My Last Innocent Year

My Last Innocent Year

Softcover
3.7165

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Description

An incisive, deeply resonant debut novel about a nonconsensual sexual encounter that propels one woman's final semester at an elite New England college into controversy and chaos-and into an ill-advised affair with a married professor.

It's 1998 and Isabel Rosen, the only daughter of a Lower East Side appetizing store owner, has one semester left at Wilder College, a prestigious school in New Hampshire. Desperate to shed her working-class roots and still mourning the death of her mother four years earlier, Isabel has always felt like an outsider at Wilder but now, in her final semester, she believes she has found her place-until a nonconsensual sexual encounter with one of the only other Jewish students on campus leaves her reeling.

Enter R. H. Connelly, a once-famous poet and Isabel's writing professor, a man with secrets of his own. Connelly makes Isabel feel seen, beautiful, talented: the woman she longs to become. His belief in her ignites a belief in herself, and the two begin an affair that shakes the foundation of who Isabel thinks she is, for better and worse. As the lives of the adults around her slowly come apart, Isabel discovers that the line between youth and adulthood is less defined than she thought.

A coming-of-age story set against the backdrop of the Clinton/Lewinsky scandal, Daisy Alpert Florin's My Last Innocent Year is a timely and wise portrait of a young woman learning to trust her voice and move toward independence while recognizing the beauty and grit of where she came from.

Book Information

Main Genre
N/A
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
306
Price
18.50 €

Posts

38
All
5

Kennt ihr das Gefühl, man ist im Hirn eines Autors und spürt seine Gedanken? So habe ich mich beim lesen gefühlt. Manchmal waren die Gedanken sprunghaft, kühl, distanziert, manchmal gab es Nähe und tiefere Gedanken. Es wird das Leben von Isabel beleuchtet, eine nicht praktizierende Jüdin au NY die Ende der 90er studiert. Mir haben die Hinweise auf die damalige Situation (Bill Clinton's Affäre) sehr gut gefallen - ganz klar, ich bin ein 90er Kind und kann mich lebhaft an die Geschehnisse erinnern. Die Schreibart gefällt mir sehr gut, ich bin nur so durch die Seiten geflogen und habe es genossen. Sehr vieles war nachvollziehbar für mich, so war das einfach zu dieser Zeit, auch wenn wir heutzutage nur den Kopf schütteln können. Ein Roman, der eigentlich keine konkrete Handlung hat und mich doch mitgerissen hat. Die Liebe zur Literatur kommt immer wieder hervor, das hat mich sehr gecatcht.

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4

So schön geschrieben!

„Mein letztes Jahr der Unschuld“ transportiert die Unstetigkeit und Unsicherheit die ich persönlich als ganz junge Erwachsene hatte und als junge Erwachsene immer noch habe, sehr gut. Isabell wirkte auf mich ein bisschen blass und war trotz all ihren innern Empfindungen irgendwie so leise, weshalb ich erst von Zeit zu Zeit mit ihr sympathisieren konnte, was wiederum auch sehr von den reflektierten Kommentaren der älteren Isabell getragen wurde. Richtig, richtig gut war der Schreibstil! So grazil aber gewaltig, so treibend! Ich bin wirklich sehr schnell durch die Seiten gekommen und habe das Buch kaum noch weglegen können. Alles in Allem: ein richtig gutes Buch, dem aber noch der letzte Kniff fehlt, um es zum Highlight zu machen (und weniger Namen von verschiedensten Randfiguren mit denen wir ab dem Beginn überworfen werden, ich hatte da so meine Schwierigkeiten 😅)

So schön geschrieben!
4

Ein kleines Lesefest, wenn auch anders als erwartet. In der Protagonistin Isabel Rosen konnte ich mich in einigen Teilen wiederfinden und fand es großartig zu lesen, wie sie immer mehr ihre eigene Stimme, Meinungen und Überzeugungen erkennen und aussprechen konnte. Die Beziehung zu ihrem Professor war weniger aufregend, dafür tiefsinniger als gedacht. Der Roman bietet das Potenzial sich auf verschiedenen Ebenen mit den Inhalten (Erwachsenen werden, Loyalität, Betrug etc.) auseinanderzusetzen und war demnach für mich mehr als eine einfache „Dark Academia“ Geschichte. „Wir meinen unsere Geschichten seien persönlich dabei sind wir nur Produkte unserer Zeit.“

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4

Stimmt sehr nachdenklich

"Die Zeiten änderten sich, oder war ich es, die sich änderte?" Isabel Rosen besucht das Wilder College und wir begleiten Sie durch Ihren Alltag. Ein Studienkollege wird ihr gegenüber übergriffig und es wirft die Frage auf: kann man von Vergewaltigung sprechen wenn die Frau nicht deutlich NEIN gesagt hat? Kann man jungen Männern heutzutage nicht soviel Feingefühl zusprechen, dass sie das Verhalten richtig deuten können? Sind die jungen Mädels heute noch nicht tough genug? Hätte Isabel nur lauter aussprechen müssen was sie möchte und was nicht? Sie beginnt eine Affäre mit ihrem Lehrer, der ihr das Gefühl gibt jemand zu sein. Und so wie sie ist gut zu sein. Er lobt ihre Arbeiten und gibt ihr Mut. Trotzdem ist es ein Machtgefälle zu seinem Gunsten. Auch wenn er genau fragt was sie möchte und was nicht, ist sie ihm ausgeliefert als seine Schutzbefohlene. Nebenher bekommen wir die ehelichen Probleme eines anderen Lehrers mit. Auch hier wird man durch den Verdacht auf häusliche Gewalt wieder mit ungesunden Machtstrukturen konfrontiert. Ein Buch, das im Kopf bleibt!

3

2,4-3 Sterne 🌟

Ich muss sagen ich bin echt froh das dieses Buch jetzt fertig ist .. Ich finde es hat sich zwischendurch echt gezogen und oft wurden so viele unrelevante Themen mega ausgeschmückt. Aber irgendwas hat mich trotzdem noch gehalten denn ich wollte wissen wie es endet.

2,4-3 Sterne 🌟
5

Kein Wort zu viel, kein Wort zu wenig

„Kurz gesagt, ich war in dieser Begegnung hineingestolpert wie in ein dunkles Zimmer: mit ausgestreckter Hand, mich vorwärts tastend, unfähig zu sehen, was an den Wänden war oder wie ich da wieder rauskam.“ (S. 13) „Bald würde ich begreifen, dass Erwachsensein genau das ist: ein ständiges Aufdenkopfstellen all dessen, woran man als Kind geglaubt hatte.“ (S. 250) Ich bin wirklich begeistert! Daisy Alpert Florins erster (!) Roman fängt inhaltlich, sprachlich und atmosphärisch das letzte Collegejahr von Isabel ein, die an der Grenze zum Erwachsenwerden mehr und mehr an Selbstbestimmung gewinnt und ihr zunächst sehr passives Verhalten in Teilen ablegt. Dieses Jahr ist geprägt durch jugendlichen Leichtsinn, Euphorie, Freund*innenschaft, Selbstzweifel und Gewalt wie Fremdbestimmung, die sie durch verschiedene Männer (vermeintliche Freunde, ihr Dozent, ihr Vater) erfährt. Sie begreift bruchstückhaft, was es bedeutet, eine Frau zu sein und zu werden. Thematisch ist dieser Roman unheimlich dicht und es ist mit wirklich ein Rätsel, wie so viel Inhalt, so viel Schmerz, so viele Schicksale auf 333 Seiten passen. Definitiv ein Highlight! Hoffentlich kommt da noch mehr!

3

Zur Schwelle zur Erwachsenen

Der Schreibstil war sehr gut und konnte mich auch komplett überzeugen. Die Affäre kommt meiner Meinung nach zu kurz. Öfters hatte ich das Gefühl, dass manche Stellen viel zu sehr umschrieben wurden und der rote Faden verloren gegangen ist.. Ich fands okay, der Hauptcharakter war mir definitiv zu kalt und unnahbar. Irgendwie war es auch nicht mein Thema bzw. hätte man das ganze spannender gestalten können.

5

Was für eine gutes Buch ist das bitte? Ich liebe alles daran. Ich will selbst auf den Wilder Campus. Ich will das Buch noch einmal von Vorne lesen. Und vor allem will ich nicht, dass das Buch jetzt vorbei ist. 😭😭

3.5

Fesselnde Geschichte.

3

Für Isabel Rosen beginnt 1997 das letzte Schuljahr am Wilder College. Sie hatte sich eigentlich auf diese verbleibende Zeit vor dem Erwachsenwerden gefreut, auf entspannte Stunden mit ihren Freundinnen, auf Partys und vor allem auch auf den Kurs zu kreativem Schreiben bei ihrer Lieblingsdozentin. Doch entgegen ihrer Erwartungen scheint alles, was Isabel für sicher gehalten hatte, auseinander zu brechen: Ihre Freundschaften bekommen Risse, ihre finanzielle Situation läuft aus dem Ruder und die Dozentin für kreatives Schreiben fällt aufgrund einer Scheidung aus. Das Seminar übernimmt stattdessen der Dichter und Journalist R. H. Connelly, von dem Isabel sofort fasziniert ist. Sie beginnt eine Affäre mit dem um viele Jahre älteren, verheirateten Mann, die natürlich geheim bleiben muss. "Mein letztes Jahr der Unschuld" von Daisy Alpert Florin, aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von pociao und Roberto de Hollanda, ist eine Geschichte, die man so oder so ähnlich in den letzten Jahren öfter gelesen hat: Eine junge Frau an der Schwelle zum Erwachsenwerden geht eine Beziehung zu einem älteren Mann in einer Machtposition ein. In Daisy Alpert Florins Erzählung geht es um Machtmissbrauch und Consent, aber auch um die Suche nach Orientierung und der eigenen Stimme - und wie dieser Zustand der Orientierungslosigkeit ausgenutzt werden kann. Die Autorin lässt Isabels Story vor dem Hintergrund der 1997 medial sehr präsenten Clinton-Affäre abspielen, immer wieder finden Diskussionen der Figuren darüber Eingang in den Roman und bilden dadurch eine interessante Metaebene. Zudem wird das Buch rückblickend erzählt, weshalb auch immer wieder Einwürfe der Jetztzeit-Isabel in die Geschichte einfließen. Genau hier setzt aber auch einer meiner Kritikpunkte an: Durch die vielen Nebenschauplätze, die die Autorin eröffnet - Isabels Aufwachsen in einer jüdischen Familie, die prekäre finanzielle Lage von Schreibenden, der frühe Tod von Isabels Mutter, die Vergewaltigung Isabels durch ihren Kommilitonen Zev usw. - , wird das Kernthema des Romans in meinen Augen zu sehr verwässert und keiner der Erzählstränge erhält die Tiefe, die für einen nachhaltigen Eindruck notwendig gewesen wäre. So war das Buch für mich eine durchaus spannend zu lesende und mit wichtigen Themen gefüllte Coming-Of-Age-Geschichte, die aber hinter ihren Möglichkeiten zurück bleibt und mich letztlich nicht ganz überzeugt hat.

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5

Isabel Rose ist im letzten Jahr ihres Studiums – und nichts ist so, wie sie es sich vorgestellt hat. (Same, girl!) Sie weiß nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll, fühlt sich einsam und von ihren Freundinnen unverstanden. Und ob das mit Zev, mit dem sie eigentlich immer nur aus Höflichkeit geredet hat, einvernehmlicher Sex war, das weiß sie auch nicht. Was sie aber weiß, ist, dass sie sich nicht wohl damit fühlt, als sie mit ihrer Freundin dann vor seiner Zimmertür steht und "Vergewaltiger" darauf sprüht. Was nur weiter zur Entfremdung der beiden beiträgt. Kurz: Isabels Leben fühlt sich an, als würde es auseinanderfallen – und sie leidet sehr darunter. Ihr einziger Lichtblick ist ihr neuer Professor für Kreatives Schreiben: R.H. Connelly. Er hält ihre Texte für etwas ganz besonderes und Isabel selbst natürlich auch – sehr zum Ärger der anderen Studierenden. Langsam entwickelt sich eine geheime Affäre zwischen den beiden… Ein unglaublich spannender Roman, der wohl ein breites Publikum ansprechen wird - und genau die Art von Geschichte war, die ich gerade lesen wollte. Die Geschichte Isabels wird gefühlvoll erzählt und ohne Isabel dabei abzuwerten – und trotzdem wird die Lehrer-Studentin-Beziehung nicht verharmlost oder gar romantisiert. Was ich hier unbedingt hervorherben möchte, denn Dark Romance liegt ja immer noch im Trend und da wäre ein solches Machtgefälle ja erwünscht und etwas, das gerne gelesen wird. So aber kann ich euch sagen: Das hier ist keine Dark Romance. Wenn ihr so ein Buch also sucht, dann nehmt nicht dieses hier in die Hand. Wenn ich aber diesen Roman bisher noch nicht gelesen habt, weil ihr Angst habt, dass das Dark Romance sein könnte, dann ist das hier euer Zeichen: Ihr könnt dieses Buch guten Gewissens lesen! Isabel befindet sich in einer Phase der Selbstfindung – und der Autorin ist es gelungen, diese Phase, die wohl vielen Leser:innen aus dem eigenen Leben bekannt sein dürfte, authentisch zu beschreiben. Mein Fazit? Eine ganz große Leseempfehlung für euch!

3

Großes Potential, wenig Plot

*Rezensionsexemplar* Dieses Buch hat mein Interesse geweckt mit einer wahnsinnig spannenden Zusammenfassung und dem Cover, was so anders ist als die anderen aktuell erscheinenden Bücher. Sofort wird man als Leserin in die Handlung reingeworfen und die Geschichte beginnt mit einem sehr schweren und ernsthaftem Thema. Das Tempo des Buches nimmt direkt zu Beginn fahrt auf und man möchte sehen, wo die Reise der Protagonistin hingeht. Leider flacht es danach auch wieder sehr ab und es gab Abschnitte der Geschichte, bei denen ich mich etwas gelangweilt habe. Das Beste an diesem Buch war für mich der Schreibstil, welcher wirklich wunderbar lyrisch und ausgefeilt ist. Es gibt keinen wirklichen Plot und es wird sich vielmehr auf die Hauptprotagonistin und ihre Erlebnisse fokussiert. Dabei fiel es mir von Beginn an schwer, eine Verbindung zu Ihr aufzubauen. Ihre Erzählungen wirkten alle immer sehr distanziert und etwas klinisch. Dementsprechend distanziert war auch meine Beziehung zu Ihr und den Geschehnissen. Ich hätte mir eine reflektiertere Erzählweise der Geschehnisse gewünscht, aber vielleicht war diese Art der Erzählung auch beabsichtigt, weil sie als junge Studentin in diesen Momenten noch nicht fähig war, alles zu 100% reflektiert zu sehen. Alles in allem bin ich mit diesem Buch leider nicht warm geworden, obwohl die Geschichte großes Potential hat, weil so wahnsinnig wichtige Themen angesprochen werden und der Schreibstil mir an sich wirklich zugesagt hat.

4

Das letzte Jahr

•Buchrezi• 😒 Zum Inhalt: Isabel startet ihr letztes Semester am College. Zwischen Partys, Freundinnen, Feminismus und intimen Bekanntschaften, die vielleicht nicht so ganz im gegenseitigen Einverständnis abgelaufen sind, fasziniert sie ein Mann ganz besonders. Ein neuer Professor, der den Kurs für kreatives Schreiben übernimmt. R.H. Connelly ist attraktiv, wortgewandt, ein toller Schriftsteller und er ist verheiratet. In den Vorlesungen ist Isabel fasziniert von Connelly, bis es auf einer Party zu einem Kuss kommt. Obwohl beide zu Beginn nicht so recht wissen, ob es sich um einen blöden Ausrutscher handelt, stürzen die beiden sich schnell in eine Affaire. Doch schon bald darauf, ist Isabel sich nicht mehr sicher, ob sie die einzige Liebschaft von Connelly ist. Und dann passiert etwas am College, was Isabels Gewissen plötzlich auf eine Probe stellt und Connelly scheint etwas damit zu tun zu haben… Zwischen Zukunftsängsten, Abschlussprüfungen und Freundschaften, muss Isabel ihren ganz eigenen Weg finden. Mein Fazit: Der Titel des Buches ist so passend. Das letzte Jahr am College… das letzte Jahr der Unschuld und dann wird es ernst! Was dann? Zwischen Freundschaften, die vielleicht bestehen bleiben, die man aber vielleicht auch hinter sich lässt. Dinge, die man im Nachgang eventuell bereut. Eine Affaire, in die man sich Leidenschaft hineinstürzt. Genau das ist dieses Buch und doch so viel mehr. Isabel ist eine tolle Protagonistin, die jung ist, aber eine traurige Geschichte mit sich trägt. Früh verliert sie ihre Mutter an Krebs. Die Künstlerin der Familie, mit der es nicht immer einfach war und doch eine große Lücke hinterlassen hat. Ihr Vater, der so viel arbeitet, um seiner Tochter ein tolles Leben zu ermöglichen und sich dabei selbst vergisst. Die Beziehung zu ihrem Professor ist leidenschaftlich und geheimnisvoll. Und dann gibt es sogar noch einen spannenden Aspekt, über eine gescheiterte Ehe. Ich mochte das Buch, es ist das letzte Jahr der Unschuld, es ist tiefgründig, manchmal etwas holprig, aber gut. 👩‍🎓👩‍🎓👩‍🎓👩‍🎓 von fünf 👩‍🎓en!

5

Auch als Hörbuch ein Highlight

4

Zeitreise ins College-Leben der 1990er

Das Buch erzählt die Geschichte von Isabel, die in den frühen 1990er Jahren aufs College geht und sich auf eine Reise der Selbstentdeckung begibt. Florin fängt die Atmosphäre dieser Zeit authentisch ein und beleuchtet einfühlsam die Herausforderungen des Erwachsenwerdens. Besonders gelungen ist die Perspektive der älteren Isabel als Erzählerin, die der Geschichte eine reflektierte Dimension verleiht. Die Rückblicke in Isabels Jugend sind fesselnd und bieten einen Einblick in ihre Entwicklung. Die College-Atmosphäre wird lebendig und realistisch dargestellt, was das Buch für Leser, die an dieser Zeit interessiert sind, besonders ansprechend macht. Florins Fokus auf Isabels Studium der Literatur und ihre Beziehung zu ihrem Professor bietet zusätzliche Einblicke, auch wenn diese Aspekte nicht für jeden Leser gleichermaßen spannend sein mögen. Insgesamt ist „Mein letztes Jahr der Unschuld“ ein fesselnder Roman, der in einer prägenden Zeit spielt und die Herausforderungen des Erwachsenwerdens einfühlsam thematisiert.

5

Ein wundervolles und einzigartiges Buch, welches einem auf den unterschiedlichsten Arten und Weisen die Augen öffnet, wo man sie am liebsten verschließen möchte - Missstände und den Verlauf des Erwachsenwerdens aufzeigt und ungeschönt beschreibt, wie schwer es ist, sich selbst und den Platz in dieser Welt zu finden.

3.5

Geschichte über eine junge Frau, die noch herausfinden muss, wo ihre Grenzen sind. Hat mir gut gefallen, allerdings hatte ich das Gefühl, dass das Potential der Geschichte nicht ganz ausgeschöpft wurde.

4

„Wir waren Mädchen in den Körpern von Frauen. Wie kauften Kondome mit den Kreditkarten unserer Väter, tranken Sloe Gin Fizzes und schliefen mit Plüschtieren im Bett. Wir wussten nicht mal, wie man ein Spannbetttuch faltet.“

Es ist genau so, wie die Kurzrezension der Madame es beschreibt. Es ist ein Roman „über die Freiheit in Abhängigkeitsverhältnissen.“ Der universitäre Kontext der 90er Jahre hat es atmosphärisch gemacht. Die Figur Isabel durchlebt ihr letztes Semester und trifft auf einen Mann, der ihr das Gefühl gibt, etwas besonderes zu sein. Sie, die aus ärmlichen Verhältnissen kommt und im Vergleich zu ihren Kommilitonen so viel mehr auf ihr Geld achten muss, sticht mit ihrer schriftstellerischen Arbeit hervor. So gleitet Isabel in eine Affäre mit einem wesentlich älteren verheirateten Mann. Er gibt ihr vor, was er anziehend findet, sagt ihr, wie sie sich in der Öffentlichkeit verhalten soll. Sie beginnt ihr Leben um ihn herum zu planen. Dieser Roman bietet aber viel mehr, als nur diese Affäre und die damit einhergehenden Abgängigkeitsverhältnisse. Der Wandel vom jungen Mädchen zur Frau passiert fast unsichtbar und wird regelmäßig von der Erzählerinnenstimme, eine ältere Version von Isabel, kommentiert. Ich fand es ganz wunderbar!

„Wir waren Mädchen in den Körpern von Frauen. Wie kauften Kondome mit den Kreditkarten unserer Väter, tranken Sloe Gin Fizzes und schliefen mit Plüschtieren im Bett. Wir wussten nicht mal, wie man ein Spannbetttuch faltet.“
4

Total überraschend, aber überraschend gut. Gerade dieser Übergang zum "Erwachsen-werden" war so nachvollziehbar dargestellt, dass ich mich einfach richtig verstanden gefühlt habe. Es passiert an sich eigentlich gar nicht so dramatisch viel, aber es hat mir trotzdem so gut gefallen, da der Schreibstil einfach so nahbar und großartig war. Geht einfach mit keinen Erwartungen an den Roman und macht euch ein (vielleicht neues und) eigenes Bild davon, wie es sich anfühlen kann an der Schwelle vom Erwachsensein zu stehen.

4

Isabel Rosen hat ihr letztes Semester am Wilder College vor sich – ein Semester, in dem sich alles ändern soll. Eine Nacht mit einem Kommilitonen wird zur Gewalterfahrung, ein guter Freund begegnet ihr auf einmal mit Eifersucht und Ablehnung und dann übernimmt auch noch Professor Connelly als Vertretung den Kurs für Kreatives Schreiben. Er bevorzugt sie, lobt ihr schriftstellerisches Können und nach und nach kommen sie sich näher. Eine gefährliche Affäre beginnt, in deren Netz sich Isabel immer tiefer verstrickt. „Mein letztes Jahr der Unschuld“ ist der erste Roman der Autorin Daisy Alpert Florin und wurde von pociao und Roberto de Hollanda ins Deutsche übersetzt. Erzählt wird aus der Perspektive der Protagonistin Isabel in der Ich- und Vergangenheitsform; sie blickt von einem späteren Punkt in ihrem Leben auf dieses eine Semester zurück, in dem sich für sie alles verändert hat. Dabei nimmt die Beziehung zu Connelly den meisten Raum ein, es werden aber auch viele andere Themen angesprochen. Isabel ist Jüdin, ihr Vater betreibt einen Appetizing Store in New York, die Mutter ist nach schwerer Krankheit verstorben. Durch die Trauer, aber auch Isabels Studium am Wilder College haben sich die beiden voneinander entfernt. Ihre Freundinnen Debra und Kelsey stehen ihr zwar zur Seite, aber auch ihnen verschweigt sie die Beziehung zu Professor Connelly. Bei ihm fühlt Isabel sich erwachsen und ernst genommen und schließlich ist ihre Affäre doch einvernehmlich und die Machtverhältnisse ausgeglichen, oder etwa nicht? Als sich am College ein bekanntes Professorenehepaar trennt, erlebt Isabel aus erster Hand mit, wie eine vordergründig glückliche Beziehung mit Kind in einen wahren Krieg ausartet. Connelly solidarisiert sich mit dem Vater, einem alten Freund und Isabel muss sich fragen, welchen Preis sie für diese Affäre zu zahlen bereit ist. „Mein letztes Jahr der Unschuld“ ist ein erschreckender Roman über eine junge Frau in einer abhängigen Beziehung, deren Leben sich innerhalb weniger Monate für immer verändert und sie den unschuldigen, vertrauensvollen Blick auf die Zukunft verlieren lässt.

4.5

Hat mich an meine dunkle Vanessa erinnert, hat mir aber viel besser gefallen.

3

Ein Buch über das Erwachsenwerden einer Frau, die sich nicht selbst entscheiden kann und nicht in der Lage ist eine eigene Meinung zu bilden, geschweige denn diese auszudrücken. Doch so geht es uns doch allen einmal? Literarische und poetische Sprache die viel Platz für eigeninterpration lässt, aber auch inspirieren kann. Bin kein Fan von Affären und deren Glorifizierungen, sonst wär’s spitze gewesen

3.5

Packend erzählt. Runde Geschichte. Aber etwas hat mir gefehlt, vielleicht etwas mehr Tiefe? Ich schwanke zwischen 3.5 und 4 Sternen.

3

Die Geschichte war interessant, hat es aber leider verfehlt mich in seinen Bann zu ziehen und mich zu bewegen. Daher habe ich es zwar bis zum Ende gehört, dabei aber wenig gefühlt. Einige Momente dachte ich durchaus "mein Gott, kann sie so dumm sein" aber mehr hat es mit mir leider nicht gemacht. Ich mochte die Protagonistin nur bedingt. Ihre Freundinnen jedoch teilweise sehr gern. Allerdings kamen diese recht wenig zu Wort. Die Lebenslange Fixierung auf eine Person würde jedoch gut rüber gebracht. Please remember Reading is subjective.

5

Ein großartiges Buch über Macht, ob innerhalb einer Beziehung, am Arbeitsplatz, an Schulen/Unis oder innerhalb der Familie. Ich bin verliebt!

4

Den Einstieg fand ich sehr gelungen, im Mittelteil hatte es mich dann fast verloren, aber die letzten 100 Seiten konnte ich dann irgendwie nicht aus der Hand legen. Es klingt nach.

5

Ich hab das Buch schnell ins Herz geschlossen und mochte sehr die Erzählweise der Autorin und die klare Sprache. Das Lesen war wie eine kleine Zeitreise, die einem einen Einblick in das Leben einer jungen Studentin in den 90ern gewährt. Ich habe so oft über den Fall von Monica Lewinsky nachgedacht, der in der Geschichte auch immer wieder vorkommt. Die Autorin stellt sehr gut dar, wie anders damals mit sexuellen Übergriffen und Machtmissbrauch umgegangen wurde und was es bedeutet, in so einer Welt erwachsen zu werden.

5

Ein Meisterwerk

Wow, wow, wow, was soll ich sagen? Ich bin absolut geflasht von diesem Buch. Die Autorin hat damit ein absolutes Meisterwerk erschaffen welches ich schwer aus der Hand legen konnte. Es hat mich gepackt, mich in eine Denkweise geführt, die in der Naivität der Hauptprotagonistin nachvollziehbar war, warum sie so dachte wie sie dachte aber mir jedoch fremd ist, da ich selber vom Charakter und der eigenen Überzeugung nie so sein könnte wie sie, was im Anbetracht der Ereignisse der Story auch gut so ist. Psychologisch raffiniert, sehr packend, gefühlvoll, extrem tiefgründig und gleichzeitig beängstigend und traurig, da die Schicksale einiger Charaktere in diesem Buch düster und verloren sind. Viel Drama, vor allem durch zwei große Plottwist und auch aus dem Leben gegriffen, man merkt dass die Autorin sich sehr mit dem Thema, emotionale Abhängigkeit, sexuelle aber auch psychische Gewalt und wie schon erwähnt auch mit vielen psychologischen Aspekten sehr gut auseinandergesetzt hat. Man spürt die persönliche Note der Autorin in dem Buch. Von meiner Sicht her eine absolute Empfehlung. In dem Buch habe ich persönlich auch das markiert, welche Sichtweisen und poetische Aspekte ich am allerbesten empfand. Sozusagen kleiner Sneak peek.

Ein Meisterwerk
0.5

Man hätte so viel aus der Geschichte machen können... Hab mir das Ende von einer Freundin sagen lassen hatte einfach keine Motivation mehr wwiter zu lesen , echt schade.

4

Ein Buch über das Erwachsenwerden

*Rezensionsexemplar, zur Verfügung gestellt von NetGalley* Das Buch wurde trotz der doch immer mal wieder schweren Thematik recht trocken erzählt, wodurch es nicht besonders emotionalisierend war. Der Wechsel der Perspektive von damals zu heutigem Wissen der Protagonistin war unfassbar spannend. Insgesamt ein lesenswertes Buch, was mir allerdings an einigen Stellen zu trocken war für die Thematik.

4

„Du bist so schön, wenn du weinst.“ Das Buch spricht viele Dinge gleichzeitig an: Konsens, Erwachsen werden, Klassenunterschiede, Verlust und Moral. durch die vielen Themen war es mir teilweise zu überladen und ging nicht in die Tiefe. Dennoch hat mich der Roman zum nachdenken angeregt. emotional hat es mich leider weniger abgeholt.

3

Ein Roman über das Erwachsenwerden, der leider sein Potenzial nicht ganz ausschöpft.

Der Schreibstil lässt sich angenehm lesen, auch wenn die Zeitsprünge nicht immer passend sind. Dadurch wirkt das Buch etwas wirr. Die erwachsene Isabel erzählt von ihrer Jugend und wie sie erwachsen wird. Im letzten Semester weiß Isabel noch nicht wohin ihre Reise danach hingehen soll. Sie will Schriftstellerin werden, glaubt aber eigentlich nicht an sich. Als der attraktive und charmante Connelly den Kurs für kreatives Schreiben übernimmt, fühlt sie sich sofort hingezogen zu ihm. Es dauert auch nicht lange bis sich eine Affäre entwickelt und Isabel sich endlich gesehen fühlt. So ganz konnte ich keine Verbindung zu Isabel aufbauen. Irgendwie hatte sie keine eigene Stimme und lies sich oft manipulieren. Für mich war auch die sprunghafte Handlung oft nicht nachvollziehbar, sodass sich die nötige Tiefe des Romans nicht einstellen konnte. Sehr schade, da die Geschichte durchaus Potenzial hat.

5

It totally sucked me in and I didn’t wanna leave either.

3

Tiefsinnig, melancholisch und es liest sich ein bisschen, wie eine Erzählung bei einer Unterhaltung zwischen Freundinnen über die Vergangenheit. Keine richtige Struktur und es plätscherte eher vor sich hin. Interessanter Schreibstil und auch in gewisser Weise fesselnd. Holte mich aber leider nicht ganz ab.

3

Tiefsinnig, melancholisch und es liest sich ein bisschen, wie eine Erzählung bei einer Unterhaltung zwischen Freundinnen über die Vergangenheit. Keine richtige Struktur und es plätscherte eher vor sich hin. Interessanter Schreibstil und auch in gewisser Weise fesselnd. Holte mich aber leider nicht ganz ab.

4.5

i did not like this professor tbh

3

Naja…

Ich hatte mir mehr erhofft. Mehr Drama, mehr Geheimnis, mehr Tabu. Kein Romance-Roman, aber halt mehr Emotionen. Stattdessen kamen diese zu kurz. Ebenso wie die Affäre an sich.

5

It totally sucked me in and I didn’t wanna leave either.

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