Eine packende dystopische Geschichte über wahre Freundschaft und den Kampf ums Überleben. Das Buch fesselt mit seiner intensiven Atmosphäre und eindrucksvollen, teils erschreckenden Beschreibungen. Trotz – oder gerade wegen – seiner beklemmenden Szenen ist es absolut lesenswert.
Oct 6, 2025
4.5
Dystopisch, grausam und packend.
Eine packende dystopische Geschichte über wahre Freundschaft und den Kampf ums Überleben. Das Buch fesselt mit seiner intensiven Atmosphäre und eindrucksvollen, teils erschreckenden Beschreibungen. Trotz – oder gerade wegen – seiner beklemmenden Szenen ist es absolut lesenswert.
— Botanischer Horror als Subgenre fasziniert mich in letzter Zeit immer mehr, und Wilder Girls klingt mehr als vielversprechend. Ich hab das Buch innerhalb eines freien Tages beendet, es ist flüssig geschrieben, spannend, man fliegt nur so durch die Seiten. Ebenfalls gelungen dargestellt fand ich die Freundschaft zwischen den drei Charakteren, mit all ihren up und downs - was sehr realistisch war in diesem Szenario. 🌷
⠀
— Ob ich es gut fand? Ich sag mal so: dies ist die Art von Buch, die nur solange gut ist, bis man zu sehr drüber nachdenkt.
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🌳 Diskussion / 𝐒𝐏𝐎𝐈𝐋𝐄𝐑 𝐀𝐁 𝐇𝐈𝐄𝐑:
— Es wird regelmäßig erwähnt und betont, dass zwei Väter in der Navy sind, aber letztendlich spielt dies überhaupt keine Rolle? Sie hätten genauso gut Artz oder Bäcker sein können, es hatte keine Auswirkungen auf die Handlung? 🪴
⠀
— Für Byatts Charakter hat sich die Autorin was cooles ausgedacht. Wir erfahren im Laufe der Handlung, dass sie eine krankhafte Lügnerin ist. Find ich extremst interessant so einen Charakter mal in einen Buch zu finden. Bin jedoch maximal verwirrt von ihren Handlungen, denn das Lügen erklärt nicht warum sie Teddy indirekt (direkt) getötet hat? ⚘️
⠀
— Was genau war der Sinn des Essen als Teil des Experiments? Was wäre passiert wenn die Mädchen es gegessen hätten? Ich liebs wenn eine Story einen Hauch von Mystery beibehält, aber etwas mehr Erklärung oder Kontext hätte ich mir hier ebenfalls gewünscht. 🍌
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— Hetty verurteilt die Schulleiterin (zurecht) dafür, dass sie die Mädchen vergiften wollte als ihr alles ausweglos erschien. Am Ende flüchtet Hetty jedoch und hinterlässt die Mädchen den Jets und den Bomben. Pffffff. 🍋🟩
Jun 1, 2026
3.0
Spoiler Diskussion (mittig) 🍃
— Botanischer Horror als Subgenre fasziniert mich in letzter Zeit immer mehr, und Wilder Girls klingt mehr als vielversprechend. Ich hab das Buch innerhalb eines freien Tages beendet, es ist flüssig geschrieben, spannend, man fliegt nur so durch die Seiten. Ebenfalls gelungen dargestellt fand ich die Freundschaft zwischen den drei Charakteren, mit all ihren up und downs - was sehr realistisch war in diesem Szenario. 🌷
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— Ob ich es gut fand? Ich sag mal so: dies ist die Art von Buch, die nur solange gut ist, bis man zu sehr drüber nachdenkt.
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🌳 Diskussion / 𝐒𝐏𝐎𝐈𝐋𝐄𝐑 𝐀𝐁 𝐇𝐈𝐄𝐑:
— Es wird regelmäßig erwähnt und betont, dass zwei Väter in der Navy sind, aber letztendlich spielt dies überhaupt keine Rolle? Sie hätten genauso gut Artz oder Bäcker sein können, es hatte keine Auswirkungen auf die Handlung? 🪴
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— Für Byatts Charakter hat sich die Autorin was cooles ausgedacht. Wir erfahren im Laufe der Handlung, dass sie eine krankhafte Lügnerin ist. Find ich extremst interessant so einen Charakter mal in einen Buch zu finden. Bin jedoch maximal verwirrt von ihren Handlungen, denn das Lügen erklärt nicht warum sie Teddy indirekt (direkt) getötet hat? ⚘️
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— Was genau war der Sinn des Essen als Teil des Experiments? Was wäre passiert wenn die Mädchen es gegessen hätten? Ich liebs wenn eine Story einen Hauch von Mystery beibehält, aber etwas mehr Erklärung oder Kontext hätte ich mir hier ebenfalls gewünscht. 🍌
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— Hetty verurteilt die Schulleiterin (zurecht) dafür, dass sie die Mädchen vergiften wollte als ihr alles ausweglos erschien. Am Ende flüchtet Hetty jedoch und hinterlässt die Mädchen den Jets und den Bomben. Pffffff. 🍋🟩
Da war es mal wieder: ein Buch mit diesen Gegensätzen, die mich so begeistern und mitnehmen. Dieser geniale Mix aus eiskalter Leere, monotoner Brutalität und tiefsten Gefühlen entsteht bei "Wilder Girls" durch die einsame Insel mit harscher Natur, die Besitz ergreift, als Closed Setting, einer dystopischen, gewaltvollen Survival-Situation gepaart mit Jugendlichen, die gerade so viele Gefühle so intensiv erleben.
Ich finde, es ist ein Meisterwerk im Bereich YA, wo es schnell passiert, dass Erwachsene, die über Teenies schreiben, in Cringeness abrutschen. Dazu muss man natürlich aber auch anmerken, dass es gerade für eine jüngere Zielgruppe harter Tobak sein kann (Content Notes sind hinten im Buch - sehr gut!). Body Horror ist hier wörtlich zu nehmen, aus eigener Erfahrung rate ich dazu, es nicht während des Essens zu lesen. Außerdem sind auch andere sehr finstere Themen und Gedanken präsent, die selbst mich als Leserin mit dickem Fell öfter mal haben schlucken lassen.
Die drei Hauptcharaktere und generell alle Personen sind in Hinblick auf das Setting so gut konstruiert und man hat auch das Gefühl, da brodelt so viel unter der Oberfläche noch, was gar nicht explizit ausgesprochen wurde.
Und ich liebe den Schreibstil. Er passt einfach so gut. Da sind so teilweise poetische Formulierungen dabei, ohne aber kitschig zu werden, sondern in perfekter Symbiose mit diesem ultra düsteren Plot. Ich bin ja so gar keine Annotation-Maus, weil ich meist unterwegs oder nebenbei lese, aber hier hab ich mir nach zig Jahren tatsächlich mal wieder eine Stelle markiert. "... ich vermisse es, wie der Wind mir den Atem raubt, als wäre es nie meiner gewesen." Wie genial ist allein dieser eine Satz!
Das Buch ist ein absolutes Highlight für mich und das offene Ende lässt mich auf eine Fortsetzung hoffen.
Apr 8, 2026
5.0
Brutal intensiv, melancholische Wucht
Da war es mal wieder: ein Buch mit diesen Gegensätzen, die mich so begeistern und mitnehmen. Dieser geniale Mix aus eiskalter Leere, monotoner Brutalität und tiefsten Gefühlen entsteht bei "Wilder Girls" durch die einsame Insel mit harscher Natur, die Besitz ergreift, als Closed Setting, einer dystopischen, gewaltvollen Survival-Situation gepaart mit Jugendlichen, die gerade so viele Gefühle so intensiv erleben.
Ich finde, es ist ein Meisterwerk im Bereich YA, wo es schnell passiert, dass Erwachsene, die über Teenies schreiben, in Cringeness abrutschen. Dazu muss man natürlich aber auch anmerken, dass es gerade für eine jüngere Zielgruppe harter Tobak sein kann (Content Notes sind hinten im Buch - sehr gut!). Body Horror ist hier wörtlich zu nehmen, aus eigener Erfahrung rate ich dazu, es nicht während des Essens zu lesen. Außerdem sind auch andere sehr finstere Themen und Gedanken präsent, die selbst mich als Leserin mit dickem Fell öfter mal haben schlucken lassen.
Die drei Hauptcharaktere und generell alle Personen sind in Hinblick auf das Setting so gut konstruiert und man hat auch das Gefühl, da brodelt so viel unter der Oberfläche noch, was gar nicht explizit ausgesprochen wurde.
Und ich liebe den Schreibstil. Er passt einfach so gut. Da sind so teilweise poetische Formulierungen dabei, ohne aber kitschig zu werden, sondern in perfekter Symbiose mit diesem ultra düsteren Plot. Ich bin ja so gar keine Annotation-Maus, weil ich meist unterwegs oder nebenbei lese, aber hier hab ich mir nach zig Jahren tatsächlich mal wieder eine Stelle markiert. "... ich vermisse es, wie der Wind mir den Atem raubt, als wäre es nie meiner gewesen." Wie genial ist allein dieser eine Satz!
Das Buch ist ein absolutes Highlight für mich und das offene Ende lässt mich auf eine Fortsetzung hoffen.