Yesteryear
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Description
My name was Natalie Heller Mills, and I was perfect at being alive.
Natalie lives a traditional lifestyle. Her charming farmhouse is rustic, her husband a handsome cowboy, her six children each more delightful than the last. So what if there are nannies and producers behind the scenes, her kitchen hiding industrial-grade fridges and ovens, her husband the Republican equivalent of a Kennedy? What Natalie’s followers—all 8 million of them—don’t know won’t hurt them. And The Angry Women? The privileged, Ivy League, coastal elite haters who call her an antifeminist iconoclast? They’re sick with jealousy. Because Natalie isn’t simply living the good life, she’s living the ideal—and just so happens to be building an empire from it.
Until one morning she wakes up in a life that isn’t hers. Her home, her husband, her children—they’re all familiar, but something’s off. Her kitchen is warmed by a sputtering fire rather than electricity, her children are dirty and strange, and her soft-handed husband is suddenly a competent farmer. Just yesterday Natalie was curating photos of homemade jam for her Instagram, and now she’s expected to haul firewood and handwash clothes until her fingers bleed. Has she become the unwitting star of a ruthless reality show? Could it really be time travel? Is she being tested by God? By Satan? When Natalie suffers a brutal injury in the woods, she realizes two things: This is not her beautiful life, and she must escape by any means possible.
A gripping, electrifying novel that is as darkly funny as it is frightening, Yesteryear is a gimlet-eyed look at tradition, fame, faith, and the grand performance of womanhood.
Book Information
Posts
»And please give my husband a spine. I’m tired of him needing to borrow mine.«💅🏻
Ich wollte mehr von allem und habe es nicht bekommen.🥲 Ich wollte bis zum Finale mehr Eskalation, mehr überspitzte Darstellung, mehr Szenen in der 1800-Vergangenheit. Ich wollte es noch hässlicher. Das Buch verschenkt ein wenig Potenzial und ich hoffe, der Film dazu wird besser.🤞🏻 In Anne Hathaway i trust.🤝🏼 Guter Lesesog, netter Read für zwischendurch - aber bis zum Finale ein bisschen underwhelming.💁🏻♀️ Das Ende hat geliefert, wobei die Auflösung für mich nicht überraschend war.✌🏻 Ich habe es gemocht, aber nicht genug.🖤

Plot (zunächst) topp - Ende (Auflösung) Schrott
Es ist vermutlich das Buch, um das man in diesem Jahr nicht vorbei kommt: "Yester Year", das Romandebüt von Caro Claire Burke fesselt von Seite 1: "Heute ist der letzte Tag des Lebens, wie ich es mir vorgestellt habe. ... Weder Ehe noch Mutterschaft noch Unternehmensgründung noch ein Leben für Gott. Für mich war was einfach eine Liste von Aufgaben, die jeden Tag abgearbeitet werden wollten, zur rechten Zeit, in chronologischer Reihenfolge. Anderen Menschen mag das schwerfallen, mir nicht. Das war der Grund, weshalb all diese fremden Leute mich mochten. Und dann war da noch das Geld. Das Geld half natürlich auch." Die Antiheldin Natalie Heller Mills nimmt uns mit in ihren Alltag als Tradwife, dessen glitzernde und perfekt inszenierte Momente einer glücklichen Familie auf einer idyllischen Farm auf Kamera gebannt und später zahlreiche Follower dazu animieren sollen, möglichst viel vom überteuerten Merch und dem falschen Bio-Gemüse zu kaufen. Doch obschon Natalie bereits entsprechende Hilfskräfte für alle möglichen Bereiche wie Kinderbetreuung, Bild- und Kameratechnik und für die Landwirtschaft im Hintergrund ihrer perfekt inszenierten Welt beschäftigt, scheint die schöne Fassade Risse zu bekommen. Und dann wacht unsere Ich-Erzählerin auch noch plötzlich im 19. Jahrhundert wieder auf und erlebt den Alltag der idealisierten Pionierzeit auf einmal ohne Wasch- und Küchenmaschine, dafür aber mit enormen Wäschebergen und zähem Sauerteig. Wie ist sie in diesen Albtraum geraten? Parallel zu diesen wirklich "traditionellen" Zeiten erfahren wir viel über die Kindheit und das Aufwachsen der Ich-Erzählerin. Schon früh verlässt der Vater die Familie, doch die Mutter hält den Schein im sehr religiös geprägten Umfeld aufrecht und pläut den zwei Töchtern ein, anderen mitzuteilen der Ehemann wäre "von ihnen gegangen." So lernt Natalie recht schnell, dass Schein mehr ist als Sein. Und sie ist entschlossen, mit großer Disziplin und der Hilfe des HERRN alles zu erreichen, wofür es sich zu leben lohnt: Ruhm und Reichtum. Was kann da eigentlich noch schief gehen? Ein wenig erinnert Natalies Weg zu perfekten Influenzerin an "Das Bildnis des Dorian Gray". Durch das Talent ihrer Produzentin Shannon, welche immer die perfekten Momente inszeniert, wird Natalie in ihrer Wahrnehmung zur hinreißenden Figur und die steigende Zahl der Follower bestärkt sie im Rausch der Auslebung des stilisierten Main-Charakters. Dass ihr grenzdebile Ehemann in bestimmten Internetforen völlig den Sinn fürs Reale verliert, oder ihre Kinder völlig weltfremd aufwachsen und deren Rechte ständig mit Füßen getreten werden, wird von ihr nicht mal als Randnotiz wahrgenommen. In diesem Roman werden so viele aktuelle und spannende Themen berührt und dieser ironische und bissige Erzählstil macht viel Freude. Man rauscht nur so durch die Seiten und möchte natürlich unbedingt wissen, warum Natalie plötzlich in so einem "König-Drosselbart-Szenario" gefangen ist. Und dann kommt die Auflösung, die absolut unglaubwürdig und unlogisch erscheint, weil sie weder zu der Geschichte noch zu dem Charakter der Ich-Erzählerin passt. Leider führt diese Entwicklung auch dazu, dass man das bis dahin Gelesene dann hinterfragt und Schwächen und Fehler bemerkt, die man zuvor großzügig übersehen hatte. Vielleicht hat die Autorin sich auch ein Stück weit übernommen, um alle ihre Themen in diesem einen Werk zu platzieren. FAZIT Tatsächlich hatte ich über eine lange Zeit sehr viel Spaß mit dem Buch. Die Welt, die Natalie für ihre Influenzerkarriere kreiert, hat mich auch an Barbie erinnert - die phantastische Plastikwelt. Und natürlich durfte der passende Cowboy-Ken an der Seite der schönen Frau nicht fehlen! Caro Claire Burke scheint sich in der christlich-amerikanischen Welt gut auszukennen und auch die passenden Bibelzitate fließen sehr organisch in den Text ein. Doch ob sie selbst mal einen Fuß in einen Kuh- oder Hühnerstall gesetzt hat? Ihre Kenntnisse im landwirtschaftlichen Bereich wirken allenfalls rudimentär, finde ich. Ansonsten hat der Roman für mich viel verschenktes Potential. Beim Lesen hab ich mich an einen Song aus den 1960er Jahren erinnert: "Nie mehr bescheiden und stumm Nie mehr betrogen und dumm, nein! Ich will alles, ich will alles Und zwar sofort Eh' der letzte Traum in mir zu Staub verdorrt Ich will leben Will mich geben So wie ich bin Und was mich kaputt macht Nehm' ich nicht mehr hin Niemand speist mich ab Niemand macht mich satt Zu lang hab' ich verzichtet Und mich selber klein gemacht Ich will alles, ich will alles Sperr' mich nicht ein Ich will nie mehr Zu früh zufrieden sein." Werden Frauen mit dieser Einstellung 2026 (literarisch) schuldig gesprochen, oder bekommen sie eine Chance auf eine persönliche Entwicklung?! Aber wie ging es Dir mit der Lektüre: feierst Du den Hype, oder hat Dich die Geschichte am Ende verloren?
Gelacht + geweint 🫶🏻🫶🏻
✨Rezensionsexemplar + Hörbuch✨ Ich kann mich endlich mal kurz fassen (relativ kurz 🤗🤗): Lest dieses Buch oder hört es, so wie ich. Meiner Meinung nach lohnt es sich total (natürlich gibt es unterschiedliche Meinungen). ✨Zitate „Ich war immer noch einsam, doch die Einsamkeit fühlte sich jetzt beherrschbar an. Wie etwas, das ich überleben würde.“ „Vielleicht musste man es positiv sehen, Caleb war so weich, dass es nicht wehtat, meine Jungfräulichkeit zu verlieren. Es fühlte sich eher so an, als würde jemand in der Nähe meines Bauches mit einem Schwamm herumwischen. Als hätte er mich sehr sanft von innen gereinigt.“ ✨Inhalt Natalie Heller Mills hat ein traumhaftes Leben: sie ist glücklich verheiratet, hat tolle Kinder und lebt mit ihrer Familie auf einer schönen Farm. Natalie ist eine christliche „tradwife“ Influencerin und alles geht gut, bis sie eines Tages aufwacht und plötzlich wie im vorherigen Jahrhundert leben muss… oder aber eben genauso, wie sie ihren Followern vorgespielt hat ohnehin zu leben… ✨Meinung Meine Rezi enthält gar keine Spoiler, teile nur meinen Eindruck mit Euch und nehme Euch etwas durch den Aufbau der Geschichte mit, damit Ihr wisst, was auf Euch zukommt. Die Hälfte bzw. insbesondere das erste Drittel sind extrem humorvoll. Das Buch gab mir „The undomestic goddess“ vibes und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Zwischendurch (wir sind immer noch in der ersten Hälfte) bin ich dann aber etwas über den Aufbau der Geschichte gestolpert. Dort wechselt es sich verhältnismäßig zügig ab, ob wir in dem „anderes Jahrhundert Leben“ drin sind oder aber chronologisch über das Leben von Natalie VOR ihrem Influencer Leben lernen. Die influencer Tätigkeit als solche und wie es dazu kam, das erfahren wir erst in der zweiten Hälfte. Dementsprechend war der Anfang zwar super witzig, aber hat sich für mich auch gezogen. Hingegen alles ab ca. 50% war extrem schnell und einfach ein spannender und krasser Fiebertraum. Als man erfährt, was passiert ist, hat sich für mich noch ein weiterer Buchvibe in die Angelegenheit gemischt: „Ich, die ich Männer nicht kannte“. Eine Kälte, Melancholie und Trauer hat da mein Herz ergriffen. Ich kann es ohne Spoiler weder erklären noch beschreiben. ✨Fazit Ich habe jegliche Emotionen durchgemacht und kann Euch insbesondere das Hörbuch absolut empfehlen. Die Sprecherin hat definitiv zum tollen Erlebnis beigetragen, ihre Stimme und die Art und Weise der Lesung hat die Geschichte komplett zum Leben erweckt. Ich bin schwer beeindruckt und angetan. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

📚 Bookhaul Mai 2/2 📚
Meine letzten Neuzugänge für den Mai.🌸 Ich freue mich wie verrückt auf Yesteryear, ich wünschte ich hätte schon gestern damit angefangen.🤭 Hoffentlich dann im Juni.🙂↕️ Bisher habe ich fast nur Gutes gehört und ich wünsche mir, dass ich es auch lieben werde.🤞🏼😍 Die Zodiac Academy Reihe wird von Buch zu Buch immer fetter - das sind mittlerweile Backsteine bei mir im Regal. 🥲 Aber lieber Solobände, statt aufteilen.💸 Die Copy/Paste-Aufmachung von The Sea Spinner ist einfach bodenlos enttäuschend, immerhin ist das Cover wieder eine 12/10.🥲 • Fated Throne | Twisted Sisters • Cursed Fates | Twisted Sisters • Kingdom of Lies | Stacia Stark • The Ballad of falling Dragons | Sarah A. Parker • The Sea Spinner | Julie Johnson • Yesteryear | Caro Claire Burke • The Rose Bargain | Sasha Peyton Smith • A Drop of Corruption | Robert Jackson Bennett • Bad Bishop | L. J. Shen • Fever Dream | Elsie Silver • The Front Runner | Elsie Silver • The Annihilator | RuNyx 💕🌸✨

Hinter den Kulissen einer Tradwife🐄👩🌾
Uff, was für ein komisches Buch. Ich habe Yesteryear aktuell einfach ÜBERALL gesehen und musste es einfach lesen, um kein FOMO zu bekommen. Das Verrückte ist: Ich habe so viele Charaktere in diesem Buch einfach gehasst und es trotzdem total gern gelesen. Ich habe aber auch ebenfalls noch nie eine Hauptfigur so sehr verabscheut und war gleichzeitig so gebannt von ihrer Geschichte. Man verbringt das ganze Buch in ihrem Kopf, und um es klar zu sagen: Sie ist absolut unsympathisch. Man wird sie niemals mögen. Trotzdem konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Und der Plot-Twist am Ende war absolut verrückt.
Kurzweilig, genial, verrückt
Booktok hatte recht. Dieses Buch kann man schlecht beschreiben. Das ist so genial geschrieben, dass es sich in keine Genre Schublade stecken lässt. Natalie ist eine Protagonistin voller Widersprüche. Sympathisch, dennoch eine Bitch. Liebenswert, aber egoistisch. Sehr schlau, sogar intelligent, sie handelt aber nicht nachvollziehbar. Ihre Welt ist voller Wahrheiten, obwohl sie sich und die Welt belügt. Die Autorin verarbeitet so viele Themen auf einmal. Durch Natalie rechnet sie mit allen und allem ab. Mit dem Feminismus und dem Patriarchat, mit dem Glauben und dem Atheismus, mit Tradition und Moderne. Das Ende ist verblüffend gut gelöst. Eine eindeutige Leseempfehlung.
Perfektion ist auch nur eine hübsche Form des Wahnsinns.
Nathalie ist die perfekte Frau: Gläubige Christin, Ehefrau, Mutter. Immer freundlich, immer geschniegelt, immer das amerikanische Idealbild in Menschengestalt. Zusammen mit ihrem Mann und ihren Kindern lebt sie auf der Yesteryear Ranch und zeigt als Tradwife-Influencerin, wie wunderbar das traditionelle Leben fernab der modernen Welt doch angeblich ist. Aber tut sie das wirklich? Und falls ja: Ist dieses Leben tatsächlich so perfekt? Dieses Buch hat mich komplett geflasht. Nathalie ist dabei keine Figur, die man automatisch sympathisch findet. Authentisch? Vielleicht. Freundlich? Nach außen. Empathisch? Eher schwierig. Und trotzdem ist sie als Figur absolut grandios! Dieses Buch ist bissig, bitterböse, klug und permanent unterschwellig unangenehm. Wie eine perfekt gefilterte Instagram-Welt, unter der es gewaltig fault. Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich pointiert. Jeder Satz sitzt und man rauscht durch diese Geschichte wie auf einem wilden Gedankenritt zwischen Faszination und innerem „Oh Gott“. Dabei regt das Buch ständig zum Nachdenken an: Über Rollenbilder, über Social Media und Selbstinszenierung. Und darüber, wie freiwillig das alles eigentlich wirklich ist. Große Empfehlung für alle, die mal wieder Lust auf etwas haben, das nicht nach Schema F funktioniert... fernab vom literarischen Einheitsbrei.

Wow! Der Klappentext hatte mich direkt angesprochen, da ich die Tradwife Thematik spannend fand und dann konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und habe es in 1,5 Tagen durchgelesen. Die Protagonistin war sehr unsympathisch, sollte aber wahrscheinlich so sein und ich fand es gut, dass die Autorin mit ihrem Schreibstil diverse Emotionen bei mir auslösen konnte. Das Buch wechselt immer zwischen Gegenwart und einer "Vergangenheit", ich wollte unbedingt wissen, was es mit der "Vergangenheit" auf sich hat und wäre auf den Plot tatsächlich nicht gekommen! Ich kann das Buch auch wirklich gar nicht richtig beschreiben, man muss es selbst gelesen haben. Ich hab mir auf jeden Fall viele Stellen markiert, einige hatten auch einen etwas böseren Humor, was irgendwie gar nicht in das Bild der Prota gepasst hat und eigentlich doch absolut. Auf jeden Fall ein tolles Debut der Autorin, welches ich nur empfehlen kann!

Ein Fiebertraum, der die Realität ist 🐓🇺🇸
(Spoiler)‼️ Dieses Buch lässt mich verwirrt zurück. Nathalie ist eine so komplexe, unsympathische und polarisierende Protagonistin, die man trotz Allem irgendwie bemitleidet. Manchmal wollte ich sie schütteln und ihr sagen, wie falsch und verkopft doch alles ist und dann war ich wieder unglaublich traurig, weil sie selbst so sehr in den Strukturen eines Systems gefangen ist, welches sie selbst vermarket. So sehr, dass sie sich am Ende selbst darin verliert. Beim lesen hab ich mich oft gefragt, was ist Realität und was ist die „Gegenwart“. Die Auflösung am Ende hat mich dann doch traurig gemacht, weil sie sich so sehr in ihrer Scheinwelt verloren hat, dass ihr Leben aus einer reinen Lüge besteht. Nathalie ist Täterin und Opfer eines Systems, dass sie verabscheut und zugleich promoted. Und das erschreckende daran ist, dass dieses Buch keine reine Fiktion ist. Es gibt nichts Romantisches an dieser Lebensweise, das zeigt das Buch sehr eindringlich. Und vielleicht sollten ein paar Influencer*innen mal die Nase in dieses Buch stecken, bevor sie den nächsten Sauerteigansatz in die Kamera halten.

Die Scheinwelt der Yesteryear-Farm 🌾🐄🤳🍞
Yesteryear hat mich komplett überrascht. Hinter der perfekten Tradwife Fassade mit Farmleben, Familie und Social Media Idylle steckt eine bissige, gesellschaftskritische Geschichte, die gleichzeitig unterhaltsam und unangenehm ehrlich ist. Natalie ist keine typische sympathische Hauptfigur, aber genau das macht sie so spannend. Man fiebert trotz allem mit ihr mit und merkt schnell, wie brüchig dieses perfekte Leben eigentlich ist. Clever, überspitzt und absolut fesselnd erzählt. Jetzt bin ich noch in der „Ballerinafarm“ von Hannah Neeleman gefangen. Denn fast genauso stelle ich mir das oberflächliche Leben von Natalie Heller Mills vor.

Ihr Leben ist perfekt, so lange man nicht hinter die Kulissen schaut
Natalie Heller Mills hat alles: eine malerisch renovierte Farm, fünf Kinder, die um ihre Liebe buhlen, und einen Mann, der in Cowboystiefeln immerhin eine gute Figur abgibt. Vom Sauerteig bis zur Kindererziehung, nichts scheint ihr zu misslingen. Kein Wunder also, dass Millionen von Menschen ihr folgen, ihre Videos schauen, ihre Bilder anklicken. Sie gibt ihnen das, was sie wollen: eine heile Welt. Skandale werden unter den Teppich gekehrt, da, wo sie hingehören. Doch eines Tages wacht Natalie auf und sieht sich mit einer unbequemen Frage konfrontiert: Was wäre, wenn sie keine Nannys beschäftigen könnte, es keine helfenden Hände auf der Farm gäbe, kein Produktionsteam? Was wäre, wenn sie auf einmal das Leben führen müsste, das sie immer vorgetäuscht hat?

Die Scheinwelt einer Tradwife-Influencerin
Das Buch hat wunderbar satirisch gezeigt wie Fake oft das Influencerleben ist. Natalie inszeniert sich als die perfekte Christin, Ehefrau, Mutter und Farmerin- eine echte Tradwife eben. Aber eigentlich ist sie nur gehässig und überheblich und wird einem von Seite zu Seite unsympathischer. Als sie dann überraschend „die gute alte Zeit“ erlebt, kommt einiges anders. Mir hat das Lesen wirklich gut gefallen und ich wollte wissen was es mit der Zeitreise auf sich hat. Auch die Rückblicke in Natalies Leben waren interessant. Die Auflösung war anders, als ich es erwartet hätte und passte insgesamt zusammen.
Kluger, erschreckend aktueller Roman über Rollenbilder, Social Media und Selbstverlust. Großes Highlight.
Puh, diese 464 Seiten wollen erstmal verarbeitet werden. Insbesondere Teil drei des Buches und der Epilog. Dann will ich mal versuchen: ⚠️ Könnte kleine Spoiler enthalten ⚠️: In „Yesteryear“ von Caro Claire Burke steht die Influencerin Natalie Heller Mills im Mittelpunkt. Schon lange sehnt sie sich nach einem traditionellen Leben als „Tradwife“: Ehefrau, Mutter, Farmhaus, feste Rollenbilder, religiöse Ordnung und eine scheinbar einfache Welt. Online lebt sie genau diese Fantasie. Millionen Menschen folgen ihrer perfekt inszenierten Version von Weiblichkeit und Familie. Natalie verkauft Nostalgie als Lifestyle, in Hochglanz produziert. Doch hinter der Fassade stehen Druck, emotionale Leere und die ständige Selbstinszenierung. Als Natalie plötzlich in einer Welt erwacht, die wie das Jahr 1855 wirkt, muss sie genau das Leben führen, das sie immer romantisiert hat. Und dort merkt sie schnell: Die Vergangenheit war nie die idyllische Fantasie, die sie verkauft hat. Der Roman ist weit mehr als eine Satire über Social Media oder Influencer*innen. Caro Claire Burke erzählt von digitaler Selbstdarstellung, konservativen Gegenbewegungen, Mutterschaft, Kapitalismus und der Frage, wie sehr Menschen sich selbst verlieren können, wenn sie nur noch ein Bild von sich verkaufen, aber tatsächlich nicht danach leben. Besonders stark fand ich die Kritik an der Tradwife-Bewegung. Natalie präsentiert traditionelle Weiblichkeit als etwas Natürliches und Reines: Frauen, die sich Haushalt, Kindern und ihrem Ehemann unterordnen und darin ihre Erfüllung finden. Der Roman zeigt aber sehr deutlich, dass dieses Bild oft künstlich, wirtschaftlich privilegiert und patriarchal geprägt ist. Natalie verkauft Authentizität — obwohl ihr ganzes Leben längst zur Inszenierung geworden ist. Das eigentlich Erschreckende daran: Natalie glaubt irgendwann selbst an die Rolle, die sie spielt. Je erfolgreicher ihre Online-Figur wird, desto stärker verschwimmen Persönlichkeit und Performance. Sie möchte irgendwann nicht mehr nur wie eine Frau aus dem 19. Jahrhundert aussehen — sie möchte wirklich so leben. Gerade darin liegt die große Tragik des Romans. Die Vergangenheit wird dabei zur Gegenwelt zur modernen Überforderung. Natalie empfindet Freiheit nicht als Befreiung, sondern als Belastung: zu viele Entscheidungen, zu viel Konkurrenz, zu viel Selbstoptimierung. Das traditionelle Rollenbild verspricht ihr Ordnung und Klarheit. Als sie diese Welt dann tatsächlich erlebt, erkennt sie, wie brutal sie wirklich ist: körperliche Härte, fehlende Rechte, Abhängigkeit und Kontrolle. Sehr gelungen fand ich auch, wie Burke Social Media beschreibt. Nicht nur Natalies Arbeit wird zur Performance, sondern ihr gesamtes Leben: Ehe, Kinder, Religion, Schwangerschaften — alles wird Content. Die Familie existiert irgendwann nicht mehr als privater Raum, sondern als Marke. Dazu kommt die psychologische Ebene, die ich fast am spannendsten fand. Der Roman spielt permanent mit der Frage, ob Natalie wirklich eine Zeitreise erlebt oder ob sie psychisch immer weiter zerbricht. Erinnerungen an ihr modernes Leben kehren nur bruchstückhaft zurück — ausgelöst durch Gegenstände, Namen, Gerüche oder Situationen. Dadurch verschwimmen Realität, Wunschfantasie und möglicher Wahnsinn zunehmend miteinander. Gerade das macht Natalie zu einer so interessanten Figur: Sie verliert nicht nur die Kontrolle über ihr Leben, sondern irgendwann auch über ihre eigene Wahrnehmung. Die Vergangenheit wirkt dabei fast wie eine psychische Konsequenz ihrer Sehnsucht nach Ordnung, Einfachheit und klaren Rollenbildern. Der Roman deutet immer wieder an, dass Natalie nicht wirklich in 1855 „gelandet“ sein muss — sondern dass ihr Bewusstsein diese Welt erschafft, weil sie mit ihrer modernen Realität nicht mehr klarkommt. Dadurch bekommt „Yesteryear“ stellenweise fast die Atmosphäre eines psychologischen Horrors. Zum Schluss an der Hütte im Wald, dachte ich schon an ein Zeitreiseportal. Dieses Buch hat mich komplett begeistert. Ich fand es klug, unangenehm, witzig und gleichzeitig erschreckend aktuell. Natalie ist keine sympathische Figur. Oft manipulativ, egoistisch und teilweise grausam. Aber genau das macht sie so interessant. Man beobachtet beim Lesen, wie sie sich immer mehr in ihrer eigenen Inszenierung verliert. Besonders stark fand ich, wie der Roman mit Unsicherheit spielt. Ist das wirklich eine Zeitreise? Ein psychischer Zusammenbruch? Eine Flucht vor der Realität? Gerade diese Offenheit macht die Geschichte so spannend. Und obwohl der Roman große gesellschaftliche Themen verhandelt, liest er sich nie trocken oder belehrend. Der Stil ist bissig, ironisch und sehr direkt. Teilweise musste ich lachen — obwohl vieles eigentlich ziemlich verstörend ist. Für mich ein ganz großes Highlight und definitiv eines der spannendsten Bücher über unsere Gegenwart, das ich seit Langem gelesen habe. „Yesteryear“ zeigt, wie gefährlich die Sehnsucht nach einer perfekten Vergangenheit werden kann. Und weil der Roman brutal ehrlich mit der Frage umgeht, wer wir eigentlich sind, wenn wir ständig nur Rollen spielen. Ganz klare Empfehlung. #Yesteryear #CaroClaireBurke #Tradwife #SocialMedia #Gesellschaftsroman #PsychologischerThriller #Rollenbilder #Jahreshighlight

„Noch ein Tag, an dem ich mich fragte, warum es so viel leichter war, mir ein Lächeln ins Gesicht zu klatschen, als es
hinterher wieder abzukratzen.“ • • Brauchen wir noch eine Rezi zu dem Buch? Ja! 🤭🥰 • Also erstmal vorweg - ich fand den Klappentext so spannend und er hat mich richtig abgeholt - das Buch ist auch einfach echt ansprechend gestaltet - die Aufmachung gefällt mir sehr gut mit dem transparenten Schutzumschlag ✨ • Anfangs bin ich wirklich förmlich durch die Seiten geflogen 🥰 Es war so angenehm zu lesen und auch die Thematik (Stichwort: Tradwife) sehr spannend - leider waren die Ansichten von Natalie sehr veraltet und obwohl sie als Influencerin arbeitet, wirkte sie (bzw. ihre Gedanken) teils sehr unsympathisch 🫠 • Irgendwann wurde es zwischendurch echt zäh - sehr langatmig im Mittelteil 🥴 - und es wurde im Hauptteil „Gegenwart“ immer zwischen zwei Perspektiven gewechselt. Ihr eigentliches Leben und eine „Vergangenheitsform aus einem anderen Jahrhundert“ (ich möchte nichts verraten, daher nennen wir es einfach mal so). Hier liefen die Handlungsstränge dann immer parallel ab bzw. haben sich immer abgewechselt. • Das Buch ist in drei Teile unterteilt - Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - über all erfährt man viele Infos aus ihrem Leben und wie alles zusammenspielt. • Das Ende hat mir wieder super gefallen bzw. zum Ende hin bin ich wieder von Seite zu Seite geflogen 🙈🥰 • Das hier ist das Debüt der Autorin - dafür ist es echt super und ich kann es wirklich sehr empfehlen - ist auf jeden Fall ein kleines Highlight 🫶🏻 Falls ihr euch noch unsicher seid, ob ihr es lesen sollt, oder nicht - hier ist euer Zeichen es zu lesen - ganz klare Empfehlung - lest es! 🤭

Knaller 🤯
Meine Lieben… was hab ich da gelesen? Und vor allem: Wie soll ich dieses Buch bewerten, ohne zu viel zu verraten? 😂 Ich versuche es mal: Wir haben hier: * Mama Natalie, eine berühmte Influencerin, die ihr komplettes Leben mit der Öffentlichkeit teilt * eine typische amerikanische Großfamilie mit fünf Kindern – Nummer 6 ist unterwegs * ein sehr christliches Umfeld (Sehr christlich.. mhm) * eine große, idyllische Ranch Alles wirkt harmonisch, perfekt, ein absolutes Träumchen … … oder? Denn plötzlich wacht Natalie zwar auf ihrer Ranch auf… aber mit einer anderen Familie?! Und genau da beginnt der ganze Spaß. Vergangenheit und Gegenwart sorgen dafür, dass man mit jedem Kapitel verwirrter wird. (Ohne Witz, Verwirrung pur!) Das Buch lebt dabei nicht von Action. Es ist eher ruhig erzählt, hat aber doch Schockmomente und zieht sich stellenweise auch etwas. Aber: Du. Kannst. Es. Nicht. Aus. Der. Hand. Legen!! Du. Musst. Wissen. Was. Du. Da. Liest!! Du. Willst. Dich. Auskennen!! 😂😂😂 Bis zum Schluss wusste ich nicht, wohin die Reise geht. Nach jedem Kapitel hatte ich eine neue Theorie. Und ich lag nicht mal ansatzweise richtig 🤯 Das Ende war schockierend gut, rund und einfach perfekt passend, als der komplette Knoten im Gehirn endlich aufgegangen ist Ich hab jetzt noch immer den Mund nicht zubekommen 🤯 Klare Empfehlung
Fünf Millionen Menschen folgen Natalie auf Instagram, wo sie ihr perfektes Leben zeigt: die idyllische Farm, ihre fünf Kinder, ihren Ehemann Caleb, ihren christlichen Glauben und natürlich das Rezept für das perfekte Sauerteigbrot. Das Paradebeispiel einer Tradwife. Dass hinter all dem nicht nur Nannys und Farmhelfer, sondern auch ein ganzes Produktionsteam steckt, muss natürlich niemand wissen. Probleme und Skandale? Die werden schön unter den Teppich gekehrt. Bis Natalie eines Tages aufwacht und sich in der Pionierzeit wiederfindet und plötzlich das Leben leben muss, dass sie online immer als so erstrebenswert angepriesen hat. 🐄 Natalie präsentiert sich als die perfekte Christin, dabei ist Nächstenliebe für sie ein Fremdwort. Tatsächlich glaube ich, dass sie in meinem persönlichen Ranking der schlimmsten Charaktere problemlos unter den Top 3 landet. Ihr Charakter ist ein einziger großer Widerspruch – und genau das funktioniert zusammen mit ihrem schwarzen Humor perfekt. Ich habe sie zu keiner Zeit gemocht und trotzdem konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Die Auflösung am Schluss? Darauf wäre ich niemals gekommen. Ich habe es regelrecht verschlungen und gleichzeitig wieder deutlich gemacht bekommen, was für ein Fiebertraum Social Media eigentlich ist.

Mehr Schein als Sein, das Leben einer Influencerin.
„Yesteryear“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite unglaublich gut unterhalten. Der Schreibstil war leicht, flüssig und gleichzeitig so fesselnd, dass ich immer weiterlesen wollte. Schon nach wenigen Seiten war ich mitten in der Geschichte angekommen. Mit den Charakteren hatte ich anfangs allerdings meine Schwierigkeiten – vor allem mit der Hauptprotagonistin. Sie wirkte auf mich sehr arrogant, berechnend und emotional völlig verschlossen. Sie zeigte kaum Gefühle und machte es damit nicht nur ihrer Familie schwer, sondern auch mir als Leser manchmal. Immer wieder dachte ich: „Warum sagt sie nicht einfach, was sie fühlt? Warum redet sie nicht endlich?“ Viele Konflikte hätten dadurch vermutlich verhindert werden können. Aber genau diese Art machte sie gleichzeitig auch interessant und authentisch. Was ich besonders spannend fand: Ich hatte vor dem Lesen eine völlig andere Erwartung an das Buch. Trotzdem wurde ich keineswegs enttäuscht – eher im Gegenteil. Die Geschichte entwickelte sich in eine Richtung, mit der ich niemals gerechnet hätte. Und dann kam dieser eine Moment, der mich komplett überrascht hat. Ich war gleichzeitig schockiert, traurig und sprachlos. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen. Die letzten 150 Seiten waren für mich absoluter Ausnahmezustand. Ich musste einfach wissen, wie alles endet. Die Spannung wurde immer intensiver und die Geschichte nahm Wendungen, die ich niemals vorhergesehen hätte. Genau das hat das Buch für mich so besonders gemacht: Es war überraschend und völlig anders, als ich gedacht hatte.
Verrückt! Schräg! Großartig! Und noch viel mehr … Gerade in einer Zeit, in der vor allem in der virtuellen Welt Christfluencer, Manosphere und Misogynie immer präsenter werden, ist dieses Buch so wichtig. Und genau diese Entwicklungen nimmt die Autorin Caro Claire Burke klug und teilweise herrlich bissig aufs Korn. Besonders gelungen fand ich auch den Schreibstil im Roman, der mich von der ersten Seite an mitgerissen hat. Sarkastisch, clever und emotional genau auf den Punkt. „Dem Ehemann zustimmen, wenn er seinen Text abspult und behauptet, das Hähnchen sei perfekt gegart. Alle Lorbeeren der Schwiegermutter überlassen, obwohl sie bis unter die Hutschnur mit Tabletten vollgepumpt ist und das gefrorene Hühnchen beinahe in die Spülmaschine gesteckt hätte. Lächeln. Lächeln. Lächeln. Lächeln. Lächeln. Beten.“ (S. 174) Schwer zu sagen, wer von den Hauptfiguren unsympathischer ist: Natalie, die sich einer fundamentalistisch-christlichen Mission verschrieben hat und auf ihrem Tradwife-Instagram-Kanal die „gute alte Zeit“ mit klar verteilten Rollenbildern propagiert, oder Caleb, der jeder Verschwörungserzählung hinterherläuft und sie völlig unkritisch weiterverbreitet. Natürlich ist alles mehr Sein als Schein. Auch die völlig durchgeknallten Schwiegereltern fügen sich hier gut ein. Trotz dieser für mich absolut inakzeptablen Weltsicht musste ich beim Lesen immer wieder schmunzeln, weil manche Gedankengänge und Aussagen von Natalie einfach so absurd sind. Das Ende hätte ich mir persönlich etwas anders gewünscht, aber C.C. Burke schafft es eindrucksvoll, ein aktuelles Thema so aufzubereiten, dass der Humor nicht zu kurz kommt. Grandios!

Dieses Buch ist echt ein Fiebertraum. Story und Auflösung fand ich maximal verwirrend und gruselig, aber es war spannend
Puhh, was soll man zu diesem Buch sagen. Es verwirrt einen, es verstört, es macht einen wütend und lässt einen ratlos zurück. Ich kann ehrlich nicht sagen, ob ich das Buch gut finde oder eher so lala. Zum Inhalt selber kann ich nicht viel sagen, da einfach jeder Einblick Spoiler enthalten würde. Nur soviel: Ich habe vom Klappentext und der Leseprobe etwas komplett anderes erwartet. Nämlich einen Einblick in die Scheinwelt einer Tradwife-Influencerin. Und ja, das bekommt man auch ein wenig, aber da ist noch viel mehr. Die Protas sind durchweg gruselig in meinen Augen. Gruselig in der Art, dass ihr Verhalten einfach nur verstörend ist für Menschen, die ein aufklärerisches Weltbild haben. Allen voran die Hauptprotagonistin: Natalie. Nur in den wenigsten Fällen fand ich kam ein wenig Sympathie rüber. In den meisten Fällen dachte ich mir nur "Wtf, was für eine Bitch". Ich fand die Einschätzung einer Person, dass sie keine Familie hat, sondern ein Unternehmen, mehr als treffend. Auf der anderen Seite ist das Buch aber wirklich auch sehr spannend. Die Autorin schafft es einen in die Geschichte zu ziehen, einfach weil man wissen will, was hinter der ganzen Story steckt, die auf einmal ins Absurde abdriftet. Die Auflösung selbst ist dann auch nur bedingt logisch, wo bei mir einfach viele Fragen aufgeploppt sind, u.a. warum niemand früher eingegriffen hat in das ganze Setting. Mein Fazit: Definitiv kein einfaches Buch, aber eines worüber sich trefflich streiten/diskutieren lässt. Ich gebe 3,5 von 5 Sternen.

Sternebewertung fiktiv
Was wäre, wenn die perfekte Welt, die du online verkaufst, plötzlich Realität wird? Zu Beginn lernen wir Natalie Heller Mills kennen. Eine erfolgreiche Influencerin, die online das perfekte Tradwife-Leben präsentiert. Alles wirkt organisiert, harmonisch und traditionell. Millionen Menschen folgen ihr für genau dieses Bild. Doch schon auf den ersten Seiten wurde mir klar, dass Natalie kein Charakter ist, den man automatisch mögen muss. Im Gegenteil. Sie wirkt gestresst, kontrollierend, oft erstaunlich empathielos und lebt in einer Welt, die für mich mehr aus Inszenierung als aus echter Überzeugung besteht. Selten habe ich eine Protagonistin gelesen, die mir anfangs so wenig sympathisch war. Und plötzlich findet sich Natalie in genau jener Vergangenheit wieder, die sie in ihren Videos und Beiträgen romantisiert. Was zunächst wie eine spannende Idee klingt, entwickelt sich schnell zu einer beklemmenden, brutalen und erschreckend realistischen Erfahrung. Die Welt, in der Natalie landet, hat nichts mit den hübschen Bildern zu tun, die heutzutage oft unter dem Begriff Tradwife verkauft werden. Hier gibt es keine ästhetischen Küchenvideos. Keine romantischen Sonnenuntergänge. Keine perfekt gebackenen Kuchen für Social Media. Hier gibt es körperliche Züchtigung, strenge religiöse Regeln, völlige Abhängigkeit vom Mann und ein Frauenbild, das einem beim Lesen regelrecht die Luft abschnürt. Ich muss ehrlich sagen, am Anfang war ich mit der Umsetzung etwas überfordert. Ich hatte eine völlig andere Geschichte erwartet. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat mich dieser Roman gepackt. Besonders der alte Caleb hat mich nachhaltig beschäftigt. Selten habe ich einen Charakter gelesen, der so viel Boshaftigkeit, Manipulation und Grausamkeit in sich vereint. Jede Szene mit ihm hat in mir Unbehagen ausgelöst. Und genau deshalb funktioniert die Geschichte so gut. Die Autorin zeigt nicht nur ein System, sondern auch die Menschen, die davon profitieren und es aufrechterhalten. Was ich besonders spannend fand, das Natalie nicht so reagiert, wie man es vielleicht erwarten würde. Wer glaubt, sie würde sofort erkennen, wie problematisch diese Welt ist, wird überrascht sein. Selbst als sie selbst unter diesem System leidet, hält sie lange daran fest. Sie verteidigt es, rechtfertigt es und versucht darin ihren Platz zu finden. Das hat mich oft frustriert. Mehr als einmal wollte ich sie anschreien. Aber genau darin liegt für mich die Stärke des Romans. Natalie ist keine klassische Heldin. Sie trifft Entscheidungen, die man nicht immer nachvollziehen kann. Sie entwickelt sich nicht geradlinig. Sie bleibt widersprüchlich und menschlich. Der Mittelteil zog sich für mich stellenweise etwas. Manche Alltagssituationen wiederholten sich und ich hätte mir an einigen Stellen eine Straffung gewünscht. Trotzdem hatte ich nie das Bedürfnis, das Buch aus der Hand zu legen. Denn ständig schwang die Frage mit: Wohin führt das alles? Und dann kam das letzte Drittel. Plötzlich zog die Geschichte wieder massiv an. Die Spannung stieg, die Ereignisse überschlugen sich und ich war wieder komplett gefesselt. Rückblickend war dieses starke Finale für mich die große Rettung des Romans. Besonders beeindruckt hat mich, dass Yesteryear nicht nur unterhalten will. Das Buch stellt Fragen. Über Frauenbilder. Über romantisierte Vergangenheit. Über Religion, Macht und gesellschaftliche Erwartungen. Vor allem aber darüber, warum Menschen Systeme verteidigen, die ihnen selbst schaden. Und genau deshalb wird mir dieses Buch noch lange im Gedächtnis bleiben. Ich habe inzwischen gelesen, dass die Filmrechte bereits verkauft wurden. Ehrlich gesagt kann ich mir das unglaublich gut vorstellen. Diese Geschichte hat alles, was eine starke Verfilmung braucht: einen ungewöhnlichen Plot, kontroverse Themen, starke Emotionen und Figuren, über die man noch lange diskutieren kann. Mein Fazit: Nicht perfekt. Der Mittelteil war mir stellenweise etwas zu lang. Aber die Idee, die Gesellschaftskritik und dieses starke letzte Drittel haben mich letztlich überzeugt. Ein Roman, der polarisiert, provoziert und definitiv Gesprächsstoff liefert.
Absolute Empfehlung
Was für ein besonderes Buch! Ich habe es wirklich selten, dass mir die Protagonistin so unsympathisch ist und ich ihre Denkweise so wenig nachvollziehen kann, aber genau das hat für mich das Buch ausgemacht! Es hat Humor, ist scharfsinnig und unterschwellig kritisch. Die Themen die dort behandelt werden sind super wichtig, sei es die Rolle der Frau oder wie unterschiedlich Feminismus interpretiert wird. Außerdem war das Buch aber zusätzlich noch super spannend, ich war die ganze Zeit am rätseln wie sich die Situation aufklärt und ob es noch real ist. 🤯 Ich würde es immer weiterempfehlen!

Absolut verrückt – und genau deshalb so genial
In "Yesteryear" von Caro Claire Burke bekommt man keine klassische Geschichte serviert sondern ein literarisches Erlebnis, das sich irgendwo zwischen Wahnsinn, Satire und schonungsloser Überzeichnung bewegt. Im Mittelpunkt steht Natalie, eine Protagonistin, die alles ist... nur nicht gewöhnlich. Laut Klappentext erwartet einen eine Story, die mit Erwartungen bricht, Grenzen verschiebt und sich nicht davor scheut, komplett aus dem Rahmen zu fallen. Realität und Absurdität verschwimmen dabei so sehr, dass man sich immer wieder fragt: What the fuck lese ich hier gerade? Als meine BuddyRead-Partnerin Nadine mir dieses Buch geschickt hat, war meine erste Reaktion, dass ich es nicht uuuuunbedingt lesen muss aber bei so vielen guten Rezensionen und dadurch das es so unfassbar verrückt klang, konnte ich dann doch nicht widerstehen. Und ich kann es nicht anders sagen: Ich habe es KEIN bisschen bereut. „Yesteryear“ ist eines dieser Bücher, die man kaum beschreiben kann, ohne ihnen dabei nicht gerecht zu werden. Es ist laut, schräg, überzogen, teilweise komplett drüber und genau darin liegt seine Stärke. Ich habe beim Lesen wirklich Tränen gelacht, so absurd komisch sind manche Situationen. Gleichzeitig gab es immer wieder Momente, in denen ich mit offenem Mund dasaß und dachte: Das kann jetzt nicht ernst gemeint sein…? Diese Mischung aus Humor und völliger Fassungslosigkeit zieht sich durch das ganze Buch und macht es zu einem echten Pageturner. Natalie als Hauptfigur ist dabei alles andere als leicht. Sie ist impulsiv, chaotisch, stellenweise unfassbar anstrengend und jaaaaaaa.....auch wirklich nervtötend. Aber genau das macht sie irgendwie interessant. Sie ist keine glatt geschriebene, perfekte Figur, sondern jemand, der aneckt, übertreibt, Fehler macht und dabei manchmal komplett übers Ziel hinausschießt. Man schwankt ständig zwischen „Ich kann sie nicht mehr ertragen“ und „Ich will unbedingt wissen, wie es mit ihr weitergeht“, genau dieses Wechselspiel hält einen beim Lesen fest. Der Schreibstil ist schnell, bissig und voller Energie. Man wird regelrecht durch die Seiten getragen, ohne eine Pause zu bekommen, was perfekt zur Geschichte passt. Gleichzeitig steckt zwischen all dem Chaos und der Skurrilität auch eine gewisse Tiefe. Hinter dem überdrehten Humor blitzen immer wieder ernste Untertöne auf, die dem Ganzen eine zusätzliche Ebene verleihen. Es ist definitiv kein „einfaches“ Buch im klassischen Sinne. Nicht, weil es schwer zu lesen wäre, sondern weil es einen emotional und gedanklich fordert. Man muss sich auf diese Art von Erzählung einlassen können, auf das Unkonventionelle, das Schräge, das teilweise völlig Überzogene. Aber wenn man das tut, wird man mit einem unglaublich einzigartigen Leseerlebnis belohnt. „Yesteryear“ ist ein wilder Ritt: absurd, laut, manchmal anstrengend, aber absolut genial. Ein Buch, das polarisiert, im Kopf bleibt (gerade wenn man den Inhalt/das Thema des Buchs mit etwas Abstand betrachtet) und definitiv nicht für jeden ist. PS: Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster: Wenn dieses Buch bald verfilmt wird, so wird der Film niemals an das heranreichen, was hier auf den Seiten passiert. Diese besondere Mischung aus Tempo, Witz, Irrsinn und Gefühl, das lässt sich kaum einfangen.

Dieses Buch geht einem unter die Haut🎭⭐️
Yesteryear ist eines dieser Hörbücher, die sich langsam unter die Haut schieben und einen auch nach dem Ende noch beschäftigen🫣. Besonders als Hörbuch funktioniert die Geschichte unglaublich intensiv, weil die Sprecherin Lisa Hrdina genau die richtige Mischung aus Wärme, Kontrolle und unterschwelliger Verzweiflung in ihre Stimme legt. Sie liest nicht einfach nur – sie trägt die Atmosphäre des gesamten Buches. Gerade die emotionalen Brüche, die Unsicherheit und die immer stärker werdende Beklemmung kommen durch ihre Interpretation extrem stark rüber. Die Atmosphäre ist wahrscheinlich die größte Stärke von Yesteryear. Anfangs wirkt alles fast idyllisch: Farmleben, Familie, traditionelle Rollenbilder, ein perfektes Social-Media-Leben. Doch unter dieser glänzenden Oberfläche liegt von Anfang an etwas Unruhiges und Manisches. Das Hörbuch schafft es sehr gut, diese schleichende Düsternis aufzubauen. Man merkt immer mehr, dass hinter der schönen Ästhetik Kontrolle, Selbstverlust und Manipulation stecken. Diese Mischung aus psychologischem Thriller, Gesellschaftskritik und Albtraum macht das Ganze extrem fesselnd🧨. Ich empfehle es auf jeden Fall weiter✨️!

Bin zwei Tage ins tradwife business eingetaucht...
Das war wirklich ein wilder Ritt. Dieses Buch hat mich die letzten zwei Tage völlig vereinnahmt. Es hat mich wütend, sprachlos, traurig gemacht. Ich hatte mich vor dieser Geschichte noch nicht so eingehend mit tradwifes und Insta fame beschäftigt. Aber was uns Mrs. Burke hier auftischt ist einfach der absolute Hammer. In diesem Roman stecken neben deftigem Sarkasmus und Zynismus, ziemlich viele handfeste Lebensweisheiten, welche ich mir im Rausch gar nicht alle markiert oder aufgeschrieben habe. Ich verrate nichts...! Sage nur, Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten... Und ich bin froh, dass ich mir die finalen Seiten heute ungestört im Café zu Gemüte führen konnte. Ein klasse Debüt. Believe the hype!
Und wer war ich? Eine Bilderbuchchristin ... eine Nonne in einem Porno – völlig abwegig, aber bei Gott, es funktionierte
⭐️⭐️⭐️⭐️½ Rezension zu Yesteryear 📖✨ Natalie lebt auf der Yesteryear-Ranch den perfekten amerikanischen Traum. Ein hübsches Farmleben 🌾, ein attraktiver Ehemann, eine große Kinderschar 👨👩👧👦 und tausende Instagram-Follower 📱, die jedes Detail feiern. Selbstgebackenes Sauerteigbrot 🥖 inklusive. Doch hinter der makellosen Fassade sieht es ganz anders aus… Eines Morgens wacht Natalie auf und nichts ist mehr wie zuvor 😳. Plötzlich findet sie sich im 19. Jahrhundert wieder ⏳. Kein Smartphone, keine Nanny, keine Farmhelfer, keine Elektrizität ⚡❌. Nur harte Realität und die Frage: Wie zur Hölle ist sie hier gelandet? 🤯 Diese Rezension fällt mir nicht leicht – nicht, weil mir das Buch nicht gefallen hat, sondern weil es so ungewöhnlich ist. Schon nach wenigen Seiten war ich komplett gefesselt von dieser skurrilen, stellenweise urkomischen 😂 und gleichzeitig überraschend traurigen Geschichte 😢. Natalie selbst war mir nicht wirklich sympathisch 😅, aber genau das hat es spannend gemacht. Ihre Kommentare sind oft herrlich bissig und haben mich mehrfach laut lachen lassen 🤭. Ihr Ehemann Caleb wirkt dabei eher schlicht gestrickt 🙈, und das stark religiöse Setting ⛪ setzt dem Ganzen noch die Krone auf – im positiven Sinne. Faszinierend fand ich den Einstieg in Natalies Leben als Trad-Wife-Influencerin 🤳. Das war so bizarr. Doch dann geht es schnell in die Vergangenheit und ab da wechseln sich Gegenwart und Rückblicke geschickt ab 🔄, bis sich am Ende alles zusammenfügt 🧩. Niemals wäre ich auf die wirklich gute Auflösung gekommen. Das Buch wirft viele spannende Fragen auf 💭, über Selbstbild, Mutterschaft, Social Media und die Illusion eines perfekten Lebens. Das Buch welches ich mir der lieben Nadine im Buddyread gelesen habe, eigener sich perfekt dir jeden Buchclub📚👀, denn es macht unglaublich Spaß alles zu diskutieren. Ein kleiner Minuspunkt. Das letzte Drittel wird ziemlich wild 🎢 und fast etwas überladen. Hier wäre weniger vielleicht mehr gewesen. Trotzdem bleibt Yesteryear ein unterhaltsamer, ungewöhnlicher und thematisch aktueller Roman, der zum Nachdenken anregt 🤔, auch wenn er nicht in jeder Hinsicht in die Tiefe geht. Fazit: Für alle, die etwas anderes lesen wollen, gerne lachen 😂 und sich gleichzeitig mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen – klare Empfehlung 👍✨.

Fantastisch
Das Leben einer Tradwife wird auf die Probe gestellt. Natalie lebt das Leben einer christlichen guten Ehefrau, die die Traditionen aufrecht erhalten will. Das alles für Socialmedia. Eines Morgens wacht sie auf und findet sich in der Vergangenheit wieder. Sie muss sich mit dem Leben von früher auseinandersetzen. Eine unglaublich tolle, ernsthafte und auch humorvolle Geschichte mit einer sehr guten Wendung. Ich bin sehr begeistert von diesem Buch. Das könnte ein Jahreshighlight werden.⭐️
"Heute ist der letzte Tag des Lebens, wie ich es mir immer vorgestellt habe."
Dieses Buch habe ich auf Booktube vorgestellt bekommen und war direkt interessiert. Die Thematik der Tradwives ist alleine schon kontrovers genug, um spannend zu sein. Doch hier spielen noch viele weitere Facetten rein, die das Buch rundum gelungen machen. Mal driftet es ins Absurde, dann wieder macht es betroffen. Für mich ist das Buch ein absolutes Lesehighlight, das ich jedem ans Herz legen möchte. 🐔🐔🐔🐔 < die Ladies

Ein unterschwellig gesellschaftskritisches Buch, bei dem ich bis zum Schluss nicht wusste, auf was es hinauslaufen wird: Psychothriller? Dystopie? Dazu noch eine unsympathische, anstrengende, unreflektierte und teilweise kaum auszuhaltende Protagonistin, mit der ich mich zuerst gar nicht identifizieren konnte und am Ende doch Mitleid hatte. Yesteryear wurde schon vor Release in meiner Bubble extrem gehyped und konnte meine hohen Erwartungen tatsächlich erfüllen. Eine seltene und absolut verdiente 5-🌟 Bewertung!
Fand ich wirklich stark. Ich hab das Buch ganz oft auf meinem tiktok gesehen & war ganz gespannt es zu lesen. Die ersten 100 Seiten fand ich noch schwierig aber dann hat es mir sehr gut gefallen. Auch fand ich den Schreibstil gut. Ich habe mich das ganze Buch lang gefragt wie sie den in die „Vergangenheit gereist“ ist & fand die Umsetzung wirklich gut gemacht & habe nicht damit gerechnet. Auch fand ich das ganze Thema super spannend & gut gestaltet.
Perfekt | Inszeniert | Abgründig
Ich bin selten so fassungslos nach einem Buch. Die Atmosphäre und die psychologische Tiefe sind eine glatte 10/10, aber der Weg dahin war harte Arbeit. Gerade die ständigen Zeitsprünge am Anfang haben mich extrem verwirrt und den Lesefluss gebremst, wobei sich das Durchhalten definitiv lohnt und man eine Auflösung bekommt mit der ich definitiv nicht gerechnet hätte, weswegen ich weniger auf die direkte Handlung eingehen möchte. Natalie als Protagonistin hat mich wahnsinnig gemacht. Dieser Mix aus Größenwahn, Selbstinszenierung als perfekte Tradwife und gleichzeitigen Komplexen gegenüber anderen Frauen ist extrem beklemmend. Man schaut einer Frau mit offensichtlichen psychischen Problemen beim Scheitern zu – und das Schlimmste: Keiner hilft. Dass jeder Erwachsene im familiären Umfeld dieses Spiel einfach mitspielt und niemand diesem Chaos Einhalt gebietet, hat mich beim Lesen regelrecht wütend gemacht. „Yesteryear“ ist ein aufwühlendes Buch über die Abgründe hinter einem scheinbar perfekten Instagram-Feed. Man braucht starke Nerven für diese toxischen Dynamiken und Geduld für die zerstückelte Struktur die zwischen Gegenwart und Vergangenheit switcht, aber die Thematik und die Auflösung des Wirrwarrs haben es definitiv in sich.
American Psycho Tradwife
Das Buch hat mich gleichermaßen fasziniert und abgestoßen. Erzählerisch ist es sehr gut, die Perspektive des „unreliable narrators“ passt perfekt zur Handlungsstruktur und lässt das Ende plausibel erscheinen. Am erschreckensden finde ich, dass das Bild, das hier satirisch von Amerika gezeichnet wird, gar nicht so weit von der Realität entfernt ist. Ganz klare Leseempfehlung.
Zwischen Realität und Sauerteig
In “Yesteryear” von Caro Claire Burke bastelt sich Nathalie Heller Mills eine Realität zwischen traditioneller Idylle, Farmleben und sozialen Medien. Zwischen Momfluencerin und TradWife. Ihr Leben, mehr Schein als Sein, ihre Familie ein gut florierendes Unternehmen. Bis sie eines Tages, in der von ihr gespielten Rolle als perfekte Ehefrau und Amerikanerin auffliegt und der Alptraum beginnt. Obwohl ich anfangs eher skeptisch war, hat es dann doch nicht lange gedauert bis mich die Autorin mit ihrem wortgewaltigen, bissigen Schreibstil gepackt und ganz tief in ihre Tasche gesteckt hat. In knapp zwei Tagen hatte ich das Buch durch und das will bei mir wirklich was heißen. Die Story spielt in zwei Zeitebenen, ist einerseits echt skurril und schräg, andererseits aber auch absolut nachvollziehbar und authentisch. Auf jeden Fall ist sie andersartig, ebenso schlagfertig wie scharfsinnig, treffend und entwickelt sich so ganz anders als gedacht. Was sich im Übrigen genau so auch auf die Charaktere beziehen kann. Insgesamt ein genialer Sprung zwischen Tradition, Verblendung, Irrsinn, rotziger Social Media Welt und Abbild unserer heutigen Gesellschaft, die allzu gern vorgibt etwas zu sein, was sie definitiv nicht ist. Fazit: Auch wenn ich nicht recht weiß, wie und wo ich das Buch einordnen soll, so war es mir dennoch ein großes Vergnügen es zu lesen - auf jeden Fall ein Jahres-Highlight!
Ein absoluter Fiebertraum
Was zur Hölle war das?! Ich bin mit nicht sicher, wie und ob ich dieses Buch jemals verpacken werde und ob ich es überhaupt auf all seinen Ebenen verstanden habe (ziemlich sicher nicht), aber wenn ihr euch mal ganz tief in die Schwurblerszene begeben möchtet, Feminismus immer wieder dekonstruiert sehen wollt und euch dabei erwischen lassen wollt, wie ihr selber das „Simple Life“ glorifiziert, dann lest diesen verdammten Höllenritt von einem Buch. Es ist vollständig irre und dennoch (oder gerade deswegen) relatable. Und ich bin immer noch hin und hergerissen, ob ich nun all meine Social Media Accounts sofort löschen soll oder ob ich doch vielleicht lieber Hardcore-Fan von ballerinafarm und Callie Coles werde, um mich selber emotional zu regulieren. Wobei ich natürlich kein „wütendes Weib“ bin. Bin ich nicht. Oder doch? Himmelherrjesushilf (ich bin nicht in der Kirche) damit ich diesen abgedrehten Fiebertraum verarbeiten kann.
Ihr Leben ist perfekt. Solange man nicht hinter die Kulissen schaut. Mit bedrucktem Transparentumschlag und hochwertig veredeltem Bezug. Natalie Heller Mills hat alles: eine malerisch renovierte Farm, fünf Kinder, die um ihre Liebe buhlen, und einen Mann, der in Cowboystiefeln immerhin eine gute Figur abgibt. Vom Sauerteig bis zur Kindererziehung, nichts scheint ihr zu misslingen. Kein Wunder also, dass Millionen von Menschen ihr folgen, ihre Videos schauen, ihre Bilder anklicken. Sie gibt ihnen das, was sie wollen: eine heile Welt. Skandale werden unter den Teppich gekehrt, da, wo sie hingehören. Doch eines Tages wacht Natalie auf und sieht sich mit einer unbequemen Frage konfrontiert: Was wäre, wenn sie keine Nannys beschäftigen könnte, es keine helfenden Hände auf der Farm gäbe, kein Produktionsteam? Was wäre, wenn sie auf einmal das Leben führen müsste, das sie immer vorgetäuscht hat? Ein Buch das auf amüsante Weise mit dem typischen Influencer abrechnet, war nett zu lesen.

Ein Literarischer Knaller
Eine Protagonistin, die so zynisch und gehässig ist, dass man sie nicht ausstehen kann, und dabei voller Doppelmoral und Heuchelei ist, also genau das Gegenteil von dem ist, was sie zu sein vorgibt. Generell ein Buch mit Widersprüchen, zynischem Humor und hervorragender Doppeldeutigkeit. Manchmal war ich verwirrt, manchmal war mir die Bedeutung klar wie ein Schrei ins Gesicht. Es gibt in diesem Buch sehr viel zum nachdenken, sehr viel zu diskutieren und erörtern. Insbesondere das Thema Kinder kriegen und Frau sein in der Gesellschaft und soziale Unterschiede wurde charmant in die Geschichte eingewoben. Zur Mitte hin ist es schon sehr ruhig, es passiert wenig, wir kommen nicht schnell voran. Aber dafür gibt es viel zwischen den Zeilen - und wenn man es am wenigsten erwartet, nimm das Buch zum Ende richtig an Fahrt auf und haut uns einen Plottwist um die Ohren, der mich wirklich begeistern und schockieren konnte. Auch wenn sich die Mitte etwas gezogen hat, wollte ich das Buch am Ende nicht mehr aus der Hand legen. Ein Buch, das ich in seiner Gänze erst ganz am Ende beurteilen konnte und erstmal einige Tage verdauen muss. Auf jeden Fall etwas SEHR besonderes und - in dem Maße nicht erwartet - auf jeden Fall eins meiner Jahreshighlights!!i
Hervorragende Geschichte. Aber zugleich verwirrend, erschreckend und teilweise bizarr. Eine Protagonistin, die einem manchmal richtig leid tut, nur um sie im nächsten Moment wieder aus der Geschichte reißen zu wollen. Selten lässt mich ein Buch mit solch ambivalenten Gefühlen zurück. Dieses hier auf jeden Fall und es wird mich in meinen Gedanken bestimmt auch noch eine Weile begleiten.
Ein wilder Ritt, ein bisschen Fiebertraum und viel Stoff zum Nachdenken, aber nur fast ein Highlight.
Natalie hat 5 Kinder, erwartet gerade das sechste und bewirtschaftet mit ihrem Mann eine abgelegene Farm. Eine ganz normale amerikanische Farmersfrau also? Weit gefehlt. Natalie ist Influencerin auf Instagram mit mehr als 1 Million Follower:innen und betreibt einen Onlineshop. Sie ist eine gleichermaßen gefeierte wie gehasste Tradewife. Und -natürlich- hat ihr echtes Leben nur sehr bedingt mit den zu tun, was sie vor der Kamera präsentiert. Wie es zu dieser Art zu Leben überhaupt gekommen ist, warum ihr dieses Leben Stück für Stück entgleitet und wie sie irgendwann auf einer extrem ärmlichen Farm im 19ten Jahrhundert landet, davon erzählt Yesteryear mit spitzer Zunge und in oft bissigem Tonfall. Auch der Bogen, der hier gespannt wird bis hin zur gelungenen Auflösung ist bemerkenswert. Dabei wird nicht nur das Phänomen der Tradeswives kritisch betrachtet, sondern auch das Leben anderer amerikanischer Ultrakonservativer insbesondere rückwärtsgewandter evangelikaler Kreise beleuchtet. Die Ich-Erzählerin löste in mir im Laufe der Geschichte zunächst Mitleid, dann Unverständnis und schließlich sogar Antipathie aus. Ihren Gedanken zuzuhören verursachte zunehmend ein Schaudern. Mehr als einmal fragte ich mich, ob das noch eine überzeichnete, leicht dystopische Parallelwelt ist – oder längst eine Realität, die den Verhältnissen in Teilen der US-amerikanischen Gesellschaft bedrückend nahekommt. Fast schon ploppte in meinem Hinterkopf die Meldung auf, dass erste konservative Bundesstaaten einen Book Ban für Yesteryear ausrufen. … Doch wenn ein Buch mit so einem Hypetrain daher kommt, wird bei mir auch gleich der kritische Blick ein bisschen schärfer. Denn die auf die Ich-Erzählerin zentrierte Erzählweise ist eben auch eines: einseitig. Die weiteren Charaktere bleiben eindimensional, platt und klischeehaft. Und das ist schade. Außerdem gab es einige Längen, die ich mehr überflogen als intensiv gelesen habe, um in der Story weiter zu kommen. Ich war teilweise sogar versucht, einige Seiten zu überblättern, weil es sich wie wiederholende Variationen las. … Mein Resümee ist, dass ich hier ein sehr gutes Buch gelesen habe. Ich hatte viel Spaß bei der Lektüre und bin gerne der Fährte gefolgt. Wenn man noch dazu betrachtet, dass es sich um ein Debüt handelt, kann man nur auf mehr Bücher der Autorin hoffen. Auch die Übersetzerinnen haben hier unter Hochdruck (Original und deutsche Übersetzung erschienen beide im April) eine tolle Arbeit geleistet. Deshalb ist Yesteryear ein Roman, den ich sehr gerne weiter empfehle. Für ein echtes Highlight reicht es für mich jedoch nicht ganz.
Humorvoll, originell und überraschend tiefgründig
Die Story wird aus Natalies Perspektive erzählt, die alles daransetzt, das Bild ihrer scheinbar perfekten Familie aufrechtzuerhalten. Das Buch hat für mich von seinem besonderen Humor gelebt, wirklich witzig, stellenweise ziemlich direkt, aber durchgehend sehr unterhaltsam. Natalie wird nach und nach mit dem „echten“ Leben konfrontiert. Ihre Gedanken und Gefühle sind dabei so lebendig beschrieben, dass man sich gut in sie hineinversetzen kann. Auch die Einblicke in ihre Vergangenheit sind wirklich spannend und helfen dabei, ihre Persönlichkeit und ihr Handeln besser zu verstehen. Die Story ist insgesamt viel vielschichtiger, als der Klappentext vermuten lässt. Gegen Ende nimmt alles nochmal richtig an Fahrt auf und überrascht mit einer Auflösung, die ich so nicht erwartet hätte, die mir aber ausgesprochen gut gefallen hat. Ein unglaublich gutes Buch, das mich vollkommen überzeugt hat. Für mich definitiv ein Must-read!
Eine Hassliebe in Buchform
Natalie ist die personifizierte Perfektion. Sie führt ein Traumleben auf einer abgelegenen Farm als Mutter und Hausfrau, umringt von einer Schar Kinder und einem liebevollen Ehemann, sehr bedacht auf traditionelle und christliche Werte. Zumindest glauben das ihre Millionen von Followern! Täglich dürfen sie Natalie dabei zusehen, wie sie scheinbar mühelos den Haushalt, die Kindererziehung und ihr Dasein als Frau meistert. Doch hinter den Kulissen zeigt sich deutlich eine ganz andere Welt: Natalie und ihr Mann werden durch eine Schar Farmhelfer und Nannies unterstützt, die schön abseits der Kameras bleiben sollen. Die große Geldsumme auf dem Konto schadet hier auch nicht unbedingt. Schnell wird klar, dass die heile Welt nur im Scheinwerferlicht existiert. Und als Natalie plötzlich tatsächlich nur noch mit den Mitteln der Pionierzeit auskommen muss, bröckelt die Fassade ganz schnell... Selten war mir eine Protagonistin so unsymphatisch! Natalie hält sich ab der ersten Seite für unfehlbar und straft alle anderen Frauen mit Verachtung. Nicht selten werden diese in ihrem Kopf aufs übelste beschimpft. Feminismus geradezu verteufelt. Nur ihre art des Glaubens und Lebens wird als der einzig richtige Lebensentwurf gesehen. Erst im Verlauf der Geschichte kann man ihre Entwicklung zumindest nachvollziehen, wenn auch nicht unbedingt gutheißen. Und trotz dieser Abneigung Natalie gegenüber, oder gerade deswegen, entwickelt diese Geschichte eine enorme Sogwirkung ab der ersten Seite! Man wartet ( und hofft auch insgeheim) darauf, dass ihre Welt irgendwann implodiert und ihr um die Ohren fliegt. Ganz unerwartet wurde dieses Buch ganz schnell zu einem Lesehighlight!
Die Autorin versteht es meisterhaft, mit bissigem, schwarzem Humor zu arbeiten und dabei eine Protagonistin in den Mittelpunkt zu stellen, die alles andere als sympathisch ist und einen trotzdem fesselt. Genau das sorgt dafür, dass man an dem Buch dranbleibt und einem das Lachen immer wieder im Hals stecken bleibt. Gleichzeitig greift die Geschichte Themen auf, die zum Nachdenken anregen. Vor allem die Auflösung hat es in sich. Sie ist überraschend, verstörend und wirkt lange nach, sodass die Geschichte einem auch nach der letzten Seite nicht so schnell aus dem Kopf geht.
Wow
Ich habe dieses Ebook gewonnen und vorher null von dem Buch gewusst, also völlig blind rein 😅 Und wow... Ich fand es mega gut. Ich kann mir vorstellen, dass es so eine Familie wirklich irgendwo un Amerika geben könnte. Was mir für die Kinder ein wenig Leid tun würde 🙈 Aber ich möchte nicht spoilern, nur so viel, es ist eine zynische, witzige,dunkle Erzählung, einer Mutter, die es nicht leicht hat aber es sich auch sehr schwer macht.
Ein heftiger Fiebertraum, den ich geliebt habe 🫶🏼
Dieses Buch hat mich unglaublich gut unterhalten – und das, obwohl ich die Protagonistin stellenweise wirklich gehasst habe und mir mehr als einmal dachte: Ganz ehrlich, das geschieht ihr irgendwie recht! 🙈🤣 Im Mittelpunkt steht Natalie, eine erfolgreiche Tradwife-Influencerin, die auf Social Media ihr scheinbar perfektes Großfamilienleben auf einer Farm inszeniert. Millionen Menschen verfolgen, wie sie Sauerteigbrot backt, ihre Kinder zuhause unterrichtet und das traditionelle Rollenbild romantisiert. Sie verkauft nicht nur eigene Produkte, sondern vermarktet letztlich auch ihre Familie, besonders ihre Kinder und ihr gesamtes Leben. Was ihre Follower allerdings nicht sehen: Hinter der Fassade der scheinbar mühelos alles meisternden christlichen Hausfrau steckt ein ganzes Team aus Nannys, Farmarbeitern und einer Kamerafrau. Die perfekte Idylle ist nichts weiter als eine sorgfältig inszenierte Scheinwelt. Doch diese bricht durch eine Reihe von Ereignissen nach und nach zusammen – und plötzlich findet sich Natalie in genau der Vergangenheit wieder, die sie zuvor so verklärt hat. Kein Strom, keine technischen Hilfsmittel, echte Selbstversorgung, unzählige Kinder und harte körperliche Arbeit. Und siehe da: Das traditionelle Leben ist plötzlich gar nicht mehr so romantisch und idyllisch, wie sie es ihren Followern immer verkauft hat. Besonders spannend fand ich, dass man erst ganz am Ende erfährt, wie Natalie überhaupt dort gelandet ist. Bis dahin war ich permanent am Rätseln und habe verschiedenste Theorien aufgestellt – und am Ende ergibt plötzlich alles Sinn und ist trotzdem absurd. Das Buch ist satirisch, parodiehaft und gleichzeitig gesellschaftskritisch. Es setzt sich bissig mit Social Media, Influencer-Kultur und der Romantisierung traditioneller Rollenbilder auseinander, hat aber auch eine deutlich feministische Ebene. Für mich war es eine absolut unterhaltsame, kluge und teilweise herrlich frustrierende Lektüre. Plus: Never judge a Book by its Cover- ABER ich liebe, liebe, liebe diesen Umschlag und den Druck dahinter 🥰

Eine messerscharfe Satire, die die Influencer-Welt seziert
Das im Netz mehr Fake herrscht als sonst irgendwo, ist nichts Neues. Hier wird das Thema aber wirklich innovativ und gut aufgegriffen. Natalie ist die beste unsympathische Protagonistin seit langem und die man wirklich hasst. Ihre inneren Monologe sind brutal ehrlich. Das Ende war unerwartet und befriedigend 😀
Eine spitzzüngige Anklage am gesellschaftlichen Zeitgeist!
Was ist real und was nicht?! Den gängigen Social Media Plattformen versuche ich mich gezielt fernzuhalten und besitze keinen Account darauf, trotzdem stolpert man im Zeitalter des Internets natürlich immer mal wieder darüber. Ebenso hatte ich nach wenigen Kapitel dieses Buchs eine sehr bekannte Influencerin vor Augen wodurch ich mir ein gutes Bild von dem beschrieben Handlungsort machen konnte. Dass die Autorin Caro Clair Burke ebenfalls von dort ihre Inspiration hergeholt hat, ist kaum zu überlesen. Der Roman stellt sich zahlreichen Fragen ganz im Sinne des modernen Zeitgeists zu Geschlechterrollen, wirklichem "Frei sein", Sozialen Medien, der extrem kritischen Manosphere, "Family" Influencern, "Trade Wifes", dem Zwiespalt der Karrierefrau und den stark polarisierenden politischen Ansichten vorallem zu Amerika. Zudem sehen sich die LeserInnen der moralisch grauen Hauptprotagonistin Natalie gegenüber, mit der man nicht wirklich sympathisieren kann, gleichzeitig hat sie jedoch die fesselnde Sogwirkung eines Autounfalls- ihr inauthentisches Selbst nach außen und ihre witzigen, zynischen Gedanken nach innen. Ist Natalie, die Person an sich bloß problematisch oder ist sie nur das Produkt von den Leuten mit denen sie sich umgibt? Es handelt sich eigentlich um einen literarischen Roman, aber in einigen Abschnitten fühlt es sich wie ein psychologischer Thriller an, da es die Autorin mit einem sehr bildhaften Schreibstil schafft eine in die Enge treibende Atmosphäre zu erschaffen. Das Ende ist Geschmackssache und war für mich leider zu wirr und somit der einzige Kritikpunkt in einem sonst sehr überzeugendem Erstlingswerk! Fazit: Eine zynisch, stichelnde Anklage an unsere neumoderne, oberflächliche, nach außen perfekt inszenierte, falsche Welt, die laut nachhallt!

Durchgeknallt, tiefsinnig und fesselnd.
Natalie, eine Frau mit einem perfekten Leben: Traumhaus, wohlerzogene Kinder, ein liebender Ehemann und eine anstrebende Karriere als Influencerin. Zu schön um wahr zu sein?! Der Roman wird auf besondere Weise erzählt. Er springt zwischen zwei Welten hin und her, scheint aus Erinnerungsfetzen zu bestehen. Als Leser versteht man nicht ganz was los ist und genau das hält die Spannung fortwährend aufrecht. Zudem punktet er mit bissigem Humor, was ich persönlich sehr liebe. Natalie ist als Charakter einfach nur unsympathisch, sie eckt an und doch hatte sie mein Mitgefühl. Es steckt mehr hinter ihrer Fassade als anfangs angenommen. Und genau das mochte ich sehr. Eine Tiefgründigkeit, die erst auf dem zweiten Blick ersichtlich ist. YeasterYear ist ein kluger Roman, der im Kopf bleibt. Er hinterfragt und regt zum Nachdenken an, zeigt uns Dinge auf, die für uns heute selbstverständlich sind, aber auch solche die immer noch allgegenwärtig und entwicklungsfähig sind. Es zeigt die Gegensätze zwischen der industriellen und digitalen Entwicklung sowie dem Patriarchat, den weiterhin bestehenden Geschlechterrollen und ihren möglichen Folgen auf. Ein Buch, das etwas anders und doch so wichtig ist. Große Leseempfehlung!

"Eine Frau hatte drei Aufgaben. Eine gute Mutter zu sein, eine gute Ehefrau zu sein und das Haus sauber zu halten. Ach u
Natalie Mills ist eine Instagram-Tradewife. Augenscheinlich hat sie alles und führt ein perfektes Leben. Vom Sauerteig, zur selbstgemachten Seife, bis hin zur Kindererziehung einer süßen kleinen Meute gelingt ihr einfach alles. Dennoch kommen ihr eines Tages Zweifel, ob die Idee, mit dem Geld ihres Schwiegervaters - der aktuell für die US-Präsidentschaft kandidiert - eine Farm zu kaufen, wirklich so glorreich war. Kurz vor dem inneren Scheitern geht sie durch eine Stream-Empfehlung auf Instagram plötzlich viral und zieht Millionen von Menschen,- hauptsächlich Frauen, in ihren Bann. Gekonnt inszeniert sie eine heile Welt zum Zuschauen und präsentiert ein perfekt romantisiertes Farmleben. Zwischen der offline Natalie und der online Natalie, den Kindern, die sie über alles liebt, und einem in ihren Augen minderwertigen, kaum zurechnungsfähigen Gatten baut sie sich mit ihrer Familie und ihren Angestellten ein Imperium auf. Darunter auch die PR Assistentin Shannon. Sie hilft ihr in der Social Media Welt und Natalie merkt schnell, dass sie unglaublich gute Hacks parat hat, um das Publikum noch mehr zu begeistern. Neben den zwei Nannys, den Kindern und dem Ehemann baut Shannon ein fast schon familiäres Verhältnis zu der Familie auf, was die Influencerin von Beginn an eher kritisch beäugt. Trotz aufkeimender Skandale und lauter werdender Stimmen wütender Frauen im Internet versucht Natalie, alles unter den Teppich zu kehren und weiterzumachen. Bis sie sich schließlich die Frage stellen muss: Was wäre eigentlich, wenn sie im Hintergrund nicht diese ganzen Angestellten hätte und das Leben, das sie vorgibt zu leben, wirklich ganz allein bewältigen müsste? Natalie selbst ist eher unsympathisch, eine zynische, unzufriedene Frau, die doch immer wieder ein Funken Herz beweist. Erst Schicht für Schicht blickt man hinter das Konstrukt, das sich wirklich dahinter verbirgt. Zwischen Wahrheit und verzerrter Realität fängt man als Leser selbst an zu zweifeln, wo man sich gerade befindet. Meine Empfehlung - Lest dieses Buch, es ist so anders und mitreißend. Ich bin auf jeden Fall auf die Verfilmung gespannt!

Description
My name was Natalie Heller Mills, and I was perfect at being alive.
Natalie lives a traditional lifestyle. Her charming farmhouse is rustic, her husband a handsome cowboy, her six children each more delightful than the last. So what if there are nannies and producers behind the scenes, her kitchen hiding industrial-grade fridges and ovens, her husband the Republican equivalent of a Kennedy? What Natalie’s followers—all 8 million of them—don’t know won’t hurt them. And The Angry Women? The privileged, Ivy League, coastal elite haters who call her an antifeminist iconoclast? They’re sick with jealousy. Because Natalie isn’t simply living the good life, she’s living the ideal—and just so happens to be building an empire from it.
Until one morning she wakes up in a life that isn’t hers. Her home, her husband, her children—they’re all familiar, but something’s off. Her kitchen is warmed by a sputtering fire rather than electricity, her children are dirty and strange, and her soft-handed husband is suddenly a competent farmer. Just yesterday Natalie was curating photos of homemade jam for her Instagram, and now she’s expected to haul firewood and handwash clothes until her fingers bleed. Has she become the unwitting star of a ruthless reality show? Could it really be time travel? Is she being tested by God? By Satan? When Natalie suffers a brutal injury in the woods, she realizes two things: This is not her beautiful life, and she must escape by any means possible.
A gripping, electrifying novel that is as darkly funny as it is frightening, Yesteryear is a gimlet-eyed look at tradition, fame, faith, and the grand performance of womanhood.
Book Information
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»And please give my husband a spine. I’m tired of him needing to borrow mine.«💅🏻
Ich wollte mehr von allem und habe es nicht bekommen.🥲 Ich wollte bis zum Finale mehr Eskalation, mehr überspitzte Darstellung, mehr Szenen in der 1800-Vergangenheit. Ich wollte es noch hässlicher. Das Buch verschenkt ein wenig Potenzial und ich hoffe, der Film dazu wird besser.🤞🏻 In Anne Hathaway i trust.🤝🏼 Guter Lesesog, netter Read für zwischendurch - aber bis zum Finale ein bisschen underwhelming.💁🏻♀️ Das Ende hat geliefert, wobei die Auflösung für mich nicht überraschend war.✌🏻 Ich habe es gemocht, aber nicht genug.🖤

Plot (zunächst) topp - Ende (Auflösung) Schrott
Es ist vermutlich das Buch, um das man in diesem Jahr nicht vorbei kommt: "Yester Year", das Romandebüt von Caro Claire Burke fesselt von Seite 1: "Heute ist der letzte Tag des Lebens, wie ich es mir vorgestellt habe. ... Weder Ehe noch Mutterschaft noch Unternehmensgründung noch ein Leben für Gott. Für mich war was einfach eine Liste von Aufgaben, die jeden Tag abgearbeitet werden wollten, zur rechten Zeit, in chronologischer Reihenfolge. Anderen Menschen mag das schwerfallen, mir nicht. Das war der Grund, weshalb all diese fremden Leute mich mochten. Und dann war da noch das Geld. Das Geld half natürlich auch." Die Antiheldin Natalie Heller Mills nimmt uns mit in ihren Alltag als Tradwife, dessen glitzernde und perfekt inszenierte Momente einer glücklichen Familie auf einer idyllischen Farm auf Kamera gebannt und später zahlreiche Follower dazu animieren sollen, möglichst viel vom überteuerten Merch und dem falschen Bio-Gemüse zu kaufen. Doch obschon Natalie bereits entsprechende Hilfskräfte für alle möglichen Bereiche wie Kinderbetreuung, Bild- und Kameratechnik und für die Landwirtschaft im Hintergrund ihrer perfekt inszenierten Welt beschäftigt, scheint die schöne Fassade Risse zu bekommen. Und dann wacht unsere Ich-Erzählerin auch noch plötzlich im 19. Jahrhundert wieder auf und erlebt den Alltag der idealisierten Pionierzeit auf einmal ohne Wasch- und Küchenmaschine, dafür aber mit enormen Wäschebergen und zähem Sauerteig. Wie ist sie in diesen Albtraum geraten? Parallel zu diesen wirklich "traditionellen" Zeiten erfahren wir viel über die Kindheit und das Aufwachsen der Ich-Erzählerin. Schon früh verlässt der Vater die Familie, doch die Mutter hält den Schein im sehr religiös geprägten Umfeld aufrecht und pläut den zwei Töchtern ein, anderen mitzuteilen der Ehemann wäre "von ihnen gegangen." So lernt Natalie recht schnell, dass Schein mehr ist als Sein. Und sie ist entschlossen, mit großer Disziplin und der Hilfe des HERRN alles zu erreichen, wofür es sich zu leben lohnt: Ruhm und Reichtum. Was kann da eigentlich noch schief gehen? Ein wenig erinnert Natalies Weg zu perfekten Influenzerin an "Das Bildnis des Dorian Gray". Durch das Talent ihrer Produzentin Shannon, welche immer die perfekten Momente inszeniert, wird Natalie in ihrer Wahrnehmung zur hinreißenden Figur und die steigende Zahl der Follower bestärkt sie im Rausch der Auslebung des stilisierten Main-Charakters. Dass ihr grenzdebile Ehemann in bestimmten Internetforen völlig den Sinn fürs Reale verliert, oder ihre Kinder völlig weltfremd aufwachsen und deren Rechte ständig mit Füßen getreten werden, wird von ihr nicht mal als Randnotiz wahrgenommen. In diesem Roman werden so viele aktuelle und spannende Themen berührt und dieser ironische und bissige Erzählstil macht viel Freude. Man rauscht nur so durch die Seiten und möchte natürlich unbedingt wissen, warum Natalie plötzlich in so einem "König-Drosselbart-Szenario" gefangen ist. Und dann kommt die Auflösung, die absolut unglaubwürdig und unlogisch erscheint, weil sie weder zu der Geschichte noch zu dem Charakter der Ich-Erzählerin passt. Leider führt diese Entwicklung auch dazu, dass man das bis dahin Gelesene dann hinterfragt und Schwächen und Fehler bemerkt, die man zuvor großzügig übersehen hatte. Vielleicht hat die Autorin sich auch ein Stück weit übernommen, um alle ihre Themen in diesem einen Werk zu platzieren. FAZIT Tatsächlich hatte ich über eine lange Zeit sehr viel Spaß mit dem Buch. Die Welt, die Natalie für ihre Influenzerkarriere kreiert, hat mich auch an Barbie erinnert - die phantastische Plastikwelt. Und natürlich durfte der passende Cowboy-Ken an der Seite der schönen Frau nicht fehlen! Caro Claire Burke scheint sich in der christlich-amerikanischen Welt gut auszukennen und auch die passenden Bibelzitate fließen sehr organisch in den Text ein. Doch ob sie selbst mal einen Fuß in einen Kuh- oder Hühnerstall gesetzt hat? Ihre Kenntnisse im landwirtschaftlichen Bereich wirken allenfalls rudimentär, finde ich. Ansonsten hat der Roman für mich viel verschenktes Potential. Beim Lesen hab ich mich an einen Song aus den 1960er Jahren erinnert: "Nie mehr bescheiden und stumm Nie mehr betrogen und dumm, nein! Ich will alles, ich will alles Und zwar sofort Eh' der letzte Traum in mir zu Staub verdorrt Ich will leben Will mich geben So wie ich bin Und was mich kaputt macht Nehm' ich nicht mehr hin Niemand speist mich ab Niemand macht mich satt Zu lang hab' ich verzichtet Und mich selber klein gemacht Ich will alles, ich will alles Sperr' mich nicht ein Ich will nie mehr Zu früh zufrieden sein." Werden Frauen mit dieser Einstellung 2026 (literarisch) schuldig gesprochen, oder bekommen sie eine Chance auf eine persönliche Entwicklung?! Aber wie ging es Dir mit der Lektüre: feierst Du den Hype, oder hat Dich die Geschichte am Ende verloren?
Gelacht + geweint 🫶🏻🫶🏻
✨Rezensionsexemplar + Hörbuch✨ Ich kann mich endlich mal kurz fassen (relativ kurz 🤗🤗): Lest dieses Buch oder hört es, so wie ich. Meiner Meinung nach lohnt es sich total (natürlich gibt es unterschiedliche Meinungen). ✨Zitate „Ich war immer noch einsam, doch die Einsamkeit fühlte sich jetzt beherrschbar an. Wie etwas, das ich überleben würde.“ „Vielleicht musste man es positiv sehen, Caleb war so weich, dass es nicht wehtat, meine Jungfräulichkeit zu verlieren. Es fühlte sich eher so an, als würde jemand in der Nähe meines Bauches mit einem Schwamm herumwischen. Als hätte er mich sehr sanft von innen gereinigt.“ ✨Inhalt Natalie Heller Mills hat ein traumhaftes Leben: sie ist glücklich verheiratet, hat tolle Kinder und lebt mit ihrer Familie auf einer schönen Farm. Natalie ist eine christliche „tradwife“ Influencerin und alles geht gut, bis sie eines Tages aufwacht und plötzlich wie im vorherigen Jahrhundert leben muss… oder aber eben genauso, wie sie ihren Followern vorgespielt hat ohnehin zu leben… ✨Meinung Meine Rezi enthält gar keine Spoiler, teile nur meinen Eindruck mit Euch und nehme Euch etwas durch den Aufbau der Geschichte mit, damit Ihr wisst, was auf Euch zukommt. Die Hälfte bzw. insbesondere das erste Drittel sind extrem humorvoll. Das Buch gab mir „The undomestic goddess“ vibes und ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt. Zwischendurch (wir sind immer noch in der ersten Hälfte) bin ich dann aber etwas über den Aufbau der Geschichte gestolpert. Dort wechselt es sich verhältnismäßig zügig ab, ob wir in dem „anderes Jahrhundert Leben“ drin sind oder aber chronologisch über das Leben von Natalie VOR ihrem Influencer Leben lernen. Die influencer Tätigkeit als solche und wie es dazu kam, das erfahren wir erst in der zweiten Hälfte. Dementsprechend war der Anfang zwar super witzig, aber hat sich für mich auch gezogen. Hingegen alles ab ca. 50% war extrem schnell und einfach ein spannender und krasser Fiebertraum. Als man erfährt, was passiert ist, hat sich für mich noch ein weiterer Buchvibe in die Angelegenheit gemischt: „Ich, die ich Männer nicht kannte“. Eine Kälte, Melancholie und Trauer hat da mein Herz ergriffen. Ich kann es ohne Spoiler weder erklären noch beschreiben. ✨Fazit Ich habe jegliche Emotionen durchgemacht und kann Euch insbesondere das Hörbuch absolut empfehlen. Die Sprecherin hat definitiv zum tollen Erlebnis beigetragen, ihre Stimme und die Art und Weise der Lesung hat die Geschichte komplett zum Leben erweckt. Ich bin schwer beeindruckt und angetan. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

📚 Bookhaul Mai 2/2 📚
Meine letzten Neuzugänge für den Mai.🌸 Ich freue mich wie verrückt auf Yesteryear, ich wünschte ich hätte schon gestern damit angefangen.🤭 Hoffentlich dann im Juni.🙂↕️ Bisher habe ich fast nur Gutes gehört und ich wünsche mir, dass ich es auch lieben werde.🤞🏼😍 Die Zodiac Academy Reihe wird von Buch zu Buch immer fetter - das sind mittlerweile Backsteine bei mir im Regal. 🥲 Aber lieber Solobände, statt aufteilen.💸 Die Copy/Paste-Aufmachung von The Sea Spinner ist einfach bodenlos enttäuschend, immerhin ist das Cover wieder eine 12/10.🥲 • Fated Throne | Twisted Sisters • Cursed Fates | Twisted Sisters • Kingdom of Lies | Stacia Stark • The Ballad of falling Dragons | Sarah A. Parker • The Sea Spinner | Julie Johnson • Yesteryear | Caro Claire Burke • The Rose Bargain | Sasha Peyton Smith • A Drop of Corruption | Robert Jackson Bennett • Bad Bishop | L. J. Shen • Fever Dream | Elsie Silver • The Front Runner | Elsie Silver • The Annihilator | RuNyx 💕🌸✨

Hinter den Kulissen einer Tradwife🐄👩🌾
Uff, was für ein komisches Buch. Ich habe Yesteryear aktuell einfach ÜBERALL gesehen und musste es einfach lesen, um kein FOMO zu bekommen. Das Verrückte ist: Ich habe so viele Charaktere in diesem Buch einfach gehasst und es trotzdem total gern gelesen. Ich habe aber auch ebenfalls noch nie eine Hauptfigur so sehr verabscheut und war gleichzeitig so gebannt von ihrer Geschichte. Man verbringt das ganze Buch in ihrem Kopf, und um es klar zu sagen: Sie ist absolut unsympathisch. Man wird sie niemals mögen. Trotzdem konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Und der Plot-Twist am Ende war absolut verrückt.
Kurzweilig, genial, verrückt
Booktok hatte recht. Dieses Buch kann man schlecht beschreiben. Das ist so genial geschrieben, dass es sich in keine Genre Schublade stecken lässt. Natalie ist eine Protagonistin voller Widersprüche. Sympathisch, dennoch eine Bitch. Liebenswert, aber egoistisch. Sehr schlau, sogar intelligent, sie handelt aber nicht nachvollziehbar. Ihre Welt ist voller Wahrheiten, obwohl sie sich und die Welt belügt. Die Autorin verarbeitet so viele Themen auf einmal. Durch Natalie rechnet sie mit allen und allem ab. Mit dem Feminismus und dem Patriarchat, mit dem Glauben und dem Atheismus, mit Tradition und Moderne. Das Ende ist verblüffend gut gelöst. Eine eindeutige Leseempfehlung.
Perfektion ist auch nur eine hübsche Form des Wahnsinns.
Nathalie ist die perfekte Frau: Gläubige Christin, Ehefrau, Mutter. Immer freundlich, immer geschniegelt, immer das amerikanische Idealbild in Menschengestalt. Zusammen mit ihrem Mann und ihren Kindern lebt sie auf der Yesteryear Ranch und zeigt als Tradwife-Influencerin, wie wunderbar das traditionelle Leben fernab der modernen Welt doch angeblich ist. Aber tut sie das wirklich? Und falls ja: Ist dieses Leben tatsächlich so perfekt? Dieses Buch hat mich komplett geflasht. Nathalie ist dabei keine Figur, die man automatisch sympathisch findet. Authentisch? Vielleicht. Freundlich? Nach außen. Empathisch? Eher schwierig. Und trotzdem ist sie als Figur absolut grandios! Dieses Buch ist bissig, bitterböse, klug und permanent unterschwellig unangenehm. Wie eine perfekt gefilterte Instagram-Welt, unter der es gewaltig fault. Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich pointiert. Jeder Satz sitzt und man rauscht durch diese Geschichte wie auf einem wilden Gedankenritt zwischen Faszination und innerem „Oh Gott“. Dabei regt das Buch ständig zum Nachdenken an: Über Rollenbilder, über Social Media und Selbstinszenierung. Und darüber, wie freiwillig das alles eigentlich wirklich ist. Große Empfehlung für alle, die mal wieder Lust auf etwas haben, das nicht nach Schema F funktioniert... fernab vom literarischen Einheitsbrei.

Wow! Der Klappentext hatte mich direkt angesprochen, da ich die Tradwife Thematik spannend fand und dann konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und habe es in 1,5 Tagen durchgelesen. Die Protagonistin war sehr unsympathisch, sollte aber wahrscheinlich so sein und ich fand es gut, dass die Autorin mit ihrem Schreibstil diverse Emotionen bei mir auslösen konnte. Das Buch wechselt immer zwischen Gegenwart und einer "Vergangenheit", ich wollte unbedingt wissen, was es mit der "Vergangenheit" auf sich hat und wäre auf den Plot tatsächlich nicht gekommen! Ich kann das Buch auch wirklich gar nicht richtig beschreiben, man muss es selbst gelesen haben. Ich hab mir auf jeden Fall viele Stellen markiert, einige hatten auch einen etwas böseren Humor, was irgendwie gar nicht in das Bild der Prota gepasst hat und eigentlich doch absolut. Auf jeden Fall ein tolles Debut der Autorin, welches ich nur empfehlen kann!

Ein Fiebertraum, der die Realität ist 🐓🇺🇸
(Spoiler)‼️ Dieses Buch lässt mich verwirrt zurück. Nathalie ist eine so komplexe, unsympathische und polarisierende Protagonistin, die man trotz Allem irgendwie bemitleidet. Manchmal wollte ich sie schütteln und ihr sagen, wie falsch und verkopft doch alles ist und dann war ich wieder unglaublich traurig, weil sie selbst so sehr in den Strukturen eines Systems gefangen ist, welches sie selbst vermarket. So sehr, dass sie sich am Ende selbst darin verliert. Beim lesen hab ich mich oft gefragt, was ist Realität und was ist die „Gegenwart“. Die Auflösung am Ende hat mich dann doch traurig gemacht, weil sie sich so sehr in ihrer Scheinwelt verloren hat, dass ihr Leben aus einer reinen Lüge besteht. Nathalie ist Täterin und Opfer eines Systems, dass sie verabscheut und zugleich promoted. Und das erschreckende daran ist, dass dieses Buch keine reine Fiktion ist. Es gibt nichts Romantisches an dieser Lebensweise, das zeigt das Buch sehr eindringlich. Und vielleicht sollten ein paar Influencer*innen mal die Nase in dieses Buch stecken, bevor sie den nächsten Sauerteigansatz in die Kamera halten.

Die Scheinwelt der Yesteryear-Farm 🌾🐄🤳🍞
Yesteryear hat mich komplett überrascht. Hinter der perfekten Tradwife Fassade mit Farmleben, Familie und Social Media Idylle steckt eine bissige, gesellschaftskritische Geschichte, die gleichzeitig unterhaltsam und unangenehm ehrlich ist. Natalie ist keine typische sympathische Hauptfigur, aber genau das macht sie so spannend. Man fiebert trotz allem mit ihr mit und merkt schnell, wie brüchig dieses perfekte Leben eigentlich ist. Clever, überspitzt und absolut fesselnd erzählt. Jetzt bin ich noch in der „Ballerinafarm“ von Hannah Neeleman gefangen. Denn fast genauso stelle ich mir das oberflächliche Leben von Natalie Heller Mills vor.

Ihr Leben ist perfekt, so lange man nicht hinter die Kulissen schaut
Natalie Heller Mills hat alles: eine malerisch renovierte Farm, fünf Kinder, die um ihre Liebe buhlen, und einen Mann, der in Cowboystiefeln immerhin eine gute Figur abgibt. Vom Sauerteig bis zur Kindererziehung, nichts scheint ihr zu misslingen. Kein Wunder also, dass Millionen von Menschen ihr folgen, ihre Videos schauen, ihre Bilder anklicken. Sie gibt ihnen das, was sie wollen: eine heile Welt. Skandale werden unter den Teppich gekehrt, da, wo sie hingehören. Doch eines Tages wacht Natalie auf und sieht sich mit einer unbequemen Frage konfrontiert: Was wäre, wenn sie keine Nannys beschäftigen könnte, es keine helfenden Hände auf der Farm gäbe, kein Produktionsteam? Was wäre, wenn sie auf einmal das Leben führen müsste, das sie immer vorgetäuscht hat?

Die Scheinwelt einer Tradwife-Influencerin
Das Buch hat wunderbar satirisch gezeigt wie Fake oft das Influencerleben ist. Natalie inszeniert sich als die perfekte Christin, Ehefrau, Mutter und Farmerin- eine echte Tradwife eben. Aber eigentlich ist sie nur gehässig und überheblich und wird einem von Seite zu Seite unsympathischer. Als sie dann überraschend „die gute alte Zeit“ erlebt, kommt einiges anders. Mir hat das Lesen wirklich gut gefallen und ich wollte wissen was es mit der Zeitreise auf sich hat. Auch die Rückblicke in Natalies Leben waren interessant. Die Auflösung war anders, als ich es erwartet hätte und passte insgesamt zusammen.
Kluger, erschreckend aktueller Roman über Rollenbilder, Social Media und Selbstverlust. Großes Highlight.
Puh, diese 464 Seiten wollen erstmal verarbeitet werden. Insbesondere Teil drei des Buches und der Epilog. Dann will ich mal versuchen: ⚠️ Könnte kleine Spoiler enthalten ⚠️: In „Yesteryear“ von Caro Claire Burke steht die Influencerin Natalie Heller Mills im Mittelpunkt. Schon lange sehnt sie sich nach einem traditionellen Leben als „Tradwife“: Ehefrau, Mutter, Farmhaus, feste Rollenbilder, religiöse Ordnung und eine scheinbar einfache Welt. Online lebt sie genau diese Fantasie. Millionen Menschen folgen ihrer perfekt inszenierten Version von Weiblichkeit und Familie. Natalie verkauft Nostalgie als Lifestyle, in Hochglanz produziert. Doch hinter der Fassade stehen Druck, emotionale Leere und die ständige Selbstinszenierung. Als Natalie plötzlich in einer Welt erwacht, die wie das Jahr 1855 wirkt, muss sie genau das Leben führen, das sie immer romantisiert hat. Und dort merkt sie schnell: Die Vergangenheit war nie die idyllische Fantasie, die sie verkauft hat. Der Roman ist weit mehr als eine Satire über Social Media oder Influencer*innen. Caro Claire Burke erzählt von digitaler Selbstdarstellung, konservativen Gegenbewegungen, Mutterschaft, Kapitalismus und der Frage, wie sehr Menschen sich selbst verlieren können, wenn sie nur noch ein Bild von sich verkaufen, aber tatsächlich nicht danach leben. Besonders stark fand ich die Kritik an der Tradwife-Bewegung. Natalie präsentiert traditionelle Weiblichkeit als etwas Natürliches und Reines: Frauen, die sich Haushalt, Kindern und ihrem Ehemann unterordnen und darin ihre Erfüllung finden. Der Roman zeigt aber sehr deutlich, dass dieses Bild oft künstlich, wirtschaftlich privilegiert und patriarchal geprägt ist. Natalie verkauft Authentizität — obwohl ihr ganzes Leben längst zur Inszenierung geworden ist. Das eigentlich Erschreckende daran: Natalie glaubt irgendwann selbst an die Rolle, die sie spielt. Je erfolgreicher ihre Online-Figur wird, desto stärker verschwimmen Persönlichkeit und Performance. Sie möchte irgendwann nicht mehr nur wie eine Frau aus dem 19. Jahrhundert aussehen — sie möchte wirklich so leben. Gerade darin liegt die große Tragik des Romans. Die Vergangenheit wird dabei zur Gegenwelt zur modernen Überforderung. Natalie empfindet Freiheit nicht als Befreiung, sondern als Belastung: zu viele Entscheidungen, zu viel Konkurrenz, zu viel Selbstoptimierung. Das traditionelle Rollenbild verspricht ihr Ordnung und Klarheit. Als sie diese Welt dann tatsächlich erlebt, erkennt sie, wie brutal sie wirklich ist: körperliche Härte, fehlende Rechte, Abhängigkeit und Kontrolle. Sehr gelungen fand ich auch, wie Burke Social Media beschreibt. Nicht nur Natalies Arbeit wird zur Performance, sondern ihr gesamtes Leben: Ehe, Kinder, Religion, Schwangerschaften — alles wird Content. Die Familie existiert irgendwann nicht mehr als privater Raum, sondern als Marke. Dazu kommt die psychologische Ebene, die ich fast am spannendsten fand. Der Roman spielt permanent mit der Frage, ob Natalie wirklich eine Zeitreise erlebt oder ob sie psychisch immer weiter zerbricht. Erinnerungen an ihr modernes Leben kehren nur bruchstückhaft zurück — ausgelöst durch Gegenstände, Namen, Gerüche oder Situationen. Dadurch verschwimmen Realität, Wunschfantasie und möglicher Wahnsinn zunehmend miteinander. Gerade das macht Natalie zu einer so interessanten Figur: Sie verliert nicht nur die Kontrolle über ihr Leben, sondern irgendwann auch über ihre eigene Wahrnehmung. Die Vergangenheit wirkt dabei fast wie eine psychische Konsequenz ihrer Sehnsucht nach Ordnung, Einfachheit und klaren Rollenbildern. Der Roman deutet immer wieder an, dass Natalie nicht wirklich in 1855 „gelandet“ sein muss — sondern dass ihr Bewusstsein diese Welt erschafft, weil sie mit ihrer modernen Realität nicht mehr klarkommt. Dadurch bekommt „Yesteryear“ stellenweise fast die Atmosphäre eines psychologischen Horrors. Zum Schluss an der Hütte im Wald, dachte ich schon an ein Zeitreiseportal. Dieses Buch hat mich komplett begeistert. Ich fand es klug, unangenehm, witzig und gleichzeitig erschreckend aktuell. Natalie ist keine sympathische Figur. Oft manipulativ, egoistisch und teilweise grausam. Aber genau das macht sie so interessant. Man beobachtet beim Lesen, wie sie sich immer mehr in ihrer eigenen Inszenierung verliert. Besonders stark fand ich, wie der Roman mit Unsicherheit spielt. Ist das wirklich eine Zeitreise? Ein psychischer Zusammenbruch? Eine Flucht vor der Realität? Gerade diese Offenheit macht die Geschichte so spannend. Und obwohl der Roman große gesellschaftliche Themen verhandelt, liest er sich nie trocken oder belehrend. Der Stil ist bissig, ironisch und sehr direkt. Teilweise musste ich lachen — obwohl vieles eigentlich ziemlich verstörend ist. Für mich ein ganz großes Highlight und definitiv eines der spannendsten Bücher über unsere Gegenwart, das ich seit Langem gelesen habe. „Yesteryear“ zeigt, wie gefährlich die Sehnsucht nach einer perfekten Vergangenheit werden kann. Und weil der Roman brutal ehrlich mit der Frage umgeht, wer wir eigentlich sind, wenn wir ständig nur Rollen spielen. Ganz klare Empfehlung. #Yesteryear #CaroClaireBurke #Tradwife #SocialMedia #Gesellschaftsroman #PsychologischerThriller #Rollenbilder #Jahreshighlight

„Noch ein Tag, an dem ich mich fragte, warum es so viel leichter war, mir ein Lächeln ins Gesicht zu klatschen, als es
hinterher wieder abzukratzen.“ • • Brauchen wir noch eine Rezi zu dem Buch? Ja! 🤭🥰 • Also erstmal vorweg - ich fand den Klappentext so spannend und er hat mich richtig abgeholt - das Buch ist auch einfach echt ansprechend gestaltet - die Aufmachung gefällt mir sehr gut mit dem transparenten Schutzumschlag ✨ • Anfangs bin ich wirklich förmlich durch die Seiten geflogen 🥰 Es war so angenehm zu lesen und auch die Thematik (Stichwort: Tradwife) sehr spannend - leider waren die Ansichten von Natalie sehr veraltet und obwohl sie als Influencerin arbeitet, wirkte sie (bzw. ihre Gedanken) teils sehr unsympathisch 🫠 • Irgendwann wurde es zwischendurch echt zäh - sehr langatmig im Mittelteil 🥴 - und es wurde im Hauptteil „Gegenwart“ immer zwischen zwei Perspektiven gewechselt. Ihr eigentliches Leben und eine „Vergangenheitsform aus einem anderen Jahrhundert“ (ich möchte nichts verraten, daher nennen wir es einfach mal so). Hier liefen die Handlungsstränge dann immer parallel ab bzw. haben sich immer abgewechselt. • Das Buch ist in drei Teile unterteilt - Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - über all erfährt man viele Infos aus ihrem Leben und wie alles zusammenspielt. • Das Ende hat mir wieder super gefallen bzw. zum Ende hin bin ich wieder von Seite zu Seite geflogen 🙈🥰 • Das hier ist das Debüt der Autorin - dafür ist es echt super und ich kann es wirklich sehr empfehlen - ist auf jeden Fall ein kleines Highlight 🫶🏻 Falls ihr euch noch unsicher seid, ob ihr es lesen sollt, oder nicht - hier ist euer Zeichen es zu lesen - ganz klare Empfehlung - lest es! 🤭

Knaller 🤯
Meine Lieben… was hab ich da gelesen? Und vor allem: Wie soll ich dieses Buch bewerten, ohne zu viel zu verraten? 😂 Ich versuche es mal: Wir haben hier: * Mama Natalie, eine berühmte Influencerin, die ihr komplettes Leben mit der Öffentlichkeit teilt * eine typische amerikanische Großfamilie mit fünf Kindern – Nummer 6 ist unterwegs * ein sehr christliches Umfeld (Sehr christlich.. mhm) * eine große, idyllische Ranch Alles wirkt harmonisch, perfekt, ein absolutes Träumchen … … oder? Denn plötzlich wacht Natalie zwar auf ihrer Ranch auf… aber mit einer anderen Familie?! Und genau da beginnt der ganze Spaß. Vergangenheit und Gegenwart sorgen dafür, dass man mit jedem Kapitel verwirrter wird. (Ohne Witz, Verwirrung pur!) Das Buch lebt dabei nicht von Action. Es ist eher ruhig erzählt, hat aber doch Schockmomente und zieht sich stellenweise auch etwas. Aber: Du. Kannst. Es. Nicht. Aus. Der. Hand. Legen!! Du. Musst. Wissen. Was. Du. Da. Liest!! Du. Willst. Dich. Auskennen!! 😂😂😂 Bis zum Schluss wusste ich nicht, wohin die Reise geht. Nach jedem Kapitel hatte ich eine neue Theorie. Und ich lag nicht mal ansatzweise richtig 🤯 Das Ende war schockierend gut, rund und einfach perfekt passend, als der komplette Knoten im Gehirn endlich aufgegangen ist Ich hab jetzt noch immer den Mund nicht zubekommen 🤯 Klare Empfehlung
Fünf Millionen Menschen folgen Natalie auf Instagram, wo sie ihr perfektes Leben zeigt: die idyllische Farm, ihre fünf Kinder, ihren Ehemann Caleb, ihren christlichen Glauben und natürlich das Rezept für das perfekte Sauerteigbrot. Das Paradebeispiel einer Tradwife. Dass hinter all dem nicht nur Nannys und Farmhelfer, sondern auch ein ganzes Produktionsteam steckt, muss natürlich niemand wissen. Probleme und Skandale? Die werden schön unter den Teppich gekehrt. Bis Natalie eines Tages aufwacht und sich in der Pionierzeit wiederfindet und plötzlich das Leben leben muss, dass sie online immer als so erstrebenswert angepriesen hat. 🐄 Natalie präsentiert sich als die perfekte Christin, dabei ist Nächstenliebe für sie ein Fremdwort. Tatsächlich glaube ich, dass sie in meinem persönlichen Ranking der schlimmsten Charaktere problemlos unter den Top 3 landet. Ihr Charakter ist ein einziger großer Widerspruch – und genau das funktioniert zusammen mit ihrem schwarzen Humor perfekt. Ich habe sie zu keiner Zeit gemocht und trotzdem konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Die Auflösung am Schluss? Darauf wäre ich niemals gekommen. Ich habe es regelrecht verschlungen und gleichzeitig wieder deutlich gemacht bekommen, was für ein Fiebertraum Social Media eigentlich ist.

Mehr Schein als Sein, das Leben einer Influencerin.
„Yesteryear“ hat mich von der ersten bis zur letzten Seite unglaublich gut unterhalten. Der Schreibstil war leicht, flüssig und gleichzeitig so fesselnd, dass ich immer weiterlesen wollte. Schon nach wenigen Seiten war ich mitten in der Geschichte angekommen. Mit den Charakteren hatte ich anfangs allerdings meine Schwierigkeiten – vor allem mit der Hauptprotagonistin. Sie wirkte auf mich sehr arrogant, berechnend und emotional völlig verschlossen. Sie zeigte kaum Gefühle und machte es damit nicht nur ihrer Familie schwer, sondern auch mir als Leser manchmal. Immer wieder dachte ich: „Warum sagt sie nicht einfach, was sie fühlt? Warum redet sie nicht endlich?“ Viele Konflikte hätten dadurch vermutlich verhindert werden können. Aber genau diese Art machte sie gleichzeitig auch interessant und authentisch. Was ich besonders spannend fand: Ich hatte vor dem Lesen eine völlig andere Erwartung an das Buch. Trotzdem wurde ich keineswegs enttäuscht – eher im Gegenteil. Die Geschichte entwickelte sich in eine Richtung, mit der ich niemals gerechnet hätte. Und dann kam dieser eine Moment, der mich komplett überrascht hat. Ich war gleichzeitig schockiert, traurig und sprachlos. Ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen. Die letzten 150 Seiten waren für mich absoluter Ausnahmezustand. Ich musste einfach wissen, wie alles endet. Die Spannung wurde immer intensiver und die Geschichte nahm Wendungen, die ich niemals vorhergesehen hätte. Genau das hat das Buch für mich so besonders gemacht: Es war überraschend und völlig anders, als ich gedacht hatte.
Verrückt! Schräg! Großartig! Und noch viel mehr … Gerade in einer Zeit, in der vor allem in der virtuellen Welt Christfluencer, Manosphere und Misogynie immer präsenter werden, ist dieses Buch so wichtig. Und genau diese Entwicklungen nimmt die Autorin Caro Claire Burke klug und teilweise herrlich bissig aufs Korn. Besonders gelungen fand ich auch den Schreibstil im Roman, der mich von der ersten Seite an mitgerissen hat. Sarkastisch, clever und emotional genau auf den Punkt. „Dem Ehemann zustimmen, wenn er seinen Text abspult und behauptet, das Hähnchen sei perfekt gegart. Alle Lorbeeren der Schwiegermutter überlassen, obwohl sie bis unter die Hutschnur mit Tabletten vollgepumpt ist und das gefrorene Hühnchen beinahe in die Spülmaschine gesteckt hätte. Lächeln. Lächeln. Lächeln. Lächeln. Lächeln. Beten.“ (S. 174) Schwer zu sagen, wer von den Hauptfiguren unsympathischer ist: Natalie, die sich einer fundamentalistisch-christlichen Mission verschrieben hat und auf ihrem Tradwife-Instagram-Kanal die „gute alte Zeit“ mit klar verteilten Rollenbildern propagiert, oder Caleb, der jeder Verschwörungserzählung hinterherläuft und sie völlig unkritisch weiterverbreitet. Natürlich ist alles mehr Sein als Schein. Auch die völlig durchgeknallten Schwiegereltern fügen sich hier gut ein. Trotz dieser für mich absolut inakzeptablen Weltsicht musste ich beim Lesen immer wieder schmunzeln, weil manche Gedankengänge und Aussagen von Natalie einfach so absurd sind. Das Ende hätte ich mir persönlich etwas anders gewünscht, aber C.C. Burke schafft es eindrucksvoll, ein aktuelles Thema so aufzubereiten, dass der Humor nicht zu kurz kommt. Grandios!

Dieses Buch ist echt ein Fiebertraum. Story und Auflösung fand ich maximal verwirrend und gruselig, aber es war spannend
Puhh, was soll man zu diesem Buch sagen. Es verwirrt einen, es verstört, es macht einen wütend und lässt einen ratlos zurück. Ich kann ehrlich nicht sagen, ob ich das Buch gut finde oder eher so lala. Zum Inhalt selber kann ich nicht viel sagen, da einfach jeder Einblick Spoiler enthalten würde. Nur soviel: Ich habe vom Klappentext und der Leseprobe etwas komplett anderes erwartet. Nämlich einen Einblick in die Scheinwelt einer Tradwife-Influencerin. Und ja, das bekommt man auch ein wenig, aber da ist noch viel mehr. Die Protas sind durchweg gruselig in meinen Augen. Gruselig in der Art, dass ihr Verhalten einfach nur verstörend ist für Menschen, die ein aufklärerisches Weltbild haben. Allen voran die Hauptprotagonistin: Natalie. Nur in den wenigsten Fällen fand ich kam ein wenig Sympathie rüber. In den meisten Fällen dachte ich mir nur "Wtf, was für eine Bitch". Ich fand die Einschätzung einer Person, dass sie keine Familie hat, sondern ein Unternehmen, mehr als treffend. Auf der anderen Seite ist das Buch aber wirklich auch sehr spannend. Die Autorin schafft es einen in die Geschichte zu ziehen, einfach weil man wissen will, was hinter der ganzen Story steckt, die auf einmal ins Absurde abdriftet. Die Auflösung selbst ist dann auch nur bedingt logisch, wo bei mir einfach viele Fragen aufgeploppt sind, u.a. warum niemand früher eingegriffen hat in das ganze Setting. Mein Fazit: Definitiv kein einfaches Buch, aber eines worüber sich trefflich streiten/diskutieren lässt. Ich gebe 3,5 von 5 Sternen.

Sternebewertung fiktiv
Was wäre, wenn die perfekte Welt, die du online verkaufst, plötzlich Realität wird? Zu Beginn lernen wir Natalie Heller Mills kennen. Eine erfolgreiche Influencerin, die online das perfekte Tradwife-Leben präsentiert. Alles wirkt organisiert, harmonisch und traditionell. Millionen Menschen folgen ihr für genau dieses Bild. Doch schon auf den ersten Seiten wurde mir klar, dass Natalie kein Charakter ist, den man automatisch mögen muss. Im Gegenteil. Sie wirkt gestresst, kontrollierend, oft erstaunlich empathielos und lebt in einer Welt, die für mich mehr aus Inszenierung als aus echter Überzeugung besteht. Selten habe ich eine Protagonistin gelesen, die mir anfangs so wenig sympathisch war. Und plötzlich findet sich Natalie in genau jener Vergangenheit wieder, die sie in ihren Videos und Beiträgen romantisiert. Was zunächst wie eine spannende Idee klingt, entwickelt sich schnell zu einer beklemmenden, brutalen und erschreckend realistischen Erfahrung. Die Welt, in der Natalie landet, hat nichts mit den hübschen Bildern zu tun, die heutzutage oft unter dem Begriff Tradwife verkauft werden. Hier gibt es keine ästhetischen Küchenvideos. Keine romantischen Sonnenuntergänge. Keine perfekt gebackenen Kuchen für Social Media. Hier gibt es körperliche Züchtigung, strenge religiöse Regeln, völlige Abhängigkeit vom Mann und ein Frauenbild, das einem beim Lesen regelrecht die Luft abschnürt. Ich muss ehrlich sagen, am Anfang war ich mit der Umsetzung etwas überfordert. Ich hatte eine völlig andere Geschichte erwartet. Doch je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat mich dieser Roman gepackt. Besonders der alte Caleb hat mich nachhaltig beschäftigt. Selten habe ich einen Charakter gelesen, der so viel Boshaftigkeit, Manipulation und Grausamkeit in sich vereint. Jede Szene mit ihm hat in mir Unbehagen ausgelöst. Und genau deshalb funktioniert die Geschichte so gut. Die Autorin zeigt nicht nur ein System, sondern auch die Menschen, die davon profitieren und es aufrechterhalten. Was ich besonders spannend fand, das Natalie nicht so reagiert, wie man es vielleicht erwarten würde. Wer glaubt, sie würde sofort erkennen, wie problematisch diese Welt ist, wird überrascht sein. Selbst als sie selbst unter diesem System leidet, hält sie lange daran fest. Sie verteidigt es, rechtfertigt es und versucht darin ihren Platz zu finden. Das hat mich oft frustriert. Mehr als einmal wollte ich sie anschreien. Aber genau darin liegt für mich die Stärke des Romans. Natalie ist keine klassische Heldin. Sie trifft Entscheidungen, die man nicht immer nachvollziehen kann. Sie entwickelt sich nicht geradlinig. Sie bleibt widersprüchlich und menschlich. Der Mittelteil zog sich für mich stellenweise etwas. Manche Alltagssituationen wiederholten sich und ich hätte mir an einigen Stellen eine Straffung gewünscht. Trotzdem hatte ich nie das Bedürfnis, das Buch aus der Hand zu legen. Denn ständig schwang die Frage mit: Wohin führt das alles? Und dann kam das letzte Drittel. Plötzlich zog die Geschichte wieder massiv an. Die Spannung stieg, die Ereignisse überschlugen sich und ich war wieder komplett gefesselt. Rückblickend war dieses starke Finale für mich die große Rettung des Romans. Besonders beeindruckt hat mich, dass Yesteryear nicht nur unterhalten will. Das Buch stellt Fragen. Über Frauenbilder. Über romantisierte Vergangenheit. Über Religion, Macht und gesellschaftliche Erwartungen. Vor allem aber darüber, warum Menschen Systeme verteidigen, die ihnen selbst schaden. Und genau deshalb wird mir dieses Buch noch lange im Gedächtnis bleiben. Ich habe inzwischen gelesen, dass die Filmrechte bereits verkauft wurden. Ehrlich gesagt kann ich mir das unglaublich gut vorstellen. Diese Geschichte hat alles, was eine starke Verfilmung braucht: einen ungewöhnlichen Plot, kontroverse Themen, starke Emotionen und Figuren, über die man noch lange diskutieren kann. Mein Fazit: Nicht perfekt. Der Mittelteil war mir stellenweise etwas zu lang. Aber die Idee, die Gesellschaftskritik und dieses starke letzte Drittel haben mich letztlich überzeugt. Ein Roman, der polarisiert, provoziert und definitiv Gesprächsstoff liefert.
Absolute Empfehlung
Was für ein besonderes Buch! Ich habe es wirklich selten, dass mir die Protagonistin so unsympathisch ist und ich ihre Denkweise so wenig nachvollziehen kann, aber genau das hat für mich das Buch ausgemacht! Es hat Humor, ist scharfsinnig und unterschwellig kritisch. Die Themen die dort behandelt werden sind super wichtig, sei es die Rolle der Frau oder wie unterschiedlich Feminismus interpretiert wird. Außerdem war das Buch aber zusätzlich noch super spannend, ich war die ganze Zeit am rätseln wie sich die Situation aufklärt und ob es noch real ist. 🤯 Ich würde es immer weiterempfehlen!

Absolut verrückt – und genau deshalb so genial
In "Yesteryear" von Caro Claire Burke bekommt man keine klassische Geschichte serviert sondern ein literarisches Erlebnis, das sich irgendwo zwischen Wahnsinn, Satire und schonungsloser Überzeichnung bewegt. Im Mittelpunkt steht Natalie, eine Protagonistin, die alles ist... nur nicht gewöhnlich. Laut Klappentext erwartet einen eine Story, die mit Erwartungen bricht, Grenzen verschiebt und sich nicht davor scheut, komplett aus dem Rahmen zu fallen. Realität und Absurdität verschwimmen dabei so sehr, dass man sich immer wieder fragt: What the fuck lese ich hier gerade? Als meine BuddyRead-Partnerin Nadine mir dieses Buch geschickt hat, war meine erste Reaktion, dass ich es nicht uuuuunbedingt lesen muss aber bei so vielen guten Rezensionen und dadurch das es so unfassbar verrückt klang, konnte ich dann doch nicht widerstehen. Und ich kann es nicht anders sagen: Ich habe es KEIN bisschen bereut. „Yesteryear“ ist eines dieser Bücher, die man kaum beschreiben kann, ohne ihnen dabei nicht gerecht zu werden. Es ist laut, schräg, überzogen, teilweise komplett drüber und genau darin liegt seine Stärke. Ich habe beim Lesen wirklich Tränen gelacht, so absurd komisch sind manche Situationen. Gleichzeitig gab es immer wieder Momente, in denen ich mit offenem Mund dasaß und dachte: Das kann jetzt nicht ernst gemeint sein…? Diese Mischung aus Humor und völliger Fassungslosigkeit zieht sich durch das ganze Buch und macht es zu einem echten Pageturner. Natalie als Hauptfigur ist dabei alles andere als leicht. Sie ist impulsiv, chaotisch, stellenweise unfassbar anstrengend und jaaaaaaa.....auch wirklich nervtötend. Aber genau das macht sie irgendwie interessant. Sie ist keine glatt geschriebene, perfekte Figur, sondern jemand, der aneckt, übertreibt, Fehler macht und dabei manchmal komplett übers Ziel hinausschießt. Man schwankt ständig zwischen „Ich kann sie nicht mehr ertragen“ und „Ich will unbedingt wissen, wie es mit ihr weitergeht“, genau dieses Wechselspiel hält einen beim Lesen fest. Der Schreibstil ist schnell, bissig und voller Energie. Man wird regelrecht durch die Seiten getragen, ohne eine Pause zu bekommen, was perfekt zur Geschichte passt. Gleichzeitig steckt zwischen all dem Chaos und der Skurrilität auch eine gewisse Tiefe. Hinter dem überdrehten Humor blitzen immer wieder ernste Untertöne auf, die dem Ganzen eine zusätzliche Ebene verleihen. Es ist definitiv kein „einfaches“ Buch im klassischen Sinne. Nicht, weil es schwer zu lesen wäre, sondern weil es einen emotional und gedanklich fordert. Man muss sich auf diese Art von Erzählung einlassen können, auf das Unkonventionelle, das Schräge, das teilweise völlig Überzogene. Aber wenn man das tut, wird man mit einem unglaublich einzigartigen Leseerlebnis belohnt. „Yesteryear“ ist ein wilder Ritt: absurd, laut, manchmal anstrengend, aber absolut genial. Ein Buch, das polarisiert, im Kopf bleibt (gerade wenn man den Inhalt/das Thema des Buchs mit etwas Abstand betrachtet) und definitiv nicht für jeden ist. PS: Ich lehne mich jetzt mal weit aus dem Fenster: Wenn dieses Buch bald verfilmt wird, so wird der Film niemals an das heranreichen, was hier auf den Seiten passiert. Diese besondere Mischung aus Tempo, Witz, Irrsinn und Gefühl, das lässt sich kaum einfangen.

Dieses Buch geht einem unter die Haut🎭⭐️
Yesteryear ist eines dieser Hörbücher, die sich langsam unter die Haut schieben und einen auch nach dem Ende noch beschäftigen🫣. Besonders als Hörbuch funktioniert die Geschichte unglaublich intensiv, weil die Sprecherin Lisa Hrdina genau die richtige Mischung aus Wärme, Kontrolle und unterschwelliger Verzweiflung in ihre Stimme legt. Sie liest nicht einfach nur – sie trägt die Atmosphäre des gesamten Buches. Gerade die emotionalen Brüche, die Unsicherheit und die immer stärker werdende Beklemmung kommen durch ihre Interpretation extrem stark rüber. Die Atmosphäre ist wahrscheinlich die größte Stärke von Yesteryear. Anfangs wirkt alles fast idyllisch: Farmleben, Familie, traditionelle Rollenbilder, ein perfektes Social-Media-Leben. Doch unter dieser glänzenden Oberfläche liegt von Anfang an etwas Unruhiges und Manisches. Das Hörbuch schafft es sehr gut, diese schleichende Düsternis aufzubauen. Man merkt immer mehr, dass hinter der schönen Ästhetik Kontrolle, Selbstverlust und Manipulation stecken. Diese Mischung aus psychologischem Thriller, Gesellschaftskritik und Albtraum macht das Ganze extrem fesselnd🧨. Ich empfehle es auf jeden Fall weiter✨️!

Bin zwei Tage ins tradwife business eingetaucht...
Das war wirklich ein wilder Ritt. Dieses Buch hat mich die letzten zwei Tage völlig vereinnahmt. Es hat mich wütend, sprachlos, traurig gemacht. Ich hatte mich vor dieser Geschichte noch nicht so eingehend mit tradwifes und Insta fame beschäftigt. Aber was uns Mrs. Burke hier auftischt ist einfach der absolute Hammer. In diesem Roman stecken neben deftigem Sarkasmus und Zynismus, ziemlich viele handfeste Lebensweisheiten, welche ich mir im Rausch gar nicht alle markiert oder aufgeschrieben habe. Ich verrate nichts...! Sage nur, Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten... Und ich bin froh, dass ich mir die finalen Seiten heute ungestört im Café zu Gemüte führen konnte. Ein klasse Debüt. Believe the hype!
Und wer war ich? Eine Bilderbuchchristin ... eine Nonne in einem Porno – völlig abwegig, aber bei Gott, es funktionierte
⭐️⭐️⭐️⭐️½ Rezension zu Yesteryear 📖✨ Natalie lebt auf der Yesteryear-Ranch den perfekten amerikanischen Traum. Ein hübsches Farmleben 🌾, ein attraktiver Ehemann, eine große Kinderschar 👨👩👧👦 und tausende Instagram-Follower 📱, die jedes Detail feiern. Selbstgebackenes Sauerteigbrot 🥖 inklusive. Doch hinter der makellosen Fassade sieht es ganz anders aus… Eines Morgens wacht Natalie auf und nichts ist mehr wie zuvor 😳. Plötzlich findet sie sich im 19. Jahrhundert wieder ⏳. Kein Smartphone, keine Nanny, keine Farmhelfer, keine Elektrizität ⚡❌. Nur harte Realität und die Frage: Wie zur Hölle ist sie hier gelandet? 🤯 Diese Rezension fällt mir nicht leicht – nicht, weil mir das Buch nicht gefallen hat, sondern weil es so ungewöhnlich ist. Schon nach wenigen Seiten war ich komplett gefesselt von dieser skurrilen, stellenweise urkomischen 😂 und gleichzeitig überraschend traurigen Geschichte 😢. Natalie selbst war mir nicht wirklich sympathisch 😅, aber genau das hat es spannend gemacht. Ihre Kommentare sind oft herrlich bissig und haben mich mehrfach laut lachen lassen 🤭. Ihr Ehemann Caleb wirkt dabei eher schlicht gestrickt 🙈, und das stark religiöse Setting ⛪ setzt dem Ganzen noch die Krone auf – im positiven Sinne. Faszinierend fand ich den Einstieg in Natalies Leben als Trad-Wife-Influencerin 🤳. Das war so bizarr. Doch dann geht es schnell in die Vergangenheit und ab da wechseln sich Gegenwart und Rückblicke geschickt ab 🔄, bis sich am Ende alles zusammenfügt 🧩. Niemals wäre ich auf die wirklich gute Auflösung gekommen. Das Buch wirft viele spannende Fragen auf 💭, über Selbstbild, Mutterschaft, Social Media und die Illusion eines perfekten Lebens. Das Buch welches ich mir der lieben Nadine im Buddyread gelesen habe, eigener sich perfekt dir jeden Buchclub📚👀, denn es macht unglaublich Spaß alles zu diskutieren. Ein kleiner Minuspunkt. Das letzte Drittel wird ziemlich wild 🎢 und fast etwas überladen. Hier wäre weniger vielleicht mehr gewesen. Trotzdem bleibt Yesteryear ein unterhaltsamer, ungewöhnlicher und thematisch aktueller Roman, der zum Nachdenken anregt 🤔, auch wenn er nicht in jeder Hinsicht in die Tiefe geht. Fazit: Für alle, die etwas anderes lesen wollen, gerne lachen 😂 und sich gleichzeitig mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen – klare Empfehlung 👍✨.

Fantastisch
Das Leben einer Tradwife wird auf die Probe gestellt. Natalie lebt das Leben einer christlichen guten Ehefrau, die die Traditionen aufrecht erhalten will. Das alles für Socialmedia. Eines Morgens wacht sie auf und findet sich in der Vergangenheit wieder. Sie muss sich mit dem Leben von früher auseinandersetzen. Eine unglaublich tolle, ernsthafte und auch humorvolle Geschichte mit einer sehr guten Wendung. Ich bin sehr begeistert von diesem Buch. Das könnte ein Jahreshighlight werden.⭐️
"Heute ist der letzte Tag des Lebens, wie ich es mir immer vorgestellt habe."
Dieses Buch habe ich auf Booktube vorgestellt bekommen und war direkt interessiert. Die Thematik der Tradwives ist alleine schon kontrovers genug, um spannend zu sein. Doch hier spielen noch viele weitere Facetten rein, die das Buch rundum gelungen machen. Mal driftet es ins Absurde, dann wieder macht es betroffen. Für mich ist das Buch ein absolutes Lesehighlight, das ich jedem ans Herz legen möchte. 🐔🐔🐔🐔 < die Ladies

Ein unterschwellig gesellschaftskritisches Buch, bei dem ich bis zum Schluss nicht wusste, auf was es hinauslaufen wird: Psychothriller? Dystopie? Dazu noch eine unsympathische, anstrengende, unreflektierte und teilweise kaum auszuhaltende Protagonistin, mit der ich mich zuerst gar nicht identifizieren konnte und am Ende doch Mitleid hatte. Yesteryear wurde schon vor Release in meiner Bubble extrem gehyped und konnte meine hohen Erwartungen tatsächlich erfüllen. Eine seltene und absolut verdiente 5-🌟 Bewertung!
Fand ich wirklich stark. Ich hab das Buch ganz oft auf meinem tiktok gesehen & war ganz gespannt es zu lesen. Die ersten 100 Seiten fand ich noch schwierig aber dann hat es mir sehr gut gefallen. Auch fand ich den Schreibstil gut. Ich habe mich das ganze Buch lang gefragt wie sie den in die „Vergangenheit gereist“ ist & fand die Umsetzung wirklich gut gemacht & habe nicht damit gerechnet. Auch fand ich das ganze Thema super spannend & gut gestaltet.
Perfekt | Inszeniert | Abgründig
Ich bin selten so fassungslos nach einem Buch. Die Atmosphäre und die psychologische Tiefe sind eine glatte 10/10, aber der Weg dahin war harte Arbeit. Gerade die ständigen Zeitsprünge am Anfang haben mich extrem verwirrt und den Lesefluss gebremst, wobei sich das Durchhalten definitiv lohnt und man eine Auflösung bekommt mit der ich definitiv nicht gerechnet hätte, weswegen ich weniger auf die direkte Handlung eingehen möchte. Natalie als Protagonistin hat mich wahnsinnig gemacht. Dieser Mix aus Größenwahn, Selbstinszenierung als perfekte Tradwife und gleichzeitigen Komplexen gegenüber anderen Frauen ist extrem beklemmend. Man schaut einer Frau mit offensichtlichen psychischen Problemen beim Scheitern zu – und das Schlimmste: Keiner hilft. Dass jeder Erwachsene im familiären Umfeld dieses Spiel einfach mitspielt und niemand diesem Chaos Einhalt gebietet, hat mich beim Lesen regelrecht wütend gemacht. „Yesteryear“ ist ein aufwühlendes Buch über die Abgründe hinter einem scheinbar perfekten Instagram-Feed. Man braucht starke Nerven für diese toxischen Dynamiken und Geduld für die zerstückelte Struktur die zwischen Gegenwart und Vergangenheit switcht, aber die Thematik und die Auflösung des Wirrwarrs haben es definitiv in sich.
American Psycho Tradwife
Das Buch hat mich gleichermaßen fasziniert und abgestoßen. Erzählerisch ist es sehr gut, die Perspektive des „unreliable narrators“ passt perfekt zur Handlungsstruktur und lässt das Ende plausibel erscheinen. Am erschreckensden finde ich, dass das Bild, das hier satirisch von Amerika gezeichnet wird, gar nicht so weit von der Realität entfernt ist. Ganz klare Leseempfehlung.
Zwischen Realität und Sauerteig
In “Yesteryear” von Caro Claire Burke bastelt sich Nathalie Heller Mills eine Realität zwischen traditioneller Idylle, Farmleben und sozialen Medien. Zwischen Momfluencerin und TradWife. Ihr Leben, mehr Schein als Sein, ihre Familie ein gut florierendes Unternehmen. Bis sie eines Tages, in der von ihr gespielten Rolle als perfekte Ehefrau und Amerikanerin auffliegt und der Alptraum beginnt. Obwohl ich anfangs eher skeptisch war, hat es dann doch nicht lange gedauert bis mich die Autorin mit ihrem wortgewaltigen, bissigen Schreibstil gepackt und ganz tief in ihre Tasche gesteckt hat. In knapp zwei Tagen hatte ich das Buch durch und das will bei mir wirklich was heißen. Die Story spielt in zwei Zeitebenen, ist einerseits echt skurril und schräg, andererseits aber auch absolut nachvollziehbar und authentisch. Auf jeden Fall ist sie andersartig, ebenso schlagfertig wie scharfsinnig, treffend und entwickelt sich so ganz anders als gedacht. Was sich im Übrigen genau so auch auf die Charaktere beziehen kann. Insgesamt ein genialer Sprung zwischen Tradition, Verblendung, Irrsinn, rotziger Social Media Welt und Abbild unserer heutigen Gesellschaft, die allzu gern vorgibt etwas zu sein, was sie definitiv nicht ist. Fazit: Auch wenn ich nicht recht weiß, wie und wo ich das Buch einordnen soll, so war es mir dennoch ein großes Vergnügen es zu lesen - auf jeden Fall ein Jahres-Highlight!
Ein absoluter Fiebertraum
Was zur Hölle war das?! Ich bin mit nicht sicher, wie und ob ich dieses Buch jemals verpacken werde und ob ich es überhaupt auf all seinen Ebenen verstanden habe (ziemlich sicher nicht), aber wenn ihr euch mal ganz tief in die Schwurblerszene begeben möchtet, Feminismus immer wieder dekonstruiert sehen wollt und euch dabei erwischen lassen wollt, wie ihr selber das „Simple Life“ glorifiziert, dann lest diesen verdammten Höllenritt von einem Buch. Es ist vollständig irre und dennoch (oder gerade deswegen) relatable. Und ich bin immer noch hin und hergerissen, ob ich nun all meine Social Media Accounts sofort löschen soll oder ob ich doch vielleicht lieber Hardcore-Fan von ballerinafarm und Callie Coles werde, um mich selber emotional zu regulieren. Wobei ich natürlich kein „wütendes Weib“ bin. Bin ich nicht. Oder doch? Himmelherrjesushilf (ich bin nicht in der Kirche) damit ich diesen abgedrehten Fiebertraum verarbeiten kann.
Ihr Leben ist perfekt. Solange man nicht hinter die Kulissen schaut. Mit bedrucktem Transparentumschlag und hochwertig veredeltem Bezug. Natalie Heller Mills hat alles: eine malerisch renovierte Farm, fünf Kinder, die um ihre Liebe buhlen, und einen Mann, der in Cowboystiefeln immerhin eine gute Figur abgibt. Vom Sauerteig bis zur Kindererziehung, nichts scheint ihr zu misslingen. Kein Wunder also, dass Millionen von Menschen ihr folgen, ihre Videos schauen, ihre Bilder anklicken. Sie gibt ihnen das, was sie wollen: eine heile Welt. Skandale werden unter den Teppich gekehrt, da, wo sie hingehören. Doch eines Tages wacht Natalie auf und sieht sich mit einer unbequemen Frage konfrontiert: Was wäre, wenn sie keine Nannys beschäftigen könnte, es keine helfenden Hände auf der Farm gäbe, kein Produktionsteam? Was wäre, wenn sie auf einmal das Leben führen müsste, das sie immer vorgetäuscht hat? Ein Buch das auf amüsante Weise mit dem typischen Influencer abrechnet, war nett zu lesen.

Ein Literarischer Knaller
Eine Protagonistin, die so zynisch und gehässig ist, dass man sie nicht ausstehen kann, und dabei voller Doppelmoral und Heuchelei ist, also genau das Gegenteil von dem ist, was sie zu sein vorgibt. Generell ein Buch mit Widersprüchen, zynischem Humor und hervorragender Doppeldeutigkeit. Manchmal war ich verwirrt, manchmal war mir die Bedeutung klar wie ein Schrei ins Gesicht. Es gibt in diesem Buch sehr viel zum nachdenken, sehr viel zu diskutieren und erörtern. Insbesondere das Thema Kinder kriegen und Frau sein in der Gesellschaft und soziale Unterschiede wurde charmant in die Geschichte eingewoben. Zur Mitte hin ist es schon sehr ruhig, es passiert wenig, wir kommen nicht schnell voran. Aber dafür gibt es viel zwischen den Zeilen - und wenn man es am wenigsten erwartet, nimm das Buch zum Ende richtig an Fahrt auf und haut uns einen Plottwist um die Ohren, der mich wirklich begeistern und schockieren konnte. Auch wenn sich die Mitte etwas gezogen hat, wollte ich das Buch am Ende nicht mehr aus der Hand legen. Ein Buch, das ich in seiner Gänze erst ganz am Ende beurteilen konnte und erstmal einige Tage verdauen muss. Auf jeden Fall etwas SEHR besonderes und - in dem Maße nicht erwartet - auf jeden Fall eins meiner Jahreshighlights!!i
Hervorragende Geschichte. Aber zugleich verwirrend, erschreckend und teilweise bizarr. Eine Protagonistin, die einem manchmal richtig leid tut, nur um sie im nächsten Moment wieder aus der Geschichte reißen zu wollen. Selten lässt mich ein Buch mit solch ambivalenten Gefühlen zurück. Dieses hier auf jeden Fall und es wird mich in meinen Gedanken bestimmt auch noch eine Weile begleiten.
Ein wilder Ritt, ein bisschen Fiebertraum und viel Stoff zum Nachdenken, aber nur fast ein Highlight.
Natalie hat 5 Kinder, erwartet gerade das sechste und bewirtschaftet mit ihrem Mann eine abgelegene Farm. Eine ganz normale amerikanische Farmersfrau also? Weit gefehlt. Natalie ist Influencerin auf Instagram mit mehr als 1 Million Follower:innen und betreibt einen Onlineshop. Sie ist eine gleichermaßen gefeierte wie gehasste Tradewife. Und -natürlich- hat ihr echtes Leben nur sehr bedingt mit den zu tun, was sie vor der Kamera präsentiert. Wie es zu dieser Art zu Leben überhaupt gekommen ist, warum ihr dieses Leben Stück für Stück entgleitet und wie sie irgendwann auf einer extrem ärmlichen Farm im 19ten Jahrhundert landet, davon erzählt Yesteryear mit spitzer Zunge und in oft bissigem Tonfall. Auch der Bogen, der hier gespannt wird bis hin zur gelungenen Auflösung ist bemerkenswert. Dabei wird nicht nur das Phänomen der Tradeswives kritisch betrachtet, sondern auch das Leben anderer amerikanischer Ultrakonservativer insbesondere rückwärtsgewandter evangelikaler Kreise beleuchtet. Die Ich-Erzählerin löste in mir im Laufe der Geschichte zunächst Mitleid, dann Unverständnis und schließlich sogar Antipathie aus. Ihren Gedanken zuzuhören verursachte zunehmend ein Schaudern. Mehr als einmal fragte ich mich, ob das noch eine überzeichnete, leicht dystopische Parallelwelt ist – oder längst eine Realität, die den Verhältnissen in Teilen der US-amerikanischen Gesellschaft bedrückend nahekommt. Fast schon ploppte in meinem Hinterkopf die Meldung auf, dass erste konservative Bundesstaaten einen Book Ban für Yesteryear ausrufen. … Doch wenn ein Buch mit so einem Hypetrain daher kommt, wird bei mir auch gleich der kritische Blick ein bisschen schärfer. Denn die auf die Ich-Erzählerin zentrierte Erzählweise ist eben auch eines: einseitig. Die weiteren Charaktere bleiben eindimensional, platt und klischeehaft. Und das ist schade. Außerdem gab es einige Längen, die ich mehr überflogen als intensiv gelesen habe, um in der Story weiter zu kommen. Ich war teilweise sogar versucht, einige Seiten zu überblättern, weil es sich wie wiederholende Variationen las. … Mein Resümee ist, dass ich hier ein sehr gutes Buch gelesen habe. Ich hatte viel Spaß bei der Lektüre und bin gerne der Fährte gefolgt. Wenn man noch dazu betrachtet, dass es sich um ein Debüt handelt, kann man nur auf mehr Bücher der Autorin hoffen. Auch die Übersetzerinnen haben hier unter Hochdruck (Original und deutsche Übersetzung erschienen beide im April) eine tolle Arbeit geleistet. Deshalb ist Yesteryear ein Roman, den ich sehr gerne weiter empfehle. Für ein echtes Highlight reicht es für mich jedoch nicht ganz.
Humorvoll, originell und überraschend tiefgründig
Die Story wird aus Natalies Perspektive erzählt, die alles daransetzt, das Bild ihrer scheinbar perfekten Familie aufrechtzuerhalten. Das Buch hat für mich von seinem besonderen Humor gelebt, wirklich witzig, stellenweise ziemlich direkt, aber durchgehend sehr unterhaltsam. Natalie wird nach und nach mit dem „echten“ Leben konfrontiert. Ihre Gedanken und Gefühle sind dabei so lebendig beschrieben, dass man sich gut in sie hineinversetzen kann. Auch die Einblicke in ihre Vergangenheit sind wirklich spannend und helfen dabei, ihre Persönlichkeit und ihr Handeln besser zu verstehen. Die Story ist insgesamt viel vielschichtiger, als der Klappentext vermuten lässt. Gegen Ende nimmt alles nochmal richtig an Fahrt auf und überrascht mit einer Auflösung, die ich so nicht erwartet hätte, die mir aber ausgesprochen gut gefallen hat. Ein unglaublich gutes Buch, das mich vollkommen überzeugt hat. Für mich definitiv ein Must-read!
Eine Hassliebe in Buchform
Natalie ist die personifizierte Perfektion. Sie führt ein Traumleben auf einer abgelegenen Farm als Mutter und Hausfrau, umringt von einer Schar Kinder und einem liebevollen Ehemann, sehr bedacht auf traditionelle und christliche Werte. Zumindest glauben das ihre Millionen von Followern! Täglich dürfen sie Natalie dabei zusehen, wie sie scheinbar mühelos den Haushalt, die Kindererziehung und ihr Dasein als Frau meistert. Doch hinter den Kulissen zeigt sich deutlich eine ganz andere Welt: Natalie und ihr Mann werden durch eine Schar Farmhelfer und Nannies unterstützt, die schön abseits der Kameras bleiben sollen. Die große Geldsumme auf dem Konto schadet hier auch nicht unbedingt. Schnell wird klar, dass die heile Welt nur im Scheinwerferlicht existiert. Und als Natalie plötzlich tatsächlich nur noch mit den Mitteln der Pionierzeit auskommen muss, bröckelt die Fassade ganz schnell... Selten war mir eine Protagonistin so unsymphatisch! Natalie hält sich ab der ersten Seite für unfehlbar und straft alle anderen Frauen mit Verachtung. Nicht selten werden diese in ihrem Kopf aufs übelste beschimpft. Feminismus geradezu verteufelt. Nur ihre art des Glaubens und Lebens wird als der einzig richtige Lebensentwurf gesehen. Erst im Verlauf der Geschichte kann man ihre Entwicklung zumindest nachvollziehen, wenn auch nicht unbedingt gutheißen. Und trotz dieser Abneigung Natalie gegenüber, oder gerade deswegen, entwickelt diese Geschichte eine enorme Sogwirkung ab der ersten Seite! Man wartet ( und hofft auch insgeheim) darauf, dass ihre Welt irgendwann implodiert und ihr um die Ohren fliegt. Ganz unerwartet wurde dieses Buch ganz schnell zu einem Lesehighlight!
Die Autorin versteht es meisterhaft, mit bissigem, schwarzem Humor zu arbeiten und dabei eine Protagonistin in den Mittelpunkt zu stellen, die alles andere als sympathisch ist und einen trotzdem fesselt. Genau das sorgt dafür, dass man an dem Buch dranbleibt und einem das Lachen immer wieder im Hals stecken bleibt. Gleichzeitig greift die Geschichte Themen auf, die zum Nachdenken anregen. Vor allem die Auflösung hat es in sich. Sie ist überraschend, verstörend und wirkt lange nach, sodass die Geschichte einem auch nach der letzten Seite nicht so schnell aus dem Kopf geht.
Wow
Ich habe dieses Ebook gewonnen und vorher null von dem Buch gewusst, also völlig blind rein 😅 Und wow... Ich fand es mega gut. Ich kann mir vorstellen, dass es so eine Familie wirklich irgendwo un Amerika geben könnte. Was mir für die Kinder ein wenig Leid tun würde 🙈 Aber ich möchte nicht spoilern, nur so viel, es ist eine zynische, witzige,dunkle Erzählung, einer Mutter, die es nicht leicht hat aber es sich auch sehr schwer macht.
Ein heftiger Fiebertraum, den ich geliebt habe 🫶🏼
Dieses Buch hat mich unglaublich gut unterhalten – und das, obwohl ich die Protagonistin stellenweise wirklich gehasst habe und mir mehr als einmal dachte: Ganz ehrlich, das geschieht ihr irgendwie recht! 🙈🤣 Im Mittelpunkt steht Natalie, eine erfolgreiche Tradwife-Influencerin, die auf Social Media ihr scheinbar perfektes Großfamilienleben auf einer Farm inszeniert. Millionen Menschen verfolgen, wie sie Sauerteigbrot backt, ihre Kinder zuhause unterrichtet und das traditionelle Rollenbild romantisiert. Sie verkauft nicht nur eigene Produkte, sondern vermarktet letztlich auch ihre Familie, besonders ihre Kinder und ihr gesamtes Leben. Was ihre Follower allerdings nicht sehen: Hinter der Fassade der scheinbar mühelos alles meisternden christlichen Hausfrau steckt ein ganzes Team aus Nannys, Farmarbeitern und einer Kamerafrau. Die perfekte Idylle ist nichts weiter als eine sorgfältig inszenierte Scheinwelt. Doch diese bricht durch eine Reihe von Ereignissen nach und nach zusammen – und plötzlich findet sich Natalie in genau der Vergangenheit wieder, die sie zuvor so verklärt hat. Kein Strom, keine technischen Hilfsmittel, echte Selbstversorgung, unzählige Kinder und harte körperliche Arbeit. Und siehe da: Das traditionelle Leben ist plötzlich gar nicht mehr so romantisch und idyllisch, wie sie es ihren Followern immer verkauft hat. Besonders spannend fand ich, dass man erst ganz am Ende erfährt, wie Natalie überhaupt dort gelandet ist. Bis dahin war ich permanent am Rätseln und habe verschiedenste Theorien aufgestellt – und am Ende ergibt plötzlich alles Sinn und ist trotzdem absurd. Das Buch ist satirisch, parodiehaft und gleichzeitig gesellschaftskritisch. Es setzt sich bissig mit Social Media, Influencer-Kultur und der Romantisierung traditioneller Rollenbilder auseinander, hat aber auch eine deutlich feministische Ebene. Für mich war es eine absolut unterhaltsame, kluge und teilweise herrlich frustrierende Lektüre. Plus: Never judge a Book by its Cover- ABER ich liebe, liebe, liebe diesen Umschlag und den Druck dahinter 🥰

Eine messerscharfe Satire, die die Influencer-Welt seziert
Das im Netz mehr Fake herrscht als sonst irgendwo, ist nichts Neues. Hier wird das Thema aber wirklich innovativ und gut aufgegriffen. Natalie ist die beste unsympathische Protagonistin seit langem und die man wirklich hasst. Ihre inneren Monologe sind brutal ehrlich. Das Ende war unerwartet und befriedigend 😀
Eine spitzzüngige Anklage am gesellschaftlichen Zeitgeist!
Was ist real und was nicht?! Den gängigen Social Media Plattformen versuche ich mich gezielt fernzuhalten und besitze keinen Account darauf, trotzdem stolpert man im Zeitalter des Internets natürlich immer mal wieder darüber. Ebenso hatte ich nach wenigen Kapitel dieses Buchs eine sehr bekannte Influencerin vor Augen wodurch ich mir ein gutes Bild von dem beschrieben Handlungsort machen konnte. Dass die Autorin Caro Clair Burke ebenfalls von dort ihre Inspiration hergeholt hat, ist kaum zu überlesen. Der Roman stellt sich zahlreichen Fragen ganz im Sinne des modernen Zeitgeists zu Geschlechterrollen, wirklichem "Frei sein", Sozialen Medien, der extrem kritischen Manosphere, "Family" Influencern, "Trade Wifes", dem Zwiespalt der Karrierefrau und den stark polarisierenden politischen Ansichten vorallem zu Amerika. Zudem sehen sich die LeserInnen der moralisch grauen Hauptprotagonistin Natalie gegenüber, mit der man nicht wirklich sympathisieren kann, gleichzeitig hat sie jedoch die fesselnde Sogwirkung eines Autounfalls- ihr inauthentisches Selbst nach außen und ihre witzigen, zynischen Gedanken nach innen. Ist Natalie, die Person an sich bloß problematisch oder ist sie nur das Produkt von den Leuten mit denen sie sich umgibt? Es handelt sich eigentlich um einen literarischen Roman, aber in einigen Abschnitten fühlt es sich wie ein psychologischer Thriller an, da es die Autorin mit einem sehr bildhaften Schreibstil schafft eine in die Enge treibende Atmosphäre zu erschaffen. Das Ende ist Geschmackssache und war für mich leider zu wirr und somit der einzige Kritikpunkt in einem sonst sehr überzeugendem Erstlingswerk! Fazit: Eine zynisch, stichelnde Anklage an unsere neumoderne, oberflächliche, nach außen perfekt inszenierte, falsche Welt, die laut nachhallt!

Durchgeknallt, tiefsinnig und fesselnd.
Natalie, eine Frau mit einem perfekten Leben: Traumhaus, wohlerzogene Kinder, ein liebender Ehemann und eine anstrebende Karriere als Influencerin. Zu schön um wahr zu sein?! Der Roman wird auf besondere Weise erzählt. Er springt zwischen zwei Welten hin und her, scheint aus Erinnerungsfetzen zu bestehen. Als Leser versteht man nicht ganz was los ist und genau das hält die Spannung fortwährend aufrecht. Zudem punktet er mit bissigem Humor, was ich persönlich sehr liebe. Natalie ist als Charakter einfach nur unsympathisch, sie eckt an und doch hatte sie mein Mitgefühl. Es steckt mehr hinter ihrer Fassade als anfangs angenommen. Und genau das mochte ich sehr. Eine Tiefgründigkeit, die erst auf dem zweiten Blick ersichtlich ist. YeasterYear ist ein kluger Roman, der im Kopf bleibt. Er hinterfragt und regt zum Nachdenken an, zeigt uns Dinge auf, die für uns heute selbstverständlich sind, aber auch solche die immer noch allgegenwärtig und entwicklungsfähig sind. Es zeigt die Gegensätze zwischen der industriellen und digitalen Entwicklung sowie dem Patriarchat, den weiterhin bestehenden Geschlechterrollen und ihren möglichen Folgen auf. Ein Buch, das etwas anders und doch so wichtig ist. Große Leseempfehlung!

"Eine Frau hatte drei Aufgaben. Eine gute Mutter zu sein, eine gute Ehefrau zu sein und das Haus sauber zu halten. Ach u
Natalie Mills ist eine Instagram-Tradewife. Augenscheinlich hat sie alles und führt ein perfektes Leben. Vom Sauerteig, zur selbstgemachten Seife, bis hin zur Kindererziehung einer süßen kleinen Meute gelingt ihr einfach alles. Dennoch kommen ihr eines Tages Zweifel, ob die Idee, mit dem Geld ihres Schwiegervaters - der aktuell für die US-Präsidentschaft kandidiert - eine Farm zu kaufen, wirklich so glorreich war. Kurz vor dem inneren Scheitern geht sie durch eine Stream-Empfehlung auf Instagram plötzlich viral und zieht Millionen von Menschen,- hauptsächlich Frauen, in ihren Bann. Gekonnt inszeniert sie eine heile Welt zum Zuschauen und präsentiert ein perfekt romantisiertes Farmleben. Zwischen der offline Natalie und der online Natalie, den Kindern, die sie über alles liebt, und einem in ihren Augen minderwertigen, kaum zurechnungsfähigen Gatten baut sie sich mit ihrer Familie und ihren Angestellten ein Imperium auf. Darunter auch die PR Assistentin Shannon. Sie hilft ihr in der Social Media Welt und Natalie merkt schnell, dass sie unglaublich gute Hacks parat hat, um das Publikum noch mehr zu begeistern. Neben den zwei Nannys, den Kindern und dem Ehemann baut Shannon ein fast schon familiäres Verhältnis zu der Familie auf, was die Influencerin von Beginn an eher kritisch beäugt. Trotz aufkeimender Skandale und lauter werdender Stimmen wütender Frauen im Internet versucht Natalie, alles unter den Teppich zu kehren und weiterzumachen. Bis sie sich schließlich die Frage stellen muss: Was wäre eigentlich, wenn sie im Hintergrund nicht diese ganzen Angestellten hätte und das Leben, das sie vorgibt zu leben, wirklich ganz allein bewältigen müsste? Natalie selbst ist eher unsympathisch, eine zynische, unzufriedene Frau, die doch immer wieder ein Funken Herz beweist. Erst Schicht für Schicht blickt man hinter das Konstrukt, das sich wirklich dahinter verbirgt. Zwischen Wahrheit und verzerrter Realität fängt man als Leser selbst an zu zweifeln, wo man sich gerade befindet. Meine Empfehlung - Lest dieses Buch, es ist so anders und mitreißend. Ich bin auf jeden Fall auf die Verfilmung gespannt!





















































