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Alter Wein in neuen Schläuchen
Alle haben über dieses Buch geredet, man konnte es nicht ignorieren. Zudem klang der Klappentext auch ziemlich vielversprechend. Tja, dann kam mir mein Freund Pieter in den Sinn, der mich warnte, von hochgejubelten Autoren mehrere Bücher zu lesen, da sich ihre Anliegen in den meisten Werken wiederholen. Und genau so war es in »Homo Deus«. Für mich ein billiger Abklatsch seines Vorgängerwerks »Eine kurze Geschichte der Menschheit«. Letzteres wahrlich ein gelungenes Buch, höchst empfehlenswert. Doch bei »Homo Deus« quält man sich abermals um die Geschichte der Menschheit, obwohl man wie im Klappentext versprochen einen Blick durch Harari’s Kristallkugel erhaschen möchte. Doch dieser bleibt einfach aus. Nach 100 Seiten, 200 Seiten und 300 Seiten. Manchmal ist der Autor so nett und schlägt die ein oder andere Brücke von der Geschichte zur Gegenwart, doch diese sind keineswegs erstaunlich, da die angeschnittenen Themen bereits in vielen anderen Büchern, z. B. von Precht oder Anders Indset, wesentlich detaillierter abgehandelt wurden. Ich konnte das Gefühl nicht abschütteln, dass die Leserschaft in einem Meer aus rezyklierten Inhalten seines Vorgängerwerkes und plattem Allgemeinwissen schwimmt, und Harari sein Buch nur mit einer Pipette und ein paar Tröpfchen oberflächlicher Zukunftsforschung anreichert. Nachdem ich das Buch abgeschlossen hatte, fühlte ich mich um den Titel des Buches sowie um den Kaufpreis betrogen. Es scheint, als ob der Autor mit wenig zusätzlicher Recherche einfach noch schnell ein weiteres Buch auf den Markt bringen wollte, um von seiner Reputation zu profitieren. Solltest du aber noch nichts von Harari gelesen haben und setzt dich zum ersten Mal damit auseinander, wohin die Menschheit zusteuern könnte, ist das Buch ganz okay, aber völlig gehypt. Andere Autoren waren gründlicher und gehen viel tiefer.
Mar 15, 2025
Alter Wein in neuen Schläuchen
Alle haben über dieses Buch geredet, man konnte es nicht ignorieren. Zudem klang der Klappentext auch ziemlich vielversprechend. Tja, dann kam mir mein Freund Pieter in den Sinn, der mich warnte, von hochgejubelten Autoren mehrere Bücher zu lesen, da sich ihre Anliegen in den meisten Werken wiederholen. Und genau so war es in »Homo Deus«. Für mich ein billiger Abklatsch seines Vorgängerwerks »Eine kurze Geschichte der Menschheit«. Letzteres wahrlich ein gelungenes Buch, höchst empfehlenswert. Doch bei »Homo Deus« quält man sich abermals um die Geschichte der Menschheit, obwohl man wie im Klappentext versprochen einen Blick durch Harari’s Kristallkugel erhaschen möchte. Doch dieser bleibt einfach aus. Nach 100 Seiten, 200 Seiten und 300 Seiten. Manchmal ist der Autor so nett und schlägt die ein oder andere Brücke von der Geschichte zur Gegenwart, doch diese sind keineswegs erstaunlich, da die angeschnittenen Themen bereits in vielen anderen Büchern, z. B. von Precht oder Anders Indset, wesentlich detaillierter abgehandelt wurden. Ich konnte das Gefühl nicht abschütteln, dass die Leserschaft in einem Meer aus rezyklierten Inhalten seines Vorgängerwerkes und plattem Allgemeinwissen schwimmt, und Harari sein Buch nur mit einer Pipette und ein paar Tröpfchen oberflächlicher Zukunftsforschung anreichert. Nachdem ich das Buch abgeschlossen hatte, fühlte ich mich um den Titel des Buches sowie um den Kaufpreis betrogen. Es scheint, als ob der Autor mit wenig zusätzlicher Recherche einfach noch schnell ein weiteres Buch auf den Markt bringen wollte, um von seiner Reputation zu profitieren. Solltest du aber noch nichts von Harari gelesen haben und setzt dich zum ersten Mal damit auseinander, wohin die Menschheit zusteuern könnte, ist das Buch ganz okay, aber völlig gehypt. Andere Autoren waren gründlicher und gehen viel tiefer.
Mar 15, 2025






