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ClarkDolchstoßlegende1. Weltkrieg1918

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Description

Bevor das Deutsche Reich in den Ersten Weltkrieg eintrat, hatte es den Neid der Völker auf sich gezogen – als wirtschaftlich boomende, kulturell und wissenschaftlich strahlende, sozial fortschrittliche, militärisch brillante Nation. Nach vier Jahren Krieg galt es als aggressiv, reaktionär, rechtsverachtend, schuldbeladen. Wie wurde es vom Musterschüler zum Paria Europas? Jörg Friedrich, bekannt für unorthodoxe Fragen an die Geschichte, wirft einen neuen, unverstellten Blick auf die Weltkriegsjahre 1914 bis 1918.

Was unterschied Deutschlands Verhalten im Krieg von dem der Versailler Siegermächte – von den kolonialistischen Briten, den revanchistischen Franzosen oder den rassistischen Amerikanern? Führten sie Krieg, um die Menschheit mit Völkerrecht und Demokratie zu beglücken? Achteten sie die Neutralität ihrer Nachbarn? Prüften sie ernsthaft Deutschlands Kompromissangebote oder setzten sie von Anfang an auf einen Unterwerfungsfrieden? Mit der ihm eigenen erzählerischen Kraft schildert Friedrich einen Zivilisationsbruch, der Europa über Nacht in ein Schlachtfeld verwandelte, auf dem Recht, Humanität, christliche Werte, politisches Augenmaß und wirtschaftliche Vernunft auf allen Seiten mit Füßen getreten wurden.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
History & Archaeology
Format
Hardback
Pages
1072
Price
36.00 €

Author Description

Jörg Friedrich, geboren 1944, erzielte mit seinem Buch über den Bombenkrieg gegen Deutschlands Städte einen Welterfolg: Der Brand liegt in zwölf Sprachen vor. Auch der Folgeband Brandstätten wurde zum Bestseller. Friedrichs umfangreiches Werk enthält Standardtitel zur NS-Zeit, die ihm internationale Auszeichnungen eintrugen.

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Diese Erzählung des jungen Tolstoi zählt zu den frühen Erzählungen rund um den Kaukasuskrieg in den 1850er Jahren, an denen der noch keine 30 Jahre alte Tolstoi als Soldat teilnahm. Der Titel der Geschichte ist etwas verwirrend, denn der Holzschlag spielt nur eine untergeordnete Rolle. Zwischendurch benötigt die Artillerie tatsächlich mal Holz zum Feuern, welches in der Nähe der feindlichen Stellungen der Tataren geschlagen werden muss. In erster Linie geht es aber, wie dem Untertitel zu entnehmen ist, um die Erzählung des Junkers oder besser gesagt des Fährichs Tolstoi über das generelle Soldatenleben. Ich fand erstaunlich, wie klar und eindeutig Tolstoi schon in jungen Jahren formulieren konnte. Immerhin sind wir ja zeitlich noch in der auslaufenden Romantik, aber das Leben im Militär wird von ihm keineswegs verklärt oder romantisch dargestellt, sondern sehr realistisch und vor allem kritisch gegenüber den Offizieren. Hier gibt es Feiglinge und Ehrsüchtige, Angeber und Trunkenbolde. Der gemeine russische Soldat wird dagegen als bodenständig, bescheiden, tapfer und gottesfürchtig dargestellt. Den Russen zeichnet die Ruhe aus, die den südlichen Bergvölkern im Kaukasus fehlt, die dagegen über mehr Enthusiasmus verfügen. Mir gefiel, wie Tolstoi Personen beschreibt und bestimmte Menschentypen kategorisiert.

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