Yerba Buena
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Description
“A study of complex, modern love…Expertly illuminates the trauma that Sara and Emilie are both wrestling with, as well as their hope and healing…Lingers like a perfectly mixed cocktail.” ―San Francisco Chronicle
“A Carol for our times.” ―Harper’s Bazaar
Sara Foster runs away from home at sixteen, leaving behind the girl she once was, capable of trust and intimacy. Years later, in Los Angeles, she is a sought-after bartender, renowned as much for her brilliant cocktails as for the mystery that clings to her. Across the city, Emilie Dubois is in a holding pattern, yearning for the beauty and community her Creole grandparents cultivated but unable to commit. On a whim, she takes a job arranging flowers at the glamorous restaurant Yerba Buena.
The morning Emilie and Sara first meet at Yerba Buena, their connection is immediate. But soon Sara's old life catches up to her, upending everything she thought she wanted, just as Emilie has finally gained her own sense of purpose. Will their love be more powerful than their pasts?
At once exquisite and expansive, astonishing in its humanity and heart, Yerba Buena is a testament to the healing qualities of a shared meal, a perfectly crafted drink, a space we claim for ourselves. Nina LaCour’s adult debut novel is a love story for our time.
"Trailblazing…One of my personal favorite authors." ―Casey McQuiston, New York Times bestselling author of One Last Stop
Book Information
Posts
Bei „Wilde Minze“ war es das Cover, welches mich sofort angezogen hat. Wie wunderschön ist das bitte? Und wenn man den Roman gelesen hat, weiß man obendrein, wie perfekt es zur Geschichte passt. Aber nicht nur äußerlich hat mich dieses Buch überzeugt, auch inhaltlich ist es eine wahre Perle. Nina Lacour hat mich mit ihrem Schreibstil beeindruckt und mich komplett mit ihren Charakteren abgeholt. Sara und Emilie, zwei junge Frauen, die sich ineinander verlieben. Eine Liebe, die so immens zärtlich, sinnlich und zutiefst berührend erzählt wird. Neben diesen schönen Momenten gibt es allerdings auch immer wieder einige traurige Seiten. Nämlich die Vergangenheit der beiden. Diese ist geprägt mit Verlust, Trauer und Ängsten auf unterschiedlichsten Weißen. Alles nicht so leicht für die beiden, denn die Vergangenheit holt sie immer wieder ein. Aber sie sind stark und es ist schön zu lesen, wie die beiden wachsen und heilen. Ich kann und möchte euch diese Geschichte wärmstens empfehlen. Eine Liebesgeschichte der ganz besonderen Art.

Nina Lacour hat ein lesenswertes Buch über zwei junge Frauen auf der Suche nach Liebe und einem Zuhause geschrieben. Dass beide Frauen naturverbunden und kreativ sind, gibt dem Buch eine besondere Note. Das Buch atmet kalifornische Lebensart und entwickelt im ersten Teil eine Sogwirkung, die jedoch später etwas abflaut.
Emilie und Sara in Nina Lacours "Wilde Minze" haben schon einige Lebenserfahrung gesammelt, ehe sie einander im Restaurant "Yerba Buena" begegnen. Und auch dann verläuft ihre Begegnung noch in mehreren Stufen. Nina Lacour erzählt ihre jeweilige Geschichte in sich abwechselnden Rückblicken. Sara kommt aus einem Umfeld, das durch Drogenabhängigkeit und daraus entstehende Krankheiten geprägt ist. So verliert sie sehr früh ihr nahestehende Menschen und flieht schliesslich aus ihrer Heimatstadt. Emilie ist behüteter aufgewachsen, findet aber trotzdem keine Ruhe in ihrem Leben und wechselt von Studienfach zu Studienfach. Auch in ihrer Familie gibt es eine Drogenproblematik. Als sie sich im "Yerba Buena", was soviel wie "Wilde Minze" bedeutet, begegnen, arbeitet Emilie dort als Floristin, während Sara eine neue Cocktailkarte entworfen hat. Beide haben ihre Begabungen weiterentwickelt, sind aber nicht am Ziel. Noch liegt ein längerer Entwicklungsweg vor ihnen, auf dem sie sich mit Erfahrungen aus ihrer Vergangenheit auseinander setzen müssen. Nina Lacours Roman nimmt zu wichtigen Themen wie der Verantwortung Erwachsener gegenüber jungen Menschen und dem Zerbrechen von Familien Stellung und zeigt, dass Verletzungen Schritt für Schritt heilen und Lebensträume umsetzbar werden können. So sind mir Emilie und Sara ein Stück weit ans Herz gewachsen. Aber trotzdem blieb mir eine gewisse Distanz gegenüber beiden, die ich nicht überwinden konnte. In diesem Sinne war es ein Roman, den ich sehr gern gelesen habe, der jedoch keine allzutiefen Spuren hinterlassen wird. Aber auch das darf sein.

Sara ist aus ihrer Heimatstadt nach Los Angeles geflohen, sie hat die Kleinstadt, den dealenden Vater, den kleinen Bruder zurückgelassen. In Los Angeles fasst sie langsam Fuß, sie arbeitet sich von der Kellnerin zur Barkeeperin hoch. Eines Tages trifft sie im angesagten Szenelokal Yerba Buena auf Emilie, die dort die Blumengestecke arrangiert und sich so ihr Studium finanziert. Sofort fühlen beide die Anziehungskraft zwischen ihnen - doch der Zeitpunkt passt nicht. "Wilde Minze" von Nina Lacour, übersetzt von Yasemin Dinçer, hat mich ab der ersten Seite begeistert. Saras und Emilies Geschichten verlaufen sehr lange parallel, man fiebert beim Lesen auf das erste Zusammentreffen der beiden hin, dann auf ihr Zweites. Das Buch lebt einerseits von dem Spannungsfeld, das die beiden Frauen umgibt, andererseits aber auch von ihren jeweiligen Lebensgeschichten. Sara hat früh ihre Mutter verloren, dann ihre erste große Liebe, beide an die Drogen. Sie löst sich aus ihrer Heimat und fängt nochmal neu an in Los Angeles, verkraftet es aber nie, ihren kleinen Bruder in der Kleinstadt bei ihrem meist abwesenden, kriminellen Vater zurückgelassen zu haben. Emilie hingegen ist in einer gutbürgerlichen kreolischen Familie aufgewachsen, stand bei ihren Eltern aber von Beginn an im Schatten ihrer drogenabhängigen großen Schwester Colette. Sie schwirrt ziellos durchs Leben, wechselt immer wieder ihren Studiengang und stürzt sich in eine Beziehung mit einem verheirateten Mann. Der Roman handelt von vielen schweren Themen, verliert aber trotzdem nie seine Leichtigkeit, denn er sprüht nur so vor Farben, Gerüchen und Geschmäckern - durch Emilies Job als Floristin, durch Saras Tätigkeit als Barkeeperin, durch das Restaurieren von Häusern. Ich habe "Wilde Minze" unglaublich gerne gelesen und möchte euch diese wirklich schöne, etwas unkonventionelle Liebesgeschichte sehr empfehlen!

Wilde Minze
Ich muss zugeben, dass mir das Cover auf den ersten Blick nicht gefallen hat, aber jetzt nachdem ich den Inhalt kenne, es passt super! Am Anfang erfahren wir erst etwas über das Leben und die erste Liebe von Sara. Aber auch um den Verlust ihrer Freundin. Danach erfährt man etwas über das Leben von Emilie und wie die Beiden sich anschließend in Los Angeles kennenlernen. Aber ständig holt sie die Vergangenheit ein, was den Alltag nicht gerade einfacher macht. Finden Sie doch noch zueinander...? Der Schreibstil gefällt mir gut, flüssig, bildhaft und gefühlvoll. Die Protagonisten sind alle sehr unterschiedlich und das macht die Geschichte nicht langweilig. Mich hat sie jedenfalls gut unterhalten. Von mir eine Leseempfehlung!

Wilde Minze ist Leiden und Leidenschaft
Zunächst hab ich Ablehnung gegen das Buch verspürt, es hatte nichts mit dem Klappentext zu tun. Ich war nicht vorbereitet auf eine Hintergrundgeschichte, in der es in den ersten Seiten schon um Tod, Verrat und sexuelle Übergriffe geht. Ich wollte nicht weiterlesen, weil mich das so getroffen hat und keine Vorwarnung da war. Deswegen gebe ich auch einen Stern Abzug, eine Triggerwarnung wäre hier sehr sinnvoll, besonders weil viele queere Menschen mit traumatischer Vergangenheit dieses Buch lesen werden. Aber ungefähr ab Seite 100 hat mich das Buch in seinen Bann gezogen, ich habe mich in Emilie und Sara wiedergefunden und hab an ihren Geschichten gehangen, wie eine durstige Pflanze. Zwischendurch hab ich vergessen, wie lang das Buch überhaupt noch ist, wollte nicht, dass es endet. Und auch das Ende vom Buch ist alles andere als Happy end forever - aber ich liebe, dass die Geschichte so zerrüttet ist und die Steine, die allen in den Weg gelegt werden, sehr realistisch sind. Ich wünsche allen, die dieses Buch lesen, viel Kraft, Inspiration und Leidenschaft, wie Sara und Emilie sie spüren.

Bitter sweet Liebes-und Lebensgeschichte. Die 2. Erzählstränge um Sara und Emilie. Welche sich im Verlauf mehrmals treffen müssen um sich lieben zu können. Beide auf ihren eigenen Weg zur eigenen Selbstverwirklichung. Beide mit Berührungen zur Drogenszene, mit Verlusten und Fragen nach ihrem Platz im Leben. Im Buch werden gute Stimmungen und Situationen beschrieben, aber an manchen Stellen bleibt es mir zu Vage.
📖 "Wilde Minze" erzählt von der Suche nach dem eigenen Selbst, dem Abschließen mit der Vergangenheit und dem Streben nach Liebe. Dabei entsehen Zweifel, Hoffnungsschimmer bis der nächste Rückschlag auf einen wartet. Ein gut erzählter Roman, der mich emotional leider nicht abholen konnte.
• WILDE MINZE • Was für ein schöner Buchtitel! Ob mich neben dem Titel auch die Handlung begeistert hat, erfährst du weiter unten. 🌸 I N H A L T: Als Sara, Barkeeperin im teuren Szenelokal Yerba Buena, Emilie kennenlernt, die für das Restaurant die Blumen arrangiert, ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch ihre Lebensgeschichten könnten kaum unterschiedlicher sein: Sara ist mit siebzehn aus dem White-Trash-Drogensumpf ihrer Kleinstadt nach Los Angeles geflohen. Dass sie ihren zehnjährigen Bruder zurücklassen musste, wirft sie sich heute noch vor. Emilie ist die Tochter einer gutbürgerlichen kreolischen Familie, hat aber immer darunter gelitten, dass sich die gesamte Aufmerksamkeit der Eltern auf Emilies drogenabhängige Schwester Colette richtet. M E I N U N G: Ein Roman über das Vergeben, Verzeihen und Hoffnung schöpfen. Das Yerba Buena ist der Dreh- und Angelpunkt Lacours Roman "Wilde Minze" - hier begegnen sich Sara und Emilie, ein Ort der zugleich heilsam und herausfordernd ist. Minze, Kräuter, Pflanzen und Naturverbundenheit spielen eine große Rolle im Roman. Immer wieder tauchen sie in Form von Blumenarrangements, Cocktailrezepten oder Ortsbeschreibungen auf. Für mich fast eine Spur zu aufdringlich, knapp an der Grenze von "zu viel des Guten". Das erste Drittel habe ich förmlich eingeatmet! Der Spannungsbogen perfekt, die Gehemnisse groß und die Vermutung, wie beide Protgonistinnen aufeinander treffen, kaum auszuhalten. Die Dramatik konnte Lacour für mich nicht aufrecht erhalten. Einen richtigen Draht zu den Charakteren blieb aus, die vielen unzusammenhängenden Vergangenheitsmomente zu viel und der Aspekt des Vergebns zu schwach ausgeprägt. Die zahlreichen Momente in denen das Leben unverhoffte Wendungen bringt, waren für mich durchaus realistisch. Lacour hat mich dennoch nicht emotional mitgenommen. Mir fehlte es an wahrem Schmerz und dem inneren Seelenleben. 📖 "Wilde Minze" erzählt von der Suche nach dem eigenen Selbst, dem Abschließen mit der Vergangenheit und dem Streben nach Liebe. Dabei entsehen Zweifel, Hoffnungsschimmer bis der nächste Rückschlag auf einen wartet. Ein gut erzählter Roman, der mich emotional leider nicht abholen konnte.

Eine sehr berührende Liebesgeschichte
Als Sara und Emilie, zwei sehr talentierte Frauen sich zum ersten Mal begegnen spüren sie, dass da mehr ist als nur Sympathie. Sara arbeitet als Barkeeperin, mixt und kreiert Drinks. Emilie ist Floristin und arrangiert die Blumendekoration im selben Restaurant Yerba Buena. Beide haben bisher sehr unterschiedliche Leben gelebt, mit teils äußerst tragischen Erlebnissen. Atmosphärisch und sinnlich erzählt die Autorin über die Schicksale von Sara und Emilie, und der Liebe zwischen den beiden Frauen. In der ersten Hälfte des Buches waren mir die Sprünge zwischen den einzelnen Zeitebenen und unterschiedlichen Personen manchmal schwer nachvollziehbar. Das farbenfrohe Cover gefällt mir sehr gut, passend zur Geschichte, ein Cocktail, und Blumen in einer kleinen Vase wie sie oft in Restaurants auf dem Tisch stehen. Eigentlich lese ich keine Liebesromane, aber dieses Buch hat mich sehr berührt.
„In der ersten Nacht, die sie in dieser Wohnung verbracht hatte, hatten die Geister sie verfolgt. Damals waren bereits Monate vergangen, seit sie dem Russian River entflohen war, und sie hatten sie in der ganzen Zeit in Ruhe gelassen. Aber sobald sie ihre Tür hinter sich zugemacht hatte, kamen sie herbeigerauscht, als hätten sie nur geduldig gewartet, bis sie sie allein vorfanden.“ Sara, Barkeeperin in einem Szenelokal, lernt Floristin Emilie kennen. Girl meets girl. Beide wissen direkt, dass mehr ist. Doch beide Lebensgeschichten könnten unterschiedlicher nicht sein. Sara ist mit siebzehn auf eigene Faust aus der Kleinstadt geflüchtet, die für sie zahlreiche negative Erfahrungen bereithielt. Allgemein ist die Stadt bekannt als Drogensumpf ohne Perspektive. Dabei lässt sie ihren damals zehnjährigen Bruder allein bei ihrem Vater zurück. Emilie hingegen stammt aus einer gutbürgerlichen kreolischen Familie, deren Leben sich um die drogenabhängige Schwester dreht. Als die beiden Frauen denken, gemeinsam in ein neues Leben aufbrechen zu können, klopft die Vergangenheit an die Tür und wirbelt alles durcheinander. KURZTIPP: dieses Buch hätte ich nicht gelesen, wenn es mir nicht unangefordert zugeschickt worden wäre, doch das wäre schade gewesen. Die Geschichte von Sara und Emilie ist so viel mehr als reine Liebesgeschichte gepaart mit coming-of-age-Klischees. Themen wie Vernachlässigung, (Drogen-)Abhängigkeit, Verlust, Missbrauch auf unterschiedlichsten Ebenen aber eben auch Selbstvertrauen, Mut und Hoffnung werden thematisiert. Miteinander verwoben werden nicht nur die Zweige von Blumen, sondern auch die unterschiedlichen Lebenserfahrungen der beiden Frauen und ihrer Familien. Ein easy-read mit Tiefgang.

Hat mir gefallen
Ich muss gestehen, dass es mir im Herzen wehtut, dieses Buch beendet zu haben. Sara und Emilie sowie die anderen Charaktere sind mir so wichtig geworden, dass ich sie gar nicht loslassen will. Erneut lesen würde ich "Wilde Minze" allerdings wahrscheinlich nicht. Das Setting und der Vibe um New York, die Restaurants etc. haben mir sehr gut gefallen. Es ist sehr lebhaft geschrieben und ich hatte keine Probleme, mich in die Szenen hineinzufühlen. Wie schon gesagt mochte ich die Protagonistinnen sofort sehr gerne. Emilie ist eine junge Frau, die lange Zeit nicht weiß, wer sie eigentlich ist, während Sara in ihrer Vergangenheit viel durchmachen und ums Überleben kämpfen musste. Die beiden verlieben sich praktisch auf den ersten Blick, das konnte man schon den Klappentext entnehmen. Allerdings fängt die Beziehung erst etwa gegen Mitte des Buches an, was ich aber ganz angenehm fand, da man so noch die Chance hatte, vorher die Charaktere und ihre Geschichten näher kennenzulernen. Was ich nicht so toll fand, war die Länge der Kapitel. Ich hab eine relativ kurze Aufmerksamkeitsspanne (heh) und es fällt mir einfach leichter, kürzere Kapitel zu lesen. Hier waren sie relativ lang, eins hatte glaub ich sogar 60 Seiten, für mich persönlich war das ein bisschen zuu lang. Hätten mich die Story und die Charaktere nicht überzeugt, hätte ich dieses Buch relativ schnell weggelegt. Ich bin allerdings froh, dass ich es nicht getan hab. Wenn ihr also ein Buch lesen wollt, in dem ihr queere Repräsentation, character development und starke weibliche Protagonistinnen finden könnt, und ihr euch nicht von langen Kapiteln abschrecken lasst, lege ich euch "Wilde Minze" auf jeden Fall ans Herz.
was für ein dinner
dem thematischen rahmen entsprechend möchte ich das buch mit einem mehrgang menü vergleichen . wo die vorspeise noch etwas dürftig, vllt mit einer zu bitteren note versehen war, damit aber die hoffnung auf mehr, auf besseres geschürt hat, waren folgende gänge besser aufeinander abgestimmt, es war alles an geschmackserlebnissen dabei. und das ende, ein süßes dessert, was mich gesättigt und wohlig zurückgelassen hat. kurz geweint am ende, nicht weil es vorbei war so dern weil es schön, eine runde sache und mit viel liebe gemacht war.
Intensive Geschichte
Dieses Buch hat mir - trotz teilweise heftiger Abschnitte - richtig Spaß gemacht zu lesen. Es ist toll geschrieben und hat mich die Figuren intensiv nachfühlen lassen. Auch ist die Erzählung aus verschiedenen Perspektiven abwechslungsreich und zeigt umso besser das Innenleben der beiden Hauptfiguren.
Die Autorin Nina LaCour tauchte in meiner Wahrnehmung durch ihren Kollegen David Levithan auf. Zusammen schrieben sie "You know me well", das mir sehr gefallen hat. danach fiel sie mir immer wieder auf, ich las "hold still" ebenfalls sehr gerne und kaufte "watch over me", das noch immer gelesen werden möchte. "we are okay" hat mich allein durch das Cover schon verzaubert. Sie ist eine sehr gute Jugendbuchautorin. • Aber nicht nur das, denn mit "Yerba Buena" ist jetzt ihr erster Roman für Erwachsene erschienen und als ich ihn zufällig in der Carl von Ossietzky Buchhandlung in Flensburg entdeckte, war ich sofort begeistert. Und das zu Recht. • Es geht um zwei Frauen, Sara und Emilie, die wir unabhängig voneinander kennenlernen und deren Leben sich letztlich immer wieder kreuzen. Ihre Geschichten starten beide in ihrer Jugend, sind auf ihre Art ungewöhnlich, mitunter hart, immer spannend. Auch weil Nina LaCour weiß, wie man die gerade spannende Geschichte erstmal nicht weitererzählt. Auch als sich die beiden schließlich begegnen, sich anziehen, ist es nicht so einfach. Obwohl teilweise richtig heftige DInge passieren, ist es ein ruhiges Buch, die Sprache geht genießerisch mit den schönen Teilen um, schippert entspannt durch die anderen, transportiert trotzdem alle wichtigen Emotionen sehr genau und gut. Das Thema Klasse spielt auch eine Rolle, die beiden kommen aus unterschiedlichen Schichten. Sexualität wird nicht benannt, sondern ist einfach wie sie ist. • Ihr merkt schon: Definitive Leseempfehlung! Hoffentlich erscheint das Buch auch noch auf Deutsch.

„Wilde Minze“ von Nina Lacour ist ein Roman, der tief in die Themen Verlust und Heilung eintaucht, gewürzt mit einer bittersüßen Liebesgeschichte. Die Handlung entfaltet sich in Los Angeles, wo Sara, eine Barkeeperin im angesagten Yerba Buena, auf die Floristin Emilie trifft. Die Liebe zwischen den beiden entfacht sofort, doch ihre Lebensgeschichten könnten kaum unterschiedlicher sein. Sara ist eine Flüchtige aus dem White-Trash-Drogensumpf ihrer Kleinstadt, die mit sechzehn nach Los Angeles floh und sich selbst noch heute dafür die Schuld gibt, dass sie ihren zehnjährigen Bruder zurücklassen musste. Emilie hingegen stammt aus einer gutbürgerlichen kreolischen Familie und hat unter der Vernachlässigung ihrer drogenabhängigen Schwester gelitten. Gemeinsam glauben sie, ein neues Zuhause gefunden zu haben, doch ihre Vergangenheit holt sie ein. Das Buch fesselt von Anfang an durch seinen packenden Start, bei dem der Leser direkt in die Handlung geworfen wird. Die Enthüllung der tatsächlichen Ereignisse erfolgt erst am Ende, was dem Roman eine geheimnisvolle Note verleiht. Die Struktur mit Zeitsprüngen mag für manche Leser etwas verwirrend sein, aber sie trägt dazu bei, die Spannung aufrechtzuerhalten. Die Geschichte deckt das gesamte Spektrum einer Drogenkarriere ab, einschließlich Prostitution und Beschaffungskriminalität. Lacour scheut sich nicht, die Schattenseiten der Realität zu zeigen, was dem Roman eine rohe Authentizität verleiht. Die beiden Hauptcharaktere, Sara und Emilie, sind faszinierend gegensätzlich, obwohl sie letztendlich viele Gemeinsamkeiten teilen. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist mitreißend, und die Leser werden sich leicht mit ihnen identifizieren können. Das offene Ende gibt Raum für Interpretationen und lässt den Leser über das Schicksal der Protagonisten nachdenken. Der Schreibstil von Lacour ist leicht verdaulich, obwohl die Länge der Kapitel variieren kann. Insgesamt bietet „Wilde Minze“ eine intensive und emotionale Leseerfahrung, die trotz ihrer Härte die Hoffnung auf Heilung und Liebe nicht aus den Augen verliert.
3,5 Sterne! Dieses Buch war sehr besonders. Ich mochte die blumige Sprache und die ganzen Blumen- und Pflanzenreferenzen. Leider hat es sich in der Mitte sehr gezogen und allgemein plätscherte es sehr vor sich hin. Ich habe aber gemerkt, dass dies durchaus beabsichtigt war. Nina LaCour wollte hier offensichtlich eine ganz zarte Geschichte erzählen, was ihr auch gelungen ist. Nur leider war es stellenweise etwas zu langweilig. Für alle Leute, die ein schönes Buch mit lesbischer Liebesgeschichte suchen, ist es trotzdem eine absolute Empfehlung. CW: sexueller Missbrauch, Drogensucht
Nina LaCour kenne ich bisher nur von ihren großartigen Jugendromanen. Dies ist ihr erster Erwachsenenroman und ich finde, dieser Sprung ist ihr gut gelungen. Wilde Minze ist ein tiefgehender Roman über Liebe, Familien und Vergangenheitsbewältigung, aber was ihn deutlich von anderen Büchern abhebt, ist der fantastische Schreibstil der Autorin. Nina LaCour hat ein Talent dafür, immersive Welten zu schaffen, die zwar das Alltägliche abbilden, aber durch ihre bildhaften Beschreibungen betören. Geschmäcker, Gerüche, die Natur - alles ergreift den Leser durch sinnliche Darstellungen, die man förmlich am eigenen Körper spürt. Dies macht diesen Roman zu einem wahren Fest der Sinneseindrücke. Das Cover des Buchs finde ich schön gestaltet und in ansprechenden Farben gehalten. Ich bin froh, dass das Design der Originalausgabe beibehalten wurde. Auch die Übersetzung des Titels ergibt meiner Meinung nach Sinn und ist auf dem deutschsprachigen Markt sicher ansprechender.
loved reading this! there are quite a few bad reviews and people saying they expected more, and i kind of get it, having read lacour's YA books. but i couldn't put this book down and am still thinking about it all the time. it's difficult to describe the plot: essentially it's the story of two women, sara and emilie, and their lives over many years, and how they meet and lose and find each other. i have to say - i like reading about people's careers, about their journeys, and this was just...that. there's some romance, there's drama and very sad moments, but a lot of the time it just tells the story of people ...kind of getting by? nina lacour's writing is beautiful and descriptive and i felt like she really loves her characters, which made me love them, too. it's a short book that felt very heavy but it's also calming to read. my favorite part was the one where emilie finds her 'calling' / her dream job, and all the descriptions of california.
3,5 Sterne! Dieses Buch war sehr besonders. Ich mochte die blumige Sprache und die ganzen Blumen- und Pflanzenreferenzen. Leider hat es sich in der Mitte sehr gezogen und allgemein plätscherte es sehr vor sich hin. Ich habe aber gemerkt, dass dies durchaus beabsichtigt war. Nina LaCour wollte hier offensichtlich eine ganz zarte Geschichte erzählen, was ihr auch gelungen ist. Nur leider war es stellenweise etwas zu langweilig. Für alle Leute, die ein schönes Buch mit lesbischer Liebesgeschichte suchen, ist es trotzdem eine absolute Empfehlung. CW: sexueller Missbrauch, Drogensucht
Description
“A study of complex, modern love…Expertly illuminates the trauma that Sara and Emilie are both wrestling with, as well as their hope and healing…Lingers like a perfectly mixed cocktail.” ―San Francisco Chronicle
“A Carol for our times.” ―Harper’s Bazaar
Sara Foster runs away from home at sixteen, leaving behind the girl she once was, capable of trust and intimacy. Years later, in Los Angeles, she is a sought-after bartender, renowned as much for her brilliant cocktails as for the mystery that clings to her. Across the city, Emilie Dubois is in a holding pattern, yearning for the beauty and community her Creole grandparents cultivated but unable to commit. On a whim, she takes a job arranging flowers at the glamorous restaurant Yerba Buena.
The morning Emilie and Sara first meet at Yerba Buena, their connection is immediate. But soon Sara's old life catches up to her, upending everything she thought she wanted, just as Emilie has finally gained her own sense of purpose. Will their love be more powerful than their pasts?
At once exquisite and expansive, astonishing in its humanity and heart, Yerba Buena is a testament to the healing qualities of a shared meal, a perfectly crafted drink, a space we claim for ourselves. Nina LaCour’s adult debut novel is a love story for our time.
"Trailblazing…One of my personal favorite authors." ―Casey McQuiston, New York Times bestselling author of One Last Stop
Book Information
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Bei „Wilde Minze“ war es das Cover, welches mich sofort angezogen hat. Wie wunderschön ist das bitte? Und wenn man den Roman gelesen hat, weiß man obendrein, wie perfekt es zur Geschichte passt. Aber nicht nur äußerlich hat mich dieses Buch überzeugt, auch inhaltlich ist es eine wahre Perle. Nina Lacour hat mich mit ihrem Schreibstil beeindruckt und mich komplett mit ihren Charakteren abgeholt. Sara und Emilie, zwei junge Frauen, die sich ineinander verlieben. Eine Liebe, die so immens zärtlich, sinnlich und zutiefst berührend erzählt wird. Neben diesen schönen Momenten gibt es allerdings auch immer wieder einige traurige Seiten. Nämlich die Vergangenheit der beiden. Diese ist geprägt mit Verlust, Trauer und Ängsten auf unterschiedlichsten Weißen. Alles nicht so leicht für die beiden, denn die Vergangenheit holt sie immer wieder ein. Aber sie sind stark und es ist schön zu lesen, wie die beiden wachsen und heilen. Ich kann und möchte euch diese Geschichte wärmstens empfehlen. Eine Liebesgeschichte der ganz besonderen Art.

Nina Lacour hat ein lesenswertes Buch über zwei junge Frauen auf der Suche nach Liebe und einem Zuhause geschrieben. Dass beide Frauen naturverbunden und kreativ sind, gibt dem Buch eine besondere Note. Das Buch atmet kalifornische Lebensart und entwickelt im ersten Teil eine Sogwirkung, die jedoch später etwas abflaut.
Emilie und Sara in Nina Lacours "Wilde Minze" haben schon einige Lebenserfahrung gesammelt, ehe sie einander im Restaurant "Yerba Buena" begegnen. Und auch dann verläuft ihre Begegnung noch in mehreren Stufen. Nina Lacour erzählt ihre jeweilige Geschichte in sich abwechselnden Rückblicken. Sara kommt aus einem Umfeld, das durch Drogenabhängigkeit und daraus entstehende Krankheiten geprägt ist. So verliert sie sehr früh ihr nahestehende Menschen und flieht schliesslich aus ihrer Heimatstadt. Emilie ist behüteter aufgewachsen, findet aber trotzdem keine Ruhe in ihrem Leben und wechselt von Studienfach zu Studienfach. Auch in ihrer Familie gibt es eine Drogenproblematik. Als sie sich im "Yerba Buena", was soviel wie "Wilde Minze" bedeutet, begegnen, arbeitet Emilie dort als Floristin, während Sara eine neue Cocktailkarte entworfen hat. Beide haben ihre Begabungen weiterentwickelt, sind aber nicht am Ziel. Noch liegt ein längerer Entwicklungsweg vor ihnen, auf dem sie sich mit Erfahrungen aus ihrer Vergangenheit auseinander setzen müssen. Nina Lacours Roman nimmt zu wichtigen Themen wie der Verantwortung Erwachsener gegenüber jungen Menschen und dem Zerbrechen von Familien Stellung und zeigt, dass Verletzungen Schritt für Schritt heilen und Lebensträume umsetzbar werden können. So sind mir Emilie und Sara ein Stück weit ans Herz gewachsen. Aber trotzdem blieb mir eine gewisse Distanz gegenüber beiden, die ich nicht überwinden konnte. In diesem Sinne war es ein Roman, den ich sehr gern gelesen habe, der jedoch keine allzutiefen Spuren hinterlassen wird. Aber auch das darf sein.

Sara ist aus ihrer Heimatstadt nach Los Angeles geflohen, sie hat die Kleinstadt, den dealenden Vater, den kleinen Bruder zurückgelassen. In Los Angeles fasst sie langsam Fuß, sie arbeitet sich von der Kellnerin zur Barkeeperin hoch. Eines Tages trifft sie im angesagten Szenelokal Yerba Buena auf Emilie, die dort die Blumengestecke arrangiert und sich so ihr Studium finanziert. Sofort fühlen beide die Anziehungskraft zwischen ihnen - doch der Zeitpunkt passt nicht. "Wilde Minze" von Nina Lacour, übersetzt von Yasemin Dinçer, hat mich ab der ersten Seite begeistert. Saras und Emilies Geschichten verlaufen sehr lange parallel, man fiebert beim Lesen auf das erste Zusammentreffen der beiden hin, dann auf ihr Zweites. Das Buch lebt einerseits von dem Spannungsfeld, das die beiden Frauen umgibt, andererseits aber auch von ihren jeweiligen Lebensgeschichten. Sara hat früh ihre Mutter verloren, dann ihre erste große Liebe, beide an die Drogen. Sie löst sich aus ihrer Heimat und fängt nochmal neu an in Los Angeles, verkraftet es aber nie, ihren kleinen Bruder in der Kleinstadt bei ihrem meist abwesenden, kriminellen Vater zurückgelassen zu haben. Emilie hingegen ist in einer gutbürgerlichen kreolischen Familie aufgewachsen, stand bei ihren Eltern aber von Beginn an im Schatten ihrer drogenabhängigen großen Schwester Colette. Sie schwirrt ziellos durchs Leben, wechselt immer wieder ihren Studiengang und stürzt sich in eine Beziehung mit einem verheirateten Mann. Der Roman handelt von vielen schweren Themen, verliert aber trotzdem nie seine Leichtigkeit, denn er sprüht nur so vor Farben, Gerüchen und Geschmäckern - durch Emilies Job als Floristin, durch Saras Tätigkeit als Barkeeperin, durch das Restaurieren von Häusern. Ich habe "Wilde Minze" unglaublich gerne gelesen und möchte euch diese wirklich schöne, etwas unkonventionelle Liebesgeschichte sehr empfehlen!

Wilde Minze
Ich muss zugeben, dass mir das Cover auf den ersten Blick nicht gefallen hat, aber jetzt nachdem ich den Inhalt kenne, es passt super! Am Anfang erfahren wir erst etwas über das Leben und die erste Liebe von Sara. Aber auch um den Verlust ihrer Freundin. Danach erfährt man etwas über das Leben von Emilie und wie die Beiden sich anschließend in Los Angeles kennenlernen. Aber ständig holt sie die Vergangenheit ein, was den Alltag nicht gerade einfacher macht. Finden Sie doch noch zueinander...? Der Schreibstil gefällt mir gut, flüssig, bildhaft und gefühlvoll. Die Protagonisten sind alle sehr unterschiedlich und das macht die Geschichte nicht langweilig. Mich hat sie jedenfalls gut unterhalten. Von mir eine Leseempfehlung!

Wilde Minze ist Leiden und Leidenschaft
Zunächst hab ich Ablehnung gegen das Buch verspürt, es hatte nichts mit dem Klappentext zu tun. Ich war nicht vorbereitet auf eine Hintergrundgeschichte, in der es in den ersten Seiten schon um Tod, Verrat und sexuelle Übergriffe geht. Ich wollte nicht weiterlesen, weil mich das so getroffen hat und keine Vorwarnung da war. Deswegen gebe ich auch einen Stern Abzug, eine Triggerwarnung wäre hier sehr sinnvoll, besonders weil viele queere Menschen mit traumatischer Vergangenheit dieses Buch lesen werden. Aber ungefähr ab Seite 100 hat mich das Buch in seinen Bann gezogen, ich habe mich in Emilie und Sara wiedergefunden und hab an ihren Geschichten gehangen, wie eine durstige Pflanze. Zwischendurch hab ich vergessen, wie lang das Buch überhaupt noch ist, wollte nicht, dass es endet. Und auch das Ende vom Buch ist alles andere als Happy end forever - aber ich liebe, dass die Geschichte so zerrüttet ist und die Steine, die allen in den Weg gelegt werden, sehr realistisch sind. Ich wünsche allen, die dieses Buch lesen, viel Kraft, Inspiration und Leidenschaft, wie Sara und Emilie sie spüren.

Bitter sweet Liebes-und Lebensgeschichte. Die 2. Erzählstränge um Sara und Emilie. Welche sich im Verlauf mehrmals treffen müssen um sich lieben zu können. Beide auf ihren eigenen Weg zur eigenen Selbstverwirklichung. Beide mit Berührungen zur Drogenszene, mit Verlusten und Fragen nach ihrem Platz im Leben. Im Buch werden gute Stimmungen und Situationen beschrieben, aber an manchen Stellen bleibt es mir zu Vage.
📖 "Wilde Minze" erzählt von der Suche nach dem eigenen Selbst, dem Abschließen mit der Vergangenheit und dem Streben nach Liebe. Dabei entsehen Zweifel, Hoffnungsschimmer bis der nächste Rückschlag auf einen wartet. Ein gut erzählter Roman, der mich emotional leider nicht abholen konnte.
• WILDE MINZE • Was für ein schöner Buchtitel! Ob mich neben dem Titel auch die Handlung begeistert hat, erfährst du weiter unten. 🌸 I N H A L T: Als Sara, Barkeeperin im teuren Szenelokal Yerba Buena, Emilie kennenlernt, die für das Restaurant die Blumen arrangiert, ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch ihre Lebensgeschichten könnten kaum unterschiedlicher sein: Sara ist mit siebzehn aus dem White-Trash-Drogensumpf ihrer Kleinstadt nach Los Angeles geflohen. Dass sie ihren zehnjährigen Bruder zurücklassen musste, wirft sie sich heute noch vor. Emilie ist die Tochter einer gutbürgerlichen kreolischen Familie, hat aber immer darunter gelitten, dass sich die gesamte Aufmerksamkeit der Eltern auf Emilies drogenabhängige Schwester Colette richtet. M E I N U N G: Ein Roman über das Vergeben, Verzeihen und Hoffnung schöpfen. Das Yerba Buena ist der Dreh- und Angelpunkt Lacours Roman "Wilde Minze" - hier begegnen sich Sara und Emilie, ein Ort der zugleich heilsam und herausfordernd ist. Minze, Kräuter, Pflanzen und Naturverbundenheit spielen eine große Rolle im Roman. Immer wieder tauchen sie in Form von Blumenarrangements, Cocktailrezepten oder Ortsbeschreibungen auf. Für mich fast eine Spur zu aufdringlich, knapp an der Grenze von "zu viel des Guten". Das erste Drittel habe ich förmlich eingeatmet! Der Spannungsbogen perfekt, die Gehemnisse groß und die Vermutung, wie beide Protgonistinnen aufeinander treffen, kaum auszuhalten. Die Dramatik konnte Lacour für mich nicht aufrecht erhalten. Einen richtigen Draht zu den Charakteren blieb aus, die vielen unzusammenhängenden Vergangenheitsmomente zu viel und der Aspekt des Vergebns zu schwach ausgeprägt. Die zahlreichen Momente in denen das Leben unverhoffte Wendungen bringt, waren für mich durchaus realistisch. Lacour hat mich dennoch nicht emotional mitgenommen. Mir fehlte es an wahrem Schmerz und dem inneren Seelenleben. 📖 "Wilde Minze" erzählt von der Suche nach dem eigenen Selbst, dem Abschließen mit der Vergangenheit und dem Streben nach Liebe. Dabei entsehen Zweifel, Hoffnungsschimmer bis der nächste Rückschlag auf einen wartet. Ein gut erzählter Roman, der mich emotional leider nicht abholen konnte.

Eine sehr berührende Liebesgeschichte
Als Sara und Emilie, zwei sehr talentierte Frauen sich zum ersten Mal begegnen spüren sie, dass da mehr ist als nur Sympathie. Sara arbeitet als Barkeeperin, mixt und kreiert Drinks. Emilie ist Floristin und arrangiert die Blumendekoration im selben Restaurant Yerba Buena. Beide haben bisher sehr unterschiedliche Leben gelebt, mit teils äußerst tragischen Erlebnissen. Atmosphärisch und sinnlich erzählt die Autorin über die Schicksale von Sara und Emilie, und der Liebe zwischen den beiden Frauen. In der ersten Hälfte des Buches waren mir die Sprünge zwischen den einzelnen Zeitebenen und unterschiedlichen Personen manchmal schwer nachvollziehbar. Das farbenfrohe Cover gefällt mir sehr gut, passend zur Geschichte, ein Cocktail, und Blumen in einer kleinen Vase wie sie oft in Restaurants auf dem Tisch stehen. Eigentlich lese ich keine Liebesromane, aber dieses Buch hat mich sehr berührt.
„In der ersten Nacht, die sie in dieser Wohnung verbracht hatte, hatten die Geister sie verfolgt. Damals waren bereits Monate vergangen, seit sie dem Russian River entflohen war, und sie hatten sie in der ganzen Zeit in Ruhe gelassen. Aber sobald sie ihre Tür hinter sich zugemacht hatte, kamen sie herbeigerauscht, als hätten sie nur geduldig gewartet, bis sie sie allein vorfanden.“ Sara, Barkeeperin in einem Szenelokal, lernt Floristin Emilie kennen. Girl meets girl. Beide wissen direkt, dass mehr ist. Doch beide Lebensgeschichten könnten unterschiedlicher nicht sein. Sara ist mit siebzehn auf eigene Faust aus der Kleinstadt geflüchtet, die für sie zahlreiche negative Erfahrungen bereithielt. Allgemein ist die Stadt bekannt als Drogensumpf ohne Perspektive. Dabei lässt sie ihren damals zehnjährigen Bruder allein bei ihrem Vater zurück. Emilie hingegen stammt aus einer gutbürgerlichen kreolischen Familie, deren Leben sich um die drogenabhängige Schwester dreht. Als die beiden Frauen denken, gemeinsam in ein neues Leben aufbrechen zu können, klopft die Vergangenheit an die Tür und wirbelt alles durcheinander. KURZTIPP: dieses Buch hätte ich nicht gelesen, wenn es mir nicht unangefordert zugeschickt worden wäre, doch das wäre schade gewesen. Die Geschichte von Sara und Emilie ist so viel mehr als reine Liebesgeschichte gepaart mit coming-of-age-Klischees. Themen wie Vernachlässigung, (Drogen-)Abhängigkeit, Verlust, Missbrauch auf unterschiedlichsten Ebenen aber eben auch Selbstvertrauen, Mut und Hoffnung werden thematisiert. Miteinander verwoben werden nicht nur die Zweige von Blumen, sondern auch die unterschiedlichen Lebenserfahrungen der beiden Frauen und ihrer Familien. Ein easy-read mit Tiefgang.

Hat mir gefallen
Ich muss gestehen, dass es mir im Herzen wehtut, dieses Buch beendet zu haben. Sara und Emilie sowie die anderen Charaktere sind mir so wichtig geworden, dass ich sie gar nicht loslassen will. Erneut lesen würde ich "Wilde Minze" allerdings wahrscheinlich nicht. Das Setting und der Vibe um New York, die Restaurants etc. haben mir sehr gut gefallen. Es ist sehr lebhaft geschrieben und ich hatte keine Probleme, mich in die Szenen hineinzufühlen. Wie schon gesagt mochte ich die Protagonistinnen sofort sehr gerne. Emilie ist eine junge Frau, die lange Zeit nicht weiß, wer sie eigentlich ist, während Sara in ihrer Vergangenheit viel durchmachen und ums Überleben kämpfen musste. Die beiden verlieben sich praktisch auf den ersten Blick, das konnte man schon den Klappentext entnehmen. Allerdings fängt die Beziehung erst etwa gegen Mitte des Buches an, was ich aber ganz angenehm fand, da man so noch die Chance hatte, vorher die Charaktere und ihre Geschichten näher kennenzulernen. Was ich nicht so toll fand, war die Länge der Kapitel. Ich hab eine relativ kurze Aufmerksamkeitsspanne (heh) und es fällt mir einfach leichter, kürzere Kapitel zu lesen. Hier waren sie relativ lang, eins hatte glaub ich sogar 60 Seiten, für mich persönlich war das ein bisschen zuu lang. Hätten mich die Story und die Charaktere nicht überzeugt, hätte ich dieses Buch relativ schnell weggelegt. Ich bin allerdings froh, dass ich es nicht getan hab. Wenn ihr also ein Buch lesen wollt, in dem ihr queere Repräsentation, character development und starke weibliche Protagonistinnen finden könnt, und ihr euch nicht von langen Kapiteln abschrecken lasst, lege ich euch "Wilde Minze" auf jeden Fall ans Herz.
was für ein dinner
dem thematischen rahmen entsprechend möchte ich das buch mit einem mehrgang menü vergleichen . wo die vorspeise noch etwas dürftig, vllt mit einer zu bitteren note versehen war, damit aber die hoffnung auf mehr, auf besseres geschürt hat, waren folgende gänge besser aufeinander abgestimmt, es war alles an geschmackserlebnissen dabei. und das ende, ein süßes dessert, was mich gesättigt und wohlig zurückgelassen hat. kurz geweint am ende, nicht weil es vorbei war so dern weil es schön, eine runde sache und mit viel liebe gemacht war.
Intensive Geschichte
Dieses Buch hat mir - trotz teilweise heftiger Abschnitte - richtig Spaß gemacht zu lesen. Es ist toll geschrieben und hat mich die Figuren intensiv nachfühlen lassen. Auch ist die Erzählung aus verschiedenen Perspektiven abwechslungsreich und zeigt umso besser das Innenleben der beiden Hauptfiguren.
Die Autorin Nina LaCour tauchte in meiner Wahrnehmung durch ihren Kollegen David Levithan auf. Zusammen schrieben sie "You know me well", das mir sehr gefallen hat. danach fiel sie mir immer wieder auf, ich las "hold still" ebenfalls sehr gerne und kaufte "watch over me", das noch immer gelesen werden möchte. "we are okay" hat mich allein durch das Cover schon verzaubert. Sie ist eine sehr gute Jugendbuchautorin. • Aber nicht nur das, denn mit "Yerba Buena" ist jetzt ihr erster Roman für Erwachsene erschienen und als ich ihn zufällig in der Carl von Ossietzky Buchhandlung in Flensburg entdeckte, war ich sofort begeistert. Und das zu Recht. • Es geht um zwei Frauen, Sara und Emilie, die wir unabhängig voneinander kennenlernen und deren Leben sich letztlich immer wieder kreuzen. Ihre Geschichten starten beide in ihrer Jugend, sind auf ihre Art ungewöhnlich, mitunter hart, immer spannend. Auch weil Nina LaCour weiß, wie man die gerade spannende Geschichte erstmal nicht weitererzählt. Auch als sich die beiden schließlich begegnen, sich anziehen, ist es nicht so einfach. Obwohl teilweise richtig heftige DInge passieren, ist es ein ruhiges Buch, die Sprache geht genießerisch mit den schönen Teilen um, schippert entspannt durch die anderen, transportiert trotzdem alle wichtigen Emotionen sehr genau und gut. Das Thema Klasse spielt auch eine Rolle, die beiden kommen aus unterschiedlichen Schichten. Sexualität wird nicht benannt, sondern ist einfach wie sie ist. • Ihr merkt schon: Definitive Leseempfehlung! Hoffentlich erscheint das Buch auch noch auf Deutsch.

„Wilde Minze“ von Nina Lacour ist ein Roman, der tief in die Themen Verlust und Heilung eintaucht, gewürzt mit einer bittersüßen Liebesgeschichte. Die Handlung entfaltet sich in Los Angeles, wo Sara, eine Barkeeperin im angesagten Yerba Buena, auf die Floristin Emilie trifft. Die Liebe zwischen den beiden entfacht sofort, doch ihre Lebensgeschichten könnten kaum unterschiedlicher sein. Sara ist eine Flüchtige aus dem White-Trash-Drogensumpf ihrer Kleinstadt, die mit sechzehn nach Los Angeles floh und sich selbst noch heute dafür die Schuld gibt, dass sie ihren zehnjährigen Bruder zurücklassen musste. Emilie hingegen stammt aus einer gutbürgerlichen kreolischen Familie und hat unter der Vernachlässigung ihrer drogenabhängigen Schwester gelitten. Gemeinsam glauben sie, ein neues Zuhause gefunden zu haben, doch ihre Vergangenheit holt sie ein. Das Buch fesselt von Anfang an durch seinen packenden Start, bei dem der Leser direkt in die Handlung geworfen wird. Die Enthüllung der tatsächlichen Ereignisse erfolgt erst am Ende, was dem Roman eine geheimnisvolle Note verleiht. Die Struktur mit Zeitsprüngen mag für manche Leser etwas verwirrend sein, aber sie trägt dazu bei, die Spannung aufrechtzuerhalten. Die Geschichte deckt das gesamte Spektrum einer Drogenkarriere ab, einschließlich Prostitution und Beschaffungskriminalität. Lacour scheut sich nicht, die Schattenseiten der Realität zu zeigen, was dem Roman eine rohe Authentizität verleiht. Die beiden Hauptcharaktere, Sara und Emilie, sind faszinierend gegensätzlich, obwohl sie letztendlich viele Gemeinsamkeiten teilen. Ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist mitreißend, und die Leser werden sich leicht mit ihnen identifizieren können. Das offene Ende gibt Raum für Interpretationen und lässt den Leser über das Schicksal der Protagonisten nachdenken. Der Schreibstil von Lacour ist leicht verdaulich, obwohl die Länge der Kapitel variieren kann. Insgesamt bietet „Wilde Minze“ eine intensive und emotionale Leseerfahrung, die trotz ihrer Härte die Hoffnung auf Heilung und Liebe nicht aus den Augen verliert.
3,5 Sterne! Dieses Buch war sehr besonders. Ich mochte die blumige Sprache und die ganzen Blumen- und Pflanzenreferenzen. Leider hat es sich in der Mitte sehr gezogen und allgemein plätscherte es sehr vor sich hin. Ich habe aber gemerkt, dass dies durchaus beabsichtigt war. Nina LaCour wollte hier offensichtlich eine ganz zarte Geschichte erzählen, was ihr auch gelungen ist. Nur leider war es stellenweise etwas zu langweilig. Für alle Leute, die ein schönes Buch mit lesbischer Liebesgeschichte suchen, ist es trotzdem eine absolute Empfehlung. CW: sexueller Missbrauch, Drogensucht
Nina LaCour kenne ich bisher nur von ihren großartigen Jugendromanen. Dies ist ihr erster Erwachsenenroman und ich finde, dieser Sprung ist ihr gut gelungen. Wilde Minze ist ein tiefgehender Roman über Liebe, Familien und Vergangenheitsbewältigung, aber was ihn deutlich von anderen Büchern abhebt, ist der fantastische Schreibstil der Autorin. Nina LaCour hat ein Talent dafür, immersive Welten zu schaffen, die zwar das Alltägliche abbilden, aber durch ihre bildhaften Beschreibungen betören. Geschmäcker, Gerüche, die Natur - alles ergreift den Leser durch sinnliche Darstellungen, die man förmlich am eigenen Körper spürt. Dies macht diesen Roman zu einem wahren Fest der Sinneseindrücke. Das Cover des Buchs finde ich schön gestaltet und in ansprechenden Farben gehalten. Ich bin froh, dass das Design der Originalausgabe beibehalten wurde. Auch die Übersetzung des Titels ergibt meiner Meinung nach Sinn und ist auf dem deutschsprachigen Markt sicher ansprechender.
loved reading this! there are quite a few bad reviews and people saying they expected more, and i kind of get it, having read lacour's YA books. but i couldn't put this book down and am still thinking about it all the time. it's difficult to describe the plot: essentially it's the story of two women, sara and emilie, and their lives over many years, and how they meet and lose and find each other. i have to say - i like reading about people's careers, about their journeys, and this was just...that. there's some romance, there's drama and very sad moments, but a lot of the time it just tells the story of people ...kind of getting by? nina lacour's writing is beautiful and descriptive and i felt like she really loves her characters, which made me love them, too. it's a short book that felt very heavy but it's also calming to read. my favorite part was the one where emilie finds her 'calling' / her dream job, and all the descriptions of california.
3,5 Sterne! Dieses Buch war sehr besonders. Ich mochte die blumige Sprache und die ganzen Blumen- und Pflanzenreferenzen. Leider hat es sich in der Mitte sehr gezogen und allgemein plätscherte es sehr vor sich hin. Ich habe aber gemerkt, dass dies durchaus beabsichtigt war. Nina LaCour wollte hier offensichtlich eine ganz zarte Geschichte erzählen, was ihr auch gelungen ist. Nur leider war es stellenweise etwas zu langweilig. Für alle Leute, die ein schönes Buch mit lesbischer Liebesgeschichte suchen, ist es trotzdem eine absolute Empfehlung. CW: sexueller Missbrauch, Drogensucht






























