mir zu keiner Zeit schwer gefallen, den Gedanken zu folgen. Außerdem wird sehr viel weiterführende Literatur an die Hand gegeben - leider auch etwas gefährlich für das Bücherregal sowie den Geldbeutel. Auch wenn ich mich nicht mit wirklich jedem der 30 Texte identifizieren konnte, ist dieses Buch für mich dennoch eine sehr große Bereicherung. Nicht nur aufgrund der Aktualität der Themen, sondern auch der Unterhaltung und dem tollen Gedankenaustausch, kann ich das Buch jedem ans Herz legen. Empfehlung meinerseits.
Gedankenchaos. Nächte, in denen der Kopf nicht zur Ruhe kommt, Panikattacken, Selbstzweifel und tiefe Sehnsüchte. Darüber schreibt die Kolumnistin und Journalistin Nina Kunz in ihrem ersten Buch. Sie beschäftigt sich mit der irrsinnigen Gegenwart, Weltschmerz, den Nachteilen des Internets, ungewollten Tattoos, der Klimakrise, Feminismus und der Frage, warum sich das Leben trotz vieler Privilegien so bitter anfühlen kann. In ihrem Essay-Band »Ich denk, ich denk zu viel« bringt Nina Kunz es immer wieder auf den Punkt. Sie beschreibt die Denkweise vieler junger Menschen und das Lebensgefühl einer Generation. Das Buch liest sich wie Tagebucheinträge, aus denen die Autorin ein Buch erschaffen hat, in dem sich viele ihre Leser:innen wiederfinden werden. Vom Leistungsdruck in unserer heutigen Gesellschaft, der technischen Schnelllebigkeit, dem Wunsch ein Teil des Ganzen zu sein, der Suche nach dem eigenen Vater und einer toxischen Beziehung. Das ist nur ein kleiner Teil der Themen, mit denen sie sich befasst. Sprachlich ist das Sachbuch für mich ein großes Highlight gewesen. Viele der Gedanken konnte ich nachvollziehen, hätte sie wohl nur nicht so treffend zu versprachlichen gewusst. Besonders gefallen haben mir ihre Texte über Zürich (Und ich liebe sie doch) und Berlin (Lager than life). Ich finde den krassen Kontrast beider Städte sehr spannend und auch wenn das für mich nicht neu war, fand ich es als gebürtige Berlinerin interessant zu lesen, wie Kunz als Schweizerin beide Orte wahrnimmt und mochte ihre Gedanken bezüglich ihres Akzents. Zudem fand ich mich u.a. in Herbst wieder und habe beim Lesen zustimmend genickt. So erging es mir tatsächlich mit dem Großteil der Kurzgeschichten, wie eben auch mit Wer ist mein Vater? die auch für mich eine sehr persönliche Situation darstellt. Auch Bravo Girl ist sehr lesenswert und beschreibt, wie es Medien gelingt, jungen Frauen zu suggerieren, sie seien niemals gut genug. Die Kolumne zu Genüge ich dir? bildet einen emotionalen Abschluss des Buches und war eines meiner Höhepunkte. Es sind oft kurze Sätze und ebenso kompakte Texte, die mich gerade deshalb so berühren konnten, weil Kunz es versteht, mit wenigen Worten Gefühle treffend zu beschreiben. Humorvoll, klug und wortgewandt fängt Nina Kunz die Ängste, Sehnsüchte und Zweifel einer ganzen Generation ein. Ihre Texte ließen mich vieles aus völlig neuen Blickwinkeln betrachten und gleichzeitig fühlte ich mich verstanden.
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Was sollen diese ewigen Gedankenschlaufen? Was haben schlaflose Nächte auf Instagram zu bedeuten? Und wie kann Jean-Paul Sartre bei Panikattacken helfen? Persönlich und präzise schreibt Nina Kunz – Schweizer Kolumnistin des Jahres 2020 – über das Unbehagen der Gegenwart und geht der Frage nach, warum sich ihr Leben, trotz aller Privilegien, oft so beklemmend anfühlt. Ein Buch über Leistungsdruck, Workism, Weltschmerz, Tattoos, glühende Smartphones, schmelzende Polkappen und das Patriarchat.
Book Information
Author Description
Nina Kunz wurde 1993 geboren, studierte Sozial- und Wirtschaftsgeschichte in Zürich und arbeitet seit 2017 als Kolumnistin und Journalistin für Das Magazin des Tagesanzeigers. Ihre Texte erschienen bereits in der Neuen Zürcher Zeitung, der ZEIT und dem ZEITmagazin. 2018 und 2020 wurde sie zur »Kolumnistin des Jahres« gewählt.
Posts
Den Titel finde ich super und beschreibt mich auch recht gut. Das Buch ist ganz unterhaltsam und leicht zu lesen. Manche Kapitel fand ich sehr gut, manche belanglos und wieder andere waren für mich vom Inhalt her nichts Neues. Aber das ein oder andere Mal fühlte ich mich selbst wie ertappt und musste lachen.
Unterhaltsam & geistreich
Ich möchte, dass Nina Kunz jedes Jahr eine Sammlung ihrer gedanklichen Ergüsse rausbringt - so sehr mochte ich ihre Essays über das geballte Leben. Ich konnte mich super mit ihrer Art zu denken und zu schreiben identifizieren. Wie sie das Persönliche mit dem Philosophischen verbindet, hat mich beeindruckt. Ihre Texte sind stets empathisch und nahbar, finden immer wieder den Bezug zur Realität - auch wenn sie Foucault und Marx zitiert, bleibt es unterhaltsam. Besonders in Erinnerung geblieben sind mir die feministischen Texte 'Seitentriebe' und 'Bravo Girl', aber auch ihre Gedanken zu Glück und Perfektionismus, in denen sie auf Eva Illouz und Laurie Penny verweist. Und dann ist da noch der Text über das schrecklich-schöne Internet - ein Highlight für sich! Es steckt unglaublich viel Universelles in den teilweise sehr kurzen Texten. Gerade deshalb finde ich dieses Buch so lesenswert. Man denkt sich einfach häufig: Das ist gut, das muss ich mir merken! Und in der Folge ist "Ich denk, ich denk zu viel" ein Werk, das man im Regal griffbereit ganz vorne einsortiert (oder am liebsten gleich unter das Kopfkissen legen möchte).
Gedanken aus, Gefühl an!
Der Titel des Buches spricht mir und wahrscheinlich auch vielen anderen Menschen aus der Seele. Jedenfalls war es auch der Titel, der mich sofort neugierig auf das Buch gemacht hat. Und letztendlich kann ich sagen, hat mich auch das Buch überzeugt. 😊 „Ich denk, ich denk zu viel“ ist in drei Abschnitte unterteilt: Sinneskrisen, Selbstzweifel und Sehnsüchte. Nina Kunz lädt uns in Ihre Gedankenwelt ein. Sie beschreibt Themen, mit denen sich ein jeder von uns beschäftigt. Das Buch kann man wunderbar an einem verregneten Samstag oder Sonntag im Bett oder auf der Couch weglesen. Und das bedeutete für mich tatsächlich: Gedanken aus, Gefühl an! Sympathisch, witzig und klug schreibt Nina Kunz sich alles von der Seele, was sich absolut nachempfinden lässt. 🖤
interessante Gedankenanstösse für zwischendurch
Viele der kurzen Texte sind sehr interessant und regen zum Nachdenken an. Nina Kunz hat einen sehr angenehmen Schreibstil, durch den jedes Thema auf eine lockere und unterhaltsame Art behandelt wird. Das Buch hat starke Millenial-Vibes und ist wahrscheinlich auch am unterhaltsamsten für Millenials.
Aus einer Empfehlung einer guten Kollegin wurde ein bereicherndes Erlebnis. Nina Kunz hat es mit diesem Roman geschafft Wissen, Tagebuchtalk, Feminismus, Liebe, Weisheit und vieles mehr zu vereinen. Nina hat es geschafft mich in ihrer Gedankenwelt festzuhalten und des Öfteren sogar zu überzeugen. Nun will ich mehr zum Feminismus lesen und nach Berlin reisen. Ich fühle mich in meiner Meinung zur Stadt Zürich bestätigt. Der Herbst hat an Magie gewonnen. Und vor Allem hat sich mir eine Freundschaft erschlossen.
"[...] hätte ich nicht so genau hingeschaut, wäre mir diese Masse an Gedanken auch nie bedrohlich vorgekommen." Eins vorab: Nina Kunz denkt nicht zu viel. Sie denkt sehr essenziell, auch wenn mir das erst nach ca. 50 Seiten klar wurde. Neben "First-World-Problems" beschreibt sie den Weltschmerz und das Gefühl, ohnmächtig mit ansehen zu müssen, wie die Welt unaufhaltsam zerbricht. Sie hadert mit der Welt und mit sich selbst, die Teil einer zunehmend überforderten, orientierungslosen Spezies ist. Wir erhalten einen Exkurs in Sartres Existenzialismus inkl. dem Dilemma der unendlichen Möglichkeiten in einem viel zu kurzen Leben. Und es geht sehr oft um Ungerechtigkeit sowie fragwürdige Machtverhältnisse. Im Abschnitt "Selbstzweifel" kommt Kunz so richtig in Fahrt. Hier finde ich mich auch endlich selbst in den Texten wieder: "Mein Hirn hält [...] in jeder Lebenssituation die schlimmste Möglichkeit für die realistischste. Woher das kommt, weiß ich nicht. Aber es nervt." Nebenbei tanzt sie durch das gesamte Buch ihren Lebenslauf, damit wir ein besseres Verständnis davon bekommen, wie wir sie und ihre Gedanken einzuordnen haben. Sehr passend finde ich ihren Vergleich, ihr Gehirn fühle sich an wie ein Internetbrowser, der mit zu vielen offenen Fenstern und zahlreichen Pop-ups kämpft. In dieses nimmt sie uns mit und wir klicken uns gemeinsam durch Reiz- und Informationsüberflutung, Zwangsoptimierung, Kontrollverlust und das Wiederkäuen von Gedanken. Danke auch für die zahlreichen Querverweise auf feministische Literatur.
„Ich denk, ich denk zu viel“ von Nina Kunz handelt von Leistungsdruck, Selbstzweifel, Happychondrie, dem Patriarchat & vielen mehr. Wir sind beide im selben Jahr geboren und auch sonst konnte ich mich mit vielen Themen, die die Autorin beschäftigen, identifizieren. Trotz der teilweise sehr kurzen Essays enthielten sie die wichtigsten Gedankengänge, hätte ich mir manchmal allerdings etwas mehr Tiefgang gewünscht. Zudem gibt es zu jedem behandelten Thema weitere Literaturhinweise und viele der zitieren Bücher habe ich gelesen oder sie liegen noch auf meinem Sub. Besonders gut hat mir der Essay „ Seitentriebe„ gefallen. Für das Essaay las die Autorin erneut die ihrer Meinung nach wichtigsten feministischen Bücher und fasste ihre Kernaussagen für uns Lesende zusammen. Ich hätte zu ähnlichen Büchern gegriffen. Deshalb eine klare Leseempfehlung von mir 🤍
Obwohl man dieses kleine Buch in wenigen Stunden durchlesen kann, habe ich 4 Tage dafür gebraucht. Weil es so gut ist, dass ich nicht wollte, dass es endet. Ich hätte ewig weiterlesen können. Jede Kurzgeschichte, auch wenn manche nur zwei Seiten lang sind, hat mich berührt, zum Nachdenken, Lachen oder fast zum Weinen gebracht. Meistens habe ich beim Lesen genickt, mich selbst wiedererkannt und Nina Kunz dafür gefeiert, dass sie mir sehr bekannte Gefühle und wirre Gedanken pointiert auf den Punkt gebracht und mir damit aus der Seele gesprochen hat.
"Nach zehn Jahren Internettortur kann ich nicht mehr nur einen Gedanken auf einmal denken. Mein Gehirn fühlt sich immer so an, als wären zehn Tabs gleichzeitig offen." Nina Kunz ist Journalistin und Kolumnistin, die hier zusammengetragenen Text sind vorab in verschiedenen Magazinen veröffentlicht worden. Sie unterteilt die Texte in die Abschnitte Sinnkrisen, Selbstzweifel und Sehnsüchte und lädt die Lesenden ein, in ihre Gedankenwelt einzutauchen. Besonders angesprochen hat mich als erstes der Titel, weil wer kennt's nicht. Auch haben mir einige ihrer Gedanken zugesagt, vor allem die zum Blind Spot Bias und zum Einfluss der Internetnutzung auf die eigene mentale Gesundheit. Nina Kunze schildert ihre Gedanken und Ängste sehr nachvollziehbar und ungeschönt. Einige Texte waren mir allerdings zu oberflächlich und nicht konsequent genug. So stellt sie die zehn wichtigsten feministischen Bücher der letzten Jahre vor und nennt als eines dieser Bücher 'We should all be feminists' von Chimamanda Ngozi Adichie. Soweit so gut, noch vor nicht allzu langer Zeit habe auch ich das Buch als Einstiegslektüre sehr gehyped. Jedoch hat sich Adichie inzwischen offen als trans feindlich kenntlich gezeigt, was in keinem Satz erwähnt wird, obwohl Feminismus heute schon längst nicht mehr nur binär sein sollte. Als ein weiteres Buch wird 'Die potente Frau' von Svenja Floßpöhler genannt. Svenja Floßpöhler wiederum hat die #metoo Debatte als eine Gefahr für die Kunst der Verführung (wtf) gesehen und strotzt nur so vor Privilegien. Zwar erwähnt Nina Kunz sogar die #metoo ablehnende Einstellung von Floßpöhler, scheint das aber selbst nicht kritisch zu hinterfragen. Darüber hinaus habe ich manche der Texte leider als etwas banal empfunden, z.B. dreht sich vieles um die Sorge, irgendeiner gesellschaftlichen Norm zu entsprechen, die ich so gar nicht erlebe. Allerdings liefert Nina Kunz dafür gleich selbst die Erklärung: Berlin (mein Wohnort und ihr Zufluchtsort) steht für Freiheit und keine Konventionen, Zürich (ihr Wohnort) für Leistungsdruck und Perfektion. Vielleicht mache ich es mir also einfach zu leicht, wenn ich diese Themen als banal abtue.
Wie passend kann ein Titel auf jemanden zutreffen? Dieser Titel beschreibt mich in mindestens 90 % der Zeit. Ich zerdenke viel zu vieles, ich grübele, verwerfe Ideen oder Möglichkeiten. Ich denke einfach zu viel. Nina Kunz lädt uns in drei Abschnitten (Sinneskrisen, Selbstzweifel und Sehnsüchte) in ihre Gedankenwelt ein und thematisiert so in den 30 Texten die Arbeit, die Corona-Pandemie aber auch Social Media und Studium. Trotz vieler verschiedener Thematiken ist es mir zu keiner Zeit schwer gefallen, den Gedanken zu folgen. Außerdem wird sehr viel weiterführende Literatur an die Hand gegeben - leider auch etwas gefährlich für das Bücherregal sowie den Geldbeutel. Auch wenn ich mich nicht mit wirklich jedem der 30 Texte identifizieren konnte, ist dieses Buch für mich dennoch eine sehr große Bereicherung. Nicht nur aufgrund der Aktualität der Themen, sondern auch der Unterhaltung und dem tollen Gedankenaustausch, kann ich das Buch jedem ans Herz legen. Empfehlung meinerseits.
Gedankenchaos. Nächte, in denen der Kopf nicht zur Ruhe kommt, Panikattacken, Selbstzweifel und tiefe Sehnsüchte. Darüber schreibt die Kolumnistin und Journalistin Nina Kunz in ihrem ersten Buch. Sie beschäftigt sich mit der irrsinnigen Gegenwart, Weltschmerz, den Nachteilen des Internets, ungewollten Tattoos, der Klimakrise, Feminismus und der Frage, warum sich das Leben trotz vieler Privilegien so bitter anfühlen kann. In ihrem Essay-Band »Ich denk, ich denk zu viel« bringt Nina Kunz es immer wieder auf den Punkt. Sie beschreibt die Denkweise vieler junger Menschen und das Lebensgefühl einer Generation. Das Buch liest sich wie Tagebucheinträge, aus denen die Autorin ein Buch erschaffen hat, in dem sich viele ihre Leser:innen wiederfinden werden. Vom Leistungsdruck in unserer heutigen Gesellschaft, der technischen Schnelllebigkeit, dem Wunsch ein Teil des Ganzen zu sein, der Suche nach dem eigenen Vater und einer toxischen Beziehung. Das ist nur ein kleiner Teil der Themen, mit denen sie sich befasst. Sprachlich ist das Sachbuch für mich ein großes Highlight gewesen. Viele der Gedanken konnte ich nachvollziehen, hätte sie wohl nur nicht so treffend zu versprachlichen gewusst. Besonders gefallen haben mir ihre Texte über Zürich (Und ich liebe sie doch) und Berlin (Lager than life). Ich finde den krassen Kontrast beider Städte sehr spannend und auch wenn das für mich nicht neu war, fand ich es als gebürtige Berlinerin interessant zu lesen, wie Kunz als Schweizerin beide Orte wahrnimmt und mochte ihre Gedanken bezüglich ihres Akzents. Zudem fand ich mich u.a. in Herbst wieder und habe beim Lesen zustimmend genickt. So erging es mir tatsächlich mit dem Großteil der Kurzgeschichten, wie eben auch mit Wer ist mein Vater? die auch für mich eine sehr persönliche Situation darstellt. Auch Bravo Girl ist sehr lesenswert und beschreibt, wie es Medien gelingt, jungen Frauen zu suggerieren, sie seien niemals gut genug. Die Kolumne zu Genüge ich dir? bildet einen emotionalen Abschluss des Buches und war eines meiner Höhepunkte. Es sind oft kurze Sätze und ebenso kompakte Texte, die mich gerade deshalb so berühren konnten, weil Kunz es versteht, mit wenigen Worten Gefühle treffend zu beschreiben. Humorvoll, klug und wortgewandt fängt Nina Kunz die Ängste, Sehnsüchte und Zweifel einer ganzen Generation ein. Ihre Texte ließen mich vieles aus völlig neuen Blickwinkeln betrachten und gleichzeitig fühlte ich mich verstanden.



































