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Keri Smith bricht mit dem heiligen Tabu des Buchbesitzes und fordert den Leser auf, das Objekt aktiv zu zerstören, zu beschmutzen und zu verstümmeln. Was als Befreiungsschlag gegen den Perfektionismus gedacht ist, entpuppt sich als eine Abfolge von destruktiven Hausaufgaben, die den Nutzer zwischen kreativer Anarchie und sinnloser Sachbeschädigung hin und herreißen. Pro: Das Konzept ist psychologisch interessant und bietet besonders für Menschen mit kreativen Blockaden oder übertriebenem Ordnungssinn ein Ventil. Es ist ein haptisches Erlebnis, das den Fokus vom Ergebnis auf den Prozess lenkt und den spielerischen Umgang mit Materialien fördert. Contra: Die Aufgaben wiederholen sich in ihrer Natur schnell und wirken oft repetitiv oder schlichtweg infantil („Löcher mit einem Stift in die Seite bohren“, „Kaffee auf das Buch schütten“). Der künstlerische Mehrwert bleibt oberflächlich, und nach den ersten zwanzig Seiten schlägt die anfängliche Begeisterung oft in die Erkenntnis um, dass man hier Geld bezahlt hat, um Müll zu produzieren. Fazit: Ein interessantes Experiment, das jedoch an der Substanz scheitert. Für Kinder oder als kurzer Party Gag mag es funktionieren, doch für ernsthaft Kreative wirkt es wie eine plumpe Anleitung zur Rebellion aus der Retorte. Wer echte Kreativität sucht, sollte lieber zu einem leeren Skizzenbuch greifen, anstatt stumpf Zerstörungsbefehle abzuarbeiten.

Apr 11, 2026
Keri Smith bricht mit dem heiligen Tabu des Buchbesitzes und fordert den Leser auf, das Objekt aktiv zu zerstören, zu beschmutzen und zu verstümmeln. Was als Befreiungsschlag gegen den Perfektionismus gedacht ist, entpuppt sich als eine Abfolge von destruktiven Hausaufgaben, die den Nutzer zwischen kreativer Anarchie und sinnloser Sachbeschädigung hin und herreißen. Pro: Das Konzept ist psychologisch interessant und bietet besonders für Menschen mit kreativen Blockaden oder übertriebenem Ordnungssinn ein Ventil. Es ist ein haptisches Erlebnis, das den Fokus vom Ergebnis auf den Prozess lenkt und den spielerischen Umgang mit Materialien fördert. Contra: Die Aufgaben wiederholen sich in ihrer Natur schnell und wirken oft repetitiv oder schlichtweg infantil („Löcher mit einem Stift in die Seite bohren“, „Kaffee auf das Buch schütten“). Der künstlerische Mehrwert bleibt oberflächlich, und nach den ersten zwanzig Seiten schlägt die anfängliche Begeisterung oft in die Erkenntnis um, dass man hier Geld bezahlt hat, um Müll zu produzieren. Fazit: Ein interessantes Experiment, das jedoch an der Substanz scheitert. Für Kinder oder als kurzer Party Gag mag es funktionieren, doch für ernsthaft Kreative wirkt es wie eine plumpe Anleitung zur Rebellion aus der Retorte. Wer echte Kreativität sucht, sollte lieber zu einem leeren Skizzenbuch greifen, anstatt stumpf Zerstörungsbefehle abzuarbeiten.
Apr 11, 2026







