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„The Queen’s Rising“ von Rebecca Ross ist der Auftakt der gleichnamigen Dilogie. Ein Fantasy-Roman, der sich wie historische Fiktion liest. Es ist relativ offensichtlich, dass das Ausgangsland stark an Frankreich angelehnt ist. Maevana, auf der anderen Seite des Kanals, ist kulturell eindeutig Schottland, geografisch eher Großbritannien in seiner Gesamtheit. Da der klassische Fantasy-Teil nur minimal vorhanden ist (es gibt 2 magische Gegenstände, das ominöse Ahnengedächtnis und genau eine Person, die Magie wirken kann), liest es sich halt eher wie ein historischer Roman mit falschen Ländernamen. Im Prolog ist die Protagonistin gerade 10 Jahre alt und wird dort buchstäblich wie metaphorisch von einem frischen 18-jährigen Lehrer (hier Master genannt) an die Hand genommen. Derselbe „Master“, der sie zumindest 3 ihrer 7 Jahre an dieser Schule unterrichtet, soll ihre große Liebe sein. Pfui! Er hat sie sich buchstäblich herangezogen und da soll ich nun mitfiebern und Herzklopfen kriegen? Vor Ekel vielleicht, aber mehr auch nicht. Ich möchte hier ja niemanden verurteilen, aber mich hat das die gesamte Geschichte über immer wieder rausgerissen. Ich fühlte mich schon unwohl dabei, Briennas jugendliche Schwärmerei mitzuverfolgen, aber das ist ja noch normal…seine offensichtliche Erwiderung dieser Gefühle hingegen bereitete mir von Anfang bis Ende Bauchschmerzen. Zumal die Geschichte genauso gut ohne die Master-Schüler-Beziehung hätte funktionieren können. Hätten die beiden sich als Erwachsene kennengelernt, könnte ich die 8 Jahre Altersunterschied vielleicht auch ignorieren. Leider hat der Plot es auch nicht sonderlich rausreißen können. Die erste Hälfte konnte überhaupt nicht mein Interesse wecken. Erst als ihr Ahnengedächtnis zutage trat und es in Richtung Maevana ging, wurde ich neugierig Die zweite Hälfte ist dann zum Glück auch spannender, aber wieder total unstimmig. Die Zeit, die wir in dem magischen Frankreich an dieser „Passionsschule“ verschwendet haben, fehlt nun bei der Rückeroberung des Maevanischen Königinnenreichs. Somit erfolgt dieser Teil der Handlung Schlag auf Schlag. Alles verläuft sehr günstig und im Grunde viel zu einfach. Immerhin liefert uns Ross hier ein perfektes, rundes Ende…was mich zu der Frage führt, wozu es eine Fortsetzung gibt. Ich glaube tatsächlich, dass ich mir „The Queen’s Resistance“ auch einfach sparen werde, was geradezu ironisch ist, wenn man bedenkt, durch was für furchtbare Reihen ich mich schon durchgekämpft habe. Doch wenn ich hier Eines gelernt habe, dann dass ich lieber einen „Hateread“ fortsetze als ein unterdurchschnittliches Buch von einer guten Autorin, die mir ihr Können mit ihren neueren Werken schon öfter bewiesen hat. Schwache 3/5 Sterne.
Sep 4, 2025
„The Queen’s Rising“ von Rebecca Ross ist der Auftakt der gleichnamigen Dilogie. Ein Fantasy-Roman, der sich wie historische Fiktion liest. Es ist relativ offensichtlich, dass das Ausgangsland stark an Frankreich angelehnt ist. Maevana, auf der anderen Seite des Kanals, ist kulturell eindeutig Schottland, geografisch eher Großbritannien in seiner Gesamtheit. Da der klassische Fantasy-Teil nur minimal vorhanden ist (es gibt 2 magische Gegenstände, das ominöse Ahnengedächtnis und genau eine Person, die Magie wirken kann), liest es sich halt eher wie ein historischer Roman mit falschen Ländernamen. Im Prolog ist die Protagonistin gerade 10 Jahre alt und wird dort buchstäblich wie metaphorisch von einem frischen 18-jährigen Lehrer (hier Master genannt) an die Hand genommen. Derselbe „Master“, der sie zumindest 3 ihrer 7 Jahre an dieser Schule unterrichtet, soll ihre große Liebe sein. Pfui! Er hat sie sich buchstäblich herangezogen und da soll ich nun mitfiebern und Herzklopfen kriegen? Vor Ekel vielleicht, aber mehr auch nicht. Ich möchte hier ja niemanden verurteilen, aber mich hat das die gesamte Geschichte über immer wieder rausgerissen. Ich fühlte mich schon unwohl dabei, Briennas jugendliche Schwärmerei mitzuverfolgen, aber das ist ja noch normal…seine offensichtliche Erwiderung dieser Gefühle hingegen bereitete mir von Anfang bis Ende Bauchschmerzen. Zumal die Geschichte genauso gut ohne die Master-Schüler-Beziehung hätte funktionieren können. Hätten die beiden sich als Erwachsene kennengelernt, könnte ich die 8 Jahre Altersunterschied vielleicht auch ignorieren. Leider hat der Plot es auch nicht sonderlich rausreißen können. Die erste Hälfte konnte überhaupt nicht mein Interesse wecken. Erst als ihr Ahnengedächtnis zutage trat und es in Richtung Maevana ging, wurde ich neugierig Die zweite Hälfte ist dann zum Glück auch spannender, aber wieder total unstimmig. Die Zeit, die wir in dem magischen Frankreich an dieser „Passionsschule“ verschwendet haben, fehlt nun bei der Rückeroberung des Maevanischen Königinnenreichs. Somit erfolgt dieser Teil der Handlung Schlag auf Schlag. Alles verläuft sehr günstig und im Grunde viel zu einfach. Immerhin liefert uns Ross hier ein perfektes, rundes Ende…was mich zu der Frage führt, wozu es eine Fortsetzung gibt. Ich glaube tatsächlich, dass ich mir „The Queen’s Resistance“ auch einfach sparen werde, was geradezu ironisch ist, wenn man bedenkt, durch was für furchtbare Reihen ich mich schon durchgekämpft habe. Doch wenn ich hier Eines gelernt habe, dann dass ich lieber einen „Hateread“ fortsetze als ein unterdurchschnittliches Buch von einer guten Autorin, die mir ihr Können mit ihren neueren Werken schon öfter bewiesen hat. Schwache 3/5 Sterne.
Sep 4, 2025






