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The Lover

3.5(16)
Hardcover€31.88Paperback€13.00
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About the book

A sensational international bestseller, and winner of Frances' coveted Prix Goncourt, 'The Lover' is an unforgettable portrayal of the incandescent relationship between two lovers, and of the hate that slowly tears the girl's family apart.Saigon, 1930s: a poor young French girl meets the elegant son of a wealthy Chinese family. Soon they are lovers, locked into a private world of passion and intensity that defies all the conventions of their society.A sensational international bestseller, 'The Lover' is disturbing, erotic, masterly and simply unforgettable.

Editions (3)

ISBN9780007205004
PublisherHarperCollins Publishers
Publication Date01/16/06
Pages128

Reviews & Ratings

16 ratings

1 reviews

3.5

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  • queenanja
    queenanja

    3 Followers

    5.0

    Marguerite Duras hat die Erlebnisse mit ihren chinesischen Liebhaber in mehreren Geschichten verarbeitet. Ich bin mir nicht mal sicher, ob es sich hier tatsächlich um eine Liebesgeschichte handelt, als vielmehr um eine Kritik an der Gesellschaft. Die Geschehnisse finden in Indonesien der 1930er statt. Das Land ist französisch besetzt und das Mädchen ist eine weiße. Auch wenn ihre Familie seit dem Tod ihres Vater verarmt ist und ihre Mutter in einer heftigen Depression (?) versinkt, hat sie immer noch einen gewissen Status und steht über den Einheimischen. Sie ist gerade 15 als sie ihren Liebhaber trifft, der fast doppelt so alt ist wie sie selbst. Er ist wohlhabend, hat in Paris gelebt und studiert, ein Mann von Welt. Trotzdem kommt er nicht gegen ihren Status an, weil er Chinese ist. Obwohl es ihrer Familie grottenschlecht geht und der Mann sie ständig ausführt, Essen bezahlt und über Monate unterhält, wird er nicht akzeptiert. Die Brüder nehmen sein Geld, richten aber nicht einziges Mal das Wort an ihn. Ihre Mutter muss sich ständig bei ihr versichern, dass sie wirklich nur wegen des Geldes mit ihm zusammen ist, dass sie dies nur für die Familie tut, nicht, dass sie ihn wirklich liebt. Der Vater des Mann verbietet eine Heirat, weil ihre Familie arm ist. Zwischendrin erfahren wir, wie sie die Familiensituation mitnimmt. Wie ihre Mutter versucht, irgendwie über die Runden zu kommen, die Realität ignorierend, ständig auf der Suche nach Hoffnung. Wie ihr älterer Bruder nichts auf die Kette kriegt, statt ihrer Familie zu helfen, diese noch mehr reinreitet. Wie ihr jüngerer Bruder, an den Erwartungen scheitert und sich umbringt. Dabei hatte ich den Eindruck, dass die Autorin auf der einen Seite, ihre Familie liebt, diese aber gleichzeitig verachtet. Später gibt sie ihnen auch die Schuld an ihrem eigenen schlechten psychischen Zustand gibt (aus meiner Sicht zurecht). Die Autorin erzählt sehr eindringlich und nicht nach einem roten Faden. Jedes Mal, wenn man denkt, jetzt kommt die Handlung in Schwung, schweift sie erneut ab. Dabei werden künftige Ereignisse vorgegriffen, dann wird wieder in die Vergangenheit eingetaucht. Am Ende ergibt sich ein rundes Bild. Um Abstand zu gewinnen, beschreibt sie die Szenen zwischen den Mädchen und ihrem Liebhaber mal aus der Perspektive der dritten Person, mal aus eigener Perspektive. Das spricht sie auch direkt zu Beginn der Geschichte an. Dieser kurze Roman hat mich wirklich mitgenommen. Trotzdem einer der besten, die ich je gelesen habe.

    Jan 5, 2024

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