9/11

9/11

Hardback
4.611
George W. BushTragödieAl QaidaEinzelschicksale

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Description

Geschichten, die man nie mehr vergisst: Es ist ein ganz normaler Dienstag im September. Die kleine Christine freut sich auf ihren ersten Flug zu ihren Großeltern. John – Pilot bei United Airlines – verlässt im Morgengrauen leise das Haus, um Frau und Kinder nicht zu wecken. Und der Architekt Ron nutzt die Fahrt mit der Fähre, um sich auf ein Meeting im World Trade Center vorzubereiten …
9/11 ist das entscheidende Ereignis unseres Jahrhunderts. Nach 20 Jahren ist es Teil unserer Geschichte geworden. Erst jetzt kann man angemessen davon erzählen. Mitchell Zuckoff rekonstruiert jede Minute dieses Morgens aus der Perspektive derjenigen, die das Schlimmste erlebt haben. Er folgt den Passagieren und Besatzungsmitgliedern in den vier Flugzeugen; den Menschen, die in den brennenden Zwillingstürmen und im Pentagon gefangen sind; den Rettungskräften, die ungeheuer tapfer, aber oft vergeblich ihr eigenes Leben für das anderer aufs Spiel setzen; den ahnungslosen Passanten, auf die der Tod in Shanksville, Pennsylvania, buchstäblich vom Himmel niederregnet.
Zuckoff erzählt Geschichten von Leid, Verlust, Mut und Selbstlosigkeit, die niemanden unberührt lassen. Ein dokumentarisches Meisterwerk – episch und zugleich zutiefst persönlich.

»Seit der Lektüre dieses Buchs kommt es mir vor, als sei ich dabei gewesen: saß in der Falle eines brennenden Stockwerks, eingeklemmt zwischen Möbelstücken und herabstürzendem Gips, verzweifelte im geschlossenen, stehengebliebenen Lift oder suchte als einer der Helfer meinen Weg durch Asche und Staub. Bilder, die im Kopf bleiben.«
Petra Gerster

Endnoten übersetzt von Heide Franck

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Society & Social Sciences
Format
Hardback
Pages
704
Price
35.00 €

Author Description

Unmittelbar nach den Ereignissen vom 11. September 2001 hat Mitchell Zuckoff bereits als Journalist für den »Boston Globe« über die Terroranschläge berichtet. Mit »Six Lives« verfasste er eine erste Reportage, die den Tag aus der Perspektive der Betroffenen beleuchtet. Die von den Terroranschlägen durchkreuzten Geschichten und Schicksale der Menschen haben ihn seitdem nicht mehr losgelassen. Zuckoff möchte Erinnerungen schaffen, wo bisher nur abstrakte Nachrichten existierten. Mit seinem Buch schreibt er nun, fast 20 Jahre später, gegen das Vergessen an.Als Mitglied des »Spotlight«-Teams war Mitchell Zuckoff für den »Pulitzer-Preis« nominiert. Die American Society of News Editors hat ihm den »Distinguished Writing Award« verliehen. Er ist Autor des Bestsellers »13 Hours: The Secret Soldiers of Benghazi«, der als Blockbuster mit John Krasinski verfilmt wurde. Auch die Serienrechte für »9/11« sind bereits verkauft worden.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
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N/A
44%
N/A
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Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
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Pace

Fast0%
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Writing Style

Simple0%
Complex100%
Moderate0%
Bildhaft (100%)Außergewöhnlich (100%)

Posts

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All
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DEHNUNG Zwei Stunden und neunundzwanzig Minuten sind es, die im Zentrum dieses Sachbuchs des Journalisten Michael Zuckoff stehen. 129 Minuten im Jahr 2001, von denen die meisten Menschen auf diesem Planeten, die zu diesem Zeitpunkt bereits alt genug waren, sagen können, wo sie an dem Tag waren, als vier Passagierflugzeuge in den USA von islamistischen Terroristen in den Morgenstunden (Ostküstenzeit) entführt und in Waffen umfunktioniert wurden. Es scheint ein normaler und unaufgeregter Tag zu werden, als die Boing 767 des American Airlines Flugs 11 am Morgen dieses 11. Septembers um kurz vor acht Uhr in Boston Richtung Los Angeles abhebt. 15 Minuten später startet die baugleiche Boing des Flugs 175 von United Airlines mit dem gleichen Ziel. Wiederum fünf Minuten später hebt in Washington eine Boing 757 ebenfalls in Richtung L.A. ab. Auch sie gehört zu American Airlines und ist als Flug 77 ausgewiesen. Zuletzt startet eine vierte Boing des Flugs 93 von United Airlines in New Ark ca. 20 Minuten nach Flug 77 und setzt Kurs auf San Francisco. Die vier Flugzeuge transportieren 33 Besatzungsmitglieder und 232 Passagiere wären an diesem Tag im vielbeflogenen, nordamerikanischen Luftraum kaum der Erwähnung wert, wenn nicht in jedem dieser Flüge fünf bzw. vier (UA 93) Terroristen säßen, die ca. 15 Minuten nach dem Start die Flugzeuge in ihre Gewalt bringen, deren Ortungssysteme abschalten und den jeweiligen Kurs ändern. So wird American 11 um 8:46 in den Nordturm des World Trade Centers in New York und damit ein Symbol der US-amerikanischen Finanzmacht, gelenkt. 17 Minuten kracht United 175 in die Stockwerke 77 bis 85 des Südturms des WTC. American 77 wird wiederum eine halbe Stunde später ins Erdgeschoss der Westseite des Pentagons, der militärischen Zentrale des Landes, stürzen. Einzig United 93 erreicht sein unbekanntes Ziel nicht, da die Passagiere sich gegen die Terroristen zur Wehr setzen und dieses den Flieger auf einem leeren Feld in Pennsylvania abstürzen lassen. Keine der Kinder, Männer und Frauen, die an diesem Tag diese Flüge bestiegen haben, überleben die Abstürze. Von diesen Menschen erzählt Michael Zuckoff im ersten von drei Großkapiteln seines minutiös recherchierten Sachbuches und wendet sich dann den unmittelbaren Folgen dieser Anschläge zu, indem er zu rekonstruieren versucht, was sich kurz vor den Einschlägen der Maschinen, währenddessen und danach in den beiden Türmen der Wahrzeichen der New Yorker Skyline, im Pentagon und in der Ortschaft Shanksville, Pennsylvania ereignete. Dabei stützen sich seine Ausführungen auf die Auswertung unzähliger Interviews, Berichte und Primärquellen und haben den Anspruch keinerlei Deutung der Ereignisse vorzunehmen, wenn diese nicht bereits im Material angelegt ist. So verzichtet Zuckoff beispielsweise auf Mutmaßungen darüber, was sich zwischen den Passagieren und Entführern von United 93 vor dessen Absturz ereignet haben muss, sobald diese nicht mehr durch die Aufnahmen aus dem Cockpit abgesichert sind. Allerdings verfällt dieser 700seitige Band, in dessen Anhang alle bekannten Opfer dieses Tages namentlich erwähnt werden, nicht in eine kalte und emotionslose Darstellung von Fakten. Vielmehr setzt Zuckoff es sich zum Ziel, möglichst vielen Opfer dieses Tages ein Denkmal zu setzen, indem er aus deren Biografien erzählt, von ihren Familien berichtet oder davon, wieso sie in einem der Flugzeuge, in einem der Türme oder einem der Büros im Pentagon saßen. Er erzählt von telefonischen Abschieden zwischen einzelnen Passagieren und ihren Familien, von heldenhaften Rettungsaktionen durch Kolleg*innen im Pentagon und den Türmen, von tragischen Zufällen, aber auch von großem Glück und Zufall in all dem Dunkel dieses Tages, als z.B. eine Gruppe von Feuerwehrmännern in einem Hohlraum den Einsturz des Nordturms über ihren Köpfen überlegt, nachdem dessen Zwilling bereits zuvor kollabiert war und viele hundert Menschen unter sich begraben hatte. Er erzählt von der Hilflosigkeit der Luftfahrbehörden, von unzureichenden Gebäudekonstruktionen, von blinden Flecken der Luftabwehr, von großer Solidarität und unglaublichen Held*innengeschichten. Die wiederkehrende Nähe, die der Band dabei zu einzelnen Personen und ihren Erfahrungen einnimmt, ermöglichte es mir als Leser einerseits die quantitativen Dimensionen der Ereignisse dieses Tages zu sehen und gleichzeitig nicht in abgestumpftes Abnicken aufgrund dieses unglaublichen Leids zu verfallen. Zugleich ist die Darstellung der Personen allerdings auch eine Schwachstelle des Textes, denn abgesehen von den Terrorist*innen werden die Lebenssituationen, Hintergründe und Charaktereigenschaften derjenigen, die man als Leser*in kennenlernt, schon fast zu positiv dargestellt. Ich verstehe schon, dass man über Tote nicht negativ sprechen soll und was die Intention hinter dieser Idealisierung ist, allerdings verweist Zuckoff im Vorwort darauf, dass er so sachlich habe schreiben wollen, dass der vorliegende Text, die Wahrheit darstelle (vgl. S. 20). Das ist in meinen Augen einerseits typisch amerikanische Erzähl-Hybris, da einem Journalisten wie Zuckoff bewusst sein sollte, dass er der Wahrheit oder einer Version davon durch die Auswahl der Quellen und deren Montage immer nur nahekommen kann. Gerade bei einem tragischen Ereignis solchen Ausmaßes lässt sich aufgrund der natürlichen Barriere zwischen dem Geschehen selbst und deren Überführung in ein Medium in meinen Augen nicht behaupten, Wahrheit abzubilden. Das liegt in der Natur der Sache. Unterm Strich bleibt eine sehr umfangreiche und lesenswerte Auseinandersetzung mit dem 11. September 2001, die sich auf diesen Tag konzentriert und nur am Ende kurz auf die Folgen eingeht. Übersetzt von Tobias Schnettler.

5

This was my hardest read ever. Ada Louise Huxtable (architecture critic at The New York Times) once said: "The trade-center towers could be the start of a new skyscraper age or the biggest tombstones in the world.'' In the end, they were both.

4

Ein furchtbares Buch, das es schafft, die für ein menschliches Gehirn nicht greifbare Zahl der Einzelschicksale und Todesopfer des 11. September irgendwie verständlich zu machen. Der Journalist Mitchell Zuckoff erzählt menschlich und zugleich dokumentarisch, dass damals innerhalb weniger Stunden nicht nur knapp 3000 Menschen durch die Taten von Terroristen gestorben sind. Sondern dass 3000 Mal ein geliebter Mensch - eine beste Freundin, ein bester Freund, eine Mutter, ein Vater, Kind, Enkel - für immer gegangen ist.

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