Stadt der Hunde
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Book Information
Author Description
Leon de Winter, geboren 1954 in ’s-Hertogenbosch als Sohn niederländischer Juden, arbeitet seit 1976 als freier Schriftsteller und Filmemacher und lebt in den Niederlanden. 2002 erhielt er den ›Welt‹-Literaturpreis, 2006 die Buber-Rosenzweig-Medaille für seinen Kampf gegen Antisemitismus, und 2009 wurde er mit dem Literaturpreis der Provinz Brabant für ›Das Recht auf Rückkehr‹ ausgezeichnet. Seine Romane wurden in 20 Sprachen übersetzt, zuletzt erschien bei Diogenes ›Stadt der Hunde‹ (2025).
Characteristics
3 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
"Ohne es zu merken, lebten die Juden in der Stadt der Hunde." Jaap flog, wie die letzten Jahre auch, nach Israel um nach seiner Tochter zu suchen, die 10 Jahre zuvor dort verschwunden war. Doch diesmal ist alles anders. Nicht der von ihm her georderte Geologe, der die Höhlen untersuchen soll, in denen Lea und ihr Freund vielleicht verschwunden sind, wartet dort auf ihn, sondern eine, ihm unbekannte, Frau. Was nun beginnt ist eine Reise in die Tiefen der Neurochirurgie, der Machstrukturen und der reichen und doch so armen Väter, wenn es um die Liebe zu ihren Töchtern geht. Jaap, der geniale Hirnchirurg, der die kompliziertesten Operationen durchführen kann und ebenso messerscharf erkennt, dass er es nicht geschafft hat, dem Menschen, den er am meisten liebt, dies auch zu zeigen. Er geht schonungslos offen mit sich selbst um. Wir wandern mit ihm durch die Straßen von Tel Aviv, begegnen vielen Hunden und deren Hinterlassenschaften und nichts davon ist Zufall. Alles führt weiter in diese wunderbare Geschichte hinein nd die Suche nach der verlorenen Tochter, nach den eigenen Wurzeln und nach der Religion, die er so lange verdrängt hat. ""Zarte Wehrlosigkeit" kam ihm in den Sinn, zwei Wörter aus der Erinnerung an eine andere Welt. " Große Leseempfehlung!
Völlig schräg aber ebenso mitreißend/zugänglich verfasst, nur den tieferen Sinn dieser verrückten „Heldenreise mit Hund“ hat mein Hirn nicht begreifen können!
Schräg Der Gehirnchirurg Jaap Hollander ist nicht gerade ein angenehmer Zeitgenosse, als man ihm zu Beginn des Buches begegnet. Er ist in seinem Job brillant, was ihm die Macht verleiht andere Menschen zu benutzen und mit wenig Respekt zu behandeln. Für seine Patienten ist er der Lebensretter, für seine Mitmenschen oft ein Ekel. Inzwischen ist er im Ruhestand und geschieden. Doch dass seine Tochter vor zehn Jahren spurlos verschwunden ist, nagt an ihm, und er kehrt jährlich zu dem Ort zurück, an dem sie zuletzt gesichtet wurde, in der Hoffnung doch noch Spuren zu finden. Als er gebeten wird ein sehr riskante Gehirnoperation bei einer arabischen Prinzessin durchzuführen, wird ihm eine hohe Belohnung in Aussicht gestellt, mit der er seine Nachforschungen nochmal intensivieren könnte. Jaap macht innerhalb dieser Geschichte eine Wandlung durch, die ihn demütig werden lässt und dazu bringt, gemachte Fehler zu bereuen. Der Weg dorthin ist etwas schräg und sollte von Jedem selbst entdeckt werden. Ich fand den Roman auf jeden Fall unterhaltsam und wollte auch immer wissen was als nächstes passiert. Der Autor driftet mir aber zu sehr ins Absurde oder in den magischen Realismus. Damit habe ich zugegeben meine Schwierigkeiten. Erstaunlich war für mich, dass er am Ende nochmal die Kurve kriegt und die Geschichte ein einigermaßen nachvollziehbares Ende bekommt. Wer sich an z.b sprechenden Hunden nicht stört, dem könnte diese Geschichte durchaus gefallen.
Die Tochter des weltbekannten Gehirnchirurgs Jaab verschwindet zusammen mit ihrem Freund bei einer Reise nach Israel. Jahr für Jahr reist er dahin zurück um weiter nach ihr zu suchen. Nach 10 Jahren Suche wird er gebeten die Tochter eines arabischen Herrschers zu operieren. Die Operation ist riskant. Die Chancen stehen eins zu einer Million. Bisher haben alle Ärzte abgelehnt aber es winkt eine hohe Geldsumme, mit der Jaab seine Suche nach der Tochter noch intensivieren kann. In Prinzessin Noora werden hohe Erwartungen gesetzt. Sie soll später den Frieden zwischen den eigentlich verfeindeten Nationen vorantreiben. Dieser Roman bietet eine ganze Menge. Ich konnte ihn gar nicht wieder weglegen. Man findet politische, gesellschaftskritische Themen, philosophische Fragen, Einblicke in die Neurochirurgie und vieles mehr. Fesselnd geschrieben, mit grotesken Momenten. Bei manchen Abschnitten hab ich mich manchmal schon gewundert aber es klärt sich alles wunderbar auf. Die Zerrissenheit von Jaab ist greifbar, er macht sich Vorwürfe und kann nicht loslassen. Will er das Leben der Prinzessin retten, weil er selber seine Tochter verloren hat. Psychologisch großartig , tolle Einblicke in das Leben in Israel, einfach ein wunderbarer, vielschichtiger, überraschender Roman. Eine wilde Mischung aus Realität und Fantasie. Großartig, unbedingt lesen!!!!
Ein Hund, ein Krater und die Suche nach Erlösung - diese Geschichte wird dich nicht mehr loslassen. 🐕 🌍
Manche Bücher berühren tief - Stadt der Hunde ist so eines. Es ist eine moderne Parabel über Verlust, Schuld, Hoffnung und die unerschütterliche Liebe zwischen Eltern und ihren Kindern. Zwei Väter, zwei Schicksale, zwei Geschichten, die sich zu einem grossen Ganzen verweben. „Man würde ihn umbringen. Aber damit hatte er sich abgefunden - mit der Lage, in die er geraten war, mit dem, was er tun musste, und mit dem, was er für sein Kind würde tun können.“ Leon de Winters Sprache ist klar, eindringlich und gleichzeitig angenehm leicht zu lesen. Inhaltlich nimmt uns der Autor mit an den beeindruckenden Makhtesh Ramon in Israel - ein Ort voller Geschichte und Magie (unbedingt Googeln- interessant und wunderschön). Man lernt nicht nur über die Entstehung des Kraters 🌍, sondern taucht auch in die Welt der Neueochirurgie ein, erlebt gesellschaftliche Themen, philosophische Fragen und eine faszinierende Mischung aus Realität und Fantasie. „Ich bin ein Kanaanhund. Ich bin ein Guide. Ich führe Menschen, die das Reich der Toten besuchen wollen.“ Am meisten hat mich die Tiefe bewegt: Die Darstellung zweier Väter, die bereit sind, alles für ihre Töchter zu tun. Einfühlsam wird gezeigt, was Menschen antreibt, wenn sie lieben - und welche ethischen Dielammata daraus entstehen. „Stadt der Hunde“ ist ein Buch, das nachklingt, das bewegt und zum Nachdenken anregt. Ich bin begeistert und kann es nur von Herzen empfehlen.

Ich habe es ohne viel Pausen gelesen und bin von der Intensität und der Wendung begeistert. Nur am Ende hat mir etwas gefehlt.
Im Zentrum der Geschichte steht der brillante, aber besessene Mikroneurochirurg Jaap Hollander, der seine Familie zugunsten seiner Arbeit vernachlässigt. Während seine Frau sich schließlich von ihm trennt, entdeckt seine Tochter Lea ein Interesse am Judentum und verschwindet auf einer Israelreise spurlos in der Negev-Wüste. Zehn Jahre später wird Hollander vor eine lebensverändernde Herausforderung gestellt: Er soll die schwer kranke Tochter eines saudischen Prinzen operieren – mit einer Milliarde Euro als Lohn im Erfolgsfall, aber möglicherweise tödlichen Konsequenzen bei Misserfolg. Parallel dazu leidet Hollander selbst an Prosopagnosie, einer Gesichtsblindheit, die er durch ungewöhnliche Strategien kompensiert. Eine absurde, aber tiefgründige Wendung der Ereignisse bringt ihn schließlich an die Grenzen seiner Identität und Menschlichkeit. Dieses Buch kann und muss mal zweimal lesen.
Sehr cool, spannend, überraschend, abstrakt..
Schnell zu lesen. Interessant zu lesen, wie sich ein frisch operiertes Hirn verhält. Was kann man glauben, darf ein operiertes Hirn Worte formulieren, die schon sexistisch sind- ist es eine plausible Entschuldigung oder eine billige?? Wirklich mal ganz anders und doch ein normaler Roman.
Spirituelle Erlösung
Wer den Autor Paulo Coelho mag, wird dieses Buch von Leon de Winter sehr wahrscheinlich auch mögen. Ich finde, dieses Buch hat eine gewisse Ähnlichkeit zu seinen Büchern. Die Geschichte hat mir gut gefallen. Auch, wenn ich den Protagonisten ein bisschen als lüsterner Opi gesehen hab und auch nicht als ganz so sympathisch empfunden habe. Trotzdem gefiel mir, dass er so viele Jahre nicht aufgegeben hat. Auch wenn der Weg ein langer und steiniger war und er Wendungen bewältigen musste, mit denen er nicht gerechnet hat und die auch nicht vorhersehbar waren. Eine durchaus interessante und spirituelle Geschichte über einen trauernden Vater der die Hoffnung nicht aufgibt und seine Erlösung findet. Die Kapitel haben eine super Länge. Die Geschichte wurde in 5 Teile aufgeteilt. Der Schreibstil ist flüssig. Alles in allem solide.
Die war das erste Buch, dass ich von Leon de Winter gelesen (bzw gehört) habe. Aber wahrscheinlich nicht mein letztes. Der Hauptprotagonist war mir ehrlich gesagt zutiefst unsympathisch. Dennoch hat mich die Geschichte mitgerissen. Diese mehrfachen Wendungen in der Geschichte...Es wurde nicht einmal langweilig. Gerne mehr davon!
Große Leseempfehlung für diese außergewöhnlich, gut recherchierte Geschichte, virtuose, fesselnde Parabel
Worum geht’s? Liebe, Verlust, Hoffnung und die Irrungen und Wirrungen des Lebens. LG Mein Leseeindruck: In dieser virtuosen, fesselnden Parabel lernen wir den pensionierten Gehirnchirurgen Jaap Hollander kennen, der jedes Jahr zur selben Zeit nach Israel fliegt, da dort im Alter von 18 Jahren seine Tochter verschwunden ist. Er findet keine Ruhe, ist sich sicher, dass sie noch lebt und ein Verbrechen vorliegt. Zum zehnten Jahrestag wird Jaap mit einer ungeahnten Herausforderungen konfrontiert: Kann er sich und dieses junge Mädchen retten? - Schreibstil, Titel, Cover und Kapitellänge waren für mich stimmig und haben mich überzeugt. Fazit: Lest selbst, lasst euch ein auf diesen wilden Ritt, diese außergewöhnliche, gut recherchierte Geschichte.

Eine Reise durch die Inner- und Außerwelt. Der erste Satz: „Als der israelische Botschafter sie benachrichtigte, war bereits ein Tag vergangen.“ Jaap Hollander, genialer Neurochirurg - doch gescheiterter Ehemann und Vater. Jedes Jahr macht er sich in Israel auf die Suche nach seiner Tochter Lea. Diese war dorthin gereist, auf der Suche nach ihrem Glauben und nach ihren Wurzeln; eines Tages aber ist sie verschwunden - fortgerissen von einer Flutwelle. Jaap gibt seine Tochter nicht auf und will sie nicht für Tod erklären lassen. Als er wieder einmal nach Israel reist, bekommt er eine Anfrage für eine sehr riskante Hirnoperation an einer saudischen Prinzessin; so riskant, dass sie eigentlich unmöglich ist. Doch er kann nicht ablehnen - Weltfrieden und eine hohe Bezahlung sollen der Lohn sein. Schließlich muss er sich selbst einer Hirnoperation unterziehen - diese gelingt, doch scheint sie Folgen zu haben; plötzlich kann er mit Hunden sprechen bzw. mit einem Hund - und dieser macht ihm ein großes Versprechen. Ein etwas schräges Buch, mit einem höchst unsympathischen Protagonisten und ein paar merkwürdigen Wendungen; und doch hat mich die Story in ihren Bann gezogen. Es war mein erstes Buch von Leon de Winter, der mich vom Stil her an Maarten t‘Hart erinnert. Sachlich und trotzdem mit Witz und immer mit kleinen Überraschungen und Entdeckungen im eigenen Verhalten führ Jaap den Leser durch die Geschichte. Ihm geschehen immer wieder Dinge, die er selbst gar nicht so ganz begreifen kann. Und immer mehr kommt er zu der Erkenntnis, dass er - trotz seines Erfolges und seiner Bekanntheit - irgendwie vieles in seinem Leben hätte anders machen sollen. Somit führt ihn die Suche nach seiner Tochter letztlich in sein eigenes Inneres und schließlich…Aber das verrate ich nicht! Von mir 4/5 Sternen und die Empfehlung an alle, die in der Gegenwartsliteratur die ruhigen Geschichten mögen, in denen wenig und trotzdem viel passiert und in denen es doch zu einigen Erkenntnissen kommt. Nicht mein Highlight der letzten Zeit - und doch habe ich es gern gelesen.
Was für ein besonderer Ritt war das? Zunächst dachte ich, der unterkühlte, arrogante, ja fast misogyne Protagonist würde mich nicht fesseln. Doch dann wurde die Geschichte so spannend, stellenweise grotesk, dass ich einfach immer weiterlesen musste … STADT DER HUNDE Leon de Winter Jaap ist Neurochirurg - einer der Besten. Sein Rat und seine Expertise sind hochgeschätzt. Auch privat scheint alles in Ordnung zu sein, zumindest fast: Er hat eine Frau, die ihn zunehmend nervt, und eine Tochter, die sich ausgerechnet für seine ungeliebten jüdischen Wurzeln interessiert. Zusammengefasst könnte man sagen, sein Leben läuft gut - bis zu dem Tag, an dem seine Tochter spurlos in einem Krater in der Wüste Israels verschwindet. Auch zehn Jahre später glaubt Jaap nicht an den Tod seiner Tochter. Jedes Jahr reist er an den Ort im Negev, an dem man einst ihren Schlafsack und ihre Kleidung fand, stets in der Hoffnung, dort neue Spuren von ihr zu entdecken. Als ihm eines Tages ein Geologe eine neue, wenn auch äußerst kostenintensive Methode vorschlägt, um mögliche DNA-Spuren seiner Tochter im Krater zu suchen, ist Jaap sofort Feuer und Flamme. Die Kosten von rund drei Millionen Euro kann er sich jedoch nicht leisten, weshalb er eine äußerst riskante Herausforderung annimmt, die vor ihm bereits viele Neurochirurgen abgelehnt haben: eine Hirnoperation ohne Aussicht auf Erfolg. Der Vater der Patientin, eine saudische Prinzessin, bietet ihm eine Summe an, die Jaap nicht ablehnen kann - es ist die vielleicht letzte Chance, seine Tochter doch noch wiederzufinden. Es ist mein drittes Buch von Leon de Winter, und erneut hat er mich begeistert. Selten habe ich ein Buch gelesen, das so viele überraschende Wendungen nimmt und absolut unvorhersehbar bleibt. Großes Kino! Meine Buddyread-Partnerin und ich haben die Seiten nur so verschlungen, waren wie elektrisiert und wollten unbedingt wissen, wohin diese Reise führt. Große Leseempfehlung von mir: 5/ 5

Nicht langweilig
Jaap Hollander war ein hoch angesehener Neurochirurg, als Mensch jedoch eher unausstehlich. Er hatte zahllose Affären mit Krankenschwestern, Assistenzärztinnen und anderen Kolleginnen und hat aufgrund einer ungewollten Schwangerschaft nur widerwillig geheiratet. Als seine Tochter in Israel spurlos verschwindet, zerbricht daran seine Ehe, was ihn jedoch kaum berührt. Als er zehn Jahre später an den Ort des Verschwindens zurückkehrt, wird er von der Sonderbeauftragten der israelischen Regierung angesprochen. Er soll Jahre nach seiner Pensionierung noch einmal zum Skalpell greifen, um eine aussichtslosen Operation vorzunehmen. Der Preis dafür: 3 Millionen und der Weltfrieden... Anfangs dachte ich, das Buch sei ganz schön langweilig. Allerdings hatte ich dann die ersten 100 Seiten ruckzuck durch und konnte das Buch kaum noch zur Seite legen. Jetzt bin ich durch und schlichtweg begeistert vom Schreibstil, von der Geschichte und natürlich vom Ende. Und war das überhaupt ein Ende? Wieder einmal steht der Diogenesverlag für Qualität, wieder einmal eine große Leseempfehlung von mir!
Der Inhalt des Buches hätte mich grundsätzlich erstmal gar nicht angesprochen, aber das Cover ist wirklich grandios. Und tatsächlich hat mich Leon de Winter mit seiner leichten Art zu erzählen in seinen Bann gezogen. Die Geschichte ist überraschend gut und definitiv zu empfehlen.
Wüstenstaub, Hirnchirurgie und jede Menge Herz – ein Abenteuer der schrägen Art
Ich sag’s, wie’s ist: Ich habe mich in Stadt der Hunde von Leon de Winter ordentlich verheddert – und das meine ich als Kompliment. Der gute Jaap Hollander, seines Zeichens Gehirnchirurg im Ruhestand und Vollzeit-Trauerspiel, hat mich sofort gepackt. Ein bisschen grummelig, ein bisschen genial – genau mein Typ Held. Der Typ kann keine ruhige Kugel schieben, weil seine Tochter seit Jahren wie vom Erdboden verschluckt ist. Also stapft er wieder mal nach Tel Aviv und in die Wüste, wo er nicht nur Sand schluckt, sondern auch noch eine brandgefährliche OP zugeschanzt bekommt. Logisch, dass er ja sagt. Leon de Winter haut hier einen Mix aus Wüstenstaub, Hoffnung und ziemlich abgefahrener Spannung raus, der mir ein paar Mal die Synapsen verknotet hat. Besonders gefallen hat mir, wie völlig unprätentiös die Geschichte daherkommt – kein übertriebener Pathos, sondern schöne Schräglage mit Herz. Klar, manchmal driftet Jaap ein bisschen ins Melodramatische ab, aber hey, wer will ihm das verdenken? Ich wäre an seiner Stelle vermutlich längst ausgerastet. Stefanie Schäfers Übersetzung kriegt übrigens auch ein Bienchen – schön rund, flüssig und mit genau dem richtigen Schuss Trockenhumor. Ein Stern Abzug gibt’s nur, weil ich an ein, zwei Stellen das Gefühl hatte, der Plot verheddert sich fast genauso wie ich bei IKEA-Anleitungen. Trotzdem: Lesen! Lachen! Seufzen! Und sich am Ende ein bisschen bekloppt, aber irgendwie auch wunderbar hoffnungsvoll fühlen.

Über den Verlust eines Kindes, das Ausfüllen des Alltags danach, über Frieden und Krieg, Ratio und den Glauben. Einfach wunderbar.
Mich hat das Buch wirklich überrascht – viel mehr, als ich es erwartet hätte. Am Ende habe ich es richtig geliebt und bin dankbar, dass ich es gelesen habe. Die Geschichte wirkt stellenweise fast spirituell, bleibt dabei aber immer lebensnah und berührend.
Die Stadt der Hunde ist ein Roman, der einen emotional näher heranlässt, als man anfangs erwartet. Er zeigt, wie aus anfänglicher Distanz echte Verbundenheit entstehen kann – und wie wichtig es ist, nicht aufzugeben, selbst wenn der Weg steinig ist.
Spuren in der Wüste – zwischen Trauer, Hoffnung und weltpolitischem Gewicht
Es fällt mir schwer es in Worte zu fassen… „Stadt der Hunde“ von Leon de Winter erzählt die Geschichte von Jaap Hollander, einem renommierten niederländischen Gehirnchirurgen, der seinen Ruhestand nicht in Ruhe verbringen kann. Vor vielen Jahren verschwand seine Tochter Lea zusammen mit ihrem Freund spurlos bei einer Reise in einer Wüste in Israel. Seitdem kehrt Jaap jedes Jahr dorthin zurück, in der Hoffnung, endlich herauszufinden, was mit ihr geschehen ist – auch wenn es keine Gewissheit über ihr Schicksal gibt und ihre Leichen nie gefunden wurden.  In diesem Jahr aber verläuft alles anders: In Tel Aviv wird er von einflussreichen Persönlichkeiten gebeten, eine äußerst riskante Gehirnoperation an der Tochter eines saudischen Herrschers durchzuführen. Die medizinische Herausforderung ist fast aussichtslos, doch ihr Erfolg könnte weitreichende politische Konsequenzen haben – im Nahen Osten könnte ein Weg zur Annäherung und zum Frieden entstehen.  Parallel zu dieser medizinischen Mission verfolgt der Roman Jaaps innere Reise: Er ringt mit seinem eigenen Leben, seiner Rolle als Vater, seinem Verhältnis zu seiner Tochter, seinem Glauben und den politischen Spannungen zwischen Israel und seinen Nachbarstaaten. Teilweise spielt der Roman auch mit symbolischen und mystischen Elementen, zum Beispiel in Form eines Hundes, der für Jaap mehr als nur ein Tier ist und ihn auf eine andere Ebene der Selbstreflexion bringt. Der Roman ist ambitioniert und thematisch weit gespannt: Er verknüpft ein persönliches Familiendrama mit geopolitischen Fragen, großer Medizin und einer Suche nach Bedeutung im Leben. Allerdings bleibt das Buch nicht immer klar fokussiert. Manchmal wirkt es, als würden zu viele Ebenen gleichzeitig erzählt werden: persönliche Schuldgefühle und Trauer, politische Konflikte, spirituelle Botschaften und symbolische Szenen mit Hunden – das kann den Lesefluss stören oder überladen wirken. Insgesamt ist „Stadt der Hunde“ ein interessantes Buch mit großen Themen, das zum Nachdenken anregt – über Verlust, Verantwortung, Liebe und die politischen Herausforderungen unserer Zeit.
Was bleibt, wenn jemand verschwindet – und die Welt sich weiterdreht? Eine spannende Frage, mit der sich Leon de Winter in „Stadt der Hunde“ beschäftigt. Der Protagonist, Jaap Hollander, ein brillianter Neurochirurg, hat den Verlust seiner Tochter nie verwunden und kehrt Jahr für Jahr in die israelische Wüste zurück, sucht nach Antworten und hofft auf ein Wunder. Als er eine fast unmögliche und lebensgefährlich riskante Operation an einer jungen Frau übernehmen soll, die aus einer mächtigen Familie stammt und wichtig für die Zukunft des Landes ist, überschneiden sich plötzlich private Hoffnung und politische Realität. Auf wunderbare Weise verwebt de Winter hier persönliche Trauer mit den Konflikten des Nahen Ostens – leise, aber intensiv. Er schreibt ohne Pathos, aber mit viel Tiefe. Ein, wie ich finde, klug komponiertes Buch über Schuld, Wahrheitssuche und das Ringen mit einer Welt, die oft unbegreiflich bleibt – eindringlich, bewegend und unbedingt lesenswert. Ein wirkliches Highlight für mich.
Ich glaube ich habe endlich einen neuen Lieblingsautor. Der Inhalt ist nicht wirklich zu beschreiben, hat aber einen unheimlichen Sog. Und es macht was mit einem!
Mein erstes Buch von Leon de Winter
Es las sich sehr flüssig und ich habe mich keine Sekunde gelangweilt. Insoweit *check*. Im vierten Teil zweifelte ich dann sehr an der Richtung, die die Story einschlug. Zum Glück löste es sich im fünften Teil wieder auf. Mir hat es insgesamt recht gut gefallen.
Stadt der Hunde
Stadt der Hunde von Leon Winter In "Stadt der Hunde" wird die Geschichte des renommierten holländischen Hirnchirurgen XXXX erzählt, dessen Tochter vor zehn Jahren zusammen mit einem Amerikaner in der Negev-Wüste in Israel verschwunden ist. Jährlich reist er mehrmals nach Israel, um nach seiner verschwundenen Tochter zu suchen. Da er Jude ist und in Israel bekannt ist, tritt eines Tages das Ministerpräsidentenbüro an ihn heran mit der Bitte, eine letzte, riskante Operation an einer angesehenen Person aus dem arabischen Raum durchzuführen. Obwohl die Erfolgsaussichten bei etwa 1 zu 1.000.000 liegen, stimmt er der Operation zu. Der Charakter des Protagonisten wird klar beschrieben, sodass man ihn im ersten Teil des Buches gut kennenlernt und sich in ihn hineinversetzen kann. Ich finde Ihn sehr sympathisch, er hinterlässt für mich einen sympathischen Eindruck. Seine Ex-Frau, Geliebte und andere Charaktere werden hingegen eher oberflächlich dargestellt. Das Buch und die Geschichte haben mir sehr gut gefallen. Auch der Schreibstil aus der Erzählerperspektive hat mir zugesagt. Der Spannungsaufbau ist gelungen, und bereits nach kurzer Zeit fiel es mir schwer, das Buch wegzulegen.
Absurd und anders
Der erste Teil der Geschichte liest sich wie ein recht gängiges Familiendrama: Vater verliert Tochter, kann nicht akzeptieren, stürzt sich in Arbeit, etc. Aber irgendwie schafft de Winter es, die Erzählung Stück für Stück mit überraschenden Wendungen und spannenden Einfällen ins Unerwartete zu führen. So muss der Vater und Gehirnchirurg Jaap Hollander zuerst eine geheime Gehirnoperation durchführen mit der Aussicht auf eine Milliarde Dollar Belohnung. Und auf einmal hilft ihm ein sprechender Hund das Verschwinden seiner Tochter zu rekonstruieren. Gebettet ist die Story in Israel, teils im wunderschönen Ramon-Krater, teils in Tel Aviv. Sehr spannend, sehr unterhaltsam. Spoiler: Die Geschichte endet am Morgen des 07. Oktobers 2023. Ein für mich unpassender und nicht sinnvoll ergänzender politischer Kommentar, der wenig zur vorangegangenen, eher zeitlosen Geschichte gehört.
Vielschichtige Geschichte mit Einblicken nach Tel Aviv und in die Neurowissenschaft, elegant geschrieben auf einem schmalen Grad zwischen Wissenschaft und Esoterik, am Ende etwas lose erzählt, und die Lüsternheit des Erzählers und durchweg oberflächlichen Frauenbeschreibungen haben mich komplett genervt.
Die Geschichte hat mich ein bisschen nachdenklich zurück gelassen. Es hat sich gut gelesen. Zwischendrin fand ich es ein bisschen abstrus, das hat sich dann am Ende dann doch noch aufgelöst.
Eine phantastisch kombinierte spannende Geschichte, wie gewohnt auch sprachlich toll umgesetzt. Sehr lesenswert!
Die erste 2/3 des Buches spannend, dann wurde es absurd, um in einer gelungenen Auflösung zu enden.
Ein interessantes Buch mit einer guten Spannungskurve über die Verarbeitung von Verlust und Selbstreflexion. Es hat mir sehr gut gefallen. Einzig die Beschreibung mit Filmschauspielern fand ich an manchen Stellen schade, da der Autor die Figuren weniger inhaltlich gezeichnet hat. Insgesamt empfehlenswert.
Stadt der Hunde Leon de Winter / Ein Buch, dass mir lange in Erinnerung bleiben wird. 🤩
Der Protagonist dieser Geschichte ist Jaap, ein niederländischer Gehirnchirurg der aus einer jüdischen Familie kommt aber dem Glauben keinen großen Platz in seinem Leben lässt. Als eines Tages seine Tochter Leah auf einer Israelreise verschwindet, ändert sich sein Leben. Jahr für Jahr fliegt Jaap nun von Amsterdam aus nach Israel in die Nähe von Tel Aviv um seine Tochter zu suchen. Am 10 Jahrestag des Verwindendens von Leah taucht die Geschichte tief ab. Die Geschichte ist nachhaltig und manchmal verstörend und manchmal hoffnungsvoll. Mir wird diese Geschichte lange im Gedächtnis bleiben. 🥰🫶
Ein Buch über einen pensionierten Gehirnchirurg, der auf der Suche nach seiner vermissten Tochter ist
Ich muss zugeben, trotz dessen dass ich keine wirkliche Sympathie für den Hauptcharakter entwickeln konnte ( lag größtenteils an seiner für mich arroganten Art und der Tatsache, dass er Frauen bei jeder Möglichkeit sexualisiert ) konnte ich das Buch sehr gut lesen und war nicht gelangweilt. *SPOILER* Dass das verschwinden seiner Tochter nie aufgelöst wird hat mich dann schlussendlich doch sehr gestört..
Liest sich gut und ist auch interessant. Die Geschichte ist aber schon sehr weit hergeholt. Im Grunde die Geschichte einer Selbstfindung und dem Weg zur Spiritualität. Ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht und ein weniger abruptes Ende.
Absolut grandios. Die Geschichte hat mich sofort gepackt – spannend, tiefgründig und mitreißend erzählt. Die Mischung aus persönlichem Drama, Politik und Mystik fand ich einfach toll. Der streunende Hund, gaben dem Ganzen eine besondere Tiefe. Thorsten Giese liest das Hörbuch großartig – seine Stimme hat perfekt zur Atmosphäre gepasst. Für mich ein echtes Highlight!
Ich bin mir nicht sicher was ich da gelesen habe. Leichter Lesefluss und eine gewisse Spannung sind vorhanden. Der Protagonist (einer der besten Chirurgen) wurde mir aber zunehmend unsympathisch. Dass die Operation über den Weltfrieden entscheiden wird, scheint mir sehr unglaubwürdig. Ab seiner eigenen Operation wird es dann total wirr. Da holte er mich gar nicht ab und ich konnte nichts mit dem weiteren Verlauf der Geschichte anfangen.
Die Stadt der Hunde von Leon de Winter war für mich eine absolute positive Überraschung. Die Prämisse des Buches klang schon vielversprechend, und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch hat mich von Anfang bis Ende gefesselt – spannend, unterhaltsam und rührend zugleich. Der Schreibstil ist klar und angenehm zu lesen, was das Eintauchen in die Geschichte unglaublich leicht macht. Trotz der tiefgründigen Themen bleibt das Buch nie schwerfällig, sondern wird stets mit einer Leichtigkeit und Präzision erzählt, die das Lesen zu einem echten Vergnügen macht. Die Handlung hat mich immer wieder überrascht und mitgerissen. Die Charaktere sind lebendig und gut gezeichnet, und ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist sowohl faszinierend als auch emotional. Besonders gut gefallen hat mir die Mischung aus Spannung und emotionaler Tiefe, die das Buch so mitreißend macht. Das Ende jedoch war nicht ganz so, wie ich es mir erhofft hatte. Es war nicht das große Happy End, das man sich vielleicht erträumt, aber es war dennoch stimmig und hatte eine tiefere Botschaft. Die Erzählung endet mit einer wichtigen, nachdenklich stimmenden Erkenntnis, die einem noch lange im Kopf bleibt. Insgesamt ist Die Stadt der Hunde ein großartiges Buch, das sowohl emotional als auch intellektuell anspricht. Es hat mich begeistert und ich kann es nur weiterempfehlen. Wer auf der Suche nach einer Geschichte ist, die nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt, wird hier auf jeden Fall fündig.
Characteristics
3 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
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Book Information
Author Description
Leon de Winter, geboren 1954 in ’s-Hertogenbosch als Sohn niederländischer Juden, arbeitet seit 1976 als freier Schriftsteller und Filmemacher und lebt in den Niederlanden. 2002 erhielt er den ›Welt‹-Literaturpreis, 2006 die Buber-Rosenzweig-Medaille für seinen Kampf gegen Antisemitismus, und 2009 wurde er mit dem Literaturpreis der Provinz Brabant für ›Das Recht auf Rückkehr‹ ausgezeichnet. Seine Romane wurden in 20 Sprachen übersetzt, zuletzt erschien bei Diogenes ›Stadt der Hunde‹ (2025).
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"Ohne es zu merken, lebten die Juden in der Stadt der Hunde." Jaap flog, wie die letzten Jahre auch, nach Israel um nach seiner Tochter zu suchen, die 10 Jahre zuvor dort verschwunden war. Doch diesmal ist alles anders. Nicht der von ihm her georderte Geologe, der die Höhlen untersuchen soll, in denen Lea und ihr Freund vielleicht verschwunden sind, wartet dort auf ihn, sondern eine, ihm unbekannte, Frau. Was nun beginnt ist eine Reise in die Tiefen der Neurochirurgie, der Machstrukturen und der reichen und doch so armen Väter, wenn es um die Liebe zu ihren Töchtern geht. Jaap, der geniale Hirnchirurg, der die kompliziertesten Operationen durchführen kann und ebenso messerscharf erkennt, dass er es nicht geschafft hat, dem Menschen, den er am meisten liebt, dies auch zu zeigen. Er geht schonungslos offen mit sich selbst um. Wir wandern mit ihm durch die Straßen von Tel Aviv, begegnen vielen Hunden und deren Hinterlassenschaften und nichts davon ist Zufall. Alles führt weiter in diese wunderbare Geschichte hinein nd die Suche nach der verlorenen Tochter, nach den eigenen Wurzeln und nach der Religion, die er so lange verdrängt hat. ""Zarte Wehrlosigkeit" kam ihm in den Sinn, zwei Wörter aus der Erinnerung an eine andere Welt. " Große Leseempfehlung!
Völlig schräg aber ebenso mitreißend/zugänglich verfasst, nur den tieferen Sinn dieser verrückten „Heldenreise mit Hund“ hat mein Hirn nicht begreifen können!
Schräg Der Gehirnchirurg Jaap Hollander ist nicht gerade ein angenehmer Zeitgenosse, als man ihm zu Beginn des Buches begegnet. Er ist in seinem Job brillant, was ihm die Macht verleiht andere Menschen zu benutzen und mit wenig Respekt zu behandeln. Für seine Patienten ist er der Lebensretter, für seine Mitmenschen oft ein Ekel. Inzwischen ist er im Ruhestand und geschieden. Doch dass seine Tochter vor zehn Jahren spurlos verschwunden ist, nagt an ihm, und er kehrt jährlich zu dem Ort zurück, an dem sie zuletzt gesichtet wurde, in der Hoffnung doch noch Spuren zu finden. Als er gebeten wird ein sehr riskante Gehirnoperation bei einer arabischen Prinzessin durchzuführen, wird ihm eine hohe Belohnung in Aussicht gestellt, mit der er seine Nachforschungen nochmal intensivieren könnte. Jaap macht innerhalb dieser Geschichte eine Wandlung durch, die ihn demütig werden lässt und dazu bringt, gemachte Fehler zu bereuen. Der Weg dorthin ist etwas schräg und sollte von Jedem selbst entdeckt werden. Ich fand den Roman auf jeden Fall unterhaltsam und wollte auch immer wissen was als nächstes passiert. Der Autor driftet mir aber zu sehr ins Absurde oder in den magischen Realismus. Damit habe ich zugegeben meine Schwierigkeiten. Erstaunlich war für mich, dass er am Ende nochmal die Kurve kriegt und die Geschichte ein einigermaßen nachvollziehbares Ende bekommt. Wer sich an z.b sprechenden Hunden nicht stört, dem könnte diese Geschichte durchaus gefallen.
Die Tochter des weltbekannten Gehirnchirurgs Jaab verschwindet zusammen mit ihrem Freund bei einer Reise nach Israel. Jahr für Jahr reist er dahin zurück um weiter nach ihr zu suchen. Nach 10 Jahren Suche wird er gebeten die Tochter eines arabischen Herrschers zu operieren. Die Operation ist riskant. Die Chancen stehen eins zu einer Million. Bisher haben alle Ärzte abgelehnt aber es winkt eine hohe Geldsumme, mit der Jaab seine Suche nach der Tochter noch intensivieren kann. In Prinzessin Noora werden hohe Erwartungen gesetzt. Sie soll später den Frieden zwischen den eigentlich verfeindeten Nationen vorantreiben. Dieser Roman bietet eine ganze Menge. Ich konnte ihn gar nicht wieder weglegen. Man findet politische, gesellschaftskritische Themen, philosophische Fragen, Einblicke in die Neurochirurgie und vieles mehr. Fesselnd geschrieben, mit grotesken Momenten. Bei manchen Abschnitten hab ich mich manchmal schon gewundert aber es klärt sich alles wunderbar auf. Die Zerrissenheit von Jaab ist greifbar, er macht sich Vorwürfe und kann nicht loslassen. Will er das Leben der Prinzessin retten, weil er selber seine Tochter verloren hat. Psychologisch großartig , tolle Einblicke in das Leben in Israel, einfach ein wunderbarer, vielschichtiger, überraschender Roman. Eine wilde Mischung aus Realität und Fantasie. Großartig, unbedingt lesen!!!!
Ein Hund, ein Krater und die Suche nach Erlösung - diese Geschichte wird dich nicht mehr loslassen. 🐕 🌍
Manche Bücher berühren tief - Stadt der Hunde ist so eines. Es ist eine moderne Parabel über Verlust, Schuld, Hoffnung und die unerschütterliche Liebe zwischen Eltern und ihren Kindern. Zwei Väter, zwei Schicksale, zwei Geschichten, die sich zu einem grossen Ganzen verweben. „Man würde ihn umbringen. Aber damit hatte er sich abgefunden - mit der Lage, in die er geraten war, mit dem, was er tun musste, und mit dem, was er für sein Kind würde tun können.“ Leon de Winters Sprache ist klar, eindringlich und gleichzeitig angenehm leicht zu lesen. Inhaltlich nimmt uns der Autor mit an den beeindruckenden Makhtesh Ramon in Israel - ein Ort voller Geschichte und Magie (unbedingt Googeln- interessant und wunderschön). Man lernt nicht nur über die Entstehung des Kraters 🌍, sondern taucht auch in die Welt der Neueochirurgie ein, erlebt gesellschaftliche Themen, philosophische Fragen und eine faszinierende Mischung aus Realität und Fantasie. „Ich bin ein Kanaanhund. Ich bin ein Guide. Ich führe Menschen, die das Reich der Toten besuchen wollen.“ Am meisten hat mich die Tiefe bewegt: Die Darstellung zweier Väter, die bereit sind, alles für ihre Töchter zu tun. Einfühlsam wird gezeigt, was Menschen antreibt, wenn sie lieben - und welche ethischen Dielammata daraus entstehen. „Stadt der Hunde“ ist ein Buch, das nachklingt, das bewegt und zum Nachdenken anregt. Ich bin begeistert und kann es nur von Herzen empfehlen.

Ich habe es ohne viel Pausen gelesen und bin von der Intensität und der Wendung begeistert. Nur am Ende hat mir etwas gefehlt.
Im Zentrum der Geschichte steht der brillante, aber besessene Mikroneurochirurg Jaap Hollander, der seine Familie zugunsten seiner Arbeit vernachlässigt. Während seine Frau sich schließlich von ihm trennt, entdeckt seine Tochter Lea ein Interesse am Judentum und verschwindet auf einer Israelreise spurlos in der Negev-Wüste. Zehn Jahre später wird Hollander vor eine lebensverändernde Herausforderung gestellt: Er soll die schwer kranke Tochter eines saudischen Prinzen operieren – mit einer Milliarde Euro als Lohn im Erfolgsfall, aber möglicherweise tödlichen Konsequenzen bei Misserfolg. Parallel dazu leidet Hollander selbst an Prosopagnosie, einer Gesichtsblindheit, die er durch ungewöhnliche Strategien kompensiert. Eine absurde, aber tiefgründige Wendung der Ereignisse bringt ihn schließlich an die Grenzen seiner Identität und Menschlichkeit. Dieses Buch kann und muss mal zweimal lesen.
Sehr cool, spannend, überraschend, abstrakt..
Schnell zu lesen. Interessant zu lesen, wie sich ein frisch operiertes Hirn verhält. Was kann man glauben, darf ein operiertes Hirn Worte formulieren, die schon sexistisch sind- ist es eine plausible Entschuldigung oder eine billige?? Wirklich mal ganz anders und doch ein normaler Roman.
Spirituelle Erlösung
Wer den Autor Paulo Coelho mag, wird dieses Buch von Leon de Winter sehr wahrscheinlich auch mögen. Ich finde, dieses Buch hat eine gewisse Ähnlichkeit zu seinen Büchern. Die Geschichte hat mir gut gefallen. Auch, wenn ich den Protagonisten ein bisschen als lüsterner Opi gesehen hab und auch nicht als ganz so sympathisch empfunden habe. Trotzdem gefiel mir, dass er so viele Jahre nicht aufgegeben hat. Auch wenn der Weg ein langer und steiniger war und er Wendungen bewältigen musste, mit denen er nicht gerechnet hat und die auch nicht vorhersehbar waren. Eine durchaus interessante und spirituelle Geschichte über einen trauernden Vater der die Hoffnung nicht aufgibt und seine Erlösung findet. Die Kapitel haben eine super Länge. Die Geschichte wurde in 5 Teile aufgeteilt. Der Schreibstil ist flüssig. Alles in allem solide.
Die war das erste Buch, dass ich von Leon de Winter gelesen (bzw gehört) habe. Aber wahrscheinlich nicht mein letztes. Der Hauptprotagonist war mir ehrlich gesagt zutiefst unsympathisch. Dennoch hat mich die Geschichte mitgerissen. Diese mehrfachen Wendungen in der Geschichte...Es wurde nicht einmal langweilig. Gerne mehr davon!
Große Leseempfehlung für diese außergewöhnlich, gut recherchierte Geschichte, virtuose, fesselnde Parabel
Worum geht’s? Liebe, Verlust, Hoffnung und die Irrungen und Wirrungen des Lebens. LG Mein Leseeindruck: In dieser virtuosen, fesselnden Parabel lernen wir den pensionierten Gehirnchirurgen Jaap Hollander kennen, der jedes Jahr zur selben Zeit nach Israel fliegt, da dort im Alter von 18 Jahren seine Tochter verschwunden ist. Er findet keine Ruhe, ist sich sicher, dass sie noch lebt und ein Verbrechen vorliegt. Zum zehnten Jahrestag wird Jaap mit einer ungeahnten Herausforderungen konfrontiert: Kann er sich und dieses junge Mädchen retten? - Schreibstil, Titel, Cover und Kapitellänge waren für mich stimmig und haben mich überzeugt. Fazit: Lest selbst, lasst euch ein auf diesen wilden Ritt, diese außergewöhnliche, gut recherchierte Geschichte.

Eine Reise durch die Inner- und Außerwelt. Der erste Satz: „Als der israelische Botschafter sie benachrichtigte, war bereits ein Tag vergangen.“ Jaap Hollander, genialer Neurochirurg - doch gescheiterter Ehemann und Vater. Jedes Jahr macht er sich in Israel auf die Suche nach seiner Tochter Lea. Diese war dorthin gereist, auf der Suche nach ihrem Glauben und nach ihren Wurzeln; eines Tages aber ist sie verschwunden - fortgerissen von einer Flutwelle. Jaap gibt seine Tochter nicht auf und will sie nicht für Tod erklären lassen. Als er wieder einmal nach Israel reist, bekommt er eine Anfrage für eine sehr riskante Hirnoperation an einer saudischen Prinzessin; so riskant, dass sie eigentlich unmöglich ist. Doch er kann nicht ablehnen - Weltfrieden und eine hohe Bezahlung sollen der Lohn sein. Schließlich muss er sich selbst einer Hirnoperation unterziehen - diese gelingt, doch scheint sie Folgen zu haben; plötzlich kann er mit Hunden sprechen bzw. mit einem Hund - und dieser macht ihm ein großes Versprechen. Ein etwas schräges Buch, mit einem höchst unsympathischen Protagonisten und ein paar merkwürdigen Wendungen; und doch hat mich die Story in ihren Bann gezogen. Es war mein erstes Buch von Leon de Winter, der mich vom Stil her an Maarten t‘Hart erinnert. Sachlich und trotzdem mit Witz und immer mit kleinen Überraschungen und Entdeckungen im eigenen Verhalten führ Jaap den Leser durch die Geschichte. Ihm geschehen immer wieder Dinge, die er selbst gar nicht so ganz begreifen kann. Und immer mehr kommt er zu der Erkenntnis, dass er - trotz seines Erfolges und seiner Bekanntheit - irgendwie vieles in seinem Leben hätte anders machen sollen. Somit führt ihn die Suche nach seiner Tochter letztlich in sein eigenes Inneres und schließlich…Aber das verrate ich nicht! Von mir 4/5 Sternen und die Empfehlung an alle, die in der Gegenwartsliteratur die ruhigen Geschichten mögen, in denen wenig und trotzdem viel passiert und in denen es doch zu einigen Erkenntnissen kommt. Nicht mein Highlight der letzten Zeit - und doch habe ich es gern gelesen.
Was für ein besonderer Ritt war das? Zunächst dachte ich, der unterkühlte, arrogante, ja fast misogyne Protagonist würde mich nicht fesseln. Doch dann wurde die Geschichte so spannend, stellenweise grotesk, dass ich einfach immer weiterlesen musste … STADT DER HUNDE Leon de Winter Jaap ist Neurochirurg - einer der Besten. Sein Rat und seine Expertise sind hochgeschätzt. Auch privat scheint alles in Ordnung zu sein, zumindest fast: Er hat eine Frau, die ihn zunehmend nervt, und eine Tochter, die sich ausgerechnet für seine ungeliebten jüdischen Wurzeln interessiert. Zusammengefasst könnte man sagen, sein Leben läuft gut - bis zu dem Tag, an dem seine Tochter spurlos in einem Krater in der Wüste Israels verschwindet. Auch zehn Jahre später glaubt Jaap nicht an den Tod seiner Tochter. Jedes Jahr reist er an den Ort im Negev, an dem man einst ihren Schlafsack und ihre Kleidung fand, stets in der Hoffnung, dort neue Spuren von ihr zu entdecken. Als ihm eines Tages ein Geologe eine neue, wenn auch äußerst kostenintensive Methode vorschlägt, um mögliche DNA-Spuren seiner Tochter im Krater zu suchen, ist Jaap sofort Feuer und Flamme. Die Kosten von rund drei Millionen Euro kann er sich jedoch nicht leisten, weshalb er eine äußerst riskante Herausforderung annimmt, die vor ihm bereits viele Neurochirurgen abgelehnt haben: eine Hirnoperation ohne Aussicht auf Erfolg. Der Vater der Patientin, eine saudische Prinzessin, bietet ihm eine Summe an, die Jaap nicht ablehnen kann - es ist die vielleicht letzte Chance, seine Tochter doch noch wiederzufinden. Es ist mein drittes Buch von Leon de Winter, und erneut hat er mich begeistert. Selten habe ich ein Buch gelesen, das so viele überraschende Wendungen nimmt und absolut unvorhersehbar bleibt. Großes Kino! Meine Buddyread-Partnerin und ich haben die Seiten nur so verschlungen, waren wie elektrisiert und wollten unbedingt wissen, wohin diese Reise führt. Große Leseempfehlung von mir: 5/ 5

Nicht langweilig
Jaap Hollander war ein hoch angesehener Neurochirurg, als Mensch jedoch eher unausstehlich. Er hatte zahllose Affären mit Krankenschwestern, Assistenzärztinnen und anderen Kolleginnen und hat aufgrund einer ungewollten Schwangerschaft nur widerwillig geheiratet. Als seine Tochter in Israel spurlos verschwindet, zerbricht daran seine Ehe, was ihn jedoch kaum berührt. Als er zehn Jahre später an den Ort des Verschwindens zurückkehrt, wird er von der Sonderbeauftragten der israelischen Regierung angesprochen. Er soll Jahre nach seiner Pensionierung noch einmal zum Skalpell greifen, um eine aussichtslosen Operation vorzunehmen. Der Preis dafür: 3 Millionen und der Weltfrieden... Anfangs dachte ich, das Buch sei ganz schön langweilig. Allerdings hatte ich dann die ersten 100 Seiten ruckzuck durch und konnte das Buch kaum noch zur Seite legen. Jetzt bin ich durch und schlichtweg begeistert vom Schreibstil, von der Geschichte und natürlich vom Ende. Und war das überhaupt ein Ende? Wieder einmal steht der Diogenesverlag für Qualität, wieder einmal eine große Leseempfehlung von mir!
Der Inhalt des Buches hätte mich grundsätzlich erstmal gar nicht angesprochen, aber das Cover ist wirklich grandios. Und tatsächlich hat mich Leon de Winter mit seiner leichten Art zu erzählen in seinen Bann gezogen. Die Geschichte ist überraschend gut und definitiv zu empfehlen.
Wüstenstaub, Hirnchirurgie und jede Menge Herz – ein Abenteuer der schrägen Art
Ich sag’s, wie’s ist: Ich habe mich in Stadt der Hunde von Leon de Winter ordentlich verheddert – und das meine ich als Kompliment. Der gute Jaap Hollander, seines Zeichens Gehirnchirurg im Ruhestand und Vollzeit-Trauerspiel, hat mich sofort gepackt. Ein bisschen grummelig, ein bisschen genial – genau mein Typ Held. Der Typ kann keine ruhige Kugel schieben, weil seine Tochter seit Jahren wie vom Erdboden verschluckt ist. Also stapft er wieder mal nach Tel Aviv und in die Wüste, wo er nicht nur Sand schluckt, sondern auch noch eine brandgefährliche OP zugeschanzt bekommt. Logisch, dass er ja sagt. Leon de Winter haut hier einen Mix aus Wüstenstaub, Hoffnung und ziemlich abgefahrener Spannung raus, der mir ein paar Mal die Synapsen verknotet hat. Besonders gefallen hat mir, wie völlig unprätentiös die Geschichte daherkommt – kein übertriebener Pathos, sondern schöne Schräglage mit Herz. Klar, manchmal driftet Jaap ein bisschen ins Melodramatische ab, aber hey, wer will ihm das verdenken? Ich wäre an seiner Stelle vermutlich längst ausgerastet. Stefanie Schäfers Übersetzung kriegt übrigens auch ein Bienchen – schön rund, flüssig und mit genau dem richtigen Schuss Trockenhumor. Ein Stern Abzug gibt’s nur, weil ich an ein, zwei Stellen das Gefühl hatte, der Plot verheddert sich fast genauso wie ich bei IKEA-Anleitungen. Trotzdem: Lesen! Lachen! Seufzen! Und sich am Ende ein bisschen bekloppt, aber irgendwie auch wunderbar hoffnungsvoll fühlen.

Über den Verlust eines Kindes, das Ausfüllen des Alltags danach, über Frieden und Krieg, Ratio und den Glauben. Einfach wunderbar.
Mich hat das Buch wirklich überrascht – viel mehr, als ich es erwartet hätte. Am Ende habe ich es richtig geliebt und bin dankbar, dass ich es gelesen habe. Die Geschichte wirkt stellenweise fast spirituell, bleibt dabei aber immer lebensnah und berührend.
Die Stadt der Hunde ist ein Roman, der einen emotional näher heranlässt, als man anfangs erwartet. Er zeigt, wie aus anfänglicher Distanz echte Verbundenheit entstehen kann – und wie wichtig es ist, nicht aufzugeben, selbst wenn der Weg steinig ist.
Spuren in der Wüste – zwischen Trauer, Hoffnung und weltpolitischem Gewicht
Es fällt mir schwer es in Worte zu fassen… „Stadt der Hunde“ von Leon de Winter erzählt die Geschichte von Jaap Hollander, einem renommierten niederländischen Gehirnchirurgen, der seinen Ruhestand nicht in Ruhe verbringen kann. Vor vielen Jahren verschwand seine Tochter Lea zusammen mit ihrem Freund spurlos bei einer Reise in einer Wüste in Israel. Seitdem kehrt Jaap jedes Jahr dorthin zurück, in der Hoffnung, endlich herauszufinden, was mit ihr geschehen ist – auch wenn es keine Gewissheit über ihr Schicksal gibt und ihre Leichen nie gefunden wurden.  In diesem Jahr aber verläuft alles anders: In Tel Aviv wird er von einflussreichen Persönlichkeiten gebeten, eine äußerst riskante Gehirnoperation an der Tochter eines saudischen Herrschers durchzuführen. Die medizinische Herausforderung ist fast aussichtslos, doch ihr Erfolg könnte weitreichende politische Konsequenzen haben – im Nahen Osten könnte ein Weg zur Annäherung und zum Frieden entstehen.  Parallel zu dieser medizinischen Mission verfolgt der Roman Jaaps innere Reise: Er ringt mit seinem eigenen Leben, seiner Rolle als Vater, seinem Verhältnis zu seiner Tochter, seinem Glauben und den politischen Spannungen zwischen Israel und seinen Nachbarstaaten. Teilweise spielt der Roman auch mit symbolischen und mystischen Elementen, zum Beispiel in Form eines Hundes, der für Jaap mehr als nur ein Tier ist und ihn auf eine andere Ebene der Selbstreflexion bringt. Der Roman ist ambitioniert und thematisch weit gespannt: Er verknüpft ein persönliches Familiendrama mit geopolitischen Fragen, großer Medizin und einer Suche nach Bedeutung im Leben. Allerdings bleibt das Buch nicht immer klar fokussiert. Manchmal wirkt es, als würden zu viele Ebenen gleichzeitig erzählt werden: persönliche Schuldgefühle und Trauer, politische Konflikte, spirituelle Botschaften und symbolische Szenen mit Hunden – das kann den Lesefluss stören oder überladen wirken. Insgesamt ist „Stadt der Hunde“ ein interessantes Buch mit großen Themen, das zum Nachdenken anregt – über Verlust, Verantwortung, Liebe und die politischen Herausforderungen unserer Zeit.
Was bleibt, wenn jemand verschwindet – und die Welt sich weiterdreht? Eine spannende Frage, mit der sich Leon de Winter in „Stadt der Hunde“ beschäftigt. Der Protagonist, Jaap Hollander, ein brillianter Neurochirurg, hat den Verlust seiner Tochter nie verwunden und kehrt Jahr für Jahr in die israelische Wüste zurück, sucht nach Antworten und hofft auf ein Wunder. Als er eine fast unmögliche und lebensgefährlich riskante Operation an einer jungen Frau übernehmen soll, die aus einer mächtigen Familie stammt und wichtig für die Zukunft des Landes ist, überschneiden sich plötzlich private Hoffnung und politische Realität. Auf wunderbare Weise verwebt de Winter hier persönliche Trauer mit den Konflikten des Nahen Ostens – leise, aber intensiv. Er schreibt ohne Pathos, aber mit viel Tiefe. Ein, wie ich finde, klug komponiertes Buch über Schuld, Wahrheitssuche und das Ringen mit einer Welt, die oft unbegreiflich bleibt – eindringlich, bewegend und unbedingt lesenswert. Ein wirkliches Highlight für mich.
Ich glaube ich habe endlich einen neuen Lieblingsautor. Der Inhalt ist nicht wirklich zu beschreiben, hat aber einen unheimlichen Sog. Und es macht was mit einem!
Mein erstes Buch von Leon de Winter
Es las sich sehr flüssig und ich habe mich keine Sekunde gelangweilt. Insoweit *check*. Im vierten Teil zweifelte ich dann sehr an der Richtung, die die Story einschlug. Zum Glück löste es sich im fünften Teil wieder auf. Mir hat es insgesamt recht gut gefallen.
Stadt der Hunde
Stadt der Hunde von Leon Winter In "Stadt der Hunde" wird die Geschichte des renommierten holländischen Hirnchirurgen XXXX erzählt, dessen Tochter vor zehn Jahren zusammen mit einem Amerikaner in der Negev-Wüste in Israel verschwunden ist. Jährlich reist er mehrmals nach Israel, um nach seiner verschwundenen Tochter zu suchen. Da er Jude ist und in Israel bekannt ist, tritt eines Tages das Ministerpräsidentenbüro an ihn heran mit der Bitte, eine letzte, riskante Operation an einer angesehenen Person aus dem arabischen Raum durchzuführen. Obwohl die Erfolgsaussichten bei etwa 1 zu 1.000.000 liegen, stimmt er der Operation zu. Der Charakter des Protagonisten wird klar beschrieben, sodass man ihn im ersten Teil des Buches gut kennenlernt und sich in ihn hineinversetzen kann. Ich finde Ihn sehr sympathisch, er hinterlässt für mich einen sympathischen Eindruck. Seine Ex-Frau, Geliebte und andere Charaktere werden hingegen eher oberflächlich dargestellt. Das Buch und die Geschichte haben mir sehr gut gefallen. Auch der Schreibstil aus der Erzählerperspektive hat mir zugesagt. Der Spannungsaufbau ist gelungen, und bereits nach kurzer Zeit fiel es mir schwer, das Buch wegzulegen.
Absurd und anders
Der erste Teil der Geschichte liest sich wie ein recht gängiges Familiendrama: Vater verliert Tochter, kann nicht akzeptieren, stürzt sich in Arbeit, etc. Aber irgendwie schafft de Winter es, die Erzählung Stück für Stück mit überraschenden Wendungen und spannenden Einfällen ins Unerwartete zu führen. So muss der Vater und Gehirnchirurg Jaap Hollander zuerst eine geheime Gehirnoperation durchführen mit der Aussicht auf eine Milliarde Dollar Belohnung. Und auf einmal hilft ihm ein sprechender Hund das Verschwinden seiner Tochter zu rekonstruieren. Gebettet ist die Story in Israel, teils im wunderschönen Ramon-Krater, teils in Tel Aviv. Sehr spannend, sehr unterhaltsam. Spoiler: Die Geschichte endet am Morgen des 07. Oktobers 2023. Ein für mich unpassender und nicht sinnvoll ergänzender politischer Kommentar, der wenig zur vorangegangenen, eher zeitlosen Geschichte gehört.
Vielschichtige Geschichte mit Einblicken nach Tel Aviv und in die Neurowissenschaft, elegant geschrieben auf einem schmalen Grad zwischen Wissenschaft und Esoterik, am Ende etwas lose erzählt, und die Lüsternheit des Erzählers und durchweg oberflächlichen Frauenbeschreibungen haben mich komplett genervt.
Die Geschichte hat mich ein bisschen nachdenklich zurück gelassen. Es hat sich gut gelesen. Zwischendrin fand ich es ein bisschen abstrus, das hat sich dann am Ende dann doch noch aufgelöst.
Eine phantastisch kombinierte spannende Geschichte, wie gewohnt auch sprachlich toll umgesetzt. Sehr lesenswert!
Die erste 2/3 des Buches spannend, dann wurde es absurd, um in einer gelungenen Auflösung zu enden.
Ein interessantes Buch mit einer guten Spannungskurve über die Verarbeitung von Verlust und Selbstreflexion. Es hat mir sehr gut gefallen. Einzig die Beschreibung mit Filmschauspielern fand ich an manchen Stellen schade, da der Autor die Figuren weniger inhaltlich gezeichnet hat. Insgesamt empfehlenswert.
Stadt der Hunde Leon de Winter / Ein Buch, dass mir lange in Erinnerung bleiben wird. 🤩
Der Protagonist dieser Geschichte ist Jaap, ein niederländischer Gehirnchirurg der aus einer jüdischen Familie kommt aber dem Glauben keinen großen Platz in seinem Leben lässt. Als eines Tages seine Tochter Leah auf einer Israelreise verschwindet, ändert sich sein Leben. Jahr für Jahr fliegt Jaap nun von Amsterdam aus nach Israel in die Nähe von Tel Aviv um seine Tochter zu suchen. Am 10 Jahrestag des Verwindendens von Leah taucht die Geschichte tief ab. Die Geschichte ist nachhaltig und manchmal verstörend und manchmal hoffnungsvoll. Mir wird diese Geschichte lange im Gedächtnis bleiben. 🥰🫶
Ein Buch über einen pensionierten Gehirnchirurg, der auf der Suche nach seiner vermissten Tochter ist
Ich muss zugeben, trotz dessen dass ich keine wirkliche Sympathie für den Hauptcharakter entwickeln konnte ( lag größtenteils an seiner für mich arroganten Art und der Tatsache, dass er Frauen bei jeder Möglichkeit sexualisiert ) konnte ich das Buch sehr gut lesen und war nicht gelangweilt. *SPOILER* Dass das verschwinden seiner Tochter nie aufgelöst wird hat mich dann schlussendlich doch sehr gestört..
Liest sich gut und ist auch interessant. Die Geschichte ist aber schon sehr weit hergeholt. Im Grunde die Geschichte einer Selbstfindung und dem Weg zur Spiritualität. Ich hätte mir mehr Tiefe gewünscht und ein weniger abruptes Ende.
Absolut grandios. Die Geschichte hat mich sofort gepackt – spannend, tiefgründig und mitreißend erzählt. Die Mischung aus persönlichem Drama, Politik und Mystik fand ich einfach toll. Der streunende Hund, gaben dem Ganzen eine besondere Tiefe. Thorsten Giese liest das Hörbuch großartig – seine Stimme hat perfekt zur Atmosphäre gepasst. Für mich ein echtes Highlight!
Ich bin mir nicht sicher was ich da gelesen habe. Leichter Lesefluss und eine gewisse Spannung sind vorhanden. Der Protagonist (einer der besten Chirurgen) wurde mir aber zunehmend unsympathisch. Dass die Operation über den Weltfrieden entscheiden wird, scheint mir sehr unglaubwürdig. Ab seiner eigenen Operation wird es dann total wirr. Da holte er mich gar nicht ab und ich konnte nichts mit dem weiteren Verlauf der Geschichte anfangen.
Die Stadt der Hunde von Leon de Winter war für mich eine absolute positive Überraschung. Die Prämisse des Buches klang schon vielversprechend, und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch hat mich von Anfang bis Ende gefesselt – spannend, unterhaltsam und rührend zugleich. Der Schreibstil ist klar und angenehm zu lesen, was das Eintauchen in die Geschichte unglaublich leicht macht. Trotz der tiefgründigen Themen bleibt das Buch nie schwerfällig, sondern wird stets mit einer Leichtigkeit und Präzision erzählt, die das Lesen zu einem echten Vergnügen macht. Die Handlung hat mich immer wieder überrascht und mitgerissen. Die Charaktere sind lebendig und gut gezeichnet, und ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte ist sowohl faszinierend als auch emotional. Besonders gut gefallen hat mir die Mischung aus Spannung und emotionaler Tiefe, die das Buch so mitreißend macht. Das Ende jedoch war nicht ganz so, wie ich es mir erhofft hatte. Es war nicht das große Happy End, das man sich vielleicht erträumt, aber es war dennoch stimmig und hatte eine tiefere Botschaft. Die Erzählung endet mit einer wichtigen, nachdenklich stimmenden Erkenntnis, die einem noch lange im Kopf bleibt. Insgesamt ist Die Stadt der Hunde ein großartiges Buch, das sowohl emotional als auch intellektuell anspricht. Es hat mich begeistert und ich kann es nur weiterempfehlen. Wer auf der Suche nach einer Geschichte ist, die nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt, wird hier auf jeden Fall fündig.








































